Nein, ich ziehe meine Schuhe nicht aus!

Seine Gäste zu zwingen, in Adiletten zu schlüpfen, grenzt an Körperverletzung. Foto: instragram/the_sandal_club via srf.ch

Es war ein warmer Frühlingsabend, und die Einladung war vielversprechend.

Gastgeber war ein Paar, das ich erst seit kurzem kannte und das meinen Mann und mich auf «ein fröhliches, unkompliziertes Beisammensein» zu sich nach Hause eingeladen hatte. Wir waren nicht die einzigen Gäste. Drei uns noch unbekannte Paare sollten sich an diesem Abend einfinden. Die Temperaturen waren angenehm, und so entschloss ich mich, mich ein bisschen in Schale zu werfen, was bedeutete, dass ich ein Kleid und meine aktuellen Lieblingsschuhe wählte.

Voller Vorfreude, mit dem obligaten Blumenstrauss und einer Flasche Wein, standen wir kurz nach acht Uhr vor der Türe des schmucken Einfamilienhauses. Die Autos, die vor der Garage standen, verhiessen, dass wir zu den letzten Gästen gehörten. Und tatsächlich, als uns die Türe geöffnet wurde, hörte ich im Hintergrund Lachen und Gläserklirren. Kaum hatten wir das Entree betreten, Blumen und Wein überreicht, sagte die Gastgeberin in freundlichem Ton: «Würde es euch etwas ausmachen, die Schuhe auszuziehen?»

Zehen, die durch Socken schimmern

Ich erstarrte innerlich. Die Schuhe ausziehen? Ich schaute auf meine neuen, schwarzen Pumps. Und auch mein Mann guckte etwas indigniert auf sein poliertes Schuhwerk. Draussen herrschte das schönste Wetter, hier lebten keine Kleinkinder oder Kranke. Wir würden also keine gefährlichen Keime ins traute Heim bringen. Doch unser Gegenüber schien unser Zögern nicht richtig zu deuten und streckte uns einladend ein Paar weisse Hotelschlarpen aus Frotteestoff und ein Paar Adiletten entgegen, die definitiv schon bessere Zeiten gesehen hatten.

Kurze Zeit später sassen wir auf einer riesigen Couch, zusammen mit sehr netten Menschen, und nippten an unserem Prosecco. Aber irgendwie konnte ich mich gar nicht auf die Runde konzentrieren, ich war abgelenkt von Füssen in schwarz-weissen Adiletten, rosafarbenen Ballerinas, getigerten Plüschpantoffeln mit Ohren und einem Paar schwarzen Socken eines männlichen Gastes, der sich anscheinend halb erfolgreich dem Hausschuheterror entzogen hatte, obwohl seine Zehen gefährlich durch das abgenützte Garn schimmerten.

Ich musste mir Mühe geben, nicht hysterisch loszukichern. Das kleine Schwarze mit gestrickten Hüttenfinken zu tragen, hat durchaus eine leicht komische Note. Doch für unsere Gastgeber schien die Situation völlig normal zu sein, anscheinend waren sie es gewohnt, ihren Besuch zu nötigen, auf das eigene Schuhwerk zu verzichten, und aus ihrem Fundus von Finken auszustatten. «Wir haben eben einen neuen Parkettboden», begründeten sie ganz nebenbei die etwas ungewöhnliche Aktion.

Wie in der Sauna

Dank einiger Gläser Wein wurde es dann trotzdem noch ein ganz flotter Abend, auch wenn ich in einigen Momenten das Gefühl hatte, in einem «Monty Python»-Film gelandet zu sein. Aber irgendwie hatte die ganze Situation auch etwas Verbindendes, sie erinnerte an ein Mit-wildfremden-Menschen-in-der-Sauna-Sitzen. Nur war hier nicht die Nacktheit der gemeinsame Nenner, sondern die skurrilste Sammlung von Hausschuhen, die ich je gesehen hatte.

Wir verabschiedeten uns zeitig. Natürlich zogen wir unsere eigenen Schuhe erst vor der Haustüre an, wir wollten schliesslich keine bleibenden Schäden anrichten.

Das nette Paar sahen wir nie wieder. Aber mein Mann und ich schworen uns an diesem Abend, dass bei uns Zuhause nie ein Gast aus seinen Schuhen schlüpfen muss. Nicht mal, wenn draussen das schlimmste Schmuddelwetter herrscht. Denn die eigenen Schuhe tragen zu dürfen, ist doch irgendwie ein Menschenrecht. Oder nicht?

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160 Kommentare zu «Nein, ich ziehe meine Schuhe nicht aus!»

  • Imo sagt:

    Das Schuhe ausziehen, wenn man herein kommt haben unsere Mütter erfunden, damit wir als Dreikäsehoch nicht den Dreck aus dem Sandkasten in der Wohnung verteilen. Es war niemals dafür gedacht, es bis ins Erwachsenenleben fortzuführen. Zu Zeiten unserer Väter und Großväter galt es noch als unhöflich Besuch zu empfangen, ohne Schuhe zu tragen, auf Besuch zu gehen, ohne Schuhe zu tragen oder von Gästen zu verlangen, das Schuhwerk abzulegen.

  • Thom sagt:

    Es gibt nichts unhygienischeres, als mit Schuhen eine Wohnung zu betreten. Vermutlich haben hier derart viele Schreiber stinkende Schweissfüsse, dass sie sich nicht getrauen, die Schuhe auszuziehen.
    Bei mir Zuhause gibt es nur Eintritt ohne Schuhe. Und bisher haben sich noch alle daran gehalten. Und ganz ehrlich – ohne Schuhe ist das Leben doch viel bequemer und gesünder.

  • Sara sagt:

    Nun, es gibt einfach zwei Kinderstuben. Bei meinen Eltern werden aus pragmatischen Gründen die Schuhe selten ausgezogen, weil einfach zu mühsam, wenn man kurz vom Garten rein muss, um was zu holen oder so und dann gleich wieder raus. Und die Tiere können ja auch keine Schuhe ausziehen. Andererseits laufe ich selten mit Schuhen durch meine Stadtwohnung und fast alle Gäste ziehen ihre Schuhe unaufgefordert aus. Mir wäre es aber egal, wenn sie sie anbehalten würden. Ganz allgemein wäre von beiden Seiten etwas Toleranz und Flexibilität angebracht, weil es offenbar zwei Meinungen darüber gibt, was höflich und normal ist. Von etwas Dreck auf dem Parkett ist noch keiner gestorben. Von einem Stilbruch im Outfit auch nicht.

  • Peter Martin sagt:

    Gäste zu bitten, ein Kleidungsstück auszuziehen, ist per se einfach unhöflich.

  • maja sagt:

    Da es nicht besonders viel Auswahl gibt an Besucher-Finken, scheint es in der Schweiz nicht üblich zu sein.

  • beatrice sagt:

    ich mache es so:

    bin ich eingeladen, frage ich ob schuhe ausziehen erwuenscht ist. falls es den gastgebern keine rolle spielt, verweise ich darauf, dass meine schuhe nicht schmutzig sind und ich betrete das haus mit schuhen, das ist mir lieber so.

    wenns erwuenscht ist, ziehe ich die schuhe selbstverstaendlich aus.

    umgekehrt: wenn mich jemand fragt, ob er oder sie die schuhe ausziehen muss, sag ich nein – vorausgesetzt ist immer, die schuhe sind sauber und trocken!

  • lieberlecker sagt:

    Wenn wir Gäste (ob Freunde oder solche die es werden möchten) einladen, möchten wir, dass sie sich bei uns wohl fühlen. Dazu gehört, dass wir sie weder nötigen die Schuhe auszuziehen, noch sie anzubehalten.
    Negative Erfahrungen sind uns bisher fremd.

  • Kurt Seiler sagt:

    Ich sehe, viele haben einen „guten Teppich“ zuhause.
    Aber vielleicht sollte man den an die Wand hängen wenn er dermassen wertvoll ist.
    …denn eine Wohnung tut man bewohnen – nicht schonen.

  • Quincy sagt:

    Dass man anbietet die Schuhe auszuziehen ist eine Anstandsfrage. Wenn der Gast schon unanständig ist und dies nicht tut, dann hat der Gastgeber durchaus das Recht darauf hinzuweisen, dass in seinem Haus keine Schuhe getragen werden.

  • Henri sagt:

    Ich mag schöne Schuhe sehr, deshalb nehme ich zu den Strassenschuhen jeweils ein paar von meinen schönen Wohnungsschuhen zu Freunden mit.

