Archiv für die Kategorie „Homestories“

Auszug aus dem Paradies

Marianne Kohler am Dienstag den 24. Februar 2015

Diese Homestory ist eine Abschiedsgeschichte: 21 Jahre lang wohnte Gabriela Panchaud mit ihrer Familie in dem schönen Einfamilienhaus zwischen Wald und Wohnquartier in Gockhausen bei Zürich. Nun sind die Kinder erwachsen, ein Enkelkind ist auch schon da, und Gabriela und ihr Mann Reto entschlossen sich, das Haus zu verkaufen und in die Stadt zu ziehen. 

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Für Gabriela Panchaud, deren Haus Rita kannte, ist dieser Beitrag so etwas wie ein Abschiedsgeschenk. In diesem Frühling ziehen sie und ihr Mann Reto, der Ökonom ist, aus. So besuchten wir Gabriela Panchaud an einem sonnig sanften Tag im letzten Herbst und fanden das Haus im allerschönsten Licht. Das aussergewöhnliche, naturnahe Haus wurde Mitte der 80er-Jahre vom Atelier Neuenschwander gebaut. Gründer Eduard Neuenschwander (1924–2013) gehört zu den bedeutenden Architekten der Schweiz und hat in den 50er-Jahren in Gockhausen interessante Bauprojekte wie Künstlerateliers, Einfamilienhäuser und Landschaftsgärten umgesetzt. Dazu gehört auch das Architekturbüro Atelier Neuenschwander, das nun seinem Sohn, dem Architekten Matti Neuenschwander gehört. Matti Neuenschwander war verantwortlich für den Bau des Hauses der Panchauds.

Das Haus war perfekt für das Familienleben der Panchauds. Gockhausen liegt unmittelbar bei Zürich, bietet aber viel Naturnähe und ein kinderfreundliches Umfeld. Da dieser Abschnitt des Lebens nun vorbei ist, hat sich das Paar entschlossen, die Zelte in der Vorstadt abzubrechen und mitten in die Stadt zu ziehen, in eine Eigentumswohnung an der Europaallee. Gabriela erklärt: «Mit drei jungen Erwachsenen im Haus standen wir immer mitten im Leben. Jetzt, da alle ausgezogen sind, ist der Alltag hier eher ruhig und beschaulich geworden. Mit dem Umzug in die Stadt möchten mein Mann und ich wieder näher am Geschehen sein, ein urbanes Leben führen und den Puls der Zeit stärker spüren.» 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Natur, der Garten und der Wohnbereich fliessen zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Denn der Garten ist gelungene Landschaftsarchitektur mit kleinem Teich, grossen Bäumen, viel Grün und unterschiedlichen Ebenen. Eduard Neuenschwander hat frühe Lehrjahre in Finnland bei Alvar Aalto absolviert. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz liess er sich in Gockhausen nieder und hat da die Landschaft so umgestaltet, dass die Lebendigkeit der Natur in starkem Bezug zur organischen Asymmetrie seiner Häuser steht. Der Garten der Panchauds ist auch in diesem Stil gehalten: Ein natürlicher Bach fliesst mitten hindurch und wurde in der Mitte zu einem Teich aufgestaut, mit grossen Steinblöcken wurden unterschiedliche Ebenen geschaffen, und überall wachsen Bäume, Blumen und Sträucher. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Architektur zeigt die typischen Merkmale der 80er-Jahre: einen sanft postmodernen Stil, Rundungen und eine gelungene Verbindung von Beton, Holz und Stahl. Der kleine Balkon hat Multifunktion: Er bietet einen direkten Ausgang von der Küche in den Garten, ein kleines Vordach für den Parterre-Ausgang und ein Gerüst für die prächtige Glyzinie. Die im Frühjahr lila blühende Kletterpflanze wächst auch noch im Eingangsbereich, dort zusammen mit einer rosa Klematis.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Blau zeigt sich draussen und drinnen als Akzentfarbe. So ist eine Wand in der Küche in einem Stahlblau lackiert, ein guter Gegensatz zum warmen Holz der Fensterrahmen und Möbel. Ein grosser Holztisch mit passenden Stühlen ist parallel zum grossen Fenster platziert. Die Wohnküche hat etwas von einem gemütlichen Bistro, da passt die Tageszeitung, die an einem Holzhalter neben getrockneten Blumen am Fensterrahmen hängt, perfekt.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Aussergewöhnlich und passend zu den Rundungen der Architektur ist der Kochherd. Er steht als Kochinsel mitten im Raum, gross, rund und mit Abzugshaube und Platz für Pfannen versehen. «Das Schöne an diesem Herd ist, dass man hier auch wunderbar zusammen kochen kann», so Gabriela. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Der Innenausbau des Hauses ist raffiniert, offen und auf unterschiedlichen Ebenen angelegt. So sitzt das Wohnzimmer sozusagen über der Küche. Überall im Haus ist mit Kunst, Wohnaccessoires, Pflanzen und Blumen Wohnlichkeit entstanden. Nichts deutet darauf hin, das ein baldiger Umzug ansteht. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Sitzecke im Wohnzimmer mit Sofa, Ledersessel, grossem Hocker und Couchtisch wird mit einem Milieuteppich als Insel zusammengehalten.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Balustrade, über die man in die Küche sieht, bietet Stau- und Ausstellungsraum für Musikanlage, Schallplatten, Bücher, Pflanzen und viele Windlichter. Das Zentrum ist ein grosses Cheminée mit einer edlen, handgemachten Metallverschalung.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Ein grosses Fenster mit Holzrahmen und ein kleiner Balkon öffnen den Blick in den wunderschönen, natürlichen Garten. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Zwischen den sich rot färbenden Weinranken, die das Balkongitter und einen Teil der Fassade umhüllen, sieht man in den Garten, der sich hier im goldenen Licht in allerschönster Pracht zeigt. Im Zentrum steht eine alte Trauerweide, die mit ihren langen herabhängenden Zweigen den Teich zu küssen scheint.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Sehr schön spielt auch das Oberlicht in den Räumen und sorgt für eine sanfte, helle Stimmung. Hier sehen wir den Haupteingang ins Haus, der gleich in die Ebene mit dem Wohnzimmer führt. Ein schmaler Gang mit Steinboden führt um die Ecke in ein Zimmer, das als Arbeitszimmer genutzt wird. Auch ist da ein Gästebad.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Wand, die den Wohnraum vom Eingangsbereich abtrennt, haben die Panchauds für ein Bücherregal genutzt. Davor ist mit Sessel, Beistelltisch und Stehleuchte eine Leseecke eingerichtet. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Im Untergeschoss befinden sich die privaten Räume wie Schlafzimmer und Bäder. Alles ist mit einem warmen Holzboden aus weissgewaschener französischer Eiche ausgelegt, und in den Durchgängen sorgen hübsch eingerichtete Nischen für Wohnlichkeit. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Das Haus, in dem meist fünf bis sechs Personen wohnten, hat nun Zimmer, die nicht mehr so viel genutzt werden. Der grösste Raum dient Gabriela, die als Yogalehrerin arbeitet, für ihre Übungen. Sie gibt Stunden in Räumlichkeiten im Zürcher Seefeld und plant auch regelmässige Yogatage in Mallorca. Dort hat die Familie zusammen mit einem befreundeten Paar ein Ferienhaus. Die beiden Parteien haben eigene Wohnungen, teilen sich aber die Küche. Die Idee, Yoga mit einer kleinen Reise zu verbinden, kommt gut an. Es ist ungezwungen und findet immer dann statt, wenn sich fünf bis sechs Personen zusammengefunden haben. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Ein Bad, bei dem man das Gefühl hat, draussen in der Natur zu sein. Gabriela hat diesen Eindruck noch mit Topfpflanzen auf dem Sims bei der Wanne verstärkt.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Gartenanlage zeigt Büsche und Sträucher, die mit Farben und unterschiedlichen Blattformen das Auge verwöhnen. Dazwischen blühen saisonal unterschiedliche Blumen. Über allem bieten grosse Bäume ein natürliches Dach und schaffen den optischen Zusammenhalt mit dem nahen Wald. So bekommt man das Gefühl, dass der Garten ein Paradies ohne Grenzen sei.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Das unebene Gelände wurde geschickt und harmonisch mit Steinen unterteilt. Idyllisch, und fast wie ein kleines Sommerhaus am See, wirkt das Gartenhaus am kleinen Teich.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Hier sieht man vom Eingangsbereich ins Büro, wo Gabriela gerade Böden und Kacheln für ihre neue Stadtwohnung aussucht. Der Abschied fällt ihr, trotz der Freude auf den Neubeginn, schwer. Bei der Suche nach Käufern, ist es ihr ein grosses Anliegen, dass neue Bewohner in diesem Haus auch so glücklich werden, wie sie es gewesen ist mit ihrer Familie. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die sanfte Melancholie der Jahreszeit passt zum Abschied der Panchauds von ihrem naturnahen Haus, das hier zwischen den farbigen Weinblättern hervorschaut und sich auf eine neue Familie freut. 

