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Russland, die neue Fussball-Macht

Mämä Sykora am Donnerstag den 8. März 2012

2012 scheint das Jahr zu werden, in dem Vorherrschaften ins Wanken geraten. Mit komplett unterschiedlichen Konzepten mischen bislang klassische Mittelfeld-Mannschaften an den Spitzen europäischer Ligen mit und rücken den bisherigen Dominatoren arg auf die Pelle. In England darf Manchester City nach den grosszügigen Einkäufen von Scheich Mansour auf den ersten Meistertitel seit 1968 hoffen, in Deutschland bestätigt Jürgen Klopps Dortmund die eher überraschenden Leistungen aus dem Vorjahr souverän, in Italien hat Napoli den Anschluss wieder geschafft und brilliert in der Champions League, und in Frankreich haben Lyon und Marseille bereits 15 Punkte Rückstand auf das mit katarischem Geld unterstützte Paris Saint-Germain. Nur in Spanien bleibt freilich alles beim Alten.

Auch in den europäischen Wettbewerben tauchen neue Namen in den K.-o.-Runden auf. Der FCB warf Manchester United raus und düpierte im Hinspiel die Bayern, gestern qualifizierte sich APOEL Nikosia gegen Lyon sensationell für die Viertelfinals. Während sich erst noch weisen muss, ob sich diese Vereine langfristig auf diesem Level halten können, zeichnet sich langsam aber sicher eine Auflösung sogenannten Top-5-Ligen ab, die in der jüngeren Vergangenheit Europas Fussball geprägt haben.

Frankreich etwa wartet seit 1996 (PSG im Cup der Cupsieger) auf seinen dritten europäischen Titel auf Vereinsebene, Deutschland seit Bayerns CL-Titel 2001 auf einen weiteren. Seither haben die Verfolger in der Uefa-Fünfjahreswertung einiges an Silberware gesammelt: 3 Trophäen waren es für Portugal, 2 für Russland und einer für die Ukraine. Und es sind exakt diese drei Nationen, die diese Phalanx in absehbarer Zeit durchbrechen könnten.

Die besten Chancen dafür hat Russland. Trotz der riesigen Ansammlung an Talenten vermochten russische Vereine kaum für Furore sorgen im Europacup. Seit dem Zerfall der Sowjetunion und den Investitionen nicht immer unumstrittener Oligarchen gehören russische Klubs mittlerweile zu gefürchteten Gegnern. Nur gerade Rubin Kasan und Alania Wladikawkas – das sich notabene ohne ein einziges Tor erzielt zu haben über den russischen Pokal in die Europa-League-Play-offs gespielt hatte – blieben in der Qualifikation hängen, die restlichen vier Teams kamen alle mindestens eine Runde weiter. ZSKA Moskau kann gar nach dem Hinspiel (1:1) noch immer auf einen Coup bei Real Madrid hoffen, Zenit wurde gegen Benfica der fürchterliche Auftritt des Ersatzes für den hoch gehandelten Torhüter Malafeev im Hinspiel zum Verhängnis.

Trotz den schwerreichen Besitzern sind die russischen Spitzenklubs keine Geldvernichtungsmaschinen. Die Infrastruktur ist hervorragend, die Jugendarbeit gut, die Löhne hoch. Das Gerüst der Mannschaften besteht im Gegensatz zu den allermeisten Top-Ligen aus einheimischen Spielern, für die man sehr tief in die Tasche greifen muss, wenn man sie abwerben will. Hinzu kommt eine geschickte Politik beim Einkauf von ausländischen Spielern. Geholt werden meist keine gesättigten Stars mit klingendem Namen, sondern viel versprechende Talente, die ihren Marktwert auch dank Auftritten in der Königsklasse markant steigern. Ex-YB-Torjäger Seydou Doumbia ist nur eines von vielen Beispielen, mit deren Verkauf dessen Besitzer die hohen Investitionen wieder hereinbekommen können.