  • Bruno sagt:

    Kein Problem mit Schuhen. Die meisten, ich auch, ziehen freiwillig aus, wir schätzen aber eher Schuhe, und zwar mit etwas Stil, vor allem bei offizieller Einladung, passend zur etwas adretten Kleidung. Schafft einfach eine andere Beziehungsebene als salopp in Socken oder gar Barfuss (geht überhaupt nicht!). Finken sind sowieso das Allerletzte, schlimmer geht’s nur noch mit Birkenstöcken. Zudem liegt vor der Haus-/Wohnungstüre ein Schmutzteppich (ohne dummen Spruch…). Hier also von Dreck usw. zu sprechen, ist schon etwas weit hergeholt. Wir empfangen auch in Haus-SCHUHEN. Hatten wir mal Gäste zu Ostern, die zum ersten Mal bei uns waren, selbstverst. legte sie Ü40 ihre baren Füsse gleich auch noch mit auf die Sitzfläche des Fauteuils. Alles nur eine Frage von (selten) Stil u. Manieren.

  • Stephan Baumann sagt:

    Ich käme nie auf die Idee, in einer fremden Wohnung die Schuhe anzubehalten, käme mir extrem unhöflich vor.
    Käme allerdings auch nie auf die Idee, extra komische Kleider für einen Besuch anzuziehen.
    Ich verlange von keinem Besucher, dass er die Schuhe auszieht, es fällt mir gar nicht auf, ob sie es machen.
    Aber eben, von mir verlange ich das.

    • Sofia Baffo sagt:

      Eben, in der Knigge geht es immer um Empathie, um das Entgegenkommen. Es ist einfach eine Geste. Man kommuniziert damit, dass man den Lebensraum des Gastgebers achtet.
      Im Gegenzug sollte man als Gastgeber nur sehr diplomatisch mitteilen, dass Schuhe im Haus unerwünscht sind (in der Schweiz wird das hingegen öfters mit einem leicht hysterischen Ton gemacht). Diplomatisch geht so: „Hast du kalt an den Füssen? Wenn du möchtest habe ich hier ein paar neue Finken. Sonst kannst du auch die Schuhe anlassen.“ Wenn das Gegenüber dann trotzig das Schuhwerk nicht abzieht, zeugt das von mangelnder Sozialkompetenz. Natürlich sollte man immer gewaschene Finken bereit haben (kann man problemlos in der Waschmaschine) oder zumindest ein gereinigter Boden, den man auch mit Socken betreten kann.

      • Kurt Seiler sagt:

        „Wenn das Gegenüber dann trotzig das Schuhwerk nicht abzieht, zeugt das von mangelnder Sozialkompetenz“…
        Wird es jetzt nicht langsam peinlich?

      • Sofia Baffo sagt:

        Weshalb peinlich? Das Verstehen von impliziten Botschaften gehört zur Sozialkompetenz.

  • Sonja H sagt:

    Wer als Gast mit dem ÖV kommt und auf den schmuddeligen Sitzen gesessen ist, zieht natürlich auch die Hosen aus. Ist doch klar. So ein UnfugSchuhe ausziehen! Wer Schlamm und Dreck an den Schuhen hat geht damit natürlich nicht ins Haus, klar. Aber soll ich zu Adiletten auch noch einen Jogging-Anzug oder Hausmantel tragen wenn ich zum runden Geburtstag eingeladen bin!?

    • Sabine Meier sagt:

      Hmm, vielleicht sollte man die Hose wirklich besser ausziehen, denn vermutlich platzieren Sie ihre Schuhe ja auch ungeniert auf den Sitzen in den ÖV – oder erweisen Sie den ÖV-Sitzen etwa tatsächlich mehr Respekt als der Wohnung des Gastgebers?!

      • Sonja H sagt:

        Nein, das tue ich nicht, niemals. Wie kommen Sie auf diese unverscömrte Idee? Nur wenn ich eingelad bin, dann komme ich in sauberer Kleidung inkl. Schuhe. Wenn Ihr Parkett aber so etwas nicht aushält, bin ich droh bei Ihnen nicht zu Gast sein zu müssen.
        BTW. Hat sich der Gastgeber vor der Begrüssung ordentlich die Hände gewaschen??

  • Leser sagt:

    Wieso besteht diese Blog eigentlich gefühlt zur Hälfte aus Artikeln die ihre eigene Unhöflichkeit und Kompliziertheit breitreten und gleichzeitig meinen damit auf „Opfer“ machen zu müssen?
    Was ist das Problem wenn man GAST ist dem Gastgeber einen Gefallen wie Schuhe ausziehen zu machen?
    Du meine Güte……

  • Lia sagt:

    übrigens: würden Sie Kinder zu sich einladen, würden Sie von diesen erwarten, dass sie die Schuhe ausziehen, gell? Also wieso von Erwachsenen nicht dasselbe verlangen? Leute, die mit Schuhwerk durch meine Wohnung stampfen wollen, können keine Freunde von mir sein, denn unter Freunden sind wir locker-vertraut und es ist selbstverständlich, dass man unaufgefordert die Schuhe auszieht.

  • Lia sagt:

    wer zu Besuch ist und seine Schuhe nicht auszieht, hat absolut KEINE Kinderstube genossen. Es ist doch egal, welches Wetter herrscht – wer von draussen kommt, trägt Dreck hinein, und das ist ein Affront gegenüber den Gastgebern, die geputzt haben. Und wer wegen so etwas eine Freundschaft sausen lässt, um den ist es nicht schade.

    • loulou55 sagt:

      Ich finde sowieso, vor dem Erscheinen des Besuchs zu putzen ist das Dümmste was man machen kann.
      Hinterher muss man ja ohnehin nochmals putzen… 😉

  • Martin sagt:

    Also Schuhe ausziehen kann ich im Winter, wenn alles verschneit ist und die Schuhe tropfnass sind durchaus verstehen und das mache ich auch so. Man will ja keine Wasserlachen im Wohnzimmer haben. Aber ansonsten? Wenn es draussen nass ist, die Schuhe auf dem Schuhteppich abwischen. Aber sonst so, muss niemand die Schuhe ausziehen. Wer will, der darf, muss aber nicht. Wenn man bei einem Besuch die Schuhe ausziehen muss, ist das schon eher merkwürdig. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber machen das nicht Muslime so?

    • Lia sagt:

      ja, und wohlerzogene Nichtmuslime auch. Soll ich auch mal zu Ihnen kommen und meinen Dreck auf Ihrem Teppich abladen? Der Dreck bleibt nämlich nicht einfach magisch auf der Schuhmatte hängen.

      • Martin sagt:

        @Lia: Nein, Sie sollen nicht zu mir kommen. Da Sie so aggressiv und rechthaberisch schreiben, bleiben Sie lieber wo Sie sind. Ihre fünf Katzen kacken schon meinen Garten voll, da brauche ich mir nicht auch noch Ihren Mist anzutun.

    • Sofia Baffo sagt:

      Nicht nur Muslime, in viele andere Kulturen ist das auch so (s. Uwabaki in Japan). Sind Sie nicht etwa der Martin Schwizer, der auf den gesamten Newsnet-Foren mit SVP-Propaganda poltert? Falls das so wäre, kann man Sie nur als paranoid bezeichnen. (Falls Sie aber jemand anderen sind, bitte ich um Entschuldigung.)

      • loulou55 sagt:

        Ihre Vermutung zu „Martin“ hat eine gewisse Stichhaltigkeit.
        Wie dem auch sei, wenn das Argument „Machen das nicht Muslime so“ herhalten soll, es NICHT zu tun (das Schuhe ausziehen), dann kann man tatsächlich eine akute Islamophobie des Schreibers ausmachen.
        In Asien ist es unter hunderten von Mio. Nichtmuslimen ebenso üblich. Ganz sicher in Japan, Thailand und hier auf den Philippinen (90% Katholiken).

      • Sofia Baffo sagt:

        Haha… wer weiss, ob er es ist, er antwortet ja nicht! Ich finde, dass wir da und dort ruhig Gewohnheiten aus anderen Kulturen übernehmen könnten. Einfach den nationalistischen Stolz ein wenig zur Seite legen, und sich rational überlegen, welche Gepflogenheit die vernünftigste (und in gewissen Fällen die moralisch richtige) ist. So entstehen Weltbürger (und keine Wutbürger), die über Grenzen hinweg empathiefähig sind.

      • Martin sagt:

        @Baffo: Nein, ich bin nicht der, den Sie vermuten. Ich muss Sie enttäuschen. Aber auch bei mir hat sich nach den ganzen Anschlägen eine Islamphobie etabliert. Ich bin aber nicht SVP-Mitglied und wähle nicht nach Parteiheft. Es war lediglich eine apolitische Vermutung. Von daher nehme ich Ihre Entschuldigung an.