 

 

Pin It

Ein sizilianischer Garten in Fluntern

Marianne Kohler am Dienstag den 27. Januar 2015

«Du, sag mal, du wohnst doch bestimmt auch schön?» Das war meine schnelle Frage an Rachel Schilirò, bevor sie aus dem Tram stieg. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen und plauderten ganz viel auf der kurzen, feierabendlichen Tramreise. Die Antwort war natürlich ein Ja. Wir trafen uns bald bei ihr zum Kaffee, sassen auf der grossen Terrasse, auf der man sich weit weg von Zürich fühlt, und plauderten weiter. Und ich kam wieder, diesmal mit der Fotografin Rita Palanikumar. Das Resultat ist ein freundlicher Sommergruss, den wir Ihnen hier nun mitten im Winter als Vorfreude auf wärmere Zeiten präsentieren.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Paar Rachel und Alfredo Schilirò ist sehr gerne zu Hause. Hier schalten beide ab von ihrem lebendigen, mit vielen Menschen und spannenden Projekten gefüllten Berufsalltag. Alfredo gehört die kleine, feine PR-Agentur Flowcube, in die auch Rachel mit ihrer Firma «rent a museum» vor ein paar Monaten einzog. Dass die beiden innovativen Unternehmer nicht nur privat, sondern auch beruflich zusammenpassen, wird beim Gespräch schnell klar. Beide sprühen nur so vor Ideen und Geschichten und beide haben ihre Berufskarrieren weit weg von PR und Agenturen angefangen. Alfredo hat in Florenz, seiner Lieblingsstadt, französische Gegenwartsliteratur studiert, eine Doktorarbeit über Julien Green in Paris geschrieben, ist erst mal durch die Welt gereist und hat sich in verschiedenen Jobs umgeschaut, bevor er seine Agentur gegründet hat.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auch Rachels beruflicher Werdegang hört sich an wie ein kleines Abenteuer: Sie begann mit einer Lehre als Coiffeuse, ging dann über die Handelsschule in ein Immobilienunternehmen und von da weiter in eine Einrichtungsfirma, wo sie die Chance bekam, eine Ausbildung als Innenarchitektin zu machen. Sie liebte die Vielseitigkeit der Branche und lernte alles Mögliche «vom Marketing bis zu Psychologie», lacht die quirlige Frau, «es war unglaublich spannend, zu sehen, was für eine persönliche Angelegenheit das Einrichten ist, man kommt den Menschen dabei wirklich nah!». Sie blieb eine Weile in der Firma, wechselte danach zu Vitra, von wo aus sie aber bald wieder Neues lockte. Ihre Zwillingsschwester, die als administrative Direktorin arbeitete, bat sie darum, einen Vorschlag zu machen, wie man das Museum «Haus Konstruktiv» zusätzlich profilieren könnte. Das brachte Rachel auf die Idee, das Museum für Unternehmensanlässe zu vermieten. Sie machte sich selbstständig, gründete «rent a museum» und spezialisierte sich damit auf die Entwicklung und Umsetzung von Corporate Events in Museen und Galerien. Alfred0, der eine Weile Präsident der Zürcher PR-Gesellschaft war, suchte nach einem interessanten Ort für die jährlichen Generalversammlung, hat das Haus Konstruktiv gewählt und dabei Rachel gefunden.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die tolle Wohnung im Zürcher Quartier Fluntern haben die beiden beim Spaziergang entdeckt. Da war ein riesengrosses Schild vor dem modernen Haus, auf dem stand: «Zu vermieten 2,5-Zimmer-Wohnung 150 m²». Das Paar verliebte sich sofort in die aussergewöhnliche Wohnung. «Ich bin eigentlich kein Freund von Gartenwohnungen, aber diese wirkt eher wie ein Pavillon mit einer Terrasse und überzeugte mich sofort», erzählt Alfredo. Und Rachel schwärmt: «Der Aufbau der Wohnung ist raffiniert und die Materialien, die gewählt wurden, sind von guter Qualität – und das ist bei Mietwohnungen nicht selbstverständlich.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

