So nicht, liebe Wirtschaft!

Es liegt noch einiges im Argen: Zum Beispiel verdienen Frauen noch immer weniger als Männer. Foto: iStock

Es liegt noch einiges im Argen: Zum Beispiel verdienen Frauen noch immer weniger als Männer. Foto: iStock

Liebe Wirtschaft,

Schon seit ein paar Jahren beobachte ich euer Interesse an uns Frauen. Begonnen hat das ja mit der Einführung der Mutterschaftsversicherung im Jahr 2005. Für euch, so hab ich den Eindruck, hat sich der bezahlte Mutterschaftsurlaub bedeutend mehr ausbezahlt. Der Grossteil von uns Frauen kehrt nach Ablauf der 14 Wochen zurück in den Job; der Anteil der nicht erwerbstätigen Frauen ist auf 20 Prozent gesunken.

Mittlerweile, und das ist nicht nur aufgrund der Masseneinwanderungsinitiative, sind es die Teilzeitpensen, die euch ein Dorn im Auge sind. 63 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit, oft in niedrigen Pensen – was ja irgendwie verständlich ist, wenn zu Hause noch Kinder sind. Doch was kümmern euch unsere Kinder, liebe Wirtschaft, wo Ihr doch ganz andere Ziele vor Augen habt? Der Wirtschaftsmotor soll weiterbrummen, der Profit weiter maximiert werden, damit ihr euch im Konkurrenzkampf mit den asiatischen und amerikanischen Märkten behaupten könnt. Weil sich die globalisierte Konkurrenz verschärft hat, sollen wir Frauen unsere Arbeitspensen erhöhen, am besten Vollzeit arbeiten. Nur so, sagt Ihr, könnten wir im Job mehr Verantwortung übernehmen, als Zückerchen – wie wenn man dem Esel die Rübe vorhält – gar Karriere machen.

Drohgebärden

Doch offenbar fruchten eure Lockrufe nicht so, wie Ihr es euch vorgestellt habt. Nun beginnt ihr uns Angst zu machen, zu drohen. Ihr sagt, dass wir für eine sichere Altersvorsorge lebenslang 70 Prozent angestellt bleiben sollten, da nur so Pensionskassengelder angespart werden können. Sonst drohe uns die Altersarmut und wir wären, auf Kosten der Allgemeinheit, auf Ergänzungsleistungen angewiesen. Eine Anstellung von mindestens 70 Prozent hingegen würde uns diese Schmach ersparen.

Als ob die Arbeitswelt ein Paradies ist, wo automatisch Gleichberechtigung herrscht!

Natürlich ist es unzumutbar, wenn uns nach der Pensionierung kaum Geld zur Verfügung steht. Das ist aber nicht unsere Schuld. Der wahre Skandal ist, dass wir Frauen lebenslang arbeiten und trotzdem keine oder nur eine minimale Rente erhalten.

Wie das Prestige sinkt

Nach wie vor verdienen Männer 20 bis 30 Prozent mehr als Frauen. Zudem sind «männliche» Berufe – etwa im Finanz-, Versicherungswesen oder in der Autoindustrie – von Beginn an besser bezahlt als «weibliche» Berufe, die häufig im Niedriglohnsektor angesiedelt sind. Frauen arbeiten häufig als Verkäuferinnen, als Assistentinnen oder im sozialen Bereich, wo sie sich um Kleinkinder, Kranke oder um pflegebedürftige Alte kümmern. Sobald Frauen in sogenannte Männerdomänen vordringen, etwa in der Psychologie, Medizin oder im Lehramt, nimmt das Prestige dieser Berufe ab und das Lohnniveau sinkt.

Offenbar – es lässt sich nicht anders deuten – wird die weibliche Arbeitskraft nicht so sehr geschätzt wie die männliche.

Das zeigt sich auch im Bruttoinlandprodukt, in dem nicht nur «bezahlte Arbeit» relevant ist, sondern auch unbezahlte Tätigkeiten. Als «unbezahlt» werden Haushalt, Kinderbetreuung und die Pflege bedürftiger Angehöriger deklariert. Dafür wurden im Jahr 2013 8,7 Milliarden Stunden gearbeitet. Gratis. Würden diese Arbeiten bezahlt, so hat es das Bundesamt für Statistik ausgerechnet, kämen wir auf einen Betrag von 401 Milliarden Franken. Interessant ist: Es sind vorwiegend Frauen (62 Prozent), die diese unbezahlten Tätigkeiten ausführen, während 62 Prozent der Männer bezahlter Arbeit nachgehen. Es zeigt sich auch hier: Frauen erhalten keine Renten, weil unbezahlte Arbeit nicht rentenrelevant ist.

Ein paar Vorschläge

Trotzdem sollen Frauen nicht nur ihr Arbeitspensum erhöhen, sondern auch noch länger arbeiten. Unbeeindruckt von den herrschenden Ungleichbehandlungen von Männern und Frauen, hat das Parlament nun beschlossen, das Rentenalter der Frauen von mittlerweile 64 auf 65 Jahren zu erhöhen. Als ob Gleichstellung kein Thema mehr ist.

Falls es euch, liebe Wirtschaft, liebe Politik, tatsächlich darum gehen würde, uns Frauen die gleichen Rechte wie den Männern einzuräumen, dann hier ein paar Vorschläge, was für uns tatsächliche Gleichberechtigung bedeuten würde:

  • Frauen müssen gleich bezahlt werden wie Männer.
  • Die Arbeitszeit muss reduziert werden; ein Arbeitstag von 8 oder 8,5 Stunden ist mit einem Familienleben nicht kompatibel, genauso ein Ferienanspruch von 4 oder 5 Wochen (während Schulkinder 13 Wochen Ferien haben).
  • Haus- und Familienarbeit muss – wenn schon nicht bezahlt – immerhin rentenrelevant versichert werden, egal ob Mann oder Frau dafür verantwortlich ist.

Und ganz allgemein frage ich mich, liebe Wirtschaft, liebe Politik, liebe Gesellschaft: Welchen Wert haben unsere Kinder für euch eigentlich?

In diesem Sinne, freundliche Grüsse
Sibylle Stillhart

189 Kommentare zu «So nicht, liebe Wirtschaft!»

  • Samichlous sagt:

    Liebe Frau Stillhart,

    Falls Sie den Film noch nicht gesehen, undbedingt noch ins Kino: „Göttliche Ordnung“ wird Ihnen gefallen.
    Und noch ein Buch, das Ihnen gefallen könnte „Heim will“ vom Journalisten Ralf Felix Siebler, der sich selbst ein paar Jahre um seine Kinder kümmerte…. Ausserdem hätte Ralf Felix Siebler noch ein paar zusätzliche Argumente.

  • Peter Meyer sagt:

    Der Artikel könnte so auch von Trump stammen.

    >20% Lohnunterschied und andere „alternative Wahrheiten“ werden wiederholt, während diese seit Jahrzehnten widerlegt sind.

    Ich denke die Autorin hat auch eine sehr ähnliche Einstellung zu Fakten wie Trump. Aber wer kein plumper Trump-/Feminismusfan ist und sich regelmässig ärgert, wenn wieder so ein Unsinn geschrieben wird, der/die wundert sich schon lange nicht mehr, wenn Feministinnen nicht mehr ernst genommen werden.

    Es zeigt aber schön wie Trump funktioniert. Bewusst falsche Zahlen publizieren, die Leser damit zwingen in den Kommentarspalten den Unsinn richtig zu stellen (Kommentare erreichen ja sowieso nur einen Bruchteil der Leserinnen).

    Es zeigt auch, dass das die Medien wie der Tagi schon lange vor Trump so operierten.

  • Chroettli sagt:

    Mein hochgeschätzter Arbeitskollege äusserte sich während einer Kaffeepause mir gegenüber einmal folgendermassen: „Ihr Schweizer geht mit euren Kindern und mit euren Alten um wie mit Dreck. Alles was ihr im Kopf habt ist Geld, Geld, Geld. Ihr werdet sowieso aussterben.“
    Nachdem ich kurz meine Überbleibsel an Nationalstolz runtergeschluckt hatte, musste ich ihm leider recht geben.
    In derartigen Blogs wie diesem kann man es nachprüfen.

  • ruedi sagt:

    Ich kann das alles nicht mehr lesen, mit dieser Scheinheiligkeit. Es geht immer über Lohn. Gleichberechtigung heisst aber auch auch bei der weiblichen Wurst ein Rädchen abzuschneiden. Doch das will Frau nicht. Gleichberechtigung in der Obhut ist eine sehr teure Farce. Teuer weil die Frau, obwohl in meinem Fall 50% in den Ferien und damit tieferes Jahreseinkommen, auch noch unentgeltlich Rechtshilfe bekommt, ich als als Mann nicht. Wenn Frau nicht will, muss sie trotz neuesten Gesetzen nicht. Kesb, KJZ, Bezirksräte sind alle sehr konservativ, nicht auf dem neuesten Stand, und entscheiden unentwegt gegen den Vater, der zum WE- und Zahlpapi verkommt. Wenn jemand hier sagt, ich sei ein Einzelfall, dann stimmt das nicht. Frauen sagen immer, lass von Deinen Kindern los. Kann das eine Frau?

    • Michael sagt:

      Warum lieber Ruedi, bekommt eine Frau wohl unentgeltliche Rechtshilfe ? Weil der Mann immer noch am Drücker sitzt. Er lebt in einem Patriarchat, bekommt mehr Geld, bekommt keine Kinder, kann Kindergeldzahlungen einfach mal kürzen oder einstellen, sich seiner Verantwortung entziehen – da ist eine kostenlose rechtsberatung doch einfach nur Recht und billig.
      Und ja – es geht um den Lohn. Bei Dir selbst etwa nicht ? Mehr Lohn – mehr Ansehen, ein klassisches Männerdogma. Mein Haus mein Boot meine Insel ?? Bekannt ???

  • Maja sagt:

    @Dani
    Ja, das wäre eine tolle Idee. Ich arbeite im HR eines grossen Konzerns und bei uns sind diese unerklärlichen Saläre auch ein Fakt und ein leidiges Thema … Es sind bestimmt 10 bis 25 %. Frauen treten in der Tat bei Bewerbungsgesprächen oft bescheidener auf – ob es gerecht ist, ihnen deshalb weniger zu bezahlen …
    Aber bei uns im HR sind die Löhne fair, weil wir eben genau wissen, was der andere verdient und ausbezahlt bekommt!

  • Dani sagt:

    Veröffentlicht doch mal Lohnbriefe aus der gleichen Firma, mit der gleichen Ausbildung, mit dem gleichen Arbeitspensum (inkl. Überzeiten) und der gleichen Erfahrung und dem gleichen Alter und Familienstand und Konfession. DANN sind die Aussagen repräsentativ. Aber solange die Leute selbst nicht mal mit den besten Freunden über Lohn reden können, bringt die Diskussion hier nichts.

    • Karl von Bruck sagt:

      Transparenz ist immer die erste – aber laengst nicht einzige – Voraussetzung fuer Gerechtigkeit. Nachdem nun schon immer mehr durch horrende Steuern, Mieten und KK-Praemien unverschuldet in Not geratene Buerger vor dem Sozialamt ihre Finanzen bis zum letzten Feufi Einkommen und „Vermoegen“ total offenbaren muessen, ist die Geheimnistuerei um Loehne und hinterzogene Steuern in der Privatwirtschaft nur noch laecherlich…..

  • Urs sagt:

    Was ich auch so seltsam finde bei dieser „20-30% weniger Lohn für gleiche Arbeit“ Behauptung: Wenn man dann nach hakt und sagt, dass es eben nicht die gleiche Arbeit ist, sondern sich die Lohnunterschiede durch unterschiedliche Arbeitspensen, mehr Durchsetzungsvermögen bei Lohnverhandlungen, geschicktere Berufswahl, geleistete Überstunden, weniger Ferien und Auszeiten etc zu erklären sind, dann wird meistens eingeräumt, dass es halt doch nur noch um die 8% sind, die „nicht erklärt“ werden können, also gäbe es immer noch Diskrimination. Aber Moment; ich dachte, man kann die 8% nicht erklären? Wenn man es nicht erklären kann, ist Diskriminierung einfach die Standardantwort? Warum?

    • Nicole Sena sagt:

      Gerade heute wurden diesbezüglich aktuelle Zahlen vom zuständigen Bundesamt publiziert. Tatsächlich sind 39% des Unterschiedes im Lohn nicht erklärbar! 5x mehr als von Ihnen behauptet. Und dieser Anteil erscheint mir doch enorm.

      • Andrea P. sagt:

        @Nicole: Laut dieser Studie sind 39% des Lohnunterschieds von 20% nicht erklärbar, das ergibt dann 8% (39% von 20%) unerklärbaren Lohnunterschied. Nicht erklärbar bedeutet, wie Urs richtig erwähnt, aber nicht automatisch diskriminierend. Es bedeutet lediglich dass dieser Unterschied mit dieser Methodik nicht erfasst werden kann. Die Studie berücksichtig viele wichtige Faktoren nicht (Berufspausen, Weiterbildung, Berufserfahrung usw.).

      • Sparter sagt:

        Ach – und wieviel sind 39% von 20%?

      • Michael sagt:

        @Sparter – hat Andrea doch geschrieben – 8%. Ist aufgerundet !

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Wo für mich eine wirkliche Diskriminierung besteht ist bei der Altervorsorge. Fairerweise müsste bei gemeinsamen Kindern die Rentenvorsorge bis zum 18. Altersjahr des jüngsten Kindes hälftig geteilt werden, unabhängig davon, ob Konkubinat, Ehe oder getrennt lebend/geschieden.