Ein Glücksfall für Russlands Fussball ist zudem die Eigenheit der russischen Profis, anscheinend mit Abstand am liebsten in der Heimat zu kicken. Trotz des begeisternden Auftritts an der EM 2008 und den darauf folgenden Auslandsengagements einiger Stars spielen heute wie damals ausser einem Akteur sämtliche Nationalspieler in der russischen Premier League. Das hebt ebenso Niveau wie Zuschauerzahlen und sorgt dafür, dass die Liga stetig stärker wird. Vor 10 Jahren noch rangierte Russland in der Uefa-Fünfjahreswertung zwischen Bulgarien und Dänemark auf Platz 21, nun wird sie – zumindest ist das meine Prognose – die erste sein, die eine Top-5-Nation überholen wird.

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34 Kommentare zu „Russland, die neue Fussball-Macht“

  1. Tafor Dexelmann sagt:

    Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch die russischen Spitzenclubs zu Geldvernichtungsmachinen werden. Oligarchen wie Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch oder der Gas-Konzern Gazprom, der momentan noch Millionen in Schalke 04 investiert, werden sich mit zunehmendem Erfolg der russischen Mannschaften aus dem westeuropäischen Fussball zurückziehen und ihr Geld in den einheimischen pumpen. Und ein Klub wie Anschi Machatschkala ist das beste Beispiel dafür, dass man auch in Russland längst damit begonnen hat, mit dicken Geldbündeln zu winken.

    • Auguste sagt:

      hmm…, deutschland ist für gazprom ein ganz zentraler absatzmarkt. die werbe-/pr-gelder fliessen deshalb nicht ohne grund dorthin, und kürzlich konnte man lesen, dass gazprom-vertreter sich mit der bayern-spitze trafen. es macht ja auch keinen sinn, zuhause den marken-bekanntheitsgrad noch mehr zu steigern, wo man sowieso schon der dominate player ist.

  2. Gelbon sagt:

    kann sein das die russische liga mal zu den besten 5 der welt gehören wird, vielleicht in 2 jahren oder sogar erst in 50 jahren, wer weiss? das problem ist nur die grösse des landes und das klima die wiederrum es für talentierten internationalen aus anderen ländern unattraktiv macht, mit eigenen talenten kann man zwar die stärke der liga steigern aber ohne guten ausländischen spieler wird der 5. platz in weiter ferne sein, ausser die russen locken die weltstars mit überdimensionalen fetten gehältern. vorher sehe ich eher portugal in den 5. platz, was sie nur mit 100000 lizenzierten fussballer (schweiz 400000) bis jetzt erreicht haben auf Club ebene, ist unglaublich. denn sie haben alles gewonnen ausser WM und EM titel und jedesmal verliert ein russischer verein gegen ein portugiesischer verein, weil die port. einfach mit mehr klasse spielen. die portugiesen schaffen es immer wieder jedes jahr champions league reife, starke mannschaften zuformen, obwohl viele portugiesischer top spieler ins ausland gehen. hätte portugal nur schon wie holland 1000000 lizenzierte fussballer, würden sie glaub für die ewigkeit auf platz 1 stehen!

    • Mäsi sagt:

      ich waere mit dem vergleich mit anzahl lizenzierten spielern eher vorsichtig. in der schweiz ist z.b. jeder F-junior lizenziert. es sind aber auch durchaus strukturen denkbar, bei denen junioren oder ‘hobby-fussballer’ nicht dem verband angeschlossen sind, bzw. nicht in jenes lizenzkontingent zaehlen.
      weiss jemand evtl. mehr dazu, wie dies in anderen ligen laeuft?

      weiter wage ich mal die behauptung, dass der fussball in portugal einen groesseren stellenwert hat und somit jedes kind schon frueh fussball spielt (freizeit und schule). durch eine weniger grosse sportvielfalt (auch mal wieder eine behauptung) in portugal, landen also die talentierten sportler automatisch in fussballvereinen und werden da gefoerdert. in der schweiz spielt da dann einer lieber noch unihockey, handball oder was auch immer, weil er z.b. lieber ein studium verfolgen moechte.

      ich will damit keinesfalls die leistung der portugiesen schmaelern, sondern nur auf den moeglicherweise hindenken vergleich aufmerksam machen und auf weitere moegliche ‘ursachen’ hinweisen.

