Archiv für die Kategorie ‘Briefkasten’

BuLiMie im Pay-TV

Dr. Rüdisühli am Samstag den 8. Juli 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage: 

Werter Dr. Rüdisühli, ich bin verzweifelt! Seit Jahren verfolge ich die Bundesliga auf Teleclub. Jetzt lese ich in der Zeitung, dass die ein Grossteil der Bundesliga-Spiele künftig ausschliesslich auf dem neuen Pay-TV-Sender MySports gezeigt werden. Heisst das, dass ich von Swisscom TV zu UPC wechseln muss? UAWg, F. G, A.

Lieber Fritz, ganz so einfach ist es nicht. Swisscom TV müssen Sie behalten, damit Sie für 42 Franken den Teleclub mit sämtlichen Spielen der Super League und der Champions League abonnieren können. Weiterhin nötig sind auch die 12.90 Franken für den Streamingdienst DAZN, der Ihnen Zugang unter anderem zu England und Spanien verschafft. 

Neu brauchen Sie nun für die Bundesliga ein UPC-Grundabo für 89 Franken. Dazu kommen die Kosten für MySports. Der Preis steht noch nicht fest, Branchenkenner rechnen mit 25 bis 30 Franken monatlich. 

Insgesamt verteuern sich Ihre Lebenshaltungskosten als Fussball-Junkie um etwa 120 Franken pro Monat bzw 1440 pro Jahr. Hand aufs Herz: Wenn Sie nicht über unendliche Finanzressourcen verfügen, müssen Sie nun langsam über geeignete Einsparungen bei anderen Budgetposten nachdenken.

Wenn Sie beispielsweise in eine etwas kleinere Wohnung umziehen, sinken sofort die Mietkosten. Im Prinzip brauchen Sie ja sowieso nur eine Küche mit Kühlschrank, ein Bad und ein abdunkelbares Fernsehzimmer. Wenn Sie nicht umziehen wollen, können Sie zum Beispiel Ihren Hund verkaufen – auch dann haben Sie das Geld locker wieder drin. Zumal Sie mit dem sensationellen neuen TV-Angebot sowieso keine Zeit mehr für Spaziergänge haben. Eine Freundin brauchen Sie übrigens auch nicht mehr, Sie leben ja künftig in einer festen Fernseherbeziehung mit Steffi Buchli. Alles Gute und freundliche Grüsse, Ihr Dr. Rüdisühli  

Gut ohne Gui?

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 25. April 2017

BREAKING NEWS: Fleischkappe gefeuert! Sion entlässt Trainer Zeidler

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Doktor,YB ist hilflos ohne Hoarau, oder? Mit freundlichen Grüssen, Herr S. aus B.

Lieber Herr Shearer, im Prinzip ja. Wie die Kollegen von Radio Gelb-Schwarz errechnet haben, holte YB seit Sommer 2016 mit Guillaume Hoarau 2,26 Punkte pro Spiel, ohne ihn waren es gerade mal 0,75 Punkte – dreimal weniger. Und: In nur 21 Meisterschaftsspielen hat Guillaume Hoarau 18 Tore geschossen, 6 davon waren Siegtreffer und – auch interessant – 5 hat er bereits in den ersten 15 Spielminuten erzielt. Bei total 1.634 Spielminuten in der aktuellen Super League-Saison bedeutet das, dass der Franzose alle 91 Minuten trifft – absoluter Rekord. Also, im Prinzip definitiv ja, denn schliesslich gehen 29,5 % aller YB-Tore aufs Konto von Hoarau.

Doch gerade dieser Wert erlaubt die Aussage “im Prinzip nicht unbedingt”, denn andere Vereine sind in Sachen Tore noch viel stärker von einem einzigen Spieler abhängig. Ezgjan Alioski kommt auf 35.7%. Anthony Modeste vom 1. FC Köln schiesst diese Saison 53,5 % aller Tore seines Vereins, Mario Gómez 46,7 % und Pierre-Emerick Aubameyang immerhin 41,5 %. Edinson Cavani vom PSG kommt auf einen Anteil von 43,7 %. In England dominieren Jermain Defoe (AFC Sunderland) mit 53,8 % oder auch Romelu Lukaku mit 40,0 % die Torschützenliste ihrer Vereine.

