Der Tarnkappen-Chauvinist

Ein Papablog von Réda El Arbi.

Mamablog_Kutcher

Weiche Schale ist heute angesagt: Ashton Kutcher im Film «New Year's Eve» (2011). Foto: New Line Cinema

In den 70ern erkannte man einen Macho schon am Äusseren: Harte Schale, weicher Kern. Heute sind sie aussen matschig wie Apfelmus, dafür innen hart wie Kruppstahl.

Sie sind meist gut verdienender Mittelstand, oft kreativ, urban, wählen häufig links oder wirtschaftsliberal. Sie verkünden wortreich Gleichberechtigung und geben vor, sich starke Partnerinnen zu wünschen. Der neue, urbane Macho ist auf den ersten Blick gar nicht so leicht zu erkennen. Er gibt sich einfühlsam, verständnisvoll und aufgeschlossen. Er zeigt Gefühle, oder das, was er dafür hält, hört zu und weint manchmal. Meist aber aus Selbstmitleid. Und er trägt mit Vorliebe längere Haare, um seine feminine Seite zu unterstreichen.

Ich erkenne ihn, wenn er in Männerrunden sitzt, chauvnistischen Scheiss von sich gibt und seine Maske fallen lässt. Er will, dass seine Frau gebildet ist und eigene Projekte hat. Er will, dass sie einen guten Job hat, irgendwas, mit dem man vor Freunden angeben kann. Er gibt mit ihrer Ausbildung an, fährt ihr aber in Gesellschaft trotzdem über den Mund (rein ironisch natürlich), wenn sie anderer Ansicht ist und auch Argumente dafür hat. Er liebt ihren guten Job, hasst es aber insgeheim, wenn sie erfolgreicher ist oder mehr verdient.

Er unterstützt ihre Karriere, bis dann Kinder kommen. Dann unterstützt er seine Liebste in der Sichtweise, dass nur eine Mutter in den ersten Jahren eine adäquate Betreuung für die Kleinen ist. So schiebt er ihr Mutterschaft als einen Ersatz für Selbstwertgefühl unter und muss in seinem Leben nichts ändern. Plötzlich ist die Familie eine so wichtige Entscheidung, dass man (sie) auch Opfer dafür bringen muss. Und überhaupt, er verdient ja genug. Sie muss ihre Projekte nicht für den Lebensunterhalt weiterführen. Sie kann das ja nebenbei weitermachen, als Hobby sozusagen …

Es sind die Typen, die weinen, wenn sie beim Fremdgehen erwischt werden. Die sich als Opfer ihrer Natur bemitleiden und schon mit der letzten Träne nach neuen Opfern schielen. Es sind die Typen, die Dalai Lama zitieren, während sie ihre eigenen Projekte in gehetzter Egomanie durchpeitschen und über die Bedürfnisse von Familie und Partnerin hinwegtrampeln.

Natürlich sind sie offen. Offen für alles. Sie träumen von einem Dreier mit ihrer Freundin. Solange die Dritte eine Frau ist, die sie selbst auswählen – und nicht etwa ein Mann. So offen sind sie dann doch nicht.

Und wenn sie selbst betrogen werden schlagen sie zu. Um dann wieder zu weinen.

Soweit, so bekannt. Warum nur präsentieren wirklich kluge, selbstständige Frauen solche Idioten voller Stolz ihrem Freundeskreis. Früher hiess es «Harte Schale, weicher Kern». Inzwischen ist die Mogelpackung wieder beim «weiche Schale, harter Kern» oder der Wolf im Schafspelz. Was mich am meisten nervt an diesen Typen, ist, dass sie sich selbst wirklich für emanzipiert und aufgeschlossen halten. Sie wissen nicht mal, dass sie die gleichen alten Machos sind, einfach in Hipsterklamotten und mit viel mehr Tränen. Früher hatte man einen Macho direkt erkannt, jetzt erkennen sie sich nicht mal selbst.

Aber in einem Detail verrät der neue Tarnkappen-Macho sich: Liebe Damen, wenn ein erfolgreicher Typ euch Paolo Coelho zitiert, haut ab! Oder noch besser: Haut zu!

Réda El Arbi ist Mitinhaber der Kommunikationsagentur SeinSchein, Autor, Geschichtenerzähler und Stadt-Blogger bei «Züritipp».

229 Kommentare zu «Der Tarnkappen-Chauvinist»

  • Ein sehr genialer Beitrag. Habe schon lange keinen Beitrag mehr so gefesselt gelesen. 😉 Dankeschön.