    • Diego sagt:

      Bitte die Anzahl der Lizenzierten nicht überbewerten. Benfica spielte gegen die Russen mit NULL Portugiesen. Sie spielen einfacher unter portugiesischer Flagge, was das Land als “unglaublich starke” Fussballnation erscheinen lässt…

      • Thomas Bieri sagt:

        Stimmt nicht ganz. Wenn ich mich nicht täusche, wurde gegen Ende des Spielers ein Portugiese eingewechselt

        ;-)

        • Daniel C sagt:

          Jaa .. am Schluss wurde ein Portugiese eingewechselt … aber ich wollte nur mal anmerken, dass man mit einheimischen Spielern genauso Erfolg haben kann … Basel hat mit A.Frei, Streller,Huggel, Xhaka, Shaqiri und Degen gleich 6 Spieler die in Basel geboren wurden und mit Sommer, F. Frei und V. Stocker noch 3 zusätzliche die seit der U13 beim Fc Basel spielen und sie haben auch genügend Erfolg .. und auch wenn du sagst das ist nur eine Eintagsfliege … obwohl Einsaisonfliege es hier besser treffen würde … ist da immer noch Barcelona die praktisch nur Spieler aus der eigenen Jugend haben …
          Du siehst … man kann das auch ganz gut ohne ausländische Spieler …

          Ich weiss allerdings nicht, ob du ihm einfach widersprochen hast, weil du den Kommentar loswerden wolltest, oder weil du nicht mit ihm übereingestimmt hast ;)
          Wie auch immer .. einen schönen Tag wünsch ich noch

  3. El_Buro sagt:

    Die russische Liga macht das nicht schlecht. Trotzdem ist es in naher Zukunft unwahrscheinlich, dass Russland in die Top5 vorstösst. Einerseits wiegt in der 5 Jahreswertung das Jahr 09/10 sehr schwer (Top 5 haben alle über 8 Punkte mehr als Russland geholt) und zudem täuschen die Leistungen von diesem Jahr. Auch hier haben alle anderen Länder vor Russland mehr Punkte geholt. In der 5 Jahreswertung wird es vorläufig nichts mit den Top 5. Aber russische Teams in den letzten 16 in der CL wird wohl mehr zur Regel als zur Ausnahme.

  4. Auguste sagt:

    hmm…, ich sage ja immer, wenn man das system-fcb 1 : 1 kopiert, kann der Erfolg kaum ausbleiben: geschickte Führung, neue Infrastruktur und ein mäzen/oligarch dazu und schon flutschts. die russen waren natürlich auch schon zu sowjet-zeiten gute fussballer – blochin und dynamo kiew zersägten “meine” bayern im landesmeister-viertelfinale 76/77 im rückspiel derart, dass ich den tränen nahe war. dass es zenith st. petersburg jahre später im uefa-cup halbfinale 07/08 auch noch mal machte, wäre, aus meiner und wohl auch aus othmar hitzfelds sicht, nicht unbedingt nötig gewesen.

    an der wm 1986 in mexico spielte die sowjetische nationalmannschaft in der vorrunde herausragend, um dann im achtelfinale gegen belgien nach einem dramatischen 3 : 4 n.v. unglücklich und zu früh auszuscheiden.

    der trend deutet es an, mit den russischen mannschaften wird wieder zu rechnen sein auf höchster europäischer ebene. und wenn man bild 7/7 glauben darf, kommt ihnen die klimaerwärmung auch etwas entgegen. aber vielleicht hilft auch nur die alte tradition des sich mit vodka einreibens, wenn man unterkühlt ist.