Aber egal und zurück zu Hoarau und Ihrer Frage und also meine Expertenmeinung: Ja. YB spielt mit YB Hoarau einfach besser und erfolgreicher. Das hat mit seinen Toren zu tun, das liegt aber auch an seinem Spiel, seiner Präsenz und seiner Persönlichkeit. Umgekehrt gilt: Fehlt Hoarau, dann lähmt dies das Spiel seiner Mannschaft. Und überhaupt haben die Mitspieler jetzt dann langsam genug von solchen Fragen.

Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Du stohsch im Abseits

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 19. April 2017

Soeben erreicht uns folgende dringende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Doktor, Abseits! Das war doch Abseits gestern in Madrid! Oder etwa nicht? Mit freundlichen Grüssen, F.B., B.

Lieber Frank, doch doch, Sie haben völlig recht: Das zweite Bayern-Tor entstand aus einer klaren Abseitsposition. Müller leitete den Ball weiter zu Lewandowski, dieser stand im Abseits und griff aktiv ins Spielgeschehen ein, ehe Sergio Ramos den Ball ins eigene Tor lenkte. Nicht nur die spanischen Medien erkannten den Regelverstoss, sondern auch deutsche wie der TV-Sender Sky (für Bewegtbild auf Foto klicken):

Der Schiedsrichter hätte das natürlich sehen müssen. Real hätte das vielleicht die mühsame Verlängerung erspart. Ob Cristiano Ronaldo dann zwei Tore aus Abseitsposition schoss, kommt drauf an, wie man die Linie zieht. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Stille Wasser

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 11. April 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Doktor, Sie haben die Schlüsselszene beim Spiel Basel-YB sicher auch mitbekommen, nämlich als kurz nach dem Seitenwechsel der Ko-Kommentator „Eggimann“ dem Hauptkommentator „Ruefer“ ein Becher stilles Wasser vom lokalen Cateringanbieter mitbrachte. Der aufgewühlte Gemütszustand des Herrn Ruefer aufgrund der Catering-Preispolitik am Rheinknie (1 Becher Getränk plus Depot für Fr. 7.- „wo leben wir hier eigentlich?“) war fast eine Minute lang das dominierende Moment während der Liveübertragung.

Daher drängen sich zahllosen besorgten Fussballfreunden folgende Fragen auf:

Haben Kommentator*innen des SRF Anrecht auf Spesenentschädigung während Ausseneinsätzen? Wenn ja, werden diese pauschal pro Jahr oder je Einsatz abgerechnet oder werden ausschliesslich effektiv getätigte Ausgaben entschädigt? Wenn zweiteres zutrifft, müssen Spesen mit einem Kassezedeli belegt werden? Und werden diese zentral in einem Ordner am Leutschenbach gesammelt? Wenn ersteres zutrifft, entsteht dann zwischen den Kommentatoren je nach Einsatzländern nicht ein Ungleichgewicht an ausgegebenen bzw. eingesparten Spesen? Aber schliesslich und vor allem: Ist es der relativ kurzen TV-Erfahrung des Ko-Kommentators „Eggimann“ geschuldet, dass dieser für die zweite Hälfte nur Wasser mitbrachte und nicht Bier?

Ich hoffe, Sie können mit einer Expertise etwas Licht ins Dunkel bringen. Hochachtungsvoll, N. C., B.

Lieber Herr Nacho Catenacho, Sie haben die von Ihnen beschriebene Szene komplett missinterpretiert, sehr wahrscheinlich aus Unwissenheit.

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Unzählige Ungereimtheiten

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 28. März 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Dr. Rüdisühli, in der sehr guten Sendung “Aeschbacher” war der Moderator, Herr Aeschbacher, am vergangenen Sonntagabend zu Gast beim Berner Stadtpräsidenten. Zwei Sachen blieben mir unklar. Erstens: Warum war Herr Aeschbacher so warm angezogen? Wird im Erlacherhof nicht geheizt? Und zweitens: Was hat Herr von Graffenried da für ein YB-Shirt in seinem Büro? UAwg, H. B., O.

Lieber Heinz, besten Dank für Ihre beiden Fragen. Die Antworten hängen inhaltlich in gewisser Weise zusammen.

Erstens: Die Sendung war eine Konserve, sie wurde bereits am Mittwoch, 1. März, aufgezeichnet. An jenem Tag war es wechselnd bewölkt, am Nachmittag zunehmend nass bei maximal 6 Grad. Herr Aeschbacher war also durchaus passend gekleidet.

