Archiv für die Kategorie ‘Bundesliga’

Hüten Sie sich vor Randsportlern

Briger am Montag den 19. Juni 2017

VIELE BREAKING NEWS: Michi Frey zum FCZ, von Ballmoos die neue Nummer 1, Nuhu bleibt, Rochat zu Lausanne, Duah leihweise zu Winterthur

Die Sportfreunde Dorfmerkingen verloren den eben erst gewonnen WFV-Pokal auf Mallorca.

Der Aufsteiger in die sechstklassige Verbandsliga aus dem Stadteil Dorfmerkingen in Neresheim bezwang Ende Mai noch als Siebtligist den Regionalligsten (Vierte Liga) Stuttgarter Kicker im WFV-Pokal mit 3:1. Der zweite Pokalsieg in der Vereingsgeschichte musste natürlich ausgiebig gefeiert werden und so flog die Mannschaft zusammen mit dem Pokal nach Mallorca. Und da begann die Odysee des Pokals. Zunächst glaubten die Sportfreunde noch, der Pokal sei im “Bierkönig” gestohlen worden.

Doch es war alles ganz anders. Nach dem der Facebook-Post über 1.25 Millionen mal angeklickt wurde, meldeten sich die Handballer vom TSV Neusäß Handball ebenfalls via Facebook.

Am Dienstag erklärten sich die Sportfreunde dann in einer Pressekonferenz:

Am Ende bleibt nur zu sagen: Hüten Sie sich vor Randsportlern und den Sportfreunden Dorfmerkingen viel Spass im August beim DFB-Pokalspiel gegen Yvon Mvogos RB in Aalen.

Fussi ist Poesie

Frau Götti am Montag den 29. Mai 2017

Wir fühlen es ganz deutlich, die virtuelle Fussiwelt schreit nach Poesie. Darum haben wir eine anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der deutschen Literaturwissenschaft gebeten, für uns einen Fussball-Liveticker zu analysieren. Und zwar haben wir dafür für Frau Prof. Dr. Ilse v. Mueller-Fridnau den Liveticker des Kickers ausgedruckt beim Pokalspiel von letztem Samstag zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.

«Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich gehe gleich in medias res, wenn Sie gestatten. Ausgehend von Stanzels Erzähltheorie haben wir es hier mit einem sogenannten allwissenden Erzähler zu tun, der ganz klar selbst nicht Teil des Geschehens ist.

Das Motiv der Balleroberung zieht sich durch den ganzen in schlichter Sprache gehaltenen Text durch. Auffällig ist das bei aller Schlichtheit energische Bekenntnis zum poetischen Ausdruck, der sich in grossem Metaphernreichtum zeigt. Besonders gelungene Beispiele dafür sind etwa: ‹Hradecky pflückt die Kirsche sicher aus der Luft›; ‹Frankfurt wirft noch einmal alles nach vorne›; ‹Gegen den Ball wird die Dreierkette zu einer Fünferkette aufgestockt›.

Der Text ist geprägt von präzisen Stimmungsbildern wie ‹Der schwarz-gelbe Dortmund-Block hüpft – auf der anderen Seite werden zahlreiche schwarz-weiße Fähnchen geschwenkt.› Eine ‹direkt hypnotische Choreo› in der Tat!

Äusserst dramatische Wendungen in der Handlung verfehlen gerade durch die nüchterne, betont sachliche Sprache, in der sie erzählt werden, ihre Wirkung auf die Lesenden nicht. Man denke nur an den Satz: ‹Ginter hat den Kopf im Zweikampf mit Medojevic tief und wird getroffen.› Eindrücklicher und lapidarer kann man das nicht sagen. Überhaupt zeichnet sich der Text durch einen grossen Spannungbogen aus. So leuchtet in der Mitte der Geschichte etwa der Satz auf: ‹Die Eintracht hat jetzt Blut geleckt.› Bewusst offen gelassen wird bis zum Ende der Ausgang der Begegnung – etwa auf Seite 88 mit dem wunderbaren Satz: ‹Castro probiert es direkt, jagt den ruhenden Ball aber in den Berliner Nachthimmel.›

Abschliessend darf ich dem schönen kleinen Text ein Kompliment aussprechen. Er weiss durch seine formale Strukturiertheit und inhaltliche Stringenz zu überzeugen.»