  • Eleganz sagt:

    Irgendwie kommt dieser Artikel verbittert rüber.

    Und nein, ich mag Typen wie Ashton Kutcher nicht. Habe lieber einen mit harter Schale bzw. einen richtigen Mann, statt so einen Softie.

  • Christoph sagt:

    Stimmt alles ganz genau… Nur längere Haare habe ich keine 😉

  • sabine sagt:

    „Liebe Damen, wenn ein erfolgreicher Typ euch Paolo Coelho zitiert, haut ab! Oder noch besser: Haut zu!“ In der Tat, ein wirklich gebildeter und intelligenter Mensch – ob Mann oder Frau – wird automatisch die Flucht ergreifen, wenn Paulo Coelho auf den Plan tritt. Gott bewahre uns vor diesen urbanen, kreativen, pseudoemanzipierten Kriegern des Lichts, die, wenns drauf ankommt, eiskalt ihre Interessen durchsetzen, ein Kalendersprüchli vom Dalai-Lama zitierend. Dass Frauen auf sowas reinfallen, zeigt wohl, dass die Auswahl so gross nicht sein kann: frau nimmt halt, was zu haben ist.

  • erika sagt:

    … bitterböse, aber ziemlich treffend… danke für die warnung!!! ;-)))

  • Perkin Elmer sagt:

    Wieso nur ist immer der erste Gedanke der mir bei Typen mit Unterlippenbärtchen in den Sinn kommt, hoffentlich hat der nichts mit Kindern zu tun. Bis zu diesem Artikel wäre ich nie auf die Idee gekommen, diesen Gedanken auszusprechen.Aber wenn einer anhand des Aussehens einen Anderen beurteilt und zu wissen meint wie jemand ist und wie jemand tickt, dann hat er es nicht anders verdient, auf die gleiche Art und Weise schubladisiert zu werden.Nur so ein kleiner Hinweis.Es gibt wahrscheinlich mehr Männer mit kurzen Haaren die ihre Frauen scheisse behandeln – weils evtl mehr kurzhaarige davon gibt

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, ihre Fantasien zu Unterlippenbärtchen sollten Sie mal mit Ihrem Therapeuten besprechen. Ausserdem sagte ich nicht, alle Männer mit langen Haaren seien Tarnkappen-Chauvis, sondern diese hätten eine Vorliebe für lange Haare.

      Oder behaupten Sie auch, weil Prostituierte gerne Miniröcke tragen, seien alle Minirock-Trägerinnen Prostituierte? Lesen Sie, was geschrieben steht, nicht, was sie das Gefühl haben, stehe da geschrieben.

  • Tonia23 sagt:

    Bester Beitrag, den ich je auf auf dieser Seite gelesen habe 🙂

  • Zähmer sagt:

    Nanu, soviel männliche Selbstverachtung? Über diese Anbiederung werden sich die Feministinnen aber freuen (bzw. nur hämisch grinsen, weil es eh vergeblich ist). Als Typus gibt es diesen angeblichen neuen Macho mit seinen scheinbar genau definierten Eigenschaften genauso wenig wie viele andere Typen. Im übrigen lehnen viele Frauen (bzw. genauer gesagt v. a. Medienfrauen) die echten Machos offiziell ab, verzehren sich aber heimlich schier nach ihnen. Esther Vilar hat das und vieles andere in ihrem Meisterwerk „Der dressierte Mann“ bereits gründlich und für alle Zeiten mustergültig aufgearbeitet.

  • Karin S. sagt:

    Uiih, da fühlen sich ja mal wieder mächtig viele Männer angegriffen… mag sein, dass es solche Typen schon in den Hippiezeiten gab, trotzdem sehr aktuell.

  • Michael Seba sagt:

    Hauptsache Männer-bashing und Recycling von uralten Schlachtworten wie „Chauvinismus“ und „Macho“. Der beschriebene Typ Mensch ist doch einfach nur der typische passiv-aggressive Durchschnittsbünzli mit schlecht verschleierten Selbstzweifeln. Davon gibts unter Frauen genau so viele, und die Charaktermerkmale äussern sich gar nicht so anders. Ich frage mich, ob der Autor selbst sich bewusst ist, dass er genausowenig genderfrei ist wie die von ihm beschriebenen Subjekte. Worin liegt denn der gesellschaftliche Mehrwert von solchen Texten?

