
Fakt: Wenn Ihnen eine hübsche Frau einen Kredit anbietet, werden Zinsen nebensächlich.
Angenommen, eine Bank möchte Ihnen einen Kredit schmackhaft machen: Was gibt den Ausschlag, wenn Sie das Angebot annehmen? Wären Sie ein rationaler Homo oeconomicus, würden Sie wohl primär nach den Zinsen gehen, oder?
Wie ein Feldexperiment von Verhaltensökonomen in Südafrika zeigte, kommen vielen Menschen bei solchen Entscheidungen auch andere, völlig irrationale Faktoren in die Quere: Ein Finanzdienstleister und führender Anbieter von Krediten für Einkommensschwache hatte dazu rund 50’000 Briefe an Kunden verschickt, die schon einmal einen Kredit in Anspruch genommen hatten, und bot ihnen darin ein neues Darlehen an. Der monatliche Zinssatz dieser Angebote war zufällig gewählt und schwankte zwischen 3,25 und 11,75 Prozent.
Zusätzlich setzten die Wissenschaftler in den Briefen unterschiedliche Marketing-Botschaften ein, um ihre Wirkung überprüfen zu können. Mal war in der Werbung eine Frau abgebildet, mal ein Mann. Mal wurde ein klares Angebote formuliert, mal wurden vier Optionen mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten präsentiert.
Dank der daraus gewonnen Daten konnten die Forscher die Wirkung der Marketinginstrumente in Zinsäquivalenten ausdrücken. So liess sich bestimmen, wie der Zins steigen oder sinken muss, um im Entscheidungsverhalten den gleichen Effekt wie eine Marketingmassnahme zu erzielen.
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Fakt: Wenn Ihnen eine hübsche Frau einen Kredit anbietet, werden Zinsen nebensächlich.
Angenommen, eine Bank möchte Ihnen einen Kredit schmackhaft machen: Was gibt den Ausschlag, wenn Sie das Angebot annehmen? Wären Sie ein rationaler Homo oeconomicus, würden Sie wohl primär nach den Zinsen gehen, oder?
Wie ein Feldexperiment von Verhaltensökonomen in Südafrika zeigte, kommen vielen Menschen bei solchen Entscheidungen auch andere, völlig irrationale Faktoren in die Quere: Ein Finanzdienstleister und führender Anbieter von Krediten für Einkommensschwache hatte dazu rund 50’000 Briefe an Kunden verschickt, die schon einmal einen Kredit in Anspruch genommen hatten, und bot ihnen darin ein neues Darlehen an. Der monatliche Zinssatz dieser Angebote war zufällig gewählt und schwankte zwischen 3,25 und 11,75 Prozent.
Zusätzlich setzten die Wissenschaftler in den Briefen unterschiedliche Marketing-Botschaften ein, um ihre Wirkung überprüfen zu können. Mal war in der Werbung eine Frau abgebildet, mal ein Mann. Mal wurde ein klares Angebote formuliert, mal wurden vier Optionen mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten präsentiert.
Dank der daraus gewonnen Daten konnten die Forscher die Wirkung der Marketinginstrumente in Zinsäquivalenten ausdrücken. So liess sich bestimmen, wie der Zins steigen oder sinken muss, um im Entscheidungsverhalten den gleichen Effekt wie eine Marketingmassnahme zu erzielen.
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