«Wir haben nicht mit einem Konzept eingerichtet, sondern einfach die Möbel von unserer alten Wohnung mitgenommen und ein wenig ergänzt. Wohnen bleibt schlussendlich immer Work in Progress», so Rachel. Fotografin Rita und Rachel sind sich in Sachen Fernseher total einig: «Der alte B+O Fernseher ist der einzig schöne, den es gibt. Was nützt da alle raffinierte Technik, wenn man dafür ein solches Unding wie gar einen Flachbildschirm einziehen lassen muss!» Von B+O und Vintage ist auch die Musikanlage. «Ich habe sie über Ricardo gefunden und bin gleich losgefahren, um sie beim Anbieter abzuholen. Unglaublich, der Typ hatte sein ganzes Zimmer voll mit den tollsten B+O-Teilen», erzählt Alfredo.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Was beim Einzug aber erste Priorität hatte, war die Bepflanzung der grossen Terrasse, die eigentlich eine Veranda ist, denn die Wohnung ist umgeben von einem Garten. Er ist so angelegt, dass man die Nachbarhäuser praktisch nicht wahrnimmt. Man fühlt sich sofort wohl in dieser schicken, urbanen Oase, die irgendwie unzürcherisch anmutet, wäre da nicht der Blick auf den See.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Neben dem grossen Wohn-Essraum führt ein Durchgang in die privaten Räume wie Schlaf- und Badezimmer. Entlang des Gangs haben die beiden ein grosses Bücherregal platziert, welches sie auf Mass anfertigen liessen.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Wand hinter dem grossen Regal wurde in einem warmen Grauton gestrichen und gibt so eine Bühne für das schlichte weisse Bücherregal.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Bild von Beat Zoderer nimmt einen dominanten Platz ein im Wohnzimmer, erinnert ein wenig an die Seventies und passt gut in den Raum und zu dem Wohnstil, welcher auch auf eine sanfte Art die Sprache dieser stilvollen Dekade aufnimmt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Küche geht ums Eck und bietet Aussicht auf den Garten. Im Gegensatz zu vielen Einbauküchen wurde hier auf die typisch schweizerischen «Chuchichäschtli» verzichtet, was viel Grosszügigkeit und Offenheit gibt. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kleine Stücke mediterranes Lebensgefühl sind überall in der Wohnung zu entdecken. Alfredo Schilirò ist Sizilianer und in Basel aufgewachsen. Es hat ihn eher durch Zufall wieder in die Schweiz gezogen. Eigentlich wollte er vor allem in seiner Traumstadt Florenz leben und hat diese als Studienort gewählt. Auch in Paris, New York und London wohnte der Literaturwissenschafter. Nach seiner Doktorarbeit, zurück in der Schweiz, schlug er sich erst mal als Nachhilfelehrer für Französisch und Italienisch durch, arbeitete danach als PR-Berater für verschiedene Firmen und hat dabei herausgefunden, dass er eher Unternehmer als Angestellter ist. Zusammen mit Maja Amrein, die damals als Head Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund arbeitete, gründete er 2001 die PR-Agentur Flowcube. Die beiden wurden belächelt, da keiner zuvor in einer Agentur gearbeitet hatte. Doch vielleicht war es genau dieser Umstand, der den Erfolg brachte. Seit knapp zwei Jahren ist Alfredo Schilirò Alleininhaber. «Wir wollten unbedingt klein bleiben und sind so was wie eine Boutique-Agentur, inhabergeführt mit Schwerpunkten in Produkte-PR und spezialisiert auf Unternehmenskommunikation. Flowcube bewegt sich vor allem in den Bereichen Retail, Lifestyle, Fashion, Interior, Design und Architektur.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Als Abtrennung von Küche und Entree dient ein selbst erfundenes Möbel, nämlich eine antike Kommode, die mit einer massiven Holzplatte versehen wurde und nun Küchenmöbel, Ablage und kleiner Frühstücksplatz ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kunst hat eine grosse Bedeutung im Hause Schilirò und ist auf selbstverständliche Art integriert. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auf die Olivenbäume sind Rachel und Alfredo besonders stolz. Alfredos Vater hat sie ihnen von Sizilien als Geschenk mitgebracht, als ein kleines Stückchen Heimat. In den drei Jahren, seit die Bäume bei den Schiliròs sind, haben sie das Dreifache an Grösse und Umfang zugelegt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Und da sind auch noch andere Geschenke wie zum Beispiel der wunderschöne Oleander. «Wir schicken die Pflanzen in die Winterferien», erklärt Rachel. «Das ist zwar ein teurer Luxus, aber sonst würden sie leider sterben. Ich kaufe zwar nur noch winterharte Pflanzen, aber am Anfang wussten wir noch nicht so gut Bescheid, wie man mit den Pflanzen am besten umgeht. Wir mussten viel lernen in Sachen Pflanzen und Töpfe. Uns sind anfänglich praktisch alle Töpfe gesprungen oder im Wind umgekippt. Nun wissen wir: keine edle Terracotta aus der Toscana, die springt im Winter, und keine eleganten konischen Formen, welche einfach nicht windfest genug sind!» Nera, der Labrador, geniesst auf der sonnigen Terrasse erst mal eine lange Siesta.

080914_SH_Schiliro_3146web

«Diese Ecke ist das Chaosgärtli», so Rachel. «Die Möbel habe ich auf der Strasse gefunden, unglaublich, was die Leute zum Teil fortschmeissen! Eigentlich wollte ich sie mal schick schwarz lackieren, doch nun sind sie grün geblieben und sehen so ganz hübsch so aus.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Vom Schlafzimmer sieht man direkt ins charmante «Chaosgärtli», die Ecke der Terrasse, welche mit Dusche und kunterbunten Möbeln ein kleines Stück Süden zum Träumen ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Mittelmeerblau ist das schlichte Sofa, das im Schlafzimmer steht und viel dazu beiträgt, dass man in diesem Raum auch wohnen kann. Über dem Sofa hängt eine Fotoserie von Rachel.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Bäder der schicken Mietwohnung sind sehr schön, schlicht und leicht ausgestattet. Auch hier ist der Blick nach draussen ein besonderer Genuss.  