Nettes Nachspiel

Rrr am Montag den 20. Februar 2017

Zeit ist relativ, weiss unsere Kolumnistin.

Gestern um viertel nach vier läutete es an der Tür. “Hildi!”, rief ich. “Schön, dass Du doch noch kommst. Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Du wolltest doch um vier da sein!”

“Es tut mir leid”, entgegnete das Hildi. “Meine Uhr ist stehengeblieben.”

“Das macht doch nichts”, seufzte ich. “Manchmal ist man halt spät dran im Leben. Fast wie die Bayern, die in Berlin erst in der sechsten Nachspielminute zum Ausgleich trafen.”

“Und dabei waren nur fünf Minuten angezeigt!” rief das Hildi aus.

“Nun”, sagte ich. “Der Schiedsrichter darf so lange nachspielen lassen, wie es ihm gerade beliebt. Auch wenn er etwas anderes angekündigt hat.”

Das Hildi schüttelte den Kopf. “Ich habe gelesen, das sei das späteste Tor aller Zeiten gewesen.”

“In der Bundesliga”, korrigierte ich. “Ich erinnere mich an ein Spiel in der deutschen Bezirksliga, 2007 muss das gewesen sein. Dostlukspor Bottrop empfing Blau-Weiss Wesel. In der ersten Halbzeit gabs 15 Minuten obendrauf, in der zweiten 13.”

“Jesses, Margrith! Und wie hat der Schiedsrichter das begründet?”

“Mit den vielen Spielunterbrechungen. Schliesslich hätten die Zuschauer für 90 Minuten Fussball bezahlt. Dabei wird natürlich nie 90 Minuten lang gespielt. Wissenschafter haben herausgefunden, dass es durchschnittlich nur gut 60 Minuten sind. Der Rest der Zeit vergeht mit Diskutieren, Verletzungen vortäuschen, stehende Bälle vorbereiten …”

“Mein Neffe hat also doch recht gehabt”, seufzte das Hildi. “Der Büne.”

“Sicher”, entgegnete ich. “Man könnte natürlich eine Nettospielzeit einführen, wie im Eishockey. Aber …”

“… was aber?”

“Dann hätten wir ja nichts mehr zu diskutieren. Und die Bayern-Gegner auch nicht. Möchtest Du noch ein Kaffee?”

“Aber sicher, Margrith! Ein Kaffee netto, also schwarz. Wegen der Linie. Und in der Nachspielzeit dann gerne noch einer von deinen selbstgemachten Berlinern !”

Was macht eigentlich …

Rrr am Samstag den 22. Oktober 2016

… Florent Hadergjonaj?

Der 22-jährige YB-Verteidiger hielt im August die Zeit für reif, um in die Bundesliga zu wechseln. Ingolstadt war bereit, zwei Millionen Euro zu zahlen – da sagten die Berner natürlich nicht Nein, auch wenn der Verlust sportlich schmerzte.

Während YB die Champions-League-Quali bestritt, richtete sich Hadergjonaj in Ingolstadt ein. “Ich freue mich auf jedes einzelne Spiel”, sagte er in seinem ersten Interview. “In der Bundesliga ist daheim oder auswärts fast jedes Spiel ausverkauft und das ist in der Schweiz nicht immer so. Es wird sehr aufregend sein.”

Es ist Herbst geworden, und eigentlich gibt es nur zwei Probleme: Erstens ist Hadergjonaj bei einem Abstiegskandidaten erster Güte gelandet, Ingolstadt ist Tabellenletzter und hat noch kein Spiel gewonnen. 

Und zweitens hatte er bis heute Samstag  keine Minute Bundesliga gespielt. Dreimal sass er 90 Minuten lang auf der Ersatzbank, viermal stand er nicht einmal im Kader. 

Geändert hat  sich das heute: Trainer Kauczinski gibt ihm gegen Dortmund eine Chance – und die nutzte der Langnauer. Seinen Auftritt krönte er mit dem Assist zum 3:1 (Endstand 3:3). Film ab!

