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Archiv für die Kategorie „European Must-have-drunk-theres“

Tour de Superleague – durch die Fussball-Schweiz in vier Etappen (letzter Teil)

Natischer am Freitag den 18. Juli 2014
Tour de Superleague

Tour de Superleague

Last, but not least: Auf in den Wilden Osten!

Zu Beginn der vierten und letzten Etappe überbrückte ich das bereits einmal befahrene Teilstück bis Aarau mit Schreiben des Textes zur 3. Etappe, die ich da eigentlich noch für die zweite hielt und dann darum auf dem Rückweg die zweite erst auch noch schreiben musste. Aber comunque. So Raum-/Zeitkontiua sind ja auch nicht mehr, was sie nie waren.

Zügig gings also Richtung Zürich, wo ja jede Art von Baustelle Priorität hat vor Fussballstadien. Hier dahinter irgendwo war früher mal eins, aber das wollten die Züricher irgendwie nicht mehr und aber ein grosses, neues dann lieber nicht, weil zu gross, zu schattig und wegen der Mantelnutzung eh böse, und ein etwas kleineres dann doch auch nicht ... Auch hier ist es ebiz wie beim Autobahn-Bau im Oberwallis, glöibi.

Dafür gibts auf der andern Seite der Gleise ein recht hübsches Leichtathletikstadion, das ich wohl in jeder Saison seit Eröffnung mindestens einmal besucht habe. Es gab hier u.a. zweimal ein 3:3-Unentschieden, wenn ich mich grad richtig erinnere, bei denen einmal der gegnerische Torhüter Jakupovic kurz vor Ende den Ausgleich schaffte und eins, bei dem Wölfli beim genau so dramatischen Ausgleich einen Assist verbuchen konnte. Und hier gabs auch mein einziges richtig unangenehmes Rencontre ever mit gegnerischen Fans. Normalerweise fraternisiere ich lieber und trinke Bier mit fast jedem, aber dieses eine Mal war das keine Option.

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Tour de Superleague – durch die Fussball-Schweiz in vier Etappen (3. Teil)

Natischer am Donnerstag den 17. Juli 2014

EL 2. Qualirunde Hinspiel: FC Luzern v St. Johnstone F.C. 1:1

TdSL-LogoDie 3. Etappe führte in die Nordwestschweiz.

Also fuhr ich gegen 11 Uhr wieder nach Neuchâtel, wo die 1. Etappe neulich etwas abrupt hatte enden müssen.

Xamax hatte nach dem tschetschenischen Abgang Tschagajews ja mit dem FC Serrières fusioniert und konnte in der 2. Liga Interregional weiterfahren. Nach zwei Aufstiegen hintereinander ist Neuchâtel Xamax FCS für die Saison 2014/15 zurück in der 1. Liga Promotion.

Seine besten Zeiten hatte Xamax jedoch in den Achzigerjahren u.a. unter Gilbert Gress und mit Spielern wie Uli Stielike, Karl Engel, Heinz Herrmann, Don Givens, usw. Werfen wir der Nostalgie halber doch rasch einen Blick in die alte Maladière:

'87 und '88 wurde dann Xamax Meister. Sympathisch find ich, dass das Stade de Maladière immer noch seinen ursprünglichen Namen trägt. Die meisten andern Clubs haben die Namensrechte verkauft, was zwar schade, aber betriebswirtschaftlich durchaus nachvollziehbar ist, aber dann ist da ja auch noch ein anderes Stadion mit neuem Namen ...

Mit dem Regio-Express gings also hinauf nach La Chaux-de-Fonds im oberen Teil des Kantons Neuenburg.

Vom FC La Chaux-de-Fonds weiss ich eigentlich nur, dass die ganz früher mal recht erfolgreich waren, der mir nur als Trainer bekannte Daniel Jeandupeux in der Charrière seine Carrière startete und dass Xamax seine Spiele hier austrug, als die neue Maladière gebaut wurde. Da fielen ja dann manchmal Spiele wegen Schnees aus – Chaux-de-Fonds liegt auf fast 1000 M.ü.M..

Also stieg ich rasch um und fuhr direkt weiter nach Biel/Bienne.