Sweet Home

Dazugestellt haben die beiden nur das Nötigste, einen praktischen Trolley für alle Produkte und schlichte Staugefässe. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Stilmix trägt viel bei zu der Persönlichkeit einer Wohnung. Hier strahlt ein Blumenstrauss neben einer Designerlampe auf der antiken persischen Hochzeitstruhe.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Ein besonderer Ausblick ist der auf den See. Überall wurden die Möbel so gestellt, dass ein harmonisches Ineinanderfliessen von Innen- und Aussenbereichen entstanden ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Wichtig ist auch der grosse Holztisch, um den sich unterschiedliche Stühle gesellen. Denn hier wird Feiern auf die sizilianische Art möglich. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

 Bald ist es wieder so weit und die Schiliròs können sich an den Gartentisch setzen und den nächsten Sommer geniessen.

 

Pin It

Sweet Home bei Foodbloggerin Scarlett Gaus

Marianne Kohler am Dienstag den 23. Dezember 2014

Scarlett Gaus begegnete mir im Internet, als ich ein Rezept für Älplermagronen suchte. Ich war überrascht, dass hinter dem wunderschönen Blog «Fork and Flower», der in Englisch verfasst ist, eine Innerschweizerin aus Zürich steckt. Einmal auf dem Blog, vertiefte ich mich in die stimmungsvollen Bilder und die fantastischen Rezepte und fragte sie an, ob sie Lust hätte, bei einer unserer Homestorys mitzumachen. «Kommt doch um die Weihnachtszeit», meinte Scarlett, «denn ich dekoriere gerne!» Der Besuch bei der Foodbloggerin war für uns ein inspirierendes Weihnachtsgeschenk, das wir Ihnen hier nun mit Einrichtungs- und Dekorationsideen weitergeben möchten. Und das Beste: Scarlett verrät auch einige von ihren feinen Rezepten. 

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Scarlett wollte unbedingt Bloggerin werden – und das bereits 2009, in einer Zeit, als es vor allem in der Schweiz nur sehr wenige Blogs gab. Modebloggerin kam aber für die studierte Betriebswirtschaftlerin, die Vollzeit in einer Zürcher Werbeagentur arbeitet, nicht infrage. Denn jeden Tag ein neues Outfit – mit Handtasche, Schuhen und passendem Schmuck – vorzuführen, fand sie nicht besonders spannend, und es fehlten ausserdem die nötigen Ressourcen. Wie sie uns erklärte, werden nämlich viele Modebloggerinnen erst mal von den Eltern oder einem Gönner gesponsert, bis sie mit ihrem Blog Erfolg haben. Da Scarlett gerne kocht und ihr auch das Einrichten, Wohnen und Dekorieren am Herzen liegt, startete sie schliesslich den Foodblog Fork and Flower. Sie wählte Englisch als Blog-Sprache, damit der Blog auch international Beachtung findet. Gleichzeitig gründete sie einen Supperclub, bei dem sie zu verschiedenen Themen kocht und zahlenden Gästen ein stilvolles, kulinarisches Erlebnis bietet. Momentan fehlt ihr aber leider die Zeit, und sie pausiert erst mal bis auf weiteres. Ihr Blog kommt nämlich so gut an, dass sie mittlerweile sogar Jobs über den Blog angeboten bekommt. So sind zum Beispiel ausgewählte Rezepte von ihr auf «SI-Style online» zu finden und sie kreiert Rezepte für die Schokoladenfirma Lindt.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auf der Suche nach Scarletts kleinem Wohnparadies landen wir in Altstetten, zwischen Industrie-, Geschäfts- und neuen Wohnbauten. Das grosse Mehrfamilienhaus mit grosszügigen Wohnungen, von denen eine von Scarlett bewohnt wird, mutet durch das Grossstadtfeeling, das es ausstrahlt, ein wenig amerikanisch an. Tatsächlich – beim Eintritt klingen uns die weihnächtlichen Töne von Bing Crosby und Co. entgegen. Eine strahlende junge Frau empfängt uns und führt uns durch ihr persönliches, festlich dekoriertes und supergemütliches Zuhause. Dem nicht genug: Der Vanilleduft von frisch gebackenen Weihnachtsguetzli vermischt sich mit dem Raumduft, der dezent eine Zimt- und Nelkennote verströmt. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Scarlett zeigt uns gleich ihr Werk des frühen Morgens: Ein Backblech voller zauberhafter Weihnachtsguetzli in Tannen- und Kranzform. Wie eine Künstlerin hat sie Scarlett mit farbigem Zuckerguss dekoriert. Dafür ist sie am Shootingtag um fünf Uhr aufgestanden, gesteht sie uns schmunzelnd. Denn, wie bei vielen Bloggern, ist der Blog nur ein Nebenjob. Scarlett arbeitet in der Werbung als strategische Beraterin. Ihre ausgezeichneten Social-Media-Kenntnisse und ihre Erfahrungen als Bloggerin helfen ihr dabei natürlich. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Am Tag unseres Besuches erstrahlt die Wohnung in Morgensonnenlicht. Das macht den fehlenden Schnee wett und bringt eine ganz besondere Lichtstimmung in die Stadtwohnung. Hier glitzert eine Gruppe von silbernen Glaskerzenständern auf einer antiken Kommode. Zwei geschnitzte Holzkerzenständer stehen rechts und links der Gruppe und vermitteln ihr eine elegante Symmetrie. Und da Scarlett amerikanische Weihnachten liebt, hängen da auch die typisch rot-weisse Pfefferminz-Zuckerstange und rote Pompons – letztere eine Anspielung auf Rentier Rudolphs rote Nase.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Die Wohnung, eine offene Loftwohnung von rund 100 m2 mit eigenem Schlafzimmer, zeigt einen interessanten Grundriss. Bei Eintritt grenzt eine offene Schrankkombination den Eingangsbereich vom Wohnraum ab. Dahinter befindet sich die Küche. Auf der einen Seite geht es durch einen Durchgang in den Essbereich, auf der anderen öffnet sich eine gemütliche Wohnecke. Diese hat Scarlett mit zwei weissen, weich gepolsterten Sofas ausgestattet. Abgegrenzt hat sie sie mit einem grossen Hocker, der abwechslungsweise als Sitzplatz oder als Ablage dient. Momentan sind hier gerade einige von Scarletts vielen Kochbüchern gestapelt. In der Mitte der Sitzgruppe steht ein grosser antiker Couchtisch.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Einen Champagnerkübel hat Scarlett mit märchenhaftem Weihnachtsschmuck gefüllt. «Den hat meine Mutter gesammelt» verrät sie uns. Und damit er auch in seiner ganzen Pracht glitzern kann, steht mittendrin eine Kerze. Die vielen Glaswindlichter, die in der Gruppe besonders schön zur Geltung kommen, hat sie auf ein Tablett gestellt, das sie optisch zusammenhält und auch noch Platz für ein schönes Hirschhorn lässt.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zum Schmökern einladende Bücherstapel, eine karierte Keramikvase von En Soie, gefüllt mit Christrosen und Thujazweigen, und einzelne Schmuckstücke und Kerzen vervollkommnen die Inszenierung auf dem Couchtisch. Die Sofas haben mit symmetrisch angeordneten Zierkissen noch mehr Gemütlichkeit bekommen.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Der Besuch bei einer Foodbloggerin findet natürlich auch über den Gaumen statt. Scarlett verführt uns mit Crostini, die mit würzigem Ziegenkäse, Thymian und gezuckerten Preiselbeeren belegt sind. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Ein wenig amerikanisch mutet auch die Hausbar an. Auf einem Industrierollwagen stehen Getränke, Alkoholika, Barutensilien, Zutaten und allerlei edle Accessoires. Besonders stolz ist sie auf die Ananas, die ein Eiskübel ist und die sie auf dem Flohmarkt gefunden hat. Als Weihnachtskleid trägt die Bar eine Lichterkette. Ihr Freund, verrät sie uns, mischt ihr gerne einen feinen Cocktail am Abend. Das werden wir natürlich sofort zu Hause unseren Männern erzählen!