Bullen mit Eutern

Rrr am Sonntag den 4. September 2016

Dieser Schal ist nicht normal. 


RB Leipzig freut sich aufs erste Bundesliga-Heimspiel seiner Geschichte, nächsten Samstag gegen Borussia Dortmund. Zum historischen Anlass plante der Verein einem sogenannten Begegnungsschal, wie er im Europacup – auch in Bern – gang und gäbe ist.

Doch der BVB legte sein Veto ein. Er untersagte den Leipzigern, das Vereinswappen und den Namen “Borussia Dortmund” zu verwenden. Dortmunds Geschäftsführer Watzke gehört bekanntlich zu den scharfen Kritikern des Retortenklubs aus dem Osten. 

RB Leipzig gab klein bei und liess  einen Begegnungsschal herstellen, der nur gerade den Namen der Stadt nennt, aus welcher der Gegner stammt.

Alle zufrieden? Nein, ein schaler Nachgeschmack bleibt, wie ein Blick in die Ruhr-Nachrichten zeigt: “Dortmund in weißen Buchstaben auf rotem Grund – ist etwa so, als würden wir Tiere mit Eutern abbilden und behaupten, das seien Bullen.”

*** SCHNAPSCHAT *** Gladbach-YB 6:1*

Rrr am Mittwoch den 24. August 2016

Die Young Boys spielen heute in Mönchengladbach.

Sie haben keine Lust, die gute Stube zu verlassen? Keine Freunde, die mit Ihnen Fussball schauen?

bierbrandDann ist der Rundes Leder-Schnapschat Ihre Heimat im Netz. Trinken Sie sich mit uns die Champions-League-Playoffs schön.

Heutiger Tagesschnaps: Bierbrand.

Am Tresen: Herr Rrr.

“Die Young Boys spielen am Niederrhein, deshalb habe ich mich für eine Spezialität aus Emmerich entschieden”, sagt Herr Rrr. “Der Bierbrand ist ein destilliertes Bockbier, das für kurze Zeit im Eichenfass gelagert wird und durch seine fein-würzige Note in der Nase und dem fruchtigen Geschmack in der Nase überzeugt. Durch die mitverarbeitete Melisse, den getrockneten Hopfen und einem feinen Anteil an Zitrone erinnert er an einen Williams. Aber ich spüre ganz deutlich, Sie wollen nur eins wissen. Also: 40 Volumenprozent. Wohl bekomms!”

Steve von Bergen feiert sein Comeback! YB mit Mvogo, Lecjaks, Von Bergen, Rochat, Wüthrich, Sutter, Bertone, Sulejmani, Ravet, Zakaria, Frey

Tränenreicher Transfer

Rrr am Dienstag den 2. August 2016

Andalusien weint: Coke ist weg.

Fünf Jahre spielte Jorge Andújar Moreno – kurz Coke genannt – beim FC Sevilla, in dieser Zeit gewann er dreimal die Europa League. Im Final von Basel neulich gegen Liverpool war er der Held mit zwei Toren. Nun gab der 29-jährige Captain unter Tränen bekannt, er wechsle zu Schalke. Sportlich ist das  natürlich ein Abstieg, aber Coke verdient in der Bundesliga deutlich mehr. Zudem kassiert Sevilla 3 bis 5 Millionen Euro Ablöse.

Sportdirektor Monchi ist trotzdem zu Tode betrübt: “Ich habe schon viele Spieler verkauft, aber in diesem Fall haben wir einen grossen Fehler gemacht. Wir verlieren nicht einfach einen Spieler, sondern auch unseren Captain. Nein, es ist noch schlimmer: Wir verlieren das Herz unseres Klubs.”

Coke ist auch neben dem Fussballplatz ein aussergewöhnlicher Typ. Er hat Medienwissenschaften studiert, liest aber seit Jahren keine Zeitungen mehr. In Sevilla wohnte er nicht in einer Villa, sondern mitten im Zentrum und besuchte viele kulturelle Veranstaltungen. Selber spielt er in einer Laientheatergrupe mit.

