Welches Mantra reduziert Ihren Stress?

Wird Ihnen manchmal auch alles zu viel? Organisieren Sie sich neu. Foto: Reuters

Wird Ihnen manchmal auch alles zu viel? Organisieren Sie sich neu. Foto: Reuters

Während ich (weinend) die Krankenkassenrechnungen der Familie beglich und für den Brecht einen Termin beim Augenarzt organisierte, verteilte ebendieser seine Teetassen und weiteres Spielzeug in allen Zimmern. Beim anschliessenden Aufräumen sprach die Wohnung zu mir. «Putz mich», sagte das Bad und der Wickeltisch schrie dazwischen: «Wir haben fast keine Windeln mehr!» Dabei hätte ich beinahe den Heizthermostaten überhört, der leise röchelte: «Ich fühle mich komisch, ruf besser mal einen Elektriker.»

So ist das Leben mit Kind und in unserem Fall seit kurzem mit einem geräumigen Eigenheim. Letzteres ist ja wie ein zweites Kind. Man liebt es innig, aber es will umsorgt sein, stellt logistische Ansprüche und deckt uns von morgens bis abends mit administrativem Aufwand ein.

Wie einfach war früher das kinderlose Leben in der kleinen Mietwohnung. Abende und ganze Wochenenden habe ich mit Binge Watching meiner Lieblingsserien verbracht. Heute ist stattdessen Binge Duploing und Binge Rechnungsbezahling angesagt.

Jeder murmelt ein anderes Mantra

Damit dieses Füllhorn an neuen Aufgaben nicht in einem Burn-out endet, müssen sich gewordene Eltern neu organisieren. Manch eine oder einer legt sich dabei ein Elternmantra zu und murmelt fortan unentwegt «lass dich nicht stressen» oder «gönn dir Pausen». Das mag funktionieren. Mir persönlich sind Beteuerungen an die eigene Psyche zu wenig handlungsorientiert. Die andere Hirnhälfte faucht ja doch «… aber putz endlich das Bad».

Dafür hilft mir eine Management-Weisheit, die mir mein ehemaliger Chef vor Jahren mitgegeben hat: «Erledige kleine Dinge immer sofort!» Beruflich habe ich diese Regel damals wie heute nur halbherzig befolgt, aber im Haushalt begeistert sie mich täglich von neuem.

Und so gehts

Ich will Sie nicht ohne ein paar Beispiele in die Kommentare entlassen:

  • Sobald mich Dreck in der Wohnung stört, putze ich ihn. Kleine Drecke, die weniger als 5 Minuten Aufwand verursachen, wische ich sofort weg. Grössere Putzprojekte wie das Bad erledige ich zumindest noch am selben Tag.
  • Rechnungen lege ich nach dem Öffnen gar nicht erst aus der Hand. Ich bezahle sie praktisch neben dem Briefkasten mit der Banking-App, scanne sie ein und werfe die Zettel ins Altpapier.
  • Auch beim Einkaufen unterstützt mich mein treues Smartphone: Geht die Konfitüre zur Neige, scanne ich ihren Strichcode mit der Shopping-App meines Vertrauens. Wird die Versorgungslage beim knappsten Lebensmittel dramatisch, entscheiden wir je nach Tagesform: Haben wir Zeit zum Einkaufen? Wenn ja, fahren wir in den Supermarkt, wenn nein, schicken wir die Liste ab und lassen uns die Einkäufe nach Hause liefern.
  • Immer, wenn ich einen Raum verlasse, räume ich ihn kurz auf. Meist reichen 20 Sekunden für ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Bevor ich dann abends ins Bett gehe, erledige ich all die Dinge, die tagsüber trotz bestem Willen liegen geblieben sind. So wache ich jeden Morgen in einem ordentlichen Haushalt auf. Meine Pendenzenliste bleibt kurz und drückt mir nicht aufs Gemüt.

Bevor Sie jetzt denken, ich hätte mein Leben im Griff: Was im Haushalt perfekt funktioniert, klappt leider nicht überall. Meine Papablogs schreibe ich oft erst kurz bevor Sie sie lesen. Auch gegen kurzzeitigen Stress in hektischen Standardsituationen hilft mein Mantra nicht. Zum Beispiel wenn ich dem Brecht seine Wintersachen anziehen will und der Bus in drei Minuten kommt.

Weihnachtsstress muss ja auch nicht sein

Dafür arbeite ich aktuell daran, das Mantra auf die Weihnachtshektik anzuwenden. Wenn mir einfällt, ich könnte backen, dann mache ich das entweder sofort, oder ich verwerfe die Idee gleich wieder. Als die Frau kürzlich den Wunsch nach Dekoration äusserte, liessen wir alles liegen: Wir sammelten Äste, kauften Kugeln, suchten im Speicher nach alten Kerzen und erfreuten uns noch gleichentags an einem üppigen Gesteck. Geschenke für die Verwandtschaft könnte man natürlich auch sofort kaufen, aber wir haben bereits im November umfangreiche Nicht-Schenkungs-Pakte geschlossen. Das wäre also schon mal erledigt.

Aber genug von mir. Mit welchem Mantra kämpfen Sie gegen den Alltagsstress?

115 Kommentare zu «Welches Mantra reduziert Ihren Stress?»

  • Elke sagt:

    Es ist die Frage, was Stress ist, und was nur ein positiver Druck – das ist ein Unterschied – auch darin, wie wir uns fühlen. Da gibt es mehr zum Thema: https://www.ideenservice.biz/2016/unter-druck-oder-gestresst/

  • Carina sagt:

    Was versteht Ihr am Wort Mantra nicht?
    Für mich ist und bleibt mein Mantra OM. Mehr brauchts nicht.

