10 feine After-Work-Rezepte

Abends müde und hungrig nach Hause kommen und dann noch kochen? Diese einfachen Rezepte helfen.
1 — Polenta mit Nüssen und Roquefort
Schnell und unkompliziert geht dieses Gericht mit einer schnellen Polenta. Aber Sie können sich natürlich auch Zeit nehmen und eine feine Tessiner Bramata kochen. Ich finde es sehr entspannend, nach einem anstrengenden Arbeitstag eine einfache Arbeit in der Küche zu machen, dabei ein wenig zu lesen und ein gutes Glas Wein zu geniessen. Risotto ist da mein Liebling, aber eine Bramata rühren gehört auch in diese Kategorie. (Bild: Forkvsspoon)
Und so gehts:
Bereiten Sie eine Polenta gemäss Packungsangaben zu. Ich persönlich liebe sie mit mehr Milch als Wasser und gebe ihr auch Kräuter oder Bouillon bei. In einer Bratpfanne rösten Sie Walnusskerne, wobei auch feingeschälte Haselnüsse fein sind. Servieren Sie die Polenta mit zerbröseltem Roquefort, Gorgonzola oder Stilton, den gerösteten Walnusskernen und ein wenig Honig.
2 — Farfalle mit Erbsli und Schinken 
Meine schnelle Lieblingspasta ist kein leichtes Gericht, aber eines zum Wohlfühlen und eines, das immer schmeckt. (Bild: Gringalicious)
Und so gehts: 
Kochen Sie Farfalle oder andere Pasta nach Ihrem Geschmack al dente. Geben Sie Olivenöl, eine zerquetschte Knoblauchzehe und einen halben, in die Hälfte geschnittenen Peperoncino ins Öl. Zusammen erhitzen und wenn beides duftet, herausnehmen und etwa drei Tranchen guten, in Streifen geschnittenen Schinken beigeben. Sobald dieser ein wenig angebraten ist, einen EL gehackten Rosmarin und Salbei zugeben. Wenn die Kräuter duften, giesse ich ein halbes Glas Weisswein dazu und lasse diesen ziemlich einköcheln. Dann kommen gefrorene Erbsli dazu und ein wenig gute Hühnerbouillon. Einige Minuten köcheln, bis die Erbsli gekocht sind. Dann Rahm dazugiessen, erwärmen und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle und Muskatnuss würzen. Die al dente gekochte Pasta mit ein wenig Pastawasser dazugeben. Alles gut vermischen, nach Belieben noch ein Eigelb unterrühren und mit viel geriebenem Parmesan geniessen.  
3 — Gnocchi mit Pilzen und Feta
Gute Gnocchi können Sie auf dem Zuhauseweg beim Traiteur kaufen. Damit gelingt dieses Gericht im Handumdrehen. (Bild: Yummly)
Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und braten Sie darin geschnittene Pilze an. Geben Sie ein wenig Salz und Thymian dazu. Dann geben Sie die Gnocchi bei und braten alles bis die Gnocchi goldbraun sind. Servieren Sie die Gnocchi mit zerbröseltem Feta und gehackter Petersilie. 
4 — Lachsbrötli mit Ei
Nichts gegen ein gutes, belegtes Brötli zum Znacht. Dieses Lachsbrötli gibt mit einem Glas Prosecco ein kleines Januar-Alltagsfest ab, und das mit wenig Aufwand. (Bild: Once upon a cutting board)
Und so gehts: 
Toasten Sie Brotstücke und bestreichen Sie sie mit ein wenig Butter. Legen sie nun Salatblätter wie Nüsslisalat oder Rucola darauf und einige Avocadostücke. Darauf legen Sie guten Rauchlachs. Wählen Sie kein Massenprodukt, sondern zahlen Sie lieber ein bisschen mehr und brauchen dafür weniger! Über dem Lachs platzieren Sie pro Brötchen ein verlorenes Ei und geben über alles schwarzen Pfeffer aus der Mühle und ein wenig Salz.
5 — Quiche mit Champignons und Spinat
Mit einem fertigen Kuchenteig gelingt eine Quiche schnell und gibt ein elegantes After Dinner ab. Geniessen Sie dazu einen knackigen Salat und ein gutes Glas Wein. (Bild: Edible communities)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Kuchenteig