    • Matthias Müller sagt:

      Eine Diskriminierung liegt nicht vor. Der Gesetzgeber regelt dies für beide Geschlechter gleich.
      Und dass Konkubinatspaare und Ehepaare gleich behandelt werden sollen ist auch ein Unsinn. Denn sowohl Konkubinatspaare wie auch Ehepaare entscheiden sich bewusst für ihren Zivilstand. Die Bürger sollen nicht entmündigt werden, indem alles gleichgesetzt wird, unabhängig davon wie sich die Personen entscheiden.
      Jeder hat den freien Willen zu wählen wie er sein Leben gestalten will und dies sollte respektiert werden.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Aber sicher liegt eine Diskriminierung vor, wenn der eine Elternteil zwecks Kinderbetreuung eine schlechtere Vorsorge hat. Kinderbetreuung hat ja nichts mit dem Zivilstand zu tun.

      • Karl von Bruck sagt:

        Bingo!

        Die freie Lebensgestaltung sollte aber auch Maennern und (altersgerecht) auch Kindern, statt nur Muettern garantiert und finanziert werden….

      • Hans Müller sagt:

        von Siebenthal: Es zwingt sie ja niemand, in einer Konkubinatsbeziehung Kinder zu haben. Man kann ja heiraten. Was Sie wollen und propagieren ist vielmehr, dass Frauen den Männern (und letztlich auch den Kindern) ihren Willen und ihre Lebensform aufzwingen können, unabhängig davon, ob die Männer damit einverstanden sind oder nicht.

    • 13 sagt:

      @ Tamar
      Bei verheirateten gibt es darum wie geschrieben einen Vorsorgeunterhalt. Auch die Erziehungsgutschriften kommen demjenigen zu, der betreut. Hälftige Teilung wäre unfair, wenn einer einiges mehr verdient. Ich verdiene das Doppelte wie mein Mann. D.h. hätte wir keine Kinder, hätte er mit 65 max. die Hälfte (eher noch weniger) dessen, was ich in meiner PK habe. Warum sollte er nun weil er die Kinder betreut mehr haben als wenn er 100% arbeiten würde und ich erheblich weniger? Während der Ehe ist das ja völlig logisch, aber nach einer Scheidung. Nein. Ich sehe das aber als ein grosses Manko der neuen Alimente bei nicht-Verheirateten. Es erweckt den Eindruck, man wäre abgesichert und niemand denkt an die Vorsorge….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich sehe das anderst: ich habe mich immer alleine um meine Jinder gekpmmert und habe dadurch nur 60% gearbeitet. Warum wird mein Ex nun mit einer fast lückenlosen Altersvorsorge belohnt, wo er weder finanziell für meine Kinder aufkommt, noch betreuungstechnisch relevant ist?

        Und warum sollen Sie nicht für die Altersvorsorge Ihres Mannes aufkommen müssen, wenn er auf Verdienst verzichtet, um Kinder zu betreuen welche auch Ihre sind?

      • 13 sagt:

        @ Tamar
        Sie haben mich falsch verstanden: Ich komme sehr gerne für die Vorsorge meines Mannes auf, die er nicht selber ansparen kann, weil er unsere Kinder betreut hat. Das ist auch kein Thema, darum ja das AHV- und BVG-Splitting und Vorsorgeunterhalt. Ich sehe nur nicht ein, warum ich für den Teil der Vorsorge aufkommen sollte, die er, auch wenn er mich nie getroffen hätte und wir keine Kinder hätten, nicht hätte ansparen können, weil er eben weniger verdient. Und das wäre die Folge Ihres Vorschlages:
        Hätten Sie ohne Kinder 300’000 gehabt und nun mit Kindern 200’000 und er 600’000, dann sollte er 50’000 ausgleichen, damit beide die gleichen Folgen tragen. Einverstanden. Mit Ihrem Vorschlag, würden Sie aber 200’000 erhalten, hätten also insgesamt 400’000. Das ist zuviel.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nein, ich meine nur die Zeit, bis die Kinder 18 sind, nicht vor der Geburt deren.

  • Pauline Égale sagt:

    An alle Zweifler:
    Heute vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht:

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.assetdetail.2082041.html

    Auch ganz interessant, die Zahlen zur unbezahlten Arbeit:

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-erwerb/unbezahlte-arbeit.html

    Oder auch noch das:

    http://lenews.ch/2015/12/29/why-switzerland-ranks-near-the-bottom-for-working-women/

    http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2016/03/daily-chart-0

    Aber das sind wahrscheinlich ja alles feministisch verseuchte Institutionen. Gäll. Auch eine Möglichkeit die Welt zu sehen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich sehe gerade nicht, was Sie mit diesen Links belegen möchten.
      Mich würde interessieren, mit Belegen, in welchen Branchen Frauen weniger Lohn erhalten wie die Männer für die genau gleiche Arbeit.

      • Jane Bissig sagt:

        Zum Beispiel im Journalismus. Lokalredaktion einer grossen Schweizer Tageszeitung. Ist natürlich Anekdote und nicht Statistik. Aber es ist wahr.

      • Sportpapi sagt:

        @Jane Bissig: Ich habe ja selber in der Lokalredaktion einer Regionalzeitung gearbeitet. Auch da – ich habe das nicht so erlebt. Nicht bei den freien Mitarbeitern, nicht bei den Angestellten – aber natürlich weiss ich nicht alles.

    • Widerspenstige sagt:

      Danke, Pauline Égale! Es gibt noch viel zu tun – packen wir es an!

      • Melanie sagt:

        @ Sportpapi
        Was genau verstehen Sie nicht? Im Bericht steht:
        „Die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern sind teilweise auf strukturelle Faktoren zurückzuführen, die gleichzeitig mit persönlichen Merkmalen (Alter, Ausbildung, Dienstjahre), Merkmalen der im Unternehmen besetzten Stelle und des ausgeübten Tätigkeitsbereichs zusammenhängen. Der übrige Anteil der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern bleibt unerklärt.
        Das bedeutet, es gibt eben keine Unterschiede in Ausbildung etc. und trotzdem haben die Frauen weniger Lohn für die gleiche Arbeit. Und das bedeutet eben DISKRIMINIERUNG. Ich nehme an, das Bundesamt für Statistik hat die entsprechenden Zahlen der verschiedenen Branchen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich verstehe gut, sehe aber hier die relevanten Fakten nicht. Dass Frauen grundsätzlich weniger verdienen als Männer ist ja unbestritten. Die Frage ist wieso. Und die Frage ist, was mit gleichem Lohn für GLEICHE ARBEIT gemeint ist, bzw. wie das hier umgesetzt wurde. Ich sehe keinen Hinweis, dass man wirklich Unterschiede im gleichen Job, der gleichen Funktion gefunden hat. Sie?

      • Hans Hintermeier sagt:

        Gut auf den Punkt gebracht, Sportpapi. In den Medien wird mit reisserischen Titeln ja oft suggeriert, es handle sich bei der „Lohnungleichheit“ um unleichen Lohn für gleiche Arbeit. Es wird immer mit diesen 20-30% gearbeitet und selten wird genau differenziert (man möchte ja Lobbyarbeit betreiben).
        Fragt man dann Frauen, meinen viele, es handle sich bei der „Lohnungleichheit“ wirklich um gleiche Arbeit (gleiche Ausbildung, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, gleiche Firma…), die aufgrund des Geschlechtes 30% schldchter bezahlt wird. Viele wissen gar nicht, wie die Statistik erstellt wird (viele lesen auch nur den Titel!).

      • Melanie sagt:

        @ sportpapi & @ HH
        Ich habe nicht nur den Titel der Studie gelesen, sondern verstehe zufälligerweise auch noch was von Statistik. Danke! Ein Teil der Ungleichheit ist auf diese Unterschiede wie Alter, Ausbildung etc. zurückzuführen. Aber eben auch ein Teil nicht, sonder nur auf das Geschlecht (natürlich ist dies nicht die 30% sondern weniger). Die ganzen anderen Faktoren sind da rausgerrechnet! Und ja das betrifft eben die GLEICHE ARBEIT, deshalb ist es ja so störend. Wäre es nicht gerecht, diesen Unterschied nun endlich mal zu beheben und nicht dauernd zu behaupten, es gäbe keinen Unterschied. Es gibt Unterschiede zwischen Mann und Frau, unbestritten, aber im Lohn sollten sich diese nicht zeigen!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Melanie: bin grad ein wenig erschrocken. Ich habe mit meinem Kommentar wirklich nicht direkt Sie angesprochen/gemeint (kann man aber durchaus so lesen, vor allem in Kontext).

        Wir sind uns ja einig: „natürlich ist dies nicht die 30% sondern weniger“. Dies war mein Punkt.

        Vielen Frauen, mit denen ich gesprochen habe, ist dies aber durchaus nicht klar. Sie reagieren durchaus erstaunt, wenn man ihnen erklärt, dass nur 5-8 % nicht erklärbar sind. Zudem sind sie dann sehr erstaunt, wenn man ihnen erklärt wie die Statistik zur Lohnungleichheit erstellt wird, so dass man auf 20-30 % kommt.

      • Andrea P. sagt:

        @Melanie: Wenn Sie etwas von Statistik verstehen (und die entsprechenden Artikel gelesen haben), dann sollte Ihnen bewusst sein, dass nicht erklärbar nicht automatisch diskriminierend bedeutet. Es bedeutet lediglich, dass die Methode diese Unterschiede nicht erfasst. Diese Unterschiede könnten auf Diskriminierung zurückzuführen sein, es könnten aber auch einer der vielen nicht berücksichtigten Faktoren (Berufspausen, Weiterbildung, Berufserfahrung, Arbeitsmodelle, Studiengang etc) dafür verantwortlich sein. Es ist also unehrlich, oder zumindest falsch, zu behaupten, dass die Unterschiede einzig durch Diskrimierung zustande kommen.

  • Jakob Baumann sagt:

    Frauen hört auf zu jammern. Die die wirklich draufzahlen sind die Männer. Ein Jahr länger arbeiten, ins Militär oder Pflichtersatz zahlen und wenn man die Sozialwerke inkl. KK anschaut gehören die jungen, gesunden Männer auch zu den Nettozahlern.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Die Krankenkassenprämien für Frauen im gebährfähigen Alter sind höher als jene der gleich alten Männer. Hingegen sind die UVG-Abzüge gleich, obwohl Männer bedeutend höhere Unfallkosten verursachen weil sie mehr Unfälle haben. Im Militär gibts zudem Sold, bezahlt aus Steuern von Männern und Frauen. Und über die Militärpflicht können wir reden, wenn Die Männer anfangen Kinder zu gebähren.

  • Dingsbums sagt:

    Übernehmt doch einfach alle mehr Verantwortung für Euch selbst. Wenn ich und mein Partner uns entscheiden würden, dass ich zuhause bleibe oder weniger als 70% arbeite, dann würde ich von meinem Partner verlangen, dass er die Fehlbeiträg der Pensionskasse ausgleichen soll, so dass wir beide in etwa gleich versichert sind. Und wer das nicht tut, ist m. E. selbst schuld. Warum soll das nun der Staat übernehmen? Es kann sich jeder frei entscheiden. Wer weniger arbeiten will, ist für die Unternehmen weniger interessant und dadurch auch schlechter bezahlt, ist doch ganz einfach.

    • Widerspenstige sagt:

      Oh, die Wirtschaft ist mit Samthandschuhen anzufassen und soll machen können, was ihr beliebt? Auch eine Variante, wie man gezielt eine Gesellschaft an die Wand fahren kann. Nur weiter so andächtig der Wirtschaft dienen, das kommt garantiert so, wie es kommen muss. Der deutliche Schuss vor den Bug kam bereits bei der USRIII Abstimmung für zuviel Wirtschaft-machen-lassen. Die Arbeitsplätze werden mit Menschen besetzt und diese haben ein Privatleben!

      • Sportpapi sagt:

        Die Wirtschaft muss nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Aber sie soll auch nicht Aufgaben erfüllen, für die sie nicht zuständig ist. Eine Firma hat nicht in erster Linie einen sozialen Auftrag. Sondern sie bezahlt Steuern, womit der Staat diese Aufgaben bezahlen kann.

    • 13 sagt:

      „Wenn ich und mein Partner uns entscheiden würden, dass ich zuhause bleibe oder weniger als 70% arbeite, dann würde ich von meinem Partner verlangen, dass er die Fehlbeiträg der Pensionskasse ausgleichen soll, so dass wir beide in etwa gleich versichert sind. Und wer das nicht tut, ist m. E. selbst schuld. “

      Das tönt alles ganz schön. In den meisten Familien mit einem kleinerem Pensum reicht das Geld aber schlicht nicht, um irgendwelche Fehlbeträge auszugleichen. Das sollte man schon nicht ganz ausser Acht lassen…

      • Dingsbums sagt:

        Und aus genau diesem Grund sollte man sich Gedanken machen bevor man Kinder kriegt. Das sind existenzielle Überlegungen und viele Frauen schieben das einfach zur Seite. Und plötzlich kommt das böse Erwachen. Ich will doch nur sagen, dass das die Realität ist und dass die Frauen die Verantwortung übernehmen sollen für Ihre Entscheidungen.

      • 13 sagt:

        Ach, und Frauen bekommen die Kinder alleine?

      • Gast sagt:

        Dingsbums
        Gemäss Ihren Erkenntnissen dürfen also nur noch Paare mit hohem Einkommen Kinder kriegen? Das ist mir ja ne schöne neue Welt…

  • Stevens sagt:

    Geht es um das Thema Kinder und Erwerbsarbeit, so ist immer eine Entscheidung nötig, die in jedem Fall mit einem Verzicht einhergeht.
    Ist man Vollzeitmami /-papi, so verzichtet man auf einen (hoffentlich) spannenden Job , geht man Arbeiten, so verzichtet man auf Zeit mit den Kindern und verpasst vielleicht einiges.
    Bei Teilzeiterwerbstätigkeit ist es von beidem ein wenig.

