Archiv für die Kategorie „Regelrecht“

Im Strafmass-Seminar

Herr Pelocorto am Mittwoch den 11. Februar 2015

Herzlich willkommen im Strafmass-Abendseminar. Heute geht es um ein ganz übles Früchtchen.

Der Straftäter M.A. war dermassen enttäuscht von der Niederlage seines Fussballteams, dass er eine Mandarine in den gegnerischen Fanblock warf.

Dummerweise wurde das Ganze gefilmt und M.A. vom Sicherheitspersonal behändigt. Welche Strafe brummen Sie M.A. auf?

Eine Busse von Fr. 500.– und drei Jahre Stadionverbot.

Rustikales Rencontre

Rrr am Sonntag den 18. Januar 2015

In unserer Serie "Foul oder nicht Foul?" zeigen wir Ihnen heute eine knifflige Szene aus Argentinien.

Leandro Marín von den Boca Juniors (in Gelb) trifft auf Ricardo Centurion vom Racing Club.

Noch unsicher? Wir studieren die Szene noch von der anderen Seite.

Marín sah Rot. Wie? Ja klar, ein Freundschaftsspiel. Die Meisterschaft in Argentinien beginnt erst Mitte Februar.

Blyths beeindruckender Bussenkatalog

Herr Shearer am Samstag den 3. Januar 2015

Während wir noch auf das Verdikt von Real Madrid in der Causa Benzema warten, werfen wir einen Blick in den Nordosten Englands.

Ältere Leser erinnern sich vielleicht noch an das Cupspiel zwischen Hartlepool und den Blyth Spartans, welches der Sechstligist gewinnen konnte. Heute nun stand zuhause das grosse Spiel gegen Birmingham City an. Klar, dass darüber schon im Vorfeld berichtet wurde. Ein Journalist tappte dabei auch in die Garderobe der Spartans und entdeckte dort den aktuellen Bussenkatalog. Die zu bezahlenden Beträge für Fehlverhalten sind doch eher bescheiden. Teuer wird es erst, wenn man nicht an den gemeinsamen Teamabenden teilnimmt - dann sind 10 Pfund fällig...

Blyth_spartans_strafliste

Nach einer 2:0-Führung zur Pause verloren die Blyth Spartans das Spiel gegen Birmingham dann doch noch mit 2:3, nachdem der Vertreter aus der Championship in der zweiten Hälfte doch noch mit Fussballspielen begann und sich so für die nächste Runde des FA-Cup qualifizieren konnte.

Kiss Kiss Bang Bang

Rrr am Dienstag den 23. Dezember 2014

Küssen gibt Gelb. Das geht Dally am Arsch vorbei.

11Aber alles der Reihe nach:

Lee Mansell von den Bristol Rovers wurde verwarnt, weil er seinen Gegenspieler aus Gateshead küsste. Die beiden waren aneinander geraten, Mansell versuchte nach eigenen Aussagen bloss die Situation zu beruhigen. "Es ist das erste Mal, dass ich Gelb wegen Küssens sah", sagte er der BBC.

Weniger glimpflich kam der Ivorer Dally davon. In der zweiten portugiesischen Liga schoss er in der 83. Minute den Ausgleich für Freamunde und feierte den Treffer, indem er den Fans von Gastgeber Chaves den nackten Hintern zeigte. Der Referee stellte ihn dafür vom Platz.

"Ich wollte mich nur für die rassistischen Gesänge der Fans während der ganzen zweiten Halbzeit revanchieren", sagte Dally nach dem Spiel der portugiesischen Presse.

Rundesleder-Regelkunde

Rrr am Sonntag den 14. Dezember 2014

Heute: Zahnziehen gibt Gelb.

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Darmstadts Kapitän Aytac Sulu spielte übrigens zum ersten Mal seit vier Monaten ohne Gesichtsmaske. Im August hatte er einen Jochbeinbruch erlitten. Die Fraktur ist verheilt, dafür ist jetzt wohl der Zahnarzt gefragt.

zahn

Doofer Doppelgänger

Rrr am Mittwoch den 10. Dezember 2014

Die chilenische Polizei hat Alexis Sanchez verhaftet.