300 g Champignons in Scheiben geschnitten

1 kleiner Beutel Blattspinat

3 Eier

1 Becher Crème fraîche

100 g Gruyère, geraffelt

50 g Sbrinz, geraffelt

50 g Tilsiter, geraffelt

Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Die Champignons in Streifen schneiden, diese in ein wenig Butter mit Salz braten und zur Seite legen. Den Spinat mit ein wenig Olivenöl, einer zerdrückten Knoblauchzehe und einem halben Peperoncino andünsten, den Deckel auf die Pfanne geben, gut schütteln, dass der Knoblauch und der Peperoncino nicht anbrennen und einige Minuten zugedeckt köcheln, bis der Spinat zusammenfällt. Knoblauch und Peperoncino entfernen, salzen und den Spinat ausdrücken. Mischen Sie die Eier mit der Crème fraîche, dem geraffelten Käse, Salz, Pfeffer und Muskat. Belegen Sie eine Wähenform mit dem ausgewallten Kuchenteig und stechen diesen mit der Gabel ein. Geben Sie ein wenig Füllung auf den Teig, verteilen Sie den Spinat und die Hälfte der Champignons darauf, geben Sie die zweite Hälfte der Käsefüllung darüber und dann die zweite Hälfte der Champignons. Backen Sie die Quiche im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 35–40 Minuten.

 

6 — Wintersalat mit Orangen und Fenchel
Manchmal hat man auch an einem Winterabend Lust auf etwas Leichtes, Frisches und Knackiges. Da passt der herrliche Wintersalat bestens. (Bild: Hungry girl por vida)
Und so gehts:
Schneiden Sie Fenchel in Streifen. Filetieren Sie Orangen. Mischen Sie dazu ein wenig Fenchelkraut, Rucola und Granatapfelkerne. Die Sauce entsteht mit dem ausgepressten Orangensaft von den verbliebenen Resten der filetierten Orangen, ein wenig Balsamicocreme und Olivenöl. Ein wenig salzen und geniessen. 
7 — Safranreis mit Erbsli
Wie bereits erwähnt, finde ich das Kochen von einem Risotto genau die Art von Entspannung, die am Abend nach der Arbeit guttut. Es geht auch nicht zu lange und gibt immer ein gutes Abendessen ab, auch wenn der Kühlschrank praktisch leer ist. (Bild: Umamigirl)

Und so gehts: 
Geben Sie eine gute Portion Butter in eine Pfanne. Ich benütze immer eine nicht allzuhohe Pfanne, aber eine, die höher ist als eine Bratpfanne. Dann dünsten Sie eine gehackte Schalotte an und geben nach einigen Minuten den Risottoreis dazu. Nochmals einige Minuten zusammen gut andünsten. Ein gutes Glas trockenen Wein darübergiessen und diesen einkochen lassen. Gefrorene Erbsen dazugeben und ein wenig Bouillon. Die Bouillon natürlich vor dem Reiskochen bereits heiss und bereit haben. Nun giessen Sie langsam in Portionen die Bouillon zum Risotto. 5 Minuten bevor der Risotto fertig ist, einige Safranfäden beigeben. Anschliessend fertig kochen, vom Feuer nehmen und reichlich geriebenen Parmesan untermischen. Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen und mit noch mehr Parmesan servieren. 

