Ist Homosexualität angeboren?

Angeboren oder anerzogen: Die unsere sexuelle Orientierung beeinflussenden Faktoren sind komplex. Foto: Raisa Durandi

Liebe Frau Burri, wann und wie entsteht die sexuelle Orientierung eines jeden Einzelnen?

Diese Frage nach dem Ursprung beschäftigt Wissenschaftler seit gut einem Jahrhundert und nach wie vor herrscht darüber kein Konsens. Die sexuelle Orientierung sollte als fluides Kontinuum angesehen werden. Fluide deswegen, weil es über die Lebensspanne hinweg zu Veränderungen kommen kann. Gerade was die Homosexualität angeht, wird weiterhin hitzig diskutiert, ob es sich um eine angeborene Neigung handelt oder doch eher auf die Erziehung und/oder auf bestimmte Erfahrungen zurückzuführen ist.

Schon 1993 postulierte Dean Hamer das «Schwulen-Gen» entdeckt zu haben, allerdings konnten die Befunde in den folgenden Jahren nicht repliziert werden. Dennoch gab es seither viele Hinweise darauf, dass genetische Faktoren bei der Entwicklung der sexuellen Orientierung mit am Werk sind – bei Frau und Mann. So zeigen Zwillingsstudien konsistent eine gewisse Erblichkeit der sexuellen Orientierung. Zudem gelang es einer Anzahl neuerer Studien, bestimmte Bereiche des Erbguts zu identifizieren, die mit eine Rolle spielen könnten.

«Vermännlichung» im Mutterleib

Der neuste Trend geht Richtung Epigenetik, bei der nicht Gene, sondern die Genregulation zentral ist und deren Effekt der genetischen Vererbung gleicht. Die Forschung fokussiert hier jedoch praktisch ausschliesslich auf Schwule. Nach wie vor umstritten ist, inwieweit psychosoziale Faktoren die sexuelle Ausrichtung mitbestimmen. Gegen einen solchen Einfluss spricht beispielsweise, dass die Erziehung durch homosexuelle Eltern zu keiner Häufung von Homosexualität bei den Kindern führt. Klar ist, dass die die sexuelle Orientierung beeinflussenden Faktoren sehr komplex sind und eine Mischung aus genetischen und Umweltfaktoren am wahrscheinlichen zu sein scheint. Zu den möglichen Umweltfaktoren fürs Lesbischsein etwa gehört die pränatale Hormonexposition im Mutterleib, bei der das Sexualhormon Testosteron zu einer «Vermännlichung» des Gehirns und in der Folge zu männlichem Paarungsverhalten führt.

Dennoch wissen wir heutzutage klarer, wie die Homosexualität nicht entsteht. Einige veraltete Theorien aus der Vergangenheit können nämlich getrost ignoriert werden: Dass etwa der Wunsch der Eltern, lieber ein Mädchen zu haben, eine Rolle spielen würde – und dies aus dem Sohn einen Homosexuellen machen würde. Oder, dass Homosexualität durch eine übermässige Mutterbindung entstehe oder die Homosexualität die Folge von Genitalspielen mit Geschwistern sei.

Selbstvorwürfe der Eltern

Die Unsicherheit bezüglich der Entstehung hat sowohl positive wie auch negative Aspekte. Für viele Eltern ist die Vorstellung hilfreich, Homosexualität sei angeboren, da es sie von Selbstvorwürfen entlastet. Gleichzeitig fürchten viele, dass die Entdeckung eines «Homosexuellen-Gens» dazu führen könnte, dieses Gen zu eliminieren. Fazit: Bisher gibt es keine befriedigende abschliessende Erklärung für die Entstehung der sexuellen Orientierung. Sie ist ein integraler und natürlicher Bestandteil des Menschseins, egal in welche Richtung die Ausprägung geht.

Sexualwissenschaftlerin Andrea Burri beantwortet einmal wöchentlich eine Leserfrage zum Thema Sexualität und Liebe. Diese wird vertraulich behandelt und ohne Namensnennung publiziert. Schreiben Sie uns auf sexologisch@tages-anzeiger.ch.

