Eine fast autofreie Familie

Gewonnen: Mit Velo und Zug kommt man zwar langsamer, aber entspannter voran. (Foto: iStock)

Wenn das erste Baby unterwegs ist, kaufen sich viele werdende Eltern nicht nur einen Kinderwagen, sondern auch einen Skoda Oktavia. Oder eine andere Familienkutsche. Wir haben uns stattdessen einen Chariot Corsaire angeschafft – einen Veloanhänger. Seither sind wir als Familie autofrei unterwegs. Ganz bewusst. So schonen wir die Umwelt und nebenbei unser Budget.

«Waaas, ihr habt kein Auto?!», werden wir immer wieder gefragt. «Doch», antworten jeweils die Kinder. «Wir haben ganz viele Autos in der ganzen Schweiz. Und sie sind alle rot.» Tatsächlich haben wir kein eigenes Auto, sind aber treue Kunden beim führenden Carsharing-Anbieter der Schweiz. Ganz ohne Auto schaffen es also auch wir nicht. Aber fast!

In der Stadt braucht es kein Auto

Als Familie ohne Auto zu leben, ist durchaus machbar. Allerdings braucht es zwei Voraussetzungen: einen Wohnort mit guter ÖV-Anbindung und den Willen zum Verzicht. Wir wohnen am Stadtrand. Ein Bus hält direkt um die Ecke. Zwei weitere Linien fahren ein paar Hundert Meter weiter. Die Schule ist in der gleichen Strasse, und zur Tagesschule ist es auch nicht weit. Fussballverein und Reitstall sind per Velo erreichbar. Und jetzt das Beste: Wir haben per Zufall einen Carsharing-Parkplatz direkt vor dem Haus.

Früher war das anders. Da wohnten wir in einem anderen Quartier, der nächste Carsharing-Standort war einen Kilometer entfernt. Wenn ich alleine zu Hause war, setzte ich also die Kinder in den Veloanhänger, hievte ein Autositzli auf dessen Stossstange und das andere auf meinen Rücken. So lief ich dann zum Parkplatz, montierte erst die Sitze ins Auto und dann die Kinder in die Sitze und parkierte schliesslich den Veloanhänger, bevor ich den Zündschlüssel drehte. Und das Ganze wieder in umgekehrter Reihenfolge, wenn wir zurück waren. Was für eine Fuhre!

Strapazen, die sich lohnen

Zugegeben, manchmal war es richtig mühsam, kein eigenes Auto zu haben. Einkaufen konnte man oft nur, was in den Stauraum unter dem Kinderwagen oder in den Veloanhänger passte. Oder was der Online-Supermarkt lieferte. Auch Abendtermine mit Kindern sind gemütlicher, wenn man das Autobaby auf dem Heimweg einfach im Pyjama ins Maxicosi setzen kann, wo es zufrieden einschlummert. Und manchmal vermisste ich das Auto auch schmerzlich, wenn nachts um 2 Uhr ein Kind wegen Pseudokrupp ins Spital musste.

Trotzdem ist unter dem Strich der Verzicht auf ein Auto auch für Familien ein Gewinn. Wer kein Auto hat, bewegt sich in einem kleineren Radius ums eigene Zuhause – und entdeckt so, dass das Gute tatsächlich so nah liegt. Wer den Langsamverkehr nutzt, kommt zwar langsamer voran. Aber auch entspannter und bewegter. Unterwegs mit Velo und Zug sieht und erlebt man mehr als auf der Autobahn. Und eine Familienkutsche mag zwar komfortabler sein als der ÖV, aber auch asozialer. Im Zug kann man jassen und picknicken. Manchmal fährt ein Restaurant oder ein Spielplatz mit. Fremde Omas lesen Geschichten vor, und der Kondukteur erzählt augenzwinkernd, dass er früher mit der Billettzange auch Ohrlöcher knipste.

Und jetzt, wo die Kinder grösser sind, bemerke ich noch einen weiteren Vorteil, den das autofreie Familienleben mit sich bringt: Ich muss sie nicht herumchauffieren.

199 Kommentare zu «Eine fast autofreie Familie»

  • Lukas sagt:

    Ich bin selbst auf dem Land aufgewachsen, und dort könnte ich mir ein Leben ohne Auto keinesfalls vorstellen. Seit dem Umzug in die Stadt bin ich Mobility Kunde und fahre mehrmals pro Monat mit dem Auto und nehme für die Ferien auch gern einen Mietwagen.
    Meine Devise: Ohne Auto geht nicht, aber ein eigenes brauche ich nicht.

  • gartengabi sagt:

    Wir leben auf dem Land. Haben ein Auto, dass mein Mann und ich uns teilen, je nach dem wie unsere die Arbeitstage aussehen. Zwei Jahre lang sind ich und meine Tochter einmal wöchentlich bei Wind und Wetter ins nächste Dorf zur Turnhalle ins MUKI Turnen geradelt. Ich erntete einges an Anerkennenung dafür von den anderen Müttern. Wieso blieb mir immer ein Rätsel.
    Eines Tages als ich wieder darauf angesprochen wurde, sagte ich dass mein Mann heute das Auto hat. Darauf mein Gegenüber: „Aha…ihr habt nur ein Auto?“
    Meine Erkenntnis: Der Mittelstand auf dem Land hat mittelerweile 2 Autos!!!

  • gartengabi sagt:

    Wir leben auf dem Land. Haben ein Auto, dass mein Mann und ich uns teilen, je nach dem wie unsere die Arbeitstage aussehen. Zwei Jahre lang sind ich und meine Tochter einmal wöchentlich bei Wind und Wetter ins nächste Dorf zur
    Turnhalle ins MUKI Turnen geradelt. Ich erntete einges an Anerkennenung dafür von den anderen Müttern. Wieso blieb mir immer ein Rätsel.
    Eines Tages als ich wieder darauf angesprochen wurde, sagte ich dass mein Mann heute das Auto hat. Darauf mein Gegenüber: „Aha…ihr habt nur ein Auto?“
    Meine Erkenntnis: Der Mittelstand auf dem Land hat mittelerweile 2 Autos!!!

  • Miralys sagt:

    Wir wohnen in Stuttgart, mit zwei kleinen Kindern. Für die allermeisten Fahrten brauchen wir kein Auto; wir sind gut angebunden. Nur zu meinen Eltern fahren wir recht häufig, und zwar mit dem Auto – da braucht man für die Strecke etwa 25 Minuten. Mit den Öffis sind’s eher zwei Stunden.
    Als die Kleine grad auf der Welt war, ging unser Auto kaputt. Wir hatten dann ein halbes Jahr kein Auto, und sind regelmäßig mit dem Zug zu meinen Eltern. Stadtmobil war aus beschriebenen Gründen (Kindersitze) keine Option.
    Als wir dann einmal abends wieder nach Hause gefahren sind, war gerade Frühlingsfest in Bad Cannstatt. Da hing dann ein Besoffener kurz vorm Erbrechen halb über dem Kinderwagen, ein anderer urinierte sich neben uns in die Hose. In diesem Moment war klar: Ich will ein Auto.

  • ZImy sagt:

    Alles steht und fällt mit dem Wohnort, der lokalen Qualität des ÖV und den Arbeitsplätzen. Wir leben städtisch mit täglichem Bedarf (Supermärkte, Einkaufszentrum, Krippe, Kindergarten, Hort und derzeit auch Badi) in etwa 10 Minuten Gehdistanz. 3 ÖV-Haltestellen in höchstens 5 Minuten Gehdistanz, 15 min Arbeitsweg (einfach) mit ÖV bzw. Homeoffice. Auf die empfohlenen 10 000 Schritte pro Tag komme ich im Alltag problemlos. Für die 1-2 grösseren Transporte pro Jahr liess sich immer etwas organisieren. Ein Auto haben wir bisher nur selten vermisst Ich geniesse es und bin mir bewusst, dass es ein Privileg ist. In dem Dorf wo ich aufgewachsen bin wäre ein Leben ohne Auto nicht möglich, auch wenn ich wohl mehr Dinge mit dem Velo erledigen würde als es meine Eltern tun.

    • ZImy sagt:

      Weiterer Vorteil: Das Kind ist sich das Laufen gewöhnt und machte schon früh in der Freiziet längere Wanderungen mit. 🙂

  • Hugo sagt:

    Ich mag mein Auto. Fahre gerne seit über 50 Jahren. Bin auch in Kanada/CH zuhause. Wenn man glücklich ist, ohne Auto zu leben ist das gut, alles OK. Ich möchte mich nicht rechtfertigen, aber der ‚Stolz‘ der nicht AutofahrerInnen ist etwas zu weltfremd in dem Sinne, dass alle auf das Auto verzichten sollen. Der ÖV ist verstopft, die Bevölkerung nimmt zu. Ich lebe mit Familie auf dem Land.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Stimmt: die Strassen sind ja nicht verstopft. Ironie…

      • Hugo sagt:

        Sicher, wiederhole hier ein Statement vom 29. Mai: „Erinnere mich an die 80/90 Jahre. Damals sind aus ideologischen Gründen viele Strassenprojekte von Linksgrün (L/G) bekämpft worden. Denke an die Weinlandautobahn, A4 die nur ‚verkrüppelt‘ gebaut werden durfte. Heute ein übler Engpass mit Unfallgefahr .Knonaueramt A4 „NIE“. Der Nordring wurde auch vehement bekämpft. Heute ein Segen für die Stadt ZH und schon viel zu klein und volkswirtschaftlich sehr wichtig Die unglaubliche Verkehrs-Halbierungs-Initiative von +-2000. Linksgrün hat damals eine Megaklatsche eingezogen. Ein beschämend tiefes JA-Ergebnis. Nix gelernt aus der explodierenden Bevölkerung. Heute tönt es genau gleich.“ Ich benutze das Auto auch so wenig wie möglich, ohne zu ‚missionieren‘.

    • Karl Drais sagt:

      Vorneweg: Es sollen nicht alle darauf verzichten. Die von Ihnen genannten Argumente Platzmangel und Bevölkerungswachstum sind allerdings gerade Argumente GEGEN das Auto, denn kein gängiges Verkehrsmittel geht verschwenderischer mit Platz (und anderen beschränkten Ressourcen wie Energie) um.

  • second step sagt:

    Aufs Auto verzichten finde ich natürlich gut. Dann aber bitte konsequent und nicht als Mobility-Fahrer alle anderen Autofahrer in den Wahnsinn treiben weil man es mit 1,2 Fährtchen im Jahr überhaupt nicht mehr im Griff hat.
    Im Interesse aller Verkehrsteilnehmer in diesem Fall besser ganz aufs Autofahren verzichten und ein Taxi rufen (oder sich von Kollegen fahren lassen).

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Typische Arroganz von Leuten, welche keinen Meter freiwillig laufen.

      Ich hatte viele Jahre kein Auto, bis auf 14 Tage Ferien und bin in diesen nach Holland und retour gefahren.

      Im Übrigen sind es kaum Mobilityfahrer, welche Regeln verletzen und mit Ausweisentzügen bestraft werden.

      • second step sagt:

        Lieber Tamar, sorry – das hast Du ganz falsch verstanden. Ich meine das gar nicht arrogant, mir fallen einfach gelegentlich diese roten Autos auf die sehr unsicher unterwegs sind. Und frage mich halt wie sinnvoll es ist heutzutage bei diesem enormen Verkehr 1 mal im Jahr ein Auto auszuleihen. Klar sind Raser das viel groessere Problem. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun – diese Art zu argumentieren fand ich schon immer ziemlich hohl. Und nein, ich fahre freiwillig jeden Tag auch bei Schnee und Hagel mit dem Velo zur Arbeit und wir haben sogar unser Heim so gewaehlt dass dies moeglich ist. Was leisten Sie im taeglichen Leben um ihr Co2-Ausstoss zu minimieren? Trotzdem haben wir eine Familienkutsche und brauchen die wenn es fuer uns halt Sinn macht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wie schon weiter unten erwähnt habe ich 12 Jahre ohne Auto gelebt, bis auf 2 Wochen Ferien. Auch ich war 365 Tage im Jahr mit dem Velo unterwegs. Nicht nur hin und Rückfahrt, sondern auch Kundenbesuche.