  • Andrea sagt:

    Mantra 1: nicht ohne unsere Putzfrau. Mantra 2: gut ist gut genug und weniger ist auch ok.
    Mantra 3: wenn man zu etwas ‚ja‘ sagt, dann sagt man zu etwas anderem ’nein‘.

  • Katharina sagt:

    Und niemand erwähnt diese kleine, ironische Perle:

    „Ich will Sie nicht ohne ein paar Beispiele in die Kommentare entlassen:“

    Das andere liest sich für mich wie aus einer anderen Welt. Ich plane wenig. Einmal die Woche kommt eine Putzfirma (kleines Familienunternehmen). Persönliche Wäsche geht in die Maschine und wenn diese voll ist, wird sie angeworfen. dann Tumbler. Der Rest: wir nennen es ‚Chinese Laundry‘. Holen ab und liefern am nächsten Tag ab, gereinigt, gebügelt usw.

    Meine Bank ist unweit vom Haus. denen rufe ich dann an und die erledigen das meiste am telefon. rechnungen gehen direkt and die und am telefon wird gecheckt ob ok oder nicht.

    Kein E-Banking. Und sicher nicht via Smartphone. Das sollte seit Snowden eigentlich klar sein.

    • Die NSA hört wohl eher bei den Telefongesprächen mit der Bank mit, als dass sie den Datenverkehr zwischen App und Bankserver abfängt. Aber bon, sollen die Bescheid wissen. Ich hab grössere Geheimnisse als meine Finanzen.

  • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

    Entschleunigend, aber nicht entschuldigend.
    1. Enthaltsamkeit: Werden Sie asketisch und üben Sie sich in Enthaltsamkeit, sobald Sie den Drang nach TV, PC, E-Mail, SMS o.ä. verspüren.
    2. Reflexion: Schreiben Sie sich einen Brief und antworten Sie erst darauf, wenn Sie sich darüber Gedanken gemacht haben, warum Sie sich gerade das geschrieben haben, was im Brief stand.
    3. Freundlichkeit: Starren Sie an die Decke und suchen Sie nach einem Muster, das wie ein lachendes Gesicht aussieht. Grüssen Sie dieses Gesicht jeden Tag.
    4. Eigenverantwortung: Lesen Sie keine Zeitungen, Webseiten o.ä. oder schauen, hören Sender o.ä., die Werbung enthalten.
    5. Fokussierung: Hören Sie sich beim Reden zu und überlegen Sie sich, was Sie beim nächsten Gespräch auslassen werden.

    • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

      6. Prioritäten: Schreiben Sie 10 Dinge auf, die Sie in den kommenden 10 Jahren unbedingt noch erledigen wollen.
      7. Mut: Kommen Sie beim nächsten Termin absichtlich eine Stunde zu spät und sagen Sie, Sie hatten Wichtigeres zu tun. Gehen Sie, wenn man Sie deswegen kritisiert.
      8. Eingeständnis: Schreiben Sie auf, was Sie daran gehindert hat, die 10 Dinge aus Punkt 6 nicht schon erledigt zu haben, und glauben kein einziges Wort, was Sie schreiben.
      9. Respekt: Überlegen Sie sich, was wichtiger wäre, als beim nächsten Termin pünktlich zu erscheinen. Ansonsten erscheinen Sie immer pünktlich.
      10. Neugierde: Lernen Sie jeden Tag etwas Neues.
      11. Authentizität: Arroganz ist gesund.
      12. Bewusstsein: Verwischen Sie immer Ihre Spuren.

  • barbara sagt:

    Mein Mantra: Zuerst kommt alles was atmet auf 2 Beinen, dann (so man hat) alles was atmet auf 4 Beinen. Dann der Rest. Seit einigen Monaten versuche ich auch, das was mich stört sofort zu erledigen (ich übe noch) und sonst einen ungefähren Rhythmus zu bekommen wann was dran ist.

    • Alain sagt:

      Meine Kinder (2/m) und Pflegekinder (2/w) sind bereits erwachsen. Die brauchen nur ab und zu einen kleinen Tipp (für die eigene neue Whg) – oder einen kleinen Zustupf nehmen sie auch immer gerne (bes. die Jüngste). Also nur noch die zwei Vierbeiner (Hund und Katze). Hund braucht regelmässig Auslauf, tut auch mir gut; Katze mag es gerne sauber. (Katzenklo). Mache ich ‚en passant‘. Bürokram – Mut zum Papierkorb. Rechnungen, via Dauerauftrag (1x erfassen, bei Bedarf anpassen); oder direkt in den Compi (terminiert). Putzen,räumen ‚en passant‘. Wie es so fällt.

      • Alain sagt:

        Meiner Beraterin bei Haushaltsproblemen: Johanna von Koczian – „Das bisschen Haushalt“; … macht sich von allein …. – sagt Madame. Stimmt haargenau.

    • Susi sagt:

      Der Wellensittich kommt vor dem Hund? Ja, bei George Orwell hiess es doch auch: „All animals are equal, but some are more equal than others.“
      😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        schmunzel…

      • Katharina sagt:

        Der Wellensittich auch saubere Luft anzeigt oder umfällt. – Chinesische Weisheit aus Chinatown und bei Smog praktisch.

