Das grosse Festessen

Die meisten kochen an Weihnachten ihr ganz persönliches und traditionelles Menü. Wer sich noch nicht entschieden hat oder etwas Neues ausprobieren möchte, der findet hier Ideen dafür.
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Decken Sie den Tisch festlich. Anregungen dazu finden Sie auf Sweet Home. Überraschen Sie Ihre Gäste mit Delikatessen. Austern etwa sind da herrlich und machen Eindruck. Eine erlesene Käseplatte kann nach dem Essen den Gaumen verwöhnen. Geben Sie ihren Gästen die Möglichkeit, ihre Gerichte ein wenig zu personalisieren und stellen Saucen, Kräuter und Gewürze bereit. Erleichtern Sie allen den Abend, und machen Sie es wie in den Restaurants: Servieren Sie nur das Hauptgericht, und stellen Sie die Beilagen zur Selbstbedienung auf den Tisch. (Bild über den Blog: «Trust your blood»)

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Cocktails

Zu einem gelungenen Abend mit Festessen und Gästen gehören Cocktails. Am einfachsten ist guter Champagner. Spezieller und persönlicher sind Cocktails in schönen Gläsern wie diese hier von Anthropologie.

So mischen Sie einen Weihnachtscocktail: 

Zutaten:

Zubereitung:

30 ml Bombay Saphire Gin

15 ml Aperol

15 ml Mandarinensaft

7 ml Ahornsirup

90 ml Champagner rosé brut

Geben Sie den Gin, Aperol, Ahornsirup und den Mandarinensaft mit Eis in ein Mixglas und schütteln Sie kräftig. Dann giessen Sie alles abgesiebt in eine Champagnerschale und füllen diese mit Rosé-Champagner brut auf. 

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Persischer Reis
Dieser fantastisch festliche persische Reis kann zum Zentrum ihrer Festtafel werden, wenn Sie zum Beispiel dazu verschiedene Gemüsegerichte zubereiten. Er ist aber auch eine exklusive Beilage für ein Fleischgericht. (Bild über: den Blog «Little spice jar»)

Zutaten:

Zubereitung:

300 g Basmatireis

4,5 dl Wasser

4 EL Butter

einige Safranfäden (1 TL)

je eine kleine Prise  Zimt, Kardamom, Kreuzkümmel und Nelkenpulver

die Rinde von 2 Orangen (in Juliennes geschnitten) 

2 Rüebli, in feine, kleine Streifen geschnitten

100 g Pistaziensplitter

50 g Mandelsplitter

50 g Sultaninen

100 g getrocknete Berberitzenbeeren

100 g gehackte Datteln

200 g Zucker

2,5 dl Wasser

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Mandelsplitter und grob gehackten Pistazien auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und ca. 4 Minuten rösten. Die Nüsse zur Seite legen und abkühlen lassen. Den Reis in einem Sieb unter fliessendem Wasser spülen, bis das Wasser klar ist. Dann den Reis mit kaltem, leicht gesalzenem Wasser (4,5 dl) in eine Pfanne geben, aufkochen und zugedeckt 7 Minuten auf kleinem Feuer kochen. Der Reis sollte noch kernig sein, also ziemlich al dente! Reis abkühlen lassen, das geht am besten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. 2,5 dl Wasser und 200 g Zucker aufkochen. Die Orangenschalenstreifen und die Rüeblistreifen im Zuckersirup ca. 15 Minuten kochen, bis die Rüebli weich sind. Abgiessen und zur Seite stellen. Die Berberitzen und Sultaninen in ein wenig heisses Wasser legen und etwa 10 Minuten aufweichen. Den Safran in etwas heissem Wasser einweichen.

Geben Sie die Butter in eine grosse Pfanne und schmelzen Sie sie. Geben Sie den Safran und die Gewürze bei und erwärmen diese zwei, drei Minuten bis sie fein duften. Nun geben Sie 2 dl Wasser dazu und den Reis, alles durchmischen. Mischen Sie die Orangenschale, die Rüebli, Beeren und Sultaninen (ohne Einweichwasser) und Nüsse darunter und lassen alles auf allerkleinster Hitze etwa 35–40 Minuten dämpfen. Am besten legen Sie dafür ein Küchentuch zwischen Deckel und Pfanne. Den Reis auflockern und mit den gehackten Datteln darüber servieren. 

Tipp: Dekorieren Sie mit einigen getrockneten Rosenblättern aus dem Delikatessengeschäft. 

