Das Schweigen der Männer

Eigentlich ist die Grenze zwischen Flirt und Belästigung klar. Foto: iStock

Eigentlich ist die Grenze zwischen Flirt und Belästigung klar. Foto: iStock

Frauen erklären derzeit Männern, was im Umgang mit dem anderen Geschlecht nicht okay ist. Das ist offensichtlich nötig, denn wie die unschönen bis schrecklichen Erlebnisse zeigen, über die Frauen unter den Stichworten #notokay und #SchweizerAufschrei berichten, wissen viel zu viele Männer nicht, wo das Kompliment aufhört und die Belästigung anfängt.

Auf der anderen Seite muss aber auch jemand zuhören. Die gehässigen Reaktionen, die viele Männer in sozialen Medien von sich geben, lassen vermuten, dass hier kein Dialog zustande gekommen ist. Statt nachgefragt, wieso dieses oder jenes Verhalten als sexistisch empfunden wurde, wird erklärt, wieso die Betroffene falsch liegt.

Schweigen ist respektlos

Die grosse Mehrheit der Männer beteiligt sich an dieser Auseinandersetzung nicht. Sie schweigt. Das ist erstens schade, denn eines hat dieser Aufschrei nicht verdient: nicht ernst genommen zu werden. Auf die Einforderung von Respekt mit Nichtbeachtung zu reagieren, ist ziemlich respektlos. Zweitens ist das Schweigen aber auch bezeichnend. Es ist das Verhalten, das Männer gern an den Tag legen, wenn sie im Alltag Sexismus antreffen. Der deplatzierte Spruch am Arbeitsplatz, der geifernde Onkel am Familientisch, die bedrängte Frau an der Bar – wie oft wird einfach geschwiegen?

Auch Männer müssen sich dem Sexismus entgegenstellen. Das gilt nicht nur für jene, die ihre Hände nicht bei sich behalten können. Auch wer sich anständig benimmt, trägt eine Mitverantwortung dafür, welches Verhalten in einer Gesellschaft akzeptabel ist. Wer bei sexistischem Verhalten schweigt, mitlacht oder wegsieht, signalisiert, dass da ja nichts Falsches passiert ist – und zwar sowohl der Frau als auch dem Mann. Einem Stadtpräsidenten, der im Berufsleben einer Frau eine Hand aufs Knie legt, muss jemand die Hand auf die Schulter legen. Dem Personalchef, der sich bei einem Betriebsausflug über eine Logistikerin lustig macht, die stark geschminkt zur Arbeit erscheint, muss jemand widersprechen. Den Mann, der im Tram seine Hand in der Hose hat, muss jemand stoppen.

Die Grenze ist klar

Jene, die sich der Debatte über Sexismus entweder entgegenstellen oder sich nicht auf sie einlassen wollen, haben eine ganze Reihe von Rechtfertigungen parat. Sie reichen von kruden Männer-sind-halt-biologisch-auf-Sex-programmiert-Erklärungen bis hin zu ernster zu nehmenden Bedenken, wenn man diese Diskussion eröffne, führe dies zu einer vergifteten Atmosphäre, in der weder anständige Komplimente noch differenzierte Kritik mehr möglich sei. Wiederum andere stören sich am Absender und mögen sich nicht mit Feministinnen verbünden.

All diese Argumente überzeugen nicht, denn sie gehen der entscheidenden Frage aus dem Weg: Worin unterscheidet sich akzeptables von nicht akzeptablem Verhalten? Diese Grenze ist nicht so schwierig zu ziehen, wie man angesichts der vorgebrachten Bedenken meinen könnte. Es geht nicht darum, dass jegliches werbende Verhalten und jeder dumme Spruch unangebracht wäre. Nein, es geht schlicht darum, das Gegenüber als Mensch mit eigenen Interessen, eigenem Willen und eigenen Empfindungen zu behandeln. Dazu gehört, sich zu überlegen, ob ein anzüglicher Spruch in einem bestimmten Kontext angebracht ist. Dazu gehört, vorher abzuschätzen, ob eine Berührung als unangenehm empfunden werden könnte. Dazu gehört, sich zu achten, ob ein Kompliment auf Anklang stösst. Wer hingegen jemanden zu Sex auffordert, ohne vorher entsprechendes Interesse signalisiert erhalten zu haben, wer auf eine Abweisung mit Beschimpfungen reagiert, wer meint, einen Anspruch darauf zu haben, mit jemandem zu flirten – alle jene behandeln den anderen Menschen als Instrument, um seine eigenen Wünsche zu befriedigen.

Lesen Sie zum Thema auch die Analyse von Michèle Binswanger«Hört auf zu flennen, ihr Memmen!»

 

211 Kommentare zu «Das Schweigen der Männer»

  • Sven Sauerbrey sagt:

    Sehen Sie Herr Wilhelm, Sie haben grundsätzlich schon recht dass hier ein Diskurs nötig ist. Nur, .. auch Ihnen passiert der Fehler „die Männer“ zu pauschalisieren als Meute welche sich nicht im Griff hat. Dass dabei die Meisten dieser sexgeilen Menge sich 100% korrekt verhaltet – gegenüber jeglicher anderen Art von Menschen – wird ausgebldendet. Aber wenn man mal diese Schubladensierung ausblendet ist Ihr Text doch bemerkenswert und man köntte ihn als Aufruf für ein vertiefte Diskussion über das Thema nehmen. Nur sollten auf beiden Seiten diese Pauschalisierungen sein gelassen werden, das bringt nichts.

    • Klaus M sagt:

      Finde es auch erschreckend, wie die Feministen Männer abwerten und schlechtreden. Dazu fällt mir ein Zitat der Literaturnobelpeisträgerin Doris Lessing ein:
      „Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer diese Frauen sind, die fortwährend Männer herabwürdigen. Die dümmste, ungebildetste und widerlichste Frau kann den nettesten, liebenswürdigsten und intelligentesten Mann herabwürdigen und niemand protestiert.“

      • Rolf Raess sagt:

        Darum ist schon der Titel des Artikels verfehlt, sollte es doch heissen „das Schweigen der Lämmer“.
        Dabei sind doch die bäuerlichen Fuditätscher der 50er Jahre in den Beizen gottlob ausgestorben.

  • Eduardo sagt:

    Als ich den Artikel überflog, war ich sicher, dass er von einer Feministin stammt, die grundsätzlich keine Männer mag. Aber, grosse Verwunderung, er wurde von einem Mann geschrieben. Soviel Abwertung des eigenen Geschlechtes, soviel Anbiederung an feministische Ideologinnen ist schon peinlich. Vom Sexismus in der beschriebenen Form habe ich bei meinen Geschlechtsgenossen übrigens im Alltag wenig bemerkt. Die meisten Männer sind Frauen gegenüber mehr oder weniger zurückhaltend und respektvoll.

    Es gibt, Herr Wilhelm, übrigens auch eine Art von negativem weiblichen Sexismus Männern gegenüber, der extrem abwertend und verletzend daherkommen kann. Aber klar, der betrifft ja „nur“ Männer, aus feministischer Sicht eine Art unschöner Nutzmenschen ohne viel Anspruch auf Respekt.

    • fabian sagt:

      Es geht dem Feminismus gar nicht Verhinderung von Sexismus. Der Feminismus hat ganz bewusst ein Bild konstruiert (und dieser ArtikeI hier macht reiht sich nahtlos ein) vom Mann als pauschal bösem Geschlecht.

      Ich schweige nicht. Ich distanzierte mich deutlich vom Feminismus, von dieser männerabwertenden und männerhassenden Ideologie der (primär linken) Politik.

      • Janey Wilcox sagt:

        Rein aus Interesse: was verstehen Sie unter Feminismus oder wie würden Sie diesen definieren?

        • Marcel Schmid sagt:

          @wilcox… ist noch relativ schwer… aus meiner Sicht sind Feministinnen wie auch Machos Personen welche mit dem andern Geschlecht keinen normalen, respektvollen Umgang pflegen können oder wollen, sich selbst als etwas besseres betrachten und das andere Geschlecht dauernd pauschal sowie undifferenziert herabwürdigen… oder anders gesagt: Sexismus betreiben!

      • Marcel Schmid sagt:

        Einige Frauen begreifen wohl nicht, dass Sie den Sexismus den Sie selbst bestanden, längst ebenfalls gegenüber Männern betreiben… gemäss Duden ist es aber keine einseitige Definition! Ob dies einer sachlichen Diskussion und der Sache dient ist mehr als fraglich!

        • Larissa sagt:

          Nie hat jemand behauptet, es sei einseitig, im Gegenteil. Nie hat jemand behauptet, nur Männer verhielten sich sexistisch. Bin absolut Ihrer Meinung. Nur: Sie reden von einer Diskussion, derer viele (wie offenbar Sie auch?) sich überhaupt gar nicht annehmen wollen. Also wie soll denn überhaupt erst eine entstehen?

          • Hans Hintermeier sagt:

            Wir sind ja schon mittendrin in der Diskussion. Haben Sie das gar nicht bemerkt, weil die Diskussion nicht so abläuft, wie Sie sich das vorgestellt haben?

  • Martin Frey sagt:

    „eines hat dieser Aufschrei nicht verdient: nicht ernst genommen zu werden.“
    Dafür sind die Protagonistinnen selber verantwortlich. Denn es waren sie, die Kritik- und wahllos, jedoch durchaus gezielt harmlose Alltagssituation und nett gemeinte Komplimente in einem Zug mit indiskutablen Grenzüberschreitungen in einen Topf warfen. Dabei verfolgten sie zwei Ziele: mehr Beispiele aufführen zu können um beim Aufschrei mehr Fleisch am Knochen zu haben, sowie Männer in eine Art Kollektivschulddruck zu bringen. Dass damit zuallererst die eigenen, angeblich hehren Absichten diskreditiert werden und eben Respekt und Dialog und somit auch das Zuhören verunmöglicht wird nimmt frau gerne in Kauf. Denn um all das was der Autor ansonsten richtig beschreibt, ging es beim Aufschrei wohl nur am Rande.

    • Martin Frey sagt:

      Frau Binswanger hat in ihrem Dienstagskommentar rhetorisch gefragt wer seitens der Männer schon einmal in sexueller Absicht begrabscht und beschimpft wurde, und zwar so, dass er Angst hatte. Wer schon mal auf dem Nachhauseweg von einem schmierigen Typen verfolgt, ungefragt mit Penisbildern beglückt wurde oder beim Masturbieren zuschauen musste.
      Diese Frage sollte vielleicht mal real und nicht nur rhetorisch gestellt werden. Denn Frauen hören Männern genauso wenig zu wie umgekehrt. Denn ohne für andere sprechen zu können, aber alle Beispiele habe ich selber schon erlebt, von Männern und von Frauen, sex. Diskriminierung am Arbeitsplatz inklusive. Das ist leider alles nicht so selten. Nur dass auch Männer davon nicht verschont sind, machen die Übergriffe an Frauen natürlich nicht besser.

    • Regina Probst sagt:

      Das ist jetzt mir zu grob kategorisiert! Was die Frauen alles melden würden, konnte nicht vorausgesehen werden. Und es ist glaubs vond den Initiantinnen immer klar gesagt worden, dass es nicht um das Ablehnen gelegentlicher und ernst gemeinter Komplimente geht. Kollektivschuld ist auch nicht beabsichtigt, sondern eine Schwarz-bis Grauzone zu erhellen. In einem Punkt haben Sie so halbrecht: Wenn frau (oder auch mann) nahe an einem Thema und auch noch betroffen davon ist, was meistens einhergeht, hat frau meist nichts dagegen, wenn es medial wirksam rauskommt . Das ist aber bei jedem Thema so.

      • Martin Frey sagt:

        Der Anstoss zum Aufschrei war meines Wissens die unsägliche Entgleisung der SVP Parlamentarierin Geissbühler mit ihrem victim blaming, welches ich als gravierend und unentschuldbar betrachte. Sie werden hier drin wohl kaum eine Stimme finden die das fundamental anders sieht. Die Leute die sich dann aber in den medialen Vordergrund drängten sind teils selber keine Kinder von Traurigkeit (Trede) oder haben primär zur Begriffsinflationierung beigetragen (schöne Stiefel). Damit macht frau, und dabei bleibe, der Sache keinen Gefallen. Wenn dann noch irgendwelche Genderistinnen die Aktion instrumentalisieren und klar als Ziel vorgeben, dass erstrebenswerterweise durch die Aktion die gesamte Männerwelt verunsichert werden sollte, dann muss ich Sie schon fragen, was Ziel und Zweck sein soll.