Der FC Biel/Bienne liegt offenbar auf Platz 14 der Ewigen Randliste der NLA/Super League. Er stieg nach weniger erfolgreichen ab 1976 erst 2008 wieder in die NLB auf und blieb seither dort.

 

Das ehemalige Farmteam von YB trug seine Heimspiele bis vorletztes Jahr im Stadion Gurzelen aus, doch ist dieses schon ziemlich heruntergekommen und so verweigerte ihm die Nationalliga die Lizenz. Seither spielt auch Biel auch auf der Maladière in Neuenburg "zuhause". Am Stadtrand Richtung Grenchen wird derzeit an einer grossen Überbauung gearbeitet: Entstehen sollen ein neues Fussball- und ein Eish****y-Stadion. Ich zeigte der Baustelle Gelb wegen Randsports und fuhr weiter im ICN Richtung Basel.

 

Der ICN Robert Walser hielt dann schon in Grenchen ein nächstes Mal, wo eher suboptimale Erinnerungen an meinen letzten Besuch des Uhren-Cups aufkamen: Die zahlreich anwesende Polizei filmte da lieber mich friedlichen YB-Fan als die Baseler daran zu hindern, mutmasslich der Schlacht am Morgarten nicht unähnlich den Sektor der gelbschwarzen und neutralen Zuschauer zu stürmen. Ich finde es überaus betrüblich, dass solche Vorbereitungsturniere kaum mehr stattfinden können – aus Sicherheitsgründen. Gut, beim örtlichen Turnier von Sascha kamen ja auch noch rechtliche Schwierigkeiten hinzu. YB holte den Uhrencup 2007 letztmals und wurde danach noch dreimal Zweiter. 2013 wurde der Uhrencup zum letzten Mal durchgeführt.

Zugswende in Delsberg. Meine erste Erinnerung an die SR Delémont datiert aus dem Jahr 1982, als diese überraschend bis in den Halbfinal des Schweizer Cups vorstiessen. (Woher kommt eigentlich die weitverbreitete Sympathie für Underdogs?) Seither stieg die SRD immer mal wieder auf und ab und spielt jetzt eben auch in dieser oftzitierten 1. Liga Promotion.

 

In Basel wurde es dann Zeit für ein spätes Mittagessen: In der Brasserie im Bahnhof servierten sie als Menü tatsächlich «Bebbi-Klöpfer mit Rösti». Das musste sein, klar.

 

 

Im Joggeli fanden grad Baggerarbeiten statt, vermutlich hatte das Metallica-Konzert dem Rasen zu sehr zugesetzt. Ein Monsters-of-Rock-Festival war auch Anlass meines ersten Besuchs im Joggeli anno 1991, weil sportlich spielte der FCB damals ja keine grosse Rolle. Man hegte im Gegenteil auch im Oberwallis teils grosse Sympathien für den „Underdog“ FCB, als dieser Mitte der 90er wieder nach oben kam. Etwas, was im Laufe der Jahre, nun ja, nicht unbedingt zugenommen hat. Als Jung-Natischer habe ich verinnerlicht, den damaligen Überflieger GC und Servette mehr so grundsätzlich nicht zu mögen. Das kriegt man dann später halt auch nicht mehr so einfach weg. Andererseits konnte ich der Liste der Teams, die ich etwas weniger mag, seither aber auch einige Vereine hinzufügen. Woher die Aversion der heutigen Sionisten gegenüber YB kommt, weiss und versteh ich, ehrlich gesagt, nicht.

Aarau und das Brügglifeld sollte meine nächste und für heute letzte Station sein:

 

Die 25 Minuten Umsteigezeit reichten haargenau für einen zügigen Fussmarsch vom Bahnhof zum Brügglifeld und zurück. Beim Stichwort 'Brügglifeld' denkt man natürlich sofort an den löblichen FCA-Spiess und an Pedro Lenz - und in meinem Fall an meine erste Reise dorthin, die erst 2007 stattfand, als YBs Milicevic nach gefühlten 15 Sekunden des Spiels Rot sah, Portillo noch vor der Pause auch - und YB am Ende trotzdem 1:0 gewann dank Steve Gohouris Kopfball-Treffer. Der Begriff «Brillenblogger» fand m.W. bei diesem Ausflug den Weg zum Runden Leder.
In Aarau möchten sie ja auch schon länger ein neues Stadion hinstellen, doch hat da unlängst wieder einer eingesprochen und die Bauarbeiten verzögert. Das ist da ebiz wie beim Autobahn-Bau im Oberwallis.