  • Tonia sagt:

    Pseudofrauenversteher waren mir schon immer suspekt…

    Alphamachomännchen sind da viel einfacher zu führen..

  • „Was mich am meisten nervt an diesen Typen, ist, dass sie sich selbst wirklich für emanzipiert und aufgeschlossen halten. Sie wissen nicht mal, dass sie die gleichen alten Machos sind, einfach in Hipsterklamotten und mit viel mehr Tränen.“

    Das klingt fast so, als sei es eine schlechte Sache, ein Macho zu sein. Diese sichtweise ist falsch und zeugt vom verweichlichten männlichen Selbstverständnis heutiger Tage. Ich fordere zu mehr Machismus auf, denn danach trachten Frauen insgeheim!

    • Reda El Arbi sagt:

      Das heisst Machismo. Und Frauen trachten nicht danach. Wenn schon, verzehren sie sich danach. Oder sie sehnen sich, so wie auf den Buchumschlägen der Adels-Groschenromane. Alle Frauen. Ich schwör!

  • Kim Mueller sagt:

    Danke Mr. El Arbi, das war jetzt sehr amüsant.

    • Yves Kueng sagt:

      Hab ich auch gedacht. Herrn El Arbis erster wirklich guter Text.
      Gratuliere.

  • Manfred Meier sagt:

    Der ungeniessbare Typ heisst Paulo Coelho, nicht Paolo. Aber sonst: Word; nein, Doubleword.

  • Joel Eberle sagt:

    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass der Verfasser hier sich selbst zu beschreiben scheint und es nicht mal merkt.

  • Peter sagt:

    Mag sein, dass Männer von solchem „Schlag“ existieren. Der zugespitzte Ton und das Auflisten von Allgemeinplätzen –zugunsten eines „knackigen“ Artikels – dienen zumindest nicht dem gegenseitigen Verständnis von Mann und Frau. Der Autor, welcher sich durch Pauschalisieren beim anderen Geschlecht Beifall erhofft, enttarnt sich dabei als Obermacho.

  • Frank sagt:

    Selbstverständlich will ich nen Dreier mit 2 Frauen und dass die Meinige meinen Namen führt und mir abends ein feines Essen hinstellt. Wo ist das Problem? Warum darf man als Mann nicht das artikulieren, was man sich vom Leben und Partnerschaft erhofft? Frauen tun das seit 45 Jahren fortwährend und immer lauter.

    • Philipp Rittermann sagt:

      bra-vo!! 8)

    • Nina sagt:

      Ich find’s fair, dann weiss frau nämlich gleich, woran sie ist und kann sich danach richten, ob sie das auch will oder nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Und die ebenbürtige Frau wird wohl auch ihre Wünsche äussern. Und in der Partnerschaft „auf Augenhöhe“ wird manKompromisse finden und sich einigen. Wäre doch schlimm, wenn man seine Wünsche, seine Vorstellungen nicht mehr äussern könnten, aus Angst, den Partner damit unter Druck zu setzen. So funktioniert Partnerschaft auch nicht!

    • Reda El Arbi sagt:

      Klar dürfen Sie lautstark fordern, was sie wollen. Das ist mir um Welten lieber, als wenn Sie unter der Softie-Tarnkappe segeln und erst in der Situation dann den macho raushängen. Dann weiss frau wenigstens von Anfang an, was sie erwartet.

  • lora kamm sagt:

    Verstehe seit ich denken kann nicht, warum sich Menschen aneinander ketten um im tägl. Kampf und Frust aneinander ihre wertvollsten Energien zu verschwenden. Seit ich lesen kann, kranken die sich selbst eingeengten Paare an den
    immergleichen öden Problemen (bis hin zu Gewalt+Zerstörung). Weiss hier Eine/r, warum sich das Mensch trotz Generationen von Wiederholungen an „Ehe“-kämpfen antut? Oder haben einfach Alle Panik, es alleine (bzw. nicht verkettet) nicht zu
    schaffen? Quasi ein fehlendes Selbstständigkeitssyndrom? (Kinder sind keine Ausrede – sie sind ohne Engung bestens zu organisieren)

    • Sportpapi sagt:

      Die Frage ist doch eher, weshalb die meisten Menschen sich nichts sehnlicher wünschen, als eine erfüllende Partnerschaft. Wie auch immer – das erscheint mir einfach mal gegeben. Und wie Sie Kinder ohne Partnerschaft organisieren, ist mir schleierhaft. Zumindest wenn Sie ihnen auch den Vater erhalten möchten, wovon ich doch ausgehe.