  • Peter Maier sagt:

    Die entscheidende Frage ist, worin unterscheidet sich akzeptables von nicht akzeptablem Verhalten…aha. Nun, diese Frage wurde ja bereits beantwortet. Fühlt sich eine Frau sexuell belästigt oder sexistisch abgewertet – dann ist es so. Das subjektive Empfinden ist das Mass aller Dinge. Folgt man diesem infantilen Anspruch, was offenbar vermehrt geschieht, erübrigt sich jede weitere Diskussion zum Thema.

    • Roger Gruber sagt:

      Es ist auch so, dass die Person des Urhebers eine starke Rolle spielt. Die Schwelle des subjektiv empfundenen Sexismus liegt bei Mr. Right um Längen höher als bei Mr. Nobody. Schlussendlich ist die Sexismus-Debatte nichts anderes als eine einseitig vergebene Waffe im Geschlechterkampf.

  • Roger Gruber sagt:

    Solange die Sexismus-Debatten-Führer die Diskussion als Einbahnstrasse bewirtschaften (Männer Täter / Frauen Opfer) wird niemals ein konstruktiver Dialog zustande kommen. Solange es als „Frauenrecht“ betrachtet wird, dass Frauen mit ihren Reizen spielen dürfen, aber Männer, die dann nur schon flüchtig hingucken, als sexistische Schweine abgestempelt werden, wird es niemals einen Konsens geben. Aber zum Glück erlebe ich diese zerstörerische und vergiftete Diskussion vor allem medial. Im richtigen Leben geht das ganze viel entspannter zu. Und das ist gut so!

    • Urs M. sagt:

      Im richtigen Leben wünschen Frauen sogar Komplimente. Normale Komplimente, die Feministinnen als sexuelle Belästigungen deuten.
      Hier sind halt die schweigenden Frauen gefordert, ihre Meinung kundzutun, wenn sie nicht der der Feministinnen entsprechen.

      • Blanche Wu sagt:

        Vor allem geben auch Frauen im wirklichen Leben Männern Komplimente im Büro. Ich sage schon auch dem verhuzelten ITler, dass er heute gut aussieht, wenn er dann mal im Anzug kommt und chic ist. Die meisten Männer fühlen sich dann geschmeichelt und mir als Frau tut es auch gut, wenn danach der Mann Freude hat.

        • Rolf G. sagt:

          Find ich toll, dass Sie das tun, Frau Blanche Wu. Und ich bin überzeugt, es tut dem IT’ler gut. Die aktuelle Debatte als Ganzes emfpfinde ich im übrigen als Gipfel der Verlogenheit: Es ist völlig klar, dass Schmieriges und Herabsetzendes sich nicht gehört. Früher nannte man die verlangte Eigenschaft übrigens einfach Anstand und es galt für alle – F & M. Nun wollen aber „DIE“ Frauen, dass es quasi offiziell geächtet sein soll, wenn ein nicht genehmer (d.h. unter der eigenen Würde) Mann ein unverfängliches Komplimnet macht. Das zeugt von einer beispiellosen Verachtung gegenüber dem „Regular Guy“ und lässt mich einfach nur sprachlos zurück. Aber zum Glück sind wir nicht „DIE“ Frauen und „DIE“ Männer, sondern Individuen. Nur wollen das scheinbar nicht alle wahrhaben.

          • Hannes Müller sagt:

            Diverse Frauen denken allen Ernstes, dass man auf Männern herumhacken dürfe, „weil die das vertragen“.

  • nadja schnetzler sagt:

    danke für diesen konstruktiven Beitrag

    • Hans Hintermeier sagt:

      Da haben Sie es Herr Wilhelm, Ihre weibliche Belohnung für Ihr erwünschtes Verhalten.

      Es ist sicherlich ein tolles Gefühl, sich als einer der wenigen „guten“ Männer zu fühlen und präsentieren zu können (und stillschweigend davon auszugehen, dass andere Männer sicherlich nicht so gut sind wie Sie“)

      Wie viele eigene Beobachten haben Sie bezüglich sexueller Belästigung von Männern an Frauen selber gemacht? Sprechen Sie nur einfach Texte nach, weil es oppportun ist und verkaufen dafür gerne Ihre Geschlechtsgenossen?

      • Mina Peter sagt:

        Oje ihr Männer hier in den Kommentarspalten, ihr habt nichts begriffen, wollt nichts begreifen. Ihr seid noch weit davon entfernt von einer Reife wie sie der offenbar noch junge Martin Wilhelm bereits hat. Ich frag mich langsam, woran es liegt, dass Männer auch hierzulande nicht begreifen wollen, dass auch Frauen ein Recht auf körperliche Integrität haben? Und wieso fühlen sich Männer herabgewürdigt, wenn sie nicht über Frauen verfügen dürfen wie es ihnen passt? Ich bin dankbar für alle befreundete Elternpaare, die ihre Buben heute anders erziehen.

      • Fred sagt:

        Danke auch von mir für den artikel. Eine beobachtung von mir jetzt gerade: meiner freundin wurde schon mehrmals an den arsch gegrabscht, mir noch NIE! Wo ist jetzt ihre beobachtung?

        • Hans Hintermeier sagt:

          Fred: es geht auch darum,dass gewisse Kreise versuchen die Messlatte,was sexuelle Belästigung ist,so weit zu senken,dass eben wieder sehr viele Männer darunter fallen (an das Gesäss langen ist sicherlich nicht so ein Fall,da gibt es nichts zu diskutieren).Im Gegenzug wird z.B. Sexismus an Männern gar nicht wahrgenommen,weil er sich oft anders zeigt (nicht minder schlimm).Es geht darum,dass gewisse Kreise für sich die Deutungshoheit beanspruchen und diese sehr einseitig handhaben.Sicher kommt sexuelle Belästigung vor, ich finde es einfach auch wichtig zu differenzieren,in welchen Kreisen sie gehäuft vorkommen.

          • Hans Hintermeier sagt:

            Ich würde z.B. für alle meine Freunde die Hand ins Feuer legen,dass sie das nie tun würden, ebenso meine Söhne.Ich bestreite also höchstens das Ausmass und werfe vor,dass gewisse Kreise das Ausmass bewusst hoch haben wollen und der Autor dem unkritisch/opportun folgt. Es ist eben wie bei der Silvesternacht in Köln,welche gewisse feministische Kreise ausschlachteten und immer wieder betonten,dass dies ein Problem von allen Männern sei.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Um das geht es ja gerade: niemand stellt die körperliche Integrität der Frauen in der CH in Frage, oder möchte „Verfügungsgewalt“. Die allermeisten Männer erziehen bereits ihre Jungs auch in diesem Sinne (es ist nicht die Ausnahme, wie Sie es darstellen, wir tun es bereits).
        Es geht darum, wie heute das Thema behandelt wird (Medien, Instrumentalisierung, Vermischungen,Einseitigkeit)….und welche Themen beim Sexismus nie angesprochen werden. Es geht um Geschlechterhaftung, Generalverdacht, z.T. sehr willkürliche Grenzziehungen, das alles muss eben auch diskutiert werden und nicht nur ein einseitiges vorgegebenes Protokoll gemäss einer bestimmten Ideologie (das dann als „reif“ dargestellt und belohnt wird). Sonst ist es kein Diskurs, sondern Diktat.

  • peter müller sagt:

    sexuelle übergriffe auf männer gibst viele! ex chefin beim autofahren plötzlich ihren schenkel auf meinen gelegt hat und ich sie abgewiesen habe, kann sich wohl jeder vorstellen, wie ich nachher gemobbt worden bin oder als meine ex frau jahrelange mich geärgert und genötigt hat, trotz rechte, die kinder an den besuchswochenende zu nehmen, in dem die kinder immer krank waren oder plötzlich immer beim tennisspielen. das ist auch sexueller übergriff. das können mehrheitlich nur frauen mit männer machen. umgekehrt habe ich sowas nie gehört. oder einen freundschaftlichen klapps auf den hinter unter angesäuselten kumpelkolleginnen…

  • Niklas Meier sagt:

    Sie haben einen ganz zentralen Punkt nicht erkannt: Sexismus erfahren nicht nur Frauen. Wenn Männer sich in solchen Situationen wiederfinden haben sie ein noch viel grösseres Problem als Frauen. Wenn sie sich beklagen werden sie ausgelacht oder nicht ernst genommen.
    Wenn alle einsehen würden, dass man respektvoll miteinander umgehen sollte, wäre einiges einfacher.
    Dieses darauf Beharren, dass Männer Frauen vor Sexismus schützen sollen ist in sich schon wieder sexistisch. Und kurzsichtig. Man muss im Rahmen seiner Möglichkeiten die Mitmenschen unterstützen. Sei dies bei Sexismus, Rassismus, Mobbing, oder auch nur einer Person mal die Tasche die Treppe hochtragen wenn sie Unterstützung benötigt.
    Oder aber man fokussiert sich auf einen Punkt der gerade hipp ist und reitet feige die Welle

  • Manuel Reuber sagt:

    Es ist im übrigen nicht nur die grosse Mehrheit der Männer die schweigt, sondern auch die grosse Mehrheit der Frauen. Vielleicht sollte der Autor seine Wahrnehmung überdenken.

  • Regina Probst sagt:

    Ich kann Herrn Wilhelm nur zustimmen. Es gilt, die Person gegenüber genauso ernst zu nehmen, wie sich selber, bzw. wie man wünscht, selber respektiert und behandelt zu werden. Leider liegt aber halt in der klassischen Männerrolle gerade ein stück Ignoranz mit eingepackt, der Mann soll traditionell eben gerade nicht zu einfühlsam sein, das findet sich z.B. eingepackt im Begriff „Weichei“. Herr Wilhelm kann also lange appelieren, solange dies in den Ohren der Männer nicht als erstrebenswert ankommt, ist es nur „gut gemeint“. Wir haben gerade gut 20 Jahre Retraditionalisierung der Rollen hinter uns. Die meisten Eltern haben wieder die Überzeugung, man müsse Jungs anders als Mädchen erziehen, das bräuchten sie für eine gesunde Identität. Empirisch ist das nicht haltbar.

    • Urs M. sagt:

      Selbst Frau Binswanger, Journalistin beim Tagi, hat gestern den Männern die Schimpworte „Memme“ um die Ohren gehauen (Im online verfügbaren Artikel „Hört auf zu Flennen, Memmen“). Männerabwertende Beleidigungen am Laufmeter, und sogar in Titelüberschriften von Tageszeitungen.

      Memme, das Wort kommt übrigens interessanterweise vom Begriff „Mutterbrust“. Da wirft eine Feministinnen den andersdenkenden Männern also vor, sie seien schwächliche kindssäugende Frauen. Sagt wohl genug über eine Frau aus, die sowas schreibt.

      • SrdjanM sagt:

        Sie wirft es ja nur den Memmen vor, nicht allen Männern. Wer den Text wirklich gelesen hat, weiss auch wer gemeint ist und fühlt sich entsprechend (nicht) angesprochen.

    • Peter Maier sagt:

      Ja, wir haben gerade gut 20 Jahre Retraditionalisierung der Rollen hinter uns. Eine der Folgen davon ist, wie mir eine befreundete Ärztin im Vertrauen gesagt hat, dass heutzutage viele junge Männer wegen Erektionsstörungen in ihrer Praxis sitzen. 20jährige Männer, die keinen hochkriegen. Das ist in diesem Alter selten ein biologisches, sondern meist ein mentales Problem – aus totaler Verunsicherung, aus Angst übergriffig zu sein, aus völlig falsch verstandenem Respekt (Penetration ist doch Gewalt!) etc…Muss man nicht schlimm finden, schliesslich macht die Reproduktionsmedizin tolle Fortschritte. Man könnte aber auch die Erziehung und die gesellschaftliche Entwicklung hinterfragen, die zu solch grotesken Resultaten führt. Nur so eine Idee.

      • SrdjanM sagt:

        Jetzt suchen Sie sich wenigstens Hilfe, vor 20 Jahren wäre das unvorstellbar, aus Angst ausgelacht zu werden…

      • Mina Peter sagt:

        Vielleicht liegt das auch an den vielen harten und gewalttätigen Pornos, die sie bis dahin schon konsumiert haben. Und da wundern Sie sich, dass die jungen Männer nicht mehr intuitiv einfühlsamen und befriedigenden Sex haben können??