      • Alain sagt:

        Susi ist immer besser – als Sushi 😉

      • Alain sagt:

        @Katharina: Alle Vögel haben es schwer – mit Tempelkatzen zusammen. Aber habe auch nur kopiert. Mein ‚bonmot‘ ist weder von Konfuzius, Lao-tse oder gar Buddha. „Polosophie“.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Alain

        Wo kann man den Haushalt kaufen, der sich von alleine macht? Bei Zalando? Dann darf ich schreien wenn er gebracht wird

      • Alain sagt:

        @Tamar von Siebenthal: Entweder man kann arbeiten, oder eben nicht. Vater war schon ein Chrampfer (eh. Verdingbueb aus dem Emmental). So lernt man eben, so ‚en passant‘, die normalen Dinge schnellstens zu erledigen… (Ansonsten eben eher philosophisch orientiert, wie Arbeit schnellst möglichst hinter sich bringen). Oder, Not, macht erfinderisch. Allez marche!

      • Barbara sagt:

        ja, weil der Wellensittich schöner pfeift als der Hund und auch die hübscheren Federn hat. Der Hund hat ja viele Vorteile, so als Hund. Aber eben: Pfeifen kann er nicht so hübsch. Da bin ich etwas eigen… 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Alain

        Oh, eine Chrampferin bin ich auch und ich putze auch sehr gerne, nur ist es neben Hof, Teilzeitstelle und Familie nicht immer einfach, das Haus tiptop zu halten. Mit einem selbstreinigendem Küchenboden wäre mir schon geholfen; dieser wurde vor 25 Jahren „altersgerecht“ mit rutschfesten Steinplatten verlegt. Allees schön aufgerauht. Gut für die Grosseltern, die damals noch lebten, schlevht zum putzen, weil alles in diesen porösen Stellen reingetreten wird und festhockt.

  • 13 sagt:

    @ mila
    Ja, also, dass ich kein solches Puff-Kleiderabstell-Waschkörbelager-undwasichsonstallesirgendwannganzsichererledigenwerde-Zimmer habe, habe ich nie behauptet. Das Büro hat jedoch resigniert, so dass der Bürotisch nun im Wohnzimmer steht und das Kampffeld dieses Zimmers der Wäsche überlassen wurde. Aber auch darin komme die Lieblingsteile direkte von der Wäscheleine an den Körper.

    @ Carolina
    https://www.bügelperlen.ch/
    Der Traum der Kinder und Graus der Mütter und Väter, die sie dann auflesen, und der Beschenkten, die sie dann irgendwo lagern müssen 😉

    • mila sagt:

      Bewundernswert. Ich sehe, ich habe noch einiges technik-verfeinernde zu erlernen (oder alternativ zu erdulden). Wobei es helfen würde, wenn meine andere Häfte nicht jeweils die Wäsche von zuunterst hervorklauben, sondern sich – wie ich – halbwegs diszipliniert von oben nach unten arbeiten würde….

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    es geht auch unprätentiöser. einfach mal urlaub von mami machen. da erholt mann sich fernab von derer depressiönchen, menstruationsbeschwerden und allgemeiner wohlstandsbedingter übellaunigkeit. und da das gegenüber gestern ein „papablog“ ist, erwarte ich bitte-danke, dass diese winzige kritik hier publiziert wird? thx.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Naja, da Urlaub machen auch nur eineWohlstandserscheinung ist, werden Sie, so konsequent wie Sie sind, davon absehen überhaupt Urlaub zu nehmen, oder jemals in Rente gehen. Geheizte Häuser und Autos sind auch eine Wohlstandserscheinung: also gehen Sie zu Fuss und hausen Sie in einer Höhle. Keule nicht vergessen, sonst gibts nur Vegi zu essen.

    • barbara sagt:

      Meine Güte was für Frauen ziehen Sie an, Herr Rittermann, dass Sie so negativ und süffisant schreiben müssen… zumal, in meinen Augen, der Kommentar meilenweit vom Thema des Posts abweicht.
      Naja: jeder hat den Partner den er/sie verdient.

    • Jacques sagt:

      Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Aber wenn pensioniert und/oder im Grossvater-Alter wird es wieder cool. Zum Hüten und den „Löli machen“, allzeit bereit. Bei der Pfadi schon gelernt. Aufräumen und putzen überlasse ich lieber jüngeren Fachkräften. Am Abend muss ich nämlich zum Tantra-Treff. Entspannung von der schweren Tagesarbeit. Manchmmal plagt mich auch Muskelkater – vom Herumtoben mit dieser Rasselbande.

  • Juerg. sagt:

    Gebetsmühlenartig: Die Kinder lernen für sich selber, nicht für mich..

  • Martin sagt:

    Das tönt ja furchterregend, so ein Leben. Da geniesse ich getrost noch ein wenig mein Singleleben.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Mein Mantra: oh Herr, lass es Abend werden ☺

    Mit Hof ist kein Tag planbar. Zur Routine kommt noch täglich unvorhergesehene Zeitfresser. Mein Anspruch, dass man vom Boden essen kann habe ich aufgegeben; ich schaffe es einfach nicht täglich das ganze Haus zu saugen und jeden Tag den Küchenboden feucht zu waschen.

    Den Tip von Herrn Tschannen muss ich mur merken: jedes Zimmer bei verlassen schnell aufräumen. Rechnungen sofort bezahlen hingegen finde ich utopisch.

    • Das ist – wenn ich hier noch etwas Werbung machen darf – der Vorteil an meinem Mantra: Es setzt keine Planbarkeit voraus. Zu den Rechnungen: Klappt gut dank Smartphone-App meiner Bank, mit der man Einzahlungsscheine abfotografieren kann. Anders wär’s unpraktisch und ich würde die Rechnungen auch ein paar Tage lang sammeln.

    • maia sagt:

      @Tamar von Siebenthal: Also bei mir kann man immer vom Boden essen; es findes sich da immer was 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ maia

        Ja wenn man das soooo ansieht…….

        Dann wäre es ja wirklich schade, jeden Tag eine Std den Küchenboden zu putzen.