        Mittlerweile wohne ich sehr abgelegen auf einem steilen Hügel, so dass ein Auto unumgänglich ist. Leider. Nächste ÖV in 10 km. Wir haben aber nur 1 Wagen, obwohl wir zeitweise Beide auswärts arbeiten. Trotzdem besitzen wir ein Halbtax und lassen das Auto gerne stehen.

        Wir produzieren in Bio Milch und Eier und beziehen Solarstrom.

        Selber bin ich noch nie Mobility gefahren und werde das auch nie, obwohl ich die Idee gut finde, aber die Voruteile sind immens. Da fahre ich lieber einen neutralen Mietwagen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und nein: solche Vergleiche sind nicht hohl. Gerade Gelegenheitsfahrer fahren bewusster und rücksichtsvoller. Ich durfte 2014 auf Geschäftskosten einen Fahrkurs besuchen und habe am besten abgeschnitten von allen Teilnehmern, obwohl ich die Einzige war, welche nicht täglich fährt.

      • second step sagt:

        Bravo, sehr gut. Haben Sie auch ein Zertifikat bekommen?

      • marsel sagt:

        Mobilityfahrer fallen wenn schon dadurch auf, dass sie etwas VORSICHTIGER fahren als all die Verrückten und scheinbar Unverwundbaren, die sonst so unerwegs sind.

      • Karl Drais sagt:

        second step, ich fahre wenn dann auch fast nur noch Mobility-Autos, und ja, dann bin ich oft unsicher. Unsicher etwa, ob nicht doch noch ein Velo im toten Winkel fährt, welches ich in den Spiegeln übersehen haben könnte. Zum Glück hilft da der gute alte Seitenblick. Meistens bin ich aber sicher. Sicher etwa, dass ich mein Handy am Steuer nicht anlange und bei jedem Abbiegen blinke — Ja, es fahren nicht alle Leute gleich sicher oder unsicher…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ marsel

        Unverwundbar sind Autofahrer in der Regel tatsächlich, im Gegensatz zu allen anderen Verkehrsteilnehmern.

      • marsel sagt:

        @ Tamar: Die Zahlen sinken zwar, aber es sterben immer noch mehr als hundert jedes Jahr. Ob auch nur ein einziger mobility Fahrer dabei ist weiss ich nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ second step

        Es geht nicht darum, dass ich am besten abgeschnitten habe, sondern darum, dass wie von Marsel erwähnt, die Routinefahrer vergessen in den Seitenspiegel zu schauen, sich bei einer stehenden Kolonne in der Gegenrichtung nicht achten, ob ein Fussgänger unachtsam den Streifen überquert, bei Kreisverkehr nicht blinkt usw.

        Wenigfahrer sind eher umsichtiger, aber nicht unsicherer.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Es sind über 300 Tote. Im Durchschnitt also 1 pro Tag. Zusätzlich viele Verletzte und Schwerstverletzte mit Folgeschäden.

        Mein jüngerer Sohn ist/war selber Unfallopfer mit lebenslangen Folgen. Mit etwas mehr Umsicht wäre das nicht passiert.

      • second step sagt:

        Das tut mir sehr leid, und nochmals ich will Sie nicht irgendwie provozieren auch wenn es offenbar so ankommt. Es gibt (viele) Idioten auf der Strasse und vernünftige Fahren. Und dann hat wohl jeder auch schon mal Glück gehabt. Aber es wäre „against all odds“ dass bei der Gruppe der vernünftigen, umsichtigen Fahrer gerade die besonders gut sind die sehr selten fahren. Es sind auch nicht die Piloten gut die einmal im Jahr fliegen, der Bergführer der einmal im Jahr führt, die Narkoseärztin, die einmal im Jahr anästhesieren, der Kranführer der einmal……Auch wenn sie sehr umsichtig sind. Ich find ja nur dass wenn man bloss ein, zweimal im Jahr Auto fährt es wohl besser sein lässt, da man zwar vielleicht umsichtig ist aber keine Routine, Erfahrung und keine Reflexe hat.

      • second step sagt:

        Und alle hier, die daran glauben dass sie in etwas besonders gut sind, gerade weil sie es sehr selten machen sollten an ihrer Wahrnehmung arbeiten. Das entspricht einfach nicht der Realität. Nur weil man als „Fast-nie-Fahrer“ unfallfrei gefahren ist, heisst es noch lange nicht dass man ein guter Fahrer ist. Das kann genauso gut der Tatsache geschuldet, dass man eben fast nie auf der Strasse unterwegs ist und somit die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls geringer ist. Und auch hier rede ich nur von den vernünftigen, anständigen Autofahrern. Man kann ja nicht vom Risikoverhalten einiger auf das Fahrverhalten aller regelmässiger Autofahrer schliessen. Das gibt einfach ein Bias. Bergsteigen ist z.B. auch nicht per se gefährlich nur weil es das Extrembergsteigen ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Es geht nicht darum, ob ich etwas besonders gut mache, weil ich es selten tue, sondern darum, dass bei vielen, die etwas öfters machen, in der Routine rudimentäre wichtige Dinge einfach weglassen.

        Ich war selber sehr erstaunt, dass ich so gut abgeschnitten habe, gerade weil ich damals so wenig gefahren bin und ich mich als eher ängstliche, schlechte Fahrerin eingestuft habe.

        Meine Erwähnung dieses Kurses ist nicht als Eigenlob gedacht, sondern drückt meine Verwunderung oder Erschrecken darüber aus, dass noch schlechtere Fahrer als ich unterwegs sind.

      • second step sagt:

        Meiner Meinung nach ist es einfach die Ausnahme, dass man in einer Tätigkeit, welche man kaum ausführt, besser ist als jemand der eine Tätigkeit regelmässig macht. Das widerspricht allem was ich beruflich erlebt habe. Zudem herrscht hier eine falsche Vorstellung von Routine. Wenn ich als erfahrener Autofahrer den Schulterblick nicht mehr mache ist das nicht der Routine geschuldet, sondern Schlampigkeit – und Schlampigkeit hat ja nichts mit der Fahrerfahrung zu tun. Routine wäre, dass ich eben gar nicht mehr Abbiegen kann ohne Schulterblick. Aber ich lasse gerne allen ihre Illusion dass sie besonders gute Autofahrer seien gerade weil sie so wenig fahren würden. Trotzdem werde weiterhin etwas Abstand zu Mobility-Autos halten (wie auch zu den Testosteron-BMW/Audis am anderen Ende der Scala)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Eben! Im Prinzip bin ich Ihrer Meinung, aber genau deswegen finde ich mein bestes Ergebnis erschreckend. Eigenlich hätte es ja heissen sollen, „Frau von Siebenthal, man merkt Ihrer Fahrweise an, dass Sie fast nie fahren“, anstatt „am besten abechnitten hat Tamar, obwohl sie ausserhalb ihrer Ferien nur 50km jährlich fährt“!

        Eigentlich muss mir das Angst machen, aber ich hoffe nicht, dass dieses Ergebnis represäntativ ist für schweizer Autofahrer.

    • Benno Hauser sagt:

      @second step: wenn hier schon auf üble Weise verallgemeinert wird: lieber 100 unsichere und damit vorsichtigere Mobilityfahrer als 1 auffahrender und hupender Audi-Fahrer (bewusst ohne weibliche Form).

  • Anja Bauer sagt:

    Netter Versuch. Schön, dass Sie so viel Glück haben. Die intensiv erlebte Kleinräumigkeit schränkt aber offenbar auch den Horizont ein. Nur ein klitzekleiner Anteil der CH Bevölkerung hat guten ÖV + nahes Mobility + mehr oder weniger flache Umgebung + berufliche Möglichkeit für Autoverzicht + genügend Zeit für diesen Luxus + Ferienvorlieben (abgelegene Campings 3 Wochen mit 3 Kindern mit ÖV…) und Hobbies (Hockeytraining vor der Schule 10km weit weg), die kein Auto erfordern. Bei uns scheitert es schon an den Ausläufern unseres Hausberges – wie soll ich da mit Velo 3 Kinder + Einkauf hochbringen? Leben Sie so, wie Sie möchten. Moralisch überlegen sind Sie deswegen nicht, und anderen (mit weniger günstigen Voraussetzungen) sollten Sie diesbezüglich auch keine Vorträge halten.

    • Sportpapi sagt:

      Rund 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten.
      Ausserdem geht es nicht um Moral, sondern schlicht um die Tatsache, dass es meist geht, wen man will.
      Sie wollen nicht, und das ist auch ok.

    • Benno Hauser sagt:

      @anja: Haben Sie den Text gelesen?? Genau solche Spezialfälle wie Sie sind im Text explizit ausgenommen. Aber in einer 2000Watt-/ Postwachstum/ nachhaltigeren you name it- Gesellschaft kann es ganz einfach nicht sein, dass jede und jeder mit dem eigenen Charre herumfährt. Dazu noch völlig ineffizient (1Person/PW, 2h/Tag).

  • Hannes sagt:

    Wir wohnen und arbeiten so zentral in der Stadt, dass wir alles mit dem Velo machen, bei Glatteis etc. mal ÖV. Einkaufen zu Fuß. Große Anschaffungen lassen wir liefern. Kranke Kinder transportieren wir im Veloanhänger oder Taxi. Auto fahren mein Mann und ich beide nicht. Noch nie eines besessen. Für mich großartiger Luxus. Ein GA rechnet sich für uns nicht, nur die Juniorkarte für die Kinder. Der einzige Moment, wo wir mehr Geld und Zeit für Planung benötigen, sind Ferien, da enorm viele Feriendestinationen für Autofahrer*innen konzipiert sind.

    Ich bin dankbar dass ich nicht auf dem Land Schicht arbeiten muss oder sonst auf ein Auto angewiesen bin. Ich empfinde es auch als absurd, dass ich für meine 70kg ein 700kg-Gefährt in Bewegung setzen soll.

    • Benno Hauser sagt:

      700kg wäre ja bereits ein Fortschritt. Nein, es sind 1.5t oder mehr.
      Dann viel lieber 10kg mit einem 1/10 Platzbedarf.

  • tststs sagt:

    Möchte an dieser Stelle noch kurz der SBB ein Kränzchen winden:
    Die SBB fördert IMHO ein sehr offenes Familienbild.
    Die erwähnte Kinderkarte wurde zuerst von den Eltern auf die Grosseltern ausgeweitet (als Begleitpersonen) und mittlerweilen spielt der Verwandtschaftsgrad keine Rolle mehr.
    Heisst „Kinder-Mitfahrkarte“ („Kinder reisen in Begleitung der festgelegten Begleitperson gratis“)
    Kostet 15.- im Jahre.
    IMHO Topp!

  • Werner Graf sagt:

    Den Wechsel zu den Autofreien haben wir Mitte der Achzigerjahre gemacht. Das fällige Auto haben wir einfach nicht ersetzt. Tat nicht weh.
    Das Velo wurde zum wichtigen Rückgrat unserer Mobilität, ergänzt durch den ÖV. Nur selten mussten wir ein Auto für grosse oder schwere Transporte ausleihen. Wobei auch mal 80kg auf den Veloanhänger gingen. Mit den Kinden kam nicht der Rückfall, sondern der Fortschritt. Wir gehörten zu den ersten die einen Kinderanhänger einsetzten, was als verantwortungslos galt. Den Leggero mit der Aluwanne haben wir heute noch, zum Posten. Und Ferien? Kein Problem. Gepäck vorausschicken. Den Kindern kleine Rollenkoffer geben, die natürlich sofort mit Spielsachen gefüllt wurden. Und das Beste, die Kinder gewöhnten sich ans Laufen und früh ans Velofahren.

  • Dubsi sagt:

    Bei uns spielen zwei der Jungs sehr begeistert je drei Mal die Woche Eishockey. Jetzt soll mir einer erklären, wie wir da mit der Ausrüstung und Stöcken dem ÖV oder dem Velo hinkämen…

    • marsel sagt:

      In Bern nehmen die Jungen das Tram. Erst mit 18 scheint die Ausrüstung jeweils zu schwer zu werden…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Die Argumente werden immer dümmer: es gibt auch Veloanhänger.

    • Karl Drais sagt:

      Und gibt es dort keine Schliessfächer? Stöcke, Schlittschuhe und Schoner werden ja zuhause kaum gebraucht.