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Schweinsfilet mit Äpfeln und Fenchel
Dieses Schweinsfilet geht unkompliziert und schmeckt dank den Äpfeln und dem Fenchel festlich und besonders. (Bild über den Blog «Diet hood»)

Zutaten:

Zubereitung:

2 Schweinsfilets à je etwa 500 g. Wählen Sie Biofleisch oder IP-Suisse-Qualität.

2 EL Quittensenf

1 EL Dijonsenf

1 EL Thymianblättchen

1 EL gehackte Salbeiblätter

Salz und Pfeffer

3 Äpfel, in Schnitze geschnitten

2 Fenchel, in grobe Stücke geschnitten

4 Schalotten geviertelt oder halbiert

2 dl Cidre

Olivenöl

1 EL Butter

Braten Sie die Filets einzeln in Olivenöl und Butter rundum golden an und legen Sie sie zur Seite. Wenn sie ein bisschen abgekühlt sind, reiben Sie sie von Hand mit Salz und Pfeffer und beiden Senfsorten grosszügig ein. Legen Sie das Gemüse und die Äpfel in eine Gratinform und platzieren die Filets darüber. Streuen Sie die Kräuter über Fleisch und Zutaten und giessen dann den Cidre in den Gratinboden. Bei 80 Grad etwa 90 Minuten garen. Das Fleisch muss eine Innentemperatur von 65 Grad haben. 

 

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Gemüsekuchen
Dieser würzige knusprige Gemüsekuchen ist einfach gemacht, geht schnell mit Fertigteig oder kann auch mit selbst gemachtem Teig zubereitet werden. (Bild über den Blog: «Feasting at home»)

Zutaten für 4 Personen: 

Zubereitung:

2 Kuchen- oder Blätterteige, rund

4 Kartoffeln, etwa 400 g

200 g Erbsen, tiefgefroren

200 g grüne Bohnen, in 2-cm-Stücke geschnitten

2 Rüebli in Würfel geschnitten

1 kleiner Blumenkohl, in kleine Röschen geschnitten

2 Schalotten, grob gehackt

1 grüner Peperoncino, fein gehackt

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

10 g Ingwer, geraspelt

1 EL Garam Massala

1 El Thymian

2 EL Butter

1 Eigelb

 

Kartoffeln schälen und in Gemüsebouillon gar kochen. Abgiessen und grob zerstampfen. Die Bohnen dämpfen, bis sie gar, aber noch knackig sind. Die Blumenkohlröschen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und im 200 grad heissen ca. 6 Minuten rösten, in der Halbzeit wenden. Die Rüebli in ein wenig Bouillon und Orangensaft dünsten. Das Gemüse zur Seite legen. In einer grossen Bratpfanne die Butter schmelzen und Schalotten andünsten, den Ingwer, den Knoblauch, den Peperoncino, die Garam Masala und den Thymian beigeben. Nun die Kartoffeln, Erbsen und Bohnen zugeben und alles gut mischen, eventuell ein kleines bisschen vom Rüeblisud dazugiessen und 10 Minuten auf kleinster Hitze köcheln, bis alles den Geschmack gut aufgenommen hat. Die Füllung sollte trocken sein.

Den einen Teig in eine tiefe, runde Form legen, er sollte überlappen. Die Gemüsefüllung mit dem Blumenkohl und den Rüebli mischen und in den Teig legen. Den zweiten Teig als Deckel darüberlegen. Beide Teige mit Wasser und einer kleinen gedrückten Rolle zusammenkleben. Aus den Teigresten Formen ausstechen und den Kuchen damit garnieren. In der Mitte mit einem scharfen Messer ein Kreuz einschneiden. Mit dem Eigelb bestreichen. Im auf 180 Grad heissen Backofen 40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist. Mit würziger Joghurtsauce servieren. Hierzu mischen Sie griechisches Joghurt mit ein wenig Salz und Kreuzkümmel, raspeln Gurke und Knoblauch rein und mischen gehackten Koriander unter. 

Tipp: Wenn Sie mehr Gäste haben, dann machen Sie einfach zwei Kuchen – oder noch mehr!

 

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Poulet mit Blutorangen

Dieses Jahr finden Sie hier kein Truthahnrezept. Klar gibt es bei uns zu Hause, wie jedes Jahr, einen Truthahn, aber ich biete Ihnen hier mit diesen ausserordentlich festlichen und einfachen Gerichten eine Abwechslung auf dem Weihnachtstisch. Entdecken Sie Rezepte für ein klassisches Sweet Home Tuthahndinner hier.

