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Müssen sich Sportler grüssen?

Natascha Knecht am Montag den 18. März 2013
Eine freundliche Joggerin. (Foto: Flickr/M. Creedon)

Viele Läufer scheinen einen Tunnelblick zu haben: Eine freundliche Joggerin. (Foto: Flickr/M. Creedon)

Wenn ich im Hochgebirge anderen Bergsteigern begegne, wird gegenseitig gegrüsst. Keine Frage. Aber wenn ich – insbesondere hier in Zürich – beim Sport andere Sportler kreuze, dann scheint das komplizierter. Manche grüssen zurück, manche nicht. Weshalb ist das so? Seit Jahren versuche ich zu analysieren, welcher Typ Sportler ein «Hoi» über die Lippen bringt und wer stumm tut. Zu einem abschliessenden Fazit bin ich bis heute nicht gekommen, aber ich habe folgende Erfahrungen gemacht:

Fitnesscenter: Ein Hort von Nicht-Grüssern. Die Leute schauen sich lieber auf die Turnschuhe als in die Augen. Nach Jahren im selben Studio sind es nur einzelne, die mir «Hallo» sagen, oder gar mit mir schwatzen. Fast nur solche, denen ich auch ausserhalb des Fitnesscenters ab und zu begegne, die in der gleichen Nachbarschaft oder gar im selben Haus leben. Speziell befremdend finde ich das Nicht-Grüssen in der Garderobe. Wir Frauen ziehen uns nebeneinander bis auf die Unterhosen aus, oder wir stehen Duschkopf an Duschkopf nackt unter dem Wasserstrahl. Aber grüssen? Nein, das ist den meisten dann doch zu intim. Und wehe, ich sage spontan «Hoi», dann kommt oft ein gereizter Blick zurück. Oder noch schlimmer: ein «Grüezi». Natürlich habe ich auch in der Fitnesscenter-Garderobe schon kommunikative Mitsportlerinnen getroffen, aber selten.

Kletterhalle: Dort verhält es sich in der Damen-Garderobe ähnlich wie im Fitnesscenter. In der Halle selber grüssen sich die Sportkletterer auch selten, wenn sie sich nicht persönlich kennen. Selbst dann nicht, wenn man sich schon hundert Mal in der Halle gesehen hat. Das Maximum, das da mit einer anderen Seilschaft kommuniziert wird, lautet etwa so: «Seid Ihr fertig in der grünen Route?» Das bedeutet: «Können wir endlich in die grüne Route?» Gemeint ist: «Haut endlich ab aus der grünen Route.» Vielleicht ist das nur ein Züri-Ding? Bin ich im Berner Oberland plaudern die Leute freundlich miteinander, selbst wenn man sich vorher nicht gekannt hat.

Joggen: Zu den Nicht-Grüssern gehören – sorry – die Anfänger. Entweder ist es ihnen peinlich, durch den Wald zu schnaufen und keuchen, oder sie können vor lauter Schnaufen und Keuchen keinen Ton mehr von sich geben, selbst für einen freundlichen Blick reicht ihre Kraft nicht mehr. Zu den Nicht-Grüssern unter den Joggern zähle ich aber auch die Verbissenen. Solche, die wahrscheinlich für einen Ultra-Mega-Marathon trainieren und im Usain-Bolt-Tempo durch den Wald sprinten. Sie sehen nichts und niemanden. Röhrenblick! Ich selber laufe vor allem am Uetliberg und beobachte dort: Die einzigen die grüssen, sind gut trainierte Läuferinnen und Läufer, die aber eindeutig noch Spass am Sport haben. Besonders an regnerischen oder kalten Tagen zeigt sich, wer wirklich gerne läuft und nicht aus einem Fettverbrennungszwang unterwegs ist. Bei schlechter Witterung hat es an Zürichs beliebtestem Ausflugsberg kaum Leute, und die wenigen, die rauf und runter joggen haben ein glückliches Gesicht, grüssen ganz selbstverständlich mit einem freundlichen Lächeln, manche heben zum Gruss sogar die Hand oder den Daumen. An solchen Tagen fühle ich mich unter Gleichgesinnten – und wohl.

Ob man sich beim Sport grüssen soll, weiss ich nicht. Ich tue es jedenfalls gerne und finde es extrem motivierend, wenn ein «Hallo» zurückkommt. Und Sie?

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142 Kommentare zu „Müssen sich Sportler grüssen?“

  1. Ueli Keller sagt:

    Ich glaube nicht, dass das mit dem Nichtgrüssen ein Problem unter Sportlern ist, das ist ganz einfach ein Problem der arroganten Zürcher.

    • Dave McWide sagt:

      Ich komme zum gleichen Schluss.

      Ich wohnte schon in Fribourg, Solothurn, Aarau und Zürich.
      Je näher ich zu Zürich komme, desto weniger wird gegrüsst. Als Jogger oder Velofahrer.

      Das jemand der eine schnelle Einheit macht, nicht grüsst finde ich verständlich. Ein kleines Kopfnicken reicht. :-)

      • Guschti sagt:

        Natascha und Dave haben dieses Thema genau auf den Punkt gebracht.
        Wenn ich von Unterengstringen entlang der Limmat Richtung Zürich renne. Grüsse ich jeden und jede. Je näher bei Zürich, deso weniger wird gegrüsst. Dabei sind die Frauen noch freundlicher als die “verbissenen” Männer. und das mit den Stadt-Zürchern ist auch so im täglichen Leben.
        Liebe Zürcher was ist los? Habt Ihr Hemmungen?

        • Peter Zürcher sagt:

          Hoi zämme

          Liegt es daran, dass in der Stadt Zürich immer weniger Stadtzürcher leben sondern vor allem Glarner, Berner, Bündner, Genfer… Einmal mehr fegt durch einen Blog die Anti-Zürcher-Welle… Und offenbar muss die Zürcher Arroganz im Zeitalter von modernen Völkerwanderungen, Globalisierung und Überfremdung genetisch bedingt sein :-)

          Mit herzlichem Gruss an alle Inner-Zürcher und Üsser-Zürcher!

          Peter Zürcher

          • Gigi sagt:

            Stimmt aber. Bin selber Bündner und grüsse – wie bei uns in Graubünden üblich – hier in Zürich eigentlich jeden und jede, die ich beim Joggen überhole oder kreuze. Mindestens mit einem Finger oder einem Kopfnicken. Bin aber bald so ziemlich der einzige. Meiner Erfahrung nach grüssen nur noch die älteren Läufer ab 50. Die jüngeren, die Deutschen, die Frauen (weil ich ein Mann bin?) grüssen aus Prinzip nicht, nicht einmal ein Blick.

          • Keller sagt:

            Aber Peter Zürcher, irgendwie hat es doch was daran, dass Zürcher in der Schweiz vielmals nicht gemocht werden. Lustigerweise wird man selbst in Basel im Ausgang, oder in Bern, oder in St. Gallen, immer sehr sympathisch und gesprächig aufgenommen. Leider gehen und suchen aber sehr wenig Zürcher den Kontakt zu Menschen in anderen Städten (wie Bern, Basel, St. Gallen). Die meisten Stadtzürcher haben ja eh Schiss sich nach Basel in den Ausgang zu getrauen (man könnte ja unbeliebt sein und als arrogant gelten).

    • DER ZÜRCHER sagt:

      so so, die arroganten Züricher.. schon mal in New York gewesen? möchte wissen von wo dass du kommst.. du wärst wahrscheinlich der Erste der nicht grüsst wenn du in Zürich leben würdest und alle anderen als Hinterwäldler bezeichnen:) warum machst du nicht den ersten Schritt?

      • Hotel Papa sagt:

        Es ist nicht einfach. Die Erfahrung, die ich in einer Agglomerationsgemeinde von Basel mache (hier hat man sich vor 10, 15 Jahren sicher noch gegrüsst, und die Alteingesessenen tun es auch heute noch):

        Wenn jemand entgegenkommt, und du frühzeit Blickkontakt suchst und EISERN HÄLTST bis zur Begegnung, wird gegrüsst. Den Blick in 10 m Distanz kurz abgewendet, wendet sich das Vis-à-vis auch ab, und vermeidet weiteren Blickkontakt.

        Hier sind gewisse Tabus am Entstehen. Noli me tangere. Irgendwie hocken wir heute so dicht aufeinander, dass es bei vielen schon bld zum Beissreflex kommt.

      • der rennende F sagt:

        Falsch, falsch, falsch, lieber Zürcher. ICH weiss wies in NYC ist und wie überall in Nordamerika sind die Menschen generell sehr freundlich (wir lassen die zwangsweise folgende Diskussion betr. Oberflächlichkeit hier aus…) und offen, man grüsst sich auf jeden Fall wenn man rennt, biked oder sonst irgendwie sportlich unterwegs ist. Ihr Statement hier ist nur ein fauler Versuch um vom tatsächlichen Problem abzulenken, nämlich, dass man in Zürich (vor allem in den Kernkreisen des Hipstertums 3,4,5 ) zu cool ist, um andere Sportler zu grüssen, die könnten doch evtl. fast NOCH cooler als man selbst sein.

