Archiv für die Kategorie ‘Beim Klubarzt’

Schäbige Sticheleien

Val der Ama am Donnerstag den 15. Juni 2017

Federico Allende sucht einen neuen Arbeitgeber.

Eben war Copa Argentina und da spielte der unterklassige Sport Club Pacífico gegen den Erstligisten Estudiantes und gewann doch tatsächlich 3:2. Einer der Helden des Spiels war Verteidiger Federico Allende, der den Stürmer Juan Otero so richtig abgemeldet hat. Und wie es eben so ist, fragen dann die Journalisten nach und wollen mehr wissen und wie es eben auch ist, sollten die Spieler ab und zu vielleicht besser schweigen.

“Wir wussten schon vor dem Anpfiff, dass wir dreckig spielen mussten, also habe ich ihn (Otero) ständig mit einer Nadel gestochen. Wir wissen, dass die Spieler in der ersten Liga körperliches Spiel nicht mögen und sie mit schmutzigem Spiel nicht umgehen können. Ich habe ihn total neutralisiert, er muss mich gehasst haben. So ist Fussball. Fussball ist für die Cleveren.”

Klubpräsident Hector Moncada ist damit öffentlich nicht ganz einverstanden. “Er hat die gute Arbeit der gesamten Mannschaft damit getrübt”, meinte er empört und kündigte drastische Konsequenzen an: “Ich werde ihn aus dem Klub ausschliessen.”

Unbarmherziges Urteil

Val der Ama am Dienstag den 16. Mai 2017

Silvija Sekacic ist jetzt lebenslang gesperrt.

Wir schalten mal um in die bosnische Frauenliga. Dort war vor ungefähr einer Woche die Knüllerpartie zwischen ZNK Zeljeznicar 2011 und Mladost angesagt und in der 87. Minute, da kam es zu einem doch recht interessanten Zweikampf.

Silvija Sekacic, Spielerin von ZNK, rastete da nämlich ziemlich aus und schlug nach einem Zweikampf auf ihre Gegnerin Adna Ljubanovic ein. Erst schlug sie ihr mit der Faust ins Gesicht und liess auch nicht von Ljubanovic ab, als diese bereits am Boden lag, aber das sehen Sie ja auf dem Bild recht gut.

Die Disziplinarkommission des bosnischen Fussballverbandes verkündete unlängst das Strafmass für diesen Ausraster: Gesperrt – und zwar lebenslang.

Silvija Sekacic wird das Urteil wohl verkraften können, weil viel Reue hat sie nach der Roten Karte nicht gezeigt. “Zumindest habe ich sie verprügelt, wenn alles andere schon nichts war”, soll Sekacic nach dem Spiel gesagt haben.

Interne Lösung

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 2. Mai 2017

Knall beim Runden Leder! Herr Rrr ist weg.

Der langjährige Chefredakteur dieses Fachblogs ist bis auf weiteres suspendiert worden. Herr der Ama übernimmt die Leitung der RL-Redaktion. Lesen Sie dazu das Communiqué unseres Mutterkonzerns.

“Aufgrund der bisher durchzogenen Leistungen in dieser Rückrunde haben wir uns für Änderungen an der Leitung der RL-Redaktion entschieden.Verglichen mit den euphorischen Leistungen im letzten Herbst hat sich das Niveau des Blogs in diesem Frühling deutlich verschlechtert. Dies lässt sich an den Klickzahlen, aber auch an qualitativen Feedbacks von Webconsumern und von externen Fachleuten ganz klar analysieren.Wir können heute noch keine definitiven Schlüsse ziehen, stellen aber drei Thesen auf, welche die Baisse des Runden Leders erklären können. Liegt es an der Qualität der Redaktion? Erzielt die Arbeit von Chefredaktor Herr Rrr nicht die genügende Wirkung? Oder ziehen Redaktion und Chef zu wenig am gleichen Strick?Die Führung hat entschieden, sich die nötige Zeit zu geben, um Antworten auf diese Fragen zu finden und setzt darum auf eine interne Lösung. Der aktuelle Bremen-Korrespondent Herr der Ama wird bis auf weiteres die Leitung der Redaktion übernehmen. Herr Rrr seinerseits wird eine Auszeit genehmigt, die er nach seinen Wünschen gestalten kann.Ende Juni werden wir Rückschlüsse darüber ziehen können, ob die Redakteure ihr Niveau steigern konnten oder ob letztlich sie verantwortlich sind für die enttäuschenden Beiträge der letzten Monate.”