    Egal, was man wählt, man verzichtet auf etwas.
    Ich lese in diesen Blog eine Art Flucht vor dieser schwierigen Entscheidung. Indem sie möglichst viel fordert und einen alleinigen Sündenbock (Wirtschaft) bezeichnet hofft sie, dass diese Entscheidung dann eines Tages, wenn all das Geforderte eingetroffen ist, wegfällt.
    Dies passiert aber nicht…

    • Sisifee sagt:

      Oder so: Egal, was man wählt, man gewinnt. Je weniger Mann / Frau arbeitet, desto mehr Zeit für die Kinder hat man. Je mehr man arbeitet, desto mehr finanzielle Ressourcen hat man, die eher wenige Zeit mit den Kindern intensiv zu geniessen.
      Für mich und meinen Mann liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wir entwickeln uns beruflich weiter, verfolgen aber nicht die steilen Karrieren. Wir schauen zu, dass wir genügend Mittel haben, um Skiurlaub und Sommerferien auswärts zu verbringen.
      Es ist nicht alles ganz rosig bei in der Schweiz, und es besteht an einigen Ecken und Enden Modernisierungsbedarf. Trotzdem haben wir eine grosse Wahlfreiheit. Dass jede Wahl auch ihre Konsequenzen hat, wird im gerechtesten aller gerechten Systeme nicht anders sein.

      • Stevens sagt:

        @Sisifee:
        Selbstverständlich kann man das so sehen. Und ich bin überzeugt, die Allermeisten Frauen/Männer/Familen/Paare sehen dies auch so.

        Nur: Im Text steht nichts dergleichen. Da steht nichts von Freude an den Kindern. Da steht nichts von Wahlfreiheit. Da geht es nur um Ungleichbehandlung, böse Wirtschaft und immer wieder Geld, Geld, Geld

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Leider werden wieder einmal die Zshlen total verfälscht:

    -Lohnungleichheit zwischen verschiedenen Berufsgattungen sind leider normal
    -Teilzeitarbeit ist ohne Führungsaufgabe
    -Teilzeit kann nicht auf 100% aufgerechnet werden, da Mehraufwand für Arbeitgeber.

    Würden endlich einmal effektive Zahlen veröffentlicht werden, anstatt diesem Mischmasch, könnte gegen die reale Lohnungleichheit angegangen werden.

    Auch erstaunt mich immer wieder, wie „emanzipierte“ Frauen an den Arbeitgeber Forderungen stellen, während sie das bei ihrem Ehepartner nicht fertig bringen bez Kinderbetreuung bei Krankheit und Mithilfe im Haushalt.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Mir scheinen jene Frauen am stärksten unter der Knute ihrer Männer, welche am lautesten nach Gleichberechtigung bei ihren Arbeitgebern brüllen.

      Steht endlich Euren Mann, sagt Euren Männern was Sache ist, bevor Ihr versucht susser Haus etwas zu erreichen, wo Ihr in Euren eigenen Wänden kläglich versagt.

      Übrigens: klärt vor einer Schwangerschaft, wer bon beiden beruflich kürzer treten soll. Kinder UND Karriere sind möglich. Aber nur für EINEN Elternteil. Der Andere muss sich wie so viele damit abfinden, dass Teilzeit in Leaderposition nicht machbar ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        1. Teil hängt.

      • Susanna sagt:

        Na, na, na… wer sagt den das? Ich lebe in einer Familie, wo beide Elternteile Leadership Positionen in Vollzeit haben und die Kinder in einer tollen Kita betreut werden (wo noch andere Kinder sind, die zwei Elternteile mit tollen Karrieren haben). Wir haben keine Nanny und keine Haushälterin. Einmal in der Woche kommt eine Reinigungskraft, um zwei Stunden zu putzen. Wollen wir denn „den Menschen“, wirklich vorschreiben, was geht und was nicht? Lassen wir sie doch selber entscheiden. Es sind ja alle alt genug.

      • Karl von Bruck sagt:

        Es ist genau umgekehrt! Die Emanzipation wird auf dem Puckel des Ehemannes abgefeiert. Beim Arbeitgeber traut frau sich immer weniger, gar auch Gratisueberstunden alle (Un)art – immer oefter gar auch unter den statt nur am Schreibtisch – abzulehnen. Der Arbeitgeber muss ja auch bei krassestem Missbrauch hoechsten 6 Monatsloehnli blechen, derweil auch unschuldige Ehemaenner immer oefter bis zur Bahre ausgenommen werden…..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Leadership-Positionen mit 60/70 Std Woche? Wenn Sie Ihre KITA nennnen würden, welche solche Betreuungszeiten anbietet, dann wären Ihnen viele Eltern für diese Angaben sehr dankbar.

      • Sisifee sagt:

        Es gibt nicht nur schwarz und weiss. Man kann sich auch ohne die Leadership-60+-pro-Woche-Karriere beruflich weiterentwickeln (oder als Alternative Vollzeit zu Hause bleiben). Es gibt glückliche Teilzeit-Laufbahnen, die vielleicht nicht ganz so ehrgeizig sind, aber trotzdem zufrieden machen. Und natürlich können beide eine Laufbahn verfolgen, und auch eine Karriere, wenn sie bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen.
        Aber ja: Unbedingt darüber reden, bevor man sich für Kinder entschliesst. Auch über die Aufteilung der Altersvorsorge und auch über den Haushalt.

      • Sisifee sagt:

        PS: Grundsätzlich bin ich der Meinung: Wer will, der kann. Vollzeit arbeiten, Teilzeit arbeiten, sich selbständig machen, 100/100 arbeiten oder 50/50, oder ganz aussteigen. Ich kenne in meiner Umgebung sämtliche Modelle. Alles hat seine Konsequenzen, und wenn mein Mann mehr verdient als ich, dann wird halt mehr in mein 3a-Konto einbezahlt. Mir kommt jetzt gerade kein Mann in den Sinn (ausser vielleicht mein vor einigen Jahren verstorbener Grossvater), der da etwas dagegen hätte.

    • 13 sagt:

      „Auch erstaunt mich immer wieder, wie „emanzipierte“ Frauen an den Arbeitgeber Forderungen stellen, während sie das bei ihrem Ehepartner nicht fertig bringen bez Kinderbetreuung bei Krankheit und Mithilfe im Haushalt.“

      Sehr schön gesagt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sisifee

        Ich will ja niemandem etwss unterstellen, aber das Post von Susanna dünkt mich fast nicht möglich. 2 Führungspositionen und die Betreuung vollstöndig abgedeckt mit KITA und 2 Std Haushaltshilfe? Ich brauche für mein Haus 12 Stunden reine Putzzeit.

        @ 13

        Danke

      • Sisifee sagt:

        @tvs: Nö, unser Häuschen ist in 4 Std. geputzt, eine Wohnung -zB – braucht vielleicht noch etwas weniger. Und eine Leadership Position muss auch nicht unbedingt 60+ heissen. Wenn der eine das Kind morgens bringt und der andere es abends holt, geht das schon. Ich kenne auch Paare, die dann einfach nach dem Nachtessen noch weiterarbeiten. Ich selbst verbringe dann lieber Zeit mit meinem Mann, aber auch das ist eine Entscheidung mit Vor- und Nachteilen ;-))).

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        4 Stunden um ein Haus zu putzen? Wow

  • Christian Cholber sagt:

    Eigentlich müsste das Frauenpensionierungsalter wegen der Langlebigkeit und der im Vergleich zu den Männern geringeren AHV-Beiträge auf 67 Jahre angehoben und dasjenige der Männer auf 64 Jahre herabgesetzt werden. Nur so lässt sich Gleichberechtigung im Alter sicherstellen.

  • Herbert Peter sagt:

    Sonst noch Wünsche ?

  • lala sagt:

    Bekomm ich als Single dann auch Lohn vom Staat fürs Kochen/Waschen/Putzen?
    Und bitte noch allgemein eine Blankoauszahlung da ich als Single eher selten für mich allein Koche und daher viel auswärts Essen gehe was auch wieder Arbeitsplätze schafft.

    • Markus Tavina sagt:

      Scharf beobachtet – so ist es. In der wirklichkeitsfremden Ideologiewelt der Autorin soll z.B. auch „Haus- und Familienarbeit rentenrelevant versichert“ sein. Gilt das dann auch für die vielen vollzeiterwerbstätigen Singles, die ihre Hausarbeit abends von 19-21 Uhr machen, nehme ich an? Sonst wäre es nämlich eine neue schreiende Ungleichberechtigung…

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Warum? Sie nutzen im Alter die Resource von jungen Menschen, ohne dass Sie irgend etwas dazu beigetragen hätten, dass diese Resource vorhanden ist. Während biele Eltern unter Entbehrungen Kinder gross ziehen, sind Sie ja nur Nutzniesser ohne Eigenleistung.

      • Markus Tavina sagt:

        Lassen Sie nicht so einen haarsträubenden Quatsch heraus, TvS. Ich darf Sie höflich darauf hinweisen, dass ich etwa 250 Jahre alt werden müsste, bis ich alle von mir einbezahlten AHV-Beträge ab 65 wieder rückerstattet bekäme. Auch leiste ich mit meinen massiven Steuerzahlungen auch sehr viel mehr an die Ressourcen für junge Menschen (Bildung kostet, Schulen kosten usw.) als viele Teilzeitmamis und -papis mit ihren 60’000 Fränkli steuerbarem Einkommen, weil sie nicht mehr verdienen können, da offenbar die Entbehrungen des Kindergrossziehens im wohlstandsaturierten 21. Jh. mit seiner staatlichen Rundumversorgung derart gross sind wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Von der direkten Bundessteuer wollen wir gar nicht erst reden, das kennen Sie vermutlich gar nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und wenn Sie sich im Alter 10 private Pflegerinnen leisten können, haben Sie zur Resource Mensch nichts beigetragen.

        Und während wenig verdienende ihre Steuerzahlungen vom Mund absparen, ist das für Sie offensichtlich so, wie wenn Sie ein Brot kaufen würden.

        Ihre Überheblichkeit können Sie sich auch schenken. Während Sie tagtäglich von wenig verdienenden Menschen abhängig sind, ist der Nutzen von Vielverdienern in etlichen Branchen fragwürdig.

      • Markus Tavina sagt:

        Und Sie sind wirklich ganz sicher, dass das Nichtbeitragen zur „Ressource Mensch“ im 21. Jahrhundert, dessen grösstes und ursächlichstes Problem (für alle Folgeprobleme wie Klimaerwärmung, Ressourcenverschleiss, Kampf ums Wasser) die weiterhin ungebremste Überbevölkerung sein wird, ganz, ganz verheerend ist?

  • lala sagt:

    Mitarbeiter mit Pensen von unter 50% sind in den meisten Bürojobs für die 80-100% Mitarbeiter schlicht unglaublich Mühsam. 30-40% eigentlich untragbar und auch schlicht nicht mehr produktiv.

    Am ehesten geht’s noch wenn die Teilzeitler 4 Tage die Woche da sind und einen komplett frei haben, aber sobald Personen regelmässig Tageweise fehlen, müssen die andern Mitarbeiter deren angefangene Fälle zu Ende bearbeiten. Der liebe Kunde hält sich nämlich mit seinen Anfragen selten an das Arbeitsregime der Teilzeitler die nur Montag/Dienstag da sind.

    Man will 30-40% Arbeiten? Gern, steht irgendwo ans Fliessband o.ä.

    • Karl von Bruck sagt:

      Die Arbeitsplaetze haetten vor der Rekrutierung der Frauen geteilt werden sollen. Pro Arbeitsplatz zwei Arbeitskraefte mit zusammen hoechstens 120 Prozent. Das wuerde auch das Arbeitslosenproblem mit einem Schlag loesen. Aber bei der nur noch kurzsichtigen und kurzfristigen Politik darf die Wurst nicht mehr aus der Hand gegeben werden, bevor der Durst geloescht ist. Ob familienkompatibel umgebaute Wirtschaft, oder Befreiung aller Stimmberechtigten von der Wehrpflicht….

    • Diego V. sagt:

      Geehrte lala
      Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Bei uns z.Bsp. arbeiten die 100%er wegen den 60-80%er Drückeberger sogar meistens 120%. Ungewollt! Aber einer muss ja die Arbeit erledigen.
      Ein weiteres Problem sind die Branchen wo man den Arbeitsplatz nicht „teilen“ kann. 100% mit Hard- und Software eingerichtete AP’s werden bloss zu 60-80% benutzt! Investitionstechnisch ein totaler Blödsinn!

      • Melanie sagt:

        Interessant, bei uns arbeiten die 60% sehr viel effizienter und die 100% sind relativ häufig in der Kaffee- und Rauchpause.

      • Karl von Bruck sagt:

        @Melanie – Bingo!

        Zwei 60 Prozenter wuerden viel mehr leisten als ein 120 Prozenter. Diese sind sinn- und masslos ueberlastet und zahlen frueher oder spaeter mit ihrer Gesundheit, wenn nicht gar mit ihrem viel zu fruehen Tod…..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Die 100% ler scheinen ja auch Zeit zu finden, während der Arbeitszeit im Internet zu stöbern und Kommentare zu schreiben. Soviel dazu, wer die wahren faulen Drückeberger sind….

      • lala sagt:

        @Melanie
        Ach, bei Ihnen machen die <60% keine Rauch/Kaffee-Pausen? Wie selbstlos.

