10 Gründe, warum viele Menschen langweilig wohnen

Stillos, farblos, ideenlos: Daran erkennt man uninspirierte Einrichtungen.

 

 

1 — Fehlender Mut

Man hat Angst, dass etwas Aussergewöhnliches einem eines Tages verleidet, also zu langweilig wird, entscheidet sich für die langweilige Variante und lebt damit viel zu lange. So bleibt man lieber bei den weissen Wänden, anstatt eine Farbe zu wagen, wählt Möbelprogramme, statt Einzelstücke zu suchen, setzt die gleichen Stühle um den Tisch und vieles mehr. (Bild: Entrance)

2 — Man möchte gleich wie die anderen sein

Wenn der Nachbar oder die Freundin etwas haben, möchte man einfach das Gleiche auch. So sein wie die anderen, so wohnen und so leben ist oft der Motor für Langeweile. (Bild: Nooks)

3 — Viele Möbelhäuser bieten das Gleiche an

So ähnlich funktionieren leider auch viele Möbelhäuser. Man schaut auf die Konkurrenz und kauft dann das Gleiche ein. So bleibt die Auswahl klein, und man achtet weniger auf das Einzigartige einer Kollektion, sondern vielmehr auf den Preis. (Bild über: Frenchy Fancy)

4 — Zu wenig Stil

Leider ist das Fehlen des Stils meist die Ursache für langweilige Wohnungen. Guter Geschmack ist halt kein Unterrichtsfach, und doch denken die meisten, dass sie diese Eigenschaft für sich gepachtet haben. (Bild: Nooks)

5 — Bequemlichkeit

Oft gewöhnt man sich an einen Status quo und stellt ihn nie infrage. Man wählt auch gern die einfachen Lösungen oder lässt sich zu etwas überreden, weil man sich selbst nicht gross Gedanken darüber gemacht hat. (Bild: Les Curieuses)

6 — Zu wenig Vorstellungskraft

Viele kopieren einfach etwas und denken dabei, dass sie auf Nummer sicher gehen. Interiorbilder werden nicht uminterpretiert, sondern als Gesamtpaket wahrgenommen. Wenn man also keine grosse Altbauwohnung hat, werden die Einrichtungsideen, die darin inszeniert wurden, gleich über Bord geworfen. Dabei kann man vieles adaptieren. (Bild: Atelier Pfister)

7 — Scheu vor der Arbeit

Viele scheuen sich davor, selbst Hand anzulegen. Dabei sind Projekte, wie eine Wand zu streichen, ein Sofakissen selbst zu nähen, ein wenig umzustellen oder einfach umzudenken, keine Lebenswerke. (Bild: One Kingslane)

8 — Zu kompromissfreudig

So viele Male habe ich diesen Satz gehört oder gelesen: «Ich kann das nicht kaufen, weil das wahrscheinlich meinem Mann nicht gefällt!» Die umgekehrte Version habe ich noch nie gehört. Bitte sehr, lassen Sie doch einander leben und wirken. Es muss nicht alles ein Kompromiss sein. Ein paar Dinge, die nicht allen total gefallen, tun der Wohnung gut. Langeweile hingegen nicht! (Bild über: Planete Deco)

9 — Man gibt die Schuld den Umständen

Keine Wände farbig zu streichen, weil man sie beim Umzug wieder umstreichen muss, kein Bild aufzuhängen, weil man Angst vor dem Vermieter hat, ein zu kleines Budget, eine zu kleine Wohnung etc. Die Schuld für eigenes Unvermögen auf andere zu schieben, ist wirklich eine faule Ausrede. (Bild über: The Socialite Family)

10 — Fehlendes Interesse

Na ja, es gibt Menschen, die interessieren sich ganz einfach nicht für die schönen Dinge des Lebens. Ob die Wohnung nun hübsch oder langweilig ist, realisieren sie gar nicht. Ich persönlich bin aber davon überzeugt, dass Schönheit viel zum Glück beiträgt. Für Schönheit braucht es übrigens kein grosses Budget, sondern bloss die Liebe zur Schönheit. (Alle Möbel von Bonaldo)

Credits

Immobilienagenturen:  EntranceNooks
Interior DesignOne KingslaneLes Curieuses
Shops und Kollektionen: Atelier PfisterBonaldoOne Kingslane 
Blogs und Magazine: The Socialite FamilyPlanete DecoFrenchy Fancy

76 Kommentare zu «10 Gründe, warum viele Menschen langweilig wohnen»

  • Linda sagt:

    Wie immer … ich persönlich sehe den Blogbeitrag NUR als Inspiration und über Geschmack lässt sich bekannterweise streiten.