        • der rennende F sagt:

          ausserdem, auch ein grosser Unterschied zu Zürich: wenn es trotz allem Ausweichen doch passiert und man rempelt sich an, wird sich sofort und höchst anständig entschuldigt. In Zürich passiert DAS nie!

      • Keller sagt:

        @ der Zürcher: Selbst in New York kommt man im Ausgang oder in der Subway viel einfacher mit fremden Menschen ins Gespräch als in Zürich.

      • Mike sagt:

        Die New Yorker sind eindeutig freundlicher als die Stadtzürcher. Es ist vielmehr so, dass sich viele von uns (ich bin nämlich auch einer) einbilden, so müsse das “in der Grossstadt” halt sein.

        Mal abgesehen davon grüsst man sich halt nicht, wenn einem alle zehn Sekunden jemand über den Weg läuft. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, so ist das halt in der Stadt. Auf dem Land grüsse ich auch mehr.

      • Ueli Keller sagt:

        Hey Zürcher, ich bin in Zürich aufgewachsen und habe insgesamt etwa 40 Jahre dort gewohnt, zudem bin ich Zürcher Stadtbürger. Darum glaube ich, dass ich mir das Urteil über die arroganten (Stadt- !!) Zürcher erlauben kann.

      • Ali Ferkous sagt:

        Zürcher sind nicht arrogant, sie sind Zwinglianer und wie die anderen Reformations-Taliban (Jünger von Calvin, Knox, etc.) haben sie Angst, sich zu verlustieren, wenn sie zu jemand anderem nett sind… Herzerwärmend wie Desmond Tutu sind nur die Reformierten von der Lutheraner-Sektion.

    • Lenz sagt:

      Herr Keller, meinten Sie nicht etwa “… ganz einfach ein Problem der Nicht-Zürcher.”?

      Aber jetzt im Ernst: mir ist grüssen während des Joggens einfach zu anstrengend. Mir erschliesst sich auch nicht, was das mit Arroganz zu tun haben soll.

      • Hotel Papa sagt:

        Blickkontakt, Gruss mit den Augen, das Gegenüber wahrnehmen, ein Kopfnicken: liegt immer drin.

      • der rennende F sagt:

        Dann haben Sie (leider) noch nicht diese tolle Erfahrung machen können, dass man als Individualsportler so begeistert sein kann von (s)einer Sportart, dass man sich mit Mit-Rennenden (ob in der Gruppe, an einem Wettkampf oder anderen Individualrennern) so identifizieren kann, dass ein Zugehörigkeitsgefühl entsteht und zusätzliches Endorphin ausgeschüttet wird.
        Es ist in etwa so wie wenn sich zwei angefressene Mini-Fahrer auf der Strasse kreuzen. Für die wahrhaftig angefressenen ist klar, man grüsst sich mit Handzeichen. Für alle anderen habe ich viel Mitgefühl übrig!

      • Keller sagt:

        @ Lenz: Ist aber nicht nur beim Sport so. Viele Stadtzürcher gelten aber auch sonst nicht unbedingt so als die freundlichen, zuvorkommenden und sympathischen Zeitgenossen (vermutlich halt so gehetzt, dass halt alles anstrengend erscheint).

        • Trix sagt:

          War kürzlich in einer Notfallpraxis (in Zürich), das Wartezimmer gut gefüllt. Beim Reinkommen habe ich freundliche “Grüezi mitenand gesagt, kein Mensch hat mir geantwortet. Die Leute haben einfach keine Kinderstube mehr!

    • Sven Schmid sagt:

      Natürlich grüsst man in Zürich nicht. Wo kämen wir da hin, es sind einfach zuviele. Aber bitte, wenn Sie jeden Baumstamm grüssen wllen – nur zu, es hindert Sie ja keiner.

      • captain kirk sagt:

        Süss wie immer auf den bösen Zürcher rum gehackt wird. Da könnte man glatt meinen es spreche der Neid.

        • Hotel Papa sagt:

          Erinnert mich irgendiwie an die Argumentation von SUV-Fahrern und anderen Piloten von dicken Schlitten. Bezeichnenderweise kommt das meist aus einer Ecke, die als Überheblich wahrgenommen wird. Warum wohl?

          • der rennende F sagt:

            ich befürchte dass der Capt’n Körk bei Deinen Argumenten nicht drauskommt, lieber H.P. aber ICH versteh Dich und geh mit Dir einig!

          • captain kirk sagt:

            Ich habe es einfach schon öfters erlebt, dass man meist nett behandelt wir bis das Gegenüber raus findet das man aus Zürich kommt. Da frag ich mich dann schon.
            Zumal ich es überhaupt nicht so erstrebenswert finde in Zürich zu leben.

          • Hotel Papa sagt:

            C.K.: Das ist dann einfach nur daneben.

      • sepp z. sagt:

        sven, das dachte ich mir auch.
        und nicht nur jeden baumstamm, sondern auch noch dutzendweise frauen mit kinderwagen, hündeler und sonstige passanten. die wenigsten hier scheinen wirklich in der stadt zu wohnen und sport zu machen.
        diese anti-zürcher-haltung scheint so ne art agglo-beissreflex zu sein.
        :-D

        • captain kirk sagt:

          @ der rennende F und Hotel Papa

          Es ist in der Tat so, dass viele Zürcher meinen sie seinen die besten. Sogar sehr viele meine das. Das geht mir extrem auf den Sack.
          Das selbe lässt sich aber vom Basler, Berner und vom Luzerner etc auch sagen! Denn diese Deppen gibt es überall.

          Aber es ist in der Tat schon so, dass der Zürcher (Ich bin geborener Stadt Zürcher) immer unfreundlicher wird. Ich habe diese Tendenz auch schon an mir selber festgestellt. Liegt wohl am starken Zuwachs welche diese Stadt hat. Das macht das Leben hier nicht gerade einfacher. Es ist voll und es wird daher immer Teurer, hier in dieser an sich sehr schönen Stadt, zu leben. Besonders wenn man nicht gerade viel verdient.

    • John Tobler sagt:

      wie immer interessant, was so über die zürcher gesagt wird, aber trotzdem arbeiten und wohnen die meisten in züri.
      für mich hat das ganze nichts mit arroganz zu tun. ich bin und muss den ganzen tag freundlich sein, da ich im verkauf arbeite. wenn ich dann mal sport treiben gehe, will ich, entschuldigt mcih, mal endlich meine ruhe haben.

      • Remo Portner sagt:

        also in der Stadt Bern wird teilweise auch nicht gegrüsst. Wogegen auf dem Land: da weiss mann/frau noch was Anstand ist.

    • König Waggelbuuch vo Hönngg sagt:

      ich hab mir echt alles durchgelesen … von vorne bis hinten und muss sagen ihr habt wirklich probleme !

      als fussballer, der auch immer wieder im wald unterwegs ist…….einfach mal von hinten umgrätschen, wenn beim kreuzen nicht gegrüsst wurde, das hilft……

      ansonsten können mir alle Zürcher und Basler gestohlen bleiben, die einzigen die noch anstand haben, sind die meschen, die auf dem Land wohnen und noch einen bezug zur natur haben…………..

      so etz könnt ihr mich killen

      p.s. bin aargauer…………yes

  2. diva sagt:

    liebe frau knecht, wie leben doch in der stadt der «ultra-coolen», da ist grüssen oder gar seine umgebung beachten oder auf andere menschen rücksicht nehmen, sowas von OUT und UNCOOL…
    sie beschreiben das verhalten im fitness-club excellent. genau so erlebe ich es dort. und nachdem auch ich schon böse blicke bekam oder mit meiner freundlichkeit nur ignoranz erntete, bin ich inzwischen auch so geworden und starre auf meine turnschuhe oder sonst ins leere…

  3. Sandra Meienfest sagt:

    Es ist nicht zwingend auf die Unfreundlichkeit des Gegenübers zurückzuführen, wenn man beim Joggen nicht gegrüsst wird. Wer in Zürich oder Winterthur durch die Wälder läuft, begegnet praktisch bei jedem dritten Schritt einer anderen Joggerin/einem anderen Jogger. Wenn man die alle grüssen wollte, wäre man nur noch damit beschäftigt.

    • Rapha sagt:

      Hallo Frau Meienfest, so what? Ist Grüssen denn dermassen anstrengend oder laufen Sie für Ihre Verhältnisse zu schnell? Oder sind Sie einfach eine dieser unfreundlichen Personen, um die es im Artikel geht?

    • der rennende F sagt:

      Kennen Sie den Oromo-Gruss? Augenkontakt, kurzes Zwinkern oder die Augenbraue anheben und gut ist. Es muss nicht immer Hallo-Ciao-Salü sein…

      • chriesi sagt:

        Ja genau! Ich grüsse oft nicht, weil ich recht schüchtern bin. Aber kurz aufblicken, lächeln oder Nicken, und vom Gegenüber etwas zurückbekommen (in Bern in ca. 90% der Fälle), das gehört schon dazu.