    • Susi sagt:

      Tamar: „Ich schaffe es einfach nicht täglich das ganze Haus zu saugen und jeden Tag den Küchenboden feucht zu waschen.“
      Wer tut das schon? Alle zwei Wochen Grossputz reicht doch vollauf! Und zwischendurch mal mit dem Besen durch.

      @maia: 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Alle 2 Wochen? Möglich, dass das in einer normalen Wohnung genug ist, wo man morgens das Haus verlässt und Abends heimkommt. In unserem Bauernhaus ist ständig ein Kommen und Gehen und der Stall ist angebaut, da staubt es bei jedem Türe öffnen ganz ordentlich

        Übrigens dauert der Grossputz mit allem drum und dran 12 Stunden…..

      • Susi sagt:

        @Tamar: „Möglich, dass das in einer normalen Wohnung genug ist, wo man morgens das Haus verlässt und Abends heimkommt.“

        Ausser dienstags ist bei uns eigentlich immer jemand da… (Aber wir haben nur Hasen und ziehen die Schuhe aus vor dem Eintreten.)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, bei uns steht man beim Haustüre aufmachen sofort in der Küche. Im Sommer kann man die Schuhe gut vor der Türe ausziehen, im Winter aber kann msn die Schuhe nivht draussen stehen lassen. Der Schmutzfang hilft sicher und wir gehen auch nicht mit den Stallschuhen ins Haus, aber kommt halt trotzdem viel Schmutz rein. Der Hofhund trägt auch noch seinen Beitrag dazu

      • Susi sagt:

        @Tamar: Ja, ich kenne das. Meine Mutter stammte aus einer Bauernfamilie. Und ich selbst verbrachte als Kind/Jugendliche fast sämtliche Ferien auf einem Bauernhof, dort stand man auch grad in der Küche, wenn man ins Haus kam. Wir zogen die Reitstiefel zwar auch draussen ab, aber es war trotzdem immer sehr schnell dreckig. (Der Hofhund durfte allerdings nie ins Haus rein, kommt mir grad in den Sinn.)

      • Für die Sauberkeit und den Putzbedarf ist es schon entscheidend, wie gut man die Pforten hütet. Bei uns gilt striktes Schuhverbot und die Tür darf nur so lange offen sein wie nötig. Dazu keine Haustiere und Nulltoleranz gegenüber Insekten. So halten wir unsere Wohnung (auch auf einem Bauernhof) ganz gut sauber. Aber ja, der Kampf ist auf Bauernhöfen definitiv schwieriger.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, mein Partner und ich finden beide, dass ein Hund mit ins Haus dürfen sollte. Gilt auch für unsere Hofkatzen, wobei nur der eine Kater zu uns ins Haus kommt, da meine kleine Hündin giftelet.

        @ Markus Tschannen

        Schade, Kinder ohne Haustiere verpassen etwas.

        Wie halten Sie Ihre Wohnung frei von Insekten? Bei uns hocken die Stechfliegen an der Haustüre und jedes Mal beim Öffnen, schwupps, kommen 50 herein…

  • Sisifee sagt:

    Also, arbeitstechnisch:
    – jedes Ding hat einen definierten Ort. Gerne in einer Box oder Schublade. Da es meinen Kinder Spass macht, Dinge in Boxen zu schmeissen, klappt das abendliche Aufräumen bestens. Wer aufgeräumt hat, kriegt eine Tranche DVD / TV.
    – wir haben eine Putzfrau fürs Gröbste. Bevor diese kommt, wird gründlich aufgeräumt. Alle gemeinsam. Da wir uns eine Putzfrau gönnen, putzen wir Eltern auch wirklich nur das nötigste.
    – Aufteilen: Mein Mann hat die Vorräte im Griff, ich hingegen die ganzen Kinderklamotten und anderes Material sowie die Elternpost. An das, was mein Mann im griff hat, verschwende ich keine Gedanken. Das entlastet.
    – Prioritäten im Eigenheim: Im Winter das Haus, im Sommer der Garten.

    • Sisifee sagt:

      … und die Mantras:
      – Zu spät kommen ist weniger schlimm als gestresst sein
      – ich mache jetzt mal Pause
      – lieber gut gelaunt als perfekt organisiert

  • 13 sagt:

    Meine Mantras:
    – Groben Stundenplan im Kopf machen und einhalten. Wenn ich weiss, dass das Badezimmer putzen morgen früh drankommt, dann fühle ich mich nicht schuldig, wenn ich abends auf dem Sofa sitze und eben gerade keine Lust habe, es zu putzen.
    – Den Haushalt einmal am Tag angehen und dann das Geplante durchziehen, immer ein bisschen stresst mich und wenn ich eine Pause mache, komme ich nicht mehr hoch.
    – Rechnungen/Büro etc. mache ich ähnlich (allerdings in der warmen Stube) Alles scannen, in einen Ordner verschieben, den ich einmal monatlich vor dem TV aufräume und dann auch bezahle, und das Papier wegwerfen. E-Rechnungen, Daueraufträge und LSV sparen auch viel Zeit.
    und das Wichtigste:
    – mit guter Musik geht alles einfacher!

    • Carolina sagt:

      Geht mir ähnlich wie Ihnen – ich erledige Dinge wie Rechnungen bezahlen, überhaupt alles Administrative, aber auch gern Aufräumen gern entweder mit laufendem Fernseher bzw bei Musik. Und freue mich ansonsten jede Woche daran, dass wir uns eine Putzfrau leisten (die allerdings Herrscheransprüche an uns stellt!). Die Kinder kommen nur in den Genuss dieser Putzfrau, wenn sie vorher ihre Zimmer aufgeräumt haben und das Bad halbwegs anständig verlassen haben – sonst hat sie strenge Order, alles stehen und liegen zu lassen.
      Funktioniert super, ich muss auch nicht mehr hinter ihnen herräumen.
      Und dann mein hauptsächliches Mantra: in unserem Haus wird gelebt und es muss nicht vom Fussboden gegessen werden!