      • Benno Hauser sagt:

        Es stimmt schon, zT kommen meine Jungs sehr spät von Auswärtsspielen nach Hause. Dann miete ich halt kurz ein Mobility oder organisiere mich mit anderen Familien. Aber im Text werden ja solche Ausnahmen erwähnt. Das soll aber nichts an der Hauptaussage ändern.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ein (fast) autoloses Dasein führen in Zürich offenbar 58% aller Haushalte, wie im Tagi kürzlich zu lesen war. Diese hohe Zahl hat mich überrascht. Insofern ist die Autorin gar nicht so alleine, wie es auf den ersten Blick scheint.

  • marsel sagt:

    „Ich muss sie nicht herumchauffieren.“
    .
    DAS Totschlagargument überhaupt. Kann ich zu 100% nachvollziehen. Seit wir unser Auto vor ~6 Jahren verkauft haben, haben wir Eltern viel mehr Freizeit, die Kinder schaun selber, wie und wo sie hinkommen.
    Zugegeben, wir haben grosses Glück, wir wohnen grosszügig und ruhig, 3 Minuten von einem super Einkaufszentrum weg und zum zweitgrössten Bahnhof der Schweiz sind’s auch nur 3 Busstationen (oder 15 Minuten zu Fuss von der Haustür aufs Perron). Und mobility hat’s bei uns ungefähr 15 Stück im Umkreis von 5 Minuten, für den (seltenen) Fall der Fälle. Nach Verzicht fühlt es sich nie an, eher nach weitestgehender Unabhängigkeit. Das einzige, was ich ab 25° vermisse (auf dem Velo), ist die Klimaanlage.

    • Karl Drais sagt:

      Bei Hitze kann ich ein e-Bike empfehlen. Erstens wird man körperlich weniger belastet und zweitens gibt es mehr Fahrtwind… und das ganze braucht 10x weniger Energie als die Klimaanlage eines Autos alleine.

  • Stadtmutti sagt:

    Auch wir wurden vor der Geburt des ersten Kindes oft gefragt: Und, jetzt kauft ihr sicher ein Auto? Ich verstand die Frage nie… Wir sind bislang bestens ohne Auto ausgekommen und es klappt auch noch bestens mit Kind. Oft bin ich sogar auch ohne Kinderwagen unterwegs, die ÖV-Fahrten sind angenehmer und ich bin völlig flexibel punkto Treppen etc. Einzig wenn wir in die Ferien fahren denke ich manchmal, ach, jetzt wäre ein Auto praktisch. Aber wohl auch nur kurzfristig, denn ohne Auto bin ich gezwungen, mit dem Nötigsten zu reisen, was ja auch meist ausreichend ist und ich schleppe keinen unnötigen Ballast mit.

  • Martin Frey sagt:

    Ausser dem Wohnen und gleichzeitig Arbeiten in Innenstädten (aber wer kann das schon?) ist OeV umweltfreundlicher, das Familienauto aber meist praktischer, bequemer und wohl auch sicherer. Letzteres hat nämlich noch niemand beleuchtet. Gerade junge Frauen sind nicht von ungefähr gerne mit eigenem Auto unterwegs. In den eigenen vier Wänden wird man weder bestohlen noch blöd angemacht. Niemand reibt seine Schweissfüsse an Dir, niemand setzt sich neben Dich und beginnt einen vollzuquatschen. Niemand legt ungefragt seinen Kopf auf Deine Schulter oder (noch besser) auf Deinen Schoss. Niemand niest Dir ins Gesicht oder schüttet einem sein Redbull/Bier in den Nacken. Niemand macht provokant einen HJ oder anderen sexueller Akt vor Dir…
    Alles eigene Pendlererfahrungen notabene.

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Wirklich, alles eigene Pendlererfahrungen? Sie sind also eine Frau?
      Ansonsten ist das natürlich weitgehend Quatsch, denn neben den aufgeführten „Gefahren“ müssten auf der anderen Seite ja die Gefahren von Verkehrsumfällen stehen – für die Fahrerin, aber vor allem auch für die Umwelt, die nicht das Privileg hat, durch einen tonnenschweren Metallpanzer geschützt zu sein. Und hier geht es nicht um etwas zu viel Nähe, sondern um Lebensgefahr.

      • Martin Frey sagt:

        Das sind ausschliesslich Erfahrungen von mir, aber teils AUCH von meiner Frau. Zufrieden?
        Aber ja, ich weiss, alles was Sie selber nicht kennen oder sonstwie sich vorstellen können, existiert für Sie nicht. Ist ja nix neues.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich pendle seit Jahrzehnten täglich im gleichen Umfeld wie Sie, und ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Ebenso meine Frau, die ich gerade noch einmal befragt habe.
        „Aber ja, ich weiss, alles was Sie selber nicht kennen oder sonstwie sich vorstellen können, existiert für Sie nicht. Ist ja nix neues.“
        Ja dann, ich habe es ja geschrieben: Wir müssen in verschiedenen (Wahrnehmungs-) Welten leben. Aber es ist ja auch nicht neu, dass Sie zu diesem Thema eine andere Wahrnehmung und eine andere politische Einstellung haben. Gut möglich, dass dieser Filter – in beide Richtungen – halt prägt.
        Aber mein Argument war ja eigentlich ein anderes, auf das Sie gar nicht eingegangen sind…

      • Martin Frey sagt:

        Sonst reden Sie immer bei jeder Gelegenheit von Ihrem Dorf, und nun mutieren Sie plötzlich zum Grossstadtkid? 😀 aber item
        „Wirklich, alles eigene Pendlererfahrungen? Sie sind also eine Frau?“
        Dieser Wortwechsel zeigt schön, was mich manchmal an Ihnen stört, SP. Sie mögen all meine Erlebnisse selber nicht als störend empfinden, Sie mögen einen anderen ‚Filter‘ oder meinetwegen auch eine andere Einstellung haben. Aber das würden Sie so nicht sagen, sondern spielen primär auf die Person und versuchen, diese durch sublime Beleidigungen zu provozieren. Das gelingt bei mir nicht, weil Frau sein für mich (offenbar im Ggs zu Ihnen) keine Beleidigung darstellt. Aber Ihre Argumentation legt auch etwas Zeugnis ab von einer Haltung. Und diese dünkt mich doch ziemlich anachronistisch.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Der Begriff pendeln umfasst nun mal zumindest zwei Orte. Und einer davon ist in meinem Fall auch die grösste Schweizer Stadt.
        Und wenn Sie von Erfahrungen berichten, die ich zumindest teilweise als frauenspezifisch erkannt habe (die Einleitung sagt es ja schon), aber darauf Wert legen, dass es eigene Erfahrungen sind, dann ist meine ganz sachliche Rückfrage absolut berechtigt.
        Dass Sie hier eine Beleidigung vermuten, und all das, was da offenbar noch weiter in Ihrem Kopf dreht, ist nichts mehr als genau das: Ihre eigene Kopfgeburt.
        Wie auch immer: Ihr Vorwurf hat keine Grundlage und ist völlig daneben!

      • tina sagt:

        herr frey, sie sind es, die auf die person zielt, beleidigt und das erst noch auf unfassbar arrogante art und weise. SPs einwürfe sind nachvollziehbar und sachlich. was soll denn das überdramatisierte getue bezüglich öv und vermeintlichen persönlichen beleidigungen? war wohl ein bisschen zu heiss….

        wir alle wären ja total verantwortungslos, würden wir unsere kinder ohne erwachsenenbegleitung der gefahr ÖV aussetzen, wenns so dramatisch wäre.

        haha tststs, so ist es 😀

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi:
        Das einzige, was an unserem Diskurs daneben war, war Ihr Post vom 22. Juni 2017 um 15:40. Ich wiederhole gerne nochmals:
        „Wirklich, alles eigene Pendlererfahrungen? Sie sind also eine Frau?
        Ansonsten ist das natürlich weitgehend Quatsch,…“
        Meinerseits ist dazu alles gesagt. Auf jeden Fall tönt sachliches Argumentieren anders.
        Nochmals, diese Form der Entwertung des Gegenübers als rhetorischem Trick ist so bekannt wie durchschaubar. Mir gefallen solche etwas manipulativen Spielchen ad personam einfach nicht, ich ziehe es vor, wenn man auf Argumente sachlich eingeht. Das haben Sie in dem Fall einfach nicht getan, auch wenn andere das anders sehen mögen.
        Schade eigentlich, dass Sie, SP das nicht erkennen (wollen). Aber das spricht eben für meine Thesen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Dass Sie jetzt den „Quatsch“ zum ersten Satz dazunehmen, ist erneut ziemlich manipulativ.
        Ich wiederhole nochmal: Als Mann können Sie die Erfahrung einer Frau nicht machen.
        Den Vorwurf der Entwertung des Gegenübers nehme ich dann an, wenn er auch nur ansatzweise stimmt. Hier nicht.
        Aber es ist nicht das erste Mal, dass Sie mich persönlich angr eifen, und noch glauben, im Recht zu sein.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi
        Ich versuche es nun nochmals, Ihnen in aller Ruhe darzulegen, was mich stört, in der Hoffnung, dass Sie genug offen und selbstkritisch sein mögen.
        1. Jemand zählt eigene Erfahrungen auf, die Sie nicht teilen, und vielleicht auch nicht kennen. Das ist legitim. Manipulativ ist aber, diesem zu unterstellen dass er diese ja nicht selber gemacht haben könne. Sie unterstellen damit faktisch eine Lüge und greifen damit nicht die Argumente an, sondern explizit Glaubwürdigkeit der Person.
        Ihr Argument „Ich wiederhole nochmal: Als Mann können Sie die Erfahrung einer Frau nicht machen.“ ist in dem Kontext nicht nur inhaltlich falsch, denn abgesehen von Monatsblutungen und Geburtsakt gibt es keine Erfahrungen, die ein Mann nicht auch machen kann. Im OeV schon gar nicht.

      • Martin Frey sagt:

        2. Sie implizieren damit aber zum wiederholten Mal, dass derartige Erfahrungen, die notabene für viele Frauen in der Tat trauriger Alltag sind, (echten?) Männern schlicht nicht passieren kann. Was ich mit anachronistisch gemeint habe, es gäbe da noch andere, wohl treffendere Begriffe für diese Haltung. Ich will aber nicht noch mehr Oel ins Feuer giessen. Aber auch da unterstellen Sie Unredlichkeit, da Sie genau wissen dass ich keine Frau bin. Gleichzeitig machen Sie eine in vielen Kreisen sexistisch verwendete Anspielung auf das Geschlecht des Betroffenen, in dem Fall mich (frei nach dem Motto „verhalte Dich nicht wie ein Mädchen“).
        Der „Quatsch“ rundet das Bild von Unsachlichkeit nur ab. Sie fahren damit einem Gegenüber über den Mund, was im besten Fall barsch genannt wird.

      • tina sagt:

        ich glaube eher, du hast gemerkt, dass du wirklich quatsch geschrieben hast, martin frey 🙂
        ich würde nun mal aufhören mit diesem herausschwatzen, es wird nur peinlicher

    • Lambda sagt:

      Wow, da erleben Sie aber eine andere Welt als ich! Ich, weiblich, pendle seit 20 Jahren, mehrheitlich im ÖV, mal mehr mal weniger weit, und es wäre mir 1) nie in den Sinn gekommen, im ÖV Angst zu haben (wovor auch?) und 2) sind mir solche Vorfälle wie von Ihnen beschrieben unbekannt oder aber ich finde sie nicht weiter schlimm (wenn mich einer vollquatscht, dann sag ich halt irgendwann er soll mich bitte in Ruhe lassen, oder wechsle den Platz, z. B.).

      • Martin Frey sagt:

        Mag sein. Kommt sicher drauf an, wo wann und wie man pendelt. Ich habe selber über 20 Jahre ausschliesslich OeV gependelt, in der grössten Schweizer Stadt. Angst habe ich selten gehabt in meinem Leben, auch wenn es ab und zu unangenehm war. Aber ich bin auch nicht der einzige mit solchen Erfahrungen, wie gesagt.

