Der Körperwahn wird immer extremer

Weekend ready wearing my new fav 👙 @amoreandsorvete

Ein von Emily Ratajkowski (@emrata) gepostetes Foto am

Sie ist eine Schönheit. Wenn da nicht ihre vertikale Kluft am Bauch wäre. Mit dieser Spalte sieht der braun gebrannte Oberkörper des Models Emily Ratajkowski aus wie ein dünnes Weggli, das im Ofen nicht aufgegangen ist. Die Hungerhysterie im Internet hat mit der Amerikanerin wieder einmal einen neuen Höhepunkt erreicht. Um diese Bindegewebenaht nämlich sichtbar zu machen, muss man nicht nur total trainiert, sondern auch total mager sein. Das neue Objekt der Begierde ist jetzt also der sogenannte Ab-Crack, und viele eifern auf Instagram diesem neuen Trend nach.

Wie bei vielen neuen Internet-Hypes wird hier die Abwesenheit von Fleisch an einer bestimmten Stelle des Körpers bejubelt. Bisher bekannt: Wer unter #tighgap Fotos postet, will einer möglichst grossen Lücke zwischen schmalen Oberschenkeln huldigen, bei der #bikinibridge ist frau stolz darauf, wenn das Höschen nur auf den Hüftknochen liegt. Die #bellybuttonchallenge ist ein ebenso abgedrehtes Phänomen. Dabei muss man seinen Arm hinter dem Rücken um die Taille führen und so den Bauchnabel berühren. Bei Asiatinnen besonders beliebt ist die «Herausforderung» #a4waist. Dabei soll die Taille hinter einem hochformatigen A4-Blatt verschwinden.

Nun kann man ja durchaus der Ansicht sein, es sei jeder selbst überlassen, wie sie ihren Körper präsentieren will. Aber in diesem Zusammenhang frage ich mich: Warum sind es heute die krassen Gegensätze, die medial so ziehen? Um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen, sind nur noch Extreme gefragt. Natürlich ist für die meisten Frauen mager zu sein viel erstrebenswerter, als fett zu sein, aber auch die wirklich Dicken rüsten auf.

Auch richtig Dicke haben Follower

Tess Holliday wiegt 117 Kilo und gilt als das fülligste Übergrössen-Model der Welt. Sich selber sieht Tess als Galionsfigur einer Bewegung gegen den Schönheitsterror. Und sie hat Erfolg, ist sie doch bei der angesehenen britischen Modelagentur Milk Management unter Vertrag. Sie soll das dickste Plus-Size-Model mit Grösse 50 sein. Auf Instagram folgen der 1,67 Meter grossen Amerikanerin fast 500’000 Follower, und Tess Holliday wird nicht müde, zu betonen, wie schön sie sich selber findet, und wie glücklich sie über ihren Körper sei.

Wissen Sie was? Ich glaube ihr kein Wort. Vielleicht gefällt sie sich, wenn ein Dutzend Stylisten sie hergerichtet haben und sie einen Filter über ihre Fotos zieht, aber wenn sie am Morgen ungeschminkt im Bad steht, wird sich ihre Zufriedenheit in Grenzen halten. Ganz zu schweigen von den Gefahren, die eine solche Fettsucht mit sich bringt. Aber auch Emily Ratajkowski wird nicht jeden Tag Jubelschreie über ihren dünnen Körper ausstossen – mit den Kalorien, die sie zu sich nimmt, wird ihr die Kraft dazu fehlen.

Ich sehne mich nach etwas Normalität in den Medien. Langweilig, finden Sie? In der Tat: Da gibt es jenes zynische Argument, dass Frauen gar nicht andere Frauen sehen wollen, die so aussehen wie sie selber. Ich gehöre da nicht dazu. Mich nimmt es wunder, wie in einem Magazin meine favorisierte Jeans an einer Grösse 40 oder 42 aussehen würde. Ich warte jetzt also mal darauf, dass sich unter #normalbody auch Tausende von Bildern finden. Schliesslich brauchen stinknormale Frauen wie ich auch eine Identifikationsmöglichkeit.

57 Kommentare zu «Der Körperwahn wird immer extremer»

  • Agnes sagt:

    „Ab-Crack – Um diese Bindegewebenaht nämlich sichtbar zu machen, muss man nicht nur total trainiert, sondern auch total mager sein. “
    Wie gut ist das recherchiert??