  4. Christian S. sagt:

    Grundsätzlich grüsse ich immer. Es gibt zwei Ausnahmen – als ich anfing mit dem Joggen blieb mir keine Luft zum Grüssen, dass hab ich zum Glück hinter mir… wenn mir jedoch jemand mit den weissen Kabeln in den Ohren entgegen joggt, dann lass ich es – der hört mich ja sowieso nicht was solls – ich renne immer ohne Kabel in den Ohren – -ich will hören was im Wald geht. Bei Fitnesscenter und Kletterhalle kann ich nicht mitreden, aber vermutlich möchte dort jeder seine Ruhe… und nicht alle paar sekunden grüssen wenn einer vorbergeht.

  5. jörgi sagt:

    Sie müssen nicht – aber sie dürfen und ich finde es das Normalste auf der Welt. Aber es werden tendenziell leider immer mehr, die Nichtgrüsser. Gleiches ist auch bei Gümmeler, MTBler oder Langläufer festzustellen. Obwohl ich immer wieder im Jura erfreut bin, wie in dieser Region neun von zehn Sportlern den Gruss erwiedern oder nach Möglichkeit sogar ein Gespräch beginnen! Ein Lächeln, ein Hallo oder manchmal ein flüchtiger Handschlag – das ist doch einfach ein schönes Zeichen oder ein Ausdruck, wie wir drauf sind.

  6. Danilo sagt:

    Das ist ein interessantes Thema. Auch der Sport ist leider ein Spiegelbild der Gesellschaft. Oftmals wird ein Grüssen als Angriff auf die Persönlichkeit angeschaut ;-) Schön, wenn es noch grüssende Sportler gibt. Als Jogger, Biker und Rennradler konnte ich das gleiche wie Natascha beachten. Aber leider nimmt das grüssende “Mittelmass” überall ab. Aber wenn nur eines von zehn Grüssen erwidert wird, ist es der “Mühe” (auch ich bin ab und zu ausser Atem) schon wert. Und vor allem auf dem Bike sind so schon interessante Kurzgesprüche entstanden. Wie ich immer sage, so wie man in den Wald ruft, kommt es auch zurück.

  7. Tischhauser sagt:

    Ich erlebe das auch so wie Frau Knecht. Aber Sporttreibende sind nicht unbedingt auf dem Tripp von Friede, Freude, Eierkuchen. Im Gegenteil. Beim Sport muss man eben einmal nicht so tun, wie ein Protokoll unter Leuten. Das ist für viele so individuell und persönlich wie bei der Hygiene. So nach dem Motto: “das genht niemanden etwas an”. Jetzt will ich ganz einfach einmal allein und für mich sein. Jetzt kommuniziere ich mit der Natur oder mit meinem Befinden und der Rest kann mich mal. Das könnte ein Bedürfnis sein, sich einmal ohne gesellschaftliche Fesseln zu bewegen. Da muss halt eben auch der Röhrenblick Platz haben. Man darf das nicht zu ernst nehmen.

  8. Nina sagt:

    Hab mich diesbezüglich auch schon selber analysiert. Früher hab ich alle gegrüsst, jederzeit und überall. Aber das gewöhnt man sich rasch ab, wenn man von einer grossen Masse an Nichtgrüssern umgeben ist, weil man sich einfach blöd vorkommt, wenn das Hallo im Nirvana verhallt… Dann hab ich mir gesagt, hey, wenn’s mich doch selber stört, dann sollte ich mich nicht unterkriegen lassen. Jetzt grüsse ich grundsätzlich wieder – vorausgesetzt, ich bin nicht von zu vielen Leuten umgeben (es sei denn, man kann einen kollektiven Gruss in die Runde werfen); oder ich bin nicht grad völlig in Gedanken anderswo…

  9. Keller sagt:

    Ist wie immer: auf dem Land noch zum grössten Teil etwas vom Selbstverständlichsten, in der Stadt und Agglomeration ein Fremdwort, welches man wohl in der Erziehung nicht lernte oder man sich halt einfach als etwas besseres als das Gegenüber hält.

    • Hotel Papa sagt:

      Die Stadt-Land Differenz hat mehr mit der Frequenz zu tun. Wenn man in Menschentrauben unterwegs ist, kann man nicht jeden grüssen. Und so gewöhnt man es sich als Städter halt generell leicht ab.

    • bitta sagt:

      so en Seich. Versuchen Sie doch mal, an einem Montag Morgen um 8 sämtliche Leute am Zürcher HB zu grüssen – dann werden Sie sehen, ob das mit Erziehung, Dünkel oder einfach nur mit der Unmöglichkeit zu tun hat, jeden zu grüssen, der vorbei geht.

      • der rennende F sagt:

        eben, nichts verstanden… Mini-Fahrer Beispiel überlesen? Selbst Schuld.

      • Keller sagt:

        @ Bitta: Gehen Sie mal nach Basel oder nach Bern, oder nach St. Gallen in den Ausgang (für alle Zürcher, ja, auch dort gibt es ein gutes feines und kleines Angebot, mit guten Restaurants, etc.). .. Selbst in Basel und in Bern sind die Menschen freundlicher und zuvorkommender als in Zürich .. es hat mehr mit der Art, mit der Einstellung, etc. zu tun. Ich weiss, Zürich mag keine Vergleiche, aber gehen sie mal in NYC oder in Tel-Aviv in den Ausgang, man grüsst sich, scherzt, geniesst. Dies total ungestresst.

  10. Der Dicke sagt:

    Ich finde es immer wieder nett, wenn ich mit meinen 100 Kilo durch den Wald keuche und dann von jüngeren und vor allem sportlicheren Mitläufern gegrüsst werde. Ich fühle mich dann als einer der ihren und das gibt mir jedesmal wieder den nötigen Auftrieb für ein paar weitere Kilometer.

  11. Hotel Papa sagt:

    Die Situation im Fitnesscenter wie auch noch extremer in der Garderobe ist vergleichbar mit der Konstellation im Lift: Man fühlt sich entblösst; die Fluchtmöglichkeit fehlt, das Bedürfnis nach “personal space” wird übermächtig. Die Reaktion ist Abgrenzung.

    Es ist auch ein selten unnatürliches Umfeld Für die meisten ist es wohl nicht Hobby, sondern Pflicht, die man hinter sich bringt. Da ist das Bedürfnis nach Austausch nicht so gross. An einem Wettkampf sieht es anders aus.

  12. Runner sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Rest der Schweiz anders ist. Die Schweiz ist halt ein Paradies für kontaktgestörte Autisten. Mir kommt kein anderes Land im Sinn wo die Leute so aneinander vorbei leben wie hier. Ich freue mich immer wieder wenn ich in meiner Heimat bin und normal mit Menschen reden kann. Warum sind in der Schweiz die Kontaktbörsen ein Riesenerfolg? Es traut sich doch kein Mensch hier einen Fremden anzusprechen. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern man ist total verunsichert und ängstlich gegenüber Fremden. Leute relax, ihr seid reich aber unglücklich. Macht was dagegen.

    • bitta sagt:

      ah ja, ich bin reich? Wusste ich ja gar nicht. Und unglücklich auch noch? Wusste ich auch nicht. Ich bin auf einer Kontaktbörse, weil ich da aussuchen kann, wen ich kennen lernen möchte, und mich eben nicht in einer Bar von jedem Gango anquatschen lassen muss, der ca 2 Köpfe kleiner ist als ich und 20 Jahre älter. It’s that easy.

      • der rennende F sagt:

        Bitta. Sind sie heute mit dem falschen Fuss aufgestanden oder wieso so aggressiv drauf? So klappts auch auf der Kontaktbörse nicht, wenn die Schriftsätze soviel Aggressionspotential aufweisen… Und das mit den zwei Köpfen kleiner war also fies. Also Bitta!

        • der sitzende E sagt:

          Ich schätze Ihre Beiträge. :D

          Bei Bitta muss wohl jeder, der keine Basketballerstatur aufweist, n’ Minderwertigkeitskomplex entwickeln, sich schämend in der Ecke der Bar rumdrücken und aufrund seiner Komplexe das “anbändeln” dann in der Kontaktbörse versuchen. Da trifft er dann wieder auf Bitta… Also Bittaschön !

    • Laufveteran sagt:

      Lieber Runner, die Gleichung Schweiz=reich= unfreundlich lässt sich spätestens bei einem Lauf in Berlin=arm=unfreundlich entkräften. Wenn Läufer aus Spass am Laufen unterwegs sind, wird gegrüsst (war so als Laufen noch uncool war). Seit Laufen den sozialen Status positiv beeinflusst, nimmt die Freundlichkeit rapide ab. Ich finde die Schweiz in dieser Beziehung noch sehr angenehm – bin selber kein Schweizer.

  13. Hubert sagt:

    da sind doch einfach Zustände, welche so sind wie sie sind. Wollen wir jetzt noch ein Problem daraus machen?