ALEXISNein, nicht den Stürmer von Arsenal. Sondern sein Landsmann und Doppelgänger, der eigentlich Daniel Jesús Brizuela González heisst und seit langem gesucht wurde - unter anderem wegen mehrerer bewaffneter Raubüberfälle, Diebstähle und Betrügereien aller Art. Insgesamt soll er in den letzten 3 Jahren mehr als 40 Delikte begangen haben.

Die Medien tauften ihn "Alexis Sanchez", mit gutem Grund: Der Mann weist nicht nur eine gewisse Ähnlichkeit mit dem berühmten Stürmer auf, sondern ist auch ein grosser Fan desselben. Deshalb bewegte er sich mit Vorliebe im früheren Barca-Trikot seines Idols durch die Stadt.

Das erleichterte der Polizei vermutlich die Festnahme, muss man sagen. Ganz schön doof. Noch doofer war allerdings die Staatsanwaltschaft, die einen Formfehler beging - weshalb "Alexis Sanchez" wieder auf freien Fuss gesetzt werden musste.

TAFKAP reloaded

Rrr am Dienstag den 9. Dezember 2014

AKTUELL:Der FC Basel erreicht in Liverpool ein 1:1 und übersteht in der Champions League die Gruppenphase!

Willkommen beim Klub, der früher Steaua Bukarest hiess.

124Der oberste Gerichtshof Rumäniens entschied letzte Woche, dass Steaua den Vereinsnamen und das Wappen seit 2004 unrechtmässig verwendet habe - ohne Genehmigung des Markeninhabers, des rumänischen Verteidigungsministeriums.

Zum Meisterschaftsspiel gegen C.S.M.S. Jassy traten die Spieler nicht mehr im traditionellen rot-blauen Jersey an, sondern in kanariengelb. Das Wappen war mit Klebestreifen überklebt, und "auf der Anzeigetafel umrahmten weisse Pixel ein großes dunkles Nichts", wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt.

Einen 1:0-Sieg gab es trotzdem. Der Klub, der früher Steaua Bukarest hiess, führt die Liga mit zehn Punkten Vorsprung an.

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Schmerz lass nach

Rrr am Freitag den 5. Dezember 2014

In unserer Serie "Schlimme Schwalben allenthalben" präsentieren wir Ihnen heute Adryan.

Der brasilianische Jungstar gehört Flamengo, spielt zurzeit aber für Leeds und hatte beim 2:0-Sieg gegen Derby diesen interessanten Auftritt.

Juristenfutter

Rrr am Freitag den 21. November 2014

Valencia bekommt es mit Batman zu tun.

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Der Tabellendritte der Primera Division hat bekanntlich eine Fledermaus im Wappen. Batman ebenfalls. Das führt zu einem Rechtsstreit, der einigermaßen bizarr wirkt - denn das Problem sind nicht die beiden bekannten Logos (siehe oben), die sich deutlich genug unterscheiden.

1Vielmehr haben beide Parteien mehrere weitere Fledermaus-Logos schützen lassen. Valencia meldete kürzlich eine neue Fledermaus bei der zuständigen Registraturbehörde der EU an (siehe rechts).

Das war der Moment, als Batman einschritt. Respektive sein Herausgeber, der US-Riese DC Comics. Der Verlag legte Rekurs ein und machte geltend, das Logo sei eine Imitation eines bereits geschützten Logos.

Wer Recht hat, müssen die Juristen der EU entscheiden. Die Verantwortlichen von Valencia sind jedenfalls konsterniert. Der Klub schmückt sich seit 1919 mit einer Fledermaus, in der ostspanischen Heraldik ist sie schon seit dem 13. Jahrhundert geläufig. Batman kam erst 1939 zur Welt.

