Hinter den Türen

Das meiste, was wir an materiellem Besitz haben, steckt hinter Türen. Höchste Zeit, diesen Türen ein wenig Beachtung zu schenken.
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Dieser Schrank, entdeckt auf dem Blog «Keltainen talo rannalla», bietet eine zusätzliche Dimension im Raum. Er ist tief, dient als konventioneller Schrank und hat gleich noch ein kleines Schlafzimmer in sich. 

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Hier ist wunderschön ersichtlich, wie der Schrank in den Raum gebaut ist. Und zwar so geschickt, dass auch obenauf noch Platz da ist, um Dinge drauf zu stellen. Zudem ergänzt er auf raffiniert Art die Architektur und ist ein wahres Prachtstück. Bild entdeckt auf dem Blog «Keltainen talo rannalla».

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Natürlich kann sich das Prachtstück auch innen sehen lassen. Da ist nämlich der Schrank in einem zarten Lindgrün gestrichen. Auch gekaufte Normschränke werden mit einem farbigen Innenleben massiv aufgewertet. Streichen Sie die Innenseiten von Schränken am besten mit Kunstharzlackfarbe. Das gibt zwar ein wenig Arbeit, aber sie lohnt sich. Starke Farben sehen übrigens auch toll aus. Eine andere Möglichkeit ist die Ausstaffierung mit einer edlen Tapete. Tapeten sind abwaschbar und daher gut geeignet als exklusives Schrankpapier. Bild entdeckt auf dem Blog «Keltainen talo rannalla».  

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Auch dieser Ruheplatz ist hinter Türen. Diese hübsche Idee, entdeckt auf «Remodelista», ist perfekt für eine kleine Wohnung, in der Schlafen und Wohnen im gleichen Raum stattfinden müssen. Charmant sind die Vintage-Läden, die aus dieser Nische ein Fenster machen. Achten Sie aber darauf, dass es auch bei geschlossenen Läden eine Lüftung gibt. Gute Beispiele sind zum Beispiel orientalische Fensterläden, die Gitterschnitzereien haben.  

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Schranktüren bekommen auf einmal eine ganz andere Wirkung, wenn sie Spiegel zeigen. Diese Idee, entdeckt auf dem Blog «The honeycomb home», mit Türen, die mit Sprossen unterteilt sind, wirkt viel eleganter, verspielter und charmanter als eine ganze Spiegelfront. Dies auch, weil sie eine Art Trompe-l’oeil-Effekt hat. 

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Die üblichen weissen Riesenschränke, die zu den meistgekauften Kleiderschränken gehören, sehen halt meist nicht wirklich schön aus. Versuchen Sie es mit Glastüren. Das bedingt natürlich auch, dass es mit der Ordnung klappt. Aber Glastüren wirken elegant, man sieht, was man hat, und sie wirken leicht. (Bild über: Enfemenino)

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Sehr edel wirken auch Schranktüren in einer schönen Wohnfarbe. Streichen Sie sie ruhig, wählen Sie dafür eine Farbe, die auf den Belag der Schranktüren passt. Hier auf diesem Bild der englischen Möbelfirma Lawrence Walsh ist wahrscheinlich eine Schiebetür aufgeschoben. Ich finde aber, dass, wenn eine Schrankfront eine Fläche ohne Tür bietet, sie viel wohnlicher und weniger klobig wirkt. Sie können so eine «Lücke» auch als Regal brauchen und da zum Beispiel Bücher und schöne Wohnaccessoires einräumen. 

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Eine andere Art von Lücke zeigt dieses Beispiel, entdeckt auf dem Blog «Frenchy fancy». Hier ist ein kleiner beleuchteter Sitzplatz, der gleich viel Wohnlichkeit vermittelt und den Schrank attraktiv durchbricht.

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Besonders in alten französischen Wohnungen gibt es sogenannte Schranktüren als normale Zimmertüren. Sie machen eine Wohnung intimer, eleganter. Hier auf dem Bild, entdeckt auf «Cargocollective», ist so ein Badezimmer gut getarnt. Diese Art von Türen sehen aber auch bei echten Schränken toll aus. Einem normalen glatten Schrank können Sie zum Beispiel mit aufgeklebten Leisten aus dem Baumarkt auf die Sprünge helfen. Streichen Sie dann die Schranktüren in einem edlen Ton. Hier ist es ein Bleigrau, das mit Messinggriff noch schicker wirkt. 

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So ähnlich ist das hier auf dem Bild, entdeckt auf «Insideout», in einer Küche umgesetzt. Klappschiebetüren verdecken ganze Küchenteile und schaffen so auch schnell Ordnung. Ideal zum Beispiel für offene Küchen, die mit Wohn- und Essraum verbunden sind. 

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Das englische Architekturbüro MVAI hat das Tarnsystem der französischen Schranktüren auf eleganteste Art beim Innenausbau eines Wohnobjekts eingesetzt. Hier wirkt nämlich ein Schrank wie eine getäferte silbergraue Wand. 

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Die meisten, die in Mietwohnungen wohnen, kennen das leidige Thema Küchenschränke in Einbauküchen. Mit neuen Türknöpfen oder Halterungen kann man schon mal viel von dem Designdesaster beheben. Diese schlichten Lederhalter, entdeckt auf dem Blog «The inspiration dose», bieten zum Beispiel eine einfach nachzumachende Möglichkeit.

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Türen abmontieren haben sich die Benutzer dieser Küche, entdeckt auf dem Blog «Coco lapine design», gedacht. Und es wirkt. Genau gleich, wie es bei einer grossen Kleiderschrankfront helfen kann, eine Lücke zu schaffen, die hübsche Dinge sichtbar macht, geht das gleiche Rezept auch bei den Chuchichäschtli. 

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Schiebetüren passen überall, wo der Platz knapp ist. In dieser coolen Küche im Industrialstil, entdeckt auf dem Blog «The handmade home», ist das eine Tür mit Wandtafelfarbe. Sie zeigt gerade Zeichnungen, die von einer antiken Metzgerkarte inspiriert wurden.

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Natürlich kann man mit solchen Schiebetüren auch Dinge verstecken, die man nicht den ganzen Tag sehen möchte. Die Waschmaschine etwa. Auf dem Bild, entdeckt auf Pinterest, ist das eine Art Garagentür, himmelblau gestrichen. 

2 Kommentare zu «Hinter den Türen»

  • nicenice sagt:

    Wieder ein tolles Thema und wie immer super illustriert. Vielen Dank.

  • HomeImprovementQueen sagt:

    Vielen Dank für den inspirierenden Blog-Eintrag! Ich liebe die Betten im Schrank – gemütlich, weil geborgen, wie in einem Nest. Die Schiebetüren auf den letzten beiden Bildern sind gerade total der Burner in den Staaten (dort heissen sie barn doors) und die Beschläge/Aufhängevorrichtung findet man in jedem Do-it-Yourself Laden. Hierzulande leider noch nicht erhältlich :-(

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