Lesen Sie nun das Interview mit …

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Zombie-Apokalypse

Val der Ama am Donnerstag den 20. April 2017

Leider schlechte Nachrichten.

Es ist soweit: Schon bald greift ein Virus um sich und verwandelt Menschen in abgestumpfte, aggressive Wesen, die nur noch vom Hungergefühl getrieben werden. Verteidigung gegen den schlurfenden Feind ist unmöglich.

In Japan wird die kommende Epidemie sehr ernst genommen. Der J1-Klub Kashima Antlers, der organisiert im Mai extra einen so genannten “Escape Event”. Dort können Menschen sich mit dem Phänomen “Zombie” vertraut machen und verschiedene Fluchtstrategien testen. Alles sehr beeindruckend, wie dieser Film da anschaulich zeigt.

Aber eigentlich völlig sinnlos, denn schliesslich gibt es keine Hoffnung, bald ist die gesamte Welt überrannt und der Grossteil der Menschheit dahin. Wissenschaftler wissen, dass ca. 100 Tage nach Ausbruch der Epidemie alles vorbei ist, dann nämlich werden auf dem ganzen Planeten nur noch 181 Menschen leben – umgeben von 190 Millionen hungrigen Untoten.

Übrigens ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um in Panik auszubrechen, weil mittlerweile hat das Virus bereits die berühmten Berner Young Boys voll erwischt.

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Foul oder nicht Foul (V)

Val der Ama am Dienstag den 28. März 2017

Jetzt gehen die sogar auf den Schiedsrichter los.

Den Luis Fabiano, kennen Sie sicher noch, der hat zum Beispiel recht lange beim FC Sevilla gespielt. Aktuell ist er wieder in seinem Heimatland bei Vasco da Gama tätig und leider ziemlich auffällig.

Sie sehen unten im Video (nach ca. 30 Sekunden) eine Szene des vorgestrigen Spiels gegen Flamengo und erkennen da, dass Fabiano erst eine Gelbe kassiert und dann mit seiner Aura den Schiedsrichter niederstreckt. Klar: Rot.

Brasilianische Medien berichten derweil, der Spielleiter habe den Vorfall gut bewältigt und sei auf dem Wege der Besserung.

Folgenschwerer Versprecher

Val der Ama am Dienstag den 21. März 2017

Ups.

Aber der Reihe nach: Eben haben die Free State Stars gegen Ajax Cape Town ein 2:2 geholt und nach dem Spiel ist deren Doppeltorschütze, der Mohammed Anas, zum Mann des Spiels gewählt worden.

Klar gibt es dazu ein Interview und zwar live und im Fernsehen und da tut der ghanaische Stürmer das, was man in so Situationen tut, nämlich sich bedanken. Bei den Fans, der Ehefrau und äh… auch sonst.

Viel Bauch um nichts

Rrr am Dienstag den 14. März 2017

Es folgt eine wichtige Mitteilung von Cristiano Ronaldo.

Der viermalige Weltfussballer hat Berichte zurückgewiesen, wonach er jeden Tag 3000 Situps mache, um seine Bauchmuskeln in Schuss zu halten.

“Das ist nicht wahr”, sagte Cristiano gestern bei der Eröffnung eines Fitnessstudios in Madrid. “Für gewöhnlich trainiere ich drei- bis vier Mal in der Woche. Und dann mache ich jeweils nicht mehr als 300 Situps.” Er wisse nicht, ob er es überhaupt auf 1000 Situps pro Woche bringe. Viel mehr Situps seien heikel, weil dann Probleme mit der unteren Rückenmuskulatur auftreten könnten.

Wir von der Redaktion des Runden Leders sind erleichtert. Bislang hatten wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir es nur auf 800 Rumpfbeugen pro Woche schafften. Aber wenn der Weltfussballer auch nicht fleissiger ist, dann geht das so in Ordnung.

Leberzirrhosenprophylaxe mit Leo

Herr Shearer am Mittwoch den 8. März 2017

Der gute Mann aus Barcelona rettet wieder Menschenleben.