        Das ganze wird eh erst bei richtig tiefen % mühsam, wenn dann innert der 1-2 Tage die jemand da ist noch der Tratsch einer ganzen Woche nachgeholt werden muss, natürlich neben allem andern, Geschäftlichen, dass verpasst wurde. Dann gehts an die Pendenzen nur um festzustellen, dass sich die hälfte "erledigt hat" weil der Kunde noch mal anrief oder die andere Abteilung so gar keine Lust hatte eine Woche auf Antwort zu warten und Sie sich bei jemand anderem geholt hat.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ lala

        Während Sie Ihren Klatsch inklusive Kommentare schreiben auf Ihre 100% verteilen.

      • lala sagt:

        Wenigstens spiele ich nicht stupide auf die Person weil mir jegliche Argumente fehlen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Die fehlen Ihnen auch. Sie labbern von ineffizienten Teilzeitlern, während Sie auf Kosten des Arbeitgebers privat kommunizieren. Ist für mich Betrug.

  • Sportpapi sagt:

    „Haus- und Familienarbeit muss – wenn schon nicht bezahlt – immerhin rentenrelevant versichert werden, egal ob Mann oder Frau dafür verantwortlich ist.“ Da bin ich einverstanden. Es ist Sache der Familie, der Partner, bei der Budgetberechnung und der daraus abgeleiteten Arbeitsteilung auch die Altersvorsorge im Auge zu haben.
    Die Meinung war aber wohl, dass der „Staat“ oder wer auch immer für diese Versicherung aufkommen sollte. Mir fällt allerdings gerade kein Grund ein, weshalb er das tun sollte.

    • 13 sagt:

      Nur als Ergänzung, ich bin grundsätzlich einverstanden:
      Der Staat hat eigentlich mit der Einführung der Erziehungsgutschriften wie auch mit dem Ehegattensplitting dafür gesorgt, dass zumindest in der 1. Säule ein Ausgleich findet. Wir haben also bereits eine Versicherungslösung, die die unbezahlte Arbeit berücksichtigt. Die Teilung des BVG-Guthabens bei einer Scheidung zielt auch in diese Richtung. Und mit der geplanten Anpassung wie der Aufhebung des Koordinationsabzuges und der Herabsetzung der Eintrittsschwelle wird dem noch mehr entgegengekommen und das Modell an der Wirklichkeit angepasst. Der Rest, das sehe ich wie Sie, ist irgendwann Sache der Familie.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das Thema, das in der Regel bleibt, ist, dass Frauen nach Trennung (und Teilung des BVG-Guthabens) aufgrund ihrer Absenz vom Arbeitsmarkt in den verbleibenden Arbeitsjahren weniger vorsorgen können als ihre Ex-Partner, was einige immer noch als ungerecht empfinden.
        Aber halt real. Dagegen hilft nur Selbstverantwortung.

      • 13 sagt:

        Richtig, diese Problematik sehe ich schon. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass aus diesem Grund auch der Anspruch auf einen Vorsorgeunterhaltsbeitrag besteht, sofern genügend Mittel da sind. Dass dieser Betrag einfach frei überwiesen wird und es keine gesetzliche Pflicht gibt, ihn für die Vorsorge einzusetzen, während bei Erwerbtätigen eine BVG-Einzahlung Pflicht ist, ist ein anderes Thema und auch eins, das man mal angehen könnte, denn letztlich zahlen wir das dann durch die EL.
        Aber ich bin mit der Selbstverantwortung einverstanden, jedoch nur wenn die Verantwortung der gesamten Familie, nicht der Frau alleine angeschaut wird, wovon ich eigentlich ausgehe.

      • Sportpapi sagt:

        Andererseits ist der Vorsorgeunterhalt dann wieder ein Fehlanreiz. Und zumindest dann nicht korrekt, wenn der Partner eigentlich eine vermehrte Erwerbstätigkeit der Frau gewünscht hätte. Einzige sinnvolle Lösung fände ich hier einen Vertrag, der den Unterhalt im Trennungsfall regelt.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Jein. Solche Verträge sind in der Schweizerischen Juristenwelt sehr sehr umstritten und ob dieser tatsächlich bei einer Trennung seine Gültigkeit hat, ist ja eher unklar. Unterhaltsregelungen z. Bsp. in Eheverträgen, wie es das Ausland kennt, sind bei uns verpönt. Eine wirkliche Absicherung erhält man damit aber nicht. Letztlich bliebt nur, im Zuge der von Ihnen propagierten Selbstverantwortung folgendes: Passt einem Partner das Verhalten des anderen nicht und kann man sich nicht einigen, muss man halt die Konsequenzen ziehen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Verpönt? Wieder mal ein Verstoss gegen die Sitten?
        Ich bleibe dabei – nur so kann man sich absichern. Und es ist für mich unverständlich, wie Verträge zwischen zwei mündigen Menschen später dann a) überhaupt angefochten und b) gar noch als unzulässig erklärt werden können. Da hört mein Rechtsverständnis auf!

      • 13 sagt:

        Es soll nicht arrogant klingen, aber es wäre etwas zu technisch, das im Einzelnen zu erklären, zumal ich eigentlich Ihrer Meinung bin, aber gewisse Gegenargumente schon einsehe. Kurz gesagt geht es nicht um die guten Sitten, das wäre kein Problem, sondern das Gericht muss die Angemessenheit prüfen und dann kommt auch noch die Frage der veränderten Verhältnisse (weil man eben anders gelebt hat) dazu. Unter dem Strich geht es politisch selbstverständlich darum, den Staat vor Sozialhilfe zu schützen, wenn jemand da ist, der bezahlen könnte.

        Was ich Ihnen einfach sagen wollte, sollten Sie oder ein anderer einen solchen Vertrag haben: Verlassen Sie sich nicht darauf. Er bietet einen gewissen Schutz, aber keine Garantie.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Danke. Nicht dass ich einen solchen Vertrag hätte oder wünschen würde. Aber mein Verständnis für solche Ungültigerklärungen im Nachhinein hält sich in engen Grenzen, ich halte das für bevormundend bis paternalistisch. Ausnahme ist tatsächlich, wenn andere (z.B. Kinder) oder der Staat letztlich den Schaden (mit-)tragen.

  • K.A. Barett sagt:

    Wenn man das alles liest, was geschrieben wird, ist ein markantes Runzeln der Stirn so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Irgendwie haben die Wohlstandsgesellschaften Im Nordwesten Europas, bzw. deren Mitglieder, nicht mehr alle Tassen im Schrank. Eigentlich sind wir an der Seele krank und gehören in die Klapse, geschlossene Abteilung. Dort können wir Carlos Gesellschaft leisten.
    Was jedem vernünftigen Menschen, Mann oder Frau, so richtig auf den Geist geht, ist a) der penetrante Genderismus, b) der geradezu pathologisch anmutende, falsche Feminismus, (jetzt werden Fragen kommen, was denn der „richtige“ Feminismus ist), c) der Gerechtigkeitswahn.
    Alle haben das Gefühl, zu kurz zu kommen und einen Rechtsanspruch auf alles zu haben was als „erstrebenswert“ wahrgenommen wird.

    • Franz Vontobel sagt:

      Was vielleicht nicht jedem vernünftigen Menschen, Mann oder Frau, aber zumindest mir, so richtig auf den Geist geht, ist, wenn jemand das Gefühl hat, für jeden vernünftigen Menschen, Mann oder Frau, sprechen zu können.

      Da hör‘ ich jeweils gleich auf mit Lesen.

      • K.A. Barett sagt:

        @Franz
        Sie müssen aber ein relativ grosses Problem haben. Aber immerhin sprechen Sie vielleicht im Namen vieler Unvernünftiger?

  • Widerspenstige sagt:

    Das zeigt sich auch im Bruttoinlandprodukt, in dem nicht nur «bezahlte Arbeit» relevant ist, sondern auch unbezahlte Tätigkeiten. Als «unbezahlt» werden Haushalt, Kinderbetreuung und die Pflege bedürftiger Angehöriger deklariert. Dafür wurden im Jahr 2013 8,7 Milliarden Stunden gearbeitet. Gratis. Würden diese Arbeiten bezahlt, so hat es das Bundesamt für Statistik ausgerechnet, kämen wir auf einen Betrag von 401 Milliarden Franken.

    Das heisst im Klartext: eine Erhöhung des Rentenalters von 64 auf 65 für Frauen würde den Staat ca. 400 Milliarden Franken kosten. Wieso? Würden Frauen weiterhin ein Jahr früher in Rente gehen, stünde diese Care-Arbeit zur Verfügung. Gratis wie bisher, bis sie Rente beziehen können ab 65. Das wird sehr teuer werden für alle.

    • Sportpapi sagt:

      Was für eine unsinnige Berechnung! Als ob alle Freiwilligenarbeit in der Schweiz nur von Frauen im Alter von 64 Jahren geleistet würde!
      Aber bleiben wir beim Thema. Es gibt meiner Meinung nach zwei Arten von „unbezahlten“ Arbeiten. 1) Haus- und Familienarbeit: Die ist aber eigentlich weder unbezahlt noch gratis. Sonst würden viele Frauen ja verhungern… 2) Freiwilligenarbeit. Und die heisst so, weil sie nun mal freiwillig ist. Was sie nicht wäre, wenn es Lohn und Rente dafür gäbe…
      Bleibt noch, das es keineswegs nur die Frauen sind, die „unbezahlt“ tätig sind, und dass es die meisten auch neben einem vollen Job tun, gerade in der Frewilligenarbeit und Ehrenamt.

    • Widerspenstige sagt:

      Das sich Männer ab 60plus kümmern wie bisher Frauen kommt ungefähr hin mit 1 Mia. Franken von den 401 Mia. wie vom Bundesamt für Statistik berechnet. Deshalb schrieb ich ja ca. 400 Mia. und nicht 401 Mia., Sportler.

      Das ist etwas für 50plus und weniger für Jüngere mit wenig Kenntnis der Sachlage. Geh doch einfach mal öfters in ein Altersheim, Pflegeheim oder in ein Spital u sieh selbst, wer da fleissig Besuche macht. Es sind vorwiegend Frauen mit Kindern, die regelmässig für ihre Angehörigen, Verwandten, Bekannten, Nachbarn schauen u daneben noch Enkelkinder hüten. Das ist Care-Arbeit und hält eine Gesellschaft zusammen. Auf ihrem Buckel muss kein Reichtum aufgetürmt werden wie bisher, sondern endlich eine Transaktionssteuer von 0,5% eingeführt werden, um diesen Missstand zu glätten.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du vertust dich völlig mit den Zahlen. Es sind a) nicht nur Frauen, sondern vermutlich im Verhältnis 2:1 Frauen, und b) nicht nur 64jährige, die diese Arbeit leisten. Die im Wesentlichen ja auch nicht aus Freiwilligenarbeit, Betreuung von Betagten, besteht, sondern aus Tätigkeit im eigenen Haushalt.
        Sonst rechnen wir mal durch 400 Mia / hoher Stundenlohn 50 Franken / 365 Tage im Jahr / 1 Million Menschen in den Heimen (so viele werden es wohl nicht sein…) gibt rund 22 Stunden Besuch pro Tag und Senior…

      • Sportpapi sagt:

        Teil 1 hängt…
        Ausserdem, wovon Frauen 50+ wohl wenig Ahnung haben ist, dass der grösste Teil der Freiwilligenarbeit in der Jugendarbeit von Männern mit voller Anstellung geleistet wird. Aber das zählt ja vermutlich nicht, ist ja nur Hobby…
        Wie auch immer: die unbezahlte Gratisarbeit (zumindest ausser Haus) wird meist anstelle einer Erwerbstätigkeit geleistet. Und geht damit auf Kosten des Familieneinkommens, nicht nur das der Frau. Der „Lohn“, die Befriedigung und Ehre, bleibt aber allein bei ihr…
        Aber im Grundsatz finde ich es gut und wichtig, dass sich so viele Menschen in der Gesellschaft engagieren. Es wäre aber grundfalsch, sie dafür entschädigen zu wollen!

      • Markus Tavina sagt:

        Wieso genau muss ich mit meinen Steuergeldern die Besuche anderer Leute bei ihren Verwandten im Altersheim finanzieren? Das leuchtet mir irgendwie nicht ein.

      • Widerspenstige sagt:

        Mich erstaunt diese Frage, Markus Tivina, und zeigt Ihre Einstellung zu Care-Arbeit. Diese kann man nicht so leicht messen, sondern hat mit einer gewissen Empathiefähigkeit zu tun. Zur Beruhigung: ich bezahle auch Steuern für Dinge, die mir nicht im geringsten einleuchten. Das nennt sich dann Mitglied einer Solidariätsgesellschaft.

      • Widerspenstige sagt:

        Da fehlt etwas, richtig erkannt Sportler, aber unter dem Strich leisten fast nur Frauen ab 50plus Care-Arbeiten in Haushalt, Kinderbetreuung sowie Pflege bedürftiger Angehöriger. Es macht wenig Sinn, sich hier einer Erbsenzählerei* hinzugeben. Mein Beispiel mit den Krankenbesuchen ist nur ein kleines Puzzleteil von den vielfältigen Tätigkeiten ausserhalb einer Lohnskala, die getan werden müssen, wenn einem der soziale Frieden heilig ist.

        *Lies in den Links für mehr Details, die Pauline Égale eingestellt hat.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Genau genommen verfügen doch einige Frauen über 50 über massenhaft Zeit, weil die Kinder ausgeflogen sind, der Haushalt nicht mehr so aufwändig ist, und das Einkommen wie eh und je vom voll arbeitenden Gatten verdient wird. Also macht man etwas Sinnvolles und engagiert sich. Finde ich gut. Und ich danke allen, die das so tun. Und nicht zuletzt auch den Männern, die den Frauen hier den Rücken freihalten!

  • Andrej sagt:

    MitarbeiterInnen des Staates kennen sicherlich keine Lohndiskriminierung, da die Einteilung in Lohnklassen unabhängig des Geschlechts stattfindet. Falls eine Frau in der Privatwirtschaft weniger verdient, hängt das mit geringerer Durchsetzungsfähigkeit oder zu wenig Mut, proaktiv eine leitende Funktion anzustreben. Das impliziert nicht, dass Frauen nicht zu Führungstätigkeit geeignet sind, es impliziert, dass Frauen eher gehemmt sind/werden. Die Behebung dieses Missstandes wieder einmal dem Staat zu verantworten, ist falsch.

    • 13 sagt:

      „Bei Bund, Kantonen und Gemeinden lag der Anteil der unerklärten Lohnunterschiede 2014 bei 41,7 Prozent.“

      Quelle:
      http://bazonline.ch/schweiz/standard/maenner-verdienen-20-prozent-mehr/story/21776727

      • Jennifer sagt:

        Ich habe jahrelang beim Bund gearbeitet und immer weniger erhalten als meine Arbeitskollegen. Die Lohnklassen lassen nämlich Unterschiede bis zu 2000 .- zu ……

      • Karl von Bruck sagt:

        @Jennifer – Der Bund geht nicht nur mit Frauen skandaloes um, und das nicht erst seit der Enrechtung und Enteignung der Beamten. Frauen waren frueher zum Aufreumen und Reinschreiben ebenso unterbezahlt wie hoechstkaraetige Experten (wie Einstein). Heute muessen hoechstkaraetige Experten selber aufreumen und reinschreiben. Oft werden gar nur noch Chefs IT-betreut! IT-bildungsresistente Frauen wurden in Putzkolonnen abgedraengt, oder gar ausgelagert oder gegosst. IT-gebildete Frauen haetten nicht nur innerhalb der Lohnklassen maximiert, sondern gar um viele Lohnklassen gehoben werden sollen. Was aber selektiv unterlassen wurde. Heute wissen aber immer mehr Minichefs beim Bund, dass auch ihre persoenliche IT-Betreuung nicht mehr zum Trinkgeldtarif erhaeltlich ist….

    • Jane Bissig sagt:

      Sogenannte „Frauenberufe“ werden aber oft ohne gute Gründe niedriger eingeteilt (d.h. in diesen Berufen tätige Leute starten in einer tieferen Lohnklasse). Z.B. Kindergärtnerinnen (Männer mitgemeint) und Pflegefachleute im Gegensatz zu etwa Polizeibeamten. (Ein Bsp aus dem Kt. Bern, ich weiss allerdings nicht, was der aktuelle Stand ist…) Auch wenn es durchaus objektive Kriterien gibt wie z.B. Ausbildungszeit, ist da durchaus noch Raum für Diskriminierung. Und zur Privatwirtschaft: Wenn ich mich als Altenpflegerin einstellen lasse, kann ich noch lange selbstbewusst und fordernd auftreten, der Lohn wird trotzdem schlecht sein. Das ist ein gesellschaftliches Problem und kein persönliches!

  • Tina sagt:

    Wer von Ihnen hat einen Partner/Partnerin, kleine Kinder und arbeitet Teilzeit? Ich habe früher genau gleich gedacht … Ich will sie lieber nicht sehen, wie sie sich jahrelang ohne Lohn, um mehrere kleine Kinder kümmern, Haushalt schmeissen etc. Ich konnte es nicht fassen, wie anstrengend das war, obwohl ich früher in einem tollen Job sehr viel gearbeitet habe.
    Und ja, es gibt diese Männer, die zu Hause auch anpacken und für ihre Kinder zu Hause bleiben, wenn sie krank sind – trotz leitender Position. Solange wir uns gegenseitig Vorwürfe machen, werden wir nie weiterkommen. Keine Angst, ich arbeite mittlerweile wieder – die „Arbeit“ zu Hause war ja nur ein unbezahlter Zeitvertreib. Aber meine AHV/Pensionskasse hat nun eine Lücke …

  • Monique sagt:

    Die Arbeitgeber zahlen für die Leistungen bei der Arbeit und nicht die Leistungen zu Hause. Vielleicht könnte der Partner einspringen?

  • 13 sagt:

    Das ist aber eine ziemliche Vermischung diverser Fakten.
    1. Den Lohnunterschied haben Sie, im Gegensatz zu so vielen anderen, richtig dargestellt. Dieser liegt nämlich nur zu einem Teil daran, dass Frauen und Männer in der gleichen Position ungleich verdienen, sondern genau daran, dass Branchenlöhne sehr unterschiedlich sind, je nachdem welches Geschlecht sie mehrheitlich ausübt. Gerade in der Schule sehr gut zu sehen.
    2. Ansonsten muss man einmal mehr sagen: Gleichberechtigung beginnt zu Hause! Frauen haben keine tieferen Renten, sondern derjenige, der weniger arbeitet. Und dass das zum grössten Teil Frauen sind, ist ein persönlicher Entscheid der jeweiligen Familie und nicht der Wirtschaft. Vereinbaren Sie mit Ihrem Partner je 70-80%, dann haben beide ein PK und Hausarbeit.

    • 13 sagt:

      3. Ja, über die Rentenmodalitäten muss gesprochen werden. Dank Erziehungsgutschriften der AHV ist Kinderbetreuung durchaus rentenrelevant, aber nicht die zweite Säule. Es wäre ein leichtes den Koordinationsabzug/Eingangsschwelle aufzuheben oder erheblich runterzusetzen und/oder freiwillige Einzahlungen vermehrt zuzulassen. Ich verstehe bis heute nicht, was dagegen spricht.
      4. Arbeitszeit und Ferien sind ein wichtiges Thema und eine legitime Forderung. Wollen die Schweiz aber leider nicht, nicht die Wirtschaft, sondern das Volk.
      Und das ist das Hauptthema: Solange wir in einer Gesellschaft leben, wo Müttererwerbstätigkeit ein hübsches Hobby ist, kann sich kaum etwas ändern…bringt mich wieder zu 2. Gleichberechtigung beginnt zu Hause!

    • 13 sagt:

      Teil 2 hängt leider noch…

    • Sportpapi sagt:

      @13: Sehr richtig. Bei den Branchenlöhnen wundert mich einfach, dass trotzdem so viele Frauen sehenden Auges in diese Branchen gehen. Offenbar achten sie bei der Berufswahl schlicht nicht auf das Einkommen. Und sind damit im Wesentlichen auch selber schuld.
      Zu Punkt 3: Ja, dieser Koordinationsabzug muss weg – spart die Unternehmen ziemlich viel Geld, unter anderem. Freiwillige Einzahlungen sind allerdings doch bereits gut möglich, wenn keine PK vorhanden. Allerdings fehlt dafür meist das Geld. Das müsste entsprechend auch beachtet werden, wenn die Erwerbstätigkeit für Familienarbeit reduziert wird. Kann man sich das leisten? Und doch vorsorgen?
      Und ja, für viele Mütter ist ihre Erwerbstätigkeit Hobby und Taschengeld. Was die Arbeitgeber auch spüren…

      • 13 sagt:

        Und wir brauchen keine Verkäuferinnen, Coiffeusen oder Kleinkindererzieherinnen? Und hätten sie denn die gleichen Chancen wie ein Mann eine (Lehr-)Stelle auf dem Bau oder in anderen handwerklichen Berufen zu erhalten?

        „Und ja, für viele Mütter ist ihre Erwerbstätigkeit Hobby und Taschengeld.“
        Richtig, auch Mütter sind ein Teil der Gesellschaft. Aber eben nicht nur sie. Auch ihre Männer betrachten ihre Erwerbstätigkeit als ein nettes Hobby und sehen sich nicht in der Pflicht zu Hause mehr anzupacken, auch mal bei einem kranken Kind zu bleiben, sondern beklagen sich, wenn diese einen Einfluss auf das Familienleben hat. Gleich wie auch die Arbeitgeber, die dann keine festen Pensen geben wollen (Vollzeit oder unsicherer Stundenlohn) und keine anständige Löhne bezahlen.

      • 13 sagt:

        Ich habe mal aus Neugier ein kleines (nicht repräsentatives) Experiment gemacht und Frauen in der online-community gefragt, was sie verdienen und dann was die Miete kostet. Oft sind diese beiden Zahlen sehr vergleichbar. Wenn ich aber dann etwas sagte, wie. „Super, dann kommst Du ja die Miete bezahlen“, hiess es: „Nein, das bezahlt mein Mann. Ich bezahle die Kita und der Rest ist für Ferien etc.“ Das ist aus zwei Gründen spannend: 1. wird dadurch die Frage, ob sich Arbeiten aufgrund Betreuungskosten lohnt nur vom Frauenlohn abhängig gemacht. 2. ist er eben nur für das kleine Plus und daher eigentlich unerheblich. Auch wenn es rechnerisch nichts ändern würde, glaube ich, würde sie die Miete bezahlen und er Kita und Ferien, wäre der Stellenwert ein anderer, denn das ist essentiell.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Nein, ich glaube Coiffeusen und Kosmetikerinnen usw. brauchen wir nicht ganz so viele, wie im Moment auf dem Markt sind… Und ja, Verkäuferinnen und Kleinkinderzieherinnen brauchen wir. Aber offenbar findet man zu den aktuellen Löhnen genug davon, also wieso den Lohn anheben?
        Ich habe übrigens auch mal im Detailhandel gearbeitet, und fand das eigentlich ganz spannend. Aber bei diesem Lohn war das nie ein Thema, im Verkauf Karriere zu machen.
        Und ja, ich glaube Mädchen haben mindestens die gleiche Chance auf eine Lehrstelle im Handwerk wie die Jungen.

      • Sportpapi sagt:

        „Auch wenn es rechnerisch nichts ändern würde, glaube ich, würde sie die Miete bezahlen und er Kita und Ferien, wäre der Stellenwert ein anderer, denn das ist essentiell.“
        Geht man das Thema vernünftig an, schaut man eher grundsätzlich, welches Mehreinkommen durch eine Aufstockung bei Mann/Frau heute (und in Zukunft!) erzielt werden kann und zieht davon die Ausgaben für Betreuung ab (und überlegt weiter, was das für zusätzlichen Aufwand/Stress bedeutet). Bezahlt wird alles sowieso aus dem Familieneinkommen.

      • Sportpapi sagt:

        „Auch ihre Männer betrachten ihre Erwerbstätigkeit als ein nettes Hobby und sehen sich nicht in der Pflicht zu Hause mehr anzupacken.“
        Vielleicht stimmt das. Aber es ist natürlich stark davon abhängig, wie die Frau das „verkauft“. Will sie auch mal einen Tag ausser Haus arbeiten, zur Abwechslung, fast schon egal was? Oder möchte sie so bald wie möglich wieder hochprozentig im angestammten Beruf arbeiten? Weiterbildung machen, usw.?
        Unterstützung sollte sie aber auf jeden Fall bekommen, schliesslich ist es ihr ein wichtiges Anliegen.

      • 13 sagt:

        „welches Mehreinkommen durch eine Aufstockung bei Mann/Frau heute (und in Zukunft!) erzielt werden kann“

        In dem Satz können Sie bei mind. 80% der Familien (auch Gesellschaft) das Wort „Mann“ streichen. Es wird eher geschaut, welchen Mehrwert vs. Aufwand man je nach Pensum der Frau neben seinem Vollzeitpensum hat. Oder salopp gesagt: Welches Pensum der Frau verträgt sich mit einem Vollzeitpensum des Mannes? Dass eine Aufstockung ihrerseits verbunden mit einer Reduktion seinerseits interessant werden könnte, wird kaum geprüft. Das zum Leidwesen der Frauen, die (mehr) arbeiten wollen und der Männer, die sich ein ausgeglichenes Modell wünschen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Finanziell kann ihre Mehrarbeit seine Reduktion nur ausgleichen, wenn beide genau gleich viel verdienen. Selbst dann können noch Nachteile bezüglich Karriere einbezogen werden.
        Aber vielleicht muss man ab einem gewissen Einkommen auch nicht nur finanziell argumentieren? Wenn man es sich leisten kann?

      • maia sagt:

        @13: Ich habe schon ein paar Kolleginnen folgendes geraten: Beide Einkommen zusammenzulegen, davon alle Kosten zu bestreiten und den Rest auf beide wieder aufzuteilen. ALLE Kolleginen meinten – da bleibt mir ja persönlich weniger überig….

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Das tönt im ersten Moment plausibel, ist es aber nicht zu 100%. Erstens geht es nicht nur um finanzielle Aspekte und sofern doch, nicht nur kurzfristig. Selbst wenn bei einer Teilzeitarbeit beider unter dem Strich weniger herausspringt, kann es sich langfristig lohnen, dass beide „im Beruf bleiben“ (=bessere Aussichten später) und bei einer Scheidung, dass weniger oder keine Alimente fliessen. Zweitens arbeiten ja selten beide fix 8-17 Uhr und das Mo-Fr. Oftmals kann man zusammen durchaus 120% oder noch mehr arbeiten ohne zusätzliche Betreuung, gerade wenn die Kinder schon in der Schule sind. Nur so als Bsp: wir kommen mit 1-2 Nachmittage, also knapp 20%, Betreuung auf rund 150% Erwerbstätigkeit. Hängt auch vom Job ab, aber ist oftmals möglich.

      • 13 sagt:

        @ maia
        Spannend. Ich kenne da auch andere Beispiele: Beide verdienen in etwa gleich und führen getrennte Kassen. Dann kommt ein Kind auf die Welt, sie reduziert auf 50%. Er übernimmt fortan 2/3 der Kosten. Tönt fair. Aber dass damit, gerade bei guten Einkommen, der Teil der übrig bleibt und er für sich, entweder zur freien Verfügung oder zu Sparen, brauchen kann, ebenfalls doppelt so hoch ist, wird hingenommen. Immerhin verdient er es ja…

      • Jane Bissig sagt:

        @13 und Maja. Wir haben eine Mischrechnung gemacht. Beide arbeiten 60%. Ich verdiene mehr und bezahle deshalb mehr an den Haushalt, habe aber am Ende doch noch mehr für mich allein. Er macht seinen schlecht bezahlten Traumjob und ich meinen etwas besser bezahlten etwas weniger traumhaften. Diese Entscheidung habe ich getroffen, weil ich mir gerne ab und zu etwas leiste und bereit bin, dafür in Sachen Selbstverwirklichung im Job Abstriche zu machen. Diesen Mehrverdienst mag ich dann nicht einfach verschenken und würde das im umgekehrten Fall auch nicht von meinem Partner verlangen. Die Überlegung funktioniert aber natürlich nicht, wenn jemand masssiv reduziert und der andere nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das tönt nicht fair, sondern nach einem Rechnungsfehler.
        Wenn man aber die vielfach verlangten getrennten Konten verlangt – Unabhängigkeit über alles! – dann ist es zu einem rechten Teil natürlich fragwürdig, wenn bei gleichem Pensum unterschiedliche Einkommen ausgeglichen werden – schliesslich sind die auch das Resultat von Vorleistungen.
        Persönlich bin ich aber mehr für Familieneinkommen und Familienausgaben. Und Taschengeld fände ich in der Situation völlig schräg.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Das verstehe ich jetzt nicht. Es handelt sich doch gar nicht um gleiche Pensen oder verschiedene Löhne. Er hat in meinem Beispiel mehr Geld, weil er Vollzeit arbeitet und sie nur 50%. Oder rechnerisch: Beide verdienen auf 100% 6’000, er arbeitet Vollzeit, sie 50% wegen der Kinderbetreuung. Die Kosten für Miete, Krankenkasse etc. betragen 6’000, er bezahlt davon 2/3, also 4’000, bleiben ihm noch 2’000. Sie bezahlt 1/3, da sie nur 50% arbeitet, also 2’000. Damit bleiben ihr aber nur noch 1’000.

        @ JB
        Das ist aber etwas anderes. Er verdient aus eigenem Wunsch (Vorteile, die nur ihm zugute kommen) weniger, nicht wegen der Kinderbetreuung, die die Aufgabe von beiden wäre.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Eben. Die haben sich wohl verrechnet und waren der Meinung, so würden beide gleich viel beitragen und gleich viel übrig haben.
        Anders kann ich mir das jedenfalls nicht erklären…

  • simon hottinger sagt:

    dass viele nicht teilzeit arbeiten können, liegt also wirklich zu 80% an der masseneinwanderung! bei uns wars bis 2008 locker möglich auf 50-60% zu reduzieren! jetzt nicht mehr! (kostet zu viel)
    es ist aber ja schon lange bekannt, dass die wirtschaft nich familien freundlich ist und solange es viel mehr arbeiter gibt als arbeit wird das so bleiben!

    • Vierauge sagt:

      was bitte hat das denn mit der Masseneinwanderung zu tun? Teilzeit war schon immer schwierig zu organisieren. Und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die uns immer aufs Butterbrot geschmiert werden, haben mit Frankenkurs und globaler Konkurrenz zu tun.
      Und dass kleine Einkommen nicht in die 2. Säule einzahlen dürfen, und dass unbezahlte Betreuungsarbeit nicht (genug) in der Altersvorsorge honoriert wird, hat schonmal gar nichts mit der Bevölkerungszahl zu tun, sondern mit diversen Volksabstimmungen in den letzten Jahr(zehnt)en.

  • Jänu sagt:

    Fakten zum Gender-Pay-Gap (Lohndifferenz Mann Frau):
    5% in Deutschland:
    http://www.zeit.de/karriere/2016-03/gender-pay-gap-frauen-maenner-gehalt-unterschiede-studie
    3% (2.9%) in der Schweiz
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/weshalb-verdienen-frauen-weniger-als-maenner-schweizer-lohnluecke-mit-am-geringsten-ld.88695

    Die Autorin behauptet, der Unterschied sei bis 30%. Das wäre 10 Mal mehr, als die Statistiken nachweisen. Was soll man davon halten?

    • 13 sagt:

      Aus Ihrem eigenen Link:
      „Weil Frauen aber häufiger in Berufen und Branchen arbeiten, in denen das Gehaltsniveau niedriger ist als in klassischen Männerdomänen, sei es kein Wunder, dass die Frauengehälter im Durchschnitt geringer ausfielen.“

      Und genau das hat die Autorin doch gesagt. Es geht weniger um den „bereinigten Gender Gap“, es geht eben auch um die Frage, warum „klassische Männerdomänen“ besser bezahlt werden als „klassische Frauendomänen“.

      • Sportpapi sagt:

        Man könnte auch sagen: Warum arbeiten Frauen so gerne in Berufen, die schlecht bezahlt werden? Warum achten sie bei der Berufswahl nicht darauf, einen Job zu wählen, mit dem auch eine Familie versorgt werden kann, so wie es die meisten Männer tun?
        Zumindest so lange der Markt spielt (und das tut er nicht überall, wenn man das Problem dann einfach mit Fremdarbeitern löst), dann steigen die Löhne erst dann, wenn sich nicht mehr genügend Interessenten finden, um die Stellen zu besetzen.

      • 13 sagt:

        Das ist eher die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Ich behaupte aber eher, dass Männer wie Frauen zuerst einmal einen Beruf lernen, der zu ihnen passt und nicht aus wirtschaftlichen Gründen, zumal für den 16j angehenden Lehrling auch 3’500 nach sehr viel Geld tönen. Somit wählen sich nicht etwas Männer gutbezahlte Branchen aus, sondern her werden Branchen, die eher von Männern gewählt werden, besser bezahlt. Und ja, ich bin davon überzeugt, dass die Löhne für Kleinkinderbetreuer, Unterstufenlehrer und Pflegefachleute steigen würden, würden nun plötzlich mehr Männer diese Jobs ausüben.

      • 13 sagt:

        Mal ganz davon abgesehen, ist es als Frau immer noch einiges schwerer in einer Männerdomäne zu arbeiten, als für einen Mann. Was eigentlich bedeutet, dass für die gleiche Arbeit höhere Anforderungen gestellt werden. Verdienen Frauen darum da mehr als Männer?
        Umgekehrt für einen Mann in einer Frauendomäne natürlich auch, aber das ist rein wirtschaftlich eben eh weniger lukrativ.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja, Huhn oder Ei. Dennoch behaupte ich, dass die meisten Jungen sich trotz Interesse nicht in einem Job ausbilden lassen würden, bei dem die finanziellen Perspektiven so schlecht sind. Und das ist definitiv bekannt bei der Berufswahl.
        Zudem kenne ich einige Frauen, die auf Weiterbildung und Karriereschritte verzichten, weil ihnen das für die Zukunft „nichts bringt“ – sie möchten Kinder…
        Zu den Lehrern. Der Lohnanstieg über die Stufen ist ja nichts Neues. Aber es gilt als erwiesen, dass man mehr Männer in der Primarstufe hätte, wenn der Lohn entsprechend wäre.

      • Sportpapi sagt:

        „Mal ganz davon abgesehen, ist es als Frau immer noch einiges schwerer in einer Männerdomäne zu arbeiten, als für einen Mann.“
        Da widerspreche ich ganz entschieden. Bei der Anstellung werden häufig Frauen bevorzugt, da sie als bereichernd und vor allem pflegeleichter gelten. Ob sie dann aber immer die gleiche Leistung bringen, ist gerade da, wo körperlich hart gearbeitet wird, unklar.
        Bei den Malern beispielsweise weiss man, dass die meisten Frauen nach der Lehre bald einmal den Beruf wieder verlassen – nach meinem Wissen auch aus körperlichen Gründen.

      • Karl von Bruck sagt:

        @13 – Maenner hatten heute gleichen Anspruch auf Ausbildungsplaetze als Hebaemmeriche. Es gaebe auch mehr als genug Interessenten. Zugelassen wurden sie faktisch nur vereinzelt. In staatliche Organisationen sollten die Ausschreibungen immer noch geschlechtsneutral erfolgen. Aber Maenner werden selbst mit besten Qualifikationen faktisch nicht mehr aufgenommen…..

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich sprach vom „Arbeiten“ nicht von der „Anstellung“, das ist ein anderes Thema. Meine Mutter schloss als eine vom 2 Studentinnen und als eine der Besten zusammen mit über 100 Studenten eine Studienrichtung im naturwissenschaftlichen Bereich ab und arbeitete auch da. Nur mit ihren Erzählungen könnte ich ein Buch füllen, davon dass sie als einzige vom Chef geduzt wurde, die Kollegen sie regelmässig mit „Kleine“ ansprachen, sie als Projektleiterin ständig für mit der Planung von Apéros etc. beauftragt wurde etc. etc. Und wir sprechen hier von Kaderstufe! Was sich Frauen auf dem Bau etc. anhören müssen, ist dann noch ein anderes Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Da kann ich nicht mitreden, da mir die Erfahrung fehlt. Und da, wo ich mal als Ferienjob auf dem Bau gearbeitet habe, waren keine Frauen dabei (ich glaube auch nicht, dass sie das lange mitgemacht hätten, rein körperlich). Aber ja, der Umgangston war auch unter Männern rauh.

      • 13 sagt:

        Das Ganze gipfelte darin, dass ihr der Vorgesetzte bei einem Lohngespräch, welches Sie forderte, nachdem sie erfahren hatte, dass ihr männlicher Kollege auf gleicher Stufe einiges mehr verdient, sagte: „Schauen Sie, Ihr Mann arbeitet in der gleichen Firma und ich weiss genau, was er verdient. Sie brauchen daher nicht mehr Lohn.“ Auch wenn das vor 20 Jahren war, so bringt mich das auf unsere Diskussion oben. Wofür dient der Männerlohn, wofür der Frauenlohn?

      • Martin Frey sagt:

        „Mal ganz davon abgesehen, ist es als Frau immer noch einiges schwerer in einer Männerdomäne zu arbeiten, als für einen Mann.“
        Das bestreite ich wie Sportpapi rundweg, 13. Früher mag das vergleichbar gewesen sein, aber heute hat sich für junge Frauen vieles geändert. Für junge Männer ist es jedoch äusserst schwierig, in traditionell weiblich besetzte Berufe (mit denen ich viel zu tun habe) vorzudringen. Der Druck ist enorm, das Unverständnis auch.
        Frauen haben es da, sei es an der ETH oder in der Autowerkstatt, heute bedeutend leichter, glauben Sie mir.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Meine Mutter, Ärztin, hat das anders erlebt. Aber es bringt ja nichts, solche alten Geschichten von Einzelpersonen aufzuwärmen. Niemand bestreitet, dass es sogar heute noch vereinzelt zu bewusster Diskriminierung kommt. Aber daraus eine Norm abzuleiten halte ich für verfehlt.
        Aber dass in Männerberufen zahlreiche Frauenfördermassnahmen real existieren, das ist nun mal Tatsache.

      • Jane Bissig sagt:

        @13 um 11.35: Ich habe auf dem Bau gearbeitet und muss sagen, dass ich den offenen Sexismus, der da (teils!) herrscht, dem unterschwelligen in anderen Branchen vorziehe. Er ist einfacher zu kontern. Zumindest wenn man eine grosse Klappe, ein gewisses Durchsetzungsvermögen und eine Portion Humor hat. Schon nur, weil man grob reden darf, also auch mal ein Schimpfwort austeilen wenn es einem Kollegen ins Gehirn ges… hat. (Ich kenne allerdings auch üble Geschichten, die dann definitiv schlimmer sind als unterschwelliger Sexismus.)

      • 13 sagt:

        @ MF
        Auch hier: Bestreiten kann man vieles, die Geschichten, die ich von Betroffenen gehört habe, reichen mir im Moment. Nur von denjenigen, die mit mir die Schule abgeschlossen haben (4 Klasse a je ca. 22 Schüler), haben drei! Frauen die Lehre wegen Sexismus abgebrochen, mit dem sie nicht klarkamen (1x LKW-Fahrer, 1x KFZ-Mechaniker, 1x Informatiker).
        Dass Männer in Frauendomänen das Gleiche erleben habe ich nie bestritten, sondern noch ausdrücklich erwähnt. Wenn es aber darum geht, dass Frauen „selbst schuld“ sind, wenn sie Tieflohnbranchen wählen, dann spielen Männererfahrungen in Frauendomänen keine Rolle, da es für sie rein wirtschaftlich betrachtet eh nicht attraktiv wäre, diese zu wählen.

      • 13 sagt:

        Wo mich aber Ihre Meinung doch noch sehr interessieren würde: Wie ist es denn in Ihrer Branche? Meines Wissens sind bei den Fachärzten die Kinderärzte und Psychiater diejenigen mit dem tiefsten Lohn, kommt beides zusammen und ist man Kinderpsychiater ist man zuunterst in der Lohnstufe. Nun sind das aber auch diejenigen Fachrichtungen, bei denen (neben der Gynäkologie) die Frauenquoten am höchsten sind. Wie ist das erklärbar?

      • Martin Frey sagt:

        @13: Obwohl ich immer Wert darauf lege, dass Einzelfälle nichts belegen, glaube ich Ihnen Ihre Beispiele gerne. Ich bin der letzte, der behauptet, dass es derartig sexistische Figuren nicht gibt. Ich kenne aber auch die Schwierigkeiten, zb. für männliche Praxisassistenten usw., auf der anderen Seite.
        Gerne aber zu Ihren Fragen; es ist lustig dass Sie gerade die Gynäkologen mit erwähnen. Sind die doch das Paradebeispiel einer Branche mit erhöhtem Frauenanteil, der eben nicht diesen Gesetzmässigkeiten gehorcht. Gynis verdienen überdurchschnittlich, haben auch relativ viel Prestige. Auf der anderen Seite, in der Grundversorgung: Dort hat es weiterhin mehr Männer. Ebenso bei den Psychiatern die traditionell noch schlechter gestellt sind.
        Sie sehen, das ist nicht immer so stereotyp.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ja, die Gynis habe ich erwähnt, weil ich gerne vom einem fairen Gesamtbild ausgehen. Sofern umso interessanter, dass Sie die von mir erwähnten Kinderärzte absichtlich nicht erwähnen. Und bei den Psychiatern hat es mehr Männer als Frauen (es hat ja insgesamt mehr männliche Ärzte in praktisch jeder! Fachrichtung, sogar bei den Gynäkologen, was vielleicht allgemein die guten Löhne erklärt), aber der Frauenanteil bei den Psychiatern ist eben einiges höher als bei anderen Fachrichtungen und sie sind eine der Fachrichtung (eben neben den Kinderärzten), die am wenigsten verdienen. Sogar Allgemeinarztlöhne liegen deutlich drüber. Wie gesagt, ich halte es für einen interessanten Fakten, der geprüft werden dürfte…

      • 13 sagt:

        Und einfach der Vollständigkeit halber nochmals:
        „Ich kenne aber auch die Schwierigkeiten, zb. für männliche Praxisassistenten usw., auf der anderen Seite.“

        Ich habe das nie auch nur ansatzweise bestritten.

      • Martin Frey sagt:

        Das muss ich etwas präzisieren, 13. Die Pädiater habe ich nicht speziell erwähnt, weil sie unter Grundversorgung laufen. Und der Unterschied zu normalen Hausärzten liegt v.a. darin, dass sie kaum technische Abklärungen, Eingriffe usw. abrechnen können. Es ist eine der unfairen Eigenheiten des Tarmed, dass technische Leistungen besser vergütet sind als zb. Gespräch, Untersuch usw. Daher der Gap der mit Geschlecht nichts zu tun hat, auch wenn es eher mehr weibliche als männliche Kinderärzte gibt, die Tarife sind dieselben.
        „Und bei den Psychiatern hat es mehr Männer als Frauen (es hat ja insgesamt mehr männliche Ärzte in praktisch jeder! ! Fachrichtung, sogar bei den Gynäkologen, was vielleicht allgemein die guten Löhne erklärt)“
        Eben das stimmt schon ein Weilchen nicht mehr, 13.

      • Martin Frey sagt:

        /es ist vielmehr so, dass seit Jahren mehr Frauen als Männer das Medizinstudium abschliessen. Da vor Jahrzehnten nur wenig Frauen dieses Studium ergriffen haben, gibt es nach wie vor tendentiell mehr praktizierende Aerzte als Aerztinnen. Aber das wird kippen, auch wenn leider nicht alle Aerztinnen auf dem Beruf bleiben.
        Aber es hat mehr weibliche Gynäkologinnen als Gynäkologen, und trotzdem ist dort die Situation wie geschildert überdurchschnittlich gut. Die Gyni eignet sich m. E. nicht als Beleg für Ihre Thesen. Die ich in anderen Gebieten, so zb. Schulbereich, nicht bestreite.
        Falls es Sie interessieren sollte:
        http://www.fmh.ch/files/pdf17/SAEZ_12-13_Artikel_Aerztestatistik_2015_D.pdf

    • Martin Frey sagt:

      Die 30% ist seit Jahrzehnten das Mantra des Feminismus, Jänu. Völlig unbeirrt von Fakten wird das ad nauseam immer wiederholt, was in seiner Wahrnehmungsverzerrung doch sehr stark an den Umgang der neuen US-Regierung mit nicht genehmen Tatsachen erinnert.

    • Martin Frey sagt:

      Nur der bereinigte Gender Pay Gap ist relevant, 13, wenn es um Gleichberechtigung/Diskriminierung geht. Alles andere ist Lobbyismus.

      • 13 sagt:

        @ M.F.
        Egal, wie oft Sie das wiederholen, es wird nicht Wahrer, sondern ist umgekehrt eine Ausrede derjenigen, die nicht bereit sind, etwas zu ändern. Wie ich vor ein paar Tagen bereits sagte: mit direkter Diskriminierung umzugehen ist einfach. Man kann sie nachweisen und sanktionieren. Die indirekte ist einiges komplexer, aber wirkungsvoller, weil sie meistens mehr Menschen umfasst.

      • Martin Frey sagt:

        Direkte Diskriminierung ist nicht statthaft, sondern zu sanktionieren, und ggf. auch juristisch zu belangen. Aber wer sind Sie, dass Sie eine junge Frau davon abhalten wollen, in eine Niedriglohnbranche arbeiten zu wollen? Ich würde einer Tochter zwar auch abraten, aber einen solchen Entscheid trotzdem respektieren. Was hat Wahlfreiheit mit Diskriminierung zu tun, 13?
        Direkte Diskriminierungen zb. sind Dinge wie unterschiedliches Rentenalter, oder Ungleichbehandlungen bei Berufswahl, Wehrpflicht, usw. Hier muss Remedur geschaffen werden. Abgesehen davon sehe ich persönlich jedoch keinen gesellschaftlichen Handlungsbedarf. Es ist nicht Aufgabe der Gesellschaft, Menschen gemäss Gutdünken von anderen Menschen umzupolen, davon bin ich felsenfest überzeugt.

      • Karl von Bruck sagt:

        @13 – Das Problem waere leicht zu loesen gewesen. Anstatt selektive Gesetze zur Frauenprivilegierung und Maennerdiskriminierung ein in die Verfassung festgeschriebenes Recht auf individuelle Klage der Behebung individueller Diskriminierung bei der Juxtiz. Sofortige Gleichstellung bei Loehnen, aber ebenso sofortige Befreiung von der Wehrpflicht, und sofortige Zulassung von besser qualifizierten Maennern in die Hebaemrichenausbildung. Aber keine gleiche Besoldung von Grenzwaechterinnen und Polizistinnen ohne Armeegrundausbildung zur Kaempferin und mit Damenpistoelchen mit kriegsrechtswidriger Aufpilzmunition, statt Maennerpistolen mit genuegend Kaliber zum Mannstoppen mit nicht wegen unnoetiger Grausamkeit international geaechteter Munition….

      • 13 sagt:

        @ M.F.
        Zur direkten Diskriminierung muss wenig gesagt werden, da sind wir uns mehrheitlich einig, wobei dann immer noch Rechtfertigungsgründe kommen, die eigentlich keine sind. Wie gesagt ist es die indirekte, die zu beachten ist. Ich will doch nicht Frauen davon abhalten die Branchen zu wählen, die ihnen zusagen. Männer genauso wenig. Aber ich sehe keine Begründung für derartige Unterschiede zwischen den Branchen und würde mir da durchaus etwas Einfluss der Politik wünschen. Damit wird die Wahlfreiheit gerade gestärkt, weil jeder das machen kann, was ihm liegt, ohne den Nachteil, dass es sich da zufällig um eine frauendominierte und darum schlecht bezahlte Branche handelt. Wahlfreiheit? Bitte. Genau diese fehlt, wenn die Löhne derart verschieden sind.

      • Martin Frey sagt:

        „Aber ich sehe keine Begründung für derartige Unterschiede zwischen den Branchen und würde mir da durchaus etwas Einfluss der Politik wünschen.“
        Das hat aber mit Gleichberechtigung, oder gar Diskriminierung, nichts zu tun, 13. Dann schwebt Ihnen nämlich ein staatlich-dirigistisches, im Prinzip sozialistisches Wirtschaftsmodell vor. Und nicht eines welches auf Selbstverantwortung, freier Marktwirtschaft und Liberalismus beruht.
        Das kann man so sehen. Persönlich kenne ich jedoch kein Modell wo das längerfristig besser funktioniert hat als das, was wir haben. Und angebliche unfaire Entlöhnungen kann man überall feststellen, wenn man will, nicht nur entlang der Geschlechtergrenzen.
        Persönlich finde ich es heikel, mir anzumassen, wer zuviel, zuwenig, oder gerade richtig verdient.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Politik muss reagieren, wenn sie die gesuchten Leute nicht mehr findet. Auch wenn das manchmal schwierig ist, wenn beispielsweise auf der einen Seite Lehrermangel, auf der anderen Seite verordnete Sparmassnahmen beim Personal gelten.
        Aber wenn halt genügend Frauen für tiefen Lohn arbeiten, gibt es wenig Handlungsbedarf. Ich nehme an, die höheren Männerlöhne (bzw. Löhne in Männerbranchen) werden auch nicht einfach freiwillig bezahlt.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Hier steht ganz schön, was ich meine:
        http://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-themen/diskriminierungsverbot/konzept/formen/

        „Wenn es zum Beispiel in einem Betrieb keine Aufstiegsmöglichkeiten für Teilzeitarbeitende gibt und die Teilzeitarbeit überwiegend von Frauen ausgeführt wird, so liegt eine indirekte Diskriminierung der Frauen vor, da die Beförderungschancen für sie im Vergleich zu den vollzeitangestellten Männern geringer sind.

        Indirekte Diskriminierungen sind häufig nicht einfach aufzudecken und nachzuweisen.“

        oder auch:

        „welche die Privilegierung einzelner Gruppen bzw. die Schlechterstellung anderer Gruppen als «normal» und vorgegeben erscheinen lassen.“

        ergo: Manche Branchen verdienen mehr, ist halt so und nicht zu ändern!

      • 13 sagt:

        Und wenn wir uns schon bei den Menschenrechten tummeln. Das sagen auch die neusten Empfehlungen an die Schweiz…

        http://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/frau-mann/cedaw/cedaw-empfehlungen-schweiz

        „Die Schweiz soll eine nationale Geschlechtergleichstellungsstrategie und Aktionspläne erarbeiten.“

        „Die aktuellen Empfehlungen greifen verschiedene Probleme auf, die bereits in den ersten beiden Berichtsverfahren Thema waren: Die bestehenden Diskriminierungen der Frau im Erwerbsleben (Stichwort ungleicher Lohn, ungleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, überdurchschnittlicher Anteil von Frauen in Teilzeitjobs, unbezahlte Care-Arbeit etc.)… “

        Das UN-Komitee gilt wohl kaum als feministischer Lobbyismus?

      • Martin Frey sagt:

        Sie weichen auf ein etwas anders gelagertes Gebiet aus, 13, aber meinetwegen.
        Zu Ihrem Diskriminierungsbeispiel: In meiner Zeit an der Uniklinik habe ich mich selber mal für eine der wenigen 50% Kaderpositionen interessiert. Wissen Sie, was die lapidare Antwort war? Die seien für weibliche Kaderärzte bestimmt, die sich diese Stelle teilen würden. Was ist das nun? Strukturelle, indirekte Diskriminierung? Oder etwas anderes?
        Ich zb. bin der vehementen Ansicht, dass Arztpraxen und Kliniken religiös, ethnisch und konfessionell neutrale Orte sein sollen. Ich würde daher ehrlich gesagt nie eine strenggläubige Person anstellen, egal welcher Couleur. Ist das nun eine Diskriminierung? Oder einfach ein legitimes Selektionskriterium aufgrund meiner wie auch der Erfahrungen anderer?

      • Martin Frey sagt:

        Zu den Links: Vieles ist auch vom Blickwinkel abhängig und kommt aus der selben Ecke. Viele UN-Gremien gehen typischerweise wenig auf lokale Gepflogenheiten ein und studieren mehr aus der Ferne die Verhältnisse, geben dann eben derartige Empfehlungen ab. Abschreckendes Beispiel ist ja gerade der UN-Menschenrechtsrat. Ich habe da so meine Vorbehalte, denn ja, viele dieser UN-Gremien sind ein Stück weit Lobbyistenplattformen.
        Wenn Sie da weiterscrollen, erkennen Sie ein Potpourri, ein Sammelsurium von sinnvollen und schlicht nicht sinnvollen Empfehlungen die vielleicht für andere Länder bedeutsam wären.
        Oder was haben Finanzgeheimnis, Unternehmenssteuern mit Menschen- oder Frauenrechten zu tun?
        Wer sagt, dass unbezahlte Care-Arbeit bei uns etwas verwerflich-diskriminierendes ist?

      • 13 sagt:

        @ MF
        „Die seien für weibliche Kaderärzte bestimmt, die sich diese Stelle teilen würden. Was ist das nun? Strukturelle, indirekte Diskriminierung?“
        Nein, es ist eine direkte Diskriminierung, die nach dem Rechtfertigungskatalog zu prüfen wäre. Ich nehme an, Ihre Chancen wäre juristisch betrachtet sehr gut gewesen.

        „Ich würde daher ehrlich gesagt nie eine strenggläubige Person anstellen, egal welcher Couleur. Ist das nun eine Diskriminierung?“
        Eher nein, da „religiöse Menschen“ nicht eigentlich eine Gruppe im Sinne der Menschenrechte darstellen. Aber ist eine Grauzone.

        Und das ist doch das Wesen der Menschenrechte, dass lokale Begebenheiten nicht berücksichtigt werden. Sie sind eiben universell, anders funktioniert das System nicht.