    Ich habe diese Rille am Bauch auch, bin 158cm gross und 57kg schwer, also nichts von mager. Und seit 2011 kann ich wegen einer OP nicht mehr joggen und für Sport habe ich seit drei Jahren keine Zeit mehr.

  • irene feldmann sagt:

    Die vielfaeltigkeit der koerper ist ein geschenk, ob gesund oder krank, ob syntetisch oder natuerlich….stellt euch vor alle wuerden gleich aussehen, da muesste man sich ja echten problemen stellen wie welthunger und kriegen*

  • Eduardo sagt:

    Nun ja, früher oder später macht jeder und jede die Erfahrung, dass junge, schöne Menschen in der Liebe und anderswo nun mal weitaus gefragter sind als alte, unschöne. Das ist ebenso wie das Altern und der Tod allerhöchst unerfreulich, aber die Natur interessiert sich absolut nicht für menschliche Moral.

    Auch den Beauties und Beaus wie Tanja Ratajkowski oder Brad Pitt steht die Hölle der Alters bevor. Und nein, ich freue mich nicht darüber.

  • Janine Meier sagt:

    Beim Anblick der fetten Frau könnte es einem übel werden.

  • chan rodt sagt:

    Wieso denken Sie, Sie hätten den Massstab für Normalität gepachtet? Und wieso massen Sie sich an, öffentlich darüber zu urteilen wie diese Frauen “wirklich“ über Ihren eigenen Körper denken müssen? Verbunden mit diesem scheinheiligen Argument, dass das nicht gesund sein kann – keinen Moment glaube ich Ihnen, dass es Ihnen um die Gesundheit dieser Frauen geht. Wenn, dann haben Sie ausser Acht gelassen, dass die konstante Beurteilung von aussen, von Leute wie Ihnen, für die Gesundheit auch nicht gerade zuträglich ist. Wenn Sie von Körpern, die nicht Ihrer Vorstellung eines “richtigen“ Körpers entsprechen, so sehr abgestossen sind, bitte scrollen Sie das nächste Mal doch einfach weiter, Sie finden bestimmt noch einen, der es Ihrer Meinung nach verdient hat gezeigt zu werden.

    • edith schmidt sagt:

      warum so boshaft? rollen sie doch weiter und lesen sie artikel die sie nicht so auf die palme bringen.. pressefreiheit ist ein geniales gut ! klar ihre meinung gehört auch in diese spalte! aber wie gesagt es könnte weniger boshaft sein! sachliche und objektive kritik braucht aber etwas empathie… edith schmidt

      • chan rodt sagt:

        Ja Pressefreiheit ist toll, da gebe ich Ihnen absolut recht und daran habe ich auch mit keinem Wort gerüttelt. Aber wenn man diese nutzt, um darüber zu urteilen welche Körper gut sind, welche nicht, welche Platz in der Öffentlichkeit verdient haben, welche nicht, dann sollte man mit Gegenwind rechnen, denn auch das ist weder objektiv noch sachlich (noch konstruktiv). Und vor allem nicht empathisch.

  • Peter sagt:

    Immer wieder bemühend, Kommentare über Körpergewicht zu lesen. Da wird gesagt „Jeder Mensch hat das Recht, sich schön zu finden..“ gefolgt von“aber ich habe ebenso das Recht, schön zu finden, wen ich will.“ oder „Aber bei der dicken Frau,das geht gar nicht.Wie wäre es mit abnehmen .Beim Essen gezielt darauf achten und Sport treiben.“ und „Emily hat einen absoluten Traumkörper. Perfekt. Ich als Mann finde sie optisch sehr anziehend.“ Es könnte durchaus auch sein, dass die Person ungewollt dick ist z.B. durch eine Stoffwechselstörung. Und wenn man Dicke nicht mag, kann man das ganz privat tun, ohne typisch Schweizerisch auf die „nicht konforme“ Person zu zeigen mit Fingern oder Worten.

  • Patrick Bieri sagt:

    „Die Hungerhysterie im Internet hat mit der Amerikanerin wieder einmal einen neuen Höhepunkt erreicht.“

    Huch, schon wieder ein Höhepunkt auf dem Web??! Und jetzt verhungern sie schon online! Das wird ja immer noch schlimmer! Mögen die keine Cookies??