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zu den Crostini hat uns Scarlett einen fantastischen, einfach nachzumachenden Drink serviert: Champagner auf Hibiskusblüte. Die Hibiskusblüten sind in Zuckersirup eingelegt, erhältlich in Delikatessabteilungen. Sie werden auf den Glasboden gelegt, und ein wenig vom Zuckersirup wird darübergeträufelt. Dann hat Scarlett den Champagner langsam darübergegossen, so, dass der Zuckersirup den Drink leicht rosa färbt. Die Blüten kann man danach auch als süssen Gaumenkitzel geniessen. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auf einer Konsole, die den Durchgang vom Eingang in den Essbereich belebt, sind weihnachtliche Sträusse in alte Krüge eingestellt.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Bei einer Konsole kann auch der Raum darunter genutzt werden. Dies hat die talentierte Bloggerin mit einem Korb, der Kuscheldecken bereithält, und zwei grossen Laternen umgesetzt.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zum Nachmachen schön: Eine Bonbonniere, gefüllt mit Korken und silbernen Schellen.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Und überall finden wir Bücher und liebevolle Details. Scarlett benützt einige antike Schemel, um darauf Lieblingsbücher zu stapeln.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Im Schlafzimmer steht Scarletts Bett, das sie aus Paletten auf Rollen selbst gemacht hat. Weisse Bettwäsche, ein karierter Baumwollquilt und gestapelte Kissen vermitteln Frische und winterliche Gemütlichkeit. Dazu gehören auch der Bärenkopf aus Papiermaché und das Fell am Boden. Die grosse Stehleuchte trägt in dieser festlichen Zeit eine Girlande aus echten Tannenzapfen und Lebkuchenherz.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auch  eine alte Kommode gehört zur Schlafzimmereinrichtung. Scarlett hat ihr eine weisse Lasur verpasst und sie mit zwei roten Tischleuchten und einer Sammlung von silbernen Glaswindlichtern versehen. So strahlt die Kommode freundlich in winterlichem Glanz. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Vom Schlafzimmer gelangt man durch das Badezimmer in einen Bereich, den Scarlett als Ankleide- und Stauraum eingerichtet hat. Zwei sich gegenüberliegende grosse, weisse Schränke bieten Platz für Kleider und andere Dinge. Die Taschen hängen an Haken und sind so einfach mitnahmebereit und erst noch entzückend anzusehen. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auch diesem Bereich der Wohnung hat Scarlett viel Wohnlichkeit und Persönlichkeit verliehen: Auf einem kleinen, marokkanischen Tischchen stehen Wohnaccessoires, Nippes und, auf einem Tellerchen, die Lieblingsschmuckstücke.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zum Tischchen gehört natürlich ein gemütlicher Sessel. Er ist ein antikes Fundstück und steht mit einem Schemel da – ein bequemer Leseplatz. Im Vordergrund ist der Weihnachtsbaum zu erkennen. «Das einzige Stück, das nicht dekoriert ist», erklärt Scarlett.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Dafür trägt der indische Holzelefant eine Lichterkette, ein paar Bücher und einen Zapfenkranz mit roter Kerze.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Der hoch gelegene Stadtbalkon zeigt sich auch im Winter gemütlich dekorativ und lädt ein, einen heissen Winterdrink draussen zu geniessen.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Mit immergrünen Pflanzen, Körben, warmen Kaninchenfellen auf den Stühlen, einem antiken grünen Gartentisch, dekorativen Kürbissen und andern Dingen aus der Natur sorgt Scarlett für Stimmung.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Kaninchenfelle auf den Stühlen sind auch im Esszimmer zu sehen. Wir finden sie einfach genial, geben sie doch den Metallstühlen im Industrialstil genau die Weichheit und Wärme, die sie zum gemütlichen Sitzenbleiben brauchen. Das Esszimmer ist – natürlich – ein wichtiger Raum in der Wohnung der Foodbloggerin. Hier arbeitet sie und serviert Freunden, Familie und manchmal auch den Supperclub-Gästen ihre Kochkünste. Hinter dem grossen Holztisch auf Metallbeinen steht eine alte Kommode, versehen mit einem antiken Spiegel, der mit barocker Malerei geschmückt ist. Über dem Tisch hängen zwei identische Leuchten mit schwarzen Stoffschirmen.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Nun ist es höchste Zeit, in die Küche zu gehen, da steht nämlich Scarlett und kocht für uns feine Trüffelkartoffeln. Wir entdecken auch hier schöne Stillleben – zum Gebrauch gedacht –, wie zum Beispiel diese Zitrusfrüchte in einer Keramikschale, mit dem typischen Scarlett-Twist, nämlich attraktiv dazugestylten Hirschhörnern.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Und weil wir im Küchenschrank so viele feine und schöne Kochzutaten entdeckten, haben wir sie rausgenommen und kurzerhand zu einem Stillleben arrangiert. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