      • Sofia Baffo sagt:

        Ok, sorry für die Verwechslung! War nicht böse gemeint. Es gibt halt ein paar auffällige Newsnet-Dauerkommentatoren mit beinahe Celebrity-Status, da weiss man nie.

  • Tony sagt:

    Was ganze so bünzli-schweizerisch macht ist die Kombination von teurem Parkett und dem knausrigem Verhalten der Gäste gegenüber, wunderbar eingefasst in den biedersten my home is my castle Rahmen. Keine Selbstironie. Keine Lockerheit. Kein Stil. Keine echte Grosszügigkeit.

    Darum werden dem Gast auch keine schöne neuen Finken angeboten. Darum wird dem Gast auch keine Wahl gelassen als in diese muffige Welt mit den dazugehörigen muffigen Schuhen einzutreten.

    • Leser sagt:

      Ein Drama daraus zu machen dass man die Schuhe in einer Wohnung/Haus anziehen soll, zeugt dagegen natürlich von unglaublicher Locker- und Unkompliziertheit…

  • Maxime Detreuve sagt:

    Diese Panik um Kratzer oder Dellen im Parkett ist mir schlicht unerklärlich. Decken diese Leute ihre Sofas und Sessel aus Angst vor Abnutzung und Flecken auch mit Plastikplane ab? In einer Wohnung muss doch gelebt werden und das hinterlässt nun mal Spuren.

    • Martin sagt:

      Also auf einem versiegelten Parkett, da hinterlässt man nicht so schnell Spuren. Da muss die Frau schon 100 kg wiegen und mit extrem spitzen Stöckelischuhen herumdackeln. Parkett, ich meine richtigen Parkett und nicht Laminat, ist aus hartem Holz und durch die Versiegelung gut genug gegen Schläge und Feuchtigkeit geschützt.

    • simone sagt:

      wahrscheinlich schon..
      ich bin froh, dass man bei mir wählen darf.
      das schlimmste, das ich je erlebte: eine bei uns eingeladene familie hat ihre eigenen finken mitgenommen!
      wenn kleinkinder im haushalt leben, ziehe ich meine schuhe aus.

  • Estelle sagt:

    Strassenschuhe oder gar Pumps mit Absätzen gehören nicht auf einen Parkettboden. Gott sei Dank ziehen unsere Gäste immer von sich aus schon die Schuhe aus ohne das man ihnen das extra sagen müsste. Ich finde das gehört zum Anstand, dass man nicht den Strassenschmutz in eine Wohnung zieht. Ich würde auch keine Kratzer oder Dellen in meinem Parkettboden wollen.

    • marusca sagt:

      @Estelle: Nein, Anstand und Stil wäre es, seine Gäste an der Haustüre freundlich willkommen zu heissen ohne sie zu nötigen, ihre Schuhe auszuziehen oder sich grausige Schluppen über die Füsse zu streifen, bevor man sie gnädigsterweise ins Wohnzimmer lässt.. Schliesslich ist für den Besuch ja auch nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, was bei gewissen Gastgebern so alles an den Fussböden klebt in das man treten könnte.

      • Lena sagt:

        Sehe ich anders, für mich ist Anstand und gute Erziehung wenn man den Strassenschmutz nicht in die Wohnung anderer Leute hineinzieht und dort frisch fröhlich verteilt.

      • Kurt Kellerhals sagt:

        Genau, marusca. So ist es. Aber Stil war einmal. Und: Die Leute haben Parkettboden nicht begriffen – edel und vor allem strapazierfähig. Den hat es auch in schönen Restaurants, vielleicht in Arztpraxen oder im Museum – zum Beispiel im Louvre. Da werden die Leute auch nicht gezwungen, sich auszuziehen, was es nämlich ist, auch wenns nur die Schuhe sind…

    • Martin sagt:

      Was den Parkett angeht, habe ich schon oben geschrieben. An Tanzanlässen tragen Frauen auch Schuhe mit Absätzen und der Boden geht nicht kaputt. Was den Dreck angeht, so haben Sie wohl keine Haustiere zu Hause. Keine Hunde, keine Katzen? Ihr Staubsauger ist auch nicht klinisch rein. Am besten haben Sie noch einen Toilettenteppich, das ist dann so eine richtige Bakterienschleuder. Man isst nicht vom Boden, zumindest nicht bei uns, sondern vom Geschirr auf dem Tisch. Aber schlussendlich muss das jeder selber wissen. Ich stelle es mir einfach merkwürdig vor: Eine Frau in einem netten Kleid und unten Pantoffeln.

  • Pascal sagt:

    Es ist schon erstaunlich, wie etwas Wichtiges übersehen wird.
    Das Schuhe ausziehen hat noch eine andere Bedeutung als wegen Dreck und Hygiene.
    Es geht auch um den Lärm wenn man in einem Wohnblock ist.
    Wenn dann mehrere Gäste zum Teil bis spät Abends mit den Schuhen rumstampfen, ist das natürlich herrlich, wenn man es selbst ist.
    Hat man so eine Meute dann aber über einem, hört dann ganz plötzlich der Spass auf.
    Auch die Leute, die selbst zu faul sind, die Schuhe zuhause auszuziehen, zeigen damit, dass sie nicht weiter als zur Nasenspitze denken können.
    Bei Stöggelischuhen wird’s dann genial.

    • Sofia Baffo sagt:

      Ja, das ist noch ein weiterer Punkt. Mein französischer Mitbewohner trampelt schon frühmorgens herum und weckt mich so regelmässig vorzeitig.

  • Andrea sagt:

    Putzen ist nicht mein Hobby und auch meine Zeit ist sehr knapp. Also: Schuhe werden ausgezogen. Ohne Diskussion.

    • Sybille Berger sagt:

      Warum laden Sie dann noch Gäste ein, wenn Ihre Zeit so knapp ist, Ms. Andrea? Bei einem „gemütlichen Beisammensein“ wo die Gastgeberin auf ihre knappe Zeit und ihre Unlust am Putzen hinweist und dem Gast ein paar Schlappen hinwirft, sollte man vielleicht besser gar nicht erst erscheinen…

      • Andrea sagt:

        Ich lade ein, weil ich Freunde liebe und auch liebe Freunde habe. Meine Tür ist immer und jederzeit offen. Aber ich putze nicht gerne. Ueber Mittag habe ich eine Art offene Tafel und auch abends schaut gerne mal jemand herein. Ich kann nicht täglich putzen. Die CH-Norm ist ungefähr so: Monate im voraus einen gemeinsamen Termin finden, dann wird hin und her gefeilscht, wie dann die Einladung zu gestalten ist, ob man Dessert mitbringen soll oder nicht. Das ist mir zu doof. Meine Freunde wissen das auch. Meine Türe ist übrigens nur für Freunde und deren Familien offen.

    • Hanspeter aus Monthey sagt:

      Vorschlag: Sie laden keine Gäste mehr ein. So vermeiden Sie Arbeit und blamieren sich nicht unnötig.

      • Leser sagt:

        Ich würde den „Schuhausziehverweigerern“ doch einfach den Gegenvorschlag machen: Zuhause bleiben und in der eigenen Wohnung mit Schuhen rumlatschen soviel einem lieb ist…

  • loulou55 sagt:

    Ich betrachte die Sache mal von einer etwas anderen Seite.
    Es scheint sich mir hier um eine Art Grundsatzdiskussion zu handeln, die vor allem ausländische Besucher & Einwohner in diesem Land nur zu gut kennen:
    Die Forderung nach Anpassung an die Gewohnheiten des Gastgeber’s.
    Das Spezielle, es wird hier auf eine innerschweizerische Stufe gestellt. Soll heissen, nicht Ausländer sollen sich dem CH-Gastgeber anpassen, sondern andere „Freie Schweizer“.
    Und siehe da: Plötzlich wird der Wunsch zur Anpassung an den Gastgeber zur Anmassung desselben.
    Merkt ihr was Leute? Für einmal halten wir uns gegenseitig den Spiegel vor die Nase. Die Kommentare zu lesen ist wirklich interessant und aufschlussreich.
    Ja, wir CH sind ein spezielles Volk…

    • Pjotr Müller sagt:

      Wenn auch etwas kompliziert formuliert, haben Sie schon recht.
      Wahrscheinlich sind viele Schweizer grundsätzlich der Meinung, sie hätten sich weder hier noch sonstwo auf der Welt irgend jemandem anzupassen, erwarten dies aber selbstverständlich von allen anderen.

  • Maja Brenner sagt:

    Eine fremde Wohnung mit Strassenschuhen zu betreten gehört sich einfach nicht – man sollte sich dazu nicht erst bitten lassen, sondern es selbstverständlich tun, finde ich.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Gäste zu nötigen, ihr Schuhwerk auszuziehen, gehört sich einfach nicht. Es gibt auch keine Grund dafür. Man sollte dies selbstverständlich unterlassen, wenn man sowas wie Gastfreundschaft an den Tag legen will. Oder auf Gäste verzichten.