      • tststs sagt:

        Kann Ihnen durchaus beipflichten, habe alle diese – und noch zig andere – Erfahrungen auch gemacht, so im Verlauf meines Pendlerlebens… musste auch schon ausfällig werden.
        Aaaaber, alle Beschimpfungen und Flüche aus 25 Jahren ÖV verbrauche ich im Auto binnen Wochenfrist 😉

        Ja, im Auto stinken nur meine Fürze und nur ich schütte mich mit Red Bull zu… aber prozentual hat es rund um mich auf der Strasse viel mehr Idioten…

    • Karl Drais sagt:

      Hmmm, ich höre auch immer wieder solche Geschichten. Eigentlich immer genau dann, wenn jemand sein Autofahren rechtfertigen will.

  • tina sagt:

    ich fahre übers jahr gleich viele autokilometer (ferien und fun) wie e-bike kilometer (arbeitsweg).
    als die kinder klein waren, fuhr ich ein (!) mal mit öv in die ferien mit ihnen :). ächz. dann mobility: mal versucht 2 müde kleinkinder und ihre kindersitze zum auto zu transportieren, womöglich noch gepäck, wenn mal nur 1 erwachsener ist? ging leider wirklich nicht, beim besten willen nicht.
    ferien kamen uns billiger mit auto, und das war nunmal ein faktor. alternative wäre fliegen gewesen (noch billiger als auto) oder keine ferien. naja.
    ich war aber auch wirklich froh, dass ich vorallem wenn einer mal nicht fit war, das auto zur verfügung hatte für transport. ich hatte nur immer autos unter 3500 kaufpreis, die natürlich nicht neu waren :). so gings gut auf, finde ich

    • tina sagt:

      ich wohne in der stadt und mein arbeitsweg würde von tür zu tür im besten fall 50minuten betragen. mit dem auto im besten fall 10, normalerweise 15-20. mit e-bike 25

      • tina sagt:

        haha der erste teil wird nicht publiziert? ja super 🙂
        dann versuche ichs mal so:
        mobility: mal versucht 2 müde kleinkinder und ihre kindersitze zum auto zu transportieren, womöglich noch gepäck, wenn mal nur 1 erwachsener ist?

    • Karl Drais sagt:

      Ich finde das gut — Sie überlegen sich wenigstens etwas (vernünftiges)!

  • Röschu sagt:

    Letztlich ist die Frage ‚Auto oder kein Auto?‘ nur subjektiv zu beantworten. Es geht um eine individuelle Abwägung der Interessen (sprich was ist mir persönlich wichtig(er)?). Einfluss auf diese Entscheidung dürften dabei ‚harte‘ Fakten (z.B. kann ich mir ein Auto überhaupt leisten?), persönliche Empfindungen (Flexibilität, Freiheit) als auch ideologische Gründe (Umweltschutz) haben.

    • tina sagt:

      mir ist umweltschutz sehr wichtig und geld war knapp (trotzdem nicht geflogen), aber man muss ja auch den alltag irgendwie auf die reihe kriegen. da gibt es schon situationen, die sind fast nicht zu bewältigen, wenn 1 erwachsener mehr als ein kleinkind hat, wo man mit 2 erwachsenen schon eine wahl hat

    • Karl Drais sagt:

      So kann man es schon sehen. Da die Wahl (oder auch die Nutzungsintensität) des Verkehrsmittels eines Einzelnen jedoch Auswirkungen auf seine Mitmenschen hat, soll sich die Allgemeinheit hier durchaus einmischen. Man sollte zumindest versuchen, es auch objektiv zu betrachten. Beispielsweise werden die Hitzesommer ja nicht weniger, nur weil das Auto eine Klimaanlage hat — im Gegenteil: Ich heize damit das Klima an.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Um den motorisietten Individualvekehr auf ein Minimum zu beschränken müsste nur der Spritpreis auf 5.- erhöht werden.

    Ich habe vorher 12 Jahre ohne Auto gelebt und den Alltag mit Velo und ÖV bewältigt und nur für 2 Wochen Ferien eins gemietet. Jetzt wohne ich abgelegen auf dem Land, ohne Auto geht es leider nicht, benutze aber oft noch die ÖV.

    • tina sagt:

      dann können einfach besserverdiener autofahren und schlechterverdiener nicht. fair ist das nicht

      • 13 sagt:

        Richtig und zwar die Besserverdienenden, die seltener überhaupt auf das Auto angewiesen sind. Den Banker, der um 8.00 Uhr beginnt und um 19.00 zu Hause ist oder sogar homeoffice machen kann, wird das nicht gross betreffen, er kann sich das Auto weiterhin leisten. Die Tankstellen-Shop-Verkäuferin wird sich hingegen überlegen, ob sie es sich leisten kann, arbeiten zu gehen….

      • Karl von Bruck sagt:

        Dass sich nur die Besserverdienenden Autos leisten koennen, war bis 1945 auch so, und begann 1971 wieder zu grassieren. Heute werden gar Hoeheren Bundesbeamten die Parkplaetze am Arbeitsplatz geklaut und ihnen der Umstieg auf das Velo empfohlen. Noch viel Schlimmer ist, dass Armen gar auch selektiv Ehe- und Familienrechte verweigert werden, und gar die medizinische Behandlung – wie bis 1970 nur in der Schlachtfeldmedizin – Grundversicherten selektiv verweigert wird, wenn sie die Fettung der KK-Aktionaere behindern….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Eher umgekehrt: es haben so viele Leute ein Auto, welche sich eigentlich gar keines leisten können und immer geht es auf Kosten der Familie. Leasinraten schlagen ein immenses Loch ins monatliche Budget, dazu Versicherung, Unterhalt, MFK, Parklatzgebühren usw Läuft das Leasing aus, wird der nächste Wagen geleast, weil es Bubi nicht zumutbar ist, mit einem älterem Auto gesehen zu werden.

        All das Geld könnte besser in die Familie investiert werden, anstatt in ein Stück Blech, dass man vielerorts gar nicht braucht, weil mit ÖV gut erschlossen, oder mit Velo machbar.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und ja: ich hätte gerne ein Pferd, kann mir aber keins leisten. Es ist nicht fair, dass nur Besserverdienende ein Pferd leisten können.

      • Olivier Fuchs sagt:

        ‚Kann mir kein Ross leisten‘. Absurd, weil z.B. in allen Lateinamerikanischen Ländern fast jeder, auch Arme, sein eigenes Ross hat für den Lokalverkehr auf dem Lande. Reichtum macht in gewissen Belangen arm. Wenn die Schweiz 2 Millionen Einwohner hätte …. Aber man will lieber 12 Millionen.

      • 13 sagt:

        @ Tamar
        „All das Geld könnte besser in die Familie investiert werden, anstatt in ein Stück Blech,“
        Und mit „all das Geld“ meinen Sie die Sozialhilfe, wenn man eben nicht mehr arbeiten gehen kann?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        So ein Blödsinn: Baufirmen sowie Tankstellenshops hat es wie Sand am Meer, da muss man nicht pendeln, wenn man nicht will, ausser man wohnt abgelegen, was ja die meisten nicht tun. Und wenn man kein Geld hat und unbedingt ein Auto benötigt, dann tuts ein Gebrauchter.

        Aber es ist schon so: des Schweizers liebstes Kind ist das Auto. Da wird über Betreuungskosten gejammert, über Kinderschuhe welche 20.- kosten, aber für die Karre ist kein Geld zu schade, selbst wenn sich die Familie ausschliesslich von Pasta und Ketch Up ernähren muss.

        Und stellen Sie sich vor: ich konnte mir KEIN Auto leisten, war berufstätig und habe sogar ÜBERLEBT! Nei aber so öppis!

        Mir gehen diese jammernden Hungerleider derart auf den Geist. Diese könntenja mal nach Somalia um zu sehen, was arm überhaupt ist!

  • Fabian Biasio sagt:

    Heute als Städter kein Auto zu besitzen scheint mir so revolutionär, wie als Frau Jeanshosen statt Rock zu tragen. Doch ein gängiges Missverständnis scheint auch in Ihrer Kolumne auf: «Wer den Langsamverkehr nutzt, kommt zwar langsamer voran. Aber auch entspannter und bewegter.»

    Von beiden Aussagen ist das Gegenteil wahr: «Fahrradfahren in der Stadt» ist nicht mit Bummelradeln, also «Langsamvkehr» zu verwechseln. In der Regel fährt man mit dem Velo schneller durch die Stadt. Und nein, entspannter auch nicht. Noch immer lauern potentielle Todesfallen für Vater bzw. Kind im Anhänger in der städtischen Veloverkehrsführung. Interessant noch diese Beobachtung: Velofahrende setzen sich in der Regel dort über die Verkehrsregeln hinweg, wo das Einhalten derjenigen schlicht zu gefährlich ist.

  • mira sagt:

    Ich würde auch gerne ohne Auto leben… allerdings ist das in unserem Fall nicht machbar. Wir wohnen in einer Gemeinde ohne Trams/Busse. Nur eine überregionale Anbindung gibt es. So brauchen wir (v.a. mein Mann) das Auto doch recht oft.
    Ich versuche jedoch möglichst viel mit dem Velo zu machen: so fahre ich wenn es das Wetter und die Zeit zulässt mit dem Velo zur Arbeit. Seit April ist das täglich. Auch die Grosse fährt mit dem Velo zur Schule. Und zum Einkaufen kann man den Velo-Anhänger nehmen. Da passt ein Wocheneinkauf rein. Auch Hobbies lassen sich – wenn im gleichen Dorf – gut mit dem Velo machen.
    Urlaub ist für uns aber ohne Auto nicht denkbar, da lieben wir doch die Unabhängigkeit zu sehr…

    • Horst sagt:

      Hallo Mira
      Ein kleiner Tip: entweder stehst du zu dem was du machst, oder du änderst das, zu dem du nicht steht. Dann ist dir wohler, und stehst nicht in Kirche und hoffst die Allgemeinheit möge dir irgendwie ‚verzeihen‘.

      • mira sagt:

        Ich brauche keine Absolution der Allgemeinheit. Diese ist mir ziemlich egal. Für mich ist Auto-Freiheit etwas Tolles, das für mich momentan nicht erreichbar ist. Aber vielleicht in Zukunft? Ist doch schön, wenn man noch Träume hat 🙂

    • Olivier Fuchs sagt:

      Ist mir absolut rätselhaft, warum man für die Ferien ein Auto braucht. Mitfliegen lassen nach Übersee? Statt mit Bus oder Zug ans Mittelmeer selber dorthin fahren? Nach Paris und in Paris selber steuern?

      • mira sagt:

        Wir wohnen in Deutschland und Flugtickets für 4 Personen übersteigen unser Budget deutlich… wir haben keine Schweizer Löhne 😉 Wir machen Camping-Ferien. Zelt und Zubehör wird ins Auto gepackt und ab gehts… und die Camping-Plätze, zu denen wir gehen, liegen nicht neben dem Hauptbahnhof, sondern im Hinterland… No way mit dem ÖV..

  • Jänu sagt:

    Wann sind Sie das letzte Mal geflogen, Frau Meier? Die Frage drängt sich auf, nachdem Sie Umweltschutz als wichtiges Motiv gegen ein eigenes Auto anführen.

    • Röschu sagt:

      @Jänu
      Weshalb sollte sich diese Frage aufdrängen? Für die Umwelt ist es doch so oder so besser wenn Frau Meier weniger Auto fährt. Oder anders ausgedrückt: Fliegen und Autofahren ist für die Umwelt schlechter als nur Fliegen.

    • Nadia Meier sagt:

      Das letzte Mal im Frühling 2016. Das vorletzte Mal im Herbst 2015. Das vorvorletzte Mal im Herbst 2009.

  • Urs sagt:

    Unter meinen Bekannten hat keine Familie ein Auto, das liegt wohl daran dass die meisten rechnen können.
    Viele glauben ja tatsächlich, wenn sie im Umland eine Wohnung finden die 300 CHF günstiger ist und sich dann ein Auto kaufen das pro Monat 600 CHF an Wert verliert würden sie Geld sparen!
    Wieso ÖV und Velo langsamer sein sollte ist mir nebenbei auch unbegreiflich. In Zürich ist ÖV und Velo zu den Zeiten zu denen wir unterwegs sind, definitiv das schneller Verkehrsmittel. Zusätzlich entfällt die leidige Parkplatzsuche.
    Wenn wir verreisen bin ich froh 4 Stunden mit meinen Kindern im Zug zu verbringen, anstatt mich 3.5 Stunden auf der Autobahn über irgendwelche Vollidioten zu ärgern, während die Kinder mit iPads ruhig gestellt sind.
    Aber jedem das seine.

