Archiv für die Kategorie ‘Realsatire’

Kubos Keeper

Briger am Montag den 13. Februar 2017

Yuya Kubo spielt bekanntlich seit kurzem in Gent. Sein neuer Torwartkollege, Lovre Kalinić, verschätzte sich am Wochenende in der 96. Minute.

Gent verlor beim dritten Einsatz des Ex-Young Boy mit 0:1, erstmals gelang dem Japaner im Dress der Indianer damit kein Tor. Die entscheidene Szene aus dem Spiel vom Samstag sehen Sie hier:

Menschen hinter der Bürofeuermauer schauen hier:

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Aalglatt analysiert

Herr Maldini am Freitag den 3. Februar 2017

Renato Steffen möchte sich in Interviews nicht verbiegen. “Ich finde es schade, dass wir offenbar keine Ecken und Kanten haben dürfen.” Das ist eine löbliche Aussage, findet unser Kolumnist Kevin Grossenbacher.

“Schade nur, dass seine Antworten gestern im Interview mit der BaZ/BZ dann doch alle aalglatt sind – wie auch die von Taulant Xhaka. Deshalb habe ich für Sie zwischen den Zeilen gelesen und sage Ihnen, was Reni und Tauli  wirklich gemeint hatten. Die wichtigsten Aussagen und ihre Bedeutung sind kompakt für Sie aufbereitet.”

Welches falsche Bild wird denn oft von Taulant Xhaka gezeichnet?
Tauli: Dass ich hart in die Zweikämpfe steige, unfair spiele und zu viele Gelbe Karten kassiere.

‘Alex Gerndt ist ein Stogli und hat sich damals selber verletzt’, oder was meint Tauli? Er hat offenbar nichts gelernt. Schade.”

Wer rüffelt Sie, Renato Steffen?
Die Eltern. Mein Vater hat auch mal Fussball gespielt, deshalb verstehe ich es dann eher, als wenn meine ­Mutter etwas sagt. Da haben wir dann schon mal Diskussionen. (schmunzelt)

“Auch hier bin ich enttäuscht. Im Hause Steffen herrscht offenbar das Patriarchat. Er hätte auch gleich ‘Meine Mutter hat keine Ahnung von Fussball’ sagen können. Ich habe selber auch nur kurz bei den Junioren gekickt und kann den Fussball trotzdem analysieren. Die Menschenkenntnis wiederum eignete ich mir im Psychologiestudium an.”

Wie beurteilt Ihr Vater Ihr mitunter überschäumendes Temperament?
Reni: Er meint, dass ich in ­gewissen Situationen anders ­reagieren sollte.

“Ich sehe hier das Vater-Sohn-Verhältnis gestört. Vermutet Renis Vater vielleicht, dass sein Sohn vom Pöstler ist?”

Nach diesem Disput im September 2015 mussten Sie beide beim Liga-Sportgericht antraben. Gab es da zuvor schon ­privaten Kontakt?
Reni: Ich schrieb ihm einen Riesentext, entschuldigte mich. Zurück kam nur: Ok.

“Vermutlich fragte Reni den Tauli auch grad, ob dieser seinen Wechsel zum FCB einfädeln könne. Ebenfalls vermute ich aufgrund der ultrakurzen Antwort von Tauli, dass dieser Mühe mit der Rechtschreibung hat.”

Gehen Sie zusammen mit den Freundinnen essen?
Tauli: Welche Freundin? (lacht)

“Ich glaube, an dieser Stelle ist jeglicher Kommentar überflüssig. Wobei, wenn ich mir das so überlege, Reni und Tauli, warum eigentlich… Sie wissen schon.”

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Zahlen malen mit Ramos

Rrr am Dienstag den 13. Dezember 2016

Das Runde Leder zeigt die schönsten Tattoos der Welt. Heute: Die linke Hand von Sergio Ramos.