Zweitens: Mehr Kopfzerbrechen bereitete uns das YB-Trikot. Es handelt sich offensichtlich um eine dreiste Fälschung des aktuellen Trikots 2016/17: Die Nummer 1 trägt in Wirklichkeit Wölfli, und der heisst nicht Alec, sondern Marco. Ausserdem ist das Goalietrikot nicht gelb, sondern rot. Das Gekritzel auf dem Trikotrücken können wir nicht entziffern, vermutlich hat da jemand seinen edding 30 ausprobiert.

Aber warum eigentlich hat Herr von Graffenried so einen gütig-zuversichtlichen Gesichtsausdruck? Richtig, die Filmaufnahme entstand am frühen Nachmittag des 1. März. Das Spiel gegen Winterthur war erst am Abend selbigen Tages. Alles klar? Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Der neutrale Zuschauer

Rrr am Mittwoch den 15. Februar 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Rüdisühli, ein Satz des sehr engagierten Reporterteams beim Spiel FC Luzern-BSC Young Boys lässt mich nicht mehr los: “Für den neutralen Zuschauer war das ein sehr gutes Spiel.” Wie muss man sich den neutralen Zuschauer vorstellen? Und wieviele neutrale Zuschauer schauen sich ein Fussballspiel der Super League an und finden ein Spiel einfach schön, weil es Tore gibt, egal für welche Mannschaft? Mit freundlichen Grüssen, V. N. aus Bern

Lieber Vippu, zunächst dies: Der neutrale Zuschauer ist der Sohn von Herr und Frau Schweizer. Der Cousin von Otto Normalverbraucher. Sein Onkel ist der Mann von der Strasse, der seinerseits mit Erika Mustermann verheiratet ist, Hinz und Kunz wohnen gleich um die Ecke, aber ich schweife ab. Also:

Ich konnte kurz mit dem neutralen Zuschauer telefonieren. Er hat mir bestätigt, dass er tatsächlich oft Super-League-Spiele am TV anschaut. Ein Genuss sei das aber nicht, ganz im Gegenteil. Als neutraler Zuschauer sei er ja gleichzeitig hoch erfreut über den Sieg des FC Luzern und tief niedergeschlagen über die Schlappe der Young Boys. Diese innere Zerrissenheit bei jedem Spiel, das nicht unentschieden ausgeht, ist für den neutralen Zuschauer eine grosse Belastung. Bei jedem einzelnen Tor wiederholt sich das Drama. Am liebsten wäre dem neutralen Zuschauer daher ein 0:0.

Ähnlich erging es ihm übrigens am Sonntag bei der Tagesschau. Da ärgerte er sich zu Tode über das klare Nein zur genialen Unternehmenssteuerreform, zugleich war er hocherfreut, dass diese doofe Vorlage so deutlich scheiterte. Selber hat er nicht abgestimmt. Logisch, er ist ja neutral. Genau wie seine grosse Schwester, die schweigende Mehrheit. Ist Ihnen jetzt alles klar? Sonst fragen Sie am besten den Telefonjasser. Beste Grüsse, Ihr Dr. Rüdisühli

Neulich in der Gruppenphase

Dr. Rüdisühli am Samstag den 11. Februar 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, um was geht es eigentlich im neuen Züri-West-Lied? U.A.w.g, C.S., B.

Liebe Caroline, ganz einfach: Kuno Lauener besingt den dritten Spieltag in Europa League. Am 20. Oktober 2016 traf Schachtar Donezk in der Gruppe H auf den KAA Gent und siegte 5:0 dank Toren von Kovalenko, Ferreyra, Bernard, Taison und Malyshev. Geniessen Sie nun die fünf sehenswerten Tore in unserer Zusammenfassung.

(Eine Sechs-Minuten-Version mit ukrainischem Originalkommentar gibts hier)

Im Rückspiel zwei Wochen später siegten die Ukrainer auswärts mit 5:3. Beide Mannschaften überstanden schliesslich die Gruppenphase, Donezk als Gruppensieger. Schachtar Donezk trifft nächste Woche in den Sechzehntelfinals auf Celta Vigo (den Bezwinger von Real Madrid im Cup), und Gent bekommt es mit Tottenham zu tun.