    • Thomas Bieri sagt:

      hmm…, das ist nur eine Momentaufnahme. Jedesmal wenn sich die Russen angeschickt haben die “Weltherrschaft” im Fussball zu erringen sind sie auch kläglich gescheitert. Und so stark sind sie im internationalen Vergleich auch nicht, wie sie immer gemacht haben. Letzte Saison war die Partie Lok-FCB nicht so eindeutig, und Zenit hat sich gegen YB gar nur mit viel Glück durchgesetzt. Es ist wie in der KHL, das Geld ist momentan da. Aber wie lange? Um Platz 5 mit Frankreich und Portugal werden sie sich wohl streiten können, aber zu mehr fehlt auch die wirtschaftliche Situation.

    • ball sagt:

      einverstanden auguste; hingegen scheint mir gerade die system-fcb-bedingung n°1 als grösster stolperstein zu sein:
      – geschickte führung

      die kann ein klub nicht einfach so installieren, weil sie eher ein ergebnis, denn eine startkonstellation ist. siehe yb; dort erzeugen die angeblich geschickten kaenzig-gross-hasler auch keine sportliche erfolgsgarantie.
      und als gegenthese könnte man ja auch den fcz nehmen mit seiner führung; diese hatte während den meisterjahren (favre, challandes) ja auch noch dieselbe führung wie heute; wie auch die infra und das kapital.

  5. Ruedi von Steiger sagt:

    Tja Herr Sykora, Sie hätten vor Abgabe Ihrer Prognose vielleicht doch einen Blick auf die aktuelle 5-Jahreswertung der UEFA werfen sollen. Dann hätten Sie erkannt, dass Portugal (53.846) Frankreich (54.011) bereits bedrohlich nahe gekommen ist. Holen Benfica und Sporting in bis zum Abschluss der EC-Saison auch nur einen Punkt mehr als Marseille, wird Portugal Frankreich vom 5. Platz verdrängen (1 Punkt geteilt durch 6 Teams = 0.167; Rückstand momentan: 0.165).

    • Mäsi sagt:

      in der drauffolgenden saison faellt fuer die portugiesen im vergleich mit den franzosen eine deutlich erfolgreichere saison aus der wertung. die saison darauf scheint es dann nur noch formsache zu sein, dass portugal an frankreich vorbeizieht.

      die russen werden die naechsten beiden saison dann wohl nur schon durch die punkteverluste aus der saison 07/08 zurueckgeworfen.

      die hollaender hingaegen koennen die naechsten beiden jahre kraeftig aufholen. 2 miese jahre fallen raus und wenn die tendenz der letzten jahre fortgesetzt wird, koennen sie mind. mit den franzosen mithalten. ob sie diese quote mit 6 startplaetzen jedoch halten koennen, ist mehr als fraglich.

  6. Nino sagt:

    Das ist nicht neu, Russland und Russische Teams waren schon immer unbequeme Gegner, jedoch brachten sie bisher wenig konstante Leistungen zustande und waren vor allem eher Heimstark. Warten wir mal ab, Geld wäre genügend vorhanden, kommt dann halt darauf an was man damit anstellt. Für europäische Spieler ist es trotz Millionen nicht sehr attraktiv in Russland zu spielen, weit weg vom medialen Interesse, ungewohnte Reisestrapazen, unsicherer Flugverkehr (!) und zudem eine total fremde Kultur bzw. fremde soziale Umgebung. Nur wenn allen anderen Nationen das Geld ausgeht, wird Russland im Fussball eine bessere Rolle als heute spielen.