Der Kapitän von Real Madrid brillierte zuletzt mit Last-Minute-Toren gegen Barca und La Coruna. Vor der Klub-WM in Japan liess er sich vier Zahlen auf die Hand stechen.

ramos

Die 90+ ist jedem klar, die Zahl erinnert ans Champions-League-Finale 2014: Ramos traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich. In der Verlängerung siegte Real 4:1.

Die 32 und 35 waren Ramos’ erste Trikot-Nummern beim FC Sevilla. Dort wurde der gebürtige Andalusier zum Profi, ehe er 2005 zu Real wechselte.

Die 19 bezieht sich auf sein Debüt für die spanische Nationalelf: Ramos war 19 Jahre alt, als er gegen China erstmals für “La Roja” spielte.

Nun möchten Sie natürlich weitere schöne Tattoos an Ramos’ Luxuskörper sehen. Kein Problem, den Champions-League-Pokal und den Weltmeisterpokal gibts auf seinen Waden. Und auch eine wunderschöne Darstellung des “King of Pop” Michael Jackson gehört zum Gesamtkunstwerk, wie ältere Leser wissen.

Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn wir Ihnen die wichtigsten Intim-Piercings unseres Redakteurs Herr Maldini zeigen.

Hilfe, Hooligans!

Harvest am Mittwoch den 16. November 2016

Jeder kennt die Hooligandatenbank und wenn man gewissen Fans glauben kann, stehen wir da alle drin, schliesslich haben wir auch schon Fussballspiele besucht.

pyroEs gibt allerdings nicht nur eine Hooligandatenbank, sondern auch Ereignislisten, die die Hooliganvergehen genaustens protokollieren. Die Listen der Jahre 2012-2015 finden Sie auf der Heimseite der KKJPD. Doch Sie müssen sich nicht die Mühe machen diese zu studieren, wir haben das für Sie erledigt.

Zuerst müssen wir uns in Erinnerung rufen, was ein Hooligan ist. Der Duden nennt ihn einen „meist im Gruppenverband auftretender Jugendlicher, dessen Verhalten von Randale und gewalttätigen Übergriffen bei öffentlichen Veranstaltungen (z.B. Fussballspielen) gekennzeichnet ist“. In allen Definitionen findet sich in der einen oder anderen Form der Begriff „Gewalt“. Dass gegen Gewalt vorgegangen werden muss (ob nun mit Repression oder Prävention), darin sind wir uns sicher einig. Zudem werfen die Hooligans ein schlechtes Licht auf alle Fussballfans und den Fussball allgemein (gut, das machen FIFA und UEFA auch).

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Dumm gejubelt

Briger am Donnerstag den 27. Oktober 2016

Dennis Agyare Antwi spielt Fussball in Kristianssand.

Seit letztem Wochenende ist er einem breiten Publikum in Norwegen bekannt. Und das kam so. Denny Antwi, wechselte Ende Juli vom Zweitligisten FK Jerv zum IK Start in die Tippeligaen. Zuvor verdiente er sein Geld in seiner Heimat Ghana bei Hearts of Oak, ehe er sein Glück zunächst in Malaysia und dann wieder in Ghana versuchte. Im Januar 2014 wagte er den Sprung nach Europa, er spielte nun für Rosengård (genau, Zlatan Ibrahimovic hat hier kicken gelernt) in der vierten schwedischen Liga. Von da dann im August 2015 der Wechsel in die Zweite norwegische Liga und nicht mal ein Jahr später dann eben der Wechsel zum IK Start, gegen den Jerv im November 2015 das Auf-Abstiegs-Spiel verloren hatte, so viel am Rande.