  • lara sagt:

    ja, so nicht! zuerst einmal die fakten richtig präsentieren. es ist schon zig mal bewiesen worden, dass ’nur‘ 8% lohndifferenz nicht erklärbar sind also diskriminierung ist. die frauen sollen endlich im beruf verantwortung übernehmen. bei jedem neuen projekt habe ich 5 männer welche die projektleitung machen möchten. keine einzige mitarbeiterin (welche bei uns 75% der belegschaft ausmachen) hat sich jemals für die leitung beworben. und wirklich jede mutter bleibt bei ihrem kranken kind, noch nie hat eine mitarbeiterin ihren mann (der vater!) angerufen und ihm gesagt, er solle das kind in der krippe holen. bitte fangt doch bei euch selbst an

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Nur nur eine kleine Korrektur: Nicht erklärbar heisst immer noch nicht Diskriminierung.
      Obwohl ich nicht abstreite, dass es sicher auch mal Diskriminierung gibt. Die einklagbar ist. Das grösste Problem dabei ist die mangelhafte Lohntransparenz, die in der Schweiz aber System hat und wohl auch kulturell begründet ist.

  • Ted sagt:

    Ich arbeite 50% als Angestellter und bin Hausmann. Meine Frau hat ein 60%Pensum. Zusammen verdienen wir also 110% oder in CHF ausgedrückt knapp 8000.
    Das Geld reicht zum Leben, für Ferien und sogar für eine Einzahlung ins 3a Konto. Fürs Eigenheim reichts nicht…

    Ich habe noch 20 Jahre Erwerbsleben vor mir. Einer Aufstockung meines Pensums steht in ein paar Jahren nichts mehr im Wege.

    Ist doch ein schönes Leben. Oder?

    • Beat sagt:

      Ja eben. Es könnte gut auch umgekehrt sein. Sie arbeiten 60% und Ihre Frau 50%. Macht immer noch 110%. Ausserdem verdienen Sie ja laut Autorin viel mehr als Ihre Frau, also kommen noch etliche Prozente dazu. Leider sind aber aber nur ca. 8-9% des Lohnunterschiedes nicht erklärbar (aber nicht in erster Linie diskriminierend – das müsste erst näher beleuchtet werden). Jedenfalls bewegt sich Ihre Familie mehr oder wenig im Durchschnitt. Auch 70:30 oder 65 zu 35 Prozent wären denkbar

      • Vierauge sagt:

        denkbar schon – aber Sie müssen halt einen Arbeitgeber haben, der da mitmacht. Gut für Ted – aber bei vielen nicht möglich. Und darüber regt sich die Bloggerin auf.

    • Ted sagt:

      Unser Haushalt scheint hier die Ausnahme zu bestätigen. Meine Frau hat einen 20% besser bezahlten Job.
      Bei mir hiess es zuerst auch „Teilzeit unmöglich!“. In der Zwischenzeit interessiert es keine Sau mehr, wieso ich bloss 3 Tage in der Firma anzutreffen bin.

      Wenn man mir Lohn für die Hausarbeit zahlen würde? Würd ich bestimmt zugreifen. Aber bitte ohne Mehrwertsteuererhöhung…

      • Widerspenstige sagt:

        Wieso ohne MwSt-Erhöhung wie überall in Europa? Diese darf ruhig angehoben werden auf Luxusgüter in CH, damit eben eine Care-Arbeit-Zulage vom Staat erfolgen kann. Einfach mal ruhig darüber nachdenken und nicht gleich abwinken. Wir kommen nur so weiter, indem auch die CH dort anpasst, was sich als sinnvoll für die Allgemeinheit ergeben hat und dort kürzen, wo bisher ungezügelt Subventionen geflossen sind.

      • Ted sagt:

        Eine Mehrwertsteuererhöhung nur auf Luxusgüter? Da kennen Sie aber die CHer und CHerinnen schlecht. Die verteidigen immer noch das Bankgeheimnis, wollen keine Erbschaftssteuer und selbst Kapitalgewinne auf Wertpapiere stellt man nicht in Rechnung. Und Sie wollen die Mwst für Luxusgüter anheben?
        Nö nö. Luxusgüter müssen erschwinglich bleiben. Könnte ja sein, dass ich auch mal erben könnte und dann…

  • Urs sagt:

    Hört mal auf, die Zahlen für den DURCHSCHNITTLICHEN Lohn über alle Berufsgruppen und Arbeitszeitmodelle hinweg als Indiz dafür zu nehmen, dass Frauen für die „gleiche Arbeit“ schlechter bezahlt werden. Das ist so formuliert schlichtweg eine Lüge. Männer leisten insgeamt deutlich mehr Überstunden, wählen öfters risikoreichere, aber dafür besser bezahlte Berufe und nehmen sich deutlich weniger Auszeiten. Das ist alles statistisch nachweisbar, wird aber beim feministischen Mantra, dass Frauen für „die gleiche Arbeit“ weniger gut bezahlt werden tunlichst verschwiegen, genauso wie die Tatsache, dass der überwiegende Teil der härtesten, abrasivsten und gesundheitsschädlichsten Jobs (9 von 10 tödlichen Arbeitsunfällen betreffen Männer) nach wie vor von Männern geleistet wird.

  • Ulrich Gassner sagt:

    „Unbeeindruckt von den herrschenden Ungleichbehandlungen von Männern und Frauen, hat das Parlament nun beschlossen, das Rentenalter der Frauen von mittlerweile 64 auf 65 Jahren zu erhöhen. Als ob Gleichstellung kein Thema mehr ist.“

    Unfreiwillige Ironie in Reinkultur.

    • Martin Frey sagt:

      Habe mir auch kurz die Augen reiben müssen bei der Aussage, Herr Gassner. 😀

    • Markus Tavina sagt:

      Da musste ich auch zweimal lesen, dermassen absurd dieser Satz 🙂

      (Von der „Gleichstellung“ in Sachen Militärdienstpflicht wollen wir ohnehin gar nicht erst reden. Seit Jahren warte ich auf das Gleichstellungsbüro, dass sich hier mit aller Kraft dafür einsetzt, dass diese verfassungsmässige Diskriminierung der Männer endlich abgeschafft wird… Liegt die Untätigkeit vielleicht darin begründet, dass es im Kern eben gar nicht um Gleichstellung geht? Komischerweise finden sich in fast allen Gleichstellungsbüros denn auch nur unzählige Gleichstellungsfachfrauen und selten mal ein einsam gleichgestellter Gleichstellungsquotenfachmann).

      • Karl von Bruck sagt:

        Bingo! Alle Vorrechte ja, aber ja keine Pflichten mehr. Im Ergebnis werden nicht nur die zu fleissigen Maenner, sondern auch die zu fleissigen Frauen von Wirtschaft und Politik ueber den Tisch gezogen. Bereits weit fortgeschrittene Tarifizierung der Reproduktionsarbeit (beitragslose Betreuungsgutschriften) OK, aber Finanzierung ueber Reichlingssteuern, statt Lohnprozente der zu Fleissigen. Und Tarifizierung der Wehr- und Zivildienstpflicht (marktgerechter Soeldnersold und Hilfslehrerlohn statt Trinkgeld fuer eine Stange Bier pro Tag). Plus keine Wehrpflicht fuer alle im Frieden und auch fuer Frauen im Krieg….

  • tommaso sagt:

    Frauen zahlen einen Drittel in die Sozialversicherungen ein, beziehen aber zwei Drittel (vor allem im Alter). Das gleicht die Einkommensunterschiede, die sich zu einem grossen Teil durch Ausbildung und Berufserfahrung begründen lassen, wieder aus.

    • Karl von Bruck sagt:

      Mindestens ein Drittel der AHV sollte somit durch Reichlingssteuern statt Lohnprozente finanziert werden. Dabei sind es nicht mal ein Fuenftel. Laut Verfassung kann die AHV bis zur Haelfte aus Steuern finanziert werden. Insbesondere die Leistungen an Zuwenigbeitrager und gar GarnichtbeitragerInnen sollten nur durch Steuern und nicht durch Lohnprozente der zu Fleissigen finanziert werden….

  • Jänu sagt:

    Männer verdienen nicht 20-30% (jetzt sind es schon 30!) mehr als Frauen. Bereinigt (ja nachlesbar, unbestritten, aus der Genderforschung) sind es um die 5%. Und dieser Unterschied kann man auch anhand des Aussehens fest machen: Schöne Menschen verdienen mehr als hässliche.
    Und zweitens: Diese Diskriminierung ist eben nicht geschlechterspezifisch, sondern betrifft alle Teilzeit Arbeitenden, also auch Männer.
    Solche Artikel wie dieser hier bringen nichts, da sie nicht faktisch sind. Es ist wohl der gefühlte 1000ste Artikel dieser Art: Seht, wie sind immer noch Opfer.

  • Sönne sagt:

    Liebe Sybille
    Solche Beiträge ärgern mich sehr. Sie dienen uns berufstätigen Frauen nicht im Geringsten. Denn was ich hier lese ist nicht nur völlig weltfremd, sondern unglaublich verwöhnt (irgend jemand der Eltern finanziert das Haupteinkommen, oder nicht?) Wer sagt denn, das Kinder grossziehen bei aller Freude nicht auch anstrengend ist? Hochglanzheft? Wirtschaft interessiert sich nicht für Kinder? Was ist mit den die Arbeitsplätzen, die sie schaffen? Wo sind denn die vielen Teilzeitstellen, meist doch in den grossen Firmen wie Banken und Versicherungen? All diese Einkommen generieren Steuern, welche unter anderem die Schulen, Krippen, Förderungen etc für die Kinder bezahlen. Wer soll das alles bezahlen, wenn Bruttosozialprodukt sinkt? Hey…werde erwachsen!

    • Markus Tavina sagt:

      „Hey.. werde erwachsen“ – Genau so ist es.
      Ich kann dieses alljährliche Gejammere über diese angebliche Lohndifferenz auch nicht mehr hören, und es wird nicht wahrer, wenn man es an jedem „Tag der Frau“ aufs Neue wiederholt. Es ist tausendfach belegt, dass die Lohndifferenz viel kleiner als 20-30% ist, und es ist ebenso tausendfach belegt, dass die verbleibende (kleine) Lohndifferenz tausend verschiedene Ursachen hat, die keineswegs irgendetwas mit bewusster Diskriminierung von irgendjemandem zu tun haben müssen.

  • Mary Rauber sagt:

    Das ist die berechtigte Frage ‚Welchen Wert haben unsere Kinder für Euch eigentlich?“

    • Roman Günter sagt:

      Welchen Wert sollen Eure Kinder für uns denn haben?

      • Angie sagt:

        Es braucht doch noch Menschen, die Sie im Alter versorgen (wer wischt Ihnen den Allerwertesten ab, wenn sie es nicht mehr können?) und welche die Gesellschaft am Laufen halten.
        Und: Nein, da braucht es nicht nur Zugewandten. Ich seh nicht ein, weshalb wir keine Kinder haben dürfen nur weil andernorts keine vernünftige Familienplanung geschieht.

      • Sportpapi sagt:

        @Angie: Sie dürfen Kinder haben. Und Sie werden dafür von der Gesellschaft auch gewertschätzt. Und Sie erhalten auch Unterstützung, wo nötig.
        Aber letztlich sind es doch immer noch Ihre Kinder, Sie gebären nicht im Auftrag der Gesellschaft. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei!

  • Toni Roche sagt:

    Der Pay Gap ist ein feministischer Mythos. Durch die Verbreitung dieser ewig gleichen Leier wird sie auch nicht wahrer. Feministen wollen ja im Prinzip nur eines. Weniger arbeiten und leisten und die Differenz durch den Staat begleichen lassen. Traeumt mal weiter.

    • Oliver Lopez sagt:

      Sind Sie verheiratet, haben Sie Kinder und eine berufstätige Frau, engagieren Sie sich daheim? Dann träumen Sie weiter?

  • Martin Frey sagt:

    – 20-30 Prozent Lohnunterschiede sind Fake news und schon lange widerlegt, ausser man vergleicht Äpfel mit Birnen.
    – Teilzeitarbeit ist ein persönlicher Entscheid, aber halt dadurch mit gewissen Positionen nicht vereinbar. Und selbstredend sind damit gewisse Einbussen verbunden.
    – was genau an Banken, Versicherungen oder Autoindustrie Männerdomänen sein sollen entzieht sich grad meiner Logik
    – wie soll etwas rentenrelevant versichert werden wenn es nicht entlöhnt ist?Notabene AHV bezahlen und kriegen ja alle. Hier von „keine Rente“ zu sprechen ist Fake news.
    – 8 Arbeitsstunden pro Tag und 5 Wochen Ferien ist jetzt nicht wahnsinnig hart, auch im internat. Vergleich. Aber von nichts kommt halt nichts.
    – Gleichberechtigung ist Wahlfreiheit, kein Wunschkonzert.

  • Colisa sagt:

    Die Wirtschaft wird verteufelt und der Staat soll alles bezahlen.
    Da wird auf provokante Art gefordert ohne jegliches Verständnis für Volkswirtschaft. Ich schlage vor: Auswandern, evtl ist es in Schweden schöner.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Was für krude, egoistische Ansichten:
    1.) Es ist längst belegt, dass der Einkommens-Unterschied zwischen Mann und Frau zu 2/3 auf Ausbildung und Erfahrung gründet, 1/3 vor allem darauf, dass Frauen (wie im Artikel beschrieben) öfters Teilzeit arbeiten wollen und sich deshalb schlechter „verkaufen“ können.
    2.) Der „Staat“ soll für alles bezahlen, soll zumindest für Kochen, Waschen, Putzen in der Familie Rentenbescheinigungen ausstellen, auf dass die aktive Bevölkerung noch grössere Lasten in Zukunft zu tragen hat.
    Dieser erwünschte Selbstbedienungsladen ist einfach nur lächerlich. Noch nirgendwo auf der Welt haben solche Konzepte funktioniert und nur Armut hinterlassen.
    Doch warum sich der Realität stellen, wenn man doch so schön wütend/anklagend Unsinn verbreiten kann.

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