  • w grämer sagt:

    Nach meiner Ansicht,dürfte die schlanke Frau etwas mehr haben.Aber bei der dicken Frau,das geht gar nicht.Wie wäre es mit abnehmen .Beim Essen gezielt darauf achten und Sport treiben.Bin 74 und mache im Frühling Sommer +Herbst Sport mit dem Rennvelo.Kann dafür mein Gewicht 74 zu Körpergrösse 1. 74 m halten.

  • Silvio K. sagt:

    Frauen kritisieren/bewerten andere Frauen..nichts neues! Ich als sportlicher Mann finde nur schlanke Frauen attraktiv. Extrem magere und dicke Frauen/Männer gefährden ihre Gesundheit – da hört der Spass definitiv auf!

    • Sarah sagt:

      Ich kann Sie verstehen. Ich treibe nicht super viel Sport, aber eben doch immer in Bewegung. Bei jeder „dicken“ Person, denke ich „du könntest Dich jetzt auch ein bisschen mehr bewegen, was ist so schwierig dran mal 2-3 Haltestellen zu Fuss zu gehen?“

      • Tina sagt:

        @Silvio, Sarah: Tut mir leid, aber ich nehme euch das Ding mit der Gesundheit schlicht nicht ab. Es tönt bei euch so, als würdet Ihr Menschen aufgrund von Über- oder Untergewicht kritisieren, um euch selber gut zu fühlen. Ich erlebe in meinem Umfeld, wie schwierig das Leben für Übergewichtige ist und was sie alles im Alltag durchmachen, u. a. weil sich immer jemand, der meint, ihnen sagen zu dürfen, was sie alles falsch machen. Und bevor Ihr jetzt irgendwas wegen Neid sagt: Nein, ich bin nicht neidisch auf euch. Ich bin sehr schlank und habe immer viel Sport gemacht, aber ich kann mit Menschen, die sich auf Kosten anderer profilieren, nichts anfangen.

      • Tina Balmer sagt:

        Ich treibe jeden zweiten Morgen noch vor dem Frühstück HIIT und gehe mittags oft eine gute halbe Stunde zügig Spazieren. Wenn es länger geht, bis das Tram kommt, gehe ich schon mal an die nächste Haltestelle. Wenn ich auf die Waage stehe, informiert diese mich, dass ich einen BMI von 35 habe. Ich esse nicht übermässig und meine Schilddrüsenunterfunktion wird mittlerweile medikamentös behandelt, es zeigt sich ein extrem langsamer Trend zu weniger Gewicht. Gegen Ihren verletzenden, heuchlerischen und fehlgeleiteten Gesundheitsfaschismus ist aber leider kein Kraut gewachsen.

  • Anna Domin sagt:

    Das Sofa im Hintergrund hat auch so Spalten, wie Emily am Bauch
    Ich finde das ein wenig unheimlich 🙂

  • Ivo Steinmann sagt:

    Der Körperwahn ist doch etwas sehr altes. Schaut mal Bilder von Wilden und Eingeborenen an, deren Körper sind auch komplett bemalt, gepierced oder beschnitten. Also im Westen nichts neues….

    • Patrick Bieri sagt:

      Wilde und Eingeborene…wo gibts denn sowas noch? Schon ulkig, die Kommentare hier 🙂

      • Sarah sagt:

        Indigene Bevölkerung heisst es korrekt.

      • Marcel Sierli sagt:

        Die gibt’s noch, an sehr vielen Orten. Ich nenne jetzt einfach mal die Gegend von Mexiko gen Süden. Vielleicht sollte man die einfach nicht gerade Wilde oder Eingeborene nennen, auch nicht Indios wie das von Schweizern so gerne gemacht wird. Und ja, da gibt es Körper und Schönheitskult, seit tausenden von Jahren. Mangels FB, Instagram und was weiss ich, tun sie es halt einfach für sich, aber sie tuns

      • Eduardo sagt:

        „Wilde und Eingeborene … wo gibts denn sowas noch?“ – Im Amazonasgebiet, in Papua-Neuguinea und auf den Andamanen, ganz egal, wie man sie politisch debil neuerdings auch bezeichnen mag. Von mir aus auch „naturbelassene Menschen“ 😉

  • Dr. W. Heiz sagt:

    Sorry, aber ich finde, Emily ist mager und Tess ist dick. Jeder Mensch hat das Recht, sich schön zu finden, aber ich habe ebenso das Recht, schön zu finden, wen ich will. Ich finde schlanke, mittelschlanke und vollschlanke Frauen schön.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Das Wesen der Frau wird immer unergründlich bleiben. Ihre Ambivalenz ist ihre stärkste Waffe- genau das macht sie so attraktiv!

