Mit diesen Kindern habe ich Mitleid

Wenn das Kind Fleisch essen will, sollte es das auch tun dürfen. Foto: iStock

Immer, wenn ihr UV-Schutz-Burka-Kinder begegnen, breche es ihr ein bisschen das Herz, schrieb vergangene Woche eine Autorin im Onlinemagazin Jetzt.de.

Im Freibad in der Nähe des Nichtschwimmerbeckens treffe man unweigerlich auf diese bemitleidenswerten Geschöpfe: «Kinder, die von ihren Eltern in Burka-ähnliche Gewänder gesteckt wurden. Nicht aus religiösen Gründen, sondern, um sie vor den bösen UV-Strahlen zu schützen, die die Sonne auf die Erde schickt.»

Kein Hütchen und Sonnenbrille, also auch nur halb so schlimm? Foto: Jed Record, Flickr.com

Die Autorin bedauert die kleinen Menschlein, die in ihren Ganzkörper-Wet-Suits steckten, in schreienden Pink- und Blautönen, auf dem Kopf eine Haube mit extra-langem Nackenschutz und auf der Nase eine Sonnenbrille. Richtig abgerundet werde ihr Outfit dann noch mit der Doppelsicherung Schwimmgürtel und Schwimmflügelchen – «und einem Liter extra-weissem Zink-Sonnenschutz, der grosszügig auf den letzten noch hervorblitzenden Resten Haut und Bekleidung verteilt wurde.»

Der Text ist zum Schmunzeln, wobei ich mich beim Lesen fragte, ob mein Bub damals tendenziell nicht auch in diese Kategorie gehörte. Als Sommersprossen-gesprenkelte Weisshaut bin ich zudem selbst Teil jener Spezies, die sich mit Hut, langer Kleidung und Sonnenschutzfaktor 50 vor jenen bösen UV-Strahlen zu schützen versucht – den so bemitleidenswerten Kindern nicht unähnlich.

Mir tun deshalb andere Kinder viel mehr leid:

  • Kinder, die im Freibad nach einer kleinen Mahlzeit mindestens eine Stunde warten müssen, bis sie wieder ins Wasser dürfen. Nach einem Braten mit Kartoffelstock, brauner Sauce und einer Cola könnte man das vielleicht noch verstehen. Aber nach 12 Pommes, zwei Apfelschnitzchen und einer Cherrytomate?
  • Der Danke-Bitte-Zwang: Kinder, die bei jeder klitzekleinen Kleinigkeit auf Teufel komm raus Danke, Bitte und Gern geschehen sagen müssen. Sie werden dabei von ihren Eltern aufs Schärfste beobachtet. Es ist ein Mini-Machtspiel im Gange, und vor allem kleine Kinder wirken in diesen Situationen wie ferngesteuert.
  • Kinder, die kein Fleisch essen dürfen: Die Eltern sind Vegetarier, also sollen auch ihre Kleinen auf Hotdog oder Hamburger verzichten müssen. Was aber, wenn das Vegi-Kind unbedingt Fleisch haben will? Es geht heimlich bei den Karnivoren-Kollegen für ein Bisschen Hotdog und Hamburger betteln. Ein bitterer Moment.
  • Kinder, die nie vom Eltern-Radar verschwinden können. Mit der installierten Ortungs-App, einer vollgestopften Agenda und Eltern, die wie Helikopter um ihre Kinder kreisen, sind unbeobachtete Momente selten. Dass sie selbst auch mal was ausprobieren können, ohne unter den Argusaugen von Mama und Papa zu stehen, ist fast unmöglich.
  • Kinder, die mit fünf Jahren schon extrem übergewichtig sind. Man fragt sich unweigerlich, welche Chance die Kinder haben, gesund zu bleiben.

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170 Kommentare zu «Mit diesen Kindern habe ich Mitleid»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Mir tun in erster Linie Kinder leid, die keine Kindheit haben, diese nicht geniessen u d nicht Kind sein dürfen, weil:
    – sie Krieg, Gewalt, Folter, Menschenrechtsverletzungen erleben müssen 🙁
    – sie mitansehen müssen, wie ihre Eltern, Geschwister, Freunde, getötet, misshandelt, missbraucht, gefoltert werden 🙁
    – sie aufgrund von Religion/Tradition/Kultur genitalcerstümmelt und dadurch körperlich wie seelisch unsägliche Schmerzen erleiden müssen 🙁
    – weil sie aufgrund der obgenannten Menschenrechtsverletzungen auf der Flucht sind und stets in Angst leben müsse 🙁
    – weil nachwievor Kinder, auch in der CH!, von ihren Eltern misshandelt (körperlich, psychisch, sexuell) werden 🙁 1575 Fälle sind das traurige Resultat. Dies ist erst die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer ist höher :(!

  • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

    Mir tun Kinder leid, die zusehen müssen, wie ihre Eltern lieber around the clock mit Smartphone u/o Tablet spielen, als mit den eigenen Kindern. Solche Eltern gibt es haufenweise und viele argumentieren dann mit „Ich mach das beruflich. Ich bin BloggerIn…“

  • David Kohl sagt:

    Das mit dem „eine Stunde warten bevor man ins Wasser geht“ ist sowieso eine urbane Legende.

  • Y. Rechsteiner sagt:

    Ich bin beim meisten derselben Meinung wie Sie. Ausser die Sache mit dem Fleisch. Man sollte Kindern kein Fleisch anbieten, denn es ist schlecht, Fleisch zu essen, das weiss ja eigentlich jeder; es ist im höchsten Masse unzivilisiert, Tiere zu töten und ihre Leichen zu essen. Die Kinder wissen ja nicht einmal, was sie da essen. Ich bin kein Vegetarier, esse aber sehr selten Fleisch; ich möchte auf keine Fall, dass meine Kinder aufwachsen und denken, es sei in Ordnung, Fleisch zu essen. Das ist es nämlich überhaupt nicht.

    • Normalweg sagt:

      Es liegt in unserer Natur neben pflanzlicher Nahrung auch Fleisch zu essen. Alle Naturvölker sind Jäger und Sammler, vom Homo habilis, über Homo erectus bis zum Cromagnon-Menschen waren alle unsere Vorfahren nach paleontologischen Erkenntnissen auch Fleischesser. Unser Verdauungssystem ist das eines Allesessers, inkl. Fleisch. Einzelne Vitamine (z.B: B12) nehmen wir nur übers Fleisch auf. Vegan ernährte Babies zeigen früher oder später schwerste Mangelerscheinungen. Es ist deshalb in unsere Natur auch tierische Nahrung zu uns zu nehmen. Aber das weiss ja eigentlich jeder. Wenn Sie aus ethischen Ueberlegungen auf Fleisch verzichten ist das sehr löblich. Diese Einstellung gibt es aber eigentlich nur in unsere westlichen Welt mit Ausnahme von streng gläubigen Buddhisten.

      • Sarah Kolb sagt:

        Sie koennen mir nicht erzaehlen, dass wenn man dem kind sagt, dass er burger ein teil der kuh ist, die si beim wander fuetterten, sie den immer noch genuesslich verzerren moechten. Es geht dabei aber nicht um ein verbot (sonst ensteht ihr beispiel) sondern aufklaerung.

      • Peter S. sagt:

        Es gibt Naturvölker/Gemeinschaften, die sich vegetarisch ernähren. Janai, Bishnoi, Hopi um nur ein paar zu nennen. Und es ist wohl ein Unterschied, ob man für die Eigenversorgung auf die Jagd geht oder Vieh hält, oder ob man Tausende überzüchtete Rinder/Schweine/Hühner auf engstem Raum zusammengepfercht und mit Antibiotika vollstopft.

      • Hotel Papa sagt:

        @Sarah:
        Weiss ja nicht. Wenn wir beim Wandern jeweils Pferden auf der Weide begegneten, war die Reaktion unserer Tochter normalerweise: „Mhhh! Fondue Chinoise!“
        .
        Yep, sie war schon immer etwas anders…

      • Christoph Bögli sagt:

        @Sarah Kolb: Die meisten Kinder sind überraschend entspannt bei der Thematik oder können, wie auch viele Erwachsene, problemlos mit dem vermeintlichen Widerspruch zwischen Tierliebe und Fleischkonsum leben. Schwieriger wird es eher, wenn Kinder (oder auch Erwachsene) ungeschönt sehen müssen, wie genau Fleisch heute normalerweise produziert wird.

        Aber aus genau diesem Gesichtspunkt finde ich, dass zwischen den Extremen „Kind täglich mit Billigfleisch vollstopfen“ und „Kind vegan ernähren“ durchaus sinnvollere Optionen liegen. Man könnte ja etwa gar mit dem Kind darüber reden und einen bewussten Umgang mit tierischen Produkten vermitteln (und auch vorleben). Aber etwas Differenziertheit ist anscheinend heute schon zuviel verlangt..

      • Normalweg sagt:

        @ Kolb: doch, das kann ich. Meine Kinder können problemlos damit umgehen, dass das Fleisch welches sie essen früher mal auf einer Wiese herumgelaufen ist. Die sind nicht blöd und wir erzählen es ihnen ja auch, respektive fragen sie uns danach.
        @ Peter S.: die Hopi waren nicht vegetarisch, sie haben bloss nicht sehr viel gejagt sonder primär Ackerbau betrieben. Die Bischnoi sind eine sehr kleine, interessante Religion, die ähnlich strenggläubigen Buddhisten aufs Fleischessen verzichten. Das sind die Ausnahmen welche die Regel bestätigen.

      • gabi sagt:

        Ich staune nur immer wieder, welches Mass an naiven Vorstellungen in manchen Städtern herrschen kann.

        Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Hühner, die mein Kind und seine Cousine mit Lust verzehrt, haben sie selber rumlaufen gesehen.