  • Eduardo sagt:

    Ich bringe bei Besuchen immer ungefragt Tennisschuhe nur für innen mit, die ich dann mit der nötigen Erklärung dazu am Eingang der Wohnung anziehe. So muss mir von vornherein niemand verlegen zu verstehen geben, dass es ihm lieber sei, wenn ich meine Schuhe ausziehe und irgendwelche meist völlig vergammelte Finken, Pantoffel, Sandalen oder dergleichen anziehe. Ich denke, das ist die beste, diplomatischste Lösung für beide, den Gast und den Gastgeber.

    • Anna-Luna sagt:

      ja mach ich auch so. Nur dass ich für mich ganz tolle Hausschuhe gefunden habe, welch eben nicht wie Finken aussehen.

  • Pjotr Müller sagt:

    Ich habe dies noch nie verlangt. Aber noch praktisch jeder Besucher hat mich gefragt oder kommentarlos die Schuhe ausgezogen – selbst wenn ich ausdrücklich darauf hingewiesen habe, dass es nicht nötig sei.

  • A. mit Finkenphobie sagt:

    Hundekot, heikler Parkett, was für eigenartige Probleme man haben kann…?
    Wir haben – wie doch hoffentlich der eine oder andere auch – tolle Nachbarn. Die mögen wir sehr, die leben unter und über uns, in einem Altbau.
    Grandioserweise haben wir auch tolle, soziale Freunde (mit sehr schönen oder anderen Schuhen), die selbst auf die Idee kommen, für weiterhin gute Nachbarschaft ihr Schuhwerk draussen zu lassen.
    Nix Hygienefimmel oder Bünzligkeit, schlichtweg einmal an die Anderen denken. Danke 🙂

  • Ernesto Walker sagt:

    Früher haben auch bei uns in der CH die Gäste im Entree und in der „guten Stube“, die solchen Anlässen vorbehalten war, natürlich die Strassenschuhe anbehalten.
    Aber die Zeiten sind vorbei, wo gewohnt wird haben Schuhe nichts verloren.
    Wählen sie doch für ihre Treffen geeignetere Räumlichkeiten wie Restaurants und Bars.

  • Saubermann sagt:

    Meine Gäste sind mir wichtiger wie der Parkettboden. Gäste müssen selbstverständlich die Schuhe nicht abziehen.

  • keller sagt:

    es gibt offensichtlich zwei arten von menschen. die einen freuen sich über ne einladung und passen sich selbstverständlich den regeln des gastauses an. die anderen können den alltäglichen kampf um die vorherrschaft auch beim gemütlichen beisammensein nicht ablegen und, wie oben geäussert, den besuch in fremdem hause nur zu den eigenen bedingungen geniessen. ist wie bei den migranten 😉

    • Marcus Ballmer sagt:

      Schlimmer sind eigentlich nur noch Gastgeber, die den alltäglichen Kampf um die Vorherrschaft auch beim gemütlichen Beisammensein nicht ablegen und die Besucher nur zu den eigenen Bedingungen geniessen. Das sind überwiegend solche, die den Begriff Gastfreundschaft noch nie gehört haben.

  • keller sagt:

    krass, sich für ungezwungenes beisammensein in schale werfen zu müssen. der wettbewerb aus dem business muss ja unbedingt am abend weitergehen.
    das sind zum glück genau die leute, die ich in meiner freizeit nicht noch um mich brauche. die anderen sind froh, die schuhe ausziehen zu dürfen.

    • bruno schneider sagt:

      richtig.

    • Kurt Kellerhals sagt:

      Tsss – so negativ. Denken Sie immer nur ans Business? Alles, was man tut, ist Business? Es könnte auch so sein: Freude an schönen Kleidern und, vor allem, Respekt und Ehrerbietung gegenüber dem Gastgeber. Mich freut es sehr, wenn sich meine Gäste schön angezogen haben. Dann denke ich, Ihnen liegt etwas an dieser Einladung. Und dann tut dies der Ungezwungenheit überhaupt keinen Abbruch…

  • Markus Moreno sagt:

    Ich muss sagen, in der Schweiz herrschen sehr komische Sitten. In Frankreich würde der Zwang, die Schuhe auszuziehen, als Affront gewertet werden.

    • Daniel sagt:

      Ja, Markus Moreno, aber wir reden hier von der Schweiz!

      • Markus Moreno sagt:

        @Daniel: interessant, dass man sich nicht mehr getrauen darf, in der Schweiz zu berichten wie’s im Ausland ist. Wie stark sind Ihre Vorurteile?

      • Lichtblau sagt:

        Na ja, eher nicht von DER Schweiz. Und Frankreich ist mir in Sachen Stil und Geschmack durchaus ein Vorbild.

    • arnold gasser sagt:

      Gerade in einem Land, wo auf den Strassen alle 2m Hundekot herumliegt. lol

      • Markus Moreno sagt:

        @Gasser: Hundekot? Den kenne ich von Zürich her. Bestens, im Fall. Das ist halt so im Kleinland Schweiz. Frankreich ist riiiesig, Hundekot ist mir ein Fremdwort. Ich kann nicht aufhören zu lachen über Ihren Kommentar.

      • lena sagt:

        Hundekot! In Paris! Sehr eklig.

    • Alberto La Rocca sagt:

      In Japan und in Schweden ist es normal, dass man die Schuhe auszieht, bevor man eine Wohnung betritt. Dies sind halt zivilisierte Nationen, wo man sich früher am Brunnen mit kaltem Wasser wusch, statt sich wie in Frankreich anstelle der Körperpflege mit Parfüm zu übergiessen. Vielleicht sollte man einfach Socken und Strümpfe ohne Löcher anziehen, wenn man schon mit frisch gebohnerten Schuhen bei den Gastgebern einfindet? 😉

    • Maja Brenner sagt:

      In Frankreich wird ja allgemein auf Sauberkeit nicht viel Wert gelegt.

      • poppy sagt:

        Naja, Frau Brenner, das macht Frankreich und die Romandie ja auch irgendwie sympathisch, nicht wahr? Kein Wunder, dass es das deutsche „putzen“ in der Romandie ins gebräuchliche Vokabular geschaft hat: „putzer“ – ganz böse, aber wirklich nur gaaanz böse Zungen nennen die Deutschschweizerin “ une putzfrau“ 🙂

      • corry sagt:

        Stimmt nicht ganz. Liegt an der Gemeinde. In Bandol, wo wir jedes Jahr sind, werden jeden Morgen die Strassen mit Wasser abgespritzt, Schmutz entfernt, Pflanzen begossen. Total super. Bei mir hier vor der Haustür ist es manchmal der reinste Müllabfall.

      • Hanspeter aus Monthey sagt:

        Ich stelle mir vor, dass mich meine Gastgeber in abgetretenen Latschen begrüssen. Ja wo sind wir denn angelangt. Die Zivilisationsstufe wäre wohl so -5.

    • Tina Balmer sagt:

      Die Schweizer Art kritisieren und dann ausgerechnet FRANKREICH als Massstab nennen? Nicht wirklich, oder? Sie sind wohl noch nicht so weit gereist, denn in vielen asiatischen Ländern ist es völlig normal, die Schuhe auszuziehen. Man bittet zwar nicht darum aber man macht es einfach. Meine Verwandschaft im Ausland, hat superschöne, dicke Teppiche und auch da werden die Schuhe immer ausgezogen. Bei uns zuhause haben wir extra keinen Parkett im allgemeinen Bereich (genau weil es so heikel ist), dennoch ziehen vereinzelte Gäste die Schuhe immer aus. Bei grösseren Ansammlungen verzichten wir aber darauf, da wir danach sowieso den Boden aufwischen und unsere Nachbarn sind selber furchtbar laut (und zwar IMMER). Dennoch ist es fast unmöglich, die Gäste zum Schuhe anbehalten zu bringen.

      • arnold gasser sagt:

        Wir waren 6 Sommer lang in der Bretagne. In diesem Teil Frankreichs kann man wohl sagen, ist der Pudel das Nationaltier und der Hundekot am Boden gehört einfach zum Lokalkolorit.

    • Henriette sagt:

      Das ist genau auch meine Meinung. Ich flehe meine Gäste an, doch bitte ihre Schuhe n i c h t auszuziehen. Ebenso weigere ich mich, meine mit Bedacht zum übrigen Outfit passenden Schuhe vor der Türe zu lassen. Im Winter vertausche ich bei Schnee die Stiefel mit eleganten Pumps. Mein Mann und ich empfangen übrigens unsere Gäste jeweils in Schuhen, unsere Pantoffeln bleiben im Schrank.