        • Hans Hintermeier sagt:

          Nur ja nicht auch den einseitigen Feminismus Mal kritisch hinterfragen. Es ist sicher alles andere Schuld daran, aber der „orthodoxe“ Feminismus sicherlich nicht. Der ist über alle Fehler erhaben und jeglicher Kritik enthoben , unantastbar, makellos, perfekt.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Reden wir mal Klartext: Die hier verbreitete Definition von Sexismus ist einseitig und perspektivisch stark eingeengt, konkret: Männer pauschal abwertende Bücher wie z. B. „Das Ende der Männer“ von Hanna Rosin (Berlin Verlag 2013), ein Bestseller mit überwiegend positiven Rezensionen in der Presse, werden als politisch korrekte Literatur dargestellt. Wenn Alice Schwarzer und Luise Pusch reflexartig- und mit grosser medialer Unterstützung- etwas von einer Cockpitquote schwafeln, weil Germanwings-Flug 4U9525 2015 von einem Piloten mit Absicht zum Absturz gebracht worden ist, dann ist das sexistisch, weil damit der männliche Selbstmord als allgemeine Gefahr für die Flugsicherheit ausgemacht- und unausgesprochen in die Nähe einer Straftat gerückt wird! Darüber müssen wir auch sprechen!

    • Schadegger Robert sagt:

      Sie haben Recht, Zuffrey: auch das ist Sexismus! Ich mag mich gut erinnern an jene Aussage von Alice Schwarzer: der vollautomatische feminist. Reflex, der in seiner Ganzheit so gerne verletzt.

  • Regina Probst sagt:

    … Die Retraditionalisierung hat auch Frauen wieder stärker in alte Schienen steigen lassen. Die aktuellen Statistiken zeigen, wie sich die Berufswahl bei beiden Geschlechtern in geschlechtsuntypische Felder nicht erweitert hat, wie Frauen vor allem für Familie in die Zukunft planen und Männer sich gerne als Alleinernährer sehen. Hollywood-Filme waren nun lange ziemlich reaktionär, Frau träumt vom Heiratsantrag und hat nur shoppen und Männer als Lebensziel, usw. . Junge Frauen wissen oft selber nicht mehr, was sie bei männlicher Annäherung gut finden (müssen), und was nicht. Entsprechend ambivalent ist der Kontakt zwischen den Geschlechtern in der Praxis. Die jetzige Debatte ist wichtig, verläuft aber im Sand, wenn nicht genug neue Rollenmodelle vorhanden sind.

    • Frank sagt:

      Frau Probst, jeder Mann lebt tagtäglich ein Rollenmodell, das er gut findet. Nur werden diese legitimen Rollenmodelle von den Medien, den Feministen und den linken Politikerinnen angefeindet. Regina, hört ihr Frauen doch mal auf überheblich den Männern einzureden, welche Rollenmodelle sie leben sollen.

      • SrdjanM sagt:

        Ja nicht hinterfragen, wie die aktuellen Rollenmodelle entstanden sind und ob Männer und Frauen sich damit einfach abfinden müssen…

        • Frank sagt:

          Srdjan, man kann alles hinterfragen. Man könnte auch die Ehe hinterfragen, die Demokratie, die Volksschule. Sie sollten allerdings auch akzeptieren, dass wenn die Resultate dieser Hinterfragung nicht Ihre feministische Ideologie stützen, dass es dann auch ok ist.

          Der Feminismus betreibt heute eine Art Geschlechterkrieg, bei dem die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen (Frauen wie Männer) in fast totalitärer Weise völlig ignoriert werden. Wer braucht solchen Kampffeminismus?

          ps. Die Quittung erhalten die damit kämpfenden PolitikerInnen jeweils bei den Wahlen. Und vor dem Hintergrund der politischen Verschiebungen der letzten Zeit (‚Rechtsrutsch‘) kann sich jedeR selbst Schlüsse zur Mehrheitsfähigkeit des Feminismus ziehen.

  • Urs M. sagt:

    Sorry, mir fehlt grad die Lust und die Energie, um mich Sexismus gegenüber Frauen entgegenzustellen. Die Energie geht nämlich weg, mich gegen pauschale Beschuldigungen von Feministinnen zu wehren.

    Man muss sich zudem nochmal diesen Titel über einem Artikel gestern im Tagi auf der Zunge vergehen lassen. Von einer Frau, an die Männer gerichtet: „Hört auf zu flennen, ihr Männer“. Nö. Frauen, ihr habt meine Unterstützung nicht verdient. Ich setze mich ausschliesslich für Männer ein.

    Erstmal werden jetzt Diskriminierungen gegen Männer beiseitigt: AHV-Alter, Militärdienstzwang, Sorgerechtsbenachteiligung etc.

  • Kevin Berner sagt:

    Zusammengefasst: Männer die sich anständig benehmen, aber nicht die Polizisten für Frauen spielen, verhalten sich genauso falsch, wie die restlichen bösen Männer. Bravo!

    • Michael sagt:

      Das war schon immer so. Wer Fehlverhalten sieht, aber nichts macht, akzeptiert es stillschweigend. Wenn sie wissen, dass bspw. der Buchhalter ihrer Firma die Bücher frisiert und sie nichts machen, sind sie genau so mitschuldig.

      • Frank sagt:

        Michael, einer Frau ein Kompliment zu ihren Schuhen zu machen, ist bloss aus Sicht einiger weniger Feministinnen ein Fehlverhalten.

        • Frau sagt:

          Wenn Die Frau einen Doktor in Physik hat oder einen super Job macht und die Schuhe das Einzige sind für das sie Aufmerksamkeit erhält, eben tatsächlich. Wie immer machen der Ton und der Zusammenhang die Musik.

  • Frank sagt:

    Herr Wilhelm, ich finde Ihren Beitrag genauso männerverachtend und -abwertend wie jener von Ihrer Kollegin Binswanger diese Woche. Ich distanziere mich als regelmässiger Tagi-abonnent von einem solchen pauschal abwertenden Männerbild, wie auch von dieser einseitigen feministischen Geschlechterdebatte.
    Schönen Tag noch.

  • Leo Klaus sagt:

    Grundsaetzlich haben Sie Recht. Aber mal ehrlich, ich bin fuer mein eigenes Verhalten verantwortlich und nicht fuer andere Menschen. Ich versuche persoenlich alle Menschen anstaendig zu behandeln, und das reicht mir.

    Es gibt Situationen wo ich vielleicht einschreiten wuerde, z.B. wenn ein Kollege von mir am Arbeitsplatz oder ein guter Freund von mir jemandem belaestigen sollte, egal ob das Opfer eine Frau, ein Auslaender usw. ist. Und ich wuerde wohl einschreiten, wenn es im oeffentlichen Raum eine Person klar missbraucht wird.

    Aber wuerde ich mich sonst immer verpflichtet fuehlen? Nein!

  • R. Vetter sagt:

    Schade gibt es bei solchen Themen in den Kommentaren nur Statements und keine Diskussionen. Man weiss nicht, welche Kommentare von den Lesern für gut befunden werden. Hier fehlt eindeutig der like und dislike Button.

  • Manuel Reuber sagt:

    Sorry, aber das war jetzt unnötig.

    • Manuel Reuber sagt:

      Sie verstehen mich falsch. Ich sehe auch, dass es ein ganz bestimmter Typus Frau ist, der zum #Aufschrei ruft. Aber ich würde es niemals am Aussehen festmachen, ich tippe eher auf eine Ideologie, die klar zwischen „wir guten“ und „die anderen bösen“ unterscheidet. Ich finde Frau Trede beispielsweise nicht zwingend hässlich. Im Gegenzug gehöre ich jetzt auch nicht zu Gottes Geschenken an die Weiblichkeit (was mich und meine Frau aber nicht stört). Schönheit liegt nunmal im Auge des Betrachters, weshalb ich es unnötig finde, auf die physischen Attribute der Frauen zu verweisen. Zumal sie den Männern damit einen Bärendienst erweisen.

  • nunmain sagt:

    Ich muss gar nichts. (Ausser Steuern zahlen und sterben.)

  • Alex Steiner sagt:

    Haha – dachte es geht um was anderes. Dachte es geht darum das Männer nicht von ihren vorfällen erzählen. Die es gibt. Mir wurde schon von 3 verschiedenen Frauen ungefragt an den Arsch gelangt und so toll ist er auch nicht. Aber da ist es ja nix schlimmes – ist ja nur ein scherz. Genau so wie wenn Frauen Männer schlagen.

    • Peter Kant sagt:

      Aber Herr Steiner. Darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass sie sich für die Frauen einzusetzen haben. Ohne wenn und aber. Ansonsten werden sie abgewertet und blossgestellt.

  • Thomas Weidmann sagt:

    Hmmm, eine Frau hätte es nicht besser schreiben können.. Es haben nur noch Regenbogen und die pinke Wölkchen gefehlt..

  • Claudi sagt:

    Liebe Männer, mir (und wahrscheinlich 95% der normalen Frauen) dürft ihr weiterhin nette Komplimente machen. Ich freu mich darüber. Ignoriert einfach die paar griesgrämigen Feministinnen, die euch über den Weg laufen, und gut ist.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Nein, das können wir unseren Söhnen und Töchtern zuliebe nicht machen. Ich möchte nicht, dass sie in so einer männerabwertenden Welt aufwachsen.

  • Janey Wilcox sagt:

    Vielen, vielen, herzlichen Dank für genau die richtigen Worte. Umso schöner, kommen sie von einem Mann. Es geht um nicht weniger und nicht mehr, als was sie gerade beschrieben haben. Merci!

    • Sabine sagt:

      Ich finds peinlich, lassen sich Männer vom Feminismus einspannen, über ihre Geschlechtsgenossen herzuziehen. Der Propagandatrick ist etwas zu leicht zu durchschauen.

      • Janey Wilcox sagt:

        Wer den Artikel verstanden hat, hat auch verstanden, dass dies überhaupt gar nicht auch nur annähernd etwas mit dem Herziehen über Männer zu tun hat. Von dem Verschwinden von genderspezifischen Vorurteilen würden Männer genauso profitieren. Und diejenigen, die das Begriffen haben, setzen sich auch dafür ein.

        • sepp z. sagt:

          jane, vom feminismus profitieren nur ein paar privilegierte frauen. es ist reine machtpolitik. und dass feministinnen sich nicht für männer einsetzen, sondern gegen sie kämpfen, ist unterdessen doch klar. erinnern sie sich noch, wie als einzige bundesrätin sich sommaruga gegen das gemeinsame sorgerecht gewehrt hat? wie die linke aktuell gegen gleiches rentenalter kämpft?
          der feind der geschlechtergleichstellung ist heute der feminismus.

  • r.meier sagt:

    wir wissen alle,dass sich die Sitten geändert haben,seit die Bevölkerung,in kurzer Zeit,von 6 Millionen,auf ca 8.5 Millionen gewachsen ist,auch aus Ländern,deren Frauen,wie Sklaven behandelt werden,warum wird dass nie angesprochen? Basler Frauen,kennen dass zur genüge,aber bei den Behörden,ist mal schnell eine Fremdenhasserin,wo sind da die Politikerinnen?

    • Mina Peter sagt:

      Das beschäftigt mich auch sehr. Aber wenn nicht mal Schweizer Männer mithelfen, Sexismus zu unterbinden, wie allein stehen dann vor allem junge Frauen da bei all den Jungen patriarchal und sehr frauenverachtend geprägten Einwanderern? Mir schwant übles.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Wir helfen eigentlich gerne mit,aber evtl. wäre es auch wieder Mal toll,etwas Positives von euch Frauen über uns Männer zu lesen (es gibt auch viel Positives). Das würde auch Mal gut tun,nicht immer nur gesteuerte Kampagnen,was wir alles schlecht machen.
        Ich bin überzeugt,dann klappt es auch mit dem Dialog. Es waren in letzter Zeit arg viele Artikel in diese Richtung, auch schon vor dem Aufschrei. Liegt wohl daran,dass es viele Genderbeauftragte und Feministinnen gibt,die irgendwie beschäftigt sein müssen. Ich glaube, das ist ein Selbstläufer geworden,wo man Sachen aufbauscht,um eine Legitimation zu haben,da ärgert man halt auch die Männer (Mehrzahl),die sich bereits arg Mühe geben. Vgl. den Zeitartikel eines modernen Mannes: „Emanzipation ein Leben auf der Streckbank“

      • Hans Hintermeier sagt:

        Oder auch Mal Artikel/ eine Diskussion zulassen, welche Benachteiligungen/Probleme von Männern thematisieren und welche nicht mit einer feministischen Brille geschrieben sind.

        Der öffentliche Dialog müsste halt wirklich „offen“ stattfinden und nicht nur in den engen Bahnen, welche der Feminismus vorgibt.
        Vgl. z.B. Poppers „Offene Gesellschaft“
        In Offenen Gesellschaften ist im Gegensatz zu ideologisch festgelegten, geschlossenen Gesellschaften, die einen für alle verbindlichen Heilsplan verfolgen, ein intellektueller Meinungsaustausch gestattet, der auch kulturelle Veränderungen ermöglicht.