        Schweineschlachtungen können die sogar live mitkriegen. Dass sie Lamm oder Zicklein nicht mögen, liegt nicht daran, dass sie die lieber Tiere zuvor ein paar Monate neben dem Grundstück der Grossmutter haben rumlaufen und an der Hecke knabbern sehen, sondern daran, dass sie´s schlicht – wie z.B. Sushi – nicht mögen.

        Die Idee, dass man nichts mit Lust essen kann, was man zuvor lebendig herum laufen gesehen hat, ist unglaublich absurd und hätte die Evolution des Menschen schlicht verunmöglicht.

    • Gerhard Engler sagt:

      ich habe meiner 4jährigen Tochter die Geschichte von den Bremer Stadtmusikanten erzählt. Dann kam die Stelle, wo die 4 Tiere Hunger haben. Meiner Tochter meinte: Warum haben sie denn nicht aus dem Güggel ein Poulet gemacht?

  • Reincarnation of XY sagt:

    Malenas psychologischen Erkenntnisse sind definitiv besser als ihre Samira.

  • Anh Toàn sagt:

    Was für Kinder mir leid tun?

    Als ich zum ersten mal die zwei Halbschwestern meiner Frau in Vietnam gesehen habe. Gerade knapp genug Geld für essen, Läuse in der Haaren, weil kein Geld für Shampoo, ein Fahrrad zu zweit um zur Schule zu fahren, arm unter Armen, mit der Oma bei einem Onkel lebend, ungern aber er muss halt, die Mutter in der Stadt Geld verdienen, Vater wo auch immer.

    Oder der Junge, der in Basel mit seiner verschleierten Mutter von einer rechten Zusammenrottung (PEGIDA oder so wollten die zwanzig, ich nenn‘ sie nicht Menschen, sein) aufs übelste beschimpft wurde. (Es gibt ein Video davon, weil sich ein paar „linke Chaoten“ der Gruppe annahmen, die sich dann heulend empörten, sie hätten doch nur friedlich(!) ihre Meinung geäussert.)

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und mir tun die Töchter von verschleierten Frauen leid, welche sich ab KIGA Alter ebenfalls in Kohlesäcke hüllen müssen, teilweise Genitalverstümmelung und schon im Kindsalter Missbrauch von ihren Ehemännern erdulden müssen, zwangsverheiratet werden, Besitz deren Ehemännern und Schwiegermüttern werden und Misshandlung ausgesetzt sind.

      • Anh Toàn sagt:

        Mir tun z.B. die grösseren Kinder und Teenager mit muslimischen Eltern leid, die ihre, Frau von Siebenthal, und ähnliche Kommentare lesen müssen. Sie erzählen denen, dass ihre Väter ihre Mütter misshandelten und missbrauchten, dass sie ihre Eltern verurteilen sollten, wegen deren Religion. Ehre Deine Eltern beten Sie am Sonntag, und fügen gedanklich hinzu, aber nicht, wenn die Muslime sind. Aber die muslimischen Kinder und Teenager^, die solche Kommentare lesen müssen, tun mir weniger leid, als dieser kleine Junge, der wurde alleine mit seiner Mutter seines Weges gehend am hellichten Tag mitten in der Stadt höchst aggressiv von zwanzig … bedroht und beschimpf. Und mit Ihrem Kommentar an dieser Stelle (Kontext) verteidigen Sie dies. RoXY hat Ihnen schon geraten.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Teil 2

        Und sind es nicht gerade Sie, welcher gesagt hat, das vietnamesische Schwiegermütter gegenüber ihren Schwiegertöchtern tyrannisch sind? Nach Ihrer Logik müssten Ihnen dann diese Tyranninnen leid tun, welche die Kommentare von Ihnen lesen.

        Was die Ehrung von Vater und Mutter angeht: ein Kind zu zeugen und/oder zu gebären macht einem zu Erzeugern, aber die Bezeichnung Mutter oder Vater sind Titel, welche man sich verdienen muss. Ehre wem Ehre gebührt und ich finde nicht, dass Kinder ihre Eltern ehren müssen, nur weil diese sie gezeugt haben, sondern nur, wenn die Erzeuger sich als Eltern bewähren. Niemand hat für einen blossen F…. Ehre verdient.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Teil 1

        Wenn Sie der deutschen Sprache mächtig wären, könnten Sie lesen, dass sich mein Kommentar nicht grnerell auf die Gesamtheit dieser Religionsgruppe bezieht, sondern auf jene Exemplare, welche dies so handhaben.

        Im Übrigen tun mir auch Importfrauen leid, welche sich an alte Säcke verdingen müssen, um für sich und ihre Halbgeschwister Essen beschaffen zu können.

  • Martin sagt:

    Ich finde den Text noch gut. Auch die Liste! Vor allem das mit dem Fleisch essen und dem Übergewicht. Mir haben früher immer die Kinder leid getan, die x Hobbies pro Woche hatten: Musik, Sport, Theater usw. und mir gingen immer die Eltern auf die Nerven, die ihre Kinder als „hochbegabt“ hinstellten. Beim ersten Mal war ich davon sehr beeindruckt. Wenn man älter wird, dann merkt man, dass die vielleicht doch nicht so hochbegabt sind. Trotzdem denke ich, dass es schwierig ist, eine gute Balance zwischen Schutz/ Aufsicht und Freiheit für die Kinder zu finden.

    • Samira sagt:

      Welche Lebensmittel/Süssigkeiten/Spielsachen haben Sie ihren Kindern verboten? Ich gehe davon aus, ihre Kinder haben die Sachen halt woanders zusammengebettelt.

      • Martin sagt:

        @Samira: 1. Habe ich keine Kinder, habe aber früher mit Kindern zu tun gehabt. 2. Mir wurde, so weit ich weiss, sehr selten etwas verboten. 3. Ich würde gefährliche Dinge (Messer usw.) oder schädliche Dinge verbieten (Kaffee, Alkohol, Tabak usw.).

  • CoffeeToffee sagt:

    @tamar
    Ziemlich radikal, ja. Oder schliessen sie da die Eltern aus, die im Freien rauchen während die kids sich in der nähe aufhalten?
    Mir tun die kids leid, die lügen wie gedruckt um ihren Selbstwert aufzupolieren (ich meine nicht eine kleine Angeberei oder Beschönigung).
    Und die manipulativen kids tun mir leider nicht mal mehr leid, ich möcht sie aber nicht um mich herum haben.

  • Lia sagt:

    auch meine Kids sind sehr hellhäutig, dennoch brauchen sie umso mehr massvolle Sonneneinstrahlung, um genügend Vitamin D zu produzieren.

  • Jo Mooth sagt:

    Ich finde den Text auch interessant. Wer unbedingt die „hungernden Kinder aus Afrika“ bemühen muss, sollte die Gelbe Karte bekommen.

  • Stadtmutti sagt:

    Ja auf diese Burka wurde ich doch letzthin gerade angesprochen. Ältere Dame 1: Oh das ist aber in gutes Anzügli. So verbrennt sich das Kind nicht. Ältere Dame 2: Verträgt ihr Kind keine Sonne? So wird es ja gar nicht braun. Hauptsache alle schreiben allen anderen vor, was gut und was schlecht ist bzw. eher was cool ist und was nicht cool ist.

    • Jo Mooth sagt:

      In Italien lässt man die anderen viel mehr leben. Wenn sich jemand unpassenderweise doch einmischt, bekommt er zur Antwort, er soll sich um die eigenen Dinge kümmern.

      • Mona sagt:

        Wieso einmischen? Die Damen sind interessiert und fragen. Das nenne ich nicht einmischen. Da kann dadurch ein gutes Gespräch entstehen. Aber ja, so ist es heute, man getraut sich kaum noch zu frsgen, da reagiert gleich einer gereizt und aggressiv. Fragen kann Interesse bekunden und Wissen vermitteln und dies sollte auch im Erwachsenenalter möglich sein.

  • Jürg. sagt:

    Mit diesen Kindern habe ich Mitleid:
    Ernährung: War da nicht eine Mutter die wollte das Väter auch Kuchen backen?
    Und gibt es nicht eher den Entschuldige Dich Zwang, oder gib die Hand Zwang?

  • Mami sagt:

    Hören Sie auf, mit dem Finger auf andere Eltern zu zeigen. Ich gehe davon aus, dass alle Mamis und Papis ihr Bestes geben. Es haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen und Möglichkeiten. Ich fände es toll, künftig Blogs mit gutem Inhalt zu lesen und keine puren Verunglimpfungen.

  • Georg sagt:

    Und Kinder, deren „Mami“ (was für ein Wort!) paffend neben dem Nachwuchs hockt… widerwärtig und stumpf. Ein Fall für die KESB. Und das meine ich nicht ironisch.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ganz bei Ihnen: für mich gehören rauchende/saufende Schwangere und Eltern, welche in der Gegenwart von Kindern rauchen mit Gefängnis und Kindsentzug bestraft, wie es bei vorsätzlicher, schwerer Körperverletzung (oft genug mit Todesfolge, dann ist es vorsätzliche Tötung) auch sonst üblich ist.

      • Lace sagt:

        Etwas radikal,nicht?

      • tststs sagt:

        Und was machen Sie mit all den Eltern, die an einer viel befahrenen Strasse leben (müssen)?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wieso radikal? Wieso ist vorsätzliche Körperverletzung bei Kindern legal?

      • Anh Toàn sagt:

        Da freut sich mein Kind bestimmt, dass es einen anderen Papi bekommt von der KESB, weil ich rauche und das nicht vor ihm verstecke, ihn auch nicht in der Wohnung einsperre, damit er nicht zu mir auf den Balkon kommt.

        Ich will mein Kind nicht voller Ängste pflanzen, ihm vermitteln, dass Leben erfüllt ist, wenn es möglichst lang ist, dass Gesundheit und finanzieller Erfolg moralische Aufgaben oder deren pflichtwidrige Nichterfüllung gar strafrechtlich sanktioniert werden.