Hepatitis C ist eine fiese Sache; Anstecken tut man sich vor allem mit kontaminiertem Blut beim Drogenspritzen oder aber auch – Obacht gelangweilte Fussballer! – beim Tätowierer. Eine Impfung gibt es auf dem Markt noch nicht, wohl aber eine medikamentöse Therapie. Die ist allerdings teuer, gerade auch in unseren Breitengraden. Ohne Behandlung drohen aber wiederum längerfristig Komplikationen wie Leberzirrhose, weiss Wikipedia.

Wieso also nicht an die Wärme fahren und von vergünstigten Medikamentenpreisen profitieren? In Ägypten will man den serbelnden Tourismus nun mit diesem Angebot ankurbeln. Vermögende Kunden können also im Fünf-Sterne-Hotel entspannen und die nötigen Pillen dort zu unschlagbar günstigen Preisen einwerfen. Die Initianten des Angebots lassen sich nicht lumpen und haben sich Lionel Messi als Werbebotschafter geleistet. Clip ab!

Die Geschichte hat allerdings einen fahlen Beigeschmack, wie Sie hier nachlesen können: in Ägypten sind über zehn Prozent der Bevölkerung mit Hepatitis C angesteckt; seit einigen Jahren existiert Sovaldi, ein Medikamt, welches den Virus wirksam bekämpft. Der Hersteller hat nur einem indischen Pharmaunternehmen die Herstellung eines Generikums erlaubt, welches in Ägpytpen günstig angeboten werden soll, um der Bevölkerung zu helfen – wohl weniger, um einer reichen Klientel zu einer vergünstigten Therapie zu verhelfen.

Alternative Anerkennung

Herr Maldini am Freitag den 3. März 2017

Aus aktuellem Anlass: Sie sind Berner und brauchen eher kurz- als langfristig einen Titel? Dann sind Sie hier richtig.

Das Runde Leder zeigt ihnen in alphabetischer Reihenfolge auf, wo ihre Chancen auf Erfolg in den nächsten Monaten am grössten sind.

  • American Football: Die Grizzlies gewannen letzte Saison den Swiss Bowl, das Spiel war ein Krimi.
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Baseball: Die Bern Cardinals sind neunfacher Schweizer Meister. Letztes Jahr bedeutete der Halbfinal Endstation.
    Titelwahrscheinlichkeit: mittel
  • Basketball: Lassen Sie die Finger davon. Als Berner ist auf höchster Stufe weit und breit kein Erfolg in Sicht, nicht einmal eine Mannschaft.
    Titelwahrscheinlichkeit: sehr gering
  • Eishockey: Der SC Bern ist amtierender Meister und startet morgen als Sieger der Qualifikation ins Playoff. Sie spüren Zuneigung für Aussenseiter? Versuchen Sies mit dem EHC Biel. 
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Eisstockschiessen: Zweisimmen gewann 2017 den Titel.
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Frisbee: Die Flying Angels Bern sind der amtierende Schweizer Meister im Ultimate. 
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Futsal: Im Playoff der Swiss Futsal Premier League liegt Minerva auf dem ersten Platz, Mobulu auf Rang 4.
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Hornussen: Bern-Beundenfeld gehört zur nationalen Spitze. Die Meisterschaft beginnt im April.
    Titelwahrscheinlichkeit: mittel
  • Kugelstossen: Thomas Bigler vom STB wurde am Nationalen Hallenmeeting im Februar 2016 in Magglingen Zweiter.
    Titelwahrscheinlichkeit: mittel
  • Platzgen: Schütz, Fritz aus Wasen heisst der Titelverteidiger. Fiebern Sie mit ihm mit, und ihre Erfolgsaussichten sind hoch wie nie. Ab April.
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Schwingen: Bald beginnt die Saison, mit ihren drei Königen Glarner, Sempach und Wenger gehören die Berner stets zu den heissesten Anwärtern auf die Kränze, Munis und was sonst noch dazugehört.
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch
  • Tontaubenschiessen: Sagen wir es so: Der Berner wurde nicht gerade mit der Flinte im Anschlag geboren.
    Titelwahrscheinlichkeit: gering
  • Unihockey: Der SV Wiler Ersigen, in den letzten 13 Jahren 10 Mal Meister, steigt als Sieger der Qualifikation in das Playoff. Zudem gibt es ja noch Floorball Köniz und die Tigers Langnau, bei den Frauen ist den Wizards Bern Burgdorf etwas zuzutrauen.
    Titelwahrscheinlichkeit: hoch

Vergessen Sie nicht: Randsport gibt Rot, aber je nach Verzweiflungsgrad ist es das ja wert. Wenn Sies hart mögen: YB-Thun, morgen um 17:45 im Wankdorf.

Dumm dekoriert

Val der Ama am Dienstag den 28. Februar 2017

Vandalismus ist gar nicht so einfach.

Es ist häufig so, dass sich Fans von Kellerclubs gegenseitig nicht so gut finden, weil absteigen sollen gefälligst die anderen. Die Thuner also, die beleidigen aktuell die paar Vaduzer, in Darmstadt kommt wahrscheinlich der HSV schlecht weg oder in England, da tun die Fans von Crystal Palace blöd, wenn ein weiterer Abstiegskandidat aus, sagen wir mal, Middlesbrough vorbeischaut.

Da schaut mal schon mal beim Hotel des Gastteams vorbei und dekoriert den Teambus, wie das grad eben in der Nacht auf Samstag die Fans von Crystal Palace gemacht haben. Der Schaden beläuft sich auf über £40,000 und die Verantwortlichen des Londoner Clubs sind ziemlich ungehalten.

Ungehalten auch deshalb, weil die Sprayer das falsche Gefährt erwischt haben. Sie haben nicht etwa den Car der Gäste aus dem Nordosten dekoriert, sondern einen des eigenen Teams. Das Team von Middlesbrough ist drum mit dem Flugzeug angereist, für den Transfer zum Hotel und dann später Selhurst Park durften sie einen Bus der Heimmannschaft benutzen.

Erstaunlicher Eingriff

Rrr am Sonntag den 12. Februar 2017

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Die Zirkumcision.

«Sicher haben Sie es mitbekommen: Manuel Huber, der Sportchef des Zürcher Grasshopper Clubs, steckt in ernsthaften Schwierigkeiten. Die Fachzeitung BLICK hat gestern über den in dieser Art schweizweit einzigartigen Fall berichtet.

Ich konnte kurz mit einem befreundeten Urologen sprechen. Das Gute zuerst: Herr Huber ist nicht allein. Weltweit sind zwischen 25 und 33 Prozent der männlichen Bevölkerung beschnitten, und die wenigsten kommen im BLICK. Unklar ist allerdings, ob die Beschneidung bei Herrn Huber aus religiösen, kulturellen,  medizinischen oder ästhethischen Gründen erfolgte.

Bleiben wir deshalb bei den Fakten. Dass der Eingriff klubintern von den Hoppers durchgeführt wurde, spricht einerseits für den starken Zusammenhalt im Verein. Andererseits darf man sich fragen, ob im Trainingscamp in Niederhasli wirklich die nötige Infrastruktur für einen komplikationsfreien Eingriff und die professionelle Nachversorgung bereitsteht.

Kritische Fragen müssen sich aber auch die Verantwortlichen des Grasshopper Club gefallen lassen. Warum haben sie es auf Hubers Vorhaut abgesehen, wenn die Fans doch den Kopf fordern? Und wieso trägt der Leitende Chirurg keine herkömmliche Operationssaal-Kopfbedeckung in Grün, sondern eine einigermassen seltsame Wollkappe? Tami, es gibt einfach zu viele offene Fragen! Da hilft nur die alte Chirurgen-Weisheit: Schwingt der Hopper sein Skalpell, rennt der Huber doppelt schnell. In diesem Sinn Petri heil und hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti»

Replik, Duplik, Freekick

Rrr am Donnerstag den 5. Januar 2017

Immer Ärger mit doofen Journalisten.

Liverpool musste in Sunderland kurz vor Schluss den Ausgleich durch einen Penalty hinnehmen. Trainer Jürgen Klopp wurde an der Pressekonferenz gefragt, ob er den Schiedsrichterentscheid gerechtfertigt fand. Klopp versuchte dem Journalisten darauf zu erklären, dass man das Hands von Mané schon pfeifen könne – aber der Freistoss, der zum Hands geführt habe, sei nicht berechtigt gewesen. Alles klar? Nicht für den Journalisten. Geniessen Sie den Dialog nun in voller Länge.

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