      • 13 sagt:

        Um ehrlich gesagt habe ich mir dieses Putzfrauen-Dings auch schon überlegt, um meinen Mann zu zwingen, einmal in der Woche aufzuräumen, bisher haben die Kriterien, dass ich eigentlich niemand Fremdes im Haus will, es einfach rausgeschmissenes Geld, wenn man in der Lage ist, selber zu putzen und v.a. wenn aufgeräumt ist, ist das Putzen doch eine Kleinigkeit, aber ich bin mitten im Umdenkprozess. Vermutlich wird er aber noch eine Weile andauern.
        Was den Fussboden anbelangt, bin ich ganz bei maia: Wenn die Jüngste plötzlich etwas undefinierbares kaut, ist es wohl wieder mal Zeit zu putzen, ansonsten ist alles gut.

      • Ka sagt:

        @13: von der Putzfrau träume ich schon lange, aber da werde ich mich mit meinem Mann wohl nie einigen, er bringt genau ihre Argumente: Fremde in der Wohnung und dann der Stress, dass genau dann aufgeräumt werden muss 🙁
        zum Fussboden: 3-4 mal wischen pro Tag unter dem Tisch und zur Seite schieben, bringt einen für unsere Katze wichtigen Nahrungszustupf 😉

      • Susi sagt:

        Bei uns kommt alle 14 Tage die Putzfrau mit ihren zwei Helferinnen (ich habe ja oben nicht behauptet, ich mache den Grossputz selbst, höhö). Nachher ist die Wohnung so sauber, als würde man frisch einziehen. Sehr gut investiertes Geld, und ja, man muss dann zweimal im Monat wirklich aufräumen.
        Im Frühling putzen sie dann auf Verlangen auch noch alle Fenster. Das hatte ich früher nie, freie Sicht durch das Glas.

      • Carolina sagt:

        Da mein Mann lange ‚Hausmann‘ war, hat er sich relativ zügig breitschlagen lassen – wollte aber auch niemand Fremdes im Haus. Er hasst diese Montage auch heute noch, weil unsere Putzfrau ein echter (liebevoller) Drachen ist – sie kommandiert uns alle herum, deswegen ist mein Mann jetzt montags immer unterwegs!
        Ka: das mit den Tieren stimmt – wir leben mit Katzen und Hunden und die putzen immer wunderbar unter dem Esstisch 🙂

      • 13 sagt:

        Ich stelle gerade fest: meine Katzen sind zu verwöhnt….

      • Sportpapi sagt:

        @13: Und dabei dachte ich, Sie hätten einen Hausmann zu Hause…
        Ja, mit Putzfrau wird wenigstens einmal in der Woche aufgeräumt. Andererseits ist das doch auch so, wenn es einen fixen Putztag gibt, oder?

      • Muttis Liebling sagt:

        Putzen ist eine hochqualifizierte Tätigkeit, welche ein halbes Chemie- Studium und besondere taktile und Aufmerksamkeitstechniken voraussetzt. Ich kann das in Not selbst machen, in der Grundwehrzeit musste ich das auch, aber das Effizienzverhältnis geht gegen 1:12.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Mein Teilzeit-Hausmann sieht sich eher als Kinderbetreuer und Koch als Putzmann. Wir diskutieren noch über den Jobbeschrieb 😉
        Feste Putztage wären nicht umsetzbar, allein schafft man neben drei Kindern nicht noch das ganze Haus in einem Tag und so wichtig, dass wir es auf einen der raren Familientage legen würden, ist es dann doch nicht.

        PS: Kann mir jemand erklären, warum das Rechtschreibeprogramm das Wort Putzfrau kennt, aber Putzmann nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Hm – Putzmann ist automatisch Fehler? Tatsächlich. Ich nehme das als klaren Hinweis, was richtig und was falsch ist 🙂
        @13: Machen Sie Ihrem Mann Beine.

  • Papa Momoll sagt:

    Mein Mantra einer zufriedenstellenden Organisation heisst: „Domani; Manana“.
    Wie, morgen ist auch noch ein Tag. So kommt man immer gutgelaunt – und mit einer tiefen, inneren Gelassenheit – über die Runden, ohne Hamsterrad. Basis ist die Stoa (Stoiker) der griechischen Philosophie. Und gewinnt dabei neue Erkenntnisse. Wer wenig tut, tut wenig Falsches – und macht wenig Unordnung. Und zusammen mit Junior die Sesamstrasse schauen – Mana Mana Song.

    • Adina sagt:

      Lustig, wir haben ähnliche Mantras: Morgen ist ein neuer Tag. Weniger tun, Prioritäten setzen 🙂

  • Susi sagt:

    Ich habe „Tantra“ gelesen. „Welches ‚Tantra‘ reduziert Ihren Stress?“ Und gedacht, hä, ist schon Freitag?!

    Herr Tschannen, ein Mantra muss positiv formuliert sein! „Kein Stress, kein Schmerz, keine Angst“ ist kontraproduktiv, weil es genau diese Bilder evoziert! (Ja, Rocky machte es auch falsch, ich weiss. Aber vergleichen Sie sich nicht mit ihm.)