  • M. Gruber sagt:

    Könnte es nicht eher sein, dass Männer zu diesem Thema schweigen, weil sie zum schweigen gebracht wurden? Sehen Sie doch mal genau hin: Genderdebatten werden praktisch ausschliesslich von weiblichen Redaktorinnen, Autorinnen, Kommentatorinnen, Geschlechterforscherinnen und Gleichstellungsbeauftragte geführt. Der Tenor ist einfach: Männer sind die Täter, Frauen die Opfer. Wer dieses Dogma in Frage stellt, oder auch nur anritzt wird mit einem Shitstorm bedacht oder lächerlich gemacht (hört auf zu heulen, ihr Memmen). Es liegt am Tagi, im gleichen Masse Autoren einen Raum einzuräumen, welche dezidiert Männeranliegen und Männerthemen vertreten. So lange dies aber nur ausnahmsweise der Fall ist, kann niemals ein Dialog stattfinden.

    • SrdjanM sagt:

      Die Männer schweigen doch nicht, sie machen sich in den Kommentarspalten lauthals als das eigentliche „Opfer“ bemerkbar, sehr überstimmend sogar.
      Aber sie sind nur Opfer eigener verschobener Wahrnehmung.

      Nicht DIE Männer sind das Problem, EINIGE Männer sind es.

      • Leser sagt:

        Wieso wird dann immer über „die Männer“ geschrieben?

        • SrdjanM sagt:

          Wo wird nur von Männern und allen Männern gesprochen?
          Es geht um einige, viele (es sind tatsächlich viele, wie wir es hier wieder sehen), wenige…

        • Simone W. sagt:

          @Leser: Ganz einfach:
          Es gibt mehrere Männer auf diesem Planeten, die Frauen sexistisch behandeln, deshalb wird nicht Singular „der Mann“, sondern Plural „die Männer“ verwendet.
          Leider gibt es hier einen gewissen linguistischen Spielraum, den – ich nenne Sie jetzt mal – „Antifeministen“ sehr gerne ausnutzen: Sie behaupten nämlich, dieser Plural stehe nicht für MEHRERE Männer, sondern für ALLE Männer…

          • Frank sagt:

            Simone, der Spielraum wird auch von Feministinnen und Anti-Männer-Aktivistinnen gerne genutzt. Und auch so gemeint. Das könnten Sie ehrlicherweise auch zugeben.

          • Leser sagt:

            @Simone: Also wenn jemand sagt „die Frauen wollen das so“ dann ist die Aussage auch nicht zu beanstanden da damit nur ein kleiner Teil der Frauen gemeint ist, bei denen es tatsächlich zutrifft…Ich höre schon ihren Aufschrei…

            Ich bin kein „“Antifeminist“, wenn aber“Antifeministen“ tatsächlich so vorgehen wie sie beschreiben, haben die sich das offensichtlich am Feminisimus abgeschaut…

          • Simone W. sagt:

            Und was denken Sie Frank, wie hat der Autor den Plural hier gemeint (mehrere Männer/diejenigen, die sich daneben benehmen oder meint er alle Männer)?
            Und welcher Strick wird ihm von gewissen Kommentatoren gedreht?
            Sorry, bin hier dezidiert der Meinung, dass sich nicht der Autor unklar ausdrückt, sondern dass gewissen Menschen es einfach auf diese – alle-männer-hassende – Art lessen WOLLEN.

      • Martin Frey sagt:

        Es sind auch nicht einfach irgendwelche Männer das Problem, denn das an sich wichtige Thema ist nicht geschlechtgebunden, zumindest nicht in unseren Breitengraden. Sexuelle Übergriffe auf ein Männerproblem zu reduzieren greift zu kurz. Auch wenn dieses Bild aktuell ein Stück weit gewollt ist, wie heute irgendeine „Geschlechterforscherin“ im Bund unumwunden zugab.
        Männer wie auch Frauen können in Sachen Sexismus Opfer wie auch Täter sein. Dass dies auch in diesem Artikel anders dargestellt wird ist gelinde gesagt irreführend. Übergriffe/Grenzüberschreitungen haben primär mit Macht zu tun und sehr viel weniger mit dem Geschlecht.
        Etwas vom besten zu dieser etwas gesuchten CH-Debatte:
        «Palast des Sexismus»
        http://bazonline.ch/11165675
        E. Sorg rückt da die Verhältnisse etwas zurecht.

        • SrdjanM sagt:

          Einfach mal in statistischen Zahlen, wie ist so das Verhältnis?

          • Martin Frey sagt:

            Statistisch gesprochen, was denken Sie wieviele der „grausligen“ sexistischen Übergriffe auf unsere wackeren Parlamentarierinnen („schöne Stiefel“) kamen denn zur Anzeige (Tschäppät inklusive) sodass man überhaupt eine Statistik erheben kann die den Namen verdient? Raten Sie mal, SrdjanM.

          • SrdjanM sagt:

            Da bin doch ganz froh, dass es sich bei den folgende Zahlen nur um Bagatellen handelt, nicht der Rede wert…

            http://www.frauenberatung.ch/fachstelle/zahlen-fakten/
            Da bin doch ganz froh, dass es sich bei den folgende Zahlen nur um Bagatellen handelt, nicht der Rede wert…

            Ausserdem können sie auf der Seite des bfs weitere interessante Tabellen zum Thema Geschlecht und Verurteilungen finden.
            Nicht immer sind die Männer das Problem, aber eben schon sehr oft.

          • Martin Frey sagt:

            Und jetzt? Was wollen Sie damit aussagen, SrdjanM? Dass ein Kompliment über Schuhe in diese Kategorie fällt? Dass ich in irgendeiner Form sexuelle und andere Grenzüberschreitungen bagatellisiert habe? Wenn Sie Ihren Furor etwas ablegen, dann werden Sie erkennen dass dem nicht so ist. Nochmals, sexuelle Übergriffe sind schrecklich und durch nichts zu entschuldigen. Aber Komplimente gehören einfach nicht in diese Kategorie, denn damit tun Sie primär den Opfern unrecht die es auf diese Liste schaffen. Wer das verkennt hat von der Tragweite echter sexueller Übergriffe wenig Ahnung.
            Es ist sicher so, dass von derartigen Delikten Frauen tendenziell mehr betroffen sind. Aber das andere gibt es auch.
            Das Problem ist m. E. viel zu komplex, als dass es sich als Profilierungsfläche eignen würde.

      • M. Gruber sagt:

        Wer schreibt denn die Leitartikel, Rezensionen etc. zu Genderfragen? Die überwältigende Mehrheit sind Frauen. Dagegen dürfen sich viele Männer höchstens in anschliessende Kommentaren Luft verschaffen. Schauen Sie doch mal, wer in den meisten Medien den gestrigen Bundergerichtsentscheid beurteilt, welcher Scheidungsmänner massiv benachteiligt? Ich habe keinen einzigen Artikel gelesen, welcher von einem Mann geschrieben wurde. Auch sah ich kein einziges Interview mit einer Männerorganisation. Beurteilende Artikel stammen alle aus Frauenhand.

        • SrdjanM sagt:

          Auch dafür sind die Frauen schuld, wenn ihre männlichen Kollegen ein Thema nicht interessant oder wichtig genug finden? Wie es womöglich wirklich nicht ist?

    • Peter Kant sagt:

      Herr M. Gruber. Das ist so. Wenn sie nicht absolut einseitig dafür sind, dann werden sie sofort persönlich angegriffen und es wird alles versucht den Mann der eine andere Meinung vertritt als schlechten Menschen darzustellen um diesen auszugrenzen. Es wird ziemlich rasch sehr hysterisch und es braucht dann eine Frau von Aussen die eingreift, denn ein Mann wird sofort kriminalisiert falls er sich gegen die Angriff zur Wehr setzt. In diesem Sinne, wer eine differenziertere also andere Meinung hat, macht einen sehr grossen Bogen um die ganze Diskussion.

  • Larissa sagt:

    Die Kommentare hier sind erschreckend einerseits, aber wenig erstaunlich andererseits. Sie zeigen, dass der Autor richtig liegt, da genau jene Reaktionen gezeigt werden, die er kritisiert. Wer den Artikel und die Argumente verstanden hat, sieht, dass es in keinster Weise um die Herabsetzung, Verallgemeinerung oder das Schlechtmachen von Männern geht. Wer zurück schiesst, hat das Problem nicht verstanden. Es zeigt einmal mehr: es gibt noch viel zu tun.

    • Regina Probst sagt:

      Da haben Sie recht.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Wie schon Watzlawick gesagt hat: „immer mehr des Gleichen, ist oft nicht die Lösung des Problems, sondern verschlimmert es oft“

      In diesem Sinne lade ich feministische Akteure ein, auch ihre Kommunikation kritisch zu hinterfragen, dann klappt es bestimmt auch Mal und man wird verstanden (es liegt nicht immer am Anderen, wenn man nicht verstanden wird)

      • Larissa sagt:

        Ich nehme Frauen ebenso in die Pflicht wie Männer, dieses Problem zu lösen. Googeln Sie mal den Begriff Feminismus: Gleichbehandlung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Ich bin Feministin, Sie sollten es auch sein und alle anderen ebenso. Wer sich nicht dazu bekennt, verwehrt sich und anderen grundlegende Menschenrechte. Es ist dasselbe wie beim Rassismus.
        Was die Kommunikation betrifft: Besser, verständlicher und rationaler als der Autor kann man sich nicht ausdrücken. Jegliche Ausreden und „ja, aber…“ zeigen nichts anderes als die Angst, die (heute immer noch herrschende) Vormachtsstellung des Mannes könne durch diejenige der Frau ersetzt werden. Hierzu erneut: Machen Sie sich etwas vertrauter mit dem Begriff Feminismus.

        • M. Gruber sagt:

          Eben bestätigen Sie den, was Herr Hintermeier sagte: Sie wiederholen Mantra artig die immer gleichen Phrasen: „die heutige Vormachtsstellung des Mannes“. Genau diese Doktrin macht es Feministinnen unmöglich, auch auf die Vorteile des Frauseins resp. die Nachteile der Männer einzugehen. Genau deshalb wird die Genderdebatte zu einem Monolog.

        • Leser sagt:

          Wo verorten sie diese Vormachtsstellung? Bei der Wehrpflicht?

        • Hans Hintermeier sagt:

          Die Frauenbewegung hatte sicherlich ihre Berechtigung. Der heutige Feminismus ist aber ein -ismus, d.h. eine Ideologie, welche die Welt (wie jede Ideologie) sehr einseitig interpretiert.

          Wenn der Feminismus wirklich die Gleichbehandlung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern anstreben würde (und wirklich danach handeln täte), dann wäre ich der erste Feminist. Die täglichen einseitigen Artikel (Weltinterpretationen) belehren mich aber ständig eines Besseren. Vgl. Sie z.B. den Zeitartikel „Emanzipation: ein Leben auf der Streckbank“, oder den Artikel von Hollstein „Männerstreik“, dann wissen Sie was ich am Feminismus verurteile.
          Und für Gleichberechtigung brauchen wir kein einseitiges Wort wie Feminismus, das korrekte Wort heisst Humanismus.

  • Sabine sagt:

    Was für ein Schmarren. Hört doch mal auf mit diesen männerverachtenden feministischen Rachefeldzügen. Das kann ja kein Mensch ernst nehmen.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      …ich danke ihnen für dieses statement, sabine!

    • SrdjanM sagt:

      Was ist den „männerverachtenden feministisch“ am Anruf zu mehr Anstand in der zwischenmenschlichen Kommunikation?

      • Klaus M sagt:

        Danke, Sabine.

      • Larissa sagt:

        Danke! Danke! An Sabine: wegen Frauen wie Ihnen sind wir heute immer noch am Punkt, an dem wir denken, es sei normal, diverse Kommentare über uns ergehen zu lassen oder diverse Übergriffe stumm hinzunehmen. Auch danke Ihnen! Hören Sie auf, von „feminisitischen Rachefeldzügen“ zu reden, wenn Leute sich darüber beschweren, nicht ernst genommen zu werden. Das ist kindisch und pervers.

    • Claudi sagt:

      @Sabine, ich bin voll mit dir.

    • fabian sagt:

      Kompliment, Sabine, dass Sie nicht einfach den Kopf einziehen gegenüber den Feministen.