    • 13 sagt:

      @ Urs
      Bei uns macht der Mietunterschied gute CHF 1’000.00 aus, dazu kommt noch die günstigere Krankenkasse und Kinderbetreuung.
      Und in ZH (wie auch in den meisten Städten) ist man schneller mit dem öV, das stimmt, auf dem Land ist das eher umgekehrt. Will ich in die nächste Stadt (5 km entfernt), so ergibt dies folgende Rechnung:
      -Autofahrt: 5 min, PP-Suche 2 Min., da Kleinstadt = 7 Min
      – öV: zur Haltestelle laufen: 3 Min., Wartezeit 2 Min., Fahrt 10 Min., vom BH in die Stadt laufen 10 Min = 25 Min.
      – Velo (mit Kindern): ca. 30 Min.

      Wir gehen viel mit dem öV und ich finde es gerade, wenn man Zeit hat mit Kindern spannender, schneller wäre man aber mit dem Auto.

      • maia sagt:

        @13: „……vom BH in die Stadt laufen 10 “ – 🙂

      • Olivier Fuchs sagt:

        „Zur Haltestelle laufen: 3 Min. “ Sehr gut für die Gesundheit. ÖV-Benutzer leben 3 Jahre länger. Ich beobachte unter meinen Bekannten: die zum Bahnhof laufen sind fast immer schlank und gesund und sie laufen schnell.

    • second step sagt:

      Ob Sie die Kinder mit dem iPad ruhigstellen hat nichts mit dem Verkehrsmittel zu tun. Das hat nur mit den Eltern zu tun. Das hab ich auch schon im Zug beobachtet. Wir reden auch ihm Auto miteinander, erzählen Geschichten, hören Kinderlieder und Hörspiele. Wer sich im Strassenverkehr unaufhörlich über andere ärgert sollte sich vielleicht überlegen ob er das Problem ist.

      • Karl Drais sagt:

        Nun, ob iPad oder nicht: Im Auto muss zwingend jemand den Hauptteil seiner Aufmerksamkeit sowie seine komplette Motorik dem Lenken des Fahrzeugs widmen. Im Zug eben nicht. Dort kann ich beispielsweise meinem Baby auch Brei füttern. Das ist auch eine Form von Freiheit.

      • second step sagt:

        @ Karl Drais: das stimmt schon, einer ist mit dem Fahren beschäftigt. Aber wenn man wie Urs nur Autofahren kann wenn man seine Kinder mit iPad’s ruhigstellt ist man selber schuld, respektive fantasielos. Wir reden miteinander, hören Lieder, und Hörspiele, die Kinder schauen Büchlein oder die Landschaft an etc. Und ein Baby stelle ich ja erst recht nicht mit einem iPad ruhig. Wenn man alleine ist und es füttern muss hält man halt an. Oder plant die Reise so, dass es ohne geht. Meine Kinder lieben das Eisenbahnfahren, aber Auto geht tiptop. Verstehe die Schwarz/Weiss-Sichtweise von Urs deshalb nicht, respektive ist meine Realität einfach anders.

      • Karl Drais sagt:

        Und ich verstehe nicht, was an Urs‘ Sichtweise Schwarz/Weiss sein soll. Er hat nur gegen die gängigen Vorurteile argumentiert, dass ein Auto einem beim Geld Sparen helfe und dass öV langsam und anstrengend sei. Ich finde diese Vorurteile in stadtnahen Gebieten ebenfalls unangebracht – aber wie Urs schon schrieb: Jedem das Seine!

  • Kate sagt:

    Wir sind eine Familie mit drei Kindern und leben ohne Auto. Manchmal vermisse ich ein Auto und manchmal bin ich froh, dass wir keines haben. Ich dachte immer, dass eine Familie mit drei Kindern ein Auto „braucht“. Erst mit der Zeit bemerkte ich auch die Vorteile. Ohne Auto muss ich mein Leben anders organisieren und weil ich nicht schnell irgendwo hin fahren kann, wird der Alltag ganz von selbst verlangsamt…. In dieser schnelllebigen Zeit finde ich dies manchmal auch wertvoll.

    • Nora sagt:

      Da stimme ich Ihnen voll zu! Wir haben auch kein Auto, demzufolge stopfen wir die Tage auch nicht mit hundert Aktivitäten zu, sondern fahren bspw. am Vormittag mit unseren zwei Kleinkindern mit dem ÖV in die Badi, den Rest des Tages bleiben wir aber dann zu Hause… „entschleunigt“ wunderbar!:-)

  • tststs sagt:

    Ein positiver Nebeneffekt ohne Auto: Man nimmt viel weniger Zeugs für die Kids mit. Wenn ich manchmal sehe, wie viel Haushalt für das Baby/Kleinkind im Auto mitchauffiert wird… Wer mit den ÖV unterwegs ist, reduziert sich automatisch auf das Notwendige.
    😉

    • 13 sagt:

      Das ist zu 100% richtig. Ich bin durch den Verzicht auf den Kinderwagen schon an Minimalismus gewöhnt und für die Ferien mit einem Mann gesegnet, der herummotzt, wenn wir für 5 Personen mehr als drei Koffer haben (davon einer in Handgepäckgrösse, sie anderen auch nicht in XXL). Dafür brauchten wir auch nicht ab dem 2. Kind einen Multivan. Wie grosse Autos viele Familien fahren, staune ich jeweils. Wenn aber der Triptrap mit in die Ferien muss, fange ich an zu verstehen…

      • tststs sagt:

        Ich frage mich ja sowieso, was an so einem Kinderwagen so toll ist (habe bisher geglaubt, dass es halt easy ist als Gotti mal so 1,2 Tag nur mit Tragetuch (Baby) oder Tragen (Kleinkind), für Eltern wirds irgendwann mühsam)… aber dämfall gibt es doch Eltern, die darauf verzichten.

        Ausser natürlich als Einkauf- und Zügelhilfe, da ist so ein Gefährt schon äusserst stabil und hat zahlreiche Ladeflächen (das Baby ist währenddessen im Tragetuch) 😉

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Ja, das gibt es 😉 Wir gehören jedoch noch zur light-Version, was bedeutet: Wir haben einen Kinderwagen, dieser wird jedoch zumindest von mir selten gefahren, und z. Bsp. in die Ferien oder so nehmen wir ihn nicht mit. Auch bei fünf Wochen mit einem kleinen Baby blieb er zu Hause. Es gibt aber auch etliche ganz ohne oder maximal mit einem Veloanhänger, der als Kinderwagen gebraucht werden kann.

        Zum einkaufen ist er tatsächlich praktisch. Dann muss man einfach damit rechnen, von besorgten älteren Damen angesprochen zu werden, die fragen, ob das Kind noch Luft bekommt und dann aufatmen, wenn man auf das Tuch zeigt 😉

      • tina sagt:

        dann möchte ich dich gerne nach 1 stunde baby im tragetuch nochmals fragen, an einem tag wie heute, tsts 😉

        ich jedenfalls erlitt fast einen hitzeschlag vom zuschauen

      • tststs sagt:

        Äch tina, das läuft doch unter Bauchfett-weg-training 🙂 🙂 🙂

  • 13 sagt:

    „Als Familie ohne Auto zu leben, ist durchaus machbar. Allerdings braucht es zwei Voraussetzungen: einen Wohnort mit guter ÖV-Anbindung und den Willen zum Verzicht.“

    Sie haben einen Punkt vergessen: ein entsprechender Arbeitsort resp. überhaupt Stelle. Wer Schichtarbeit (inkl. Abend/Nachtschichten) verrichtet oder wo trotz eigentlich vorhandener öV-Verbindungen die Verbindung Wohn-Arbeitsort schlicht umständlich ist, ist auf ein Auto angewiesen. Ich würde sehr gerne autofrei leben. Berufsbedingt haben wir aber sogar zwei. Wenn ich dafür rund 8 Stunden pro Woche mehr mit der Familie verbringen kann, ist mir das wert.

    • Sportpapi sagt:

      Bei einem zentralen, mit ÖV gut erschlossenen Wohnort ist meist auch der Arbeitsort gut erreichbar. Ausserdem ist beides mittel-/langfristig auch veränderbar.
      Acht Stunden als Differenz würde ja ein ÖV-Arbeitsweg von mindestens einer Stunde, eher mehr, bedeuten, was ich als sehr viel empfinde. Und: dass diese Zeit für keinerlei Arbeit genutzt werden kann.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Für die Arbeit nutzen:
        „Der Maurer kann im Zug schon mal den Mörtel mischen.“

      • 13 sagt:

        @ SP
        Gut erreichbar heisst in beiden Fällen, dass grössere Orte schnell und gut erreichbar sind aber um vom Wohnort bis zum Arbeitsort zu kommen, muss man über einen grösseren Ort fahren muss oder direkt, aber dann mit Bummlerzug, was eben Zeit kostet. Es sind ziemlich genau 50 Minuten/Weg (1h 20 vs 25-30 min mit dem Auto) und ja, das ist viel. Die Zeit fürs Arbeiten nutzen geht aufgrund Berufsgeheimnisses und überfülltem Bummler oder dann mehrmals umsteigen nur sehr beschränkt. Natürlich wäre es veränderbar, aber der Wohnort hängt ja nicht nur von einer Person ab und beim Arbeitsort gab es wichtigere Faktoren, zumal der Weg mit dem Auto eben gar nicht so weit ist.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        😀 😀 😀

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Der Maurer hat über eine Stunde Arbeitsweg? Weil Baufirmen so selten sind? Aber auch der Maurer kann morgens schon einmal im Zug in Ruhe Zeitung lesen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich habe unter meinen Klienten viele Handwerker, die gar nicht in die Firma, sondern direkt auf die Baustelle müssen. Das ist in ländlichen Gegenden schnell mal über eine Stunde Fahrt, je nachdem wo gebaut wird. Soll der Maurer nun jedes Mal den Job wechseln, wenn ein Auftrag erledigt ist und er versetzt wird?

      • Amanda sagt:

        In eher ländlichen Gegenden sind aber längst nicht alle Orte, auch wenn sie durch öV gut erschlossen sind, in einer nützlichen Zeit erreichbar. Wir wohnen in der Agglo Flughafen, in Nähe meines Arbeitgebers. Wegstrecke mit dem Auto: 4,8 km / 7 Minuten. Zeitaufwand ÖV: 56 Minuten (zwei Mal umsteigen + 2 x ca. 10 Minuten Fussweg bis/ab Haltestelle). Das Fahrrad zwischen 15 bis 20 Minuten benutze ich jedoch nicht, weil ich a) meine 45 Minuten Mittagspause mit den Kindern zuhause verbringen möchte und nicht auf der Strasse und b) keinen Wert darauf lege, völlig verschwitzt im Geschäft anzukommen.

      • Ka sagt:

        @ Amanda: kaufen sie sich ein EBike, dann sind sie nicht verschwitzt und auf die 5 Minuten die sie länger als mit dem Auto haben, kommt es in der Mittagspause nicht wirklich drauf an.

      • Sportpapi sagt:

        @Amanda: Verkaufen Sie das Auto und sparen Sie das Geld. Sie können dafür sehr viel weniger arbeiten und mehr bei den Kindern sein…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich kenne mich zu wenig aus. Darf ein Arbeitgeber ständig den Arbeitsort wechseln, auf Kosten des Arbeitnehmer?
        Wir nicht üblicherweise ein Transport organisiert?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ja, das ist zulässig, wenn es so im Vertrag steht. Oftmals ist eine gewisse Distanz im Lohn drin, erst wenn man drüber ist, erhält man eine Entschädigung, aber auch hier wird nicht der Transport organisiert. Gerade in der Baubranche, der Gastronomie aber auch anderen Bereichen ist ein eigenes Fahrzeug eine Voraussetzung für die Anstellung.