  • Kofinas sagt:

    Aus diesem Grund habe ich immer Hygiene-Einmal-Überschuhe vorrätig. 100 Stück davon kosten nicht einmal 5 €. Das macht pro Besucher 10 Cents. Bis jetzt hat sich noch niemand geweigert solche professionellen Einmal-Finken über seine Straßenschuhe anzuziehen…. und unserem guten Parkett ist es auch wohl dabei.

  • Ruth Obrist sagt:

    Die ganze Diskussion zeigt mir, dass wir keine „echten“ Probleme mehr haben!

  • Ursula Haass sagt:

    Neuer Parkettboden – o.k., langjährige Freunde können die Schuhe ausziehen (was ich allerdings bei einer offiziellen Abend-Einladung als eine Zumutung empfinde). Aber die Gastgeber hätten auf der Einladung schreiben müssen, dass man sich Hausschuhe wegen des neuen Bodens mitbringen soll. Denn es ist total unhygienisch, bereits getragene fremde Hausschuhe anziehen zu müssen. In einer Hütte oben auf den Bergen mit Schnee und Matsch ist das o.k., die betritt man sowieso mit dicken Socken.

    • tina sagt:

      es sind doch bloss füsse, die da drin stecken, in den leih-finken. man isst nicht daraus. wie unhygienisch kann denn das sein? aber was weiss ich, ich weiss noch nichtmal was eine offizielle einladung von einer einladiung unterscheidet

      • tina sagt:

        ps: ich besitze keine finken, nicht für mich, nicht für besuch, und mir ist völlig egal ob jemand seine schuhe anbehält oder nicht in meiner wohnung

      • arnold gasser sagt:

        Das kann so unhygienisch sein, dass man sich den Fuss- oder Nagelpilz des Vorträgers holt.

    • Estelle sagt:

      Ach ja? Aber den Strassendreck ins Haus zu ziehen ist dann nicht unhygienisch Frau Haass?

  • Kurt Seiler sagt:

    Ich ziehe häufig sogar die Schuhe in meiner Wohnung nicht aus.
    Ich find das nicht schlimm da ich nicht auf dem Teppich schlafe oder vom Parkett esse.

    • keller sagt:

      putzen sie auch selbst ?

      • 1-800-CallGary sagt:

        Ich putze selbst.
        Und ziehe meine Schuhe nur aus, wenn sie nass sind.
        ( Gilt nicht für Wanderschuhe)
        Ich sage dies Vorbeugend.

    • Sofia Baffo sagt:

      Wäck gruusig! Und finden Sie das nicht unbequem? Finken oder barfuss ist doch angenehmer. Ich möchte ja nicht wissen, wie es bei Ihnen aussieht. Wenn man bei solchen Leuten den Boden feucht reinigt, ist danach das ganze Putzmaterial schwarz (weiss ich aus Erfahrung).

      • Marcus Ballmer sagt:

        „Wäck gruusig“ ist, mit ausgelatschten Finken oder barfuss in der Wohnung herumzugehen. Leute mit Benehmen und Stil tragen Schuhwerk.

      • Sofia Baffo sagt:

        Sie gehen also mit Ihrem Schuhwerk auch auf wertvolle Teppiche? Und wie machen Sie es, wenn Sie aus der Dusche kommen? Gleich wieder ins Schuhwerk schlüpfen oder eher barfuss duch den Dreck (wie es meine Mitbewohner tun)?
        Finken müssen nicht ausgelatscht sein. In Italien findet man z.B. auch ganz präsentable Damenpantoletten, die ich mit stets gepflegten Füssen trage. Das ist auch viel gesünder.

  • Taraxacum sagt:

    Es kommt immer häufiger vor, dass Hundekot unter Straßenschuhen klebt.
    Damit kann man eine Feier verderben. Ich nehme meine Pantoffeln zu Besuchen
    mit, und zwar solche, die noch gut aussehen und nicht fies riechen. Ist doch klar.

  • Regina Probst sagt:

    Ich hab mir vor Jahren gesagt, mit hiesigen Leuten, die von Gästen verlangen, saubere Schuhe (eine Selbstverständlichkeit, dass nur diese gemeint sein sollen) in ihrer Wohnung auszuziehen, muss ich nicht befreundet sein. Bis vor ca 15 Jahren war es nämlich nicht üblich in der Schweiz. Warum schafft man sich einen empfindlichen, sackteuren Boden an, wenn man dann noch „zwangslos Gäste empfangen“ will? In Ländern, wo das immer üblich war, hat s meist hygienische Gründe oder eine Tradition. Wer mich nicht mit meinen sauberen Schuhen (ohne dünne Absätze) in seiner Wohnung will, interessiert sich nicht wirklich dafür, wer die Gäste sind. Immer mehr ziehen Gäste bei mir die Schuhe aus oder bringen was mit – nicht alle lassen sich mehr überreden, sie anzubehalten -bünzlig oder neurotisch?

    • Thomas Berndorfer sagt:

      Es soll ja auch Proleten geben, die ihre Wohnung nicht kaufen, sondern mieten. Hab‘ ich jedenfalls mal irgendwo gehört. Und da kann es auch vorkommen, dass der Nachbar unterhalb keine Freude hat, wenn oben in den Schuhen rumgetrampelt wird.
      Rücksicht ist ja heute Luxus… Und der Parkett wird ja beim Mieterwechsel eh selbstverständlich auf Kosten des Mieters abgeschliffen und neu versiegelt, wenn der sich nicht wehrt.

      • Regina Probst sagt:

        Ich rede von sauberen Schuhen und breiteren Absätzen, das ist bei mir eben eine Selbstverständlichkeit, die Rücksicht auf den Gastgeber. Jemand, der/die bei mir mit nassen, dreckigen Schuhen ist, dem biete ich schon was an, sei es, sie zu putzen oder Ersatz. Und wenn man einen sehr empfindlichen Boden in Miete hat, ist es wieder was anderes. Aber sooo empfindliche Böden tun Vermieter selten rein.

      • arnold gasser sagt:

        Weil Sie natürlich jedes Mal peinlich unter die Schuhe schauen, ob die sauber sind. Und das machen alle anderen auch. Jeder meint, er habe saubere Schuhe. Und plötzlich klebt Kaugummi am Boden oder Hundescheisse oder der klebrige Saft einer Beere oder Harz. Zum Glück kann in Fitnesscentern nicht einfach jeder Dahergekommene mit seinen Strassenlatschen rumtrampeln, nur weil er meint, seine seien halt schon sauber.

  • Jasi sagt:

    Bei uns steht es den Gästen frei, ob sie ihre Schuhe anbehalten oder ausziehen wollen. Bei uns geht erstaunlicherweise die Mehrheit auf Socken über den Parkett. Hausschuhe bieten wir keine an. Ich muss aber sagen, dass eine Freundin in der früheren Wohnung mit ihren Bleistiftabsätzen unzählige kleine Löcher im weichen Parkett hinterlassen hatte und wir keine Freude hatten, als der Vermieter uns deswegen das Mietzinsdepot nicht mehr auszahlte.

  • Baumann Jakob sagt:

    Ganz gescheite Leute, wie wir, nehmen ihre eignen Finken schon von Anfang an selber mit, dann gibt es kein Problem mit Fusspilz oder ähnlichem von anderer Leute Finken………

  • Tabea Schneider sagt:

    Was für eine arrogante und selbsherrliche Haltung von Frau Aeschbach. Aber offenbar kennen sie die Freunde ja nur oberflächlich. Ich respektiere den Wunsch des Gastgebers. Vielleicht auch darum, weil ich nur zu Leuten zu Besuch gehe die ich auch mag gern habe. Pumps sind da so etwas von unwichtig und interessiert niemand. Bleiben sie zu Hause Frau Aeschbach. Das gibt dann bei den Freunden eine viel lockerere Atmosphäre.

  • Egon sagt:

    Was der Stein (Schuh) des Anstosses ist, ist in anderen Laendern Sitte!