      • A. Ackermann sagt:

        Feministen wollen keine Gleichberechtigung. Sie wollen Rache für die Frauen von heute, an Männern von heute, für das Unrecht das die Grossväter und älter den Grossmüttern und älter angetan haben.
        Feministen sind absolut nicht bereit, das von ihnen zelebrierte Frauenbild mit der Realität abzugleichen. Dies wird deutlich an den Shitstorms die sie auslösen, wenn Frau sich mit diesem Mainstream-Frauenbild, kritisch auseinandersetzt, vom Mann schon gar nicht zu reden.
        Die Sexismus-Debatte mit Feministen zu führen, führt zu „Wer nicht für mich ist, ist mein Feind“.
        Eine fruchtbare Diskussion kann nur mit Frauen und Männern geführt werden, die auch bereit sind auf die Anderen einzugehen. Ob dies allerdings in der gegenwärtigen „Lik- und Dislike- Kultur möglich ist, bezweifle ich.

      • Felix T. sagt:

        Selbstbewusste Frauen haben das Problem nicht. Danke Sabine für Deinen wohtuenden Kommentar.

    • sepp z. sagt:

      Sabine, Chapeau!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    äh. ich glaube, dieser blog wurde versehentlich in der falschen rubrik publiziert? mit politik hat das ja nun rein gar nichts zu tun – im „mamablog“ hingegen ist dies ja ein geläufiges thema.

    • Stadelman Reto sagt:

      Der Politblog verleiht dem ganzen aber einen wohl etwas seriöseren Anstrich. Der Mamablog ist bei mir nicht als ausgewogen bekannt. Das läuft doch immer gleich: Autorin provoziert, Kommentatoren reagieren darauf. Vielleicht wollte man diesen Cycle unterbrechen. Hat wohl nicht geklappt.

    • Regina Probst sagt:

      Das Private ist politisch. Es ist nur normalerweise nicht in der Rubrik. Sie haben aber recht, der Autor argumentiert auf der sozialen Ebene. Das müsste nicht sein. Es gäbe genug Verbindungen zu klassischer Politik.

  • Stadelman Reto sagt:

    Ja die Grenzen wären klar. Leider werden sie verschoben, zu Gunsten des politischen Machtkampfes. Also sind die Grenzen eben nicht klar.
    Feminismus ist längst ein knallhartes Werkzeug geworden im Kampf um Macht und Geld. Um Gleichberechtigung geht es nicht mehr.
    Der #Aufschrei macht das sehr deutlich. Selten habe ich von so lächerlichen Vorwürfen gelesen. Nicht das ich es nicht peinlich finde, das Männer ohne Grund von den Schuhen einer Frau sprechen (ich meine, was soll das? Das ist peinlicher Smaltalk, da redet man besser vom Wetter…), aber Sexismus über den wir dringend reden müssen sieht definitiv anders aus.

  • anna lou sagt:

    Ich melde mich mal aus Frauensicht, da ich finde, dass diese Diskussion von beiden Seiten – Männern und Frauen – richtig schief läuft. Männer sollen Komplimente machen können, einer Frau auch mal freundschaftlich auf die Schulter klopfen oder einen dummen Spruch machen. Wenn es mir nicht passt, dann würde ich das richtig stellen und gut ist’s. Ich bin erwachsen und kann solche Dinge selber klären. Richtig tricky wird es, wenn ich in einem Abhängigkeitsverhältnis stehe, und Kunden oder Vorgesetzte Grenzen überschreiten. Dann wird es übel, und hier erwarte ich von den 95% normalen und gut erzogenen Männern, dass sie mir zuhören und mich unterstützen und in Ihrer Firma zero tolerance vorleben. Dann ist das Problem gelöst.

  • SrdjanM sagt:

    „Nein, es geht schlicht darum, das Gegenüber als Mensch mit eigenen Interessen, eigenem Willen und eigenen Empfindungen zu behandeln.“

    Aber bitte schön, das setzt Empathiefähigkeit und Anstand voraus, wie soll so ein normales Paarungsverhalten noch möglich sein?!
    Spass bei Seite, eigentlich beschämend (zum fremdschämen) dass es diese Aufrufe überhaupt braucht und sie noch Aversionen auslösen.

    • Leser sagt:

      Dieser Satz zählt natürlich nur für Frauen, Männer dürfen gerne in unseren Medien als sexgeile, ungehobelte Memmen dargestellt werden. Die haben ja keine eigenen Empfindungen…

      • SrdjanM sagt:

        Sie verstehen was Sie verstehen wollen, aber nicht wirklich das, was da auch geschrieben steht.

        „…sexgeile, ungehobelte Memmen…
        Schön in der Opferrolle blieben, das macht gross und stark.

        • fabian sagt:

          Srdjan, er hat doch voll recht. So werden Männer dargestellt. Sie geben überall ihren Kommentar dazu. Was mich interessieren würde: Finden sie selbst es sexistisch, dass man Männer als „sexgeile, ungehobelte Memmen“ hinstellt? Oder finden Sie das gar in Ordnung, weil es Sexismus gegen Männer gar nicht gibt?

          • SrdjanM sagt:

            Wer stellt „die Männer“ eigentlich so dar?
            Feministinnen? Oder doch eher andere Männer, ab Schablone „Männlichkeit“?
            Wer ist für die Inhalte von GQ und MensHealth zuständig, alles Feministinnen die sich sexistisch gegen Männer betätigen?!

            Natürlich gibt es auch umgekehrt den Sexismus, nur weitaus seltener.
            Das sagen mir meine eigene Erfahrungen, dazu gibt es auch genügend Studien und schlussendlich widerspiegelt es sich in den Zahlen der Justizbehörden.
            Der Sexismus welchen die Männer erfahren ist sicherlich genauso schlimm, und alles was im obigen Artikel steht, gilt unverändert auch in die andere Richtung.
            Aber man muss zuerst die Dimensionen bedenken.
            Da finde ich den Schwerpunkt der aktuellen Debatte, als Mann, richtig angesetzt.

  • Martin sagt:

    Zitat: „Diese Grenze ist nicht so schwierig zu ziehen“.
    Falsch, diese Art Grenze ist unmöglich präzise zu ziehen, somit sind Grenzüberschreitungen vorprogrammiert. Die Grenze ist nicht nur Imaginär sondern variabel, sogar je nach Tagesform variabel. Grenzüberschreitungen seitens Männer wären nicht nötig, wenn Frauen an die Grenzen gehen würden, wir Schweizer Männer aber wissen, dass dies aus Feigheit sehr selten der Fall ist.

    Zitat: „Dazu gehört, vorher abzuschätzen, ob eine Berührung als unangenehm empfunden werden könnte.“
    Schätzen ist nicht präzise, manchmal verschätzt man sich. Auch hier würde das Problem nicht entstehen wenn Frauen den ersten Schritt machen würden, Männer sind viel robuster ein allfälliger Fehlgriff würde ein Mann kaum stören.

  • Hitz sagt:

    Hab ich das richtig verstanden im Gesamtkontext? Frauen können gut auf meine herablassende Ritterlichkeit verzichten, weil die sexistisch ist und eine starke Frau ganz gut alleine auf sich aufpassen kann (so ungefähr von x Emmas gehört/gelesen über die Jahre), aber retten soll ich sie jeweils trotzdem?

    • Radolf Koller sagt:

      @ Herr Hitz: Jedenfalls hüte ich mich, ohne Zeugen an einen Unfall heranzugehen. Da muss das Opfer, wenn weiblich solange warten; dies tut mir auch leid, aber ich werde mir doch nicht die Finger verbrennen! Entweder bleibt die Ambulanz schneller, oder jemand anderes trudelt vorneweg ein. Aber vorher getraue ich mich nicht mehr, zu helfen. Denn was bleibt, wenn es später heisst, ER fasste mich an…?

    • SrdjanM sagt:

      Grundsätzlich müssen Sie nicht für irgendjemanden „aufstehen“, sondern weil es der gemeine Anstand vorschreibt.

      Dabei ist es egal ob Sie dann ein Kind, eine Frau oder einen Mann beschützen.

  • Radolf Koller sagt:

    An sich müsste man! bloss endlich einmal etwas richtig stellen: Gender zum Trotz; Männer sollen beginnen, sich der fraulichen ‚Angstmacherei‘ entgegenzustellen. Zumindest DER Reife zeigen, in fachlichen Institutionen wie kjz oder KESB ‚Herren‘ Fachwissende (!) zu verlangen. So leicht ist man im Spinnennetz! Aber man! lässt sich anscheinend gerne bezirzen – dies wirkt faktisch einer ‚Kapitulation‘ gleich. Beispielsweise ein völliges Tabu: Über Mädchen, die von Feministinnen missbraucht werden, keine Spur. Dafür ist die Zahl 5x höher (nur damit der Kinder lernen, so alleine Frauen sehr liebevoll sein können; Männer schon gar nicht in den Fokus gelangen sollen [gemäss männersymposium.org]). Erfahrungswert: Stehen heutzutage Frauen nicht im Mittelpunkt, wird man! gleich geschnitten!

  • Michael sagt:

    Was Sexismus ist ist zudem stark tagesformabhängig. Wenn ich einer Frau ein Kompliment mache, das sie tolle Schuhe an hat, kann das schon als Sexismus gelten – und manchesmal eben auch nicht.
    Und wie soll ich es als Mann auffassen, wenn Frauen sich rausputzen, beispielsweise ihre Oberweite durch ein tiefes Dekoltee zur Schau stellen oder ihre langen Beine durch einen Minirock ? Oder diese knackengen Jeans, die sich in jede Hautfalte drängen ? Machen sie das alles um sich selber im Spiegel toll zu finden ? Hinschauen und als Lüstling gelten ? Wegschauen und als Verklemmter bezeichnet werden ?

    • Christoph Bögli sagt:

      Wie wärs mit dem Mittelweg: Normal hinschauen, aber nicht sabbern starren? Wenn man sich im Rahmen der gängigen Anstandsnormen bewegt hat man meines Erachtens eigentlich nie Probleme diesbezüglich. Das Problem entsteht höchstens durch diese alles-oder-nichts-Haltung, die ein dezentes „Abchecken“ mit einem Hand-in-der-Hose-Angaffen gleichsetzt..

    • SrdjanM sagt:

      Ganz sicher wird keine Frau ein so einfaches Kompliment als Sexismus verstehen, wenn Sie ihr dabei nicht noch sabbernd 30min die Schuhe/Füsse anstarren.

  • Blanche Wu sagt:

    Das Problem ist doch viel komplexer als sich der Autor vorstellt, denn: Mensch A findet an Witz X alles lustig, Mensch B nicht. Mensch C lacht ebenfalls mit, weil er ihn lustig findet (kann auch eine Frau sein). Es gibt keine allgemeine Definition wann Sexismus beginnt und wann er aufhört.
    Das auslassen über Schminke der Arbeitskollegin, können Frauen und Männer tun. Die einen finden dieses Verhalten fies, andere unterstützen die Aussage, da sie der gleichem Meinung sind. Ist das nun Sexismus? Es gibt keine allgemeine Definition davon und jeder denkt anders darüber. Daher kann man ja nicht einfach sagen „hier müsste man einschreiten“ … da jeder ein anderes Empfinden hat wann er sich belästigt fühlt und wann nicht.

  • Bruno Habegger sagt:

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass eine Diskussion von Männerseite wünschenwert wäre. Allerdings erntet der radikale Feminismus, der alle Männer als Schweine betrachtet, nun wohl seine Früchte. Kein Mann springt plötzlich gern denjenigen zur Seite, die ihn noch vor wenigen Monaten als für die Gesellschaft als obsolet oder gar schädlich bezeichnet hat.

  • Markus Meier sagt:

    Eine kombination von fehlender Kinderstube auf der einen Seite und fehlendes Selbstvertrauen auf der anderen, führen leicht zu einem Machtgefälle, dass sich u.a. in Sexismus äussern kann. Das Problem ist sicher nicht neu und heute wohl dank gesellschaftlicher Evolution viel kleiner als früher. Trotzdem wünsche ich den betroffenen mehr Mut und rate den Grenzenlosen zur Zurückhaltung. Alterntiv gibt es noch die Burkapflicht für Frauen UND Männer inklusive geschlechtsneutrale Sprache/Schrift.

  • Simone W. sagt:

    Liebe Kommentatoren. Sexismus meint nicht: Komplimente machen, bestimmte Berührungen an bestimmten Stellen. Sexismus heisst: ein Geschlecht anders/nachteilig behandeln.
    z.B. ist Tschäppät nicht ein Sexist, weil er die Hand auf ein Bein legt. Er ist ein Sexist, weil er dies NUR bei Frauen macht. Wenn er dies bei Männern auch macht, dann ist er kein Sexist, sondern hat einfach ein „Problem“ mit professioneller Distanz.
    Dito dazumal Brüderle; hätte er den Männern genauso Komplimente zu ihrem Gemächt gemacht, wie zum Ausschnitt der Journalistin, dann wäre er kein Sexist (es würde im lediglich an Professionalität mangeln).