        Hallo KESB, darf ich noch Vater sein?

      • Anh Toàn sagt:

        TvS: Vorsätzliche Körperverletzung ist nicht legal, rauchen draussen auch in der Nähe von Kindern ist keine vorsätzliche Körperverletzung.

        Exkurs zu Passivrauchen: Ich war mal in einer Wohnung, Ehepaar (kinderlos), beide rauchten Kette, gelbe Wände usw., da habe ich gedacht, ja so ist auch Passivrauchen gesundheitsschädlich. In der Wohnung halt ich es ja als Raucher nicht aus. Wäre Passivrauchen so schädlich, dass man von Körperverletzung reden könnte, hätte man nie gemerkt, wie schädlich rauchen ist: Früher waren alle Passivraucher, fast überall, es hätte keine signifikanten statistischen Unterschiede gegeben zwischen Rauchern und Nicht-, bzw. eben Passivrauchern.

      • Röschu sagt:

        @Tamar
        Den Kindern ist doch wohl besser gedient bei ihrer eigenen (ab und zu rauchenden) Mutter aufwachsen zu können, als wenn sie fremdplatziert werden und zusehen müssen wie die Mutter ins Gefängnis muss, wegen einer Lappalie.

        PS. ‚vorsätzliche Körperverletzung bei Kindern‘ ist selbstverständlich nicht legal. Allerdings greifen die Gesetze halt nur dort wo der Tatbestand objektiv betrachtet auch verletzt wird.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Wenn wir schon mit der KESB drohen, dann bitte für so radikale Leute wie Tamar und Georg.

        Eltern die vor den Kindern Rauchen und Alkohol trinken, können zu den besten Eltern der Welt gehören. Heute tut ja das niemand mehr im Wohnzimmer. Früher war so gar das normale
        Stelbstverständlichkeit, da rauchte man sogar noch im Fernsehen. Mein Grossvater rauchte immer Stumpen im Wohnzimmer. Wir hätten also mehr als die halbe Schweiz den Eltern wegnehmen müssen.

        Ich glaube wer ernsthaft denkt, dass rauchende Eltern die KESB die Kinder wegnehmen soll, sollte dringend psychotherapeutische Beratung in Anspruch nehmen. Dahinter steht eindeutig Projektion.

      • Sisifee sagt:

        @ RvS: Mein Vater hat auch geraucht, ziemlich viel sogar. Aber wissen Sie, was für mich existentiell war und mir zeitweise auch die Seele und / oder den A. gerettet hat? Sein bedingungslose Liebe zu mir.

      • 13 sagt:

        „Wir hätten also mehr als die halbe Schweiz den Eltern wegnehmen müssen.“

        Was ja nicht sooo weit weg von der tatsächlich Schweizer Geschichte ist, wenn auch nicht wegen des Rauchens. Aber ich nehme trotz der radikalen Kommentare mal an, dass sich keiner eine Wiederholung wünscht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        13 – die Radikalen wünschen sich meistens nicht, die Folgen ihrer radikalen Wünsche, nur sehen sie diese Folgen eben nicht.
        Einfach mal die Wut rausrufen, wegen ihrer eigenen seelischen Chnorz. Andere sollen büssen, andere sollen bestraft werden. Keine Krankenkasse für Übergewichtige, keine für Tätowierte, KESB für Rauchereltern. Fordern, fordern. Ein solches Regime würde viele dieser Radikalen früher oder später selbst treffen. Nur, soweit denken sie nicht. Ihre Wut braucht einen Kanal. Ist immer dasselbe.

      • Denise sagt:

        @Tamar, etwas einseitig, nicht? Fahren sie Auto oder gehen sie mit dem Flugzeug in die Ferien? Wenn ja, dann würden sie nach ihren Normen gerade vorsätzliche Körperverletzung an meinen Kindern verüben.
        Im übrigen tun mir die Kinder leid, die von wertenden Eltern dauerberieselt werden und denen dadurch das Lernen von Toleranz entgeht.

      • Mona sagt:

        Für mich gehören Eltern, deren Kinder unbedingt das Gym/Studium absolvieren müssen, bestraft. Anschliessend jahrelang Studenten, Null Bock, Angehörige/r vom schwarzen Block, Sozialhilfebezüger.

      • Blanche Wu sagt:

        Auch aus Kinder von rauchenden Eltern kann einmal was werden. Unglaublich aber wahr. Ausserdem sind diese Kinder nicht automatisch wenn sie erwachsen werden anfällige auf Krankheiten, etc. noch werden sie nicht automatisch selber zu Raucher

    • Yves sagt:

      @Georg & Tamar von Siebenthal, wenn eure Beiträge wirklich nicht ironisch gemeint sind, dann tun mir vor allem eure Kinder leid. Habt ihr euch schon mal informiert, was alles so für Schadstoffe in der Luft vorhanden sind? Ihr werdet staunen und feststellen, dass es da noch viel schlimmeres als Tabakrauch gibt. Aber ich würde es lassen das zu lesen, weil ihr danach nicht mehr an die frische Luft könnt, wenn für euch Tabakrauch schon so schlimm ist. Sorry, aber bei solchen Meinungen kann ich nur noch den Kopf schütteln.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Yves

        Ja, als undisziplinierter Suchtraucher kann man sich den Tabakkonsum auch schönreden, nicht wahr? SIDS Opfer kommen fast nur aus Raucherhaushalten oder wenn während der SS geraucht wurde, also ist es vorsätzliche Tötung.

        Und für den Rest: nein, Eltern welche ihre Kinder vorsätzlich zusätzlich zu eh schon vorhandenen Schadstoffen auch noch Zuhause dem Tabak aussetzen, können KEINE guten Eltern sein, weil sie sie mit Absicht noch zusätzlich schädigen.

        Und: die andere Variante als Kindsentzug wäre Rücksichtsnahme, aber das kommt ja für Egoisten nicht in Frage.

        Anh Toan

        Mein Post bezieht sich auf die Wohnung und rauchen in der SS.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Denise

        Tolerant gegen Kindsmisshandlung….. echt jetzt?

        Auto fahre ich so wenig wie möglich, meine Flüge lassen sich an einer Hand abzählen.

        Übrigens: Sie kennen mich nicht, also können Sie nicht wissen, ob ich meine Kinder dauerberiesle. Also psssst!!!!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Roxy

        Auch Sie würden besser lesen lernen, anstatt mir die Worte im Mund zu verdrehen. Ich rede nicht von Exrauchern/Extrinkern, sondern davon, wenn WÄHREND der SS geraucht und gesoffen wird und das Kind in einer Wohnung leben muss, in der geraucht wird.

        Ich finde zwar generell, dass Eltern als Vorbild nicht vor Kindern rauchen sollten, aber im Freien ist es annehmbar. Was ich aber absolut ekelhaft finde ist, wenn man raucht und anschliessend ohne Hände zu waschen Kinder anfasst.

        Ich rauche übrigens selber sb und zu, aber nicht vor meinen Kindern und nicht in Häusern
        sondern nur im Freien oder in Raucherlokalen.

        Und dass Sie mir Kindesentnahme anwünschen, weil ich Kindsrecht über Tabakkonsum der Eltern stelle sagt viel über Ihren eigenen Chatrakter aus.

    • Helene sagt:

      Kesb auch für Männer, die Kind an Frau abtreten?

    • Mariu sagt:

      Huuuuh „Mami“. Mich juckt die Kopfhaut wenn ich dieses Nicht-Wort nur schon höre, geschweige denn, es lese…

    • Lichtblau sagt:

      Sisifee: Gold wert, Ihr Kommentar.

      • Rüdiger sagt:

        Raucher die vor ihren Kindern rauchen…

        Dazu braucht es nichts weiter anzufügen. Wer so durch’s Leben stampft, denn sollte man lassen

  • Beat sagt:

    HaHa! Danke Frau Braun. Witziger Text. Nur, nach dem durchlesen der Kommentare, bin ich mir garnicht mehr so sicher, ob ich darüber lachen darf oder z.B auf hungernde Kinder in Afrika hinweisen sollte ; ).

  • tina sagt:

    ist das ein psychotest? gestern durfte man mobbende kinder verurteilen, ihre eltern bankrott erklären, und und heute wird zu virtuellem massen-pauschal-mobbing aufgerufen? bravo…

  • Lambda sagt:

    Bis aufs Übergewicht kann man die aufgelisteten Punkte auch positiv sehen: Eltern kümmern sich vorbildlich um den UV-Schutz; bringen den Kindern Vorsichtsregeln in der Badi bei; erziehen sie zu höflichen Menschen; ersparen ihnen die Schizophrenie, die ich meinen Kindern immer wieder „vorsetze“, dass man zwar keine Käfer quälen, wohl aber Tiere essen darf; sie interessieren sich für ihren Nachwuchs und geben ihmhalt Aufmerksamkeit. Selbst beim Übergewicht könnte man vielleicht mit etwas gutem Willen sagen, dass sie ihr Kind halt mit feinen Sachen verwöhnen wollen, dabei aber gewisse Dinge falsch einschätzen/es nicht besser können od. wissen.
    Ich fände es schön, wenn man auch gegenüber anderen Eltern etwas wohlwollender sein könnte!

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ha, ha, ha den mussten Sie jetzt noch loswerden. Dass sämtliche Nicht-Vegetarier Schizophren seien.

      Viel Spass beim polieren ihres Heiligenscheins.

      PS – Wir töten z.B. Käfer auch, dass sie unser Gemüse nicht kaputt machen und töten Mäuse damit sie unsere Vorräte nicht verkoten.
      Aber sinnlos jemanden zu quälen, ist ein ganz anderes Paar Schuhe. DAS bringe ich meinen Kindern bei. Muss ich allerdings gar nicht. Uns fehlt dieses Quäl-Gen. Hatte ich schon nicht und meine Jungs haben es auch nicht.