Das Poulet mit Blutorangen schmeckt herrlich weihnachtlich und bietet eine schnellere Abwechslung zum traditionellen Truthahn. Wer viele Gäste hat, macht einfach zwei Poulets. (Bild über den Blog: «Fork knife and love») 

Zutaten:

Zubereitung:

1 Poulet de Bresse 

3 Blutorangen Moro

2 Salsicce oder Fenchelbratwürste

100 g Marroni, geröstet

2 EL Thymianblättchen

2 El Estragon, gehackt

1 Ei verquirlt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1/2 Peperoncino, gehackt

1 Hand voll Cranberries, getrocknet

Salz und Pfeffer

eine Prise Zimt oder Allspice (die chinesische Gewürzmischung von Globus dient auch)

Butter

Zerstampfen Sie die Marroni, nehmen Sie das Wurstfleisch aus der Haut. Dünsten Sie 1 gehackte Knoblauchzehe und den Peperoncino mit ein wenig Butter an. Mischen Sie alles zusammen mit der Hälfte der Kräuter, den Cranberries und dem Ei und füllen das Poulet damit. Schneiden Sie zwei Orangen (alle Orangen zuvor gut mit heissem Wasser waschen) in dünne Scheiben. Reiben Sie das Poulet mit Salz und Pfeffer ein. Schmelzen Sie etwa 2 Esslöffel Butter und geben den Zimt oder die Gewürzmischung, die Kräuter und die abgeriebene Schale von 1 Blutorange bei. Reiben oder bepinseln Sie das Poulet damit – auch unter der Haut. Nun legen Sie die Hälfte der Orangenscheiben auf die ausgebutterte Gratinform, platzieren das Poulet darüber und giessen den Saft der dritten Orange darüber. Im 200 Grad heissen Backofen etwa             1 Stunde rösten. 

Shoppingtipp: feines Poulet von einem kleinen Produzenten in der Bresse bekommen Sie im Manor Food. Die besten Poulets in der Region können Sie bei den Fiechter Schwestern auf dem Markt in Oerlikon oder auf dem Helvetiaplatz kaufen.

   

 

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Auberginengratin
Dieses reichhaltige, würzig mediterrane Gericht lieben nicht nur Vegetarier. (Bild über den Blog: «Food life balance»)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg Auberginen

1 Dose gehackte Tomaten, 800 g

2 Knoblauchzehen, zerquetscht

1 Peperoncino, halbiert

1 Hand voll Basilikum

100 g Mozzarella

200 g Pecorino Romano, gerieben

200 g Fetakäse, zerbröselt

50 g schwarze Oliven, in Scheiben geschnitten

1 EL Thymianblättchen

1 EL getrockneter Oregano

Salz und Pfeffer

Olivenöl

Schneiden Sie die Auberginen in grosse Scheiben ca. 1,5 cm dick. Reiben Sie sie mit Salz ein und lassen Sie sie 1 Stunde ruhen. Danach drücken Sie sie aus und waschen unter kaltem Wasser das Salz weg. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und braten die Scheiben portionenweise beidseitig an. Auf Küchenpapier legen. Im gleichen Olivenöl dünsten Sie die zerquetschten Knoblauchzehen und den  Peperoncino an. Wenn diese duften, geben Sie die Tomaten bei und einige zerrissene Basilikumblätter. Sie können auch frische Cherrytomaten (etwa 1 kg) nehmen. Einfach halbieren oder vierteln. Geben Sie etwas Salz und eine Prise Zucker dazu. Etwa 20 Minuten köcheln, Basilikum, Knoblauch und Peperoncino am Schluss entfernen. Dann ölen Sie eine Gratinform ein, geben etwas Tomatensauce auf den Boden. Anschliessend legen Sie eine Schicht Auberginen darüber und streuen einige Thymianblättchen, Oregano, ein wenig Feta, einige Olivenscheiben und geriebenen Pecorino darüber. Dann wiederholen Sie alles bis die Auberginen aufgebraucht und die Gratinform voll ist. Am Schluss die in Scheiben geschnittene Mozzarella und geriebenen Pecorino darübergeben. Im 180 Grad heissen Backofen etwa 30 Minuten backen. Dazu passen zum Beispiel Bratkartoffeln mit ein wenig abgeriebener Zitronenschale, Salz und Oregano. Zur Vorspeise können Sie vielleicht einen griechischen Salat servieren.