Nicht dabei sein wird der Neo-Gentner Yuya Kubo. Der Japaner spielte ja diese Saison bereits europäisch für die Young Boys Bern. Und schoss zwei Tore gegen … Schachtar Donezk. Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Reni und Tauli im Steuerschlupfloch

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 9. Februar 2017

#SanogoSigns: Sékou Sanogo verlängert bei YB bis 2020.

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Dr. Rüdisühli, in der Debatte rund um die Unternehmenssteuerreform III habe ich immer wieder gelesen, dass bei einem Nein privilegiert besteuerte Statusgesellschaften die Schweiz samt ihren Angestellten schon bald verlassen könnten. Frage: Ist meine geliebte FC Basel Holding AG auch eine davon und gibt es noch andere Schweizer Fussballkonzerne, die eine Abwanderung prüfen? Freundlichst, M.H. aus B.-S.

Lieber Manuel, völlig zurecht gehen Sie davon aus, dass der FC Basel im Fall eines Nein zur USR III unser schönes Land verlassen und sich dem Ligabetrieb einer Steueroase anschliessen könnte. Und das ist kein Einzelfall: Es gibt noch eine zweite Schweizer Fussball-Holding, die Sport & Event Holding AG in Bern. Gut möglich, dass der FCB und die Young Boys künftig auf den Cayman-Islands gegeneinander spielen.

Allerdings ist es auch denkbar, dass sich die betroffenen Holdings umstrukturieren, etwa zu gemischten Gesellschaften. Das hiesse im Fall der Young Boys, dass die Mannschaft in Bern bleibt, weil sie sowieso nicht rentiert und also auch keine Gewinnsteuern abliefern muss. Das durchaus rentable Stadion hingegen würde sehr wahrscheinlich auf Jersey oder Guernsey verlegt. Im Fall des FCB verhält es sich gerade umgekehrt. Reni und Tauli könnten dann sehr schnell in einem Steuerschlupfloch verschwinden.

Sie glauben das alles nicht? Das spricht natürlich für eine Ablehnung der Vorlage. Denn nur wenn eine Mehrheit der Stimmberechtigten am Sonntag Nein zur USR III stimmt, werden wir überprüfen können, ob wir mit unserer Prognose richtig lagen. Mit freundeidgenössischen Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Wien, Weib und Gesang

Dr. Rüdisühli am Samstag den 17. Dezember 2016

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Liebe Freunde in der Schweiz, was ist das für ein Typ, unser neuer Sportchef? Wie ist er so als Mensch? Bei uns in Österreich ist er gänzlich unbekannt, und im Internet findet man auch nicht viel. UAwg, Audax SK Rapid Fanclub, Wien

Servus, liebe Rapidler! Der Bickel Fredy? Das ist ein Sauglatter, der wird Euch viel Freude bereiten! Also jedenfalls um halb drei Uhr morgens nach der Weihnachtsfeier. Welcher der vier Menschen im nachfolgenden Video der Bickel Fredy ist, müsst Ihr aber schon selber herausfinden. Pfiat eich, Euer Hofrat Rüdisühli

Offensichtliches Offside

Herr Maldini am Mittwoch den 7. Dezember 2016

dr-r-gibt-rat_logo-kleinEiner unserer Leser hatte nach dem 1:4 unseres Ligakrösusses FC Basel eine schlaflose Nacht.

srf-screenshot

Wird durch Klick grösser.

“Lieber Dr. Rüdisühli
Es war doch so eindeutig gestern, und im Studio des Schweizer Farbfernsehens haben es die Experten auch gesagt: Das 2:0 von Arsenal gegen den FCB war eindeutig ein Offside! Ich habe ihnen als Beweis einen Screenshot mitgeschickt und gleich auch noch ein Video. Wie beurteilen Sie die Szene? Gruss, G. H. aus B.”