      • Lambda sagt:

        Ich kann den Heiligenschein leider nicht finden.
        Ich schreibe, dass ich selber mit dieser Schizophrenie kämpfe, ergo: wir essen Fleisch. Aber wenn mein Sohn findet, er bedeckt jetzt mal alle Ameisen mit Sand, dann sag ich ihm, dass er das lassen soll, aus naheliegenden Gründen. Gleichzeitig essen wir Tiere. Ich finde das schon etwas widersprüchlich.
        Was ich eigentlich sagen wollte: Auch wenn ich selber nicht Vegetarierin bin, kann ich Positives daran sehen, dass andere Menschen den Tieren das Leid, von uns gefressen und in Massentierhaltung gehalten zu werden, ersparen. Und mit etwas gutem Willen kann man sogar für die Kinder einen positiven Aspekt sehen, eben weil ihnen die Widersprüchlichkeit ein Stück weit erspart bleibt.

      • Susi sagt:

        @Lambda: „Auch wenn ich selber nicht Vegetarierin bin, kann ich Positives daran sehen, dass andere Menschen den Tieren das Leid, von uns gefressen und in Massentierhaltung gehalten zu werden, ersparen.“

        Sehe ich auch so. Und komme mir deswegen oft auch blöd vor, wenn ich meiner Tochter sage, sie soll die Fliege doch einfach aus dem Fenster scheuen anstatt sie totzuschlagen.

      • Lambda sagt:

        @ roxy: P. S. Bin jetzt grad ein bisschen deprimiert, dass ich mich scheinbar so unklar ausdrücke, wollte ich doch eigentlich das exakte Gegenteil von dem sagen, dass Sie scheints verstanden haben. Nämlich dass man doch bitte erst einmal davon ausgehen soll, dass die anderen das schon gut machen. Und wenn nicht gut machen, so doch zumindest gut machen wollen.

      • 13 sagt:

        @ Lambda
        „Auch wenn ich selber nicht Vegetarierin bin, kann ich Positives daran sehen, dass andere Menschen den Tieren das Leid, von uns gefressen und in Massentierhaltung gehalten zu werden, ersparen.“
        Wer dem Kind das beibringt und damit Vegetarismus meint, liegt ohnehin falsch. Ich esse kein Fleisch, da mir die Vorstellung, tote Tiere zu essen nicht zusagt, aber ich würde nie sagen, dass meinetwegen kein Tier in Massentierhaltung gehalten und getötet wird, die Milch- und Eierproduktion ist nämlich vielerorts einiges schlimmer als die Fleischproduktion. Andererseits kenne ich keine Fleischesser, die keine Milch und Eier konsumieren, damit kann man höchstens sagen, man trage weniger dazu bei. Das tun Sie auch, wenn Sie die Fliege nicht töten. Daher sehe ich da wenig Widerspruch.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ach so Lambda… tut mir leid, ich habe Sie missverstanden, teilweise. Sie gehören nicht zu denen die verurteilen, sondern verurteilen ihre eigene „Widersprüchlichkeit“ (ist ja nicht gleich Schizo!).
        Ich versuchte aufzuzeigen: dass eine Absage an Quälen, bei gleichzeitigem befürworten von töten, nicht ein Widerspruch sein muss. Der Mensch muss töten, um zu überleben. Bakterien, Vieren, Schädlinge etc. … auch ein Vegetarier kommt ums töten nicht herum.
        Der Mensch meint stets, er sei schuld, dass die Erde kein Paradies ist. Aber das ist kompletter Unsinn. Unsere Artenvielfalt haben mir dem Prozess von Leben und Sterben zu verdanken. Jäger entwickelten Fähigkeiten, Beutetiere ebenfalls. Der Lebenstrieb „steuert(e)“ das. Daran ist nichts verkehrtes.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Widersprüchlich ist unser Festhalten an dieser Paradiesvorstellung, wo alles nur „gut“ ist und es kein Leid gibt. Denn das Leben auf diesem Planeten funktioniert nicht so.
        Wir sollten unsere Humanität nicht auf eine menschliche Wunschvorstellung bauen, sondern auf die Realität der Natur und den Kindern einen positiven Zugang zu dieser (mitunter recht brutalen) Realität ermöglichen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ 13

        Gar nicht widersprüchlich: in der Schweiz gibt es gelabelte Produkte und somit auch keine Ausrede, wenn man zwar behauptet, gegen Qualhaltung zu sein, aber trotzdem Billigdreck aus ebendieser Produkion kauft.

      • 13 sagt:

        @ Tamar
        Teilweise einverstanden. Ich sage ja, dass es nicht nur die Spur „keine Tiere töten“ oder „alle Tiere quälen und töten“ gibt, letztlich entscheidet jeder selber, wieviel er dazu beiträgt und ich finde eigentlich jeden Beitrag lobenswert.
        Zu den Labels: Werden bei Freilaufhühnern denn keine männlichen Küken vergast oder geschreddert? Werden da die Hennen nicht nach einer Weile getötet, weil sie nicht mehr genug Eier legen? Werden bei der Produktion der Biomilch keine Kälber gezüchtet, die gleich nach der Geburt von der Mutter getrennt werden und ziemlich schnell auch getötet, weil sie eigentlich nur ein Nebenprodukt sind? Ich sage ja nicht, man soll nun keine Freilandeier oder Biomilch kaufen, aber sich vorzumachen, dass man dadurch Qual verhindert, ist etwas naiv.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Eben: mal aufhören mit dem Märchen-Paradies.
        Ja, es gibt Qual. Ohne geht es gar nicht. Wenn ich die Schädlinge nicht töte, verhungern Kinder, grassieren Krankheiten etc.
        Draussen in brütender Hitze Strassen bauen ist auch eine Qual. Es gibt kein Leben ohne jegliches Leid.
        Jeder, dessen Ehepartner oder Kind an eine tödlichen Krankheit hat, ist froh um moderne Medizin, die es ohne Tierversuche nie geben würde.
        Wir müssen einfach mal realistisch werden. Wir leben nicht im Paradies und „die Sterntaler“ ist ein dummes Märchen, das ein falsches Ideal transportiert.
        Aber schön und richtig, wenn wir uns Gedanken machen, wie wir bei all dem möglichst human handeln können.

      • Muttis Liebling sagt:

        @RoXY

        Nur ist es ja auch nicht so kompliziert, wie dargestellt. So eine umfassende Sicht auf Humanität gibt es seit fast 1000 Jahren (Thomas von Aquin).

        Es ist eben nicht human, eine Kuh natürlich sterben zu lassen und die Biomasse zu verstromen. Biomasse muss gegessen werden und wieder Biomasse erzeugen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ML – ich bin froh, dass es seit Aquin auch noch die Aufklärer gab. (Das soll die Geistesgrössen aus älterer Zeit keineswegs schmälern.)

        Aber ich finde das Thema ja nicht kompliziert.
        Spannend ist nur, dass kaum je jemand darauf eingeht.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @roxy: Ich möchte niemandem vorschreiben, er/sie müsse Vegi sein. Gerne möchte ich jedoch auf Ihr Argument mit der Natur eingehen. Der Mensch ist Teil der Natur, keine Frage. Der Mensch nimmt jedoch nicht in allen Bereichen die Natur als Vorbild. Würden wir das tun, würde ausschliesslich das Recht des Stärkeren gelten. Der Mensch hat nebst der Natur also berechtigterweise auch Kultur. Mittels Kultur beherrscht er eben gerade die erbarmungslose Natur.

      • Roxy sagt:

        Hh vielen Dank. Die menschliche Kultur ist aber auch Teil der Natur. Natur bedeutet auch nicht, dass nur der Stärkere überlebt. Viele Starke sind ausgestorben und Viele schwache Spezies sind äusserst erfolgreich. Sozialdarwinisten haben Evolution immer sehr oberflächlich betrachtet. Ihre Sichtweise ist falsch. Aber der Punkt bleibt bestehen: Tod und Leben können nicht voneinander getrennt werden. Wir müssen töten um zu überleben. Lesen Sie nochmals meine praktischen Beispiele dazu und nehmen sie zu diesen Stellung.
        PS hab nichts gegen Vegetarier, gute Freunde von mir sind es seit ihrer Kindheit. Das kann ein Teil Kultur sein.
        Aber ich antwortete ja Lambda bezüglich ihres Widerspruchs und warum es eben keiner ist.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Roxy: nur ganz kurz, muss nachher los. Selbstverständlich lässt sich Leid nie ganz verhindern und der Tod gehört zum Leben dazu. Für mich schliesst dies jedoch nicht aus, dass man das Leid, dort wo es möglich ist, zu verhindern/ mindern versucht und es nicht noch unnötig mehrt. Gerade weil wir alle diese „Geworfenheit“ spüren und versuchen Leid, das uns betrifft, zu verhindern, kann es legitim sein, auch zu versuchen so wenig Leid wie nötig anderen zuzufügen. Wie gesagt, wir sind ein Teil der Natur. Haben uns aber als einzige Lebewesen (haben nebst Verstand auch Vernunft) auch ein Stück über die Natur erhoben (Kultur), daraus darf (nicht muss) der Einzelne auch folgern, dass er sich höhere Werte gibt, als die blossen Naturwerte.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Natürlich kann man es auch so sehen, dass die Kultur auch ein Produkt der Natur ist, dann ist eben alles Natur und die Unterscheidung Natur / Kultur ist aufgelöst. Ich akzeptiere Ihre Weltsicht, dass Sie sich strikte an der Natur orientieren. Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass es auch legitim sein kann, sich in der Ethik/ Moral nicht nur an der Natur orientieren zu wollen, sondern an spezifisch Menschlichem (Moral, Vernunft). Es ist letzten Endes eine Frage der Weltsicht und ich glaube, dass wir in dieser Frage nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden. Müssen wir auch nicht.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Mit Kultur meine ich nicht nur das „Recht des Stärkeren“ eindämmen, sondern ganz allgemein den Versuch, die archaischen Naturimpulse teilweise / wahlweise lenken / beherrschen zu wollen. Erst dies ermöglicht eine Kultur, Zivilisation. Wie gesagt, ging es mir nur darum aufzuzeigen, dass der Mensch bereits heute aus diesem „Naturzustand“ teilweise herausgewachsen ist und eben Kultur hat.