  • Dave McWide sagt:

    Ich erkenne zwei Fehler, einerseits vom Gast, der die schweizer Gepflogenheit nicht kennt. Anderseits vom Gastgeber, den Gäste seine getragenen Schuhe aufzuzwingen.
    Ich erinnere mich an einen Text, wo sich ein Deutscher so aufgeregt hatte, dass er seine Schuhe ausziehen musste und sich noch nie so gedemütigt füllte als in dieser Situation. (das kommt davon, wenn Herr Dr. Dr. von und zu Irgendwas denkt man könne Socken mit Löchern anziehen)

  • Widmer sagt:

    Ich kannte Sir Montgomery of El Alamein, General im 2. Weltkrieg. Wenn er zu Besuch kam, brachte er immer seine eignen Pantoffeln mit. Englische Höflichkeit. Zu Besuch bei Japanern zieht man immer die Schuhe aus. immer!
    Ich nehme immer ein paar Socken mit, wenn ich zu Besuch gehe. Das Gleiche erwarte ich von meine Gästen, die ziehen die Schuhe schon automatisch aus 🙂
    Ich möchte keinen Strassenschmutz in meiner Wohnung haben, wo ich barfuss rumlaufe und mein Enkel rumkriecht. Wenn ich dabei an die Spuckerei denke und die Auswürfe von Betrunkenen, von Hundekot gar nicht zu denken. Nicht in meiner Wohnung.

  • Regina Bischof sagt:

    „Das nette Paar sahen wir nie wieder.“ – Konsequenterweise hätten Sie gleich bei der Ankuft die Schuhe anbehalten und wieder gehen sollen.

  • Waldi Noellmer sagt:

    Ja, mich schüttelt es auch jedes Mal, wenn ich als Gast irgendwelche Schlappen überziehen muss, ekelhaft, denn man weiß nie, wer da schon seine Füße reingesteckt hatte.

    Es wundert mich weshalb man dann beim Eintritt nicht auch noch verlangt einen Mundschutz und Einmalhandschuhe überzuziehen?

    Und ein neuer Parkettboden ist wohl kein Argument. Was tun die Gastgeber denn, wenn sie ihre Toiletten neu eingerichtet haben? Dürfen die Gäste dann die Kloschüssel auch nicht benutzen?

    • Heinz H. sagt:

      Der Vergleich hinkt: Ein Kieselstein in der Schuhsohle reicht und der neue Parkett ist im Eimer. Dafür braucht es bei der Toilettenschüssel doch einiges mehr.

    • Christoph Bögli sagt:

      Witzig, dass Ihnen nicht auffällt, wie Sie sich gleich selbst widersprechen: Sich zuerst über die „ekelhaften“ Schlappen enervieren, bloss weil die schon mal jemand an hatte, aber dann den fiktiven Gastgebern einen Hygienefimmel unterstellen? Ziemlich absurd. Aber vielleicht könnten Sie sich ja die Einweghandschuhe über die Socken ziehen damit diese ja nicht mit den toxischen Schlappen in Berührung kommen.

      Im übrigen ist es weltweit gesehen wohl gebräuchlicher, dass man die Schuhe an der Türe auszieht als umgekehrt. Finde ich im Normalfall auch sympathischer. Hausschuhe scheinen mir aber überflüssig, ausser jemand fragt explizit danach.

      • Sabine Meier sagt:

        Treffend formuliert, Herr Bögli!

      • bruno schneider sagt:

        Meine Rede. Und dann siehst du noch all die Leute, die die Sohlen ihrer Schuhe umfassen, wenn sie die Beine übereinandergeschlagen haben. Widerlich.

    • Tina Balmer sagt:

      Besitzen Sie Ihre Wohnung oder sind Sie „nur“ Mieter? Der Parkettboden, der mir seinerzeit am Besten gefiel, kostete 360 Franken pro Quadratmeter, aber nur schon der „Demoblätz“ beim Verkäufer sah schlimm aus, da empfindlich. Schweren Herzens haben wir diesen nur in den Schlafzimmern verlegt, in die allgemeinen Bereiche kamen Platten. Ein etwas schlurfig gehender Gast hat es geschafft, mit einem Kieselstein im Schuh eine Platte zu beschädigen, gleich beim Eingang. Kosten fürs Auswechseln: über 500 Franken. Natürlich behelligen wir Gäste nicht mit solchen Dingen, aber ein etwas hoher Preis für Besuch. In 95% der Fälle werden die Schuhe ausgezogen, bei den Ausnahmen wird kurz um „Kieselsteinkontrolle“ gebeten und am Tag nach der Party der Boden mit Dampf gereinigt.

  • Egon Prosper sagt:

    Wir haben vor und nach der Haustür, sowie vor der Whng und drinnen einen Fußabtreter-Teppich, waschbar. Ja, ich behalte die Straßenschuhe an in der Wohnung. Erst recht, wenn ich Gäste erwarte. Ich habe null Verständnis für das Verhalten dieser „Gastgeber“ (das Wort scheint fehl am Platz). Ja, ich wechsle (meist) im Laufe des Abends zu Hausschuhen (aus Leder!). Aber ohne Frage ist es NICHT in Ordnung, seine Gäste derart zu nötigen. Neues Parkett = keine Einladungen daheim, bis der Parkett normal begehbar ist (wie lang gilt der denn überhaupt als neu?)! Ich hätte ohne zu zögern die Übung abgebrochen, mich dankend und bedauernd verabschiedet, Wein und Blumen mitgenommen und einen schönen Abend zuhause verbracht. In meinen schönsten Schuhen, versteht sich! ;D Aber sowas von!

    • bruno schneider sagt:

      Ist doch keine Nötigung, sondern selbstverständlich, dass man die Strassenschuhe auszieht, wenn man eine Wohnung betritt.

  • Stefan W. sagt:

    Naja, im Prinzip würde ich es so halten, wie es die Gastgeber erwarten. Wenn man in eine Moschee oder einen Hindu-Tempel geht, zieht man ja auch die Schuhe aus. Wieso soll es dann ein Problem sein, wenn man bei jemandem eingeladen ist, der das halt gern so mag? Vielleicht hat das nette Paar ja mal eine Erfahrung mit einem Gast gemacht, der noch Hundedreck an den Schuhen hatte, oder was weiss ich?
    Ich habe keine Probleme damit. Und mit ist es auch egal, ob die Leute bei uns mit oder ohne Schuhe hereinkommen, sofern die Schuhe sauber sind. Die meisten ziehen sie interessanterweise aus. Scheint in Ihrem Bekanntenkreis anders zu sein. Das ist eigentlich noch eine spannende Frage, woran das liegt.

  • Hannes Wanner sagt:

    Frau Aeschbach, Sie haben ja sowas von recht. Eigentlich sollte man solche Gastgeber mit Trainerhose und T-Shirt beehren,passt ja schliesslich zu den Adiletten.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das wär für die Gastgeber vielleicht völlig ok gewesen. Vielleicht sogar weniger störend als wenn jemand sich „in Schale wirft“ und die ach so tollen „schwarzen Pumps“ anzieht, wenn doch eigentlich zu einem „unkomplizierten Beisammensein“ eingeladen wurde..

      • Ms. Hofmann sagt:

        @ Christoph Bögli: mag sein, aber es zeugt auch von einer gewissen Sozialkompetenz, dass wenn ich sehe, dass sich jemand nett angezogen hat, ich der Person nicht gerade die Adiletten anbiete, oder? Das ist einfach gesunder Hausverstand! Gerade wenn man sich zum ersten mal trifft, kann man ja auch mal von seinen Prinzipien abweichen – und vielleicht kommt das Paar das nächste mal angepasster in Jeans und hat seine Finken dabei 🙂

      • Andreas sagt:

        @ChB: Das Beisammensein kann genauso in gepflegter Aufmachung „unkompliziert“ sein. Oder ist Ihrer Meinung nach „unkompliziert“ nur dann möglich, wenn man aufkreuzt, als ob man sich aus Altkleidercontainern bedienen würde? Die „ach so tollen schwarzen Pumps“ scheinen Ihnen übrigens besonders auf die Nerven zu gehen. Könnte es vielleicht sein, dass Ihre Frau/Freundin/Lebenspartnerin/Lebensbschnittspartnerin unfähig ist, darin auch nur einen Schritt zu gehen und ihre Beine schlichtweg auch damit nicht schöner wären?

    • Stéphanie sagt:

      Danke Danke für diesen Artikel!!! , ich bin Französin und finde immer schrecklich wenn ich muss grausige Pantoffel, meistens Grösse 42-44 anziehen muss (habe Grösse 38). Es hat einfach mit Manieren zu tun. Ich ziehe auch immer schöne Schuhe an wenn ich Gastgeberin bin oder als Gast irgendwo gehe. Niemand geht auch in Pantoffel ins Restaurant! Ich Empfänge auch nicht meine Freunde in Trainerhosen. Das mit dem Parkett ist einfach ein Witz: entweder der Boden ist da zum drauf laufen oder man hängt es an die Wand um es anzustarren. Warum Freunde Empfängen und schon an das Putzen zu denken. Also ich schaue lieber auf Schuhe als auf abgenützte Socken die auch mal riechen können! Nochmals Bravo für guten Geschmack!!!
      Sorry für die Grammatik Fehlern

      • Sofia Baffo sagt:

        Cette habitude des français de se faufiler partout avec les chaussures crottées est dégoûtante. Mon adorable colocataire m’a abîmé un tapis merveilleux avec ce que vous appelez « bon goût » !