  7. Hannes Estermann sagt:

    Die Russen bleiben öfters im eigenen Land…für das mag es verschiedene Gründe geben ,z.B generell erschwerte Bewilligung für Auslandaufenthalte ,egal welcher Art.
    Sprachliche Hürden etc. Anderseits haben dort fast alle Leute eine ausgeprägte Heimat-nicht zwingend Staatsverbundenheit.
    Das war einst bei uns ähnlich und die Spieler und Zuschauer idendifizierten sich viel mehr mit Gegend und ihren Clubs.In einem gewissen Grade fehlt dies heute bei uns,aber die Globalisierung hat diese Wurzeln fast alle heraus gerissen.
    Ob die Russen je unter die fünf besten Ligen kommen,da mache ich allerdings ein sehr grosse Fragezeichen…allerdings nichts
    ist unmöglich.Währe ja eine Bereicherung an neuen Spielernamen,aber nur sehr bedingt sportlich.

    • Mike sagt:

      Auch werden die Russischen Spieler in der eigenen Liga sehr gut bezahlt, Geld ist ja reichlich vorhanden. Somit ist ein Wechsel nach England, Spanien usw. finanziell weniger lukrativ als es einem Spieler aus einem anderen Liga erscheinen würde. So hört man das z.B ein Yuri Zhirkov mehr oder weniger das gleiche bei seinem Wechsel zu Chelsea verdient hat, wie es bei ZSKA der Fall war.

  8. Ernst Müller sagt:

    Mit den erwähnten drei Europacuptrophäen (1 CL, 2 EL) in letzter Zeit (Russland ‘nur’ 2 EL, dem Stellen beider letztjähriger Finalisten der Europaleague und immer noch 2 verbliebenen Teams in der aktuellen Spielzeit (Russland nur 1) hat selbstverständlicherweise Portugal und nicht Russland die Nase vorne, in die Phalanx der Top 5 einzudringen. Russland wird sich auch in den nächsten Jahren eher mit der Niederlande und der Ukraine um die Plätze 7-9 streiten als dass sie sich nach vorne Orientieren können; in den nächsten 5 Jahren ist es für sie praktisch ausgeschlossen, an Portugal vorbeiziehen zu können. Drum ist die im Blog abgegebene Prognose nicht nur falsch, sondern auch praktisch unmöglich. Für einmal eher dürftig recherchiert…

  9. micha sagt:

    Russland hatte schon immer Weltklassespieler,aber die Vereine können bis auf Spartak sich selbst nicht halten.Die Zuschauer sind oft zu gering.Das Klima ist weniger das Problem da die wenigsten Clubs hinter den Ural in der Premier League spielen.Auch der Angstgegner Wladiwostok nicht gegen die nicht mal Barca spielen will.Dazu kommt das Russland ein Eishockeyland ist und dort werden auch die besten Sportler hingehen.Wenn die Rahmenbedingungen sich weiter verbessern, die Spieler Disziplinierter werden, dann wird Russland auf jedenfall in der Top 5 sein.

    Portugal ist nur so stark weil sie den Südamerikanischen Mark abgrasen und meist sind auch Portugisische Wurzeln zu finden.
    Übrigen Portugals bester Spieler stammt aus Mosambique was im Süden Afrikas zu finden ist.

    • Yorgi Yorgurt sagt:

      Spartak? Ernsthaft? Aus welchem Jahrhundert beziehen Sie Ihre Informationen? Und dass Cristiano Ronaldo aus Mosambik stammt, ist mir auch neu. Und falls Sie Nani meinen, der natürlich auch nicht schlecht, aber dafür gegen den FCB ausgeschieden ist, der stammt aus Kap Verde, einer Inselgruppe westlich von Afrika, die vor Ihrer Entdeckung und Bevölkerung durch Portugiesen gänzlich unbewohnt war.