  14. Rolf sagt:

    Was in der Rubrik Fitnesscenter beschrieben ist, kann ich zu 100% bestätigen. Nach vielen Versuchen wenigstens die Sportler, die wie ich immer das gleichen Garderobenabteil benutzten, zu Grüssen, habe ich es auch aufgegeben. Grüssen im Fitness-center scheint eher störend zu sein. Seit anfangs Jahr gehe ich in ein anderes Center ausserhalb der Stadt und sehr viel anders ist das Grussverhalten nicht. Als Neuling versuche ich es nun erneut zu Grüssen und beobachte etwas amusiert die Reaktionen. Ausserhalb eines Centers, beim Joggen, Wandern etc. find ich, dass das Grüssen doch noch vorhanden ist.

  15. Christian sagt:

    Wer will den schon jeden grüssen, der einem entgegen kommt?
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und dort wird grundsätzlich jeder gegrüsst, der einem am Sonntag Nachmittag über den Weg läuft. Deswegen grüsse ich aber nicht jeden Mitpendler morgens früh im HB. Wenns hoch kommt, ergibt sich vielleicht ein kurzer Blickkontakt wenn man jemandem ausweichen muss. Deshalb sehe ich auch die Städter nicht als “arrogante Nichtgrüsser” an, sondern einfach als angepasst an die schieren Menschenmassen.

  16. Lukas sagt:

    Hallo Natascha (ja unter Sportlern duzt man sich),

    da ich das Fitnesscenter meide wie der Teufel das Weihwasser, kann ich nur zum Sport unter freiem Himmel Stellung nehmen, speziell dem Laufen. Was Du sagst stimmt grundsätzlich. Oft sieht man es den Leuten schon von weitem an ob sie Spass an der Sache haben oder nicht, diejenigen die mit Freude rangehen haben oft auch einen freundlichen Gruss auf den Lippen. Ich persönlich grüsse grundsätzlich immer, und ich habe noch nie jemanden in Sportkleidern mit “Sie” angesprochen.

    In einer Ausnahme grüsse ich aber nicht, das ist beim Tempotraining. Das schlichtweg aus dem Grund weil mir da die Luft fehlt und ich am Anschlag laufe und konzentrieren muss um die Pace überhaupt halten zu können. Ich denke aber dass mir das jeder der weiss wie ein solches Training tut verzeihen wird. Ich gehe sogar soweit das ich sagen würde beim Tempotraining wird nicht gesprochen, wer noch reden kann geht nicht ans Limit und das Training nützt somit nicht. Aber diese Trainings machen ja auch höchstens 10-20% des Gesamten Trainings aus, bei den restlichen Trainings dürft ihr von meiner Seite mit einem Gruss rechnen. Ausser ich bin so in Gedanken versunken und würde nicht mal meine eigene Mutter kennen die mir über den Weg läuft (was schon vorgekommen ist…).

  17. Dieter Meier sagt:

    Na und! Wenn ich Sport treibe, konzentriere ich mich auf mein Trainingsziel. Für Smalltalk und Kaffekränzchen sollte man vielleicht andere Orte aufsuchen. Im Ernst: Natürlich wärs schöner, wenns freundlicher zu und her ginge. Aber eben, im “Eifer des Gefechts” habe ich manchmal auch kein Blick mehr für meine Umwelt, Fixierung halt. Aber ich denke, nicht alles Sportler sind unfreundlich. Also Frau Knecht, entspannen Sie sich, die Welt ist weniger böse als die Medien uns glauben machen wollen…;-))

  18. J.-Th. Weber sagt:

    Wer sich regelmässig und gezielt quält, wer immer wieder “an seine Grenzen gehen” muss, hat ein Suchtproblem. Dementsprechend sind Masochisten grundsätzlich nur auf die eigene Leistung und den eigenen Körper fixierte Egoisten.
    Jene Sportlerinnen und Sportler die noch grüssen, sind der Mär aufgesessen, man lerne möglicherweise jemanden kennen.

    • curator sagt:

      Für viele Amateure/Sportler die regelmässig unterwegs sind, ist Bewegung kein Suchtproblem oder Masochismus, sondern eine Möglichekit der Entspannung und Sinnlichkeit: Keine Gedanken an Beruf oder persönliche Probleme, einfach sein, die Natur geniessen, Körper oder Jahreszeit intensiv wahrnehmen. Daher besteht eine Kameraderie/Kollegialität mit Menschen, die im selben Bewusstsein Sport treiben.

      • J.-Th. Weber sagt:

        Süchtige sind die letzten, die ihr Problem erkennen. Wenn der Beruf zu stark belastet, ist Mut zum Wechsel gefragt, persönlich Probleme muss man meistern lernen (nicht davon-rennen!), die Natur geniesst man am ehesten beim Verweilen und für den Körper gibt es weiss Gott sinnlichere Möglichkeiten. Versuchen Sie ganz einfach, endlich mal zur Ruhe zu kommen.

        • Bea S sagt:

          J Th Weber: ich denke sie sind selbst kein Laeufer, laufen/rennen hat nichts mit davonlaufen zu tun, auf alle Faelle kann man es nicht so verallgemeinern. Man kann auch wenn der Koerper in Bewegung ist beim laufen zur Ruhe kommen (psychisch), rennen kann manchmal auch fast meditativ sein. Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden um “zur Ruhe zu kommen”

  19. Lukas Aeschbacher sagt:

    Meine Erfahrungen beim Joggen sind ähnlich wie von Natascha beschrieben. Zusätzlich beobachte ich folgende Tendenzen: Frauen grüssen seltener als Männer, Jüngere seltener als Ältere, Hipsters mit 80er-Retro-Trainer, Adidas Rom und Piloten-Sonnenbrillen (z.B. entlang der Limmat) natürlich konsequent NIE. Auf dem Land grüssen fast alle (inkl. Hündeler und Reiter).

    Naja, mir ist das mit dem Grüssen nicht so wichtig, aber ich finde es schon noch eine nette Geste. Auch einem kurzen Schwatz, z.B. wenn man auf dem Uetliberg oben angekommen ist, bin ich nie abgeneigt – ergibt sich aber selten, weil die meisten irgendwie zu unlocker drauf sind oder keine Zeit haben, weil sie sich an ihre strengen Trainingspläne halten müssen.

    Auf dem Rennvelo sind es oftmals die alten Gümmeler (z.T. mit Dächlikappe statt Helm), die sich während der Fahrt plötzlich neben einem materialisieren und ein Gespräch anreissen. Auf dem Velo sind es diejenigen mit Triathlon-Lenker, die konsequent nie grüssen.

    • Christof Schweitzer sagt:

      “die alten Gümmeler …, die sich während der Fahrt plötzlich neben einem materialisieren….
      herrliche umschreibung, hat mir den grauen montag morgen aufgeheitert. Danke!

  20. Edi Berner sagt:

    Ich bin früher täglich zwei mal Joggen gegangen, heute nehm ich’s ruhiger:) Grüssen tue ich immer! Und selbst wenn ich am Frauenkappellenstutz Rennvelofahrer gegessen habe mit Puls 185, ein lässige “Hoi” lag immer drinn: Ist doch einfach souverän, beim überholen noch schnell zu Grüssen:) Wenn man mich nicht grüsst, ist ok, das gibts. Dumm nur, wenn ich den Nichtgrüssenden wieder sehe, grüsse und er immer noch nichts sagt. Beim dritten oder vierten mal wird’s dann heftig: es macht richtig spass, solche Leute wir irr anzuschreien und – ich gebs zu – etwas zu beleidigen. Danach gibts zwei Möglichkeiten: man wird bis ans Lebensende gegrüsst oder hat die Strecke für sich. Einmal habe ich eine Carbontussi zweimal (!) herb beflucht, dass die fast in die Aare gesprungen wäre. Genützt hat es nicht. Aber: 1 Jahr später an einem Vorstellungsgespräch: wer sitzt da vor mir? Eine HSG-Absolventin die bei uns Kommunikationschefin werden wollte. Und genau: es war die überdesignte Carbon-Nicht-Grüsserin. Elitär und entschlossen. Sagen wir es so: Nichtgrüssen kann helfen, eine Stelle nicht zu bekommen :)

    • Hotel Papa sagt:

      Ich finde ehrlich gesagt Leute mit Sendungsbewusstsein und selbsterteiltem Erziehungsauftrag ähnlich ätzend wie Gruss-Ignoranten.

    • jörgi sagt:

      Das ist hart… vor allem fürs Carbon!

    • Markus Berner sagt:

      @Berner: sie benötigen keine Kommunikationschefin. Sie haben exzellent kommuniziert, dass Sie Rennvelofahrer “gegessen” haben, 2x täglich joggen gegangen sind. Leute anbrüllen, “Tussis (O-Ton Berner) “befluchen” und eine berufliche Stellung haben, die Ihnen ermöglicht, den Daumen nach unten oder oben zu halten. Die Abgewiesene sollte sich bedanken, nicht in einem solchen Betrieb arbeiten zu müssen.

