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Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (28)

Baresi am Freitag den 28. Dezember 2012

Wie wir dem seriösen Wochenmagazin «Schweizer Illustrierte» entnehmen, geniessen Hakan und Tanja Yakin ihre verspäteten Flitterwochen in Dubai und gewinnen dabei neue Erkenntnisse.

Der reich bebilderte Bericht ist eine journalistische Meisterleistung, wirft aber auch Fragen auf. Küssen wirklich alle Delfine besser als Hakan Yakin und spielen sie allenfalls auch besser Fussball?

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12 Kommentare zu „Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (28)“

  1. Rrr sagt:

    Der ganze Text ist so fantastisch, dass ich ihn gleich abgetippt habe. Geniessen Sie es selber!

    Orientalischer Liebeszauber

    Kamele reiten und Delfine küssen. TANJA & HAKAN YAKIN holen ihre Flitterwochen in Dubai nach. Der Fussball-Oldie hat noch etwas vor. Auch in Sachen Nachwuchs.

    Verklärte Blicke in tausendundeiner Nacht tauschen die beiden nicht. Sie liegen flach. Eigentlich liegen sie zu dritt im Bett. Denn auch ihren bald dreijährigen Sohn Diego hat die Grippe nicht verschont. Pillen und Pülverchen aus Basel statt orientalischer Liebeszauber. «Der Schuss ging voll nach hinten los», sagt Hakan.

    Er will in Dubai mit seiner Tanja, 30, die Flitterwochen nachholen. Die fielen nach der Hochzeit im Mai dem Fussball zum Opfer. Etwas Fünf-Sterne-Extravaganza im Jumeirah Beach Hotel ist deshalb ein
    versöhnlicher Jahresabschluss für den Challenge-League-Star der AC Bellinzona und das Model. Aber eben, es dauert ein paar Tage, bis sie, ein wenig wacklig, das Zimmer verlassen und Privatstrand, zwanzig Restaurants, fünf Pools, Wasserpark und den üppigen Reigen an Unterhaltung für Magen und Seele geniessen können.

    «Ich war schon oft hier, mir gefällt einfach die Mentalität», sagt Yakin, 35. «Das Leben ist bequem, die Leute nehmen es nicht so genau. Aber in erster Linie ist man in kurzer Zeit in der Wärme.» Die arabische Welt kennt er nicht nur vom Wasserpfeiferauchen in Zürcher In-Clubs. Seit er 2008 ein kurzes Gastspiel bei Katars Meister Al-Gharafa gab, kennt er die Vorzüge in dieser Klimazone. Auch in Doha streichelt er Falken und reitet Kamele – sein ganz persönliches fussballerisches Mekka wird es aber nicht.

    Im Herbst seiner Karriere versucht er nun die AC Bellinzona wieder in die Super League zu schiessen. Trotz grossem Budget und ihm als Star-Transfer und Kopf des Teams ist das kein Selbstläufer. Im Sopraceneri war nach schwachem Saisonbeginn monatelang der Teufel los. Jetzt scheint man den Dreh langsam rauszubekommen. Yakin könnte im Sommer als König in der Provinz abtreten – und vielleicht noch mehr Zeit für seine junge Familie haben.

    Aus Tanja Micic hat das Paar auf dem Luzerner Standesamt Tanja Yakin gemacht. Wie ist es, Frau Yakin zu sein? «Für mich hat sich nicht allzu viel verändert», sagt sie. «Ausser, dass ich meinen Familiennamen nicht mehr buchstabieren muss. Yakin kennt ja jeder.» Begeistert war sie schon vor der Heirat von ihrem Hakan. Jetzt ist sie es noch mehr. «Ja, er ist ein guter Ehemann. Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Er geht arbeiten, kommt heim, ist 24 Stunden für uns da. Er fährt von Bellinzona oft heim zu uns nach Meggen.» Und dann fügt sie an: «Er ist nicht nur ein guter, er ist ein Super-Ehemann.»