55 Kommentare zu «Ist Homosexualität angeboren?»

  • Michael sagt:

    Der Mensch ist was er ist ! Der eine hat blonde Haare, die eine wird 187,98 cm gross. Wird alles durch die 3.3 Milliarden Basenpaare unseres Genoms gesteuert. Glücklicherweise sind grosse Teile dieses Bauplanes fix, so sind die Füsse immer unten und der Kopf immer oben. Andere Dinge halt nicht. Dazu gehört eben, das man die Farbe Rot gut findet oder auch, das man das eigene Geschlecht attraktiver als das andere findet. Und ?

  • Andreas Stucki sagt:

    Sie vergessen die Homosexualität im Tierreich (die m.W. keine «Erziehung» im klassichen Sinne geniessen…). Und Eltern sollten sich für ihre homosexuellen Kinder keine Vorwürfe machen, sondern sich daran erfreuen, in grosser Mehrheit sehr wachsame und fürsorgliche Menschen auf die Welt gestellt zu haben.

  • Sarah Fravi sagt:

    Warum soll Homosexualitaet krank sein? Wer hat das bestimmt? Wieso muss sich der Mensch in nur zwei Kategorien einteilen lassen? – Der Mensch ist vermutlich das komplizierteste Wesen auf der Welt. Da gibt es nicht nur Blau und Rosa, sondern alle Farben und Mischungen. Ob nun Busen oder Glied (oder beides), das alleine bestimmt nicht, wer und was ein Mensch ist. Wir sollten das akzeptieren und uns freuen ueber die Vielfalt, die uns dargeboten wird. Und ob nun Frau sich als Mann kleidet oder Mann als Frau, das ist ebenfalls Geschmacksache des Individuums und sollte ebenfalls respektiert werden. Einverstanden? Und dann haben wir eine wunderbare Welt.

  • Silver Apples of the Moon sagt:

    Also, liebe studierte Frau der klinischen Psychologie. Auch wenn Sie in Finnland, meinem Heimatland, studiert haben, so muss ich Ihnen sagen, dass Sie auf dem Holzweg sind. Weder Bi- oder Homosexualität noch irgendeine Form von Trans* hat irgendetwas mit Genen zu tun. Diesbezüglich gibt es keine Vererblichkeit. Stattdessen hat es einzig und allein mit der Entwicklung des Gehirns zu tun, die nicht selten seine eigenen Wege geht. Mag ein Teil der Evolution sein. Vielmehr haben Hormone einen Einfluss, und diese sind bei jeder Schwangerschaft schwankend. Wann welche Hormone auf den Fötus einwirken geschieht nach einem ungefähren, jedoch nicht strikten Plan. Es lässt sich nie voraussagen, wie das Kind, das 9 Monate später zur Welt kommt, fühlt. Verlassen Sie den Holzweg, er führt ins Leere.

    • Felix Stern sagt:

      Hört sich ziemlich dogmatisch verpeilt an. Vor allem aber: woher wollen Sie das mit dieser absolutistischen Sicherheit wissen, wie die Homosexualität entsteht?

    • Christoph Bögli sagt:

      Blöd nur, dass die Embryonalentwicklung inkl. Gehirn wie die Hormone und andere Botenstoffe im Allgemeinen natürlich auf dem Genom und dessen Expression beruht. Welche ihrerseits durch die Genregulation und -aktivität gesteuert wird, die sowohl von genetischen wie epigenetischen als auch direkten Umweltfaktoren beeinflusst wird. Das Ganze ist letztlich ein riesiges Feedback-System, bei welchem das Genom und die Umwelt in einem ständigen Hin-und-Her zu einem bestimmten Phänotyp führen.

      Was sicher falsch ist: Zu behaupten, es gäbe „Schwulen-Gen“ o.ä. Komplexe Merkmale, zu welchen sexuelle Präferenzen und Verhalten definitiv gehören, sind nie einfach so genetisch determiniert wie die Blutgruppe. Aber genau so falsch ist es, zu meinen, das hätte nichts mit Genen zu tun.

  • R. Wenger sagt:

    Homosexualität liegt in den Genen, vergleichbar mit Linkshändigkeit. Der Mensch hat keine Entscheidungsmöglichkeit. Er ist das, was er ist.