Tipp: Eine festliche Note können Sie diesem Gericht geben, wenn Sie am Schluss Granatapfelkerne und gehackte Pistazien darüberstreuen.

 

 

 

10 Kommentare zu «Das grosse Festessen»

  • Irene sagt:

    Wir haben den Weihnachtscocktail gemixt – er ist suuuuperlecker! Danke für die vielen wunderbaren Ideen und Inspitationen!

  • Stibe sagt:

    Danke für Ihre schönen Bilder und Rezepte im 2016. Sie sind mir immer eine Inspiration.

  • Henriette sagt:

    Ein Jahr lang haben sie mir Freude gemacht mit ihren schönen Beiträgen, Faru Kohler. Ich bedanke mich für wunderschöne Bilder und Texte und freue mich jetzt schon auf Kreatives im 2017.

  • lieberlecker sagt:

    Den persischen Reis habe ich kürzlich auch gemacht (https://lieberlecker.wordpress.com/2016/11/23/persischer-reis/), allerdings ohne Rosinen und Berberitzen – er schmeckt wirklich grossartig. Dazu gabs bei mir konfierte Entenschlegel (https://lieberlecker.wordpress.com/2016/11/25/konfierte-entenschlegel-mit-chili-safran-birnen/), ein wunderbare Kombination. Eines Festes durchaus würdig :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Stibe sagt:

    Danke für die tollen Rezepte. Ich mache jedes Jahr ein Schinkli im Teig. Werde dieses Jahr ein Foto machen und das Rezept publizieren. Das Problem liegt vorallem beim Teig, dieser muss eine Konsistenz haben, dass er auch wenn das Schinkli schwitzt, nicht auseinander fällt. Dank jahrelanger Praxis habe ich nun die genauen Mengenangaben für den Teig. https://lustvollkochen.wordpress.com

  • Brigitte sagt:

    Liebe Frau Kohler
    So kurz vor Ende Jahr möchte ich Ihnen einfach danken für alle Ihren wunder- baren Blogs (ich kann nicht jedes mal schreiben wenn ich begeistert bin!). Aber ein Problem habe ich: beim Drucken von Rezepten werden immer nur die Zutaten richtig gedruckt, der Text zum Rezept ist unlesbar (wie wenn die Buchstaben nach unten tropfen würden). Ist das ein Problem meines Druckers oder kennen andere Leser dieses Problem auch?
    Herzlich alles Gute und ich freue mich schon auf Ihre Ideen im 2017.
    Brigitte Karg

  • Hausfrau sagt:

    Die Sterne an eine faserige Schnur knüpfen und diese Girlande zum Beispiel um ein Bündel Weidenruten wickeln. Oder an der Decke aufhängen mit wieder entfernbaren Haken von Tesa.
    Unsere Katzen waren letztes Jahr noch jung und anstelle eines Weihnachtsbaum hing ein sehr grosser, dekorierter Ast an der Decke. Sah gut aus und erinnerte an Zeiten als man die Weihnachtsbäume noch kopfüber an die Decke hängte.

  • Daniela Krouthėn sagt:

    Liebe Marianne Kohler

    Als erstes: Herzlichen Dank für Ihren Blog – ich liebe Ihre Ideen! Sie inspirieren mich sehr.

    Zu meinem Anliegen: Ich habe 40 Swarovski Christmas Ornaments (Kristallsterne) günstig erwerben können. Diese haben einen Durchmesser von etwa 5 cm und sind mit einem weissen Satinbändchen als Aufhänger versehen. Eigentlich wollte ich die Sterne an Nylonfäden knüpfen und mit Vorhangringli an der Vorhangschiene aufhängen. Das ganze ist mir aber nun zu aufwändig und auch zu heikel, da beim Fenster öffnen die Sterne jedes Mal hätten weggeschoben werden müssen. Haben Sie eine andere Idee? Wir wohnen eher im skandinavischen Stil. Dieses Jahr haben wir ausnahmsweise keinen Weihnachtsbaum. Vielen Dank für eine gute Idee!
    Weihnachtliche herzliche Grüsse
    Daniela Krouthén

    • Andrea sagt:

      Sie hätten das vor dem Kauf überlegen sollen. Was genau mache ich mit den Sternen.

      Ziehen Sie diese auf eine Schnur auf und hängen sie diese Girlande quer durch die Wohnung. Als Alternative können Sie diese auch verschenken.

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