Nun, lange Rede kurzer Sinn, letztes Wochenende spielte Antwi mit seinem zwei Runden vor Schluss bereits abgestiegenen IK Start auswärts gegen den Lillestrøm SK. Mit seinem allerersten Tor in der höchsten Spielklasse traf der 23-jährige zum zwischenzeitlichen 1:0 (Endstand 1:1). Entsprechend freute er sich. Wie Fussballer das so machen, rannte er vor die Fans, reckte dabei seine Hände zum Himmel und freute sich. Dummerweise rannte er aber nicht zu den eigenen Fans, sondern zelebrierte seinen Jubel vor den Heimfans. Nun, das passte nicht allen und ein erboster Zuschauer stürmte den Platz und stiess Antwi um. Doch damit nicht genug Unheil für den jungen Mann. Der Schiedsrichter verwarnte Antwi wegen übertriebenem Torjubel, aber sehen Sie selbst:

Farbenfroh

Briger am Montag den 22. Februar 2016

Galatasaray gegen Trabzonspor endet farbig.

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Höhepunkt war die vierte rote Karte. Salih Dursun zeigte Schiedsrichter Deniz Bitnel den roten Karton, nachdem dieser die Karte nachdem Platzverweis gegen Luis Cavanda fallen liess. Dursun durfte seinen Teamkollegen dann gleich unter die Dusche begleiten.

Day After

Rrr am Sonntag den 22. November 2015

Herr Rrr gibt auf vielseitigen Wunsch ein kurzes Statement ab.

(null)“Sehr geehrte Damen und Herren, ich will es nicht verhehlen, das Resultat des gestrigen Clasicos entspricht aus der Sicht des ruhmreichen Real Madrid Club de Fútbol nicht in allen Teilen den Erwartungen. Nichtsdestotrotz besteht keinerlei Anlass zur Beunruhigung. Rückschläge gehören zum Sport, und ich bin mir sicher, dass die Mannschaft gestärkt aus dieser ungewöhnlichen Erfahrung hervorgehen wird. Insofern fühle ich mich komplett entspannt und bin nach wie vor voller Zuversicht, was den 11. Champions-League-Titel und die 33. Meisterschaft anbelangt.

Natürlich stellt sich die Präsidentenfrage. Im Klartext: Florentino Perez muss weg. Bald, sehr bald. Noch dringender ist allerdings die Trainerfrage. Besten Dank für nichts, Herr Benitez, und auf Wiedersehen, wenn nicht heute, dann spätestens morgen Montag. Gerne dürfen Sie gleich Gareth Bale mitnehmen, diesen Einfaltspinsel ohne jedes taktische Verständnis. Den alternden Cristiano bringen wir für viel Geld bei PSG unter, selbst für den schwer vermittelbaren Benzema finden wir mit etwas Anstrengung ein Plätzchen, dann braucht es noch eine rasche Lösung für all die Fehltransfers von Danilo bis Kovacic, und auch über Kroos, Marcelo und Ramos darf man einmal diskutieren, wenn man eine neue Mannschaft um Varane und James aufbau … Schwester, was machen Sie? Ziehen Sie den Gurt nicht so gut eng an, das tut weh! Ah, das Tablettli, ja ja ja, ein Tablettli, das ist guuuuut. Geben Sie mir doch gleich zwei und dann möch”

(null)

Umfangreiche Gegendarstellung

Briger am Freitag den 29. Mai 2015

Michael Preetz ist gerade nicht zum dritten Mal mit der Hertha abgestiegen. Nun hat er Zeit, sich der Presse zu widmen

Knapp eine Woche nach dem in Extremis geschafften Klassenerhalt, man denke nur daran, Ronny hätte im Herbst in Freiburg in der 96. Minute nicht zum 2:2 getroffen, widmet sich der Tagesspiegel heute einer Gegendarstellung Michael Preetz’ zu einem im März erschienenen Artikel.
Aber sehen Sie selbst:
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Bestens bewacht

Lars Sohn am Montag den 2. Februar 2015

Ein paar wenige Anhänger des schottischen Fussball lernen es nie.