    • Ich kenne mich mit religiösen Mantras (und Tantras) nicht aus und bin sicher, dass ich den Begriff hier arg strapaziere. Aber ja, positiv ist immer gut. Ich betrachte mein „kleine Dinge sofort erledigen“ durchaus als positiv. Es ist nicht so, dass ich mich damit gegen meinen Willen anpeitschen muss. Vielmehr gibt es mir ein gutes Gefühl, mir diese gut funktionierende Haushaltseinstellung immer wieder bewusst zu machen. Im Sinne von: „Hey, es geht mir gut, weil ich Dinge immer rasch erledige.“

      • Susi sagt:

        Klar, „kleine Dinge sofort erledigen“ ist positiv formuliert!

      • Alain sagt:

        Ich formuliere es immer positiv: „Unmögliches wird sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger“. Und so bemühe ich mich, es dann zu machen. Heisst auch, habe und gebe mir immer viel Mühe.

  • Sportpapi sagt:

    Würde ich so leben, wäre ich völlig gestresst. Alles sofort erledigen, mehrfach täglich aufräumen? Das tönt nach viel Arbeit, und wenig Effizienz.

    • romeo sagt:

      Für einmal muss ich dem Brechtel-Vater recht geben. Ich halte das ähnlich, mit sehr zufriedenstellendem Resultat.

      • Muttis Liebling sagt:

        SP hat recht, das Werten fehlt. Die Frage, was mache ich nicht, obwohl ich es scheinbar machen sollte. Das Nicht- Machen sollte immer mächtiger als das Machen sein.

    • Ich gebe Ihnen Recht, SP, es tönt tatsächlich so. Ist es aber nicht. Weil die Arbeitseinheiten so klein sind, fallen sie praktisch nebenher an. Immer, wenn ich den Raum wechsle, mache ich rasch was. Das fühlt sich gar nicht mehr nach Arbeit an, mehr so nach aktivem Lebensstil.

  • Hans Grusch sagt:

    Alles mit dem Smartphone erledigen. Hmm…das finde ich stressig! Getting things done ist ja schon der rechte Ansatz. Ich versuche es mit optimierten Abläufen: Alle Rechnungen einmal die Woche bezahlen an einem fixierten verschiebbaren Zeitpunkt. Zusammen mit anderem Bürokram wie ablegen und ordnen.
    Ansonsten kann ich nur zustimmen. Oft braucht es nur einen kleinen Aufwand um etwas noch zu erledigen. Das Pareto-System (80/20’er regel) lässt grüssen.

    • Das Smartphone ist keine Allerweltslösung, aber Einzahlungsscheine mit der Banking App scannen und sofort bezahlen finde ich schon schaurig praktisch. Ihr Batch Processing ist natürlich ebenfalls ein sehr konsequenter Ansatz, sofern man sich nicht vom nahenden Termin und dem Arbeitsstapel stressen lässt. Die Verschiebungsoption wäre mir ja zu gefährlich.

      • 13 sagt:

        Brauchen Sie für die BankApp denn nicht mehr diesen e-Banking Kartenleser? Ich scanne auch immer gleich, aber bezahlen kann ich es nur mit dem Teil, darum lieber Ende Monat am Computer.

      • Ich muss beim Einloggen die Access Card fürs Onlinebanking an mein Handy halten, dann kann ich die Rechnung auch gleich bezahlen. Nummern muss ich keine mehr hin und her tippen. Benötigt ein Handy mit NFC und eine Access Card mit Kontaktlos-Funktion.

      • 13 sagt:

        Ok, danke, muss ich mir mal anschauen. Ich glaube, das hätte ich sogar beides, gehöre aber zu denen die anfangs immer etwas technikscheu sind, dass legt sich dann mit der Zeit 😉

  • tom sagt:

    Mein Mantra..?? – Lass zuerst mal alles auf dich zukommen….und entscheide dich dann, ob dus erledigen willst oder nicht. Nichts muss – alles darf, aber jammere nicht rumm und fühl dich schuldig weil wieder dies und das liegengeblieben ist, denn es war DEIN Entschluss, und DU hast es in der Hand und bist für DEINE Realität verantwortlich.

  • Helvetia sagt:

    Lieber Herr Tschannen, ich warte immer sehnsüchtig auf Ihren Blog und Sie bringen mich treulich jedesmal zum Lachen. Als Auslandschweizerin schätze ich ganz besonders die wunderbaren Wortschöpfungen aus schweizerischen und kosmopolitischen (natürlich kein Gegensatz, das ist ja klar!) Zutaten und als Mutter von größeren Kindern finde ich Ihre Szenerien herzerwärmend! Bitte weitermachen!

  • Kiki sagt:

    Mein Mantra? Aufräumen verbrennt kalorien! Beim bücken immer schön „das füdli“ anspannen. Am Abend hab ich zwar rückenschmerzen, aber was tut man nicht alles für einen schönen Haushalt und ein noch schöneres füdli.;-)

    • Susi sagt:

      Ich trage beim Aufräumen manchmal so Gewichtsmanchetten an den Hand- und Fussgelenken, dann wird das Training noch effizienter!

      😀

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Sehr gute Tipps bis auf „und werfe die Zettel ins Altpapier.“ Ich war schon froh über den richtigen Fetzen Altpapier um einen Vorgang zu rekonstruieren.
    Auch die Aufräum-Tipps sind sehr vernünftig. Unser Haus hat 3 Etagen. Ich versuche meist beim Etagenwechsel etwas mitzunehmen: das Altpapier etwas tiefer, das Zeug für den Estrich etwas höher, also „by the way“. Ansonsten nutze ich die Regel automatische Abläufe wie Spül- oder Waschmaschine oder die Langzeitfleischbrühe zuerst zu starten, dann ist das schon mal auf dem Weg.

