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Eine runde Sache

Marianne Kohler am Freitag den 2. November 2012

Runde Häuser faszinieren. Sie sind die Ausnahme und strahlen immer etwas Futuristisches aus. Diese runde Villa bietet nicht nur ein extravagantes Dach über den Kopf, sondern ist eigentlich auch Landschaftsarchitektur. Das Haus verfliesst mit dem Garten, er ist mitten drin, darauf und natürlich rundherum.

Architektur: Ciel Rouge
Quelle: Trendir

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Das runde Haus steht in Japan, beherbergt ein privates Museum, ein Gästehaus und ein Resort. Es ist in einen Hügel hinein gebaut, mit Sicht aufs Meer. Die Landschaft umhüllt den runden Bau wie ein Mantel.

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Überall ist Grün, auf dem Dach, den Mauern, drinnen und draussen. Durch seine runden Formen verfliesst das Haus buchstäblich mit der Gartenanlage.

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Ovale Löcher und Fensterfronten lassen das Licht in die Räume und kreieren Aussichten und Durchsichten. Sie geben dem Bau auch eine optische Leichtigkeit.

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Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert. Die Farbe des Hauses ist auch an die Steinfarbe der Landschaft angepasst. Wie eine Hülle umgibt eine Mauer mit Gucklöchern das Haus.

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Runde Häuser sind schwieriger zu möblieren, da oft Wände fehlen. Die Architekten aber haben Nischen und Wandelemente eingebaut, so dass trotz futuristischem Bau Wohnlichkeit entstehen kann.

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Das Haus ist auch eine Galerie. Man kann durch die runden Gänge wandeln und dabei Kunst, Architektur und Aussicht geniessen.

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18 Kommentare zu „Eine runde Sache“

  1. Anja sagt:

    “Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert.”

    Bei einer ähnlich “in den Boden gebauten” Anlage in Japan wurde dies damit begründet, dass die Erde resp. deren Oberfläche nicht verletzt/aufgerissen bleiben soll.

  2. Filo Sof sagt:

    Wunderschön! Sowas liebe ich.

  3. Kurt Imboden sagt:

    Haben wir doch auch in der Nähe: Erdhäuser in Dietikon. Architekt Vetsch … oder?

  4. Georg Stamm sagt:

    Schön, aber nur für ganz dicke Geldbeutel geeignet !

    • lukas sagt:

      wo liegt das problem mit dem geld? mit prallem geldbeutel lassen sich nun tendentiell interessantere häuser bauen, und die schaffen’s wiederum vermehrt in die medien…. habe keine lust, hier 0815-häuser begucken zu dürfen

      • Georg Stamm sagt:

        Das Problem mit dem Geld liegt ganz einfach darin, dass es für Leute mit wenig davon eben meist nur 0815-Häuser gibt. Die Herausforderung für einen Architekten wäre, mit bescheidenem Budget mal was Interessantes hinzustellen !

  5. A. Meier sagt:

    Wo in Japan?

  6. Marlita sagt:

    Diese Architektur gefällt mir nicht. Es ist einfach sehr luxuriös und pompös und dennoch f.trocken. Dann diese runden Fenster die sehr unpraktisch sind, wie soll man die denn reinigen? Zudem erinnert mich es an den Ausblick wie aus einem Emmentaler Käse.
    Dann lieber rradliniger, mal mit Türmchen, wie im Mittelalter oder runde Fenster- und Türbögen oder runde Verzierungen, aber ansonsten soll der Raum bitte quadratisch, praktisch sein. Mann kann sich ja dann noch immer ein rundes Bett, eine runde Badewanne, Spiegel ..

    • lukas sagt:

      mal ehrlich: zwickt es dich jedesmal putzwütig im ellbogen, wenn du eine fensterscheibe siehst? man kann übrigens fenster auch reinigen lassen.

      ich bin übrigens froh, dass nicht alle auf mittelalterliche architektur stehen und ästhetischen fortschritt zulassen.

      • Veronica sagt:

        Wie wird das Haus denn aussehen, wenn ein ganzes Jahr die auffällenden Fenster nie geputzt worden sind?

      • Marlita sagt:

        überhaupt nicht, ich putze selten, deshalb soll es ja auch praktisch sein. Wieso muss immer alles neuer und ästhetischer und moderner aussehen, wenn es eine kunst oder bauweise gibt, die klassisch und schön ist und sich noch dazu in die natur einschliesset. so etwas altert ja nicht. uns es muss auch nicht umbedingt mittelalter sein, mir reicht bereits 100 jahre zuück. schöne grosse fenster und trotzdem muss nicht jeder rausglotzen. ihr modernen menschen seit nichts als dumm! ihr mein immer es muss inoch schöner und besser und schigger und schneller sein, dafür liegt die warheit in der einfachheit ihr trottel! eure asthetik und möchtegern modernität hängt mir zum hals raus. heutzutags gibt es nämlich fast keine wahren künstler mehr. die architekten sind alle schritt, schaut euch nur mal die wohnsiedlungen an. ein haus hässöicher wie das andere, nur weil einer meint, er muss was anderes und modernes basteln. sorry das geht mir echt auf den sack, dann mient ihr auch noch ds es geil ist was ihr gebastelt und geklebt habt. und die baumängel der neuen und ästhetischen architekten haben mindestens so lange bis sie behoben werden, wie der bau des hauses selber..!

  7. Nicole sagt:

    Wunder- wunderschön! Ich wünschte, es wäre meins!

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    Ich bin auch der Meinung, dass sich die Japaner hier unrechtmässig von unserer heimischen Käseindustrie inspiriert haben.

    • Veronica sagt:

      Die Schweiz sollte eine Art Miete des Idee anfordern, auch wenn die Schweiz gar kein Donut-formige Käse hat: Löcher sind Löcher!

  10. B ena sagt:

    Genau, sieht aus wie die Emmentalerkäse-Vertriebs Zentrale….En Guete!

  11. Remo Nydegger sagt:

    Interessant ist der Bau auf jeden Fall. Würde ich darin wohnen (leben!) wollen? Wohl eher nicht.

    Ansonsten muss ich Georg Stamm Recht geben. Mit einem dicken Geldbeutel ist es sicherlich einfacher etwas “Spezielles” zu bauen. Die Kunst liegt aber doch gerade darin mit bescheidenen Mitteln etwas Schönes, Grossartiges, kurz: Tolles zu bauen.

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