8 — Rösti mit Gemüse und Feta
Rösti ist das genialste Schweizer Gericht. Eine gute Rösti schmeckt immer und geht, sofern man bereits Gschwellti vom Vorabend hat, schnell und einfach. (Bild: The gourmet gourmand)
Und so gehts: 
Braten Sie eine Rösti mit Gschwellti vom Vortag. Dämpfen Sie Broccoliröschen und mischen Sie sie mit rohen Tomatenwürfeln, Zitronensaft und zerbröseltem Feta. Auch gut sind Blumenkohlröschen im Backofen geröstet oder roher Fenchel. Servieren Sie das Gemüse mit dem Käse über die Rösti und würzen nach Belieben mit ein wenig Salz. 
9 — Orzo mit Gemüse und Lachs
Teigwaren geben immer ein schnelles und unkompliziertes Gericht ab. Versuchen Sie mal die kleinen Orzo, sie sehen wie Reis aus. (Bild: The brick kitchen)

Und so gehts:
Kochen Sie Orzo al dente. In ein wenig Butter dünsten Sie gefrorene Erbsen und geben ganz am Schluss einige Stücke Rauchlachs dazu. Nun mischen Sie die Pasta mit den Erbsen und dem Lachs und mischen Sie einige junge Spinatblätter und Schnittlauchringli unter. Geben Sie ein wenig Zitronensaft darüber und servieren Sie dazu einige Avocadoschnitze.

10 — Rotweinnudeln
Rotwein und Pasta geben ein schnelles, ein wenig anderes Abendessen ab. (Bild über: Pretty foods)
Und so gehts: 
Kochen Sie 400 g Nudeln in Salzwasser etwa 2 Minuten, bis sie biegsam sind. Abgiessen. Dann giessen Sie eine Flasche Rotwein in die Pfanne, geben eine zerquetschte Knoblauchzehe, eine halbierte Schalotte, ein Lorbeerblatt und einige zerrissene Basilikumblätter dazu. Kochen Sie nun die Nudeln unter Rühren, bis sie weich sind. Nehmen Sie das Lorbeerblatt, die Schalotte, den Knoblauch und den Basilikum heraus und servieren Sie die Nudeln mit frischem Basilikum und Parmesan, gehobelt oder gerieben.  
Credits: 

Foodblogs und Magazine: ForkvsspoonGringaliciousYummyOnce upon a cutting boardEdible communitiesHungry girl for vidaUmamigirl, The gourmet gourmandThe brick kitchenPretty foods

16 Kommentare zu «10 feine After-Work-Rezepte»

  • SHARE & EAT sagt:

    Rotweinnudeln – yummy! never tried before – so today is the big day! :)

  • Stibe sagt:

    Nach der Arbeit bin ich meistens müde und will nicht gross kochen. Heute z.B. machte ich schnell Spaghetti und da ich keine Sauce machen wollte, mischte ich einfach den Rest Blue Stilton, den ich noch hatte unter die heissen Spagehtti. Ein schneller und einfacher Genuss. Ein Bild mit Rezept: http://wp.me/p7YQT3-eM

  • Philip sagt:

    Fein! Aber wenn ich tatsächlich spät und müde von der Arbeit nach Hause komme, ist mir das alles zu aufwendig. Da wäre meine Variante vom „Lachsbrötli mit Ei“ wohl eher folgende:

    Während du darauf wartest dass das Ei sich verliert und das Brot sich toastet, iss schon mal die Hälfte vom Lachs, direkt aus der Packung. Danach mampfst du das Ei, und machst aus dem Toast und dem restlichen Lachs noch ein richtiges schönes Lachsbrötli mit Butter, Pfeffer und so, psychologisch wichtig, damit du dich vor dem Schlafen gehen nicht komplett als Neanderthaler fühlst. Rucola und Avocado hast du eh nicht spontan daheim, oder sie sind schon welk und faul, jedenfalls den Aufwand nicht wert. Trink lieber noch ein Bier oder ein Glas Wein, und geh ins Bett!

  • Ines Moretti sagt:

    Cool mal was Neues auszuprobieren

  • Marcus Ballmer sagt:

    An Herrn Gretener (so er den Blog hier wieder besucht): diesmal ist auf dem Lachsbrötli tatsächlich Lachs. Und dort wo Orzo steht, auch. Sie können also einkaufen gehen und müssen nicht nachher mit dem Fisch in der Hand ratlos in der Küche stehen… -:)
    Nebenbei: vor vielen Jahren, vor sehr vielen Jahren, also etwa vor fünfzig Jahren, war Lachs sehr teuer und für den Normalo fast unerschwinglich. Darum gab es ersatzweise „Kunstlachs“. Was das genau war, weiss ich nicht. Irgendwas Fischiges, orangerot eingefärbt. Mein Vater mochte das. Weil dieser Kunstlachs wirklich extrem „fischelte“, nannte man Canapé mit diesem Belag auch „Mundgeruchbrötchen“.

    • adam gretener sagt:

      Diese Brötchen vom Beck kenne ich auch noch. Alternativ mit Dosen-Spargel überzogen mit fingerdick Gelatine. Brrr… Diese Khaki haben mich diese Woche immmer wieder verfolgt. Hatte die Fotografin einfach keinen Lachs? Oder wollte sie Khaki einsetzen und es geschah ein terribler Übersetzungsfehler? Und möchte uns die Fotografin tatsächlich Khaki mit Fenchel empfehlen? Fragen über Fragen.

      Heute habe ich mich gewundert, wie die Person, welche den Risotto gekocht hat den Topf so voll bekam, ohne eine riesige Sauerei zu hinterlassen? Und für Risotte habe ich etwas Besseres als Parmesan. Brotwürfeli und zerstossene Mandeln mit etwas Thymian in Olivenöl anbraten und drüber geben.

      • nicenice sagt:

        Habe Ihre knusprige Mischung gleich ausprobiert. Ein Weltmeister-Topping, vielen Dank für die Idee!

        • adam gretener sagt:

          Oh, das freut mich sehr. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich die Idee von einer ganz frühen Jamie-Oliver-Folge geklaut. Kommt aber ursprünglich wohl aus Sizilien.

    • Heidi Arn sagt:

      Ja wo ist denn der Herr Gretener?

    • Barbara Grohé sagt:

      Gute Güte, gibts den denn eigentlich noch. Das Zeug hiess damals „Lachs-Ersatz“ und war aus billigem Seelachs hergestellt. Wurde filetiert, entgrätet, mit Salz gebeizt (für uns Kinder damals ungeniessbar), kalt geräuchert und mit Farbstoff und Raucharoma versehen. Furchtbares Zeug, aber in den 60er/70er Jahren war man froh drum.

      • adam gretener sagt:

        Frau Grohé, ich stand die letzte Woche etwas suchend in der Migros rum und entdeckte: Mandarinen in Zuckersirup in der Kilo-Büchse. Und daneben Früchtesalat „Cocktail“…

  • Michael sagt:

    Rotweinnudeln – coole Idee. Probiere ich heut abend gleich aus. Vorallem sind es Rezepte, wo man nicht unbedingt vorher noch einkaufen muss.

    • Heidi Arn sagt:

      In einem früheren Beitrag hier gab es schon einmal ein Rotweinnudel-Rezept, das ich gerne anwende. Ein bequemes, schmackhaftes One-Pot-Gericht. Da werden die Nudeln nicht einmal vorgekocht. In der Kochbrühe sind noch Bouillon, Wasser und etwas Olivenöl. Es schmeckt am Ende genug nach Wein. Manchmal mische ich zuletzt Gemüse drunter.

  • Flo sagt:

    mmhhhhh fein!
    Ist noch etwas früh sich eingehend mit den Rezepten zu befassen, aber nur so einen schnellen Blick genügte um die Speicheflüssigkeit in Betrieb treten zu lassen.
    Bis später!

Kommentar

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