“Lieber Herr Gäbinho
Das ist eine sehr spannende Frage! Sie haben natürlich recht. Das 2:0 entstand ganz klar aus einer Offside-Situation, das haben die SRF-Experten richtigerweise erkannt. Leider waren die Schiedsrichter zu blöd. Deshalb hier etwas Nachhilfe vom RL:

  1. Das Bild zeigt zwar nicht den Moment der Ballabgabe, das Leder befindet sich nämlich schon auf der Höhe des Fünfmeterraums. Das spielt aber keine Rolle, der Ball bewegt sich ja viel schneller als die Spieler, wir können also davon ausgehen, dass der Spieler Lucas bereits bei der Ballabgabe im Offside stand.
  2. Die Hilfslinie ist auf der Höhe des Unterschenkels von FCB-Verteidiger Michael Lang eingezeichnet. Das ist korrekt, Lang ist Rechtsfüsser und die Position seines linken Beins somit irrelevant. Die Linie dürfte sogar noch etwas nach links rücken, bis zum rechten Knie von Lang. Der Spieler Lucas steht eindeutig im Offside!
  3. Die Spitzfindigen unter ihnen monieren jetzt sicher, dass die Hilfslinie schräg eingezeichnet sei. Das ist zwar richtig, kann aber vorkommen. Die Vorbereitung der erstklassigen Analysen der SRF-Experten ist jeweils eine ziemlich stressige Angelegenheit, da kann sowas schon mal passieren.

Wir halten fest: Alles in allem ist dieses 2:0 klar aus einer Offsideposition des Spielers Lucas entstanden. Schade, haben das die Spielleiter nicht gesehen – wer weiss, zu was dieser FCB noch fähig gewesen wäre, wenn sein Rückstand zur Pause nur ein Tor betragen hätte. Und was das erst für den Schweizer Fussball bedeutete! – wir werden es nie erfahren. Besten Dank trotzdem für die Aufmerksamkeit, Ihr Dr. Rüdisühli.”

Weniger ist mehr

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 4. Dezember 2016

dr-r-gibt-rat_logo-kleinSoeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen wegen gestern! Ist es nicht der füdliblutte Wahnsinn, in Unterzahl ein Spiel gegen den LIGAKRÖSUS zu gewinnen? E. B., R.

yb-basel_3dez2016_19

Lieber Edi, das ist zwar erfreulich, aber keineswegs aussergewöhnlich. Bereits letzte Saison feierten lediglich zehn Berner den 4:3-Heimsieg über Basel. Aber klar, der Platzverweis gegen Lecjaks ereignete sich damals kurz vor Schluss (beim Stand von 4:2).

Generell kann man aber feststellen, dass die Unterzahl den Young Boys liegt – jedenfalls in der Super League. Letzte Saison gabs bei 7 Spielen 4 Siege (daheim 4:3 gegen Basel, 2:1 gegen St. Gallen und 3:1 gegen Thun, dazu 3:1 in Sion), dazu kommen 2 Unentschieden (1:1 in St. Gallen und daheim gegen Luzern). Nur einmal ging YB in Unterzahl als Verlierer vom Platz, beim 0:1 im Jakobpark am 25. Oktober 2015.

Anders sieht es in Europa aus: Ohne von Bergen verlor YB 2015 in Karabach, ohne Vilotic 2016 bei Donezk und ohne Mbabu 2016 in Nikosia.

Unseren Exkurs beenden wir mit zwei legendären Unterzahl-Siegen im Wankdorf: Das 3:1 gegen Sion am 2. Dezember 2012 und das 2:1 gegen Zürich am 27. Februar 2010. Diese Siege schmeckten besonders süss, weil YB in Unterzahl einen Rückstand drehten: Gegen Sion flog Ojala vom Platz, worauf Nef und der doppelte Nuzzolo zum Heimsieg trafen. Gegen Zürich musste Mardassi früh runter, ehe Regazzoni in der 84. Minute ausglich. Bienvenu traf in der 94. Minute zum Siegestor. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Iööö!

Val der Ama am Freitag den 14. Oktober 2016

Eine Sonderprämie für Tom Cairney vom FC Fulham.

praemie

Der Mittelfeldspieler aus Schottland erfreut die Fans seines Clubs mit guten Leistungen – und wird dafür belohnt.

Zum Beispiel von einem jungen Herrn, der sich per Brief an den Fussballer wendet. Der kleine Fan gibt zuerst ein paar Tipps (try to do a bicycle kick), bedankt sich bei Cairney und legt wegen Motivation drei englische Pfund in Münzen bei.

Drei Pfund entsprechen in etwa dem durchschnittlichen Wocheneinkommen eines durchschnittlichen englischen Knaben, Cairney sollte sich künftig dem Jungen zuliebe so richtig Mühe geben.

Übrigens, liebe Lesende, lassen sich auch Redakteure prima mit kleinen Geldspenden motivieren. Na?

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