  • Zufferey Marcel sagt:

    Das Wesen der Frau wird immer unergründlich bleiben. Genau das macht sie so attraktiv!

  • Clara Goodwin sagt:

    Instagram ist der Ort für exzessive Ideale, für gehipte Extreme, ein Ort der Darstellung und der Fremdsicht. Unser reales Leben ist der Platz für uns selbst, in der Summe unserer Vorstellungen, Vorlieben und Möglichkeiten. Beides sollte man unbedingt auseinanderhalten.
    Betr. Kleidung möchte ich gerne beides sehen: Die ikonografischen Darstellungen von Modetrends wie in Vogue, etc. etc., aber auch, wie ein Kleidungsstück in Grösse 40/42 real aussieht. Ich schaue bei den Hochglanz-Magazinen gerne Kombinationsmöglichkeiten ab, ich selbst bin mit 161cm und 65kg aber von Modelmassen weit entfernt, und das ist auch in Ordnung so.

  • Marco Reich sagt:

    Interessant wäre nun zu erfahren warum es diese Auswüchse gibt. Der Artikel beschreibt lediglich. Also warum gibt es diese Auswüchse? Na? Nun, ich weiss es. Es liegt nicht an den Medien. Auch nicht an irgendwelchen bösen ‚Bildern‘ die irgendwo vermittelt werden. Es liegt an der fundamentalen Verzerrung des sexuellen Marktplatzes in der westlichen Welt durch gesellschaftspolitische Eingriffe. Um ihnen zu erklären wie der sexuelle Marktplatz funktioniert reicht hier der Platz nicht. Nur soviel: Ewig ist das Bedürfnis von Frauen mit ihrer körperlichen Schönheit Männer anzuziehen. Und zwar hochwertige Männer. Das wird sich nie ändern. Beide Frauen versuchen dies. Die dicke Frau ist ein Opfer des Feminismus, der ihr vorgaukelt sie sei schön so wie sie ist. (fat-shaming =böse!). Die dünne Frau

    • Christoph Bögli sagt:

      Das mag konzeptionell eine gewisse Erklärung bieten, führt aber letztlich an der Problematik vorbei, denn beide Extremkategorien sind für die meisten Männer schlicht unattraktiv. Wenn die optimierte Partnersuche das Ziel sein soll, dann ist das also ein grandioses Scheitern. Die Frage wäre darum wenn schon, wieso so viele Frauen meinen, dass gewisse Attribute ihre Chancen bei der Partnersuche verbessern, wenn in Wahrheit das Gegenteil der Fall ist. Ein Grossteil der öffentlich zelebrierten „Schönheitsideale“ bei Frauen ist schliesslich nicht von Hetero-Männern gemacht, sondern von den Frauen selbst sowie schwulen Mode-Designern..

      • Josef Marti sagt:

        Nicht zu vergessen die US Soaps mit den Frauen mit Superhintern. Als mittelmässig bestückter Nicht-Kongolese hat man da ja keine Chance.

    • chan rodt sagt:

      Also ich nehm an mit Auswüchse meinen Sie diese Frauen, also diese Menschen? Nette Wortwahl. Und die Kurzfassung ihrer bizarren These ist, dass Frauen mit ihrem Äusseren (das ihr einzig wertvolles Attribut ist) einen hochwertigen Mann (hochwertig im Sinn von fähiger Versorger?) anziehen wollen und das ist dann das Grundgesetz eines “sexuellen Marktplatzes“? Und sonst glauben Sie Frau=Natur und Mann=Kultur oder? Ich glaube eher Sie sind hier das Opfer. Aber keine Angst, nicht vom Feminismus.

      • Marco Reich sagt:

        Ja Auswüchse. Die eine ist etwas zu dünn, die andere viel zu dick. Das sagt ja auch die Autorin im Artikel.
        Und ja: bei der Partnersuche ist das Aussehen das mit Abstand wichtigste Kriterium für eine Frau.. Das wissen doch im Grunde alle Frauen, oder? Das ist genetisch verankert. War immer so und wird immer so sein. Ich kanns nicht ändern. und sie auch nicht. Der beste Tipp den sie Frauen geben können die attraktiv sein wollen: schlank und freundlich sein, am besten mit langen Haaren. Auf dem Kopf, nicht auf den Zähnen

  • Filippo sagt:

    Emily hat einen absoluten Traumkörper. Perfekt. Ich als Mann finde sie optisch sehr anziehend. Politisch völlig unkorrekt, das zu sagen, aber ich wünschte mir, alle Frauen wären so. Das ist meine subjektive Meinung und ich glaube, viele empfinden das so. Deshalb sehen die Modells ja auch so aus, wie sie aussehen.