Jeder kennt die Fragen, kaum einer die Antwort (46)

Rrr am Donnerstag den 20. November 2014

Sieht so eine Strafanzeige aus?! Und seit wann werden die tätowiert?

bobastrafe

Dieser Beitrag aus unserer Serie Titel sind Glückssache wurde Ihnen präsentiert von Herrn Ba. aus Ba.

Ausgebartet in Ankara

Herr Shearer am Montag den 17. November 2014

Wer bei Genclerbirligi nicht zur Klinge greift, greift ins Portemonnaie.

Das dürfte den Islamisten in der Türkei gegen den Strich gehen - beim Hauptstadtclub Genclerbirligi Ankara sind Vollbärte ab sofort unerwünscht. Ilhan Cavcav, der Präsident des Klubs, hat folglich den Strafkatalog angepasst. Neu kostet zu heftige Gesichtsbehaarung 25'000 Lira, das sind nach aktuellem Umrechnungskurs gut und gerne 10'764 Franken.

volkan

Denn schliesslich sei sein Fussballklub keine Imam-Hatip-Schule, begründete Cavcav seine Abneigung gegen Bärte an Fussballern (an den genannten Schulen werden in der Türkei muslimische Prediger ausgebildet). Als negatives Beispiel nannte er unter anderem auch Volkan Demirel, den Goalie der türkischen Nationalmannschaft. Cavcav forderte vom türkischen Fussballverband sogar ein generelles Bartverbot, ist damit aber abgeblitzt. Denn beim Verband ist man sich sicher, dass die UEFA dies nicht zulassen würde. Das bringt Cavcav erst recht in Rage: "Ich habe genug von dieser UEFA"!

Wir manchmal auch, werter Herr Cavcav. Trotzdem stellt sich die Redaktion des Runden Leders geschlossen gegen Ihre Forderung. Denn heute sind die Bärte dran, morgen die Schnäuze. Wehret den Anfängen!

Oha lätz (LXXII)

Rrr am Dienstag den 11. November 2014

In unserer Serie "Oha lätz! Wer findet die strafrechtlich relevanten Unterschiede?" zeigen wir Ihnen heute unschöne Szenen aus der Super League.

Links Wieser vs Yapi, rechts Xhaka vs Gerndt. Bewegte Bilder gibts auch: Hier Fall Yapi, hier Fall Gerndt.

1

Dass FCZ-Präsident Canepa den Yapi-Treter vor Gericht zerren will, löst auf der Redaktion des Runden Leders unterschiedliche Reaktionen aus. "Wollen wir wirklich einen Prozess für jedes Foul mit Verletzungsfolge?" fragte der Chef heute an der Morgensitzung. "Die Frage ist eher, warum seinerzeit Herr Xhaka nicht eingeklagt worden ist", entgegnete einer und verschüttete vor Aufregung seinen Ristretto. "Schliesslich gibt es ein Bundesgerichtsurteil im Fall Kevin Miller."

"Die Fälle Yapi/Gerndt sind alles andere als klar, denn der Ball war noch in der Nähe. Für das Bundesgericht ist massgebend, wie krass eine dem Schutz vor Verletzungen dienende Spielregel verletzt wird", entgegnete ein Dritter. "Der Hockeyspieler Kevin Miller beispielsweise  checkte McKim 0,38 Sekunden nach der Schussabgabe von hinten in den ..." Der fragliche Redaktor wurde vom Chef unterbrochen, wegen Randsports verwarnt und für 15 Minuten von der Diskussion suspendiert.

"Ob Randsport oder Fussball: Nicht jedes Foul mit Verletzungsfolge sprengt das spieltypische Risiko", dozierte ein weiterer Redaktor, welcher sein Jusstudium vor 28 Jahren abgebrochen hatte. "Jene von Xhaka und Wieser aber meines Empfindes schon."

"Xhaka war eventuell gar noch gravierender, da rücksichtslos von hinten", fasste jemand zusammen, ehe sich die gesamte Redaktion zur spontanen Blutspende beim Roten Kreuz aufmachte.

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