  21. Max Häusler sagt:

    Ich zähle mich zu der älteren Garde, treibe aber immer noch regelmässig Sport. Also wenn ich mit dem Rennrad unterwegs
    bin, dann ist doch noch immer ein kurzer Gruss dabei. Ob man das muss oder nicht finde ich eine etwas tragische Frage aber
    sie passt eigentlich in die neuere Zeit. Vermutlich bin ich eben noch etwas rückständig, aber ich nehme mir noch immer die Zeit bei einem von einer Panne betroffenen ” auch Radfahrer/ in ” kurz zu fragen ob alles io ist und dann gehts wieder weiter. Also
    wenn jemand nicht weis ob er grüssen soll oder nicht, dann kann ihm niemand helfen . . .

  22. Werner sagt:

    Ich glaube, das ist leider ein negatives Phänomen der hohen Bevölkerungsdichte in Zürich. Zuwenig Privatsphäre – man muss sich abgrenzen.

    Ich bin Jogging-Anfänger und hier auf dem Land grüssen sich eigentlich alle, lächeln oder nicken sich mindestens zu, wenn die Luft für nichts weiteres reicht. Und das durchs Band, egal ob Jogger/in, Hündeler, Kinderwägeler, Reiterin, Velöler oder Spazierer.
    Das macht es wirklich sehr angenehm hier, auch wenn mal an Wochenenden mehr Leute unterwegs sind.

  23. Philipp Rittermann sagt:

    meine mutter hat mich immer davor gewarnt, fremde leute anzusprechen – und so halte ich das auch beim grüssen….

  24. Käthi Kaufmann sagt:

    Ich zähle mich grundsätzlich zu den grüssenden Joggerinnen. Ich erlebe aber oft, dass Fussgänger nicht zurück grüssen oder jedenfalls sehr überrascht sind, wenn ich sie grüsse! Offenbar haben sie die Erfahrungen gemacht, dass Outdoor-Sportler eh nicht grüssen…

  25. markus roth sagt:

    müssen tut man nicht, aber es ist und bleibt eine menschlich positive geste !

  26. Christian sagt:

    Hallo Natascha,

    komm doch einfach mal mit mir in den Kraftreaktor nach Lenzburg klettern. Hier sind die meisten gut drauf, grüssen einander und beklagen sich über die hohe Schwierigkeit der Routen!

    Ich mag etwas “überkommunikativ” wirken, grüsse ich doch meistens (immer wenn’s irgendiwe geht) beim Wandern, Montainbiken, Klettern, auf Hochtouren und auf dem Rennrad sowie auf dem Töff, natürlich!

    Christian

    PS: Ich klettere zwar nur im unteren 6. Grad, sichere Dich aber auch im oberen 7. on-sight!

  27. Christoph Bögli sagt:

    Zumindest in (heutigen) Fitnesscentern ist das kaum überraschend, alleine aufgrund der Dichte an Menschen wäre es völlig unpraktisch alle und jeden zu grüssen. Zudem ist es ein typischer Ort der Vereinzelung in der Masse. Im Tram oder der Migros grüsst man ja auch nicht nur weil man zufälligerweise zu der gleichen Aktivität im selben Raum gezwungen ist. Das führt wie schon erwähnt wurde eher zur gegenteiligen Reaktion, durch die unfreiwillig geteilte Nähe und Intimität entsteht eher der Drang zur Abgrenzung, sprich wenn man schon nackt Seite an Seite steht ignoriert man sich so gut als möglich um die Situation nicht noch unangenehmer werden zu lassen. Das überkommt man nach meiner Erfahrung erst, wenn der Rahmen persönlich genug ist, dass eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen kann. In Städten wie Zürich, wo sich die gestressten Leute in Scharen durch irgendwelchen täglichen Sport am Fliessband quälen ist sowas halt schwierig..

  28. curator sagt:

    Danke Frau Knecht für dieses Thema!

    Meine 5 Cents: Ich freue mich als Läufer und Tourengänger, wenn Möglichkeit gegeben wird zu grüssen, man quasi den “Kollegen” anerkennt, egal ob jung, alt, weiblich, männlich, dick oder dünn. Finde es auch toll, wenn man Neulinge sieht, wie z.B. einen übergewichtigen Mittvierziger, der sein (Sport)Leben neu anpackt. Da gibt es von meiner Seite immer ein eindeutiges anerkennendes Lächeln oder einen aufmunternden Gruss.
    Man sollte aber auch Leute akzeptieren, die nicht grüssen möchten. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben oder darf seinen Kokon spinnen, um seinen Freiraum im stressigen Grossstadtleben zu sichern. Stimme auch anderen Meinungen hier zu: Frauen grüssen viel weniger als Männer, ältere mehr als jüngere, Land mehr als Stadt etc.Da sollte man einfach darüber stehen. Daher: Nichts muss. Alles kann.
    Es gibt jedoch eine Kategorie von Sportlern, die ich werde ich nie abkönnen: Man merkt bei einigen schnell, wenn der Abschätzungsscan für die Entscheidung erfolgt ob Gruss oder Nicht-Gruss: Markenkleidung? Passt die Farbe der Schuhe zur stylischen Sonnenbrille? Anteil Körperfett? gross genug? Schweissflecken? Wenn es sich mal ergibt, dann freut es mich ungemein, mit ausgeleiertem T-Shirt und alten Laufschuhen solche Konkurrenten gnadenlos abzusägen.

  29. Heidi Arn sagt:

    In Kanada gehört (von einem, der mal in der Schweiz war): Schleppt sich ein Schweizer tagelang durch die Wüste. Endlich kommen ihm zwei Menschen entgegen. Was sagt der Schweizer? “Grüezi mitenand!” Oder: Ein frisch Operierter erwacht aus der Narkose, erblickt die Umstehenden und sagt: “Grüezi mitenand!”

    • Blinck sagt:

      Ein frisch zum Papst Gewählter tritt zum ersten Mal vor die Leute und sagt “guten Abend” – Sportliche Schweizer Wurzeln?!

      • kernelll sagt:

        Ich hab auch noch einen. Vater und Sohn kommen nach dem gemeinsamen Joggen nach Hause und ertappen die Ehefrau und Mutter auf frischer Tat mit ihrem Liebhaber auf dem Sofa in der Stube. Sagt der Liebhaber: Grüezi mitenand!

  30. Ruedi sagt:

    Hallo Natascha, meine Feststellung am Sonntagmorgen-Joggen am Uetliberg, dass ich jeden Sonntag durchziehe, ist; von 10 Joggern ( 6 Männer, 4 Frauen, grüssen 4 Männer und das wahr`s ) Ich hoffe, das ich dich einmal kreuze, damit ich meine erefahrung mal revidieren kann.

  31. bitta sagt:

    meine Güte – wenn ich im Fitness bin, will ich trainieren und nicht noch jedem, der sich auch da aufhält, schön hallo sagen. Wer sich darüber aufregt, sollte sich mal fragen, ob er als Spaziergänger im Wald oder in der Stadt auch jedem hallo sagt – nein, eben nicht, also wieso muss man es unbedingt tun, bloss weil man per Zufall im selben Gebäude ist?

  32. Beat sagt:

    Grüssen scheint bei Zürchern nicht sehr verbreitet zu sein. Wenn ich auf dem Motorrad keinen Gegengruss finde, dann stelle im im Rückspiegel ein ZH am Hinterrad fest. Anders im Zürcher Oberland, wo ich als Reiter (zu Pferd) von vielen auch gegrüsst werde. Aber auch hier unterscheiden sich die Pflicht- von den Spass-Sportlern. Eigentlich schade; leben wir doch alle so nahe beieinander, dass wir uns doch irgendwie positiver begegnen sollten.

  33. knechtli sagt:

    Liebe Frau Knecht, was den Fitness-Klub anbelangt: Bei uns wird bei Eintritt in die Männergarderobe noch gegrüsst (wie es bei den Damen ist, kann ich nicht sagen). Joggen: Im Bremgartenwald ist das Grüssen eher unüblich, als Senior bekam ich nach Einlegen eines Zwischenspurtes aber schon Zurufe wie “Sieht gut aus!” War ohne Ironie gemeint, tönt hier hoffentlich nicht unbescheiden. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass sich passionierte Motorradfahrer beim Kreuzen mittels Handbewegung nach unten grüssen?