    Der begnadete Yakin: Für die einen bleiben seine Ballstreichel-Einheiten und seine Haarpracht immer «beau», für die andern «bäh». An ihm scheiden sich die Geister. Früher und jetzt. Wie fürsorglich er aber mit Sohn Diego umgeht, ist unumstritten. Er hegt und pflegt ihn in Dubai wie ein zartes Pflänzchen, gibt ihm sogar das Essen ein.

    Im «Atlantis the Palm», einer Hotel-Anlage, die auf künstlich aufgeschütteten Inseln steht, melden sich Hakan und Tanja in der Dolphin Bay an. 28 Delfine tummeln sich hier in einem Pool, der so gigantisch ist wie fast alles, was man in Dubai baut. Die beiden tätscheln und küssen einen Delfin. «Das war der Kuss meines Lebens», sagt Tanja. «Der kann besser küssen als Hakan.» Und auch der findet, dass es «eindrücklich ist», einen Delfin zu knutschen.

    Zwei Punkte trennen die AC Bellinzona in der Challenge League noch vom Spitzenreiter FC Aarau. Diesen Rückstand will Yakin, der Spielmacher und Verwaltungsrat des Tessiner Klubs, nach der Winterpause wettmachen. Es wäre eine letzte Genugtuung für den ehemaligen Nationalspieler, der eine grosse internationale Karriere zumindest in den Füssen gehabt hätte. Wenn die Saison vorbei ist, wird er 36-jährig sein. Zu alt für mehr Fussball? «Ich schaue im Sommer, ob ich weitermache. Wenn ich fit bin und Lust habe, wer weiss?», sagt er.

    Dass er designierter Sportchef sein soll, will er nicht bestätigen. «Wir haben noch nicht genau definiert, was meine Aufgabe ab Sommer ist. Solange ich Fussballer bin und spiele, mache ich mir keine Gedanken.» Im Geschäft will er bleiben. Marketing, Sportchef, Scout zählt er auf. Ein Trainerdiplom will er nicht. Ein Yakin reiche auf dieser Position.

    Und was ist mit noch mehr Yakins in seiner Familie? «Nicht ausgeschlossen», sagt Tanja. «Nein, nein: Es kommt, wie es kommt», korrigiert er. Um nachzuschieben: «Diego soll nicht alleine sein. Aber
    momentan hat der Fussball noch Priorität. Dann sehen wir weiter.»

    Jumeirah Beach Hotel*****

    Bei Travelhouse/Soleytours ab CHF 277.– pro Nacht/Person im Doppelzimmer Ocean Deluxe mit Frühstück. http://www.travelhouse.ch/dxb0112

  2. lapin kulta sagt:

    meRrrci viel mal heRrr
    guten morgen allerseiz und allenthalben viel gfröits

  3. Rrr sagt:

    Solange ich Fussballer bin und spiele, mache ich mir keine Gedanken.

    Ein heisser Anwärter auf das Zitat des Jahres, darf man sagen.

  4. Shearer sagt:

    Was muss man eigentlich in seinem früheren Leben verbrochen haben, um sich seinen Lebensunterhalt jetzt in diesem People-Journalismus verdienen zu müssen?

  5. Rrr sagt:

    Andererseits, Herr Bürge geniesst die Sonne in Dubai, und wir sitzen hier im Sturmtief Silvia.

  6. Gygax sagt:

    Herr Baresi, vielleicht denkt Haki beim Küssen einfach zu viel?!

  7. Rrr sagt:

    Nein, Herr Gygax, solange er Fussballer ist und spielt, macht er sich keine Gedanken.

  8. Baresi sagt:

    Herr Rrr, ich glaube, wir brauchen eine neue Kategorie.

  9. Val der Ama sagt:

    Börk, widerlich. Und ja, das sage und meine ich als Schweizer Vertreter des SV Werder Bremen.

  10. Baresi sagt:

    Hallo! Herr! Val! der! Ama! Wie sind Sie zufrieden mit Ihrem neuen Hockeymanager?

  11. Val der Ama sagt:

    Ausgezeichnete Wahl, Herr Baresi. Lieber ein ex Hai als ein knutschender Delfin, MM.

  12. Briger sagt:

    Das ist natürlich klar, dass dies Fischköpfe in Bremen lieber einen Hai als ein Säugetier haben.