 Mit viel Ruhe und Genuss rührt Scarlett die Trüffelsauce, die ein wichtiger Bestandteil des einfachen, aber luxuriösen Weihnachtsessens wird.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

TRÜFFEL-KARTOFFELN (à la Bruno Clément)
Das feine Rezept findet sich auch auf Scarletts Foodblog Fork and Flower.

Zutaten für 2 Personen:
  • 6 Kartoffeln mittlerer Grösse
  • 20 Gramm Butter
  • 5 dl Rahm
  • 1 schwarzer Trüffel
  • 20 Gramm eingelegte Trüffel
  • 100 Gramm Parmesan, gerieben
  • Trüffelöl
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung: 

Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Kartoffeln schälen, waschen und mit weicher Butter einreiben, salzen. Legen Sie die einzelnen Kartoffeln in ein passendes Stück Alufolie und wickeln Sie sie ein. Legen Sie die eingewickelten Kartoffeln auf ein Backblech und backen Sie sie für ca. 45 Minuten. 

Erhitzen Sie den Rahm mit den eingelegten Trüffeln und köcheln Sie alles etwa 10 Minuten auf kleinem Feuer und reduzieren Sie so die Flüssigkeit. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer, geben Sie den Parmesan bei. Geben Sie am Schluss noch einige Tropfen Trüffelöl bei. 

Nehmen Sie nun die Kartoffeln heraus, verteilen sie auf erwärmte Teller, geben die Sauce darüber und raffeln über jede Portion frische Trüffeln; träufeln Sie noch ein wenig Trüffelöl über die Kartoffeln.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Scarlett serviert ihre fantastischen Trüffel-Kartoffeln auf ihren Lieblings-Weihnachtstellern, die kleine Putten zeigen. Das Besteck verkehrtrum gehört zu ihrem Stil, ebenso die liebevollen Details, wie einzelne Tellerchen und Schalen, die sie mit Passion sammelt, rotweiss karierte Stoffservietten und Wassergläser, die eigentlich Einmachgläser sind und in Amerika gerade der absolute Hit auf Foodblogs und in Kochbüchern.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Als zentrales Stück steht auf der anderen Seite des Tisches ein riesengrosser, antiker Industrie-Rollwagen. Sie sehen ihn in seiner vollen Grösse auf dem Portraitbild, dekoriert mit einem alten Paar Skier. «Er ist genau das richtige Stück, um meiner Geschirr- und Büchersammlung einen attraktiven Platz zu geben», freut sich Scarlett an ihrem Fundstück. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Diese wunderschönen alten Suppenschüsseln und anderes antikes Geschirr sammelt die Foodbloggerin mit viel Liebe und Leidenschaft. Aus einer der Schüsseln wachsen gerade Amaryllen, die mit ein wenig Glück an Weihnachten blühen werden.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Das «Dessert» dieses inspirierenden Hausbesuches bei der Schweizer Foodbloggerin Scarlett Gaus sind die wunderschönen antiken Puddingformen, ein freches Glitzer-Füchschen, das sich hier eingenistet hat, und natürlich süsse Zutaten und Gewürze für die Weihnachtsbackstube.

 

 

 

 

 

Pin It

Sweet Home im Neubau von Tamedia

Marianne Kohler am Dienstag den 25. November 2014

Zum 5-Jahr-Jubiläum der Newsnet-Blogs besucht Sweet Home die Blogredaktion. Das erlaubt Ihnen einen Blick hinter die Kulissen: Sie lernen nicht nur die Menschen kennen, welche die Blogs kreiert haben und betreuen, sondern entdecken auch das ganz aussergewöhnliche neue Gebäude der Tamedia-Gruppe. Gebaut wurde es vom japanischen Architekten Shigeru Ban. Der spannende Holzbau an der Werdstrasse in Zürich ist ein Anbau an bestehende Gebäude und zeigt sich aussen und innen leicht, neu, anders und – wie Sweet Home findet – erstaunlich weiblich.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Ein wenig anders als die üblichen Bürogebäude strahlt der Hauptsitz der Tamedia filigran und offen in die Stadtlandschaft hinaus. Das Gebäude basiert auf Holz: raffinierte, formschöne hoch- und quer verlaufende Holzbalken tragen die ganze Last des Gebäudes. «Und das ganz ohne Stahl, Nägel oder Schrauben in den Knoten», erklärt uns Christoph Zimmer, der Leiter der Unternehmenskommunikation. Zimmer war auch Projektleiter des Neubaus und erzählt begeistert von der spannenden Arbeit mit Shigeru Ban. «Der Plan war einfach – wir brauchten schlichtweg mehr Platz für unsere Mitarbeiter. Der ‹Tages-Anzeiger› ist schon seit 1902 hier zu Hause, damals war der Standort noch ausserhalb des Stadtzentrums, nicht mittendrin wie heute.» Verschiedene An- und Neubauten und gar Mietshäuser im Quartier beherbergten die wachsende Zahl der Mitarbeiter von immer neuen Zeitungen, Zeitschriften und digitalen Medien des grossen Verlags. Nun sind alle unter einem Dach in dem patchworkartigen, durch den Neubau homogener wirkenden Medienhaus, das sich entlang der Sihl hinzieht und sich der Stadt und der Zukunft zuwendet.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Stahl, Glas, Spiegel und Männlichkeit sind die üblichen Zutaten, wenn es um neue Bürogebäude geht. Anders bei Shigeru Bans Bau. Hier wurden die Liebe zum Material, die Grosszügigkeit der Räume und das Licht zu den Hauptdarstellern. Beim Eintritt erwarten einen anstelle der üblichen Designklassiker in Schwarz helle Möbel aus Karton und Sperrholz und statt Marmor oder Granit ein getupfter Boden aus Tessiner Flusssteinen. Das Erdgeschoss ist doppelt so hoch wie die anderen Etagen und vermittelt nicht nur sehr viel Leichtigkeit, sondern auch eine Art von ungezwungener Wohnlichkeit. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Die Formen, Texturen, Farben, Strukturen und Materialien finden sich spielerisch zusammen. Die puristischen Möbel aus Kartonrollen und Sperrholz hat Shigeru Ban selbst entworfen. Sehr schön ersichtlich ist hier auch die einfache, aber raffinierte Holzkonstruktion, die wie ein überdimensionales Bauklötzchensystem wirkt.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Grosszügig, hell und leicht wirken auch die Räume, in denen sich die Redaktions- und Verlagsmitarbeiter der unterschiedlichen Bereiche treffen können. Zu Essenszeiten wird in diesem Raum der Kantinenbereich erweitert, sonst können hier Besprechungen, Meetings oder Vorträge abgehalten werden. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Die Tupfen und der sensible Umgang mit Texturen, Strukturen, Mustern und Farben ziehen sich durch den ganzen Innenbereich hindurch. Für diesen war Anna Paola Supino, die Schwester des Tamedia-Vorsitzenden Pietro Supino, weitgehend verantwortlich.  