    Ich fände es vor allem LANGWEILIG, wenn sich jeder nach dem gleichen Schema einrichten würde und eine Wohnung der anderen gleichen würde.
    Die Hauptsache ist, man fühlt sich in seiner Wohnung wohl.

  • Samuel Müller sagt:

    Mag ja alles stimmen, aber Fakt ist: Nur Spiesser bewerten andere Wohnungseinrichtungen als langweilig. Relaxte Menschen freuen sich darüber, irgendwo eingeladen zu sein.

  • Bernhard Winkler sagt:

    Als Dekorationsmaler stelle ich immer wieder fest, dass oft der Mut zur Farbe fehlt. Das Wissen welchen Einfluss Farbe auf den Menschen hat ist gering. Eine persönliche Raumgestaltung entsteht durch ihre Lieblingsfarben, Gegenständen und Bildern von ihren Hobbys. So ensteht ein Raum der ihre Sprache spricht. Dies hat nichts mit Markenartikeln und dem Preis zu tun.
    Das Leben ist bunt und mit Farbe.

  • Ri Kauf sagt:

    Wie recht Sie haben Frau Kohler und WIE VIELE getroffene Hund hier bellen……unglaublich! Es gibt wirklich sehr viele Wohnungen die nicht gut eingerichtet sind und wenige, die toll sind. Dazu gehört natürlich meine……(zwinker…)
    Ich habe eine und mit was sie ihre Wohnung einrichten will. Es sieht bei ihr immer noch, sie ist jetzt 60., wie nach dem ersten Zügel Tag aus……

  • Toby Alleyne-Gee sagt:

    Mit diesem Beitrag bin ich sehr einverstanden, besonders mit Punkt 10. Es wird so oft in den Kommentaren geschrieben, es sei nur möglich, schön zu wohnen, wenn man viel Geld ausgibt, was überhaupt nicht stimmt. Für Schönheit braucht es die Liebe zur Schönheit, mehr nicht. Die Beispiele finde ich persönlich nicht so schön, aber man muss nicht mit jeder Äusserung einverstanden sein (z.B. ungleiche Stühle – ich gehe mit Herrn Jasper einig!). Das heisst jedoch nicht, dass der Artikel grundsätzlich falsch liegt. Ich verstehe auch nicht, weshalb so viele Leute ein Problem damit haben, wenn jemand eine Meinung vertritt. Und der Zweck dieses Blogs besteht darin, Meinungen zu vertreten, die zwangsläufig subjektiv und persönlich sind. Es ist ja so unglaublich langweilig, keine Meinung zu haben!

    • Amanda sagt:

      Ich freue mich immer darüber, wenn jemand seine Meinung-, gerne auch leidenschaftlich und überzeugend vertritt. Aber: C’est le ton qui fait la musique!

  • sabina sagt:

    Ich mag diese blauen „Ja“ „Nein“ Balken nicht!

  • Rolf Wittwer sagt:

    Wir sind auf der Ersatzsuche nach einem neuen ähnlichen Ecksofa, das uns über viele Jahre erfreut hat und bis dato sehr bequem zu gebrauchen ist.
    Leider und ärgerlich ist der Fakt, dass die heutigen Sitzmöbel je nach dem links oder rechts, praktisch nur noch mit zu viel Platz beanspruchender Schlafmöglichkeit offeriert werden. Zudem sind die eigentlichen Sitzflächen viel zu breit, sodass man nur noch in einer etwa 30° zum Boden längsgestreckten Haltung diese Möbel benützen kann. Wie kann man denn noch bequem auf einer fast einen Meter breiten Sitzfläche bequem und den Rücken anlehnend, sitzen?
    Die schillernde stets aufgeräumte Prospektwohnwelt hat sich leider sehr weit von der Realität entfernt.