  • Peter Reich sagt:

    Das ist doch Unsinn. Homosexualität ist einfach eine Krankheit. Wie sie entsteht und wie man sie heilen kann, weiss offensichtlich niemand. Schon Michel Sardou singt in einem seiner Chansons „Un garçon qui aime un garçon c’est une maladie ordinaire“

    • Christoph Bögli sagt:

      Nur weil irgendein komischer Vogel ein peinliches Liedchen schreibt, wird irgendeine Behauptung nicht wahrer. Es gibt keine hinreichende Grundlage, um Homosexualität als Krankheit einzustufen, schon alleine deswegen, weil keine diagnostizierbare Störung oder klar definierbare Symptome vorliegen. Ebenso gibt es keinen Leidensdruck, der so etwas notwendig machen würde. „Krankheit“ dient in diesem Kontext darum nur als abwertende Bezeichnung und suggeriert, dass die Betroffenen irgendwie „geheilt“ werden müssten..

    • Ingo sagt:

      Wozu sollte man sie heilen? Oder warum sollte man den Leuten, die NICHT darunter leiden, einbleuen sie seien krank und beduerften der Heilung?
      Man kann die Leute auch krankREDEN.

  • Alexander sagt:

    „Für viele Eltern ist die Vorstellung hilfreich, Homosexualität sei angeboren, da es sie von Selbstvorwürfen entlastet.“

    Die Frage sollte doch sein wieso sich Eltern deswegen Vorwürfe machen sollten. Hier wird einem ja Homophobie untergejubelt dass man davon schwindelig wird. Viel wichtiger als woher Hetero/Homosexualität kommt ist nämlich wie wir damit umgehen.

  • Sonja sagt:

    Wie entsteht Heterosexualität? Herrje, nur weil homosexuell fühlende Menschen in der Minderzahl sind, wird diese Frage immer wieder erörtert. Spielt denn das eine so grosse Rolle?

  • Bi sagt:

    Homosexualität sind Energien, Gedanken, Emotionen etc. denen man sich öffnet oder eben nicht.

  • Katharina sagt:

    „Umweltfaktoren fürs Lesbischsein etwa gehört die pränatale Hormonexposition im Mutterleib, bei der das Sexualhormon Testosteron zu einer «Vermännlichung» des Gehirns und in der Folge zu männlichem Paarungsverhalten führt.“

    Also ich lache immer noch über den Satz. männliches Paarungsverhalten… also echt jetzt.

    Tatsache ist, dass zwischen dem Gehirn einer Frau und demjenigen eines Mannes keine Unterschiede bestehen.

    • Felix Stern sagt:

      „Tatsache ist, dass zwischen dem Gehirn einer Frau und demjenigen eines Mannes keine Unterschiede betshen.“ Das mag in der Dogmatik des Radikalfeminismus und der marxistischen Gleichmacherei stimmen. Mit der realität hat diese Tatsache nichts zu tun, was alle gesunden Männer und Frauen jeden Tag beobachten.

  • Anh Toàn sagt:

    Nur bei der Sexualität machen wir eine künstliche Trennung der Menschen, wir könnten die Menschen ja auch in Schokolade- oder Vanilleeis Bevorzuger trennen.

    • Anh Toàn sagt:

      Dann könnten wir wissenschaftlich untersuchen, ob die Vorliebe für Vanille genetisch bedingt ist.

      • Katharina sagt:

        Pistache Eis ist es bei mir. Muss eine Frühkindliche Exposition sein: Mit ner Vespa zur Gelateria am Strand von Rimini fahren. Die Vespa war wohl in türkis lackiert.

  • Thales Von Milet sagt:

    @Vierauge: Absolut korrekt erkannt! Wie viel sinnvoller wäre es doch, statt sich darüber die Gehirnwindungen zu verknoten woher und warum und sowieso, uns darüber Gedanken zu machen, wie wir etwas Sinvolles daraus machen könnten, dass es etwa 5-10% gleichgeschlechtlich ausgerichtete Menschen gibt und wir vielleicht auch aufhören sollten diese auszugrenzen oder gar zu diskriminieren…

  • Hans sagt:

    Natürlich gab es (sehr wenige) Momente in meinem Leben, in denen ich mich gefragt habe, warum gerade ich schwul geworden bin und ob da mal irgendwas „schiefgelaufen“ ist. Rückblickend und seit 25 Jahren in einer Beziehung mit meinem Mann hätte ich es nicht besser treffen können. Ich bin gerne schwul, auch wenn mir der Staat zwar die gleichen Pflichten, aber weniger Rechte als Heteros auferlegt. Weder hatte ich je Probleme im Militär (Hptm), im Beruf (Informatiker), in der Partei (SVP) noch mit der Familie, Nachbarn usw. Im Gegenteil – selbst die Homophobesten unter ihnen finden es inzwischen cool, mich in ihrem Bekanntenkreis zu haben.