  34. bikerjogger sagt:

    tja, und wie sieht es bei den Bikern aus.
    Meine Erfahrung zeigen mir, dass sich die Bikergemeinschaft ebenfalls sehr wenig grüsst.
    Während meinem mehrmonatigen Aufenhalt in Neuseeland begnete ich einer ganz andern Kultur unter den Ausdauersportler. Alle waren im freundlich und aufgestellt, während des Trainings kam es oft zu einem gemeinsamen Training.

    bikerjogger

  35. Martin sagt:

    Meiner Ansicht nach gilt es zwischen “Indoor” und “Outdoor” zu differenzieren.
    Ich selbt, in der Agglo ZH zu Hause, betreibe beides. Sprich Biken und Joggen, so wie Fitnesscenter als Ausgleich zum Ausdauersport. Während ich draussen gerne die Leute Grüsse und mich “unter Gleichgesinnten” fühle, ignoriere ich die Umgebung im Fitnesscenter. Ich gehe hin – trainiere – und gehe. Die Motivation der “Center-Leute” ist meistens auch nich t von sportlicher natur sonder “Muskelmasse” oder “Fett-Weg”. Die Fitness-Leute sind mit sich selbts beschäfftig, da kommt es mir vor, als würde ein “Hallo” schon fast provokativ wirken. Bevorzuge also das schweigen und mustern der turnschuhe. Outdoor finde ich Grüssen ein absolutes MUSS. Auch oder erst recht zu Fussgängern und Hündelern, da das Verhältnis zwischen “Joggern/Bikern und Spazierern/Hündelern” eh schon angepsannt ist…

  36. Jeanclaude sagt:

    Ich meide Fitnesscenter wie die Pest. Ich wandere gerne – dabei grüsst man Leute, die man antrifft automatisch – und habe Verständnis für die entgegenkommenden Joggerinnen und Jogger, wenn sie nach Luft japsend, mit verzerrtem Gesicht und leidendem Blick nicht grüssen können oder wollen. Ich habe Mitleid und wünsche ihnen innerlich, dass sie gesund nach Hause kommen.

  37. Luki sagt:

    Als Velofahrer habe ich früher gelernt, dass andere Velofahrer mit Velotrikot gegrüsst werden. Ich habe den Eindruck, dass dies leider langsam verloren geht. Klar kann man nicht immer jeden und jede grüssen. Beispielsweise wenn man in einem schnellen Training unterwegs ist. Dennoch: es gibt ein Wir-Gefühl und ist nichts als anständig.

    • Hotel Papa sagt:

      Eigentlich finde ich solches Fraktiönle ja total doof. Aber auf dem Töff grüsse ich Rollerfahrer auch nicht mehr. Nach dem 20-sten, der nicht zurückgrüsst, kommst du dir nur noch doof vor.

      Und, es stimmt schon: Unter Velopendlern / Alltagsvelofahrern grüsst man sich genau so wie als Fussgänger: IDR nur, wenn man sich kennt (oder immer wieder begegnet.)

  38. Felix sagt:

    Zu diesem Thema angesprochen sage ich jeweils: “LäuferInnen grüssen – JoggerInnen grüssen nicht !” Gut Spass beiseite. Ich laufe seit 10 Jahren etwa 3-4mal die Woche. Leider kann ich den Trend bestätigen das immer weniger gegrüsst wird. Früher war des anders. Meiner Meinung nach hängt es damit zusammen das immer mehr Leute Outdoorsport machen und somit auch die Anonymität zugenommen hat. Ich grüsse meist mit einem freundlichen “Hallo” – ausser Leute die Ihre Ohren zugestöpselt haben und verbissen den Blick auf den Boden richten.

  39. Sven Schmid sagt:

    Ich finde das saloppe “Du” und “Hoi” unter Sportlern etwas angestrengt locker. Erstens kenne ich die Leute ja nicht und zweitens habe ich noch keinem das “Du” angetragen.

  40. andi_sport sagt:

    Aber hallo, wie wichtig ist das Thema denn? Es ist gar nicht wichtig! Wir leben hier eben in einer bevölkerungsdichten Region. Es gibt einfach zuviele von uns allen (Jogger, Rollerblader, Biker, Töfffahrer, etc.) da ist man ja den ganzen Tag dauernd nur am Grüssen. Ist doch völlig unnötig um ein paar 100m weiter zu kommen. Und wenn man die/den Traumfrau/Traumann kreuzt ist 1 Gruss noch früh genug.
    Liebe Grüsse, ;-)
    Andi
    NB: wer beim Joggen den Tunnelblick nicht hat der/dir strengt sich viel zu wenig an und sollte es besser bleiben lassen.

  41. Pixpax sagt:

    Du sprichst mir 100%-ig aus dem Herzen. Ich bin ein Hobby-Läufer der regelmässig, dreimal pro Woche draussen läuft (wetterunabhängig, Sommer und Winter). Ich mache genau die gleichen Erfahrungen mit dem Grüssen unter Läufern wie du. Und auch ich beschäftige mich immer wieder mit dem Theat “Grüssen unter Läufern” und warum wohl eher die Beginners nicht grüssen und eher weg als einem in Augen schauen.

    Gute Läufer zeichnen sich auch durch ein entspannteres Verhältnis zum Laufen und zu den anderen Läufern aus und können wohl deshalb grüssen, oder einen Gruss erwidern. Ich finde es ebenfalls sehr motivierend einander auf der Laufstrecke zu grüssen. Eine kleine gegenseitige Aufmerksamkeit und Anerkennung die doch noch möglich sein sollte.

  42. toxie sagt:

    Vor etwa 20 Jahren, als das ganze Laufvolk einfach Jogger waren, hat man sich immer gegrüsst. Auch wenn es nur ein Kopfnicken war. Seit der ganzen Lauf-, Marathon- und Triathlonmanie grüssen eigentlich nur noch die “normalen” Jogger ohne Pulsmesser, welche einfach Freude an der Bewegung haben. Ganz gefährlich wirds bei den Kampfsportlern mit “Finisher” Shirts, die weder mal kurz aus dem Weg gehen noch grüssen noch Blickkontakt suchen. Also besser aus dem Weg hüpfen als einen Zusammenprall riskieren. Dasselbe Bild auf der Strasse: Gümmeler mit Triathlon Lenkern = komplett verbissen und spassfrei.

    Freut euch doch lieber mal an einem schönen Tag und an der Bewegung – zwischendurch ein Lächeln wäre doch auch nicht verkehrt. Aber dafür sammelt man im Trainingstagebuch ja leider keine Punkte. Also besser ganz weglassen.

  43. tom sagt:

    Ich lebe an der Stadtgrenze zu ZH und gehe regelmässig um 5 morgens joggen. Ich kann bestätigen, dass ich noch nie jemanden getroffen habe der nicht begrüsst hat. Es aber wenige und immer die gleichen Jogger oder Hundehalter die man um die Zeit trifft. So kommt man sich irgendwie näher.

  44. ki sagt:

    Es ist psychologisch höchst interessant, zu sehen, was beim (Nicht)-Grüssen beim Joggen abläuft.
    Ich grüsse seit Jahren jede(n) mit einem “hoi”. Je älter ich jedoch werde, desto mehr muss ich feststellen, dass sich Junge oft genieren, einen Älteren zu duzen und ein verklemmtes “grüezi” von sich geben.
    Wer sich elegant aus der Affäre zu ziehen versucht, probiert es mit einem “hallo”.
    Offensichtlich sind nicht alle gleich, nicht mal im Sport und Alter resp. Sozialstatus verursachen Probleme bei sportlichen Begegnungen.

  45. Dani sagt:

    Ich kenne keine Kletterhalle (ausser leider die in Zürich) wo man sich nicht grüsst. Ich war öfters in Luzern und Bern in der Halle und dort ist es absolut üblich das man sich unterhält und auch den einen oder anderen Tipp bekommt.
    Sorry, aber vielleicht sollte der Titel von diesem Artikel besser heissen “Müssen sich Zürcher grüssen?”

  46. Thomas Illi sagt:

    Segler grüssen sich immer. Auch auf dem Zürichsee.

  47. clemens battaglia sagt:

    Als Hobby-Jogger habe ich es auch immer begrüsst, wenn man sich bei der Begegnung ein freundliches ‘Tschou’ zuruft! Allerdings hat das bei mir jetzt einen Haken: mehr und mehr werde ich nicht mehr mit ‘Tschou’ gegrüsst, sondern mit ‘Grüessech’, ein untrügliches Zeichen für meine fortschreitende menschliche Reife (oder so ähnlich). Sollte ich darüber jetzt froh sein oder einen Nicht-Gruss bevorzugen ;-)?

  48. Pascal sagt:

    Ist eine Lustige Unterhaltung bezüglich wer wen grüsst und wo genau. Man muss hierbei sicherlich festhalten, dass wahrscheinlich über 50% der “Zürcher” eigentlich Zuzügler sind und nicht hier aufgewachsen sind… Ich, auch Zuzügler, habe meine Freundlichkeit erhalten und Grüsse wo es Sinn macht. Das kann man aber nicht von allen Bernern, Luzernern, Baslern, Wallisern etc. sagen kann, die nach Zürich gezogen sind. Ob das mit cool sein zu tun hat oder man sich mit seinem Dialekt nicht outen will sei dahingestellt!

  49. Daniel sagt:

    Nach meiner Erfahrung sind es – sorry – eigentlich nur die Frauen, die nicht grüssen (beim Joggen). Angestrengtes Wegschauen, möglichstes Ignorieren und den Gruss bloss nicht erwidern ist deren Devise. Ich weiss nicht wieso. Vielleicht haben sie die übliche Angst, dass man gleich was von ihnen wolle, wenn man sie nur schon anschaut.