  • Martin Thalmann sagt:

    Früher hielt ein Stuhl oder Tisch ein «Leben lang». Heute muss das Sofa (geschäumt, anstatt mit Rosshaar gepolstert) schon nach fünf Jahren durchgesessen in den Sperrmüll. Sofas sind so tief geschnitten, das man nicht darin sitzen kann sondern nur noch liegen. Viel Form, wenig Funktion. Dazu passt auch der Artikel – Familie Schweizer geht lieber drei Mal im Jahr in die Ferien als solid einzurichten, daher der immer gleiche Einheitsbrei.

  • Klaus Jasper sagt:

    Dieser „Furz“ mit den ungleichen Stühlen. Gibt es in gewissen Restaurants auch.
    Ich hasse das. Ich will nicht auf einem alten Stuhl aus dem Brockenhaus mit Läusen und Würmern drin hocken.
    Da habe ich aufgehört zu lesen
    Langweilig sind Journalisten, die sich zwanghaft antispiessig aufführen – DAS wirkt auf mich langweilig und super-spiessig.

  • Mody Bühler sagt:

    Grässlich und beengend, wenn man in einem Set eines Wohnmagazins leben müsste…

  • Peter Ringger sagt:

    Wer bestimmt, was „langweilig“ ist? Der Bewohner oder der Journalist? Ich langweile mich, wenn eine Veranstaltung mich nicht unterhält. Meine Inneneinrichtung soll mich aber nicht unterhalten, sondern schön und zweckmässig sein. Schönheit liegt im Auge des Betrachters und ist individuell. So lange ich mich in meinem Haus wohlfühle ist es mir völlig schnurz, wenn Journalisten oder Designer es als langweilig bezeichnen.

  • marie sagt:

    hm… das aufregendste meiner einrichtung ist meine unordnung. aber dafür kann ich kochen.
    :)

  • Ingo Nimbus sagt:

    Ich fürchte wenn man Designer an die Organisation von Büchern läßt kommt schlimmstenfalls eine Ablage zustande wie sie in den Abbildungen 3,7 und 9 erkennbar ist. Nämlich nach dem Motto: Ein Griff….und die Sucherei geht los. Alternativ ist das nur noch durch ein Organisationsschema zu toppen daß sich an der Farbe der Einbände orientiert. Das spielt allerdings keine Rolle wenn man die Schrifeten ohnehin nicht liest?
    Ansonsten habe ich mit den Begriffen Stil und Geschmack immer das grundsätzliche Problem was denn damit gemeint ist.

  • Margrit sagt:

    Mich dauern die gruenpflanzen, die -wohl aus aesthetischen gruenden-eine dunkle Ecke aufpeppen sollten. Und welcher echte buecherwurm stapelt seine schaetze schoen ausgerichtet auf -womoeglich farblich assortiert..?

  • Daniel Slamanig sagt:

    Und ein weiterer weltbewegender Artikel seitens der Stilberater/innen-Gilde.

  • Donna sagt:

    Alles Klischees. Farbige Wände sind nicht per se weniger langweilig als weisse. Im Gegenteil.

  • Erich Chiavi sagt:

    Der Grund dass die Schweizer farblos und langweilig Wohnen ist dass die Architekten selbst sehr langweilig und fade Wohne, zu dem fehlt der Mut sich
    mit Farben zu identifizieren und auseinander zu setzen.
    Als Physiologe beschäftige ich mich mit Licht, Luft, Schall, Ergonomie, Formen,
    Materialien und Farben im Umfeld des Menschen. Die modernen Wohnungen haben nicht einmal Vorhangschienen für einen angemessenen Schall zu erzeugen,es gibt fast nur noch Hartböden ohne Komfort usw. wie sollen da
    die Leute noch eine Wohnkultur und Farben erleben.