      • Karl Drais sagt:

        Die Geld- und Komfortfragen muss ja grundsätzlich jeder für sich entscheiden. Leider fällt im Moment bei sehr vielen die Entscheidung FÜR ein eigenes Auto aus. Dies hat aber auch damit zu tun, dass Autofahren zu billig ist, sprich: nicht alle verursachten Kosten deckt (vgl. „Externe Kosten und Nutzen des Verkehrs in der Schweiz“, ARE). Die Wahl wäre also echter, gerechter sowie ökonomisch und ökologisch sinnvoller, wenn man beim Verkehr Kostenwahrheit herstellen würde. MIV müsste merklilch teurer werden und für jeden zu Fuss gegangenen Kilometer müsste man eigentlich Geld bekommen, da hier unter dem Strich ein gesellschaftlicher Nutzen resultiert.

    • Nina Bretscher sagt:

      Ich arbeite Schicht, 70%, geht tiptop ohne Auto (bis jetzt 1 Kind). Ich nehme halt das Velo für den Arbeitsweg.

      • 13 sagt:

        @ Nina
        Wenn der Arbeitsweg mit dem Velo erreichbar ist, geht das ja auch gut. Dass mein Mann nicht um 2.00 Uhr morgens nach einer 10-Stunden-Schicht 45 km mit dem Velo heimfahren will, verstehe ich aber irgendwie…

      • Sportpapi sagt:

        Wie auch immer. Es braucht schon eine sehr spezielle Konstellation, dass man für zwei Teilzeitstellen zwei Autos braucht, obwohl man doch eigentlich autofrei leben möchte.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wir arbeiten einmal Vollzeit, einmal ca. 70 %, kein zwei Teilzeitstellen, wobei bei zweimal Teilzeit die Länge des Arbeitswegs meistens entscheidender ist, als bei Einverdienerfamilien. Und nein, solche Konstellationen gibt es durchaus und ist halt etwas, was häufig (gerade bei Abstimmungen) vergessen geht. „Büezer“: Bauarbeiter, Pflegeleute, Gastronomieangestellte, Verkaufspersonal etc. sind sehr häufig schlicht auf ein Auto angewiesen, erst recht wenn Kinder betreut und entsprechend gebracht und geholt werden müssen (ich zähle mich nicht dazu, bei mir ginge es ohne, wenn auch mit sehr grossen Komfortverlust). Da bringen solche romantischen Überlegungen, es gibt ja carsharing, wenn man nur will, Benzin auf 5.- erhöhen, dann geht es, oder umziehen/Stelle wechseln wenig.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Gerade bei den „Büezern“ frage ich mich häufig, was sie wohl anstelle der zwei Autos mit dem Geld anfangen könnten. Bzw. wie sie sich das leisten.
        Ausserdem kenne ich davon auch einige. Und da ist tatsächlich der ÖV kein Thema. Nicht, weil es nicht ginge. Sondern weil ein Auto einfach dazu gehört. Und meist nicht einfach irgendeines.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportpapi

        Exakt. Ich kenne genug Hungerleider mit Protzauto, welche darüber klagen, sich zum Essen nur Cervelathaut leisten zu können. Mein Einwand, auf ÖV oder Velo umzusteigen und mit dem Rauchen aufzuhören kam dann jeweils nicht so gut an.

        Meine Exnachbarn (er IV, sie Teilzeitputzfrau, 2 Lehrlinge) haben 4 Autos und ständig gejammert. Sowas kann ich einfach nicht ernst nehmen.

  • Adam Riese sagt:

    Ja, es geht zweifellos auch ohne Auto. Die Frage ist hat jeweils, was einem Menschen die Unabhängigkeit und Flexibilität Wert ist. Wer sich darüber beklagt, zu viel Stress und zu wenig Zeit für sich und die Kinder zu haben, schafft sich lieber ein Auto an als bewusst darauf zu verzichten.

    Gleiches gilt es zu allen anderen technischen und technologischen Errungenschaften der Neuzeit zu sagen: Es ginge um privaten Bereich auch irgendwie ohne TV, ohne Computer, ohne Smartphone, ohne Heizung, ohne fliessendem Wasser und ohne Strom. Es liesse sich sehr viel Geld sparen. Nur wäre ein solches Leben wie vor 200 Jahren eher mühsam und daher nichts für mich.

    • sonic sagt:

      Die Frage ist auch, was einem die Umwelt wert ist..

      • Adam Riese sagt:

        @Sonic:

        Das ist die grosse Frage. Wer auf ein jährlich wechselndes Smartphone (oder generell Smartphone) verzichtet und nur regionale Speisen/Getränke einkauft, sich dazu nur secondhand Spielzeuge anschafft und generell Plastik durch Holz ersetzt, dazu Haushaltsgeräde repariert statt zu ersetzen, der sollte sich kein Auto anschaffen. Wer die von mir aufgezählten Punkte nicht umsetzt, hat wohl nicht so ein grosses Interesse an der Umwelt, als dass es sich für ihn/sie lohnen würde, auf die Mobilität/Flexibilität zu verzichten. Und wenn ich sehe, wie sich ein gewisser Machthaber um die Umwelt foutiert, so haben wir es als kleine Schweiz ohnehin sehr schwer, mit unserer Verhaltensweise etwas Nachhaltiges bewirken zu können.

      • Karl Drais sagt:

        Ihre Logik ist nicht nachvollziehbar. Warum soll es sich für für jemanden mit Smartphone mehr lohnen, ein Auto anzuschaffen, als für jemanden ohne Smartphone? Das mit der Umwelt habe ich schon verstanden, aber Interesse an der Umwelt ist eben Interesse an der Umwelt und kein Eigeninteresse. Oder anders gesagt, wenn ich Velo+Bahn fahre anstatt Auto, dann schone ich die Umwelt aller Menschen ein bisschen, egal ob nun ein Trampeltier vorübergehend Präsident eines fernen Landes ist.

    • Adam Riese sagt:

      Noch eine Anmerkungen zu den Kosten:

      Als Familie mit zwei Kindern würde uns die Äquivalenz zum Auto (sprich GA) 2×3860.- plus 2×2760.- kosten. Also jährlich 13’240 Franken. Unser Auto kostet in der Amortisation auf 8 Jahre 3000.-/J.. Dazu Service und Reparaturen von Jährlich gut gerechneten 1500.-, Sommer-Winterreifen von 300.- pro Jahr. Dazu Versicherungen/Abgaben von 1500.- pro Jahr. Benzin bei 20’000 km/J. zu 1.50 = 3000.-. Wir kommen somit auf Kosten von geosszügig gerechneten 9’300 Franken. Das kleinere Zweitauto kostet uns rund die Hälfte. Unsere Unabhängigkeit verursacht uns folglich Kosten von rund 14’000 Franken pro Jahr. Also nur unwesentlich mehr als das umweltschonendere Äquivalent. Von daher ist die Kostenfrage bei uns geklärt. Die Flexibilität ist uns 70.-/Monat Wert.

      • Josef sagt:

        Bei Ihrer Kostenrechnung für das GA vergessen Sie die Ermässigungen für Kinder und Partner (GA Familia).

      • Josef sagt:

        Genau berechnet macht dies 3860.- für das Basis-GA, 2180.- für das GA Familia Partner, 2x 680 (bzw. 980, je nach Alter) für das GA Familia Kind = 7400.- bzw. 7890.-
        Heisst über 6000.- / Jahr oder 500.- / Monat.

      • Ka sagt:

        Bitte rechnen sie nochmals: GA Erwachsen 3860.-, Partner 2700.- Jugendliche je 925.- ergibt 8410.-, Sie kommen also günstiger

      • Adam Riese sagt:

        2016 wurden in der Schweiz knapp über 327’000 neue Personenwagen verkauft. Alleine im Mai 2017 haben die sechs grössten „Autoländer“ rund 27 Mio Personenwagen neu zugelassen. Die Schweiz bringt also in einem Jahr gerade mal 1.2% von dem auf die Strasse, was sechs andere Länder in einem Monat schaffen. Aufs Jahr gerechnet, ist unser Anteil am Autoweltmarkt also bei 0.1%. Es sind hehre Ziele, wenn man durch seinen Verzicht das Weltklima und die Umwelt schonen oder gar retten möchte. Nur ist der Nutzen leider gleich null. Selbst wenn die gesamte Schweiz autofrei wäre, hätte dies keinen Einfluss auf die Umwelt.

      • Gerhard Engler sagt:

        Das Partner-GA kostet 2’700, das Familien-Kinder-GA kostet 680.-. Macht total knapp Fr. 8’000.

      • Adam Riese sagt:

        @Danke Ka für die Aufklärung. Sie sehen: Ich befasse mich nicht gross mit dem ÖV. Immerhin kommt eine Familie mit zwei Kindern ein kostengünstiges Auto in etwa gleich teuer wie ein Familien-GA. Das sollte doch auch zu denken geben, nicht? Wobei die SBB und die anderen Verbunde ja froh sind, dass nicht alle darauf umsteugen. Sie hätten schlicht nicht die Kapazitäten dafür.

      • Ka sagt:

        nein, aber auf die Wohnqualität? Lärm, Schmutz, Unfälle?? Aber es geht doch gar nicht um eine komplett Autofreie Schweiz, man braucht nicht das eine gegen das andere auszuspielen. und in Zukunft fährt uns das selbst fahrende Auto, per App bestellt, dahin wo wir wollen und parkiert sich selber in Parkhäusern irgendwo in der Industriezone.

      • Adam Riese sagt:

        Noch eine Anmerkung zu meiner „Weltmarktrechnung“: Die 0.1% beziehen sich auf die sechs grossen Nationen. Daneben gibt es ja bekanntlich noch ein paar andere Länder, die Neuwagen zulassen. Gut mögluch also, dass unser Anteil am effektiven Weltmarkt sogar bei 0.01% liegt. Hat vielleicht jemand die genaue Zahl?

      • sonic sagt:

        Ja lieber Herr Riese, das ist natürlich das Totschlagargument. Gehen sie abstimmen? weil ihre einzelne Stimme bringt ja eigentlich auch nichts..
        Und wie Ka oben schreibt, abgesehen von ihrem bescheidenen Beitrag zum besseren Weltklima, haben sie schon einmal überegt, wieviel wir dem Strassenverkehr opfern? Wieviel Fläche zubetniert wird? Wieviel Lärm wir ertragen müssen? Wieviele Dörfer und Quartiere durch vielbefahrene Strassen zerschnitten werden? Schlicht, wieviel Lebensraum verloren geht, weil wir so viel Autofahren? Schauen sie sich einmal um!

      • Sportpapi sagt:

        Die Aequivalenz zum Auto ist doch nicht das GA. Im Wesentlichen braucht man ein Streckenabo, dazu Halbtax und Familienkarte. Und in seltenen Fällen mal ein grösseres Ticket. In unserem Fall kommen wir mit rund 2000 Franken Bahnkosten sicherlich aus.

      • Sportpapi sagt:

        Und die Weltmarktrechnung tönt so nach Trump. Ich weiss schon, dass wir in der Schweiz gut darin sind, überall Trittbrettfahrer zu sein.
        Aber es ist auch nicht falsch, mal etwas Sinnvolles zu tun, bevor die Gemeinschaft uns zwingt dazu.

      • tststs sagt:

        Ich glaube, hier kann man wirklich mal eindeutig sagen:
        Das Auto ist schneller (bis auf wenige Strecken)
        Der ÖV ist günstiger (bis auf wenige Ausnahmen)

      • Adam Riese sagt:

        @sonic und Ka:

        Einverstanden: Wenn wir weg kommen vom utopischen Ziel, die Welt mit unseren Entscheidungen beinflussen zu können und uns einzig auf das hier und jetzt konzentrieren, so können wir auf unseren Strassen tatsächlich etwas bewirken, wenn wir weniger bis gar nicht Auto fahren. Nur gibt es einen kleinen Haken, und der nennt sich Bevölkerungswachstum. Wir können gar nicht anders, als die Landschaften immer mehr zuzupflastern. Sei es nun für den ÖV (neue Verbindungen, neue Streckenabschnitte etc.), neue Velowege, Wohnraum für die bald 9 Millionen und in 10 Jahren 10 Millionen Menschen. Dazu der Ausbau im Strassennetz für den Individualverkehr, sodass eine gesunde Verteilung stattfinden kann. So oder so: Wir stehen vor einer sehr herausfordernden Zeit.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Adam Riese: Sie vergessen bei Ihrer Aufrechnung, dass viele Familien sowohl ein (oder zwei) Auto(s) haben UND noch ein Zugsabo! Wobei es ja nicht nur GA’s gibt, sondern eine ganze Reihe von Abos. Der TCS geht aktuell von –.70 Kosten pro gefahrenem Kilometer mit dem eigenen Auto aus. Der wahre Preis des Autofahrens errechnet sich u. a. aus der Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis eines Autos: Abschreiber sind bei den heutigen Marktverhältnissen unverhältnismässig hoch.