  50. KaDee sagt:

    Hmmm als Stadtzürcher muss ich ehrlich sagen, dass es schon so ist dass die Leute in anderen Städten meist viel freundlicher und vor allem offener sind. Ein beispiel dieses Wochenende, waren in Deutschland in einer Bar, es vergingen keine 5 Minuten bis man schon bereits mit wildfremden Leuten am plaudern war.
    In Zürich könnte ich teilweise tagelang in einer Bar sitzen ohne dass man mit jemandem ins Gespräch kommt;-) Aber ganz ehrlich, ich habe in Zürich auch schon oft den ersten Schritt gemacht und habe dadurch Leute kennengelernt, es kommt also auch auf einen selber an…Und wenn jeder halt denkt der andere soll den ersten Schritt machen, ja dann wirds schwierig:-)
    Bei den Frauen finde ich es noch schlimmer, wenn man teilweise in Zürich eine Dame anlächelt, erntet man oftmals böse Blicke, quasi als ob jedes anlächeln einer Anmache gleich kommt.
    Ich muss aber erwähnen, dass es nicht immer der Fall ist und ob es sich dann auch wirklich um Zürcher handelt ist schwer zu sagen, in den Ausgang ins doofe Zürich kommen ja genau die welche über Zürcher motzen….
    Man müsste mal eine verbindliche Studie darüber machen;-)

  51. Daniel sagt:

    Ich denke es kommt immer auf die Sportart an! Wie im Artikel erwähnt beim Wandern oder Bergsteigen ein Hallo schadet sicher nicht, aber beim Joggen kann man es ruhig bleiben lassen! Müsste ich als Jogger jede/n grüssen, ich hätte keine Puste mehr für mein Training! Im übrigen, grüsst ja sonst auch niemand auf der Strasse!

  52. Andreas Müller sagt:

    Ich bekam ein Hausverbot angedroht wegen “zu aggressiven flirtens”. Mein Vergehen: ich fragte eine, ob wir nach dem Training gemeinsam Mittagessen gehen.

  53. H.I. Ker sagt:

    Mich kotzt Laufen gewaltig an und tue es bloss gelegentlich, um meine Kondition für höhere Aufgaben in Schuss zu halten. Trotzdem grüsse ich, weil man das einfach so tut; auch auf der Strasse. Wo ich herkomme, ist man halt einfach freundlich zueinander, im Alltag wie in den Bergen wie beim Velölen oder Laufen.
    Was ich nicht einsehe, ist aber, warum die Kommentarschreiber passionierte Läufer für freundlicher halten. Ist es also eine positive Eigenschaft einer Person, gerne zu laufen? Sorry, dass ich das nicht tue. Werde dafür dem Antonius was einzahlen.

  54. Ruedi Bär sagt:

    Habe den Eindruck, dass seit den letzten Jahren in Zürich und Umgebung beim Sport treiben weniger gegrüsst wird. Ich glaube, das auch beim Biken festzustellen. Und ich vermute, dass es mit der Zuwanderung zu tun hat. Offenbar kennen viele Zuwanderer das Grüssen nicht. Das stelle ich auch in den Bergen fest. Oder man will sich mit dem Gruss nicht als Zugewanderter outen?

    • Daniel sagt:

      Das hat nichts mit Zuwanderer zu tun. In der Stadt wird schon länger nicht gegrüsst gegenüber wildfremden Leuten. Ich finde das auch gut so, schliesslich ist einem nicht jede/r Sympathisch und persönlich hat man auch gerne seinen Frieden! Ich bin Stadtzürcher! Im übrigen fragen Sie mal im Tram ob neben Ihnen noch frei sei, Sie werden angeschaut wie wenn Sie ein Ausserirdischer wären! Wie gesagt in der Stadt ist man noch Anonym und das schätzen viele! Ich denke mal das Grüssen ist nur noch in kleinen Dörfchen und Käffer gang und gebe!

  55. Ruedi sagt:

    Daniel, Du hast die einzige vernünftige Antwort auf dieses so wichitgeThema wie es scheint in der Schweiz..
    Mich stören vielmehr die lästigen Wadenbeisser die Ihre Lieblinge nicht im Griff haben.
    Liebe Wadenbeissermeister: Ich liebe Hunde und Katzen sehr aber auch Fusgänger und Jogger die einem kurz grüssen.
    Sei es mit einem Handzeichen oder mit einem Kopfnicken. Mit Zürchern oder Bernern hat es überhaupt nichts zu tun.

    Liebe Gruess us em Bäenbiet

    Ruedi vo Rubige

  56. Lotte Heinz sagt:

    Ich wohne in Basel und bei mir zeigt sich erstaunliches, wenn auch ziemlich nerviges. Sobald ich mit Hund (ich bin bekennende Hündlerin und jogge gern mit Hund) unterwegs bin und meine Rennpuschen an habe, dann wird gegrüsst. Von Zeit zu Zeit gibt es sogar ein nettes Wort, wie cool das wäre mit Hund zu joggen. Je näher wir aber dem Sommer kommen, umso weniger wird gegrüsst.
    Aber, was mich zur Weissglut bringt, ich gehe im gleichen Wald mit Hund auch einfach nur spazieren, rufe meine Hündin ab, lasse sie sitzen, ich habe noch keinen Jogger erlebt, der sich bedankt hätte. Ich überlege mir, ab dem ersten April (Leinenzwang) zwischendurch einfach mal meine Schleppleine anzuziehen, kein freundliches Wort, kein Danke? Muss ich mir das als Hündelerin gefallen lassen, wenn ich weiss, dass es auch anders geht? Wenn es ganz gut geht, werde ich am Ende noch angeschnauzt, wenn so ein Speedjogger von hinten kommt und ich noch mitten in der Abrufübung bin und meinen Hund dann nicht gerade sofort hinsetze.
    Nein ehrlich, liebe Mitjoggerinnen und Mitjogger, wenn sich ein Hund schon benimmt und ich weiss, dass es leider und zu meiner Schande nicht (mehr) die meisten sind, dann nickt doch wenigstens mit dem Kopf. Vielleicht lassen sich dann die anderen Hündeler, die ihre Hunde im Winter darauf trainieren den nervigen Joggern zwischen die Beine zu rennen auch wieder von einem guten und anständigen Miteinander überzeugen. Hündeler sehen es gern, wenn ihre Erziehungsarbeit gewürdigt wird.

    • Werner sagt:

      Hallo Lotte,

      Ich finde es sensationell, wie gut die Halter/innen Ihre Tiere im Griff haben. und wie zuvorkommend sie sind.

      Als es soviel Schnee hatte, sind alle, wenn es ging, vorsorglich mit ihrem Hund vom Weg ab, selbst in die tiefste Schneewächte hinein, um mich vorbeizulassen.
      Vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass ich als Jogging-Anfänger so bemitleidenswert aussehe?
      Ich habe dann immer besonders nett gegrüsst.

      Selbstverständlich beruht alles auf Gegenseitigkeit. Ich schaue auch, dass ich weder Hund noch Halter erschrecke, wenn ich überhole.

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Lotte, Du machst das richtig, und lass Dich von Joggern mit fehlendem Anstand nicht verunsichern oder gar verärgern. Ich schätze es sehr, wenn Hündeler ihr Tier zu sich rufen, sitzen lassen oder am Halsband halten, bis ich vorbei bin. Da bedanke ich mich auch jedesmal für. Ich kann nach über 20 Jahren Lauferfahrung feststellen, dass in letzter Zeit die Hündeler ihre Tiere immer besser unter Kontrolle haben und auch rücksichtvoller geworden sind. Ich hoffe, das bleibt so, auch wenn andere Waldbenutzer ihre Wertschätzung nicht offen zeigen. Ich hatte noch nie ein Problem mit einem Hund und möchte, dass das auch weiterhin so bleibt.

  57. Olaf Schlied sagt:

    Ihr habt ja Probleme, dass ihr euch hier so auslassen könnt.
    (Viele) Sportler sind anscheinend sehr intolerant.

  58. Andreas Gasser sagt:

    Von wegen arrogante Züricher! In der Region Greifensee, wo ich unter der Woche regelmässig jogge, erwiedern 95% der LäuferInnen meinen Gruss. Egal, ob Mann oder Frau, Jugendliche oder Rentner. Einige heben zwar nur den Arm zum Gruss, aber das reicht mir persönlich vollkommen. Mache ich manchmal auch so. Nur quasselnde Walkerinnen grüssen nicht. ;)
    Fazit: Unfreundliche Leute trifft man in der ganzen Schweiz. Freundliche ebenso!

  59. der rennende F sagt:

    sternefoifi, es geht hier ja nicht um die generelle Frage des Grüssens, irgendwo im Tram, am HB oder beim Pferdefleischverkäufer. Es geht darum, ob sich (Lauf-)Sportler untereinander grüssen könnten, sollten, müssten. Und ja, ich als angefressene Läuferin freue mich über jeden anderen “Fan” (vonwegen uncooler oldschool Formulierung) und ja drum grüsse ich den mitleidenden Mitstreiter an der Front…. Und ich finde es schön, diese ganz speziellen, verschwörerisch-mitwissenden Blicke und Grinsen zu teilen….