    • Kurt Seiler sagt:

      Und wenn Ihr Partner nur Ihnen ans Bein langt aber nicht bei einem Mann.
      Was ist er dann?

      • Simone W. sagt:

        Ernsthafte Frage?
        Nun ja, mein Partner und ich stehen in einem anderen Verhältnis als z.B. Tschäppät und eine andere Stadträtin…

        • Kurt Seiler sagt:

          Falsche Antwort.
          Ihr Partner ist Sexist – dafür wenigstens professionell.
          Woher kennen Sie so genau das Verhältnis von Tschäppät zu der Stadträtin?

          • Simone W. sagt:

            WOW, läuft diese Antwort jetzt unter Besserwisserei, Mansplaining oder bereits Sexismus?!?
            😉

          • Leser sagt:

            Simone W: Mansplaining? Ernsthaft?
            Okay sie muss man ja wirklich nich ernstnehmen 🙂

        • Larissa sagt:

          Danke, Simone W. Wer nicht weiss, was diverse Begriffe bedeuten, sollte zuerst hinter die Bücher, bevor er Wörter wie Sexismus oder Feminismus benutzt und sie dadurch völlig durch den Dreck zieht.

    • Leser sagt:

      Wer als hetero dann nur mit dem anderen Geschlecht Sex hat statt mit beiden, ist nach ihrer Definition auch ein Sexist. Sie sind ja lustig…

    • Blanche Wu sagt:

      @Simon W.
      Wie wenn ein Mann, welcher auf Frauen steht, einfach mal nur damit der kein Sexist ist, seine Hand auf einen Mann legt…auch ein Schwuler legt seine Hand nicht einfach so auf das Bein einer Frau. Das ist doch logisch oder? Fast schon natürlich. Da kann also ein Mann, welcher auf Frauen steht, automatisch nur ein Sexist sein, wenn er Frauen anbaggert, Komplimente macht, etc. Natürlich tut er es bei einem Mann nicht! Natürlich!!!

  • Christoph Bögli sagt:

    Sie missverstehen etwas: Bei Sexismus wie Belästigung oder sexueller Gewalt geht es selten um Sexualität sondern meist um Macht. Attraktivität ist darum auch nebensächlich. Wobei das eh auch subjektiv ist, insbesondere nach ein paar Gläschen Wein, was ja gerade in Polit-Kreisen ein fast permanenter Zustand ist.
    Im übrigen bestätigen solche oberflächlichen Tiraden ja nur, wie tief das Problem geht. Diese für Ihr Alter durchaus „normal“ und ok aussehenden Frauen pauschal derart zu verunglimpfen und ihnen deswegen abzusprechen, sich zu äussern, ist schon fast klassischer Sexismus. Alleine weil bei männlichen Pendants ja niemand darauf käme, dies so zu bewerten. Ein Tschäppät ist ja auch alles andere als ein Adonis, und der liegt noch deutlich über dem Durchschnitt männlicher Nationalräte.

    • Hans Hintermeier sagt:

      „Bei Sexismus wie Belästigung oder sexueller Gewalt geht es selten um Sexualität sondern meist um Macht.“

      Das ist eben wieder so eine einseitige feministische Theorie (patriarchale Machtausübung), die oft unkritisch wiedergegeben wird. Nur weil man sie immer und immer wieder wiederholt wird sie dadurch nicht wahrer. Gibt es für diese Theorie belastbare Beweise (ich meine nicht irgendwelche feministische „Studien“)?

      • Christoph Bögli sagt:

        Das ist eigentlich eher Lehrbuchwissen aus der forensischen Psychiatrie punkto Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauch. Oder welche belastbaren Beweise haben Sie denn bitte, dass das eine „feministische Theorie“ wäre und die Tatsachen anderweitig lägen?

      • SrdjanM sagt:

        Sie wollen Beweise, schliessen diese aber schon in Voraus aus, mit dem Hinweis dass Sie „feministische“ Studien nicht akzeptieren würden?
        Was muss denn dieser Beweis für Kriterien erfüllen damit er zu Ihnen durchdringen kann?

        • Hans Hintermeier sagt:

          Strenge Wissenschaft und nicht Studien, bei denen die Ergebnisse bereits vorliegen, bevor die Studie gemacht wurde.

          Franziska Schutzbach, eine Initiatorin des #Aufschrei ist z.B. Mitglied von folgenden „wissenschaftlichen“ Organisationen:
          – Verein Feministische Wissenschaft, Schweiz.
          – Queerfeministische Ökonomiekritik, Berlin
          – Schweizer Gesellschaft für Geschlechterforschung SGGF

          Die sind immer total ergebnisoffen und nichts Anderem verpflichtet als der strengen Wissenschaftlichkeit, ganz bestimmt.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Es ist eben viel plausibler, dass es vor allem um den sexuellen Trieb geht, den der Täter nicht beherrschen kann. Ganz simpel. Es ist nicht nötig, dies noch politisch/ideologisch mit irgendwelchen patriarchalen Strukturen aufzuladen. Sadismus, bei dem es um Macht geht, ist wieder etwas anderes.

    • Felix T. sagt:

      Herr Bögli, Ich kenne keine einzige Frau in meinem nationalen und internationalen Umfeld, die sich irgendwie belästig fühlen würde, wenn ein Mann ihr ein Kompliment macht. Im Gegenteil. Vielleicht gibt es Männer die sich bei diesen Damen einfach keine Mühe geben charmant zu sein. Vielleicht sind diese Frauen einfach nicht der Typ, mit denen man charmant sein sollte, weil sie es sowieso nicht verstehen würden. Und ja, für viele mag Frau Feri durchschnittlich aussehen aber ich empfinde das für eine Beleidigung aller durchschnittlich aussehenden Frauen in der Schweiz. Die sehen definitiv viel besser aus.

  • Klaus Habenichts sagt:

    Was mich immer wieder überrascht bei diesen Diskussionen: Im wahren Leben bevorzugen sehr sehr viele Frauen Machos, also Männer, die immer forsch sind, zum Punkt kommen und gerne auch die Grenzen überschreiten. Dem steht aber er Wunsch nach Zurückhaltung diametral gegenüber. Liegt es daran, dass man gerne etwas forsch angemacht wird, wenn frau den gegenüber anziehend findet, aber als Belästigung, wenn es nicht ihr Typ ist?

    • Lobao sagt:

      Ja logo. Das ist ja des Pudels Kern…
      Der #SchweizerAufschrei möchte das jetzt einfach noch offiziell abgesegnet haben, damit Frau ja nicht von einem Mann unter ihrem eigenen Status angebaggert wird.

    • Mina Peter sagt:

      Das kränkt offenbar diejenigen, die oft nicht der Typ einer begehrten Frau waren, so sehr, dass sie auch hier in den Foren Feministinnen niederschreiben müssen. Liebe feministische Frauen, und liebe Anhänger einer geschlechtergleichberechtigten Gesellschaft, mir schwant leider übles bei all den frauenverachtenden Migranten. Ich befürchte, Junge Frauen brauchen in Zukunft wieder „männlichen Schutz“ im Ausgang, ein grosser Rückschritt für unsere Gesellschaft.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Sie machen es sich eben auch zu einfach und sind mit solchen Aussagen auch Schuld daran, dass die Männer langsam die Schnauze voll haben: „Das kränkt offenbar diejenigen, die oft nicht der Typ einer begehrten Frau waren“.
        Alle Männer, die nicht in feministische Parolen einstimmen, sind Loser, diejenigen, die es tun, sind Siegertypen. Sehr manipulativ. Ich kann Ihnen versichern, dass ich nie lange Single war, wenn ich es nicht wollte und definitiv auf der Sonnenseite des Lebens stehe, trotzdem habe ich diese feministischen Kampagnen satt. Es geht auch um die Kinder, welche in einer solchen männerabwertenden Welt (ständige einseitige feministische Artikel in der Zeitung) aufwachsen müssen.

  • Urban Zuercher sagt:

    Herr Willhelm, ich verlange von keinem Muslim, dass er sich von irgendwelchen Idioten distanziert. Ich finde es sehr herablassend und demütigend, von jemandem eine Distanzierung zu etwas zu verlangen, das er verabscheut. Bei einer solchen Aufforderung schwing jeweils der Generalverdacht mit, genau so ein Tubel zu sein, bis man sich öffentlich dagegen ausspricht. Demokratisch, rechtlich und journalistisch äusserst fragwürdig!
    Sie, Herr Willhelm, tun genau dasselbe: Ein Aufruf an mich, dass ich mich von Idioten distanzieren soll, einfach weil sie das gleiche Geschlecht haben? Sorry, mach ich nicht auf Vorrat! Wenn ich Zeuge eines Vorfalls werde, ja. Wenn ich mich gegen strukturelle Ungerechtigkeiten ausspreche, ja. Aber nicht, um mich eines Generalverdachts zu entledigen.

  • Max Bader sagt:

    Das ganze ist nicht ernst zu nehmen, weil es eine reine politische Kampagne von linken Feministinnen ist, die offenbar erst auf die Idee kamen, über Sexismus zu sprechen, als die Verfehlungen aus dem gegnerischen Lager kamen (Trump, Geissbühler).
    Der Skandal bei der UNIA, inklusive das Mobbing gegen das Opfer durch Vania Alleva hat keinen Skandal ausgelöst, wie man auch Bill Clinton zu jubelt, der wesentlich schlimmere Sachen gemacht hat als Trump. Und da spreche ich nur von den bewiesenen Vorfällen.
    Man kann und soll über Sexismus reden. Aber dann nicht als Teil einer politischen Kampagne.

  • Daniela sagt:

    Also ich kann ja nur für mich sprechen. Ein ernst gemeintes Kompliment erfreut mich und zwar unabhängig davon ob dieses im privaten oder geschäftlichen Bereich erfolgt und hat für mich nichts mit sexueller Belästigung zu tun. Es mag ja sein, dass das gewisse Menschen (ob Mann oder Frau) so empfinden auch wenn ich das nur schwer vorstellen kann.
    Aber auch ich habe schon Situationen erlebt, die für mich unter sexuelle Belästigung fallen und/oder in diesem Sinne unangenehm waren. Dann muss man (Mann/Frau) die Situation im Dialog klären. Bisher ist mir das immer gelungen. Daher sehe ich keinen Grund für eine Aufschrei wie er aktuell vonstatten geht. Aber wie gesagt… ich kann nur für mich sprechen.

    • Martin Frey sagt:

      Guter und sicher ein Stück weit für die Haltung und Ansichten in der breiten Bevölkerung repräsentativer Kommentar, Daniela. Festzuhalten gibt es allerhöchstens, dass wir in der Schweiz sowieso etwas den Umgang mit Komplimenten verlernt haben, und zwar Männer wie Frauen.
      Echte sexuelle Belästigung im Gespräch unter Kontrolle zu bringen ist sicher das Ziel und wird auch weitgehend funktionieren. Nur, wie Anna lou in ihrem Kommentar treffend formuliert, kann das nur solange funktionieren wenn kein wie auch immer geartetes Abhängigkeitsverhältnis besteht. Dann wird es schwierig, dann ist auch der Rechtsstaat und nicht zuletzt die Zivilcourage der Mitmenschen gefragt.

  • Regina Probst sagt:

    Vielleicht ist es noch hilfreich, etwas einzuordnen: Der plumpe, selbstverständliche, alltägliche Anbagger- und Übergriff-Sexismus kommt vor allem aus der langsam abtretenden Altherrenriege der Babyboomer, wie Trump, B. Clinton, Strauss-Kahn und … Tschäppät. Aber auch dort v.a. bei einer bestimmten Sorte von „Siegertypen“. Ähnlich locker nehmen es junge (neoliberal geprägte) Karrieretypen. Dann noch die wenig gebildeten Unterschichtsmänner. Dort ist die Rollen-Zuweisung offen gefordert und es wird weniger differenziert. Aber auch bei denen nützen nur die „Tumberen“ sexistisch grobes Geschütz. Wilhelm spricht aus und zu der gebildeten Mittelschicht ab den 70er Jahrgängen, die sich des Themas bewusst sind. Für die geht das nicht mehr, sie lancieren Debatten. Ist ok.