    Also – wieso um alles in der Welt sollte ich mir heute Gedanken machen, warum und weshalb ich schwul bin?

    • Samuel Müller sagt:

      Hans, ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Einstellung und hoffe, dass Sie mit Ihrem Mann weiterhin ein erfülltes und glückliches Leben führen dürfen.

      (Die Sache mit der SVP sollten Sie aber nochmals überdenken:-).

  • Ingo sagt:

    Warum sollte es ein spezielles Schwulen-Gen geben? Was soll denn an männlich-homosexueller Begierde anders sein als an weiblich-heterosexueller Begierde? Schwule Männer stehen auf Männer… heterosexuelle Frauen stehen auf Männer… voila: es wird wohl ganz einfach DASSELBE Gen sein…dann kann man auch kein „Schwulen-Gen“ finden. Manchmal kann die Erklärung ganz simpel sein…

  • Bea sagt:

    Bei allen Homosexuellen die ich kenne, liegt eine Fixierung auf die Mutter vor,
    der Vater ist, obwohl anwesend, inexistent, wurde auch von der Mutter nicht als Mann anerkannt.

    • Jane Bissig sagt:

      Uii, wie viele kennen Sie denn? Und wie genau kommen Sie zu der Aussagre? Und können Sie ähnliche Aussagen auch zu Heterosexuellen machen?

      • Bea sagt:

        Frau Bissig, liegen Ihnen Untersuchungsergebnisse zu diesem Gebiet vor, wenn ja, bitte um Bekanntgabe – danke.

        Meine Beobachtung bezog sich explizit auf mir bekannte Homosexuelle und ihr Umfeld, – nicht mehr und nicht weniger.
        Nomen est Omen Frau Bissig!

    • Ingo sagt:

      Ich bin homosexuell und habe keine Fixierung auf meine Mutter. Was nun? Bin ich in der Minderheit?

      • Vierauge sagt:

        ich kenne eine lesbische Frau, die ebenfalls ganz sicher keine Mutterfixierung hat.
        aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Theorie damit widerlegt, Bea.

  • Ray sagt:

    Ich lebe seit 5 Jahren auf den Philippinen. Hier gibt es sehr viele Schwule. Sie mutieren oft (oberhalb der Gürtellinie) zu den allerschönsten Frauen!
    Man munkelt, dies sei wegen den Hormonen, mit denen man die Hühner füttert für schnelles Wachstum. Hier wird nach Reis viel Huhn und Ei gegessen. (Das Selbe in Thailand.)

    • Matthias sagt:

      Das sind keine Schwule sondern Transsexuelle und die essen nicht viel Huhn, sondern nehmen vom Arzt verschriebene oder auf dem Schwarzmarkt gekauft Hormone. Mutieren ist hier auch völlig deplatziert, da die Veränderung nichts mit Genetik zu tun hat.

  • Rodney sagt:

    Wie wird doch immer darauf gepocht, dass Homosexuelle so geboren wurden. Das scheint kein Fakt zu sein. Vielen Dank für das neutralisieren dieser Fake-News

    • Christoph Bögli sagt:

      „Angeboren“ ist sowieso kein wissenschaftlicher Begriff, noch nicht einmal ein klar definierter. Weshalb das alles oder nichts bedeuten kann. In dem Kontext ging es aber immer schlicht darum, die Pseudo-Theorien, dass Homosexualität eine „Phase“ oder „Krankheit“ wäre, die sich „heilen“/“austreiben“ liesse, eindeutig als Unsinn zu entlarven.

      Im übrigen, ob Homosexualität nun genetisch, epigenetisch bzw. als Teil der Embryonalentwicklung determiniert wird, oder als Mischung daraus, „angeboren“ wäre es in jedem Fall. Und selbst wenn spätere Umweltfaktoren eine Rolle spielen, so what? Die Frage ist ja eher, wieso manche derart verbissen zu behaupten versuchen, dass Homosexualität nicht „angeboren“ wäre..