      • lora kamm sagt:

        „erfüllende Partnerschaft“, oh je, das däucht mich jetzt aber fast etwas religiös. Wer hat den Leuten wohl diese Heilsverkündung eingeredet (ev. sogar die Kirchen selbst)? Ebenso „Kompromissbereitschaft“ als positive DauerEigenschaft
        überzeugt nicht. Kompromisse sind o.k. in politischen Belangen. Irgenwo im Privaten soll nicht auch noch der letzte Rest menschl. Genuinität in Kompromissen absorbiert werden. Kein Wunder, gibt es keine grossen pol./kulturellen Würfe mehr. „Ehen“, wenn sie zusammen auftreten, senden stets so eine Art Mattigkeit aus – mir wird immer ganz einfallslos unter ihnen.

      • Sportpapi sagt:

        @Lora Kamm: Einigen wir uns darauf, dass sich die meisten Menschen sich nichts sehnlicher wünschen, als eine erfüllende Partnerschaft, dies aber für einige wenige nicht erstrebenswert ist, offensichtlich. Ich glaube Ihnen, dass es Ihnen besser geht ohne Partner. Geniessen Sie es. Aber lassen Sie uns auch unser Glück suchen oder sogar geniessen!

      • lora kamm sagt:

        würd ich ja gern, Sportpapi 19:58h, wenn da nur nicht immer all die krassen Geschichten der aneinander leidenden Partnerschaften wären, die häusl. Gewalt die uns viel kostet, die Frauenhäuser, die Scheidungen mit den Scheidungskinder, Gesetze sogar wegen Vergewaltigung in der Ehe, die Morde und Totschläge in Beziehungen, das Geklöne der Enttäuschten, die Ehetherapien (an Ehen werden Leute sogar krank). Eine Riesenbehelfsindustrie, extra da um den grössten Auswüchsen der Auswirkungen eines Massen-Phantasmas „Herr“ zu werden. Ja nu, vielleicht sind einfach Alle masochistisch drauf.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lora kamm:
        Kinder gibts aber auch in nicht-Ehen,
        und auch diese Partnerschaften mit Kindern scheitern zuweilen,
        sollten wir also auf Kinder verzichten weil vielleicht die Eltern auseinandergehen?
        Und was ist mit den vielen Beziehungen in denen auch ohne Trauschein gelitten wird?
        Was mit den vielen unglücklichen Alleinstehenden, welche es gibt auch wenn Sie möglicherweise keinen einzigen kennen? Jeder ist seines Glückes Schmied, zumindest zu einem gewissen Anteil,
        ob mit oder ob ohne Partner. Auch das Wort Kompromissbereitschaft bewerten Sie negativer als es ist.

    • Nina sagt:

      Das kommt auf die Perspektive an. Sieht man eine Ehe als „Sharing Community“, dann sieht die Sache ganz anders aus. Geteiltes Glück, doppeltes Glück. Geteiltes Leid, halbes Leid. Aber das setzt eine grundsätzliche Kompromissbereitschaft und -fähigkeit voraus (dramatische Lebenswendungen mal abgesehen). Ich bekenne mich dazu: ich bin in fester Beziehung massiv glücklicher als in Single-Zeiten. Allerdings habe ich jede Beziehung, die sich eben nicht als solche „Sharing partnership“ herausgestellt, radikal beendet, da viel zu belastend. Man muss wissen, was man will. Und dafür Vollgas geben.

      • Sportpapi sagt:

        Naja. Irgendwann kommt einfach der Moment, wo man – traditionell gesagt – den entscheidenen Schritt macht. Sich ein Versprechen abgibt, eine gemeinsame Zukunft plant und gemeinsam investiert. Da wird es dann schwieriger, die Sache radikal zu beenden. „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ sage ich da nur. Und meine damit mehr die Familiengründung, Kinder etc. als die Heirat.

      • Nina sagt:

        Genau, deshalb braucht es ja die Kompromissbereitschaft. Aber es müssen beide Anteil nehmen und ihr Leben teilen wollen, sonst funktioniert es nicht. Entweder, eine Beziehung basiert auf diesem partnerschaftlichen Approach und einer klaren Entscheidung dazu oder eben nicht. Danach habe ich konsequent gesucht, bis ich es gefunden habe.

      • Sportpapi sagt:

        Gratulation!