Wie Wachtmeister Schärer, der Sprecher der stadtbernischen Sicherheitsbehörden, auf Anfrage des Runden Leders bestätigte, musste rund ums gestrige Old Firm nur ein Mann für knapp drei Stunden in Gewahrsam genommen werden. Der Mann habe ein blaues Leibchen getragen und auf die Beamten einen frustrierten Eindruck gemacht.

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Im Bild sehen Sie das deeskalative Aufgebot in der Wallgasse.

Wir dürfen beruhigt feststellen, dass der Rest der Innenstadt durch die Unruhen um die Übertragung des Ligacup-Halbfinals aus Glasgow nicht betroffen war. Jetzt soll noch jemand sagen, das Konkordat sei wirkungsfrei. Damit dürfte die hier gestellte Frage um den Verbleib eines Anhängers der unterlegenen Mannschaft lückenlos geklärt sein. Warum selbst seine juristische Vertretung den Vorfall zu vertuschen suchte, bleibt ihr Geheimnis.

Breaking News

Briger am Montag den 19. Januar 2015

In der englischen League One verlor Scunthorpe am Samstag gegen Bristol City sowohl das Spiel als auch zwei Torhüter.

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Das Drama begann in der 8. Minute, als sich Stammkeeper Sam Slocombe (Bild) nach einem Zweikampf den Arm brach. Sein Ersatzmann James Severn erlitt dasselbe Schicksal eine knappe Halbestunde später, bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler. Nun musste sich Abwehrspieler Andrew Boyce, er hatte zu vor übrigens den Elfmeter zum 0:1 verursacht, die Handschuhe überstreifen. Er blieb bis in die 84. unbezwungen und – was wohl das wichtigste ist – seine beiden Arme sind intakt.

Nun Scunthorpe hat Glück, dass wenigstens Januar und damit das Transferfenster offen ist.

Gegen den Hooliganismus

Natischer am Dienstag den 14. Oktober 2014

BernEuropaplatzDie Haltestellen in Bern Ausserhooligan erhalten per 14. Dezember 2014 den neuen Namen Bern Europaplatz.

Der Stadberner Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, Ursula Wyss, gelingt damit ein Schlag gegen den Hooliganismus und sie freut sich sichtlich:

«Der Europaplatz ist nach dem Hauptbahnhof und der S-Bahnstation Wankdorf der drittwichtigste öV-Umsteigeknoten der Stadt Bern. Allein deshalb ist eine eindeutige Namensgebung der öV-Stationen und eine Aufwertung dieses Platzes dringend nötig. Ausserhooligan war lange Zeit eher ein Unort. In Zukunft soll der Platz belebt und nutzerfreundlicher werden.»

Extrazüge mit sogenannten «Fussballfans» fahren aber auch künftig bis Bern Wankdorf.

10 Jahre «Zum Runden Leder»
Wir gratulieren dieser AAA-Wortspielpwänte zum 10jährigen Bestehen!

Unter Schlaraffen

Lars Sohn am Montag den 15. September 2014

20140915_1_UnterSchlaraffenPlaudern mit Herrn Äser vom Bleisinn.

ZRL: Herr Äser, mit Ihren Worten haben Sie kräftige Hörner demonstriert.

Äser: Danke.

ZRL: Eine verbale Nebelgranate allererster Güte! Gerade jetzt, wo die linke Presse einmal mehr Dreck in Ihre Direktion wirft.

Äser: Alle Angestellten meiner Direktion sind über alle Zweifler erhaben.

ZRL: Die Stammwählerschaft steht Ihrem internen Vertrauen in nichts nach.

Äser: (nickt) Ein langjähriger Prozess.

ZRL: Reaktionäre Volksnähe ist doch eher Kernkompetenz der Volkspartei.

Äser: Ohne das Gespür für den richtigen Spruch im rechten Moment wäre ich in meiner Postition fehl am Platz.

ZRL: Bedenken Sie, was in guten Zeiten alles in ein grosses Maul passt.
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