    • Hotel Papa sagt:

      Um es mit Stephen Fry zu sagen: Praktisch alle höheren Tiere kennen Homosexualität. Homophobie kennt nur der Mensch.

      Dass Homosexualität direkt ins Genom geschrieben wird, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. So ein Zug würde sich sehr schnell herauszüchten. Angeboren kann es immer noch sein. Und was heisst schon angeboren: Sexualität gerichtet auf ein Gegenüber entwickelt sich ja erst später im Leben.

      • Ingo sagt:

        „Dass Homosexualität direkt ins Genom geschrieben wird, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. So ein Zug würde sich sehr schnell herauszüchten.“
        Denkfehler: Nicht Homosexualität, sondern die sexuelle Ausrichtung auf ein Geschlecht hin kann doch sehr wohl ins Genom geschrieben werden.
        Was soll an einem männlich-homosexuellen Genom anders sein als an einem weiblich-heterosexuellen Genom? Es kann doch einfach ein Genom sein, welches das später begehrte Geschlecht bestimmt. Oder erbt ein schwuler Mann etwas keine Genome seiner Mutter sondern sämtliche Genome seines Vaters und eine Frau nur sämtliche Genome ihrer Mutter?
        Oder sind genetische Eigenschaften wie die Haar- oder Augenfarbe auch am Geschlecht geknuepft?
        Manchmal kann die Erklärung ganz einfach sein.

    • Jürga Grunder sagt:

      Die „Gesundbeter“ freuen sich sicher auch. Allerdings bewiesen ist auch nicht das Gegenteil.
      Zitat des Artikels:
      „Zu den möglichen Umweltfaktoren fürs Lesbischsein etwa gehört die pränatale Hormonexposition im Mutterleib, bei der das Sexualhormon Testosteron zu einer «Vermännlichung» des Gehirns und in der Folge zu männlichem Paarungsverhalten führt.“

    • Markus Kaufmann sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass Fake-News neutralisiert wurden? Ich lese in diesem Artikel nur, dass die Ursachen nicht geklärt sind.

  • Roland K. Moser sagt:

    Homosexualität ist eine Fremdbesetzung.
    Ein Schamane wird dagegen helfen können.

    • Zora sagt:

      Ogott. Und SIE bestimmen, was fremd und was eigen ist, gell. Ich kenne den Schamanismus von innen und eine solch reaktionäre Haltung ist mir noch nie begegnet. Etwa 5-10% der Menschen sind gleichgeschlechtlich orientiert. Weshalb sollte das jemanden stören? Sagen Sie mir EINEN Grund dagegen.

      • tststs sagt:

        Homo- resp. auch Heterosexualität ist immer fremdbesetzt.
        Ansonsten spräche man von Masturbation/Autosexualität.
        😉

      • Roland K. Moser sagt:

        Haben Sie meinen Kommentar überhaupt verstanden?

      • Roland K. Moser sagt:

        Haben Sie meinen Kommentar verstanden?

      • Roland K. Moser sagt:

        Ich kann Zora nicht antworten.

      • Chris sagt:

        Jedes „normale“ Lebewesen versucht seine Gene weiterzugeben, für mich ein Naturgesetz. Dies war ein Lebensziel von mir und nach langem suchen habe ich die richtige Frau gefunden und 2 wunderbare Söhne erhalten. Aus meiner früheren Clique sind einige Schwul geworden, andere sind leider als Heuchler durchgefallen. Keiner von all denen konnte mein natürliches Lebensziel anerkennen und sie versuchen noch immer meine gesunde Lebenseinstellung als veraltet und nicht lebenswert darzustellen! Irgendwie krank, oder?!

      • Hotel Papa sagt:

        Heute stehen in der Menschheit nicht mehr Gene im Wettbewerb, sondern Ideen. Und um die weiterzugeben ist keine Fortpflanzung nötig.
        .
        Und wenn man sich die Überbevölkerte Erde ansieht, muss man um jedeN froh sein, der/die nicht züchtet.
        .
        (Jetzt müssen nur noch die Ökonomen endlich ihre zukunfstgerichtete Arbeit machen und herausklamüsern, wie eine Wirtschaft aussieht, die ohne Katastrophen schrumpft.)