      • Tina Balmer sagt:

        Même en tant que francophone, il n’est pas nécessaire d’utiliser autant de points d’exclamation… Und wie hiess es nochmals – de gustibus non est disputandum? Guter Geschmack ist, wenn man sich anzupassen weiss. Organisieren Sie sich doch ein paar „Hausballerinas“ und tragen Sie diese ausschliesslich drinnen, bei Einladungen nehmen Sie sie mit. Wenn für Sie Einladungen dazu da sind, Ihren angeblich tadellosen Geschmack vorzuzeigen, empfehle ich Ihnen ohnehin, besser in die Oper zu gehen, da ist man zum sehen und gesehen werden da. Ich habe auch eine Französin in der Familie; wir laden sie ungern ein, da sie JEDES Mal über die Schuhpraxis reklamiert und dann den Rest des Abends über weitere „Faux Pas“ („ich kann den Fisch doch unmöglich ohne ein Fischmesser essen!“) lamentiert.

      • Sofia Baffo sagt:

        @Balmer: Haha! Lustige Verwandtschaft, ganz nach dem Klischee…

    • bruno schneider sagt:

      He, in der Einladun hiess es: «ein fröhliches, unkompliziertes Beisammensein» – da brauchts doch kein „mich ein bisschen in Schale zu werfen“. Und wie schon gesagt, in der Wohnung werden keine Strassenschuhe getragen. Mit oder ohne Teppich.

  • dr house sagt:

    nein, die schuhe anzubehalten ist kein menschenrecht – auch nicht „irgendwie“. es schlichtwegs unhöflich. wir leben in einer zeit wo nicht auf die strasse spucken schon als normal angesehen wird, sondern wo die herren der schöpfung vor allem im alkoholisierten zustand sich noch so gerne gegen eine hauswand oder einen busch erleichtern… das heisst, man kann sehr wohl krankheitskeime in die wohnung schleppen (auch in die eigene).
    wenn man sich schon stylt, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass man neue oder intakte socken/strümpfe trägt oder vielleicht selber ein paar besucherfinken mitnimmt. wo ist das problem?

    • Hans B. sagt:

      Wo das Problem ist? Dass sie es für normal halten, „Besucherfinken“ mitzubringen und andere das als hochgradig neurotisch und bünzlig sehen.
      Ich gehöre zu der zweiten Sorte.

    • Poppy sagt:

      Besucherfinken? Vielleicht sollten Gastgeber, die ihren Parkettboden schonen müssen, gleich bei der Einladung erwähnen: bitte Hausschuhe mitbringen! Ich nehme immer eigene Ballerinas oder im Winter lammfellgefütterte Mokassins mit, damit ich die versifften Finken oder Schlappen die einem meist angeboten werden, nicht anziehen muss, was aber komischerweise auch nicht immer goutiert wird. Wenn ich auch nichts dagegen habe, die Schuhe auszuziehen, so möchte ich mir doch nicht verfusspilzte Schlappen andrehen lassen (eine Zumutung!)

      • Popcorn sagt:

        Na, das sind ja tolle Optionen: Entweder in „versiffte“ Finken steigen oder selber Hausschuhe mitbringen. Auf Einladungen von Gastgebern, die solchen Schwachsinn von mir erwarten, kann ich gerne von ganzem Herzen und für alle Zeit verzichten.

  • Mark sagt:

    Also in Schweden und in Japan ist das ganz normal. Dort bring man als Gast auch seine eigenen Hausschuhe zum Besuch mit.
    Bei uns zuhause ist das jedenfalls schon immer so gewesen – wer will denn schon den Regen-, Matsch- oder Strassendreck im Wohnzimmer haben?
    Tip: es gibt günstige Finken in IKEA, die man den Gästen anbieten kann.

    • arnold gasser sagt:

      Mit der Ikea-Family-Card kosten diese sogar noch weniger.

      Die Ikea-Family-Card weist den Halter als Mitglied der Ikea-Family aus – es kann also jede und jeder Mitglied werden. Eine eigene Family zu haben ist für die Mitgliedschaft keine Voraussetzung und hat damit nichts zu tun. 😉

  • Ms. Hofmann sagt:

    Ich stimme dem absolut zu! Das ist eine schweizer Geschmackslosigkeit gepaart mit Oberbünzlitum, die nicht zu überbieten ist. Und trotzdem noch verbreitet ist…
    Dazu gibt es 3 Regeln, die helfen können:
    1. Gastgeber sollen für ausreichend Möglichkeiten zum Abwischen der Sohlen am Eingang sorgen – sonst auch für Gast unangenehm mit nassen Schuhen einzutreten
    2. Gerade wo empfindlicher Boden bekannt ist, versuche ich, nicht die dünnsten Absätze anzuziehen. Im Gegenzug erwarte auch ich von meinen Gästen, dass sie merken, wenn sich ein Kieselstein in ihre Ledersohle gebissen hat u es entfernen – oder die Dame nicht mit defektem Absatz wo der Metallstift rausschaut über meinen Parkett läuft
    3. Im Winter zur Not eigene Ballerinas dabei u die grossen Stiefel ausziehen – freiwillig aber nur

    • Dani Kobler sagt:

      @ Ms. Hofmann: Sie wissen aber schon das es auch andere Länder gibt wo Schuhe ausziehen normal ist. z.B. Japan. Sind da nun auch Bünzlis? Oder ist derjenige ein Büzli der sich mit etwas neuem schwertut? Und der Oberbünzli ist derjenige der 3 Punkte Regeln verfasst?

      • Ms. Hofmann sagt:

        @ Dani Kobler: haha, ja mit ihrem letzten Punkt haben sie eigentlich tatsächlich einen Punkt gemacht (da nützt mein wahrer Grund für die Aufzählung in der Tat auch nichts…)

        Allerdings: dort wo es eine Landessitte ist, stellt sich die Frage gar nicht und ist völlig iO. Das Problem ist gar nicht das Schuhe ausziehen an sich und von mir aus in Socken rumlaufen, sondern das Aufzwingen eines solchen aus übertriebenem Schutz der Einrichtung der Gastgeber.

        Wenn ich eine Party/Apero/Grillfest bei mir veranstalte, dann bitte ich die Leute ja nie, die Schuhe auszuziehen. Wenn sie dann zu zweit zum Znacht kommen, aber bitte schon. Wo bleibt da die Logik? Freiwillig, weil bequemer ist ja ok, aber darum bitten finde ich nach wie vor sehr „bünzlig“ – und kommt aber auch nicht oft vor.

  • Marek sagt:

    Die Schuhe bei Freunden, ist für mich kein Problem. Ich frage mich nur, ob sie bei sich Zuhause die Strassenschuhe immer anlassen oder obsie zu Finken wechseln, somit wäre ihre Einstellung nur Egoismuss gegenüber den Gastgeber.

  • Martin Wolff sagt:

    Ich als Deutscher kannte das nicht bis ich 1999 in die Schweiz kam. Bei mir gibt es dann meist einen leicht bissigen Kommentar, das meine Wohnung einem Deutschen gehört und dass man seine Schuhe ruhig anlassen könne.

  • Urs Bumann sagt:

    Ich lebe momentan in Finnland. Hier ist es selbstverständlich, dass man den Strassendreck nicht mit den Schuhen ins Haus von Freunden und Bekannten schleppt und natürlich zieht jeder ungefragt seine Schuhe im Eingangsbereich aus.

    • marusca sagt:

      Man könnte wahrlich meinen, alle hätten laufend und haufenweise Dreck an den Schuhen und würden ständig in grüne Auswürfe und Hundekacke treten. Dabei ist es wahrscheinlich eher so, dass gerade der eine oder andere „heikle“ Eidgenosse nicht von meinen Schuhen dreckige Böden kriegt, sondern ich von seinen Böden dreckige Schuhe….

      • arnold gasser sagt:

        Man muss nicht laufend und haufenweise Dreck an den Schuhen haben – einmal reicht und das ist eben schon äusserst eklig – vor allem wenn man das erst in der Wohnung feststellt. Deswegen gilt auch in Turnhallen und im Fitnesscenter, dass man die Schuhe wechselt und nicht einfach mit den Strassenlatschen überall herumgeht.