      • Karl Drais sagt:

        Adam Riese, schon wieder unlogisch. Wenn ich in der Schweiz auf ein Auto verzichte, dann hat dies doch im Grundsatz den gleichen Effekt, wie wenn ich in einem anderen Land auf ein Auto verzichte, oder? Es spielt dabei doch keine Rolle, wie gross mein Land oder dessen Neuwagenmarkt ist.
        Ausserdem: Bevölkerungswachstum heisst, wir sollten unsere beschränkten Ressourcen wie Platz und Energie schonen. Das gelingt uns sicher nicht mit Fahrzeugen, die 30 mal schwerer sind als ihre Nutzlast und Energie mit einem Wirkungsgrad von 20% verschleudern.

  • Matthias sagt:

    Leben ohne Auto geht bestimmt. Doch warum soll ich Komfort aufgeben?

    Wie geht man in die Ferien in Ferienwohnungen wo man die Bettwäsche, Frottewäsche noch mitnehmen muss?

    • sonic sagt:

      hm ja wieso wohl. Haben Sie Kinder? Ist ihnen deren Zukunft einfach egal? Es müssten alle ein bisschen auf Komfort verzichten, wenn wir hier weiter existieren möchten.
      Ferienwohnungen gibts auch mit Bettwäsche. Und wenn nicht, kann man Gepäck auch per Bahn schicken. Man muss sich nur etwas organisieren. Abgesehen davon, schaffen Sie sich wirklich ein Auto an, nur um 2x pro Jahr damit Bettwäsche zu transportieren?

    • Sportpapi sagt:

      Mit Koffer und Rucksack?

      • Matthias sagt:

        Ja ich habe Kinder. Bzw. momentan 1 Kind.
        Das Auto dient auch zum einkaufen und sonstige Aktivitäten. Ihrer Antwort kann ich entnehmen, dass sie wahrscheinlich städtisch wohnen. Mit dem öv benötigen wir um einkaufen zu gehen 40 Minuten zum Migros und müssen erst noch umsteigen. Mit dem Auto 10. Um Elternbesuche zu machen braucht der öv 50 Minuten, das Auto 10. Das ist halt Komfort.

        Diese Ferienwohnung gehört jedoch der Verwandtschaft und dort gibt es keine Bettwäsche. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Matthias: Wir wohnen in der Agglo. Und das nicht zufällig.
        Und in die Ferien gehen wir dieses Jahr auch mit dem Auto. Aber es geht selbstverständlich auch mit ÖV, wenn man sich das gewohnt ist. Bei uns tragen (oder ziehen, je nachdem) die Kinder z.B. mittlerweile ihr eigenes Gepäck selber. So haben wir Eltern problemlos die Möglichkeit, einen „Haushalt“-Koffer mitzunehmen. Wir sind auch schon mit ÖV in die Skiferien – das ist dann aber etwas aufwändiger.

    • Christoph Bögli sagt:

      Ist halt eine Kosten-Nutzenrechnung. Ein Auto hat ziemlich hohe Opportunitätskosten, selbst wenn es die meiste Zeit nur herumsteht. Insofern ist halt die Frage, ob man mit dem Geld nicht besseres anstellen kann, z.B. eben etwas luxuriösere Ferien anstatt dort dann den Rappen umzudrehen.

      Das Problem wird natürlich umso kleiner, je mehr Geld man zur Verfügung hat, sprich wenn die finanziellen Ressourcen nahezu unlimitiert sind dann kann man sich problemlos alles leisten. Wenn das für Sie so ist, Glückwunsch, aber das trifft wohl auf die wenigsten hier zu..

  • Martin Hug sagt:

    Wir haben eine Familienkutsche und dazu noch ein kleineres Zweitauto. ÖV und Velos nutzen wir dennoch manchmal. Funktioniert auch problemlos 🙂

  • Nicole E. sagt:

    Und? Soll uns dieser Beitrag irgendwas lehren oder sagen? Zürich will Velostadt werden, was sie sowieso nie wird. Ich bin aus der Stadt raus, weil ich im Umfeld günstigere schönere und grössere Wohnungen finde und so meinen Lebensstandard steigern kann. Ich habe viel mehr Geld für andere Dinge und geniesse das in vollen Zügen. OK, ich brauche das Auto mehr aber ich würde niemals in die Stadt in diese überteuerten Löcher zurück ziehen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Und? Soll uns Ihr Kommentar irgendwas lehren oder sagen?

      Ausser, dass Sie sich selber die einzig wichtige Person sind, haben Sie wohl nichts zu sagen….

  • Maria sagt:

    Ich habe mein (Zweit-)Auto verkauft als die zwei Kinder noch klein waren. Da stand es wirklich zu 90% nur rum und alles ging prima mit dem Velo. Man hatte ja auch Zeit 🙂 Jetzt als die Kinder beginnen eigene Hobbies zu haben, hätte ich gerne ab und zu wiedermal ein Auto. Für Familien die in einer Gegend mit sehr guter Infrastruktur (Hallenbad, Vereine, etc. ) leben, ist es sicherlich weniger ein Problem, aber sobald man ausserhalb auf dem Land wohnt, verstehe ich nun alle, die mit Kindern zwei Autos benötigen 😉

    • Karl Drais sagt:

      Das Problem ist auch die Zersiedelung, welche wiederum durch das Auto begünstigt wird — ein ewiger Teufelskreis. Ja, wenn man „ausserhalb auf dem Land“ wohnt und dann auf Dinge wie regelmässige Hallenbadbesuche nicht verzichten kann, braucht man wohl ein Auto. Leider zerstört man damit das Land selber am meisten.

  • Thomas sagt:

    Ich denke, man darf das sicher auch selbst für sich und seine Situation entscheiden und nicht den Entscheid vorgelegt bekommen.

  • Jürg. sagt:

    Spannend wär dieses Thema von einer Familie mit mehr als 2 Kindern.

    • Hotel Papa sagt:

      Die Bilanz kann eigentlich nur besser werden. Stichwort Mama-Taxi…

    • Gerhard Engler sagt:

      Ich habe drei Kinder (jetzt 14, 18 und 20), wir wohnen in Winterthur und hatten nie ein Auto (ausser Mobility). In unserem Quartier gibt es zahlreiche solche Familien. Und ich habe das Auto eigentlich nie vermisst.

    • Suzanne sagt:

      Geht bestens, auch mit drei Kindern.
      Bei Kleinkindern braucht’s: ein (Elektro-)velo, einen Anhänger (der sich auch zum Einkaufen eignet), einen Kindersitz und Helme.
      Bei grösseren Kindern: Vertrauen, Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie ÖV-Anbindung bzw. Fahrräder und Helme.
      Im Notfall gibt’s Taxis, Carsharing oder Nachbarn.

  • Daniel Maier sagt:

    Nadia Meier, ich würde zuerst einmal in mich gehen. Warum?
    „…So schonen wir die Umwelt…“ Aha, Carsharing macht das möglich?? Interessant!

    • Hotel Papa sagt:

      Was ist sinnvoller, als eine Ressource, die der Durchschnittsverbraucher vor allem stehen lässt, (und damit Strasse und Stadt zustellt) gemeinsam zu nutzen, und damit sicherzustellen, dass sie – nun ja – GENUTZT wird?

    • Susi sagt:

      Carsharing: Wenn nur ein Auto (anstatt drei, fünf, sieben, je nach Beteiligung im Sharing) hergestellt wird, dann spart das sehr viel an Ressourcen und grauer Energie.

    • Gian Berger sagt:

      Seit ich Carsharing benutze fahre ich nur etwa 200 km pro Jahr (Hauptsächlich Pflanzen, Kompost, und Sonstiges für den Garten). Alle andere grosse Sachen kann mann bringen lassen (auch nur 2-3 Mal pro Jahr). Als ich noch ein eigenes Auto hatte fuhr ich etwa 5000 km pro Jahr. Carsharing schont die Umwelt, weil sehr viel weniger gefahren wird, und das Auto, inklusieve graue Energie von viele Leute geteilt wird.
      Nur hoffe ich das die rote Carsharing Dieselautos endlich durch eAutos ersetzt werden. Diesel ist Gift.

    • mobilityanerin sagt:

      auch da, indem nämlich eine blechkarosse weniger produziert wird, dann viel rumsteht, dafür (park-)platz benötigt und irgendwann wieder entsorgt werden muss. ist das so schwierig zu verstehen?

    • Karl Drais sagt:

      Es geht auch um Anreize. Als Mobility-Genossenschafter mussten meine Partnerin und ich einmalig 1’500 Franken abdrücken — nun sind wir ein Leben lang dabei ohne jegliche Fixkosten. Bei Benutzung zahlen wir aber ungefähr die effektiven Vollkosten des jeweiligen Autos, also etwa 75 Rp./km und noch etwas pro Stunde. Dies führt dazu, dass wir nur noch für „Schwertransporte“ oder im Notfall ein Auto nehmen — und dann jeweils das kleinstmögliche/effizienteste.

  • mila sagt:

    Nun ja: ich meistere meinen Wochenalltag mit Kind ausschliesslich mit ÖV. Vom Dorf, oder treffender: Weiler, mit Postautoanschluss aus. Auf unsere ‚Kutsche‘ würde ich am Wochenende trotzdem nicht verzichten wollen, sei es für den Einkauf, sei es für einen ruhigen Ausflug abseits von überfüllten (und überhitzten) Zügen. Schön, wenn man so konsequent lebt (leben kann) wie die Autorin. Aber so puristisch muss ich es nicht haben, und ich verstehe jede Mutter, die nicht aufs Auto verzichten will. Gemächlichkeit können (wollen) sich schlicht nicht alle leisten.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ich finde nicht, dass die Autorin puristisch ist. Jeder soll einfach so gut es geht einen Beitrag zu mehr Sicherheit und Umwelt leisten, dann ist schon viel getan. Soviel wie möglich ist viel mehr als Nichts. Nur gar Nichts tun ist nicht ok.

      • Martin Frey sagt:

        „Jeder soll einfach so gut es geht einen Beitrag zu mehr Sicherheit und Umwelt leisten, dann ist schon viel getan.“
        Dann sollten Sie vorab Ihre Tierhaltung wie auch das Austragen von Dünger auf ihren landwirtschaftlichen Flächen kritisch überdenken. Weit vor Gedankenspielereien um die Nutzung eigener Pkw.

    • tina sagt:

      ich finde allerdings nicht, dass das etwas mit müttern oder gemächlichkeit zutun hat. ausser es geht um hausfrauen

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wir produzieren Bio, gänzlich ohne Fungizide, Herbizide und chemische Düngermittel.

        Falls Sie nicht gänzlich vegan leben und nicht nur Bio konsumieren können Sie also grtrost Ihr dummes Geschwätz sonstwohin stecken…..

      • Martin Frey sagt:

        Vegan können Sie sich schenken, aber ich bezahle gerne höhere Preise für bio wo immer möglich. Ich finde es toll dass Sie so produzieren, ganz ehrlich.
        Aber es wäre mir neu dass bio-Vieh nur … bio fahren lässt? Und nicht etwa Methan u.a? 😉 und Gülle ist auch Dünger. Zudem, Traktoren mit Elektroantrieb habe ich zumindest noch keine gesehen….
        Aber all das muss ich Ihnen ja sicher nicht sagen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Im Übrigen wird das produziert, was Sie kaufen. Sie sind quasi der Auftraggeber von den Produzenten und wenn Sie hormonverseuchtes Hühnerbein aus schlechter Haltung kaufen, sind Sie als Auftraggeber mitschuldig. Ebenso für sämtliche Einsätze von chrmischer Bodenbearbeitung. Was Sie nicht kaufen, wird NICHT produziert! Also sich an der eigenen Nase fassen.