      • Anh Toàn sagt:

        @Chris „Jedes „normale“ Lebewesen versucht seine Gene weiterzugeben,…“

        Echt jetzt, Sie glauben, der Löwe, welche auf die Löwin steigt, denkt über seine Gene und deren Weitergabe nach?

      • Anh Toàn sagt:

        @Chris: Nachdem die zweite Söhne geboren waren, hatten Sie keinen Sex mehr, nehme ich an, gab ja keinen Grund mehr dazu.

      • Anh Toàn sagt:

        @Hotel Papa Um seine Gene weiter zu geben, ist heute Sex nicht mehr notwendig, der Onkel Doggter kann dies viel zuverlässiger (und hygienischer)

    • Roland K. Moser sagt:

      @ Zora
      Dann weisst Du ja, was eine Fremdbesetzung ist.

    • Ingo sagt:

      Im Umkehrschluss hiesse das: Homosexualitaet ist erlernt, anerzogen, ausgesucht, oder was auch immer.
      Und das stimmt eben NICHT, denn DAS sind „Fake News“.
      Warum sollen sich Homosexuelle, die WISSEN, dass sie sich die sexuelle Orientierung eben NICHT ausgesucht haben, sich darin belehren lassen, dass es anders sei? Das ist so absurd als ob ein Blinder einem Sehenden erklaeren will, was ein Regenbogen ist.
      Warum müssen sich Homosexuelle immer rechtfertigen so zu sein wie sie sind?
      Bei Heterosexuellen kommt keiner auf die Idee zu hinterfragen, ob dies angeboren ist. Heterosexuelle muessen sich nie rechtfertigen so zu sein oder vorwerfen lassen, sie haetten sich das ja nur ausgesucht.
      Ist es etwa zuviel verlangt, sich nicht mehr rechtfertigen zu muessen?

    • Jürga Grunder sagt:

      Ich verstehe Ihren Beitrag als ironisch. Korrekt?

  • Dominique Kim sagt:

    Was nicht expizit erwähnt wird: hat man schon einmal die nicht vorhandene emotionale Bindung zwischen Vater und Kind untersucht? Also ich meine wenn das Kind zum Vater entweder fast keinen Kontakt hat(te) (Trennung, früher Tod), oder ein präsenter Vater dem Kind keine Gefühle zeigt (Umarmung, Zärtlichkeiten, Affirmationen etc.)? Letzteres ist mein Fall, und könnte sehr interessantes erzählen zum Thema (kein Platz hier).

    • Reincarnation of XY sagt:

      Das sind einfache Erklärungsmuster Dominique, und bei einigen (wie evt. bei ihnen) scheinen sie genau zuzutreffen. Aber bei 100 anderen, die ebenfalls ein so geartetes Verhältnis zu ihrem Vater hatten, ist es nicht so.
      Was immer Sie erfahren haben und wie immer es auf Sie gewirkt hat, psychosoziale Faktoren, haben nicht bei allen Menschen die gleichen Auswirkungen.

      Das Menschsein ist einfach noch eine Spur komplexer und das ist vielleicht auch gut so.

      • Vierauge sagt:

        das stimmt, und es stimmt auch für allerhand andere persönlichen Eigenschaften, nicht nur für die sexuelle Orientierung.

        Was mich eher interessieren würde: wie gehen wir damit um? Ich hab mir auch nicht rausgesucht, hetero zu sein, ebensowenig wie die Homosexuellen, die ich persönlich kenne, und ändern können wir das jeweils auch nicht. Also machen wir etwas sinnvolles draus.

    • Ingo sagt:

      Vielleicht weil die Theorie schon altbacken ist und ausdiskutiert wurde?
      Letztendlich dienen solche Erklaerungsversuche immer nur dazu, eine Entschuldigung fuer seine Homosexualitaet zu finden, weil man sie nicht akzeptieren kann oder will.
      Nach dem 2. Weltkrieg sind sehr viele Kinder ohne Vater aufgewachsen. Demnach muesste es in der Generation eine sehr hohe Schwulenrate geben.
      Zum anderen wurden die Kinder bis vor 2-3 Generationen noch von ihren Eltern gezuechtigt. Da war nichts mit Umarmungen oder Zaertlichkeiten seitens der strengen Eltern.

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