Die gestrige Pressekonferenz mit Coke und Monchi können Sie im Internet nachgucken. Wenn Sie dabei nicht in Tränen ausbrechen, haben Sie vermutlich gar keine Seele. 

Dumm gelaufen (XXVIV)

Rrr am Sonntag den 15. Mai 2016

Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss. 


Die Fussball-Stadt Stuttgart zum Beispiel hat einen suboptimalen Samstag hinter sich. Das Aushängeschild der Stadt, der VfB, stieg aus der Bundesliga ab. Die zweite Mannschaft mit Ex-Nationalspieler Cacau stand schon länger als Absteiger aus der 3. Liga fest.Gestern verlor Stuttgart II mit 1:3 gegen Wehen Wiesbaden.

Verhängnisvoll war das letzte  Tor, das erst in der Nachspielzeit fiel. Es sorgte dafür, dass auch der andere Klub der Stadt, die Stuttgarter Kickers, absteigt. 

Auch in Zürich läuft es nicht richtig rund. Die erste Mannschaft des FC Zürich ist bekanntlich Letzter in der Super League. Die zweite Mannschaft freute sich in der Promotion League nur kurzzeitig über einen 2:0-Sieg gegen Cham. Aus dem Sieg wurde eine Forfait-Niederlage, denn die Zürcher hatten das Kleingedruckte nicht gelesen und  einen nicht zugelassenen Spieler eingesetzt. 

Der FCZ II rutschte durch das 0:3 unter den Strich. 

Fussballer und der moderne Fussball

Briger am Montag den 25. April 2016

Juan Mata und Sandro Wagner, zwei Profis, zwei Meinungen über den modernen Fussball.

JuanMata

Wie die AS berichtet, äusserte sich Juan Mata im spanischen Fernsehen darüber, wieso er den modernen Fussball nicht so mag. Er ärgert sich beispielsweise über die Ticketpreise bei Manchester United: “40£ ist nicht billig”, versteht Menschen die mit dem “modernen Fussball” nichts anfangen können und findet, dass er selbst ein “lächerlich hohes Gehalt” bezieht. Klar, bezogen auf den Fussball erhalte er nicht übermässig viel, verglichen aber mit 99.9% der Menschen in Spanien und der Welt sei es viel zu viel. Auch den Druck auf junge Spieler findet er übertrieben, ebenso findet er, dass Fussballer zu beschützt sind und zu wenig mit einem normalen Leben zu tun hätten.

SandroWagner

Dem gegenüber steht der frühere Werder- und Hertha-Profi Sandro Wagner, der aktuell bei Darmstadt 98 unter Vertrag steht. Dieser sprach mit der Bild-Zeitung und hat eine ganz andere Vorstellung über die Bezahlung im Profifussball: “Gemessen an all dem, was man aufgibt, finde ich, dass auch die bei Bayern zu wenig verdienen – selbst 12 Millionen oder so. Man steht in der Öffentlichkeit und hat Riesendruck. Jeder guckt einem auf die Finger – und das auch privat. Und es ist doch wie in der freien Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage”, denn Fussballer hätten nur 10 bis 15 Jahre Zeit Geld zu verdienen und müssten danach wieder neu beginnen. Ihn stört auch die Neidkultur in Deutschland, anders als in England, wo man von den Fans für ein “geiles Auto” gefeiert würde, müsse man in Deutschland fünf Ecken vom Trainingsplatz weg parkieren, damit niemand neidisch werde.

Zwei Fussballer von denen der eine die Vorurteile gewisser Menschen wunderbar bedient, auch ohne tätowierte Unterarme. Der andere wird sich aber von den selben Leuten mit Sicherheit anhören müssen, dass er als Profiteur des modernen Fussballs diesen nicht kritisieren dürfe.

Runde Reise

Herr Maldini am Freitag den 11. März 2016

Fremde Stadien in fremden Städten in einem fremden Land – das Runde Leder hat sich letzte Woche erneut auf eine Reise ins Ungewisse begeben.