Zwischen Aarau und Olten musste ich einen weiteren Doppelt-befahren-Joker ziehen. Und natürlich müsste die Anreise zur 4. Etappe grad nochmal über die selbe Strecke erfolgen ...

 

--> 4. Etappe

Tour de Superleague – durch die Fussball-Schweiz in vier Etappen (zweitens)

Natischer am Mittwoch den 16. Juli 2014

TdSL-Logo

Die 2. Etappe der Tour de Super League führte mich in die Innerschweiz, ins Tessin und via Simplon und Lötschberg zurück nach Bern.

Morgens um 9 Uhr gings los im Neufeld in Bern:

Mit dem Intercity fuhr ich sodann vorbei an Emmenbrücke nach Luzern, wo es wie üblich nieselte. Ich hatte eine gute Viertelstunde zum Umsteigen, was für ein Foto von der Kappellbrücke reichte, aber nicht für ein solches von der Swisspor-Arena oder «Allmend», wie wir Traditionalisten weiterhin sagen.

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Tour de Super League – durch die Fussball-Schweiz in vier Etappen (I)

Natischer am Dienstag den 15. Juli 2014

Ursprünglich war ja die Idee, alle Städte mit einem Super-League-Verein an einem Tag zu besuchen, ohne dabei eine Strecke doppelt zu befahren.

Nachdem derzeit weder Servette noch der Tessiner in der obersten Liga spielt, schien die Durchführung einigermassen machbar: Genf hätte eine Schifffahrt zurück nach Lausanne bedingt - weil eben zweimal mit dem Zug nicht erlaubt wäre - ein Tessiner Verein die sehr zeitaufwändige Fahrt durch Centovalli und Gotthard. Letzte Saison stieg dann aber ungeschickterweise Lausanne ab, das man mit der Fahrt nach Sitten quasi gratis in der Route mit drin hatte, und andererseits Vaduz auf, welches eine Extrarunde Postauto nach Osten mit sich bringt. Guter Rat wurde teuer.

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Neulich in Nanzig

Natischer am Freitag den 23. Mai 2014

2013 stand unfreiwillig in die Rubrik Herr Natischer besucht Städte, wo gerade kein Fussball stattfindet. Dies soll sich 2014 nicht wiederholen. Unsere Osterreise führte nach Frankreich.

Anreise
Nancy liegt in der Lorraine. Sie erreichen es in rund 3 Std. ab Grenze in Basel und nach Umsteigen in Strasbourg. Sollten Sie den motorisierten Individualverkehr bevorzugen, sparten Sie zwar keine Zeit, können aber unterwegs auch mal etwas Souvenirs kaufen oder auch anderweitig einen Halt machen und ein Museum besuchen, z.B. dieses hier.

In Nancy angekommen, stellt man sein Auto am einfachsten in eines der Parkhäuser und läuft. Neben der beeindruckenden Place Stanislas besuchen Sie bitte auch die örtliche Markthalle. Der Übernachtung diente uns dieses perfekt gelegene Haus direkt an dieser Place. Für die Getränke-Aufnahme empfiehlt sich - wie so oft in Frankreich - der örtliche Berthom.

Stadion
Fahren Sie vom Stadtzentrum mit dem Tramway de Nancy (ein einschieniger Bus-/Tram-Zwitter, der den mitgereisten Ferrophilen ziemlich verblüffte) Richtung Essey und steigen Sie an der Haltestelle «Gérard Barrois - Stade Marcel-Picot» aus. Wenn Sie nun einfach den andern Leuten folgen, erreichen Sie nach 100 Metern links einen Wurst- und Bierstand und nach weiteren 300 Metern das Stade Marcel Picot.