    • Dani sagt:

      Da kann ich ihnen einfach nur zustimmen. Ich stehe auch total auf schlanke, sehr durchtrainierte Frauen. Ob meine Aussage politisch unkorrekt ist, interessiert mich nicht. Emily ist einfach eine wahnsinns Frau mit einem perfekten Körper. Punkt – mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Was ich nicht verstehen kann, was an einer dicken Frauen schön, resptive gesund sein soll.

      • Doria Gray sagt:

        Diese „Wahnsinns-Frau“ sieht aus, als sei kurz vor dem Verhungern. Aus Sicht der Evolutionsbiologie sollte ein Mann eine Frau vorziehen, die genügend bei Kräften ist, um gesunde Kinder zu bekommen. Worauf Sie, Filippo und Dani, stehen, ist Ihre Sache. Aber gesund ist diese Emily sicher nicht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Jedem das Seine, punkto Geschmack gibts ja alles, bis in bizarre Extremformen. Persönlich schüttelt es mich aber fast beim Anblick von dem Foto. Dieser „Ab-Crack“ in Kombination mit vorstehenden Rippen, dünnen Beinchen und der Abwesenheit weiblicher Merkmale (mal abgesehen von den wohl falschen Brüsten) wirkt eher, als würde man eine frisch sezierte Hungertote betrachten. Und das ist wohlgemerkt ein optimiertes, bearbeitetes Foto, man stelle sich da mal die Realität vor.

      Darum: Schlank und sportlich ist grundsätzlich ja durchaus attraktiv, aber in diesem Fall geht das – wie bei so vielen „Models“ – einiges zu weit und verkehrt sich darum ins Gegenteil..

    • Sarah sagt:

      @Filippo und Dani: Ihr wisst aber schon, dass die meisten Frauen auch schwanger werden können und das auch wollen, ergo danach nicht mehr wirklich so aussehen wie vor der Schwangerschaft? Dann sind diese also bei euch total als unsexy abgeschrieben? Schade. Ihr verpasst was.

  • marusca sagt:

    Hier bekommt man irgendwie den Eindruck, solche Extreme würden alle Frauen dieser Welt ansprechen, doch dafür interessieren sich doch höchstens Mädchen im Teenialter. Oder können Sie sich eine erwachsene Frau (mit mindestens zwei Hirnzellen) vorstellen, die sich allen Ernstes einen Kartoffelsack-Hintern wie den der Kardashian wünscht? Wohl kaum.

    • Sybille sagt:

      Soweit ich weiss, hat Frau Kardashian einen normalen Hintern, vielleicht ein wenig grösser als der Durchschnitt. Anscheinend zieht sie gepolsterte Hosen an. Diese übertrainierten und dünnen Körper altern nicht so gut, wie man denken sollte. Ein erfahrener Körpertherapeut sagte mal, dass Stellen wie diese gaps, brigdes und 4awaists „Fettfabriken“ seien: hört man mit dem Training auf, bilden sich an diesen Stellen sofort Fettpolster. Daher der oft verzweifelte Blick dieser im ständigen Kampf mit der Fettfabrik Stehenden, wenn sie sich unbeobachtet glauben. Dazu nagt das teure Fitness-Abi am Budget und bei Frauen wie Ratajkowski der Personal Trainer (die Zeiten der überbezahlten Supermodels sind vorbei). Einfach normal essen und Spass haben!

    • Tina Balmer sagt:

      Bevor ich aus gesundheitlichen Gründen insgesamt zu dick würde, hatte ich in etwa so einem „Kartoffelsackhintern“ wie die Kardashian (ok, eine etwas weniger extreme Version) und ich fand den richtig gut. Wieso soll ich deshalb weniger als zwei Hirnzellen haben? Ich wage zu behaupten, dass ich als Hochbegabte etliche Hirnzellen mehr als Sie habe und wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann frage ich mich, wieso sie Ihre Hirnpower für solch kleinliche Gedanken nutzen…

      • francesca sagt:

        TB: Ich glaube nicht, dass Sie hochbegabt sind (was auch immer unter diesem Begriff zu verstehen sein mag), denn sonst wären Sie ja mindestens in der Lage, einen Kommentar richtig zu lesen.