Hannover ist ein herziges Städtlein, findet Herr Maldini. ‘Hannover hat das gewisse Nichts’, fand einst Harald Schmidt, und er hatte damit auch nicht Unrecht. Schade ist, dass sie beim Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gerade etwas Mühe bekunden mit dem runden Leder, was Schürrle zu drei Toren einlud und Draxler nicht davon abhielt, auch noch zum 4:0 zu treffen.”

“Gelsenkirchen. Ohne die Stadt gesehen zu haben, glaubt Herr Maldini zu wissen, dass die Arena auf Schalke das spannendste ist, was sie zu bieten hat. Schon nur ein Hotel zu finden dort gestaltete sich als grosse Herausforderung. Etwas mühsam war zudem, dass der Receptionist anstatt der längst gebuchten fünf Betten plötzlich nur noch deren drei im Angebot hatte. Da war es Mitternacht. Und so nächtigte die Reisegruppe halt spontan in Dortmund. Nichtsdestotrotz beeindruckte die imposante Veltins-Arena nachhaltig, Djourous Gelb-Rote Karte hingegen lag im Bereich des Erwartbaren.”

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Schmierfinken

Briger am Montag den 22. Februar 2016

Nein, heute geht’s nicht um Vögel, sondern um Sachbeschädigung, resp. Verschönerung der Landschaft. Kommt drauf an, auf welcher Seite Sie stehen.

St.Paulilogo

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wechselte das Logo des legendären FC St.Pauli vor dem Millerntorstadion seine Farben. Zusätzlich wurden Eingangstüren, Wände und Vereinslogos rund um den Stadionbereich mit dem Kürzel HSV besprüht.

Der FC St. Pauli nahm’s zunächst mit Humor und vermeldete auf Twitter:

Der Kiezclub will aber dennoch Strafanzeige stellen. Der Hamburger SV entschuldigte sich beim Stadtrivalen für die Sachbeschädigung. Die Polizei gab inzwsichen bekannt, dass 18 Personen, die für den Farbanschlag verantwortlich sein sollen festgenommen und später wieder entlassen worden seien. Ob es sich um HSV-Fans handelt wurde nicht abgeklärt. Bei der Beseitigung des Schadens halfen 30 Fans der Braun-Weissen mit. Das Logo vor dem Millerntorstadion wurde überigens 2005 bereits einmal geteert und gefedert, aus Rache lackierten mutmasslich St. Pauli-Anhänger 2007 das Uwe-Seeler-Denkmal vor dem Stadion des HSV braun-weiss.

unsuwe

Dieser Beitrag wurde Ihnen präsentiert von unserem Leser Herr 12er.

Unplanmässige Pause

Rrr am Sonntag den 21. Februar 2016

Roger Schmidt in der Trotzphase.

Und weil sich der Leverkusen-Trainer weigerte, seinen Platz auf der Trainerbank zu verlassen, verliess eben Schiedsrichter Zwayer mitsamt der Mannschaften den Platz.

Nach 10 Minuten konnte Bayer-Dortmund doch noch weitergehen – nachdem Schmidt auf die Tribüne gewechselt war. Dortmund gewann 1:0.

Schmidt hatte sich masslos über die Entstehung des Dortmund-Tors geärgert: Der Freistoss vor dem Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang war nicht am Ort des Fouls ausgeführt worden, sondern von Matthias Ginter um etwa drei Meter in der eigenen Spielhälfte nach vorn verlegt worden, wie Sie hier nachvollziehen können.

Leverkusens Sportchef Völler sieht das Problem beim Referee: “Der Schiedsrichter meinte, es ein wenig spannender machen zu müssen. Man kann den Trainer auf die Tribüne schicken. Aber der Schiedsrichter hätte es ihm auch einfach vernünftig erklären können, warum er das macht. Das hat er nicht gemacht.”

Schmidt selber räumte ein: “Ich habe zu lange gezögert. Es war ein Fehler von mir.” Der Deutsche Fussball-Bund stellte sich hinter den Schiedsrichter: “Wenn sich ein Spieler oder eben der Trainer nach einem Platzverweis weigert, den Innenraum zu verlassen, ist die Spielunterbrechung und die Androhung eines Abbruchs die richtige Entscheidung.”

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