  • Carolina sagt:

    SP, das war nur ein mögliches Beispiel. Man muss jetzt nicht alles so wörtlich nehmen, oder? Wir reden ja hier von einem Klischee – und wir alle wissen eigentlich, dass es die eher selten gibt, aber trotzdem eben etwas in uns zum Klingeln bringen, so einen Hauch Wahrheit oder Bekanntes. Es ist halt ein Blogthema, nicht eine Vorlesung an der Uni. Mir reicht es, dass wir alle wohl Beziehungen kennen oder selber erlebt haben, in denen sich ein Partner nicht als der entpuppt, den man sich erhofft hatte (oder den man sich zurechtgelegt hatte) – das gilt alles auch umgekehrt bei Frauen, übrigens.

    • Sportpapi sagt:

      „Mir reicht es, dass wir alle wohl Beziehungen kennen oder selber erlebt haben, in denen sich ein Partner nicht als der entpuppt, den man sich erhofft hatte (oder den man sich zurechtgelegt hatte) – das gilt alles auch umgekehrt bei Frauen, übrigens.“ Da bin ich sehr einverstanden. Allerdings erkenne ich das nicht als Hauptthema des heutigen Blogs. Aber gut, kann man so sehen. Und doch, ich nehme die Sachen gerne wörtlich, weil dies eben auch die Absurdität/Realitätsfremde gewisser Klischees aufzeigt. Mitlachen, ohne sich Gedanken zu machen, ist eher nicht so mein Ding.

      • Modern Gypsy sagt:

        Zerrissen wird man in diesen Blogs doch immer, egal was der Autor oder die Autorin schreibt, das hast Du doch sicherlich auch schon gemerkt. Ich find’s schade, dass wir in unserer digitalen anonymen Zeitalter nicht mehr die Kunst beherrschen ‚to agree to disagree‘, ohne beleidigend und ausfällig zu werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Gypsy: Hier wird doch niemand beleidigend oder ausfällig? Oder haben Sie den Eindruck?

    • Sportpapi sagt:

      Zum anderen: Für mich ist der Aufsatz hier eine Ansammlung von Klischees, die allerhöchstens einen Hauch Wahrheit enthalten. Ich wundere mich über die Motivation, so etwas zu verfassen. Und ich staune, wie viele das irgendwie noch amüsant finden, die selber umgehend auf die Barrikaden steigen würden, würde man Solches über Frauen verfassen (also über die toughen, starken, selbstständigen Frauen, die nach Heirat umgehend wieder zu Huschelis am Herd mutieren, oder ähnlich).

      • Modern Gypsy sagt:

        Sportpapi, Klischees kommen nicht von nichts, und ich bin immer wieder erstaunt, wie viele solcher Typen, die Reda beschrieben hat, es wirklich gibt (und ich sprich hier von U40 und in Zürich lebend)… Und einen Blog mit Inhalt Deines letzten Satzes möchte auch ich lesen, denn auch diese Damen gibt’s mehr als genug (auch U40 und in der grossen Stadt lebend).

      • Sportpapi sagt:

        „Und einen Blog mit Inhalt Deines letzten Satzes möchte auch ich lesen, denn auch diese Damen gibt’s mehr als genug (auch U40 und in der grossen Stadt lebend).“ Da bin ich überzeugt davon. Nur möchte ich einen solchen Blog nicht lesen. Und, und das war meine Kernaussage, der Aut or eines solchen Blogs würde hier in der Luft zerissen.

  • xyxyxy sagt:

    hmm …. ich habe ja Reda fast immer applaudiert. Dachte mir: endlich mal ein vernünftiger Mann, der seine Stimme gegen seine unreifen Geschlechtsgenossen erhebt.
    Da er sich nun aber zum wiederholten Mal über Machos ärgert und vor allem über Frauen, die auf solche reinfallen, bekommt das für mich doch einen etwas unguten Beigeschmack. Der erst kürzlich Geläuterte haut etwas zu oft über die Unreifen ein. Das scheint mir selbst unreif zu sein. Man fragt sich: ärgert er sich über sein Spiegelbild, von der er sich nicht gänzlich emanzipiert hat?

    Meist sind die Menschen eh komplexer …

    • Peter Steiner sagt:

      Richtig, so verstehe ich und sehe das auch: L’enfer c’est les autres.

  • Reto Stadelman sagt:

    Die Beschreibung von Herr Réda El Arbi stimmt absolut, hat aber nichts mit Männern zu tun sondern mit der Gesