Archiv für die Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Schönes Stück Stoff

Herr Maldini am Freitag den 19. Mai 2017

Als führender Fussballblog erachtet es das Runde Leder auch als Pflicht, Sie über die neusten modeschöpferischen Würfe zu unterrichten.

Für gewöhnlich beschäftigt sich der englische Designer Sean Bull mit motorisierten, vierrädrigen Fahrzeugen. Vor kurzem wagte er einen Ausflug in den Fussball, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Er stellte sich die Frage, was wäre, wenn gewisse Clubs ihre Trikots von bekannten Modedesignern entwerfen lassen würden. Nein, Ed Hardy ist leider nicht dabei.

Bulls Ergebnisse hinterliessen auf der Redaktion gemischte Gefühle. Während sich Herr Shearer noch immer lauthals darüber beschwert, dass kein englischer Verein berücksichtigt wurde, kündigte Herr Rrr an, nach seiner Rückkehr mit seiner Real-Chanel-Spezialanfertigung durch die Redaktionsräume zu stolzieren. Der Autor dieses Beitrages kotzte aus Versehen über den Ausdruck eines Juve-Entwurfs (siehe oben) – ob wegen Versace oder aufgrund des neuen Logos, ist nicht überliefert.

Oha Lätz (MCMV)

Harvest am Mittwoch den 17. Mai 2017

Die Bilder gleichen sich aufs Haar, finden Sie trotzdem die Unterschiede.

Links sehen Sie den grösstestartigen Tom Waits und rechts seinen jungen Zwilling Yoric Ravet. Statt lange auszuholen, lassen wir lieber den Meister zu Wort kommen.

Lahmes Stück

Herr Shearer am Donnerstag den 11. Mai 2017

So langweilig, dass es weh tut – Philipp Lahms Leben kommt auf die Bühne.

“Super korrekt, super schlau, super korrekt”, so sei Philipp Lahm, und eben auch extrem langweilig. Das sagt Michael Decar, Autor des Stücks, welches sinnigerweise gleich heisst wie der demnächst in Rente gehende Bayern-Aussenverteidiger und welches im Dezember im Münchner Residenztheater Premiere feiern wird.

Für Decar ist Lahm quasi die Verkörperung der Generation Nullerjahre, das habe ihn zum Verfassen des Stücks inspiriert. Philipp Lahm selber wusste bislang nichts davon und wird laut seinem Berater auch keinen Einfluss darauf nehmen. Ob er selbst einer Vorstellung beiwohnen wird, liess er offen. Offen ist übrigens auch noch die Handlung – das zeigt sich dann eben bei der Erstaufführung.

Aber jetzt mal ehrlich, Theaterstücke, wo es darin um Fussballer geht, funktioniert das überhaupt? Aber sicher schon!  Vorreiter in diesem Genre war wieder einmal das wunderbare Wankdorfstadion, wo bereits vor sieben Jahren ein Theaterstück über den alternden Geni Meier aufgeführt wurde, ältere “Bund”-Leser erinnern sich sicher noch.

La Lucarne

Val der Ama am Sonntag den 7. Mai 2017

Sie wollen nach Paris und haben aber Randsportverbot?

Kein Problem, besuchen Sie doch einfach das Fussballfilmfestival La Lucarne. Bereits zum fünften Mal gibts dort jede Menge Fussballfilme zu sehen, dieses Jahr unter dem Motto: “Foot et Politique”.

Für Infos zu Spielort, Preisen und Programm, wollen Sie bitte auf diesen Link klicken.

Pinto und Ricky

Val der Ama am Samstag den 6. Mai 2017

Pinto hat einen Hit.

Sie erinnern sich bestimmt an den José Manuel Pinto, den meistens Ersatzgoalie des FC Barcelona. Pinto heisst mittlerweile auch noch “Wahim” und hat doch tatsächlich eine zweite Karriere als Musiker gestartet – und das erfolgreich.

Neulich hat Pinto zusammen mit DJ Ricky Luna einen Song namens “La Habana” aufgenommen und das Lied hats erst auf den Soundtrack vom neuen “Fast & Furious”-Film und dann aber auch noch grad in die Charts geschafft.

Sie möchten sich das anhören? Also hier:

Beachtenswertes Bilderbuch

Herr Shearer am Donnerstag den 13. April 2017

Sie mögen schöne Bildbände? Sie mögen Geschichten, wie sie nur der Fussball zu schreiben vermag? Wir haben da etwas für Sie.

Der 1. März des Jahres 2017 ist ein besonderes Datum in der Vereinschronik des FC Winterthur: an diesem Tag reiste der damals stark abstiegsgefährdete Zweitligist als hoffnungsloser Aussenseiter ans Cup-Viertelfinale ins Berner Wankdorf. Gegner war der legendäre BSC Young Boys, Nummer zwei des Schweizer Fussballs. Für das Heimteam war das Erreichen des Halbfinals nur eine nötige Pflichtübung. Die Winterthurer lagen zur Pause denn auch 0:2 zurück, schafften dann aber das Unmögliche, glichen aus, retten sich in und über die Verlängerung und vollbrachten im Penaltyschiessen das zweite Wunder von Bern.

Milad Ahmadvand ist Fotograf aus Winterthur und Fan des dortigen FC. Auch er begleitete seinen Klub an diesem denkwürdigen Abend in die Bundesstadt, seine Kamera war mit dabei. Aus den an diesem Abend entstandenen Aufnahmen ist ein schöner Bildband entstanden, den Sie alle sicher sofort erstehen wollen. Da müssen Sie nun aber pressieren, denn die Auflage ist auf 57 Exemplare beschränkt, von denen sieben von der siegreichen Mannschaft signiert worden sind und die versteigert werden. Alle Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Nachwuchs des FCW zugute. Bestellen können Sie hier.