    • Guter Punkt mit dem Etagenwechsel. Überhaupt kann man vieles nebenbei rasch erledigen, wenn man es sofort macht bzw. in kleine Häppchen aufteilt.

      (Ins Altpapier kommt natürlich nur, was ich vorher elektronisch abgelegt habe.)

  • mila sagt:

    Mein Mantra? Es ist nur eine Phase (sie wird zwar gute 18 Jahre dauern, aber es ist nur eine Phase)… 😉

    Haben Sie ein Spezial-Mantra, um sich abends für das Liegengebliebene zu motivieren? Unser wirklich niederträchtiges Sofa kommt meinem besten Wollen leider oft genug in die Quere… Und ja, es gibt einen Grund, weshalb ich erst über ein eigenes Haus nachdenken will, wenn wir uns die Putzfrau dazu auch leisten können. Aber für Sie kommt dieser gute Rat zugegeben zu spät – ich schätze, da müssen Sie nun weiter eisern, d.h. stets wachsam und nie ruhend durch, Herr T. 🙂

    • Es ist die Aussicht auf ein einen sauberen Start am nächsten Tag, die mich abends feenartig (mit Glitzerschweif) durchs Haus gleiten lässt. Vielleicht hilft es, dass wir keinen Fernseher haben.

      Entscheidend ist aber, wie ich mich tagsüber verhalten habe. Der Einsatz am Abend soll lediglich ein Abschliessen sein, bestenfalls eine Schlusskontrolle. Würde ein Berg Arbeit auf mich warten, wäre ich auch nicht motiviert.

    • Reincarnation of XY sagt:

      mila – gute Nachricht: diese Phase dauert nicht 18 Jahre. Mit den Kindern kommt man alle 2-3 Jahre in eine neue Phase.

      Und ob Wohnung oder Haus spielt keine Rolle. Es ist immer so ordentlich, wie man selbst ist. „Das Haus hat den Vorteil, dass man alle Unordnung in ein bestimmtes Zimmer oder Stockwerk verlagern. (Wenn Besuch kommt muss man nur die betreffende Tür verriegeln.)“ Zitat aus dem Buch: Management by Chaos

    • mila sagt:

      Ok, jetzt konnte ich mit Ihrer Hilfe zumindest einen zweiten Sündenbock identifizieren: Netflix. Besonders fies ist, wie sich diese beiden jeweils kongenial mit aller eskapistischen Wucht gegen mich verbünden…

    • mila sagt:

      Roxy, so ein Zimmer haben wir auch, auch auf spärlicherem Wohnraum: das sogenannte Büro, aka Wäschestauzimmer…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wäschestauzimmer habe ich zum Glück nicht. Mein Mantra: Wäsche, welche ich von der Leine nehme wird sofort gefaltet und verräumt. Oberteile alle auf dem Bügel trocknen lassen. Dafür bügle ich fast nichts ☺

      • mila sagt:

        Das war auch mein (gelebtes) Mantra – bis meine Tochter kam… Seitdem haben das Bügeleisen und ich uns arg entfremdet, das Verhältnis zum Wäscheständer ist des öfteren angespannt. Dafür habe ich innige Freundschaft mit dem wohnungseigenen Wäscheturm geschlossen…

      • mila sagt:

        Sorry, ich meinte: Waschturm.

      • 13 sagt:

        Sofern der Platz vorhanden ist, sind diese Wäscheständer sehr praktisch. Zusammenlegen und verräumen hingegen wird völlig überbewertet, man kann problemlos die ganze Woche vom Wäscheständer leben. Und bügeln muss man dann erst recht nichts, es hat sich „ausgehangen“.

      • Carolina sagt:

        😉

      • Susi sagt:

        Ich benutze das Bügeleisen nur zum Wachsflecken entfernen oder zum Flick-Stoff aufbügeln.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, meine Beziehung zu WM und WT ist auch sehr innig, obwohl diese im Keller sind. Dafür habe ich ca 50 Laufmeter überdachte Wäscheleine und tumblere dafür sehr wenig.

        Vom Wäscheständer leben ist bei uns eher unpraktisch: man muss zur Haustüre raus und die Treppe runter. Zudem ist die Wäsche im Winter kalt bis steifgefroren und muss erst angewärmt oder aufgetaut werden.

      • mila sagt:

        @13: Die Krux ist, es ist zu verführerisch, vom Ständer zu leben… Die nächste Waschladung wartet sicher schon um die Waschkorb-Ecke. Mein völlig unfairer Hauptvorwurf an den Wäscheständer ist somit, dass er schlicht und ergreifend zu klein ist.

        @Susi: Mir schwant Böses, respektive: unüberbrückbare Differenzen (auf laaange Sicht).

        @Tamar: Sie haben mein Mitgefühl, steiff und kalt geht gar nicht. Da wäre ich wohl auch zusammenleg-disziplinierter. Und das Büro müsste weniger leiden. Aber irgendjemand oder irgendetwas bleibt wohl immer auf der Strecke…

      • Erika Meier sagt:

        die trockene Wäsche landet auf dem Sofa, ( beinahe täglich) die Kinder dürfen es sich darauf erst gemütlich machen, wenn sie ihren Wäscheberg versorgt haben!! Vorher gibt es kein TV, klappt zu 80%

      • 13 sagt:

        @ mila
        Ja, diese Erfahrung musste ich im Zuge der Familienvergrösserung auch machen. Wir haben sogar zwei, aber bei 5 Personen kann man leider nicht mit dem Waschen warten, bis der Wäscheständer leer ist. Na ja, mind. Unterwäsche und Socken kann man ganz gut auch aus dem Waschkorb picken.