      • mila sagt:

        tina, ich sags mal so: ich kann mir Gemächlichkeit leisten, weil ich unter keinem äusseren Zeitdruck stehe. Höchstens dem selbstverursachten. Aber eine Frau zB (oder ein Vater), die vor der Arbeit ihre Kinder zur Kita bringt, kommt evt. nicht mit ÖV/Velo hin, oder nur unter hohen Zeiteinbussen (ke nach Wohnlage). Ich verstehe jedenfalls den Autobedarf, gerade von arbeitstätigen Eltern. Und würde es nicht als ‚Komfort‘ bezeichnen, sondern ( in vielen Fällen) als Pragmatismus. Ideologien kosten auch etwas (obschon nicht zwingend Geld).

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Auch Bio ändert nichts daran, dass bei unseren Tieren hinten wieder etwas rauskommt, aber wir verzichten gänzlich zusätzlich auf chemische Substanzen. Zudem beziehen wir Solarstrom, welcher uns grosse Mehrkosten beschert. Elekttotraktor gibts auch noch nicht.

        Wie gesagt: jeder soll so gut wie möglich einen Beitrag leisten. Es kann nicht Sinn der Sache sein, dass die Einen 100% geben (das sind dann die Veganer), damit die Anderen nichts tun müssen.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Man wundert sich manchmal nur, wie über die unbezahlbaren Betreuungskosten geklagt wird, die den ganzen Teilzeit-Lohn wieder wegfressen, nicht aber über die Auslagen für ein Auto.

      • Martin Frey sagt:

        Nochmals, Tamar von Siebenthal, die Veganer haben nicht zwingend eine bessere Ökobilanz, auch wenn sie selber davon überzeugt sind. Mir ging es darum, die für die Treibhauseffekte völlig unterschätzte Rolle der Landwirtschaft aufzuzeigen. Mehr nicht. Sie müssen sich nicht angegriffen fühlen, denn so wie Sie das schildern, machen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten bereits viel für die Umwelt. Und das zählt letztendlich.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Martin Frey

        Das ist ja genau mein Anliegen: jeder soll etwas beitragen, so gut es die Umstände halt eben erlauben. Ich bin übrigens ein Gegner der konventionellen Landwirtschaft, weil ich überzeugt bin, dass eir noch grosse Probleme bekommen, wenn noch mehr Böden durch Totalherbizide u A verseucht eerden. Schin jetzt haben wir Millionen von km2, welche nicht mehr fruchtbar sind und das sicher nicht infolge Biolandbau. Ich bin auch kein militanter Autogegner, aber wenn man den Sprit erhöhen würde, würden auch weniger KM gefahren werden.

        Was die Veganer sngeht: doch, ich bin überzeugt dass deren Ökobilanz einiges besser ist als unsere. Ich selber esse zwar kein Fleisch, aber Milchprodukte.

      • mila sagt:

        Nun ja, SP: wir lassen unser Baby/Kleinkind aus anderen Gründen nicht fremd-betreuen, als kostenbezogenen. Aber mit einem Postautoanschluss pro Stunde unter der Woche, und Zweistundentakt am Wochenende, in entsprechender Lage, verzichtet man kaum auf ein Auto (ausser man ist grobideologischer, wind-und-wetter-unbeeinträchtigter Velofahrer…). Wenn man durch den Umzug weg von der Stadt für grösseren (!) Wohnkomfort mehr als einen Tausender weniger bezahlt pro Monat… und sich die Pendelzeit für den Arbeitstätigen zugleich von 40 auf 10 min pro Weg reduziert, amortisieren sich die Autokosten allemal. Wie ich schon sagte, manchmal geht es schlicht um Pragmatismus.

      • mila sagt:

        Notabene: für zwei Erwachsene mit vollem Lohn spiel(t)en weder der Tausender, noch die Pendelzeit eine sonderliche Rolle. Anders sieht es aus, wenn ein Kind bei vorübergehend einem Gehalt dazukommt. Da trifft man idR die Entscheidungen, die einem das Leben gemäss eigenem Empfinden/Bedürfnis erleichtern. Das kann so aussehen wie bei der Autorin – muss es aber keineswegs. Mich stört eigentlich nur, wenn ein bestimmtes ‚Modell‘ als (moralisch) überlegen verkauft wird, ungeachtet dessen, dass es nur in einem abgesteckten Rahmen ohne (persönliche) Kosten lebbar ist.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sicherlich haben Sie gemerkt, dass ich mich nicht auf Sie und Ihre Situation bezogen habe. Sondern auf die Eltern, die sich beklagen, dass die Betreuungskosten den Zweitlohn auffressen, aber ohne mit der Wimper zu zucken ein zweites Auto anschaffen, das nur nötig ist, damit der zweite Job funktioniert.

  • Amanda sagt:

    Natürlich geht es immer irgendwie auch ohne eigenes Auto. Vor allem bei reger Nutzung des „führenden Carsharing-Anbieters“, bei Lieferung von Online-Bestellungen des Supermarktes, bei geographisch optimaler Wohnlage und bei einer beruflichen Tätigkeit, die einem genügend zeitlichen Freiraum lässt, den Alltag mit Fahrrad/öV zu bewältigen. Geht es in diesem Artikel um „Familienkutschen“ oder generell darum, (k)ein eigenes Auto zu besitzen?

    • Reincarnation of XY sagt:

      es ist ein Bericht, der zeigt, dass es mit Familie auch ohne Auto geht – als Beispiel. Vielleicht auch als Ermutigung für solche, die sich das überlegen.

      Es geht nicht um verschiedene Autotypen.

      • Amanda sagt:

        Der Autorin irgendwie aber doch. Zumindest spricht sie es an. In unserem Bekanntenkreis z.B. hatten alle Paare als sie noch kinderlos waren bereits zwei Autos (Klein-/Mittelklassewagen). Und die haben sie einfach behalten, als sie eine Familie wurden. Auch wir fahren noch immer die zwei selben Autos wie in der kinderlosen Zeit und haben sie nicht durch eine „Familienkutsche“ ersetzt. Dass es auch ohne Auto geht, ist schon klar. Nur – wenn man bereits zwei Autos besitzt, warum sollte man ausgerechnet dann, wenn Kinder da sind, sein Leben komplizieren, indem man sein(e) Auto(s) verkauft? ÖV-, Fahrrad fahren oder zu Fuss gehen und ein eigenes Auto besitzen, schliessen einander nicht aus!

      • Sportpapi sagt:

        @Amanda: Die Frage ist eher, warum man davor schon zwei Autos hatte.
        „ÖV-, Fahrrad fahren oder zu Fuss gehen und ein eigenes Auto besitzen, schliessen einander nicht aus!“
        Doch, in der Regel schon. Weil man sich an die Bequemlichkeit gewöhnt. Oder wie sagte kürzlich ein Freund meines Sohnes, der für einen Ausflug sein seit längerem defektes Fahrrad aus dem Keller holen musste, zur Erklärung? „Wir haben eben ein Auto!“

    • Hotel Papa sagt:

      Ja, es geht nur, wenn man einigermassen zentral wohnt. Man muss aber weder Lebensmittel online bestellen, noch die roten Autos übermässig bemühen. Ich nutze Mobility vielleicht dreimal im Jahr, wenn ich einen Transport habe, oder zu einem Zeitpunkt irgendwohin muss, wo mit ÖV wirklich nicht hinzukommen ist.
      Men Velo kommt aber auf 6..8’000 km im Jahr.
      Blöderweise ist der ÖV hier so gut, (und die Gewöhnung durchs Pendeln zur Schule mit dem Zug so intensiv), dass keines meiner beiden, heute erwachsenen, Kinder Velo fährt.

  • Priscilla sagt:

    Wir sind auch ohne Auto und es klappt super! Allerdings können wir uns auch nicht wirklich ein Auto leisten. Auch Carsharing ist für die Fahrten, die wir bräuchten, zu teuer. D.h. Wir machen fast alles mit dem Velo und Zug. Aber jetzt wo die Kinder grösser und damit ÖV-zahlungspflichtig werden, lohnt sich der Verzicht bald nicht mehr.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Bis zum 16. Altersjahr kostet eine Kinderkarte 30.- jährlich. Günstiger gehts nicht. Fragen Sie am SBB Schalter nach der Juniorkarte. Lg

  • Marcel Zufferey sagt:

  • Marcel Zufferey sagt:

    Wir haben seit sieben Jahren kein eigenes Auto mehr und fahren auch noch on demand per Mobility. Allerdings ist ein autofreies Leben ein Privileg, aber das deutet die Autorin zum Glück schon selber an. Was das Budget anbelangt: Den eigenen Tiefgaragenplatz kann man überdies vermieten, was auch wieder ein paar Schtützli mehr in die Kasse spült (und die Wohnkosten als Eigentümer noch tiefer macht, als sie sonst schon dank der niedrigen Zinsen sind).

    • Röschu sagt:

      „Allerdings ist ein autofreies Leben ein Privileg“
      Dieser Satz hat mich zum Nachdenken angeregt und ich bin mir nicht sicher, ob er generell Gültigkeit besitzt. Ich z.B. empfinde eben gerade den Besitz eines Autos als Privileg, denn dies gibt mir enorm viel Flexibilität und somit Freiheit, die ich sonst nicht hätte.

      Schlussendlich ist es wohl Ansichts- bzw. Empfindungssache und nicht endgültig zu klären.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Nein, er besitzt natürlich keine generelle Gültigkeit und man muss von Fall zu Fall abwägen, ob dem auch wirklich so ist. Ich kenne Beides: Völlig im Chruut usse läbe und auf ein Auto und ÖV angewiesen sein und mitten im Zentrum leben, wo buchstäblich alles vor der Haustüre, bzw. sogar im eigenen Haus drinnen (Wohnblock) vorhanden ist. Zentral leben heisst zumindest im Grossraum Züri z. T. happige Mietzinsen bezahlen zu müssen, wenn man es so haben will, wie ich jetzt (Einzugsgebiet).

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Genau: es ist eine Frage der Wohnlage.

        Ich habe jahrelang ohne Auto überlebt und dieses auch nur selten vermisst. Jetzt wohne ich im „Chrut“ am steilen Hoger, bin ohne Auto aufgeschmissen, aber vermisse mrine geliebten Velofahrten.

  • Michele sagt:

    Familienleben ohne Auto geht ohne Probleme. Wir haben drei Kinder. Einen Fahrradanhänger und für den Notfall noch ein Sitzli auf meinem Velo. So dass abends nach dem Schwimmkurs auch die Grosse nicht selber fahren muss. Mit ein bisschen Planung, einem GA für beide Erwachsene, sehr netten Nachbarn, die bei Kinderarztnotfällen mal ein Auto ausleihen, und viel Bewegung für alle meistern wir den Alltag problemlos.

    • JoeCH sagt:

      Genau! Zum Glück gibt’s da noch die netten Nachbarn die trotz allem doch noch ein Auto haben……
      Ich selbst begrüsse es, dass es Familien gibt die ohne Auto auskommen. Und ich denke auch, dass das sicherlich ein gutes Mobilitätsmodell ist.
      Andererseits möchte ich auf keinen Fall, dass mir auf Politischem Weg vorgeschrieben wird, ob ich nun ein Auto besitzen und nutzen darf oder nicht. Das prinzipielle schlechtreden vom Auto/Motorrad geht mir extrem auf den Keks.
      Wir selber haben (mit unseren vier Kindern) einen solchen Familienvan. Im Alltag nutzen wir zwar oft den ÖV, Fahrrad und können auch viel zu Fuss erledigen, aber wir sind dennoch froh jederzeit spontan auf’s Auto zurückgreifen zu können.
      Besonders da unser Verwandtschafts- und Bekanntenkreis weit verstreut in CH und D Lebt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Joe Ch

        Ist doch ok. Jeder soll tun, was er kann. Nur gar nichts tun geht gar nicht.

  • Dosc sagt:

    Danke!
    Wir handhaben das genau gleich!

Kommentar

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