Falls es Sie übrigens in der nächsten Zeit nach Winterthur verschlägt, sollten Sie unbedingt im Salon Erika, der Kunstgalerie in der Schützenwiese vorbeischauen. Dort sind einige der Bilder ausgestellt. Und falls Sie die Gelegenheit verpassen – kein Problem! Winterthur ist für Liebhaber der Fotografie immer eine gute Adresse.

Kühne Kunst

Herr Maldini am Freitag den 24. Februar 2017

Willkommen zum allwöchentlichen Beitrag über innovative Körperbemalung.

Amato Ciciretti (was für ein Name!), früher bei der AS Roma und jetzt in der Serie B bei Benevento engagiert, ist ja bereits ein Gesamtkunstwerk. Für seine jüngste Tätowierung liess er sich aber etwas ganz Besonderes einfallen:

Richtig, das Twittervögeli ziert neuerdings seine Wade. Was Ciciretti sonst noch kann, ist dem RL nicht bekannt. 

Die Redaktion des Runden Leders ist ja bekanntlich nie um einen Trend verlegen und hat deshalb bereits nachgezogen. Herr der Ama hat sich über sein Arschgeweih das RL-Logo stechen lassen, dem Herr Rrr seine Brust ziert das Konterfei von CR7. Und dann ist da noch Herr Shearer, aber der ist sowieso ein Pionier und schon seit langer Zeit beschriftet.

Kolorierte Kuh

Herr Maldini am Samstag den 11. Februar 2017

Wir begrüssen Sie zu einer Kurzversion der berühmten Kunstmatinée. Heute widmen wir uns dem Nachwuchs.

 

“YB Kuh”, 2017, Urheber unbekannt, Coop Breitenrainplatz.

 

United Passions für Eilige (III)

Rrr am Samstag den 21. Januar 2017

Das Dessert kommt wie immer am Schluss.

Für den dritten Teil unserer Kunstmatinee haben wir “United Passions” nochmals neu geschnitten und geringfügig gekürzt. Diesmal zeigen wir Ihnen die besten Szenen von Joseph S. Blatter. Bittesehr:

United Passions für Eilige (II)

Rrr am Samstag den 21. Januar 2017

Im zweiten Teil unserer Kunstmatinee gibts was zu trinken.

“United Passions” für Eilige – diesmal 89 Sekunden für durstige Menschen. Prost! Äh, Film ab.

Schalten Sie um 12.30 Uhr wieder ein, wenn wir Teil 3 zeigen: “United Passions” für Sepp Blatter.

United Passions für Eilige (I)

Rrr am Samstag den 21. Januar 2017

Herzlich willkommen zu einer weiteren Kunstmatinée.

“United Passions” heisst der Film über die FIFA, den wir diese Woche im Kino Rex zeigten (die NZZ berichtete). Alle waren begeistert, völlig zurecht. Tolle Autos, super Drinks, fantastischer Sepp Blatter!

Einziges Manko: “United Passions” ist mit 110 Minuten etwas lang geraten. Herr Rrr hat sich umgehend an die Arbeit gemacht und den Film geringfügig gekürzt. Nun präsentieren wir Ihnen “United Passions” in drei kompakten Versionen, die zwischen 50 und 80 Sekunden lang sind.

Die erste Version ist den Auto-Fans unter Ihnen gewidmet. Film ab!

Schalten Sie um 10.30 Uhr wieder ein, wenn wir Teil 2 zeigen: “United Passions” für Alkoholiker.

FFFF #4

Herr Shearer am Donnerstag den 5. Januar 2017

Endlich: der Fussball erreicht Basel!

Allerdings nur auf der Leinwand, aber irgendwo muss man ja anfangen. In der Stadt, welche bei uns eher für chemische Produkte denn für rollende Lederwaren bekannt ist, findet vom 27. – 29. Januar die vierte Ausgabe des Flutlicht Fussball Film Festivals statt. Nach einem Blick auf das Programm der diesjährigen Edition kommen wir nicht umhin, einen klaren Hingehbefehl für diese oléolé Veranstaltung auszusprechen.

Fahren Sie also an einem der drei Abende mit dem Zug oder dem Tram in den Badischen Bahnhof von Basel und geniessen Sie dort allerhand Leckerbissen: am Freitag müssen Sie allerdings einen etwas speziellen Geschmack haben, wenn die Baseler Weltreise von 1964 auf Zelluloid über die Leinwand flimmert. Aber am Samstag gibt es definitiv keine Entschuldigung, daheim zu bleiben, denn dann gibt es Filme von der Mutterinsel des Fussballs, gekrönt von der Kontinentalpremiere von “Gascoigne”, dem Dokumentarfilm über den grossartigen gefallenen Gott aus Gateshead. Und dann unbedingt bleiben für die Podiumsdiskussion, denn da ist auch Hanspeter Künzler (älteren Radiohörern als “Düsi aus London” wohlbekannt) dabei! Ausklingen tut der Anlass am Sonntag mit einem Brunch, einer Lesung von Max Küng und einigen weiteren Filmen, wo es darin um Fussball geht.

Et puis voilà quoi. Danach haben Sie dieses Basel auch wieder für ein Jahr gesehen.

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