        @ Erika
        Die Kinder sind nicht zwangsläufig das Problem…..(wobei es sich meine einfach auf dem Wäscheberg bequem machen würden, zusammen mit den Katzen).

        @ Susi
        Haben Sie nicht die Bügelperlen vergessen? 😉

      • Susi sagt:

        @mila: „Mir schwant Böses, respektive: unüberbrückbare Differenzen (auf laaange Sicht).“

        Auf wie lange Sicht denn? So nach 25 Jahren Ehe findet mein Mann plötzlich, er wolle eigentlich doch lieber eine bügelnde Frau? Ui…

        @13: Ich habe jetzt „Bügelperlen“ gegoogelt. Und mich dann einen Moment tatsächlich als Rabenmutter gefühlt…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Erika

        Mit dieser Idee hätten Sie kommen müssen BEVOR wir den Hunden erlaubt haben, auf dem Sofa zu liegen

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Was haben Bügelperlen und Rabenmutter miteinander zu tun? Als meine Buben noch jünger waren hatte ich jeweils die halbe Nachbarschaft bei mirZuhause und haben gebügelperlt.

      • 13 sagt:

        Oh je, Susi, das war nicht meine Absicht!
        Falls es Sie tröstet, meine erste Erfahrung mit diesen ist auch nicht so lange her und ich musste daraufhin meiner Tochter erklären, dass ihr schönes Bild nun leider am Küchentuch festklebt, weil Mami überhaupt nicht weiss, wie das eigentlich geht und sie mir dann vorwurfsvoll erklärt hat, ihre Tagesmutter mache das mit Backpapier, dieses könne man nämlich danach ablösen. Also hoffe ich im Rabenmutterclub ist noch ein Plätzchen frei…

      • plop sagt:

        Lustiges „Gespräch“ hier – da möchte ich manchmal schon wissen, wer da hinter diesen Textleins steht –
        @Tamar: „und haben gebügelperlt“ 🙂

        (ich wusst eauch nicht grad, was Bügelperlen sind, deshalb ist Susi eine ganz schlimme Rabenmutter)

        Ich werd mich jetzt aber für den Rest der Woche an Herrn Tschannens doch ziemlich motivierenden Tipps halten.

      • mila sagt:

        Nicht doch, @Susi – die Differenzen sollten meinem Bügeleisen gelten. Zum Glück kriegt es aber noch ab und an etwas liebevolle Zuwendung von meinem hemdenbügelnden Mann…

        @13: Da mir mindestens ein weiterer Wäscheständer fehlt, plus so etwa zwei zusätzliche Wäschekörbe, muss eben mein Büro dran glauben. Das Sofa ist schon (von mir) besetzt, und ich bin nicht gewillt, es einer unfreundlichen Wäscheübernahme zu überlassen.

      • Carolina sagt:

        Was SIND Bügelperlen?

      • mila sagt:

        @Carolina: Um DAS herauszufinden, gebe ich mir noch geschätzte 36 Monate , +/-, Gnadenfrist. Also so etwa bis zum Chindsgi-Alter…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Carolina

        Das sind längliche röhrenähnliche kleine Perlen, welche man auf Steckschablonen steckt und dann bügelt um zusammenzuschmelzen. Das ergibt dann Tierli, Herzli, Häuschen usw

        Backpapier zwischen Bügeleisen und Perlen nicht vergessen, sonst gibts zu Weihnachten ein neues Bügeleisen anstatt Diamanten

      • Sportpapi sagt:

        Zum Glück war der Bügelperlentrend bei uns nur von kurzer Dauer. Nicht wegen dem Bügeln (und das Backpapier habe ich immer genommen…). Aber die lagen dann immer in der Stube versträut herum (und wehe, man kam mit dem Staubsauger).

      • Carolina sagt:

        Echt? Wozu genau ist das gut?
        Und ausserdem: Diamanten zu Weihnachten? Schön wär’s…… Das geht alles für die Putzfrau drauf 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Carolina

        Sie bekommen zu Weihnachten eine Putzfrau? DAS will ich auch! Auf den Bodenwerf und täubele…………

      • Carolina sagt:

        Genau! Hatte mir ja einen Putzmann gewünscht, aber die waren alle schon ausgebucht! 🙂

      • Susi sagt:

        @Tamar: „Was haben Bügelperlen und Rabenmutter miteinander zu tun? Als meine Buben noch jünger waren hatte ich jeweils die halbe Nachbarschaft bei mirZuhause und haben gebügelperlt.“

        plop sagt es oben. Ich habe noch nie gebügelperlt… (Aber man muss ja nicht alles machen.)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Aah Susi, nicht traurig sein, das kommt auch noch Bald werden Sie sich ein Leben ohne Bügelperlen nicht mehr vorstellen können…..

        Im Gegensatz zu Lego und Playmobil kann man diese auch mit dem Sauger „aufräumen“

      • 13 sagt:

        Ups, meine Antwort landete oben (aber ich habe meine Technikschwäche ja schon zugegeben).
        Eigentlich sind die Perlen ganz cool, sie fördern die Kreativität, die Geduld und v.a. die Feinmotorik. Meine brauchten auch immer mal wieder eine Pinzette dazu, was auch noch eine Herausforderung war. Nur eben für die Eltern ist es nicht immer gleich lustig, wie SP sagt. Und der Trick mit dem Backpapier dürfte wirklich auf der Packung stehen….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Carolina

        Da können wir uns auch nicht darauf einigen: mein Freund möchte eine Praktikantin und ich möchte einen Praktikanten……

      • Sportpapi sagt:

        „der Trick mit dem Backpapier dürfte wirklich auf der Packung stehen….“
        Ich glaube, das tut er.

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