      • Reincarnation of XY sagt:

        HH – als Menschenfreund, der der menschlichen Emanzipation und Zivilisation positiv gesinnt ist und als Optimist, der an eine weitere positive Entwicklung der menschlichen Evolution glaubt, stimme ich Ihnen natürlich zu, dass wir uns nicht an Tieren orientieren müssen, noch eine diffuse „Natürlichkeit“ als Massstab herholen müssen.
        Ich habe mich ja längst dafür ausgesprochen, dass Tiere nicht unnötig gequält werden sollen. Der Widerspruch ist einzig dort, wo der Mensch vergisst, dass töten oftmals unabdingbar ist (siehe meine Beispiele), dass ein absolut leidloses Leben Illusion ist und dass der Existenzzweck vieler Tiere ohnehin der ist, Nahrungsquelle zu sein, auch ohne den Menschen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Sehen Sie, nun sind wir wieder beim Weltbild, das jeder frei wählen darf. Meiner Meinung nach besteht der Hauptdaseinszweck der Kühe und Schweine nicht darin für mich oder andere Tiere Nahrung zu sein. Die Kuh, das Schwein selbst will leben, möchte Angst und Schmerz meiden. Das habe sie mit uns gemeinsam. Ich möchte dies respektieren und sehe deshalb nicht primär in ihnen Nahrung, zumal es Alternativen gibt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Aber HH – ein Tier das zur Nahrungskette ausscheidet, würde ja entweder aussterben oder zu einer Plage werden durch Überpopulation.
        Das ist doch der Punkt.

        Nehmen Sie einfach mal den Menschen aus der Gleichung raus, dann können sie die Ökorealität der Erde ohne moralische Befangenheit betrachten. Welche Spezies wollen Sie aus der Nahrungskette entfernen und wie bliebe dann die Diversität der Natur erhalten?

        Und eben: Haben Mäuse auch so ein menschliches Recht, dass man sie in Ruhe lässt? Sie würden den Lebensraum von anderen Spezies zerstören. (Sagte ich ja bereits in meinem Beispielen zu dem ich sie nun zum dritten Mal auffordere sich damit zu konfrontieren.)

      • Hans Hintermeier sagt:

        Meine Antwort auf Ihre Frage habe ich Ihnen schon lange gegeben: „…kann es legitim sein, auch zu versuchen so wenig Leid wie nötig anderen zuzufügen… “

        Die Realität ist jedoch nicht, dass wir Kühe essen, damit sie nicht zur Plage werden, sondern dass wir Massentierhaltungen haben, weil wir sie essen wollen. Sollte es je eine Kuhplage geben, bin ich sicherlich nicht dagegen, dass man den Bestand reduziert. Oft macht das dann die Natur auch automatisch mit Krankheiten und Ähnlichem.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Hinzu kommt, dass Veredelungsverluste“ auftreten bei der Erzeugung tierischer Lebensmittel, wenn Nahrungsmittel, die direkt der menschlichen Ernährung dienen könnten (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln) an Tiere verfüttert werden.
        Ein Großteil des Energiegehaltes von pflanzlichen Nahrungsmitteln geht bei der Umwandlung zu tierischen Produkten verloren. Das Tier benötigt den größten Teil der Nahrungsenergie für den eigenen Stoffwechsel sowie für den Aufbau nicht-fleischliefernder Gewebe.
        Von der gleichen Ackerfläche können folglich sehr viel mehr Menschen ernährt werden,wenn die darauf angebaute Nahrung direkt der menschlichen Ernährung dient. Für 1 Kg Rindfleisch benötigt man 15.000 Liter Wasser. Für ein Kilo Kartoffeln reichen schon rund 100 L.

  • Reincarnation of XY sagt:

    ich würde es mal so sagen: mit tun Kinder leid, deren Eltern andere Menschen nach Listen schubladisieren.
    Es ist doch genau wie Sie schreiben Frau B. Da tragen Kinder Sonnenschutz und jemand klischiert daraus gleich ein Bild, was das für Eltern sein mögen. Und Sie selbst haben ihre Kinder auch gut geschützt, weil sie einfach besonders empfindliche Haut haben und nicht weil Sie in sie genau in dieses Klischee passen.
    Man kann jede Sache übertreiben, das Problem ist nicht die Sache an sich z.B. höfliche Manieren beibringen – sondern das Gesamtpacket. Dort, wo das die einzigen Inhalte sind, kann einem das Kind leid tun.
    Aber ist spricht jedenfalls für Kleingeist, wenn wir alle, die andere Prioritäten setzen als wir, gleich in abwertende Schubladen stecken.

    • Reincarnation of XY sagt:

      und hier schliesst sich der Kreis

      was werfen wir den Eltern vor, die ihre Kinder hermetisch vor UV-Strahlen schützen, ihnen Fleisch essen verbieten, ihnen mit einem Danke-Bitte-Danke Bambusstock ständig über die Schulter schwatzen?
      Wir werfen ihnen Kleingeistigkeit vor, mangelnde Lockerheit, mangelnde Toleranz, mangelnde Weite.
      Es mag solche Eltern geben, aber vielfach setzen diese Eltern einfach nur andere Prioritäten und sind, so wie wir, auch nicht so eindimensional. Wir aber zeichnen sie so, damit wir (vor uns selbst) als die Guten dastehen, damit wir uns selbst versichern können, dass wir nicht zu denen gehören.
      Aber wir sagt der Spruch? „Wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt mit dreien auf sich selbst.“

    • 13 sagt:

      Schön geschrieben, roxy.
      Wir sehen auch immer nur einen Ausschnitt. Wer weiss schon, was hinter einer Szene steckt. Ich persönlich würde auch nie so in Vollmontur baden wollen und würde meine Kinder auch nicht so schicken, aber meine Güte, dafür tue ich sicher anderes, wo diese Mamis denken, das würden sie nicht wollen. Wer dem Kind hingegen keine Toleranz gegenüber anderen Meinungen, Ansichten, Lebensweisen beibringt, der hat m.M.n. versagt und da tut mir das Kind richtig leid.

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, träf beschrieben und ja, es ist Kleingeist, leider. Ich bin nicht perfekt und hoffe immer, dass die Anderen mir das nachsehen – irgendwie und/oder irgendwann …

  • Daniel Hofstetter sagt:

    Die fetten Kinder tun mir auch immer sehr leid. Das ist grobfahrlässig von den Eltern. Ich weiss wie schwer es sein kann das Kind einigermassen ausgewogen zu ernähren. Und selbstverständlich gehört in den Sommermonaten halt auch regelmässig eine Glace zum Badi-Ausflug. Oder auch mal Freitag Samstag und Sonntag. Aber wenn ich die 60 Kilo 1.Klässler sehe die dann da sitzen, sich nicht bewegen und eine Packung Chips naschen, hört bei mir jegliches Verständnis auf. Diese Kinder werden zu 80% ein leben lang fettleibig bleiben. Da wird es im Beruf, im sozialen Umscheld, für eine Beziehung und vorallem auch gesundheitlich extreme schwierig. Die Eltern haben eine Verantwortung. Und wenn sie das überfordert, so gibt es doch in unserem reichen Land zig Anlaufstellen die ihnen helfen.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Es ist immer leicht zu verurteilen, wenn man das Problem selbst nicht hat.
      Kenne eine Familie, 3 Kinder, 2 schlank, eines total Übergewichtig, aber total. Und was tut man da?
      Das Kind, ist sportlich, lieb, emotional ausgeglichen, in keiner Weise vernachlässigt, hat aber offenbar einen ganz anderen Stoffwechsel als seine schlanken Geschwister.
      Das ist nicht so einfach, wie Sie denken. Ihre Verurteilungen setzen solche Eltern (und somit auch das Kind) nur noch mehr unter Druck und helfen gar nichts.
      Ich bin mir ziemlich sicher, hätten Sie ein Kind mit dieser Veranlagung, wären sie etwa gleich ratlos wie meine Bekannten.

      • Daniel Hofstetter sagt:

        Sie reden von Kindern mit einer Stoffwechselkrankheit. Das trifft aber auf die wenigsten zu und die meine ich auch nicht. Mir geht es um die anderen 95% die nicht mal wissen was es heisst um 18.00 Uhr mit einem knurrenden Magen an den Tisch zu sitzen. Über die Qualität der Zwischenmahlzeiten müssen wir in solchen Fällen nicht diskutieren. Wenn sie das verharmlosen helfen sie auch niemandem. Und ja, ich verurteile solche Eltern. Ich weiss als Vater wie schwer es ist, nein zu sagen. Aber das müssen Eltern lernen. In unserem Kühlschrank finden sie auch keine Mayonaise oder Aufschnitt. Nicht dass wir dass nie essen, aber es hilft und macht das ganze einfacher. Und wie erwähnt, gibt es mittlerweile mehr Ernährungsberater für Kinder als McDonald Filialen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Herr Hofstetter – und woher wissen sie wer zu den „5%“ gehört? Und sind die anderen 95% tatsächlich nur Opfer von blinder elterlicher Fresswut?
        Wenn irgendjemand kein Problem mit Übergewicht hat, dann ist das meine Familie. Warum? Weil wir 1. weniger essen, als die Übergewichtigen und 2. viel weniger Süsses essen. Wir könnten hervorragend über andere zu Gericht sitzen, aber wir sind einfach so geboren worden. Wir mussten uns das nicht angewöhnen, es kostet uns keine Selbstüberwindung. Wir essen nach Lust und Laune. Wir gehen auch in den Mc. (Ich wüsste auch nicht, was am Mc ungesunder sein sollte, als in der allseits beliebten Pizzeria, wo Familie Schweizer nach der Riesenpizza noch einen Coupe verdrückt/ oder die allseits beliebten Kuchen, die nie fehlen dürfen.)