  60. frohlocker sagt:

    also ich meinerseits bin kampfgrüsser, sowohl beim velölele als auch beim rennen oder sonst wo.
    ich denke ich konnte durch mein verhalten so zirka 50% der nasen welche ich üblicherweise unterwegs antreffe zum grüssen animieren. manche müssen schon schmunzeln wenn sie mich sehen kommen.
    für die anfänger denen die luft fehlt, ein kleiner tip: daumen hoch geht immer.

  61. Aarejogger sagt:

    Also in und um Bern wird auch kaum gegrüsst, jedenfalls hat das in den lezten Jahren stark nachgelassen.
    Mein Mann grüsst immer alle, dabei genieren sich junge Fauen zurückzugrüssen , die denken womöglich * so ein älterer Anmacher*

  62. Jeanne sagt:

    Toll, dass dieses Thema im Blog angesprochen wurde und schön, dass es viele Reaktionen gibt und eigentlich alle, die hier einen Kommentar geschrieben haben, gerne grüssen. Ich hoffe, dass sich nicht immer mehr Leute entmutigen lassen, zu grüssen.

    Auch ich machte schon komische Erfahrungen diesbezüglich. Da kann man z.B. in der Kletterhalle zu jemandem etwas sagen, z.B. “ich warte kurz, bis du vorbei geklettert bist.” Als Reaktion kommt dann höchstens ein komischer Blick zurück und ich frage mich dann, ob die andere Person mich vielleicht nicht verstanden hat? Oder dann lacht man per Zufall mal zusammen mit einer fremden Person in der Kletterhalle. Als ich beim nächsten Mal gegrüsst habe, wurde ich komisch angeschaut. Habe dann gefragt, ob er nicht mehr weiss, dass wir letztes Mal zusammen gelacht haben. Da meinte er. Doch doch, das wisse er noch.

    Es ist natürlich kein Muss, andere Sportler zu grüssen, aber offensichtlich macht man sich gegenseitig eine Freude, wenn gegenseitig gegrüsst wird.

    P.S. meine Erfahrungen mache ich übrigens nicht in Zürich. Dort habe ich eher erfreulichere Erfahrungen gemacht. Auch in noch grösseren Städten, wie London oder New York ist mir aufgefallen, dass die Stadtbewohner viel Rücksichtsvoller und netter miteinander umgehen, als in manchen Kleinstädten der Schweiz.

  63. Markus Schöpfer sagt:

    Hallo ihr lieben Sportler,

    ohh, ich scheine der einzige zu sein, der zuerst einmal grüsst.
    Vielleicht ist das das Problem. Viel Sportler und andere Lebensgenossen sind einfach vor lauter Stress (Sport ist für sehr viele Leute Stress – ich treibe Sport in der ganzen Schweiz, und es ist überall ähnlich.) und Sorge um Leistung, Erfolg, Gefallen, extrem belastet. Das Resultat ist ein verbissener Konkurrenzkampt, der mit Sportsgeist und Gesundheit nicht mehr viel zu tun hat. Die meisten sind Hobby-Sportler, und könnten es etwas relaxter und freundlicher angehen lassen, aber….
    Allen einen schönen Abend.

    Sportliche Grüsse
    Markus

  64. F. Lermann sagt:

    I couldn’t care less… Treibt ihr Sport wegen der Freude oder sucht ihr einfach nur Bestätigung von anderen? Setzt euch doch ins Café mit eurem iPad und tut wichtige Sachen, da seid ihr auch gesehen und seid anderen beim Sport nicht im Weg.

  65. kernelll sagt:

    Ich bin Polizist und manchmal platze ich dienstlich ungebeten mit einem ‘RAZZIA!’ in eine bestimmte Runde. Die meisten grüssen dann auch nicht zurück.

  66. Gonzales S. sagt:

    Ich find’s mühsam, immer grüssen zu müssen. Dazu gehe ich ja schliesslich nicht Joggen. Und dann noch dieses blöde Du und Hoi.

  67. Daniel Küttel sagt:

    Ich weiss gar nicht was für Probleme ihr habt. Ich Jogge regelmässig durch den Griespark in Volketswil oder aber auch am Greifensee, und bis jetzt hat ein freundliches Hallo, Nicken oder Lächeln immer Zuspruch gefunden und konnte jedem eine Geste entlocken. :o)

    Ich verstehe auch nicht warum sich Leute durch einen Gruss gestört fühlen. Ein bisschen Respekt voreinander sollte schon noch sein, und schliesslich sollte man die Leute grüssen, weil man pflegt gemeinsam ein Hobby das einem Spass macht. Seit doch nicht so verbissen und freut euch dass auch andere Leute eurem Sport fröhnen.

    Ich finds toll und daher ein grosses und liebes Hallo an alle sportlichen/ nicht sportlichen Leute hier ;o))

  68. Johnnyr sagt:

    Fitnessstudio: gequält aber die meisten grüßen, sind aber oft erschrocken wenn ich sie grüße
    Kletterhalle: sieht es schon besser aus, die meisten grüßen und sind sehr nett, bis auf einige sehr viel ältere
    Laufen: Hier grüßen doch die meisten.

    und das alles in Fulda :-)

    Ich finde nicht grüßen etwas asozial, wir sind doch alles Mitmenschen und das sollte keinem wehtun. Leider entwickelt sich die Gesellschaft immer mehr zurück in die Höhle und will kein Kontakt, der unterschied zu früher heute läuft RTL II in der Höhle.

  69. Silly sagt:

    Ich finde, Grüssen ist eine Frage des Anstands – vor allem beim Sport ist das doch nett. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich gleichgesinnte Sportler antreffe, da gehört doch ein kurzes Hallo und ein aufmunterndes Lächeln dazu.

    Was mich anfänglich mehr störte: wenn ich älteren Generationen ein anständiges “Grüezi” zuwarf, kam vielfach ein schroffes “Hoi” zurück. Naja, ich sehe halt etwas jung aus, vor allem in den Sportklamotten, trotz meinen 30 Jahren. Seitdem duze ich lieber alle unterwegs.

  70. Michi sagt:

    Hm? Also ich kenne in der (Zürcher) Kletterhalle sehr viele vom sehen und wir sagen einander immer hoi. Daraus sind auch einige bessere Freundschaften entstanden. Auf mein “Tschou Zäme” in der Garderobe bekomme ich immer ein – zwar zum Teil zaghaftes – aber deutlich hörbares “Tschüüs” von allen zu hören. Daran hat sich in den letzten 20 Jahren abgesehen vom gewachsenen Publikum nichts geändert… Und wenn ich Frage ob Dein Partner die Grüne route auch noch klettern will, dann kann ich nur den Kopf schütteln wenn Du das als «Haut endlich ab aus der grünen Route.» empfindest =)

  71. Joachim Adamek sagt:

    Tag z’sammen! Bonjour and hello! Also, ich bin gern zwanglos, unkompliziert und spontan und habe deshalb gewisse Schwierigkeiten, zu erklären, wie ich’s mit dem Grüssen halte. Das ergibt sich einfach so. Wenn man sich hierüber zu viele Gedanken macht, geht’s meistens schief. Weshalb sich nicht einfach aufs Gefühl verlassen? Das ist das beste Radar ….

  72. Klara sagt:

    3mal die Woche darf ich raus und spörteln, ansonsten bin ich mit Kinder, Haushalt und Job beschäftigt, was auch alles toll ist. Aber die 3mal die Woche gehören mir und die möchte ich nicht mit nach links und rechts Grüsse verteilen vergeben. Aber kann gut sein, dass ich wieder mehr grüsse, wenn ich mehr Ressourcen habe. Aber schön, machen sich so viele Leute Gedanken, wer warum nicht grüsst etc.;-)

  73. Stefan sagt:

    Hier im Forum wurde auch darüber diskutiert:

    http://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=27558

  74. Manolo sagt:

    Auf meinen teils mehrwöchigen Radtouren durch Europa habe ich festgestellt, dass grundsätzlich auf dem Land gegrüsst wird. Je näher eine (Gross) Stadt kommt, desto weniger wird gegrüsst. Das “Nicht-Grüssen” dem armen Zürcher anzuhängen, ist zu einfach! :-) Ich bin Berner und muss leider sagen, dass auch an der Aare Grüssen ausser Mode geraten ist…. Allerdings finde ich es normal, dass wenn man auf 10 km 50 Joggende kreuzt, nicht mehr alle grüsst.

    Nichts desto trotz ist ein (unerwarterter) immer motivierend!

  75. Stephan sagt:

    Das Grüssen beim Joggen gehört dazu, egal wo man joggt. Falls man die Gelegenheit einmal wahrnimmt in den USA zu joggen wird staunen wie freundlich die Amis sein können. God bless you.

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