  • René van Saramacca sagt:

    Zugegeben, ins Alter gekommene Adiletten oder andere Pantoffeln aus zweiter Hand (oder Fuss) möchte ich auch nicht angeboten bekommen. Ich wohne schon lange in Suriname, früher Niederländisch Guyana, hier ist es einfach normal die Schuhe auszuziehen, wenn man ein Haus betritt, eine Selbstverständlichkeit. Bei der Aufforderung, das nicht zu tun fühle ich mich nun beinahe unwohl. Klimatisch bedingt trägt man natürlich keine Socken, die in einem bedenklichen Zustand sein könnten. Schweissfüsse habe ich noch nie angetroffen. Die Menschen sind im Allgemeinen sowieso sehr reinlich. Wo ist das Problem. Barfuss laufen ist gesund.

  • Andrea sagt:

    Liebe Frau Aeschbach, sie schreiben mir aus dem Herzen. Es wirkt nicht eben gastfreundlich, wenn man vor dem Eintreten in die heiligen Hallen genötigt wird, die Schuhe auszuziehen. Schliesslich hat der Mensch den Staubsauger und den Wischmopp erfunden. Was könnte wohl die nächste Stufe an Auflagen sein? Einweg-Handschuhe? Lätzchen? Liebe Gastgeber, entspannt euch!

    • Christoph Bögli sagt:

      Dass man „genötigt“ wird ist natürlich unschön, noch unschöner ist es jedoch, wenn man den Gastgeber in die Situation zwingt, entweder einem mit sowas behelligen oder etwas für ihn unmanierliches schlucken zu müssen. Als guter, höflicher Gast erkundigt man sich nämlich freiwillig nach solchen Haussitten und befolgt diese freundlicherweise auch ohne Aufhebens.

      • Kurt Seiler sagt:

        Ein Gast ist ein Gast und muss sich nicht nach allfälligen dummen Schuhregeln erkundigen.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Kurt Seiler: Tja, wenn Sie das meinen sollen Sie natürlich glücklich werden mit der Einstellung. Wobei solche Egozentriker langfristig das Verhalten als Gast meist nur noch aus der Theorie kennen, weil sie nirgends mehr eingeladen werden. Dürfte wohl auch einen Grund haben, wieso die Autorin nichts mehr von den Gastgebern hörte.

        Im übrigen nähme es mich nun doch wunder, ob Sie das auch sehen wenn es z.B. um ausländische „Gäste“ in unserem Land geht. Denn da fordern meist gerade jene absoluten Gehorsam und striktes Befolgen sämtlicher ungeschriebenen Gastgeberregeln, die bei sich selbst von Gastgebern erwarten, dass sie wie Könige hofiert werden..

  • Colisa sagt:

    Ich finde das auch daneben. Der Gast sollte selber entscheiden. Wenn es draussen regnet und man evtl. auch noch zu Fuss gekommen ist, ist klar dass man die Schuhe auszieht.
    Man stürzt sich in ein schönes Kleid und dann Adiletten oder diese ganz schlimmen Hotelschlappen…geht nicht. Heutzutage hat kaum einer mehr Teppichboden, Parkettboden und Steingut kann man reinigen.

    • Lichtblau sagt:

      Letzte Woche die unsäglichen „pfiffigen“ Kurzhaarfrisuren, heute Leih-Adiletten zum kleinen Schwarzen. Mich wundert es nicht, dass es immer mehr Singles gibt. Dieses völlige Ignorieren von Chic und Ästhetik ist schon sehr deutsche Schweiz.

  • Sandra sagt:

    Wenn von Gästen verlangt wird, dass sie ihre Schuhe ausziehen, dann sollte man das vorher auch so kommunizieren. Ist doch nicht schwierig. Aber den Leuten irgendwelche komischen Hausschuhe andrehen, die dann auch gar nicht zum übrigen Outfit passen, das ist schon etwas schräg! Ich habe bei mir Zuhause auch Parkett, und Parkett ist schon etwas sensibel, da ist schnell mal ein Näggi dran, das dann stört. Also besser vorher kommunizieren, dann kann man Socken mitnehmen oder die eigenen Schlarpen, oder saubere Schuhe.

    • Kurt Seiler sagt:

      Man könnte vorher eigentlich auch kommunizieren, dass Gäste eigentlich nicht willkommen sind.

      • Tony sagt:

        Damit wären wir bei der Frage nach dem richtigen Kommunikationskonzept, resp. Strategie. Vielleicht lohnt es sich den Themencluster „Hausschuhe“ mit einem vorgängigen Mailing schon mal zu primen, vielleicht mit einer FAQ. Das Mailing böte ausserdem die Gelegenheit allfällige Preferenzen bezüglich der weiteren Gesprächsthemen abzuklären.

    • Christoph Bögli sagt:

      Für viele ist es halt völlig normal, dass man seine Schuhe auszieht, ausser es wird explizit etwas anderes kommuniziert. Soll man nun also bei einer lockeren, informellen Einladung nun jedesmal noch einen Dress- und Schuh-Code mitschicken? Ich frage mich wirklich, wie kompliziert und kleinlich sich hier manche anstellen. Zumal es ja explizit eine unkomplizierte Sache sein sollte und keine Schuh-Fashion-Show. Ich finde es jedenfalls trivial, sich bei der Ankunft kurz beim Gastgeber oder den anderen Gästen zu orientieren und dann entweder die Schuhe auszuziehen oder anzulassen, weil das nun sowas von egal und beides absolut kein Problem ist..

      • Marcus Ballmer sagt:

        Das frage ich mich auch, wie kompliziert und kleinlich sich hier manche anstellen, den Gast zu nötigen, seine Schuhe auszuziehen. Zumal eine Einladung ja eine unkomplizierte Sache sein sollte und keine Pflichtübung für die Einhaltung der Gastgeber-Marotten.

  • Peter Vogel sagt:

    Schön, wenn man als Gastgeber offizielle Empfangsräume vorzuweisen hat, die abgetrennt zum Wohnbereich die Gäste beeindrucken.
    99% der Menschen sind aber nicht in der glücklichen Lage.
    Der Anspruch in einem privaten Wohnbereich, womöglich mit guten Teppichen, schmutzige Strassenschuhe zu tragen, ist sicher kein Menschenrecht.
    Er ist eher barbarisch.
    Da können die Stilpäbste noch lange quengeln.
    Auch was in der Schweiz aus praktischen Gründen in Bauernstuben (und auch nur in diesem Bereich) so gehandhabt wurde, ist nicht auf auf Ihre Einladung übertragbar.
    Stellen Sie ihre schönen Schuhe auf Anlässen zur Schau und bringen Sie für private Einladung doch selber welche mit, die garantiert nie mit Hundekot
    in Berührung gekommen sind und auch sonst keine Schäden hinterlassen.

    • Kurt Seiler sagt:

      Sehr schöne Beschreibung des Bünzlitums.
      Der „gute Teppich“ muss keimfrei bleiben.

      • Peter Vogel sagt:

        Wer einen echten Teppich mit Strassenschuhen betreten würde ist der wahre Bünzli.

      • Sofia Baffo sagt:

        Genau, Herr Vogel. Aber der wahre Bünzli weiss wahrscheinlich gar nicht, was man z. B. im Möbel Pfister in der Rubrik „Teppichraritäten“ finden kann. Der Bünzli trampelt dann auf 40’000.- mit dreckigem Schuhwerk herum.

  • Stefan Burger sagt:

    Im Hause des Helvetiers und des Germanen zieht man seine Schuhe aus. Genauso bei den Beduinen im Wüstenzelt und bei den Romas, egal ob im Steinhaus oder im Wohnwagen. Die Franzosen und Italiener ergrauen bei solchen Socken-Sitten. Aber gut: Jedem Volk seine Gepflogenheiten, die ja zum Teil auch klimatisch bedingt sind. Regenmatsch auf dem Mokett ist halt nicht kokett. und Wüstensand stört wirklich aufm Teppichrand.

    • marusca sagt:

      Ich kann Silvia Aeschbacher nicht verstehen…. jedenfalls wäre ICH gar nicht bis zur „riesigen Couch“ gekommen. Mir an der Haustüre erst mit grausigem Finkenwerk vor der Nase herumfuchteln lassen und mich dann nach solcher Körperverletzung listig zu Prosecco und Smaltalk einladen? Das fehlte ja grade noch! Wer mich mit (stets eleganten) Schuhen nicht will, kriegt mich auch ohne nicht. Ich hätte das unwirtliche Haus sofort, fluchtartig und auf Nimmerwiedersehen verlassen. Ausser in der Moschee, im Bett und dereinst im Sarg bleiben meine Schuhe an den Füssen. Basta!

    • Urs sagt:

      Stimmt nicht ganz, in der Westschweiz habe ich noch nie irgendwo oder irgendwann Schuhe ausziehen müssen. Das Thema interessiert dort niemanden.

Kommentar

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