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Der wunderschöne Raum kann als erweiterte Kantine benutzt werden und dient als Treffpunkt ausserhalb des Büros. Seiner Schönheit wegen haben wir natürlich einen Zeitpunkt genutzt, an dem er fast leer war. Der hohe, lichtdurchflutete Raum wird einseitig umrahmt mit einer Balustrade, auf der sich kleine Sitzecken befinden.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Damit sich die Grosszügigkeit und Helligkeit voll entfalten können, sind Treppen- und Balustradengeländer aus Glas. Der zarte Grünton, den Glas manchmal ausstrahlt, ist wiederum gebrochen in den Stühlen aufgenommen.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Kartonrollen waren bereits für die Möbel des Architekten Shigeru Bang ein wichtiges Gestaltungselement. Hier hat er sie gleich noch im Grossformat für einen kurvigen Raumtrenner eingesetzt. Auf besonders charmante Art kommen damit Nachhaltigkeit und der Bezug zum Produkt zusammen, denn die Rollen sind nichts Geringeres als die Papierkerne, auf denen das Zeitungspapier des «Tages-Anzeigers» in die Druckerei kam. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Ein wichtiger Raum für den Inhalt der Zeitung ist der Newsroom, welcher zentral eine grosse Leinwand zeigt. Auf dieser sehen die Journalisten, die Dienst haben, rund um die Uhr die Neuigkeiten aus aller Welt und können sich darüber informieren, was andere Medien gerade berichten. Ein ringförmiger Tisch mit Arbeitsplätzen steht als eine Art Kommandozentrale mitten im Raum, umgeben von anderen Arbeitsplätzen. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Sweet Home beschäftigt sich nicht mit den grossen Dingen der Welt, sondern mit den kleinen des Alltags, die das Leben im und ums Haus bestimmen, es schöner, einfacher und lustvoller machen. Als ich mich vor rund 5 Jahren mit einem Büchlein voller Notizen und eingeklebter Fotos bei Michael Marti, dem stellvertretenden Newsnet-Chefredaktor (2. v. r.), vorstellte, wollte ich eigentlich einfach Wohn- und Lifestylegeschichten für die Onlineredaktion schreiben. «Da machen wir doch am besten einen Blog», meinte Marti kurzentschlossen – und ich fand, das klinge gut, obschon ich keine genaue Ahnung hatte, was ein Blog denn wirklich ist. So kam dann nach einigen Planungssitzungen und einem Schnellkurs im Blogprogramm ein paar Wochen später, im März 2010, Sweet Home auf die Welt, und ich bekam damit einen fantastischen Job, den ich bis heute liebe. Michael Marti, heute verantwortlich für den Onlinebereich beim «Tages-Anzeiger», hat sehr früh erkannt, dass Blogs eine Möglichkeit bieten, auf eine ganz persönliche Art Onlinegeschichten zu machen. Und so bietet Sweet Home fast täglich Tipps und Inspirationen rund um das Thema Wohnen, Design und Architektur, Kochen, Alltag und Haushalt. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

 

Sweet Home war der dritte Blog auf Tagesanzeiger.ch, nach Hugo Stamms Sektenblog und dem Mamablog. Gabriela Braun ist die redaktionelle Leiterin aller Blogs. Sie schreibt zusätzlich mit ihren Kolleginnen Jeanette Kuster und Andrea Fischer Schulthess Beiträge im Mamablog.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Die grossen, offenen Büros helfen, dass sich die Journalisten der früher getrennten Online- und Printredaktion des «Tages-Anzeigers» näherkommen und enger zusammenarbeiten können. Die Grossraumbüros strahlen durch die lichtdurchflutete und durch Holz bestimmte Architektur eine gewisse Wohnlichkeit aus. Auf dem Boden befindet sich ein Teppich, der an japanische Tatamimatten erinnert.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Die Lage des grossen Verlagshauses ist einzigartig. Das Gebäude zieht sich dem Fluss entlang und bietet dadurch von allen Stockwerken aus eine Weitsicht. Am tollsten ist sie natürlich von den Balkonen der obersten Etage aus: Sichtbar sind Uetliberg, Zürichberg, der See und die Stadt.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Unter dem gewölbten Dach, das ein wenig an eine Kathedrale erinnert, befindet sich die Redaktion von «20 Minuten».

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Trotz der sich immer schneller verbreitenden digitalen Medien spielt die Zeitung immer noch eine grosse Rolle – und auch eine schöne, wie dieser hübsche Stapel zeigt. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

In einem Zwischenraum stiessen wir auf eine alte Leuchtschrift, die einmal aussen am Gebäude hing. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Was auf Papier ist, wird auch auf Papier gesammelt und archiviert.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Bilder bewegen, und bewegte Bilder gehören heute ganz selbstverständlich zum Onlinejournalismus. Ganz offenbar wurde dem bei der Planung von gutem Stauraum noch nicht genügend Sorge getragen...