      • Maia sagt:

        @Daniel Hofstetter: Woher wissen Sie, dass diese Kinder eine Stoffwechselkrankheit haben? Es gibt ganz unterschiedliche Stoffwechsel, ohne dass man krank sein muss!

      • Muttis Liebling sagt:

        @Daniel Hofstetter

        Wenn Sie Grundkenntnisse in Ernährungslehre hätten, wüssten Sie, dass es unter dem Regime des Nahrungsmittelüberflusses bei 90% aller Menschen keinen Zusammenhang zwischen Körpergewichtsentwicklung und Nahrungszufuhr gibt.

        Sie können zwei Menschen mit gleichem Ausgangsgewicht, Alter, … exakt gleich ernähren. Dennoch kann der eine dadurch über-, der andere untergewichtig werden.

      • Susi sagt:

        @ML: Kein Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelzufuhr und Körpergewicht bei 95%? Ok, dann gehöre ich wohl zu den 5%, denn wenn ich mehr esse, wiege ich irgenwie immer mehr. Und wenn ich weniger esse, wiege ich weniger. Schon seltsam.
        (Ev. sollten Sie es anders ausdrücken: Gleich viel Essen bedeutet nicht automatisch gleiches Gewicht bei unterschiedlichen Menschen…)

      • Muttis Liebling sagt:

        @Susi

        90% schrieb ich. 5% können und wollen sich anorektisch herunter hungern und 5% fressen sich fett. Beim Rest ist ein Mikro- Zusammenhang natürlich gegeben, aber überschreitet keinen Grenzen.

        Ich esse ausschliesslich nach Hunger, Appetit und Lust und Laune. Das Gewicht schwankt dabei nur minimal. Alle paar Jahre komme ich auf die Idee abzunehmen. Dann schaffe ich auch 10 kg in 2-3 Monaten. Das ist ja auch nicht schwer, wenn man über biologisches Wissen verfügt.

        Aber wenn das Interesse daran verschwindet, pegelt sich alles wieder bei der Langzeitnorm ein. Auch wenn ich unkontrolliert esse, nehme ich nicht zu. Aber wahrscheinlich esse ich nie unkontrolliert. Nur merke ich das nicht.

  • Lena Like sagt:

    Es gibt viele Kinder die unser Mitleid verdient haben…die im Artikel genannten Gründe erscheinen mir sehr banal. Ich habe Mitleid mit Kinder…
    …die Misshandelt/Missbraucht werden,
    ….von psychischkranken und/oder alkoholkranken Eltern.
    …die auf der Flucht sind.
    …die an unheilbaren Krankheiten leiden.
    …die ungewollt und ungeliebt sind.

    • Blog-Redaktion sagt:

      Ja aber natürlich gehören auch solche Kinder dazu, das ist ja keine Frage.

      • Astrid Meier sagt:

        …und natürlich die einige Tausend Kinder, die zur Zeit in Europa heimatlos, obdachlos und schutzlos unterwegs sind.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Astrid Meier

        Eine Millionen Kinder, nicht Tausende.

  • Nick sagt:

    Ganz generell: Kinder, die eine vermeintlich verpasste „Karriere“ eines Elternteils „nachholen“ sollen. Egal ob in Bezug auf Schule, Sport, Musik oder sonstwas.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Richtig – und davon gibt es mindestens hunderttausend allein in der Schweiz. Narzisstische Besetzung des Kindes nennt man diesen alltäglichen Kindsmissbrauch, der vor allem in der gebildeten Schicht gang und gäbe ist.

  • Samira sagt:

    Den beschriebenen Moment, dass Vegi-Kinder bei anderen nach Fleisch betteln, ist auch nicht bitterer, als wenn Kinder bei Freunden nach Süssigkeiten betteln, weil die Eltern ihnen keine kaufen. Ähnlich ists mit manchem Spielzeug (Barbie, Games zb) das Eltern nicht kaufen wollen.
    Solche Situationen kennen alle Kinder.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Vor allem gibt es heute ja gute Fleischalternativen. Für das sind sie da. Da in diesen Produkten die gleichen Gewürze verwendet werden, wie bei Würsten etc. schmecken sie auch ähnlich. Ein Vegikind im Jahr 2017 muss also wirklich nicht mehr verzichten (wie das Bild suggeriert).

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn ein Lebewesen mit dem anatomischen, physiologischen und biochemischen Apparat zum Fleischverzehr geboren wird, ist es Ignoranz, bzw. Dummheit, diesen Apparat nicht zu benutzen und statt dessen den biologischen Pflanzenfressern die Nahrung streitig zu machen. Es ist hochgradig unmoralisch, Vegetarier oder gar Veganer zu sein.

        Jedes Tier, welches unverzehrt verendet und verwest ist ein Nahrungsmittelverlust, welchen man unter Bedingungen weltweit existierenden Hungers nicht dulden kann.

      • Hotel Papa sagt:

        Das ist dann, wie mal ein gescheiter Kopf gesagt hat, „Fleisch Denken, statt Fleisch Essen.“ Um keinen Deut besser.
        Wenn man Fleisch mag, soll man Fleisch essen, keine irgendwie gearteten Ersatzprodukte.
        Vegetarische Küche ist dann gut, wenn man nicht mehrkt: „Hier hat der Koch das Stück Fleisch herausgenommen un einen Ersatz reinplatziert.“

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML: „Veredelungsverluste“ treten bei der Erzeugung tierischer Lebensmittel auf, wenn Nahrungsmittel, die direkt der menschlichen Ernährung dienen könnten (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln) an Tiere verfüttert werden.
        Ein Großteil des Energiegehaltes von pflanzlichen Nahrungsmitteln geht bei der Umwandlung zu tierischen Produkten verloren. Das Tier benötigt den größten Teil der Nahrungsenergie für den eigenen Stoffwechsel sowie für den Aufbau nicht-fleischliefernder Gewebe.
        Von der gleichen Ackerfläche können folglich sehr viel mehr Menschen ernährt werden,wenn die darauf angebaute Nahrung direkt der menschlichen Ernährung dient. Für 1 Kg Rindfleisch benötigt man 15.000 Liter Wasser. Für ein Kilo Kartoffeln reichen schon rund 100 L. Hinzu kommt das Gülleproblem im Grundwasser

  • Susi sagt:

    Ich bin grad ziemlich geplättet ab dem verlinkten Artikel. Wie kann man gegen UV-Schutzkleidung bei Kindern zu Felde ziehen? Gerade Kleinkinder gehören vor UV-Strahlen geschützt, und zwar nicht mit Sonnencreme, sondern mit UV-Kleidung; wenn man ganze Tage in der Badi verbringt, kommt man wohl kaum drum herum.
    Ich habe übrigens früher auch gemeint, Sonnencreme schütze vor Hautkrebs. Stimmt aber nicht, sie schützt nur vor Sonnenbrand. Dazu gibt’s zahlreiche Artikel, hier einer davon:

    http://derstandard.at/2000043639704/Sonnencreme-schuetzt-nicht-vor-Hautkrebs

    • Susi sagt:

      P.S. Ich finde den Text nicht zum Schmunzeln, sondern unlustig und ziemlich dum.

      • Samira sagt:

        Ich finde den Text auch dumm. Da werden Eltern lächerlich gemacht, die sich um Gesundheit und soziale Kompetenz der Kinder kümmern und in den gleichen Topf wie Eltern geworfen, die tatsächlich problematisch sind.

      • Susi sagt:

        @Samira: Oh, das „dumm“ hat den Beitrag nicht gebremst? Gut zu wissen!
        Obwohl das „dum“ bei mir immer ein kleiner Privatscherz für mich selbst ist:

        http://www.nichtlustig.de/toondb/040816.html

        😀

      • Sonja R. sagt:

        Ich musste sofort an diesen Cartoon denken, haha 🙂

    • tststs sagt:

      Ich bin bei diesem Thema immer hin und her gerissen. Es ist einfach unmöglich, sich hier in alle Richtungen korrekt zu verhalten.
      1. Selbst der verlinkte Artikel weist darauf hin, dass Sonnencreme in der Regel falsch verwendet wird.
      2. UV-Schutz vs. Vitamin D Aufnahme
      3. „wenn man ganze Tage in der Badi verbringt“ Staune immer wieder, wenn ich um 15 Uhr in der Badi erscheine (nicht nur bin ich sehr hellhäutig, ich vertrage Hitze auch sehr schlecht…) und eine halbe Stunde später beginnen Familien zusammenzuräumen… ich denke dann halt schon: Jaaaa, wenn ich in der Mittagssonne mit Kids in die Badi gehe, würde ich auch die Burka anziehen…

      • Susi sagt:

        tststs: “ Jaaaa, wenn ich in der Mittagssonne mit Kids in die Badi gehe, würde ich auch die Burka anziehen…“
        Eben!
        Und nein, wir packen nicht um 15h zusammen, sondern meist erst um 20h, aber wir sind häufig vor 15h schon da. Brunhild sagt es an anderer Stelle, die Badesaison dauert in der Schweiz halt nicht allzu lang und als leidenschaftliche Baderatten nutzt man dann einfach, was man kann. (Und wenn ich von 15-17h ungeschützt in die Sonne gehe, ist das immer noch kritisch…)

      • tststs sagt:

        Oh, meinte nicht Sie, Susi, Ihr Post hat einfach bei mir den geschriebenen Gedankengang ausgelöst…

      • Susi sagt:

        @tststs: Aber Sie haben mich zitiert 😀

      • tststs sagt:

        Ja eben, speziell dieser Satz hat den 15-Uhr-Heimgeh-Gedanken ausgelöst. Wollte damit aber Ihnen keinesfalls unterstellen, dass Sie um 15 Uhr nach Hause gehen…

        Und da sind wir auch schon wieder bei meinem Dilemma, wie man’s macht, irgendwie ist es nicht ganz richtig (wenigstens auch nicht ganz falsch 🙂 )

      • Susi sagt:

        Also, mich freut es immer, wenn Familien zeitig gehen, dann haben wir mehr Platz 😉

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Susi

      über Sie zum Beispiel freue ich mich da sehr 😀

    • Muttis Liebling sagt:

      Das Einzige, was vor Krebs schützt ist der Tod vor dem Krebs. Ansonsten bekommt jeder irgendwann Krebs. Das schwarze Melanom war in Zeiten, in welchem die Kinder den ganzen Sommer lang nackend durch die Gegend gelaufen sind auch nicht häufiger als heute.