    • Martin Frey sagt:

      Sie haben junge Gewerkschaftsfunktionäre vergessen zu erwähnen. Und weibliche Vorgesetzte mittleren Alters. Und Leute mit Persönlichkeitsstörungen. Undsoweiter, undsofort.
      Ihre Typologien bringen niemanden weiter, Frau Probst, denn Sie verkennen deswegen den roten Faden jeglicher Übergriffe, auch der nicht sexuellen. Es geht in aller Regel um Macht, meinetwegen auch Lust an der Demütigung. Wenn Mensch, sei er Mann oder Frau, das Gefühl hat er/sie kommt damit durch, dann wird ein Teil der Leute derartiges tun. Ganz einfach.

      • Regina Probst sagt:

        Ja, ich habe grob strukturiert. Der junge Gewerkschaftsführer hat lustigerweise Symptome des neoliberalen Karrieregeilen;-) Die weibliche Vorgesetzte mittleren Alters hat in der Tat ihre (neue) Macht falsch verstanden. Natürlich wird jemand Macht nur so ausnutzen, wenn er/sie keine Konsequenzen fürchtet. Es geht immer um Kosten-Nutzen. Es hat aber auch eine historische Komponente: Wir sind im Übergang von patriarchalen zu gleichgestellten Gesellschaftsstrukturen. Früher war es gesellschaftlicher Konsens, dass Männer bis zu einem gewissen Mass „übergriffig“ sein durften, sie mussten es sogar sein, um als richtiger Mann zu gelten. Als Missbrauch wird es erst gehandet/empfunden, seit die Normen sich ändern. Psych Störungen sind gesondert zu betrachten, das sage ich als psych. Fachperson.

        • Martin Frey sagt:

          Wenn der wüsste dass Sie ihn grad als neoliberal bezeichneten, dann würde er wohl grad einen Hautausschlag bekommen….
          „Psych Störungen sind gesondert zu betrachten, das sage ich als psych. Fachperson.“
          Weshalb? Inwieweit wollen Sie das ausschliessen, gerade bei Leuten wie gewissen notorischen Politikern? Und by the way, welcher Art psych. Fachperson sind Sie denn, dies derart kategorisch beurteilen zu können?

          • Regina Probst sagt:

            Sollen sie Hautausschläge bekommen, wenn sie sich so gebärden… aus welchem Lager auch immer. „Gesondert“ im Sinne von gehört nicht in die Kategorie von „normaler“ Gruppenzuordnung. Eine Person mit Psych. Störung funktioniert auf die Länge auch nicht in der Politik. Trump könnte in die Richtung gehen. Er hat sich nicht im Griff. Demontiert sich gleich selber wieder. (Für Ihre Neugierde: Ich habe ein Unidiplom in Psych., bin aber auch erfahrene Lehrerin und in Genderstudies weitergebildet. ) Finde Ihre Posts hier übrigens ziemlich gut.

          • Martin Frey sagt:

            Besten Dank fürs Kompliment, Frau Probst. Persönlich freue ich mich über jedes ernst gemeinte Kompliment wie das Ihrige.
            Bezüglich Ihrer Beurteilung der Politiker wäre ich etwas skeptischer. Ich bin der Ansicht dass es für bestimmte Ämter, Funktionen und Machtfüllen nicht nur bestimmte Charaktere braucht sondern es diese nachgerade anzieht. So gesehen finden Sie in der Politik sehr viele zumindest auffällig strukturierte Persönlichkeiten, dafür müssen Sie nicht mal über den Atlantik schauen.
            Wenn Sie zB bedenken wie überproportional vertreten dissoziale Persönlichkeitsstörungen bei bestimmten Gefängnisinsassen sind, dann sind Zusammenhänge mit dem Verhalten nicht von der Hand zu weisen. Sie würden dort auch nicht primär Geschlecht, Haarfarbe oder Herkunft ins Feld führen, nehme ich an.

        • Zufferey Marcel sagt:

          @Regina Probst (1): „(…) Dann noch die wenig gebildeten Unterschichtsmänner. Dort ist die Rollen-Zuweisung offen gefordert und es wird weniger differenziert.“

          Sie meinen damit wohl männliche Individuen, die, lediglich von niederen Trieben und Instinkten geleitet, fortlaufend Böses tun und sonst zu nichts Nutze sind. Frauen gibt es in dieser Schicht natürlich nicht, item: Ist das jetzt eine neue Eskalationsstufe akademischer Beleidigungen..?! Andernorten- vorwiegend Linken übrigens- würde eine dermassen unverhohlen abschätzige Kategorisierung / Deklassierung einer ganzen Schicht eindeutig als Klassismus eingestuft!

        • Zufferey Marcel sagt:

          @Regina Probst (2): Damit outen Sie sich eindeutig als Anhängerin einer linken Strömung, wie sie z. B. von Oda Olberg, Theoretikerin eines eugenischen Sozialismus, einst zur vorletzten Jahrhundertwende vertreten worden ist: „„Was man Lumpenproletariat nennt (…) ist überhaupt keine wirtschaftliche, sondern eine biologische Kategorie, die sich aus dem Abfall aller sozialen Schichten bildet.“, wie sie 1926 in ‚Die Entartung in ihrer Kulturbedingtheit‘ ausgeführt hat. Von da an ist es eigentlich nur noch ein kleiner Schritt bis zur Euthanasie für „Asoziale“, wie sie zur Mitte des 20. Jahrhunderts ja bereits schon einmal statt gefunden hat…

    • Manuela Baumann sagt:

      Genau, die Typen vom letzten Silvester in Köln stehen kurz vor der Pensionierung. Oder zählen Sie diese zur Unterschicht? Darf man das, wenn es sich um Flüchtlinge aka Migranten handelt? Oder sind diese vielmehr Opfer? Ihre Kategorisierung ist peinlich und nicht einmal politisch korrekt. Dies, obwohl Sie sich mit Sicherheit als politisch Korrekte sehen.

  • Christoph Stoffer sagt:

    Sehr schön gesagt. Die melden sich, weil sie gleichzeitig angeben wollen. „hey,auch ich werde beachtet!“ Ein Model hat dies nicht nötig weil es logisch ist. Dazu kommt noch, dass man nicht in der SP oder den Grünen ist, wenn man nicht schon irgendwie vorgeschädigt ist, zb durch Feministische (Allein)Erziehende Mutter.

    Mann schweigt, weil das ganze lächerlich ist und so ziemlich ähnlich ist wie wenn der kleine Bruder zu Mami rennt weil der grössere in ein wenig plagt. „Ich bin unterlegen also suche ich mir eine höhere Instanz, die für mich einsteht“. In diesem Fall die Öffentlichkeit. Und Frau kommt dann immer mit „sexueller Belästigung“, so dass der Täter rufgeschädigt ist und wehe Mann zweifelt öffentlich dran! Frau braucht das, um Konkurrenten Auszuschalten. Siehe Trump.

    • Christoph Stoffer sagt:

      Schlimm daran ist, dass so die wahren Fälle bagatellisiert werden. Die Geschichte vom Wolf…

      Aber nochmals: Der Punkt ist, diese Beschuldigungen sind eine Waffe, die Frau geschickt einsetzt um Aufmerksamkeit zu gewinnen und Konkurrenten auszuschalten. Siehe USA. Wahlkampf oder mehrere Fälle an Colleges, wo sich im Nachhinein rausgestellt hat, das die Frauen gelogen haben. Der Ruf der Männer war aber schon geschädigt, von der Uni wurden sie verwiesen und die Frauen kamen OHNE strafe davon, nicht mal Verleumdung. Kein Wunder also, wird diese Taktik immer mehr eingesetzt.

  • Karl Schweizer sagt:

    Herr Wilhelm, bevor Sie grossartig über Sexismus schreiben, sollten Sie mal nachschlagen, was Sexismus ist. Sie schreiben über sexuelle Belästigung!

    • Larissa sagt:

      Bitte sagen Sie nicht anderen, was sie nachschlagen sollen, wenn Sie offenbar den Begriff selber überhaupt nicht verstanden haben.

      • Karl Schweizer sagt:

        Was genau habe ich denn nicht verstanden?

        Sexismus ist geschlechterbezogene Diskrimination.

        Sexuelle Anspielung, anzügliche Bemerkungen und speziell das Betatschen von andern Personen (unabhängig des Geschlechts) sind Formen der sexuellen Belästigung.

        Aber nun dürfen Sie gerne auch noch Ihre Argumente anbringen, Larissa.

  • Carmen Heidelberger sagt:

    Gehören eigentlich Miniröcke an und Tränen zur rechten Zeit auch zu sexistische Belästigung?

    • Sven Sauerbrey sagt:

      nein, aber unter psychologische Kriegsführung. Besonders die Tränen gelten als extrem effektive Waffe.

    • Peter Kant sagt:

      Miniröcke wurden in der Vergangenheit kriminalisiert und verboten. Die Frauen haben dafür gekämpft, dass sie diese tragen können, für welchen Zweck auch immer. Umgekehrt wird dafür die männliche Sexualität zunehmend kriminalisiert. Gesellschaften machen ein Auf und Ab und da auch der Mensch dem geringsten Aufwand nicht abgeneigt ist, ist während der Zeiten des Friedens und des Überflusses die Fähigkeit zu gebären wichtiger als die Fähigkeit das Land zu verteidigen.

  • Lukas sagt:

    Vielleicht sollten wir endlich diesen konfliktgeladenen, komplizierten Sex loswerden der gemäss Freud und co alles in uns „treibt“ und kaputtmacht und uns nur noch über Setzlinge fortpflanzen. „Schöne neue Welt“ hiess diese Utopie, nicht wahr?

  • Zufferey Marcel sagt:

    Man hätte die ganze Debatte auch positiv aufgleisen können- mit positiv konnotierten Slogans, wie z. B. „Richtige Männer und Frauen haben Sexismus nicht nötig“ mit entsprechenden Illustrationen oder so ähnlich. Aber das war ja gar nicht die Absicht: Eine dermassen destruktive Kampagne kann keine positiven Konsequenzen nach sich ziehen- sie wird sich über Kurz oder Lang vielmehr als Danaer-Geschenk für alle Frauen erweisen.

    • SrdjanM sagt:

      Was soll denn an der Kampagne destruktiv sein, wenn Frauen von ihren Erfahrungen berichten?
      Lieber schweigen, wäre das besser für Opfer von Belästigungen?

      • Zufferey Marcel sagt:

        Tut mir leid, SrdjanM: Aber auf rethorische Fragen fühle ich mich nicht mehr bemüssigt, weiter ein zu gehen. Ich möchte Ihnen nahe legen, sich doch einmal mit den gängigen Kommunikations- und Medientheorien- und den Grundlagen der Textlinguistik auseinander zu setzen. Dann bin ich gerne bereit, mit Ihnen weiter zu diskutieren.

      • Zufferey Marcel sagt:

        P.S. Ich hoffe, dass wenigstens diese Antwort frei geschaltet wird: Ich verspreche hoch und heilig, mich ganz gesittet und zivilisiert zu benehmen und die Net(t)iquette, die bei kritischen Kommentatoren wir mir offenbar geradezu buchstabengetreu ausgelegt wird, in Zukunft konsequent einzuhalten..!

  • tommaso sagt:

    Das wäre ja alles schön und gut, wenn ich nicht schon mehrfach erlebt hätte, dass es an Ende des Abends genau der Macho mit der grössten Schnauze (oder mit dem schnellsten Wagen) war, der bei den Frauen den grössten Erfolg hatte. Wenn die Hormone jodeln, gehen auch bei den beherztesten Feministinnen die schönen Grundsätze flöten. Oder woher kommt wohl der Erfolg von „Fifty Shades“, wohl kaum wegen der öden literarischen Qualität…?

    • Peter Kant sagt:

      Es geht ja auch nicht darum, dass es Sinn macht. Es geht darum, dass das Umfeld sensibilisiert wird, falls der Macho der Frau nicht gefällt, dieser in die Verantwortung genommen wird.

  • Availability_Heuristic sagt:

    „Die gehässigen Reaktionen[…] lassen vermuten, dass hier kein Dialog zustande gekommen ist.“
    Ich dachte der Anspruch ist, dass Frauen erklären und Männer zuhören? Nicht gerade, wie ich oder Wikipedia „Dialog“ definieren würde.
    Aber selbst so ist ein Dialog entstanden. Er verläuft nur nicht nach feministischen Vorstellungen (also eigentlich schon – auf der Metaebene -, weil euch ja nichts schöneres passieren kann als Widerspruch; da kann man sich wunderbar medienwirksam drüber aufregen). Ein Dialog setzt halt leider nicht voraus, dass eine Seite die Ansichten der anderen einfach akzeptieren muss.