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Wieder einmal auf der Redaktion zu sein, bietet mir die Gelegenheit, mich mit Gabriela Braun über die Blogplanung zu unterhalten. Für solche Sitzungen stehen auf jeder Redaktionsetage einige kleine Räume mit Sesseln und Sofas von Le Corbusier zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit Charlotte Perriand entstanden sind. Die Röhrengestelle sind aber in sanftem, gebrochenem Grün lackiert, und die Polster zeigen sich in Leinen anstelle des Leders. Eine Kombination, die sehr schön zur Architektur passt. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Der Name «Sweet Home Blog» war die Erfindung von Denise Eggenberger, die sich im Verlag auch um die Blogs kümmert. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Wohnen und arbeiten rückt tatsächlich immer näher zusammen. So ist denn nicht nur Homeoffice ein Trend, sondern Büros werden ganz klar wohnlicher gestaltet. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Eine farbenfrohe gemütliche Ecke – vom «Tages-Anzeiger»-Team etwas ironisch «unsere Google-Lounge» genannt – fanden die Fotografin Rita Palanikumar und ich im alten Teil des Gebäudes, welches mit dem Neubau auch eine Renovation bekam, die dafür sorgte, dass die verschiedenen Gebäudekomplexe homogener wirken. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Auch Kunst ist ein Thema, das zur Einrichtung eines Bürohauses gehört. Dieses riesengrosse Bild, «Gerste» von Alexander Geibel, wirkt von weitem wie ein fotorealistisches Bild von einem Gerstenfeld. Bei näherer Betrachtung werden aber Pixel erkennbar.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Das Bild ist die perfekte Ergänzung zur Architektur und zum Innenausbau. Es zeigt den Zugang zur Natur auf eine moderne Art auf und ergänzt das Spiel der Texturen, Strukturen und Materialien.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

 Der übergrosse Print ist auf edles Büttenpapier gedruckt. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Auch Fotos mit alpinen Sujets, gerahmt in Holz, zieren die Wände der Gänge.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Das überhöhte Erdgeschoss bietet nicht nur ein grosszügiges Raumgefühl, sondern nimmt auch die architektonischen Eigenheiten des Quartiers auf. Ich fragte Christoph Zimmer, wie denn Shigeru Ban mit den strengen Bauvorschriften hierzulande zurechtkam. «Shigeru Ban schätzte den Pragmatismus der Schweizer Behörden. In Tokio hätte er kein Gebäude mit einer unbekleideten Holzstruktur bauen können, hier bei uns war das hingegen möglich», sagte der Tamedia-Sprecher. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Shigeru Ban fand auch, dass Holz besonders gut zur Schweiz passt. Holz stelle seiner Meinung nach auch eine Verbindung dar zwischen der schweizerischen und der japanischen Baukunst, denn beide Länder haben eine lange Tradition im Holzbau und legen viel Wert auf  Präzision und Handwerkskunst. So arbeitete Shigeru Ban für die Holzkonstruktion mit Blumer-Lehmann aus Gossau zusammen. Mit dem Unternehmen hatte er bereits die Holzkonstruktion des Centre Pompidou in Metz realisiert, das Tamedia-Gebäude ist sein erster Bau in der Schweiz.  

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Die Holzkonstruktion ist so einfach wie raffiniert. Es wurden dafür etwa 3600 Fichten aus der österreichischen Steiermark verwendet. 

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar 
Tamedia begrüsst ihre Mitarbeiter und Besucher im grossen, sich dem Stauffacherplatz und der Sihl zuwendenden Empfangsraum. Hier stehen die Clubsessel LC2 von Corbusier, die Stühle Carta von Shigeru Ban, die übrigens bei Wohnbedarf produziert werden, und natürlich alle Printprodukte des Verlags, bereitgestellt auf den Schweizer Regalklassikern von USM. Regelmässig bleiben Passanten und Touristen stehen und fotografieren das ausgefallene Gebäude.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Shigeru Ban ist ein wichtiger Vertreter der Gegenwartsarchitektur. Er baut nicht nur grosse Geschäftshäuser, sondern auch Einfamilienhäuser, Kirchen, ganze Wohnkomplexe oder Museumsbauten. Als der Tamedia-Vorsitzende Pietro Supino das Kunstmuseum Centre Pompidou in Metz gesehen hatte, verliebte er sich in die Architektur des Japaners und beauftragte ihn mit dem Neubau in Zürich. Bei allen Konstruktionen von Shigeru Ban sind es nicht pompöse Fassaden, die im Vordergrund stehen, sondern der Charakter eines Hauses und die Bauweise. Trägerstrukturen transparent zu machen, ist dabei zu Shigeru Bans Markenzeichen geworden.

Sweet Home bei Tages Anzeiger ©Rita Palanikumar

Wie eine Skulptur steht das Architekturmodell des Neubaus in der Empfangshalle, transparent, mit kleinen Möbeln, Zimmerpflanzen, Menschen und Autos versehen.

 

 

 

 

 

 

Pin It

Meistgelesen in der Rubrik Blogs

Publireportage

Lötschberger Online-Wettbewerb

ewinnen Sie ein romantisches Wochenende für zwei Personen am Blausee.

Werbung

Volltreffer! Die Fussballkolumne.

Grädel schreibt über Fussball und die Welt. Wenn einer in Bern und Umgebung echten Fussballsachverstand hat, dann er.

Publireportage

BLS-Tageskarte

Jeden Tag nur 200 Stück: Sichern Sie sich Ihre BLS-Tageskarte für Ausflüge mit Bahn, Bus und Schiff durch die halbe Schweiz.

Vergleichsdienst

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Werbung

Kulturell interessiert?

Bizarre Musikgenres, Blick in Bücherkisten und das ganze Theater. Alles damit Sie am Puls der Zeit bleiben.

Werbung

Ausgang? Agenda!

Kino. Musik. Kunst. Bühne. Literatur. Feste. Und was sonst noch so läuft in der Region.

Promotion

Kostenlose Ebooks

Laden Sie in unserem Weiterbildungs-Channel kostenlos Ebooks herunter.