      • micha sagt:

        Spartak hat die meisten Fans,ich weiss das sie kein Seriensieger mehr sind.
        Es ging mir darum das fast alle Russischen Vereine einen Besitzer brauchen und die Gefahr ist wie Saturn Moskau was der Stadt Moskau gehörte einfach geschlossen werden können.
        Würde mich auf jeden Fall freuen wenn endlich den Osten der Durchbruch gelingt,

        Allerdings wenn die Russischen Team erfolgreicher werden wird es auch Probleme geben, den die Asiatischen Vereine im Europapokal spielen zu lassen ergibt Logistische,Gesundheitsliche und Zeitliche Probleme.
        Den Donnerstags in der EL am Pazifik oder Baikalsee spielen und Sonntags zu Hause am Atlantik als Beispiel wäre Wahnsinn.

        Das United ausgeschieden ist gegen FCB ist nur ein Betriebsunfall was jetzt nicht noch passieren würde.
        Geniesst den Erfolg, beim nächsten mal sieht es anders aus.

        Eusebio ist mit besten Spieler gemeint.Ronaldo hat noch nicht soviel gezeigt wie er.
        Dazu muss Ronaldo in Spitzenspielen einfach mehr zeigen,doch ohne Fergi wird er nicht besser.

      • Brenz sagt:

        guten tag herr Kollege Yorgi Yogurt. unser kollege micha meinte Eusebio, der kommt aus mosambik und gilt zu den top 10 der besten fussballspieler allerzeiten!

  10. Franz Melliger sagt:

    Die Erfolge der Russen und Portugiesen sollten nicht überbewertet werden. Ein Ausreisser eines Teams bringt weitaus weniger als konstante Leistung mehrer Teams. Vorletztes Jahr etwa war Bayern im CL-Final und letztes Jahr Schalke im Halbfinal. Zumindest im Viertelfinal ist eigentlich immer ein Deutscher Vertreter (dieses Jahr vielleicht nicht).

    Es macht m.E. keinen Sinn, einfach nur auf die Titel abzustellen.

    • Ernst Müller sagt:

      Vermutlich haben sie nicht begriffen um was es im obigen Blog überhaupt geht – es geht weder um die Anzahl Europacuptitel noch um die Bundesliga, über deren Tellerrand sie offensichtlich nicht hinauszuschauen vermögen. Es geht einzig und alleine darum, dass der Blogger russischen Mannschaften in letzter Zeit grosse Fortschritte attestiert und Russland als erstes Land zutraut, in die Phalanx der europäischen Top5 (bestehend aus England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich) einzudringen. Die Grundvoraussetzungen für eine Aufweichung der Top5 sind effektiv gegeben, nur kann dies in den nächsten 3-4 Jahren nicht Russland sein sondern Portugal wird dies zuerst gelingen (bzw. ist seit dem gestrigen Abend Tatsache).

  11. Luca D. Zuppinger sagt:

    Kann sein, dass russische Clubs durch viel Geld in einigen Jahren in den Top5 mitspielen.
    Die Resultate dieser Saison bestätigen diesen Trend jedoch nicht. Platz 9 noch hinter der Niederlande und Belgien.
    In den letzten 5 Jahren ist punktemässig auch kein Aufwärtstrend sichtbar (11,250 9,750 6,166 10,916 9,750).

  12. Mike sagt:

    Ich verfolge seit ein paar Jahren die russische Liga, vor allem die Mannschaft von ZSKA Moskau hat es mir angetan. Der Fussball, der dort gespielt wird ist durchaus ansehnlich und es gibt 6,7 Mannschaften, die oben mitspielen. Hinter jedem Topclub sitzen finanzkräftige Investoren, die ziemlich grosszügig Geld spendieren, aber gut geführt sind die Vereine eigentlich nicht. Man bemüht sich kaum dem niedrigen Zuschauerschnitt entgegenzuwirken (Kein russischer Verein kommt diesbezüglich an FC Basel oder YB heran) oder irgendwie mit Merchandising oder ähnliches zusätzliche Einnahmen zu generieren. Wenn in nächster Zeit die strengen Finanzvorschriften der UEFA (Financial Fair Play) konsequent durchgesetzt werden, wäre mMn kein russischer Verein in der Lage an internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

  13. Yendis sagt:

    Nicht vergessen sollte man auch, dass Erfolg sexy macht. Bislang galt jeder talentierte “Jungstar” der in einem Anfall von Torschlusspanik einen wohldotierten Vertrag in Russlang unterschrieb als Verrückter. Je mehr Erfolge die Russen aber haben, desto interessanter werden die Vereine. Für den eigenen Nachwuchs (es gibt auch in Russland nicht nur Fussball…) und für arrivierte Spieler aus dem Ausland.