  • Chris sagt:

    Sehe ich genau so! Nichts anzufügen. Und super Foto 😀

  • Malena sagt:

    Es ist gefährlich, einer Gruppe („die Männer“) vorschreiben zu wollen, ob und wie sie sich zu einem Thema äussern sollen, und welche Argumente nicht vorgebracht werden dürfen. Schlechte Argumente müssen mit besseren Argumenten bekämpft werden, nicht durch ein Verbot unterdrückt. Ersteres ist ein Merkmal einer gesunden Debatte, letzteres ein Merkmal einer Meinungsdiktatur. Frauen lassen sich ja zu recht auch nicht vorschreiben, wann und wie sie sich zu einem Thema äussern müssen.

  • Malena sagt:

    Hingegen finde ich den letzten Gedanken spannend: Die Instrumentalisierung des Gegenübers für die Befriedigung seiner Wünsche als Ursprung von sexuellen Übergriffen. Auf dieser Basis lässt sich das Thema auch losgelöst von Mann/Frau Pauschalisierungen diskutieren.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ein spannender Gedanke in der Tat. Er wurde bereits von Schopenhauer meisterhaft formuliert:

      „…Dieses heißt nach dem Begriff des Unrechts, dass ein solcher nicht allein den Willen zum Leben, wie er in seinem Leibe erscheint, bejaht; sondern in dieser Bejahung so weit geht, dass er den in anderen Individuen erscheinenden Willen verneint; was sich darin zeigt, dass er ihre Kräfte zum Dienste seines Willens verlangt und ihr Dasein zu vertilgen sucht, wenn sie den Bestrebungen seines Willens entgegenstehen.“ (Welt als Wille und Vorstellung, Band I § 65)

  • Hans Müller sagt:

    Herrlich, wie sich der Journalist mit seinem etwas undifferenzierten und wenig qualifizierten Rundumschlag gegen Männer bei der Damenwelt anbiedert. Naja, vielleicht kommt er damit ja zum Erfolg. Mir wär’s peinlich. An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass ich den Tschäppät, wenn ich ihn je dabei erwische, wie er seine Hand auf das Knie einer Politikerin legt, sofort couragiert zur Rede stellen werde. Ist nicht zu tolerieren. Die wehrlosen Politikerinnen werden’s mir danken.

  • Patrick Le Cloarec sagt:

    Was heisst «Das Schweigen der Männer»?
    .
    Kein Mann lässt sich an der Kellerniveau Feministinnen heranziehen!
    Pöbeln lassen und weiterziehen.
    .
    Von Eigennützige sei nichts fruchtbares, die den Sachverhalt entspricht zu erwarten.
    .
    Zeitverschwendung umsonst!

  • Daniel Hoffmann sagt:

    Nur peinlich dieser Artikel. Jetzt sind also auch diejenigen Männer mitschuldig, die sich genau richtig benehmen. Selten so gelacht. Am meisten Wirkung wird erzielt, wenn besagte Männer, also die Bösen jetzt, so richtig angekeift werden. Und zwar von der Frau. Denke aber, dass bald eine Gesetzesinitiative folgen könnte. Wieder selten so gelacht.

    • Blanche Wu sagt:

      Die Gesetzesinitiative würde abgeschmettert, dass der grössere Teil der Frauen diese Diskussion einfach lächerlich finden…der Aufschrei in den Medien repräsentiert nur die Meinung einer kleinen Minderheit. Viele Frauen in der CH wissen was sie wollen, wer sie sind und schlagen sich nicht mit Wortdefinitionen wie Sexismus herum oder fühlen sich täglich durch Männer gejagt und gepeinigt.

  • Herbert Garbe sagt:

    Eigentlich wieder ein überflüssiger Kommentar, der den Sexismus an den Haaren herbei zieht, weil einige Wichtigtuer sich so ergiebig profilieren zu können. In meinem langen Leben habe ich viele Erlebnisse mit Frauen gehabt, Gott-sei-Dank nicht mit Männern, und nie, nie irgendeine Bemerkung oder gar Anklage wegen „Sexismus“ gehabt. Ich war sehr nett und auch hilfreich, die Frauen waren dafür nett, lieb und oft auf mich fixiert, als Retter ihrer Persönlichkeit und ihres Egos, um gleich zu sein. Das hat immer gewirkt, auch wenn unsere Beweggründe, aufeinander zugehen etwas unterschiedlich sind.
    Abschliessend gesagt, diese Debatte ist kontraproduktiv, die Beziehungen zwischen Frau und Mann in die gewünschre Linie zu bekommen. Eher….

  • Schadegger Robert sagt:

    Echt jetzt: wie soll ich das Titelfoto verstehen zum Thema Sexismus? Ein lächelnder Mann, der seine Finger langsam zu einer ebenso lächelnden Frau hinüber spazieren lässt… Ist das nun Flirt oder sex. Belästigung? Ein heikles Bild zu diesem offenbar dramatischen Thema!
    Vieles, was der Autor sagt, ist nachvollziehbar und korrekt, v.a wenn es auch gegengeschlechtlich gilt. Aber wenn die Forderung nach Respekt zur Debatte und zu den belästigten Frauen laut wird, verweigere ich diesen Respekt all jenen Damen, die ihrerseits mit beleidigenden, sexist. Sprüchen à la „Hört auf zu flennen, ihr Memmen“ (M. Binswanger) einfahren: das ist primitiv, hasserfüllt und schlicht keine Basis für eine Diskussion.

  • Meier Pirmin sagt:

    Der sogenannte Aufschrei, der einen bereits abgeklungenen Eindruck macht, hat es angesichts der ungeheuren Sexualnot, welche allein schon durch die sogenannte Flüchtlingskrise importiert wird, zu schweigen vom Kriegsschauplatz Naher Osten, verdient, so eingestuft zu werden, wie ein angebliches und bestrittenes Knie-Berühren im Bundeshaus durch einen Weltpolitiker namens T. in der Erinnerung einer abgewählten Nationalrätin als Weltproblem einzuschätzen ist. Objektiv war an jenem besagten Sonntag, als eine konzertierte Aktion der Sonntagszeigungen stattfand, halt nun mal innenpolitisch nicht mehr los.

  • Meier Pirmin sagt:

    @Regina Propst. Die von Ihnen genannten Übergriffe waren angeblich früher in der sog. patriarchalischen Gesellschaft eine ungeahndete Selbstverständlichkeit. Wohl nicht nur in Südosteuropa konnten sie sehr wohl tödliche Konsequenzen haben. Bei Ihrem Gender-Studium haben Sie katholische Beichtspiegel nicht studiert, wo solche Übergriffe, „unkeusche Handlungen“, als mittelschwere bis schwere Sünde gebrandmarkt sind. Das Thema der Frauenehre und Familienehre, ist bereits in mittelalterlicher Moraltheologie angesprochen. @Zufferey. Gut, dass Sie an der Debatte „Männerstandpunkt“ vertraten, wiewohl man sich mit textlinguistischem Argumentieren ebenso in den Verdacht akademischer Überheblichkeit begibt.

  • Sara sagt:

    Treffend formuliert – danke
    Besonders der Hinweis darauf, dass die Gesellschaft eine Mitverantwortung trägt, was wir goutieren und was eben nicht. Hierbei würde ich allerdings die Frauen nicht von dieser Verantwortung befreien. Es geht uns doch alle an, in beschriebenen Situationen unaufgeregt einzugreifen…

  • Wilhelm, Dorothee sagt:

    Sehr geehrter Herr Wilhelm
    Ich heisse nur zufällig wie Sie – mein Stamm siedelt nicht im Raum Zürich. Sie argumentieren menschenrechtlich, in der Tradition der Aufklärung. Danke.
    Dorothee Wilhelm

  • Hannes Müller sagt:

    Der Autor meint, dass man als Zuschauer eingreifen müsse. Ich denke, die Frau sollte erst mal selber reagieren. Die Haltung des Autors – der Beschützer des schwachen Geschlechts – ist purer Sexismus.

  • Christoph Rehmann-Sutter sagt:

    Ich stimme Martin Wilhelm in allen Punkten zu. Es ist bezeichnend, dass es derzeit fast ausschliesslich die Frauen sind, die den Männern erklären müssen, wo die Grenze liegt zwischen akzeptablem und nicht akzeptablem Verhalten. Das zeigt, dass es in unserer Gesellschaft immer noch eine tief verwurzelte Frauenfeindlichkeit gibt, die vielen Männern ja nur recht ist. Siri Hustvedt sagt das sehr eindrücklich im Interview im gestrigen Tagi-Magi. Es geht um Respekt. Respekt beinhaltet, anderen als Personen zu begegnen.

  • Christoph Mathis sagt:

    „Auf die Einforderung von Respekt mit Nichtbeachtung zu reagieren, ist ziemlich respektlos.“
    Jetzt ist es schon respektlos, höflich zu schweigen und an einer Polemik nicht teilzunehmen? Gibt es eine Pflicht zur Anmeldung auf Twitter?

  • Peter Kant sagt:

    Unterstellungen, Anschuldigungen, Abwertungen, Erwartungen an Mittmenschen um diese zur Unterstützung eigener Ideen zu bewegen? Das kennen wir doch. Menschen für das Verhalten anderer Menschen in die Verantwortung nehmen zu wollen ist manipulativ und der total falsche Weg.

  • Luke sagt:

    jeder weiss doch seit jahren genau, dass viele männer, die im ausgang sind, nicht erzogen worden waren und frauen anpöbeln. Ich als Mann geh selber nicht und war noch nie in den Ausgang, weil es nur Scherrereien gibt. Und ich glaub, das gab es schon vor 50 Jahren, ich weiss nicht, ob es mal ruhige Freitagabende gab. Wenn ich mir diese Einschränkung auferlege, warum muss Frau in die gefährlichsten Bars? Genau. Weil sie soziale Kontakte auf diese Weise auch pflegen möchte (Überraschungseffekt, mister right). Geht lieber anderswo soziale Kontakte pflegen, z.B. in Vereinen.
    Und Frau will sich zeigen – dafür hat sie den Ausgang. Nun geh ich eben nie, weil ich die Gefahr einschätze, weshalb kann es dann sie nicht einschätzen? Weil sie will was sie will…Bleibt zu Hause wie wir alle auch!

  • Dani sagt:

    Wir könnten nicht weiter entfernt sein von einem Diskurs oder einer gemeinsamen Diskussion, als im Jahre 2016. Ebenso weiter könnten wir nicht weiter davon sein, eine Übereinstimmung zu finden, weil eine Seite pauschalisiert, und die andere wird mehrheitlich in eine Tonne getreten, die dort nichts zu suchen hat. Es geht um eine Minderheit in einer Gesamtmasse. Das heisst nicht dass es sich nicht lohnt darüber zu sprechen, aber nicht mit der Mehrheit, sondern mit der Minderheit. Dafür muss man die Minderheit an den Pranger stellen, und eben nicht die Mehrheit. Wenn man das nicht begreift, dann lohnt sich eine Diskussion nicht, weil warum soll ich mich mit jemandem Unterhalten, der in allem und jedem den Schuldigen sieht?

  • Patrick sagt:

    Das Empfinden was angebracht ist oder nicht, geht wohl immer noch weiter auseinander. Beispielhaft den dummen Spruch über die zuviele Schminke.
    Aus meiner Sicht ist das mit einem Spruch gegen die Kleidung einer Person (Der sieht darin aber hässlich aus) zu vergleichen und einen solcher kann man zwar als mobend oder unpassend bezeichnen, aber sicher nicht als sexistisch.

  • Luzius sagt:

    Herr Wilhelm, ich lasse meine hand im Tram und auch anderswo dort, wo es mir gerade beliebt. Was soll daran falsch sein die eigene Hand in die eigene Hose zu zun? Belästige ich mich damit etwa selbst? Und was ist, wenn ich das Portemonnaie aus der Hose holen will? Muss ich jemand anderes bitten dies zu tun? Ihre Logik ist nicht nachvollziehbar in meinen Augen.

  • Peter Ringger sagt:

    Leute, entspannt euch. Es ist nur ein kleiner Teil von Männern (und ein noch kleinerer Teil von Frauen) betroffen, die sich gegenüber von (meistens weiblichen) Untergebenen nicht benehmen können und übergriffig werden. Diese Männer und Frauen sind beruflich meistens erfolgreich, weil sie sich eben durchsetzen können. Und nur ein winziger Teil der Frauen reagiert darauf mit extremen Feminismus. Alle anderen argumentieren vernünftig und nachvollziehbar.
    Der grösste Teil von uns Normalos lernt in der Pubertät, oder auch etwas später, richtig mit dem begehrten Geschlecht umzugehen, sonst bleibt man einsam. So geht es: Selbstbewusst, aber nicht überheblich. Respektvoll, aber nicht unterwürfig. Mutig, aber nicht arrogant. Komplimente zu inneren Werten kommen immer besser an als alle anderen.

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