      • Susi sagt:

        @ML: „Das schwarze Melanom war in Zeiten, in welchem die Kinder den ganzen Sommer lang nackend durch die Gegend gelaufen sind auch nicht häufiger als heute.“

        Die Ozonschicht ist heute dünner und die UV-Strahlen darum schädlicher. Würden die Kinder heute noch so rumlaufen, dann hätten wir wohl heute auch mehr Melanom-Fälle als damals. Aber dadurch, dass man sich heute i.d.R. vernünftiger verhält, wird das wieder ausgeglichen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wahrscheinlich hätten wir ein paar mehr Melanomfälle, aber insgesamt bleibt das im Bereich der 0.x Risiken. Alles was seltener ist als beim Kacken auf der Wiese vom Blitz erschlagen zu werden, bin ich geneigt, nicht zur Kenntnis zu nehmen. Hautkrebs ist einfach zu selten, um dessen Risikominimierung in den Tagesablauf einzubauen.

        Oder wenn überhaupt, dann wie zu meiner Kindheit und von RoXY genannt. Zwischen 11:30 und 15:30 Uhr geht man im Sommer nicht aus dem Haus.

      • Susi sagt:

        @ML: Sind Sie eigentlich Allgemeinpraktiker? Und sind sie tätig?
        (Als hypochondrisch Veranlagte hätte ich so die Krise mit Ihnen als Hausarzt.)

    • Leanna sagt:

      Ich finde diese Hautkrebs-Hysterie langsam unmöglich. Vitamin D-Mangel ist ein viel grösseres Problem in unseren Breiten, aber keiner macht sich darüber Gedanken.
      Kleinstkinder gehören in den Schatten, das ist klar, aber ansonsten, wie habe ich nur meine Kindheit überlebt, jedes Jahr 2-3 Wochen am Meer toben ohne Ganzkörperanzug? Wie hat wohl die Menschheit vor der Erfindung der Sonnenschutzcreme überlebt? Vielleicht durch viel Bewegung draussen und allmähliche Anpassung an die Sonne?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Leanna
        einerseits Anpassung, nämlich durch Kleidung welche die Haut bedeckt…, in den Mittagsstunden nicht draussen sein plus, sich bewusst sein dass zu Ihrer Kindheit noch nicht so viel UV-Strahlung durchkam wie heute.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ die Anpassung der Haut an die Sonne, durch Bräunung, ist übrigens keine „gesunde/gute“ Anpassung der Haut an die Sonne, sondern eigentlich ein Signal für „erster Schaden ist entstanden“.

      • Susi sagt:

        Danke, Brunhild!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        naja, angesichts all der stolz-Gebräunten wohl vergebene Mühe…

      • Susi sagt:

        @Brunhild: Ich muss jetzt etwas gestehen. Bei mir selbst schaue ich nicht sooo stark auf Sonnenschutz. Verbringe ganze Tage am Katzensee und liebe es, in der heissen Sonne zu liegen, ins kühle Wasser, wieder in die Sonne etc.

        Bei meiner Tochter schaue ich aber schon!

  • Maier Tom sagt:

    – Kinder die vernachlässigt werden
    – Kinder die seelisch und/oder körperlich misshandelt werden
    , .. gibt es mehr als wir glauben.

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich wollte als Kind kein Fleisch essen, musste aber.
    Meine Grossmutter war Sozi-Totsch und ich bin die ersten 10 jahre bei ihr aufgewachsen, und weil alle Fleisch essen und sich auch, hatte ich es auch gern zu haben und es zu essen.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Sehen Sie zwischen „Sozi-Totsch“ und Fleischess-Zwang eine positive Korrelation? Ich denke bei Ihren geistig verwandten Kreisen dürfte dieser Zusammenhang wesentlic stärker sein.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Also ich freue mich an jedem Kind, und übrigens auch Erwachsenen, welcher UV-Schutz ernst nimmt, resp dessen Eltern.
    Da ist mir ziemlich egal ob die „die manchmal schreienden Farbe“ mein ästhetisches Empfinden beeinträchtigen oder nicht, immer noch Welten besser als ein Hautkrebs mehr- die Betreffende sollte sich mal bisschen schlauer machen.
    Plus, alles was nicht eingecremt werden muss (da textil abgedeckt) mindert auch ein bisschen die Gewässerbelastung mit Sonnencremerückständen 🙂

    Ich freue mich auch sehr über alle Kinder die danke&bitte sagen 🙂

    Überhaupt freue ich mich grundsätzlich wenn wir Menschen es schaffen, einen entspannten Umgang zu pflegen und uns gegenseitig Mut dazu machen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Im Übrigen wüsste ich schon jede Menge an „das freut mich nicht“, aber nach den letzten beiden Abteilungen wärs doch wieder mal Zeit für was Frischeres, Mutmachenderes.

      • Reincarnation of XY sagt:

        wir sind einfach von 12 – 15:30 Uhr nicht an der Sonne. Brauchen praktisch keine Sonnencreme und haben keinen Sonnenbrand (aber ok, wir haben tolerante Hauttypen).
        Ich verstehe es einfach nicht, dass während der grössten Hitze, die meisten Leute in der Badi sind.
        Kein Volk, das in heissen Ländern zu Hause ist, geht während der Mittagszeit an die Sonne.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Manchmal verbringt man halt einen ganzen Tag in der Badi oder am See, wir tun das auch. Und dann ist einfach UV-Kleidung angesagt, wenn man während der entsprechenden Zeit länger ins Wasser geht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Roxy
        ich denke das liegt an den eher wenig wirklichen Sommertagen in unsren Gefilden, wo man dann versucht ist alle Register des Genusses zu ziehen. Für Menschen in den wirklich heissen Ländern sind die Nebenwirkungen präsenter, resp die Begeisterung darüber „dass es endlich Sommer ist“ wohl weniger gross als hier.

        Plus kulturelles, immerhin gibts den Australian UV-Standart für Schutzkleidung (und dort auch schon viel länger das entsprechende textile Angebot), und die haben ja auch nicht das ganze Jahr Hochsommer.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Bestimmt ist das der Ursprung Brunhild
        und in meiner Kindheit gab es auch selten Tage mit mehr als 25-26 Grad.
        Aber heute haben wir ja oft brütende Hitze und wir können bis Nachts um 12 das warme Wetter geniessen.

        Jedenfalls: mir/uns behagt die UV-Kleidung nicht und ständiges Cremen nicht, und Mittagssonne auch nicht und eine total überfüllte Badi auch nicht.

    • Röschu sagt:

      „Ich freue mich auch sehr über alle Kinder die danke&bitte sagen“

      Nur wäre es halt schön, wenn das Kind dies aus eigenem Antrieb macht und nicht nur weil es die Eltern ansonsten bestrafen.

      • tststs sagt:

        Aus eigenem Antrieb? Weil Gepflogenheiten ja in den Genen verankert sind?!

        Kinder, die mit solchen elterlichen Erwartungen konfrontiert werden, tun mir leid.
        😉
        (Nüt für Uguet, gelle Röschu, so haben Sie es sicherlich nicht gemeint)

  • Dani sagt:

    – Die bereits mit 4 Jahren zum Klavierunterricht müssen und jedes Mal heulend im Auto sitzen. Und das nur, weil die Mutter in der Schule gehört hat, dass Kinder am Abend nicht spielen, sondern eben Musikstunde haben sollte.
    – Kinder, die von Oma voller Liebe mit Süssigkeiten so zugedröhnt werden, so dass unweigerlich nach dem Zuckerhoch, ein Zuckertief folgt, und für die „depressive Laune“ Schelte bekommen.
    – Kinder die nie alleine zur Schule gehen können, auch wenn diese 200m entfernt ist. Leider werden diese dann sogar von der Mutter mit dem PKW chauffiert, schliesslich will Mami danach einkaufen gehen.
    – Kinder, deren Geburtstage wie Globalglobes Verleihungen ablaufen und nie merken, dass sie etwas Besonderes sind, weil alle Kinder Geschenke bekommen.

    • Thomas Bruderer sagt:

      Hyperaktivität durch Zucker ist nur eine Einbildung.

      Ein Zuckertief gibt’s nicht. Schlimm genug, dass es dafür überhaupt Studien gebraucht hat. Aber hier ist eine Metastudie von 12 Studien die klar nachweist, das Zucker keinen Nachweisbaren Effekt auf die Aktivität von Kindern hat. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8747098

      • Susi sagt:

        Hochinteressant, danke für den Link. Das würde bedeuten, dass es an unserer Wahrnehmung liegt, wenn wir glauben, dass die Kinder nach dem Konsum von Zucker wieder mal „spinnen“.