    Einzig der Hinweis, die Russen würden kein Geld verbrennen, möchte ich einmal offen lassen. Professionelle Infrastruktur in Ehren, aber es ist doch eher unwahrscheinlich, dass alles Geld gezeigt wird, welches in die Hand genommen wird… ;)

  14. Steiner78 sagt:

    Ehrlich gesagt, wenn ich sehe, wie Zenit als Fussball-Aushängeschild der Fünfmillionenstadt St. Petersburg mit dem bestbesuchten Heimstadion der russischen Premier League einen schlechteren Zuschauerschnitt aufweist als Basel und YB (vgl. espn.go.com vs. football.ch), finde ich, dass bei einem Budget von 100 Millionen Dollar (u.a. 11freunde.de, 2010) die Kohle wirklich am falschen Ort verlocht wird.

    • Mämä Sykora sagt:

      Der Vergleich ist etwas fies, da Zenit ein Stadion mit einer Kapazität von 21’560 Plätzen und einen Zuschauerschnitt von 20’024 hat, was einer Auslastung von 92,9 % entspricht (Basel 75,4 %).

      • Nino sagt:

        ..nichtssagende Statistiken…., Basel hat 200’000 Einwohner und Zuschauerschnitt von 26’000 (13%) zu St.Peterburg hat 4,6Mio Einwohner und Zuschauerschnitt von 20’000 (0,43%), …das würde bedeuten, dass Zenit St.Petersburg >598’000 (!)Zuschauer im Schnitt haben müsste um den FC Basel zu toppen oder andersrum gerechnet bräuchte der FC Basel nur 860 (8-hundertsechzig) Zuschauer um mit Zenit verglichen zu werden…, ….ein Beispiel von sinnlosen Spielereien…!

        • Pedro sagt:

          @ Nino, das hinkt alles ein wenig. Ich wuerde behaupten nicht die Haelfte der Zuschauer kommen aus Basel selbst. Ausserdem hat Basel ein Einzugsgebiet von gut 800’000 Personen und dazu sollte man nicht vergessen, dass die Kaufkraft dieser Leute wahrscheinlich ein X-faches von derjenigen der St.Petersburger betraegt.

          • Nino sagt:

            @Pedro: …du siehst das schon richtig! Meine Message war, dass Statistiken nur sinnvoll sind wenn nicht Äpfel und Birnen verglichen werden. ……auch St.Petersburg hat ein grosses Einzugsgebiet…, bezüglich Kaufkraft dürften die Ticketpreise in Russland tiefer als in der Schweiz sein……usw.!

        • Mämä Sykora sagt:

          Ähm.. Nino, wo sollen denn die Zuschauer hin, wenn das Stadion nicht grösser ist? Ein neues Stadion steht vor der Fertigstellung mit 62’000 Plätzen. (http://en.fc-zenit.ru/stadium/new/webcams) Aber auch dann ist der Vergleich mit den Einwohnerzahlen ein Witz. Meine Replik war nur deshalb, weil die geringen Zuschauerzahlen von Zenit erwähnt wurden. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die sicherlich höher wären, wenn das Stadion nicht so klein wäre.

          • Nino sagt:

            @Mämä: habe dich schon verstanden…, war auch ein wenig ironisch, provozierend gemeint von mir…, wollte nur ein wenig auf gewisse sinnlose Statistiken hinweisen…, sorry!

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