  • Vera Fässler sagt:

    Schade Frau Aeschbach, dass Sie die „Norm“ so lobpreisen. Was ist den ein „normaler“, „durchschnittlicher“ Frauenkörper? Weshalb soll eine Vielfalt an Formen etwas schlechtes sein? Ist es nicht eine Errungenschaft unserer Zeit, dass dieser Facettenreichtum an Weiblichkeit zelebriert wird? Wieso denken Sie zu wissen, dass Tess Holliday nicht glücklich in ihrem Körper ist? Und wieso unterstellen Sie Emily Ratajkowski nichts zu essen? Wir Frauen sollten endlich davon wegkommen an anderen Frauen herumzunörgeln und uns selbst und andere so zu akzeptieren wie sie sind. „Normal“, was ist das schon?

    • Bruno Menzi sagt:

      “ „Normal“, was ist das schon? “

      Neulich in einem philosophischen Vortrag aufgeschnappt: „Es wäre schön, wenn andere Menschen etwas mehr wären wie ich, nämlich normal.“

      Eine bessere Antwort darauf finde ich selbst auch nicht.

  • Lia sagt:

    wer irgendwelchen Extremen und Trends nacheifert, hat mental nicht viel zu bieten. Frauen mit genügend geistigen Kapazitäten haben es nicht nötig, mit solchen Spielchen auf sich aufmerksam zu machen.

  • anna lou sagt:

    Beide Extreme – also extrem dünn oder dick – finde ich weder nachahmenswert noch schön. Trotzdem gefällt es mir, wenn ich etwas Attraktives präsentiert bekomme, also zB von einem schlanken Model. Wenn wir den Fehler machen, uns dadurch unter Druck setzen zu lassen, ist das (bei erwachsenen Frauen) auch ein wenig unreif. Wir können doch abstrahieren und müssen uns doch nicht von 20 Jahre jüngeren Models, die keine Schwangerschaft hatten, stressen lassen. Trotzdem kann man das ja bewundern und muss nicht gleich fordern, dass es nur noch 42er Models gibt, nur damit wir uns dann gut fühlen. In der Logik sollen dann auch Automobilkataloge nur noch verkrümelte und ungewaschene Autos zeigen (=Realität) und auf Homegate findet man nur noch Bilder von Wohnungen nach dem Grillfest (neue Vorgabe)…

    • soswald sagt:

      Ja, der Automobilkatalog enthält einfach ein Mittelteil mit schlanken, hübschen, jungen, allzeitbereiten, knapp angezogenen Frauen (Realität) …

      • soswald sagt:

        das „ungleich“ vor der Realität hat mir das System unterschlagen

      • Hotel Papa sagt:

        „ungleich“ so? <>? (wenns denn richtig gepostet wird. Geschrieben habe ich „kleiner als, grösser als“ mathematisch). Das ist eine HTML-Tag-Klammer, die mögen solche Kommentar-Systeme nicht so.

        Besser C-Syntax: != 😉

      • Hotel Papa sagt:

        OK, Ampersand-Schreibweise mögen sie offensichtlich auch nicht…

    • Caro sagt:

      hahaha, gute Idee mit den realtitätsnahen Darstellungen 😉
      Also für mich persönlich sind dünne Topmodels auch kein Problem. Ich sehe aber schon, dass meine Töchter schon mit 12 Idole haben, von denen sie glauben, dass sie reell und erreichbar sind. So vor allem solariumgebräunte aufgetakelte musically Twins, Insta-Stars und andere überbezahlte Vlogger…. Gefällt mir nicht, ich geb aber so gut es geht Gegensteuer. Schön finden darf man das schon, nur muss man sich klar sein, dass das nicht Norm ist. Und sogar von dieser Norm wird man punktuell negativ abweichen – auch das muss man akzeptieren.
      Trotz falscher Vorbilder: ich glaube, ich und sogar meine Töchter sind genug selbstbewusst geblieben…

      • anna lou sagt:

        Ich gebe Ihnen Recht, junge Mädchen kann sowas beeinflussen. Aber wie Sie sagen, Mütter die dieses Thema ansprechen und in die richtige Richtung lenken sind eben goldwert. Und genau deshalb denke ich, sollte eine erwachsene Frau drüberstehen, weil sie ansonsten genau das falsche vorlebt

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