    • lukas sagt:

      die architekten sind da ziemlich unschuldig, im gegenteil: moderne räume sind einfacher einzurichten. viele leute haben die prioritäten halt woanders oder/und nicht die kapazität, sich die fähigkeiten anzueignen.

  • Toni sagt:

    Manche Möbel sind auch einfach nicht praktisch, zu unbequem oder schlichtweg zu teuer. Eine Designercouch für 30’000 Fr. mag zwar aufregend aussehen, aber für einen gemütlichen Fernsehabend und ein schmales Budget taugt sie eben nicht.

  • Michael sagt:

    Alles schöne Wohnungen – auf ihre Art. Aber bei keiner steht dabei, wie lange es gadauert hat, bis sie diesen Zustand erreicht hat. Nichts davon kann man wohnzimmerfertig bekommen, da muss man lange Suchen und durch Möbel- und Einrichtungshäuser streifen, wozu auch nicht jeder Lust hat.. Und für manche Menschen ist die Funktionalität einfach wichtiger als der Gesamteindruck. Und manche – ich zähle mich dazu – haben schlicht zu wenig Vorstellungsvermögen.
    Hauptsache ich fühle mich in meinen 4 Wänden wohl – das ist es, was zählt.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Da gab’s doch mal die typische Schweizer Wohnung:

    https://www.srf.ch/sendungen/dok/zu-hause-beim-durchschnittsschweizer

    Wir leben, wie wir sind: Alles ist a) das Resultat von Vernunft, b) praktisch und c) unauffällig…

  • Helene Fischbacher sagt:

    Sti(e)l hat man oder eben nicht, und nicht jeder kann sich die teuren Designmöbel leisten, wo immer auf diesen Hochglanzföteli gezeigt werden. Das sieht dann halt er nach Prospekt aus, statt persönlichkeit fehlt da schon ein wenig.

  • Anita sagt:

    Guter Geschmack, Stil… für klingt das so abgedroschen. Ist doch alles Ansichtssache. In der 3. Welt ist man froh, wenn man ein Dach über dem Kopf hat und das Bett nicht teilen muss. Aber ich merke, dass ich hier wohl gleich Entrüstung auslösen werde…

    • Hans-Jürg sagt:

      Ich bin voll und ganz ihrer Meinung.

    • Simon sagt:

      Sie haben Recht, die Ungerechtigkeit auf der Welt ist ein gewichtigeres Problem als die Wohnungseinrichtung. Aber man muss ja trotzdem nicht bei jedem nicht weltbewegenden Thema die Armut in Afrika mit einbeziehen. Ich finde es jedenfalls immer sehr aufschlussreich, fremde Wohnungen zu betrachten und zu erfahren, ob man die Person richtig oder eher falsch eingeschätzt hat. Denn die Wohnung sagt viel mehr über eine Person aus als zum Beispiel die Kleidung.

  • Max Herre sagt:

    Also bei mir ist der Grund dafür, dass ich nach 8.5 Stunden Arbeit, 5 Tage die Woche schlicht keine Energie mehr habe um mich mit meiner Hausverwaltung darüber zu streiten, ob ich die Wände jetzt farblich zur Couch ummalen darf. Ausserdem ist die Couch sowieso ein 08/15 Modell aus IKEA. Weil ich ein Kompromiss finden musste zwischen, passt in die Wohnung rein, ist bequem und kann ich mir leisten.

  • Markus König sagt:

    Entlarvend: Die meisten Leser hier sind sich völlig uneinig, ob die Bilder nun für langweilige oder fantasievolle Möblierung stehen. Ich habe auch keinen Plan.

    • Anita sagt:

      Wahrscheinlich sollten sie fantasievoll sein. Finde sie aber auch nur langweilig… naja, Geschmacksache…

      • Lichtblau sagt:

        Ich dachte eher, die Bilder, ausser Nr. 6, stehen für 0815-Einrichtungen. Und ich wunderte mich, da sich die meisten Fotos eben nicht gross vom sonst Propagierten abheben.

  • Peter Fischer sagt:

    ich bin nicht mal drausgekommen, ob die gezeigten Bilder jetzt abschreckend sein sollten, oder ob sie das gepriesene Ziel zeigen. Ein dümmlicher Artikel auf alle Fälle.

  • Zora sagt:

    Gekonnter Artikel, viel sprachlicher Ausdruck! Ja, die Liebe zur Schönheit machts aus… die im Auge (oder vielmehr auch in der Seele) des Betrachters liegt.

  • Kurt Seiler sagt:

    Herr Bünzli kommt halt heute aus Schweden.

  • Amanda sagt:

    „Guter Geschmack ist halt kein Unterrichtsfach, und doch denken die meisten, dass sie diese Eigenschaft für sich gepachtet haben.“ Sie offenbar auch! Anders
    kann ich mir den anmassenden Text nicht erklären.

  • Max Blatter sagt:

    „Wohnst du noch, oder lebst du schon?“ Für mich besteht das Leben aus so viel anderem neben dem blossen „Wohnen“, dass meine Wohnung wohl nach den Massstäben der Bloggerin SEHR langweilig aussieht. So stehen um meinen Tisch herum tatsächlich – wie schrecklich – lauter gleiche Stühle. Aus dem Möbelhaus mit dem oben zitierten Slogan, notabene… (Dass ich mit den Stühlen nicht nur glücklich bin, hat nichts mit deren Aussehen, sondern mit deren Stabilität zu tun. Die Konstruktion solider Sitzmöbel ist definitiv nicht die Stärke von IKEA! Aber das nur nebenbei.) Dafür habe ich, im zweitobersten Stockwerk eines achtstöckigen Hauses, einen wunderschönen Ausblick nach Süden auf eine malerische Reuss-Schleife, nach Ost-Südost auf die Rigi und die Alpenkette. Leben jenseits des Wohnens, eben!

    • Julia sagt:

      So ähnlich habe ich auch gerade gedacht. Ich meine, was nützt dir die Schickimicki-superindividuell gestaltete Wohnung, wenn man sich darin nicht wirklich wohlfühlt. Wenn man sich kaum traut auf dem Sofa zu lümmeln, weil es so ein superteures Designer-Teil ist, das dann auch noch unbequem. Für mich müssen die Möbel praktisch und bequem sein, wenn es mir auch noch gefällt – super. Meine Regale bestehen zum grössten Teil aus Holzharassen. Zudem habe ich sehr breit gefächerte, verschiedene Interessen, was bedingt dass ich halt viele Sachen habe, die ich irgendwo verstauen muss, aber sie halt auch nicht erst lange hervorkramen will. Mir gefällt meine Wohnung, spannend muss sie nicht sein, bin selber vielseitig genug. Wem das nicht passt, der kann ja zu Hause bleiben.

  • Zimy sagt:

    Unsere Wohnung würden Leute mit sogenanntem „Stil“ sicher auch langweilig finden. Aber wir fühlen uns wohl, und das ist doch das eigentliche Mass der Dinge.
    Ausserdem war uns aus Umweltschutzüberlegungen die langfristige Nutzbarkeit (20 Jahre und mehr) wichtig. Darum sind die Möbel neutral (oder langweilig?) herausgekommen, damit sie zum wechselnden Drumherum passend bleiben.

  • Damian Vontobel sagt:

    Nachdem Sie uns nun 10 abschreckende Bilder gezeigt haben, wäre es ganz gut, wenn Sie uns auch eines zeigen würden welches veranschaulicht, wie „inspiriertes“ Wohnen aussehen könnte.

  • Raphael Huber sagt:

    Persönlich habe ich die Einstellung, dass ein Möbel grundsätzlich nur gerechtfertigt ist wenn es eine Funktion erfüllt. Dekoration ist ein no-go. Wir haben unser Haus so saniert, dass die Bausubstanz an und für sich so schön ist, dass jegliche Dekoration nur ein Downgrade ist. Ein minimum an Möbeln ist vorhanden, aber das Haus an und für sich strahlt bereits all die Wärme und Geborgenheit aus, die wir wollen, und die in den Museen die oben abgebildet sind absolut nicht zu spüren ist.

  • Raphael Huber sagt:

    Waren die Bilder als Gute Beispiele gemeint oder als schlechte? Ich finde zb. das das alles total langweilig und of auch einfalslos im Sinne von künstlich konstruiert aussieht.
    Wie verschieden Geschmäcker sein können, zeigt sich daran, dass ich aufrichtig nicht sagen kann ob die Bilder abschreckend oder inspirierend gedacht sind… Für mich sind sie sehr abschreckend. Hab ich nun „Stil“ oder nicht? ;)

    • Julia sagt:

      Das habe ich mich auch gefragt. Es wirkt so unnatürlich, dass ich mich da kaum zu atmen getrauen würde, geschweige denn mich hinzusetzen. Die Wohnung wirken so steril und unbelebt, teilweise auch kalt. Ich möchte meine, überhaupt nicht stylish eingerichtete, Wohnung mit einer von den hier gezeigten tauschen. Ob meine Wohnung Stil hat? Keine Ahnung, mir sind andere Sachen wichtiger.

  • Hanno sagt:

    Punkt 3 kann ich leider nur unterstützen: Gerade die mittelpreisigen Möbelhäuser (Micasa, Interio, Toptip) bieten ja fast identische Sachen an. Nur Ikea hat poppigere Möbel und vor allem Deko-Artikel. Oder gibt es sonst noch lässige Möbelhäuser, die auch ausgefallenere Stücke anbieten?

    • Conny sagt:

      Im unteren/mittleren Preissegment fallen mir z.B. Butlers oder Maisons du Monde ein. Oder einfach Flohmärkte durchstöbern und die Sachen selber aufmotzen ;)

  • Luc Bovier sagt:

    Auch an einem langweiligen Tisch lässt sich gut sinnieren. Hauptsache solide und stabil, damit man sich gut abstützen kann, wenn der Kopf zu schwer wird. Eiche hat sich bewährt, Kirsche auch, wer es rötlicher mag.

  • Oliver sagt:

    Alles tip top. Tolle Einrichtungen.
    Im Artikel steht dass man nicht viel Geld für die Einrichtung braucht. Doch die Bilder zeigen nur teure Möbel. Hälfte hälfte ist der goldige Schnitt.

  • Philippe sagt:

    Die Bilder sind wirklich sehr schlecht gewählt für diesen Artikel – und wieso müssen es immer 10 Gründe sein? „Fehlender Mut“, „Bequemlichkeit“ und „man möchte gleich wie die anderen sein“ sind ungefähr dasselbe. Fünf Gründe mit fünf guten Bildern wären wahrscheinlich sinnvoller gewesen.

  • Rudolf Gerber sagt:

    Das Beste ist der letzte Satz „(alle Möbel von Bonaldo)“. Für mich (aufgrund der Bilder) ab sofort der Inbegriff von langeweile.

    • Anh Toàn sagt:

      Für mich die zwei letzten:

      „Für Schönheit braucht es übrigens kein grosses Budget, sondern bloss die Liebe zur Schönheit. (Alle Möbel von Bonaldo)“

      Schöne Autos müssen nicht teuer sein, man sehe sich mal bei Aston Martin um.

      Teuer ist aber vor allem der Raum für eine schöne Einrichtung. Das schönste Möbelstück, dass es gibt auf der Welt, ist ein Steinway Flügel. Der kostet etwa 100’000, das Wohnzimmer dafür deutlich mehr, ausser man zieht in ein tourismusfreies Tal im Oberwallis.

  • Manuela sagt:

    Liebe Frau Kohler. Ich mag Ihren Blog. Sehr sogar. Immer wieder zeigen Sie Überraschendes. Manches setz ich um, bei den meisten Ideen geniesse ich aber einfach die Bilder und ihre Legenden. Beim heutigen Blog aber haben Sie sich meines Erachtens aber gründlich vertan und sich auf ein ziemlich hohes Ross gesetzt. Was langweilig ist, liegt im Auge des Betrachters. Das ist nie objektiv. Alles ist relativ. Deshalb: Geben Sie weiter Tipps, urteilen aber nicht im Stil eines Schulmeisters. Denn, auch der so genannte gute Geschmack ist Geschmackssache.

  • Daniel Zimmermann sagt:

    Lieber langweilig wohnen, dafür kurzweilig leben …

  • Peter sagt:

    Ja, also ich finde jetzt den Drang, sich schwergewichtig um die eigenen vier Wände zu kümmern, ziemlich bieder und langweilig. Egal wie individuell die Wohnung dann letztlich aussieht: Das Leben spielt sich da draussen ab. Und ein zu kleines Budget als Resultat von Unvermögen hinzustellen, finde ich echt dicke.

  • Fritzli sagt:

    „Leider ist das Fehlen des Stils meist die Ursache für langweilige Wohnungen. Guter Geschmack ist halt kein Unterrichtsfach, und doch denken die meisten, dass sie diese Eigenschaft für sich gepachtet haben.“

    Der letzte Teilsatz gilt für alle, nicht nur „die meisten“ , auch für sie…

  • Martin sagt:

    ein zusätzlicher Punkt wäre Faulheit, viele scheuen sich davor die Wohnung oder Haus mal ordentlich aufzuräumen. Verschiedenheit, du kannst zehn Leute fragen und erhälst mindestens zehn Meinungen.

  • A. Huber sagt:

    Sollen die Fotos nun die 10 Gründe für die Langweiligkeit der meisten Wohnungen illustrieren? Man ist sich nicht so sicher.

    • M. Mueller sagt:

      Mir gefallen die Fotos und scheinen mir die Gegenlösung zu illustrieren.

    • Peter Meier sagt:

      Das wollte ich auch gerade fragen. Alles Bilder vom Einheitsbrei aus einer beliebigen Zeitschrift. Man sieht auf den ersten Blick, dass hier niemand wohnt.
      Aber ich vermute, dass sollten positive Beispiele sein, wenn man die Credits anschaut. Dieser Blog ist ja sowieso nur eine Werbung für die angegebenen Firmen.

  • Marianne Pomeroy sagt:

    Ich habe eine ganz andere Philosophie. Möbel sind mir nicht wichtig. Ich möchte dass sie einfach quasi nicht gesehen werden. Anstatt bereichere meine Wohnräume mit Kunst (keine Plakate) an den Wänden. Und für mich ist das wohnen, mehr als eine Corbusier Liege welche, wie schön auch immer, ein auffälliges aber in sich totes Dekorationsstück hergibt.

    • romeo sagt:

      Meine Corbusier-Liege ist auch tot.. man sieht aber woran sie gestorben ist.. an 20 Jahren täglichem Gebrauch. Das macht sie wiederum lebendig…

  • Beno Netzer sagt:

    Der Text ist ja ganz gelungen. Nur die Bilder zeigen genau das Gegenteil – phantasielosen, uninspirierten, vorgekauten, ungelebten, farblosen, angepassten und austauschbaren Einrichtungsbrei. Die neue Spiessigkeit in ihrer ganzen Pracht.

    • Mme Peng sagt:

      Es gibt noch zwei gewichtige Gründe: Möbel sind komplett überteuert. Und die meisten Wohungen werden weiss abgegeben, man muss sie weiss wieder abgeben, das Streichen ist teuer und aufwendig. Und die meisten Wohungen in der Stadt Zürich sind einfach viereckige Kästen mit einem Standardfenster.

    • Martina sagt:

      … ein bisschen wüstenchic, eine prise berberteppich, ein paar wohlgruppierte design-ikonen, farbcodierte bücherwände, eine gallery-wall (bitte unbedingt mindestens 1 ausstellungsposter und/oder ein andy warhol spruch :) ), die zimmerpflanze ss17 (und sogar ein paar schwiegermutterzungenblätter sehe ich, das ist aber wirklich last season!) … hab ich was vergessen ;)?

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