        Ein „Zuckertief“ gibt es allerdings schon, hat mit dem Stoffwechsel zu tun. Wenn man schnelle Kohlenhydrate konsumiert, dann schnellt die Insulinausschüttung in die Höhe, wodurch dann in Kürze eben wieder „nachgeschoben“ werden muss, damit man nicht zittrig wird.
        Wenn ich auf schnelle Kohlenhydrate verzichte, kann ich nach etwa 2-3 Wochen locker mal 7 Stunden nichts essen und werde dabei zwar hungrig, aber nie zittrig, weil der Stoffwechsel ausgeglichen ist.

      • Marcel sagt:

        stimmt, 12 Studien die von der Zuckerlobby finanziert wurden. Würde ich gleich glauben und auch unterschreiben. Dann lasst doch die Kinder mit Zucker zudröhnen….. ah nein, mom scheisse, da gibt es ja noch Diabetes. Upsssii, aber die Studien beweisen natürlich, dass auch Zuckerkrankheit nur vererbar ist und noch so viel Zucker kein Diabetes verursachen kann. Fake News.

      • Susi sagt:

        @Marcel: „stimmt, 12 Studien die von der Zuckerlobby finanziert wurden“

        Woher stammt diese Info, ist das eine Tatsache oder eine Verschwörungstheorie?

      • Leo Schmidli sagt:

        Ein Zuckertief gibt es also nicht? Auch keine Schwankungen des Insulinspiegels? Dann spielt es also keine Rolle, wann wir was essen? Hoffentlich bekommen das die Fahrer der Tour de France vor den letzten Etappen noch mit!

        Ich habe übrigens kurz die Autorin der Studie hinterfragt:
        „She is very interested in her own spiritual growth and in the spiritual growth of her clients. When completing an assessment in her practice, she believes a recogniton of the spiritual dimension is very important.“
        Wenn Sie jetzt bitte noch einen Link zum vollständigen Artikel und/oder den zwölf zu Grunde liegenden Studien liefern könnten.

      • Reincarnation of XY sagt:

        hab die Studie nicht gelesen – denn wenn einer sagt es gäbe keinen Unterzucker, dann ist er jenseits von gut und böse.
        Hallo haben sie mal einen Unterzuckerten Diabetiker erlebt? Wow, das ist heftig. Ein Freund hatte das. Trug immer eine Minidosis Zucker-Konzentrat dabei, das mussten wir ihm mit Gewalt in den Mund würgen, wenn er ins „Delirium“ stürzte. Danach dauerte es nur Sekunden und er konnte wieder klar und vernünftig denken.
        (Bei einem Kind von uns ist das ähnlich. Zwar kein Diabetiker, hat aber wenig Reserven und vergisst manchmal Energie zu sich zu nehmen, wenn er es sollte.)

      • Susi sagt:

        @Schmidli: „Ich habe übrigens kurz die Autorin der Studie hinterfragt“

        Das stellt für mich die Studie auch gleich in ein anderes Licht…

      • tststs sagt:

        Sorry, muss mich kurz einmischen:
        1. Evtl. wird hier Unterzuckerung und Zuckertief verwechselt? Oder ein medizinischer Sachverhalt mit einem „gesellschaftlichen Phänomen“?

        2. Dass Zucker (egal welche Form) eine Auswirkung auf den Körper hat, ist natürlich klar; was manche Eltern aber an ihren Kindern sehen, halte ich auch für stark übertrieben.
        (Was ich als normales kindliches Energieabbauen betrachte, ist für andere schon ein Kind im Zuckerschock!)

      • Muttis Liebling sagt:

        Warum gibt es in der Mittelstufe Schule keinen vielleicht 30h- Block ‚Ernährungslehre‘?

        Damit dieses unqualifizierte Herumspekulieren um nahezu triviale Ernährungsfragen endlich ein Ende findet.

        Das, was so unqualifiziert als ‚Zucker‘ bezeichnet wird, in Wahrheit nur ein klitzekleiner Teil aller Zucker ist, ist das biologischen Pendant der Frankennote. Ohne diesen ‚Zucker‘ läuft bei Tieren überhaupt nichts. Machen wir das Blut 5 min. glukosefrei, dann ist das Trägerobjekt tot.

      • Hotel Papa sagt:

        Sie werfen wieder mal alle Zucker in einen Topf.
        Das ist Unsinn. Glukose ist der Treibstoff des Lebens. Jede Zelle kann ihn verarbeiten. Stärke in Getreide wird direkt zu Glukose abgebaut.
        Fructose dagegen, die Hälfte vom gängigen Zucker, ist ein dem Alkohol verwandtes Gift, das in der Leber abgebaut werden muss.
        .
        Robert Lustig und seine Arbeit googeln. Da gehen einem die Augen auf.

      • Hotel Papa sagt:

        Ach ja: 30 h Ernährungslehre: Welche? Die gerade gültige? Die zur Zeit der Ausbildung des Lehrers Gültige? Die, die in fünf Jahren gültig sein wird (dank hellseherischer Fähigkeiten)?
        .
        Ich habe zu viele Heilslehren kommen und gehen sehen, um das eine gute Idee zu finden.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hotel Papa

        Es gibt den Beruf des Ernährungswissenschaftlers. In dessen Gegenstandsbereich hat es seit ca. 1950 keinen Paradigmenwechsel gegeben. Also Ernährungslehre 2017 ist gleich Ernährungslehre 1957.

        Geändert hat sich nur in den Gossenmedien dargestelltes Nicht- Wissen. Märchen wie –

        1. Es gibt eine Diät, welche ….
        2. Es gibt gesunde Ernährung
        3. Dick wird man, weil man unkontrolliert ist und schlank bleibt man, wenn man sich über kontrolliert.

      • Hotel Papa sagt:

        Wenn das alles so gut verstanden wäre, dann hätten wir keine weltweite „obesity crisis“, für die niemand eine vielversprechende Lösung hat.
        .
        Die Genetik der Population hat sich nicht plötzlich in der Zeit dermassen gewandelt, dass wir inzwischen soviele gute Futterverwerter haben.
        .
        Was sich geändert hat ist die Diät über alle. Und irgendwo dort drin sitzt der Teufel. Und wenn ihn zu vermeiden uns schon nicht gesund erhält, so macht er uns in dem Fall definitiv krank.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hotel Papa

        Es gibt ja auch keine Adipositas- Epidemie. Es gibt nur eine Verschiebung des BMI in die Bereiche jenseits 35, was aber keine Korrelation zum Körperfettanteil hat.

        5% der Menschen sind zu fett. Das war schon 1950 so, das ist heute so und wird es auch 2100 sein. Da es auch völlig belanglos ist, kann man es einfach so stehen lassen.

        5% sind zu fett, 5% sind zu mager und die Konsequenz davon ist eine rosarote Wolke, welche sich im All verliert. Völlig egal.

      • Hotel Papa sagt:

        Sorry, den gut ernährten Fleischberg gibt es zwar, ich kenne die Sorte.
        Aber es gibt auch den fettbeladenen Wabbelsack. Und von der Gattung begegnen einem gefühlt deutlich mehr als 5%. Jedenfalls im Land der unbegrenzten Möglichkeiten in der Schicht mit durchaus begrenzten Möglichkeiten.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hotel Papa

        Ich habe das an anderer Stelle geschrieben. Vernünftige Ernährung setzt ein Überangebot an Nahrung voraus. Wenn Menschen zu wenig Geld für Ernährung haben, müssen sie nach Kaloriendichte einkaufen. Da geht nichts über Fleisch und Weissbrot.

        In den USA sieht man viele Adipöse. In der Schweiz nicht. Definitiv nicht > 5%.

      • Hotel Papa sagt:

        *zustimm*

  • Malena sagt:

    Mir tun auch leid:
    – Kinder, die Selbstmitleid, Selbstgerechtigkeit und „auf andere herabschauen“ von ihren Eltern vorgelebt bekommen, und später genau so werden.
    – Kinder, die gemobbt werden. Und Kinder, die selbst mobben, und von ihren Eltern dafür (still) bewundert werden.
    – Kinder, die als Accessoire für ihre Eltern herhalten müssen oder sonst irgendwie in deren Selbstoptimierungsstrategien eingespannt werden.
    – Kinder, die mit Ideologie oder Angst-Religion (strafender Gott, Hölle…) gefüttert, anstatt zu kritischem Denken ermutigt werden.

    • Roland K. Moser sagt:

      Religionsunterricht sollte erst nach dem 30. Geburtstag erlaubt werden.

      • Hotel Papa sagt:

        Dummerweise ist aber Religion ein Bedürfnis des kindlichen Geistes. Bei den meisten wächst sich das aus…

      • Muttis Liebling sagt:

        Was macht einen 30- Jährigen kritischer, besser, als einen 18- Jährigen?

        Als Erwachsener ist man in der Lage, Theologie zu verstehen. Aber Religion kann man schon als Kind lernen. Deswegen muss das Kind ja nicht gläubig werden.

    • Colisa sagt:

      Bravo Malena, genau das!
      80% der Kinder sind durchschnittliche „normale“ Menschen. 80% der Eltern glauben, ihre Kinder seien überdurchschnittlich intelligent oder sonst was und setzen ihre Kinder enorm unter druck. Diese Kinder sind zu bedauern.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Malena – das ist mal eine gute Liste

    • Samira sagt:

      Kinder, sie auf andere herabschauen und selbstgerecht sind müssen einem nicht leid tun, denen geht es ziemlich gut.
      Menschen die im Selbstmitleid gefangen sind haben da schon ein anderes Problem – bloss ist das oft genug ein Stück weit angeboren und nicht anerzogen: Es gibt sehr viele Menschen die eigentlich nicht geboren sein wollen und sich ein Leben lang „durchs Leben schleppen“ (obwohl es ihnen eigentlich gut zu gehen hat)- manche klagen darüber lautstark – viele jedoch erdulden das Leben schweigend.

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