Tickets auf der Gegengerade auf Höhe Mittellinie kosten € 25.-. Die Sicht auf den Kunstrasen ist perfekt und solange die Sonne scheint, friert man dort auch gar nicht. Fürs Catering muss man erst eine Karte kaufen und Guthaben draufladen, wobei man € 3.- schon mal à fond perdu ausgibt - aber man darf die Karte behalten! - und natürlich reicht der Restbetrag am Ende für kein Getränk mehr und man kann ihn sich auch nicht auszahlen lassen. Das Bier ist halt so ein Lager, aber die Pommes! Stadion-Pommes-Frites des Jahres, sag ich Ihnen! Zen-za-zio-nell!

Das rotweisse Nancy spielte gegen das rotweisse Dijon, womit wir unsere Sympathien von Anfang an auf das Schiedsrichtertrio verlagerten. Das am Vorabend besuchte Spiel zwischen YB und Sitten war ein ideales Vorspiel für diese Ligue-2-Partie: Auch hier Not gegen Elend. Am Ende gewann Nancy 2:1.

Wenn auch Sie, geschätzte Ledernde, an dieser Stelle von Spielen im nahen oder fernen Ausland berichten möchten, wenden Sie sich bitte jederzeit an unsern zuständigen Redaktör.

Neulich in Japan (III)

Natischer am Freitag den 16. Mai 2014

Unser treuer Leser rubensch schaute während seines Japan-Aufenthalts Fussball in drei verschiedenen Städten und zwei verschiedenen Wettbewerben.

J-League 1, Samstag, 19. April 2014, 17.00 Uhr, Saitama Stadium 2002, 35‘239 Zuschauer

Urawa Red Diamonds – Kawasaki Frontale

Anreise
Das Stadion der Urawa Red Diamonds liegt in einem Vorortsbezirk Tokyos. Dorthin gelangt man am einfachsten mit der Saitama Railway Line, welche eine direkte Fortsetzung der Nanbuko Metro Line darstellt. Wer also beispielsweise in Oji in die Metro steigt, kann bis zur Station Urawa-Misono durchfahren, auch wenn die Metro zwischendurch zur S-Bahn wird. Von der Station geht es den Menschenmassen nach, das etwa 1km entfernte Stadion lässt sich kaum verfehlen. Eine englische Wegbeschreibung findet sich hier.

Fankurve Urawa

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Neulich in Japan (II)

Natischer am Donnerstag den 8. Mai 2014

Während eines rund zweiwöchigen Japanaufenthalts hat sich unser treuer Leser rubensch in verschiedenen Städten und verschiedenen Wettbewerben Fussball angeschaut.

Gruppenphase Asia Champions League, Mittwoch, 16. April 2014, 19.00 Uhr, Nagai Stadium, 12‘037 Zuschauer

Cerezo Osaka – Pohang Steelers 0:2

Anreise
Einfacher als in Osaka kommt man kaum zu einem Stadion. Aus dem Zentrum fährt die M-Linie der Metro direkt unter den Park, der das Nagai Stadion umgibt.

Fankurve Osaka

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Cupfinal in Italien

Natischer am Montag den 5. Mai 2014

BREAKING NEWS: Gonzalo Zarate wird nach seinem Platzverweis bis auf Weiteres in die zweite Mannschaft relegiert. #BSCYB #GCYB

Unser treuer Leser Herr gpricchi war vergangenen Samstag in Rom beim italienischen Cupfinal.

«Eigentlich hatte mich Herr Natischer dazu eingeladen, einen Emhdt-Bericht über meinen Kurztrip an den Cupfinal in Rom zu schreiben. Da aber der Hype in Florenz durch den surrealen Final und die negativen Schlagzeilen überschattet wurde, wurde aus meinem Reisebericht auch eine Kritik an die Fankultur generell:

Obwohl TIM der Hauptsponsor des Cups ist, gab es im Stadion keinen Empfang. Als mich nach dem Spiel Tweets aus der Schweiz erreichten mit Links zu Blick, 20min und Watson News war ich doch etwas geschockt, wie viel die Medien scheinbar schon wussten und wie sie in der Schweiz und vermutlich im restlichen Ausland über Sachen berichteten, die so nicht stattgefunden haben. Das ist keine Inschutznahme. Mein Kritik kommt schon noch.

Foto3

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Neulich in Japan (I)

Natischer am Freitag den 2. Mai 2014

Während seines rund zweiwöchigen Japan-Aufenthalts hat sich unser treuer Leser Herr rubensch in verschiedenen Städten und Wettbewerben Fussball angeschaut.

Mit dem Bericht vom Spiel Sanfrecce Hiroshima vs. FC Tokyo (J-League 1) schildert er seine Eindrücke vom ersten Spiel auf japanischem Boden. Wer sich neben Fussball auch für weitere Informationen zu Land und Leuten interessiert, sei auf seinen Blog verwiesen, wo unter dem Tag Japan einige Artikel erscheinen.

Sanfrecce Hiroshima - FC Tokyo 1:0

Anreise
Auf dem Weg zum Stadion ist die grösste Hürde gleich zu Beginn zu meistern: Die Astram-Linie die direkt zum Stadion führt, startet an der Station „Hondori“. Auf den gleichen Namen hört eine Haltestelle der Strassenbahn, die den Hauptteil des öV im Stadtzentrum zu schlucken scheint. Wer davon ausgeht, dass es sich dementsprechend um die gleiche Haltestelle halten müsse, der wird umherirren. Wenn man aber mal erkannt hat, dass die gesuchte Haltestelle unter der Erde liegt, ist der Weg zum Stadion ein Klacks und dauert etwa 36 Minuten (das Wort „etwa“ scheint im japanischen öV nicht zu existieren). Bei der Station „Koiki-koen-mae“ angekommen, wäre das Stadion in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Der Verein stellt jedoch Shuttlebusse, an deren Benützung man kaum vorbeikommt, weil von so vielen in Vereinsfarben gekleideten Personen der Weg dorthin gezeigt wird. Eine englische Wegbeschreibung gibt’s hier.

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Badische Bilder

briger am Donnerstag den 1. Mai 2014

BREAKING NEWS: Christoph Spycher tritt Ende dieser Saison zurück

Am Ostersamstag, 19. April, fand die RLLR nach Karlsruhe statt.

Soeben konnten wir die entwickelten Bilder bei Foto Zumstein am Casinoplatz abholen. 5 Tore für 5 Teilnehmer, 2 Pfostenschüsse, 2 Elfmeter, viel Spektakel in Hälfte 2!

Ein weiter Weg

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Sind Sie trotzdem interessiert an Details zu einem Besuch im Wildpark? Herr Häck war 2009 schon da.

Play-Off am Meer

Herr Shearer am Sonntag den 20. April 2014

In unserer lockeren Groundhopping-Serie reisen wir heute nach Belgien.

Eines der faszinierendsten Phänomene des modernen Fussballs ist das belgische System der Playoffs zum Saisonende; ohne ein mehrsemestriges Mathematikstudium erschliesst sich dieses ausgeklügelte Meisterwerk von Spielmodus kaum jemandem. Wie sieht dies nun aber auf dem Feld aus? Wir haben nachgeprüft und sind so lange gen Norden gefahren, bis es nicht mehr weiterging, respektive bis wir am Wasser standen.

Hintertortribüne mit Heimpublikum

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Angekommen sind wir in Oostende. Die Anreise erfolgte in diesem Fall per Zug via Frankreich, Luxemburg und Brüssel. Das Stadion des KV Oostende befindet sich gute drei Kilometer vom Zentrum entfernt, ist aber auch per Küstentram (Haltestelle Northlaan) bequem erreichbar. Das Albertsparkstadion ist irgend ein Zwischending aus traditionellen englischen Stadien (vor allem die Westtribüne mit der niedrigen Stehrampe) und für den Betrieb in der obersten Liga mit Zusatztribünen zurechtgeschusterten Plätzen, wie man Sie auch hierzulande fand oder (in Aarau) noch findet. Hatten Sie in Ihrer Adoleszenzzeit übrigens auch so eine Jamaica-Fahne mit einem fünfblättrigen Kraut an der Wand hängen? Dann ist der KV Oostende ihr Verein, jetzt einfach rein von den Klubfarben her gesehen!

Vor dem Spiel wird dem Zuschauer eine Eröffnungszeremonie zugemutet, in der fahnenschwenkende Cheerleader die Hauptrolle spielen; abgerundet wird das Spektakel durch Schwachstrom-Pyrotechnik. Jetzt aber zum wichtigsten Punkt beim Stadionbesuch – der Verpflegung. Hungrig sollten Sie nicht erscheinen, denn Essbares gibt es im Stadion nicht. Beim Eingang befindet sich ein Bierstand, an dem ein Lagerbier der einheimischen Marke Maes ausgeschenkt wird. Ein Hohn angesichts der belgischen Braukunst, gegenüber den hierzulande in Stadien unter der Bezeichnung „Bier“ angebotenen Spülwassern aber ein klarer Klassenunterschied. Falls Sie sich ein Ticket für die Haupttribüne (15 – 25€) geleistet haben, dann kommt jetzt der grosse Höhepunkt: gehen Sie in den „Club 31“, welcher sich in diesem Teil befindet. Dort erhalten Sie eine ansprechende Auswahl an Offen- und Flaschenbieren, welche ihnen, wie es sich gehört, im Glas serviert werden. Natürlich dürfen Sie damit nicht zurück auf ihren Plastiksitz, allerdings können Sie das Spiel auch in der Bar am TV mitverfolgen. Unser Stadiontester genehmigte sich einige Gläser „Rodenbach“, dieses wunderbare rotbraune Bier, welches ja bekanntlich im Eichenfass reift und den Gaumen mit seiner angenehmen Säure erfrischt. Kostenpunkt für dieses Vergnügen: zwei Euro. Belgien ist ein schönes Land.

Ach so, Sie interessieren sich noch für das Resultat? Die Heimmannschaft siegte gegen die Gäste aus Lierse in einem Spiel der Playoff-Serie 2A, in welchem es offenbar um die Qualifikationsplätze für die Europa League geht, mit 2:0. Die geschätzt 4'000 Zuschauer erlebten ein Spiel auf tiefem Niveau mit vielen Fehlpässen und zwei ziemlich harmlosen Offensivabteilungen.

Oostende und die angrenzenden Ferienorte bieten übrigens kilometerlange traumhafte Sandstrände und ein vielseitiges Vergnügungsangebot. Die Architektur dürfte derweil nicht jedermanns Geschmack sein. Aus dem vielseitigen Angebot an Restaurants in Oostende können wir Ihnen „De Botteltje“ empfehlen. 300 Biere, alle ausschliesslich heimischen Ursprungs, lassen keine Wünsche offen.

Watching The Poolie in Hartlepool

Herr Pelocorto am Dienstag den 14. Januar 2014

Unser Sonderkorrespondet Herr Power ist unermüdlich im Norden Englands unterwegs für uns. In seiner neuesten Reportage berichtet er exklusiv für das Runde Leder über das Fussballspiel zwischen Hartlepool United F.C. und Rochdale A.F.C.

2014-01-14-hartlepoolAnreise
Hartlepool liegt auf der Zugstrecke zwischen Newcastle und Middlesbrough. Auf dieser Zugstrecke befinden sich Haltestellen, um Fussballspiele der Vereine Newcastle, Sunderland, Hartlepool und Middlesbrough anschauen zu gehen. Dies sind die vier einzigen Teams im Nordosten Englands, welche der Football League oder der Premier League angehören. Vom Flughafen in Newcastle dauert die Reise rund 80 Minuten. Von Newcastle selbst dauert die Reise nur etwa 45 Minuten. Falls Sie aus dem Bernbiet ausschliesslich mit dem Zug anreisen wollen, so wenden sie sich bitte an den werten Herr Shearer. Er kennt sich mit Zugreisen in den Englischen Norden bestens aus.

Stadt
Ich freue mich, an dieser Stelle über Hartlepool und die Umgebung berichten zu können. Hartlepool gehört wie Middlesborough zur Teesside-Gegend im Nordosten Englands. Hartlepool liegt an der Nordseeküste und hat ein grosses unschönes Industriegebiet. Somit ist Hartlepool eine typische nordostenglische Stadt. Das Schöne an der Teesside Gegend sind eben nicht die Städte, sondern die Naherholungsgebiete rund herum. So liegen südlich die North Yorkshire Moores, nördlich der Northumberland National Park und westlich der Lake District. Innerhalb rund 90 Fahrminuten können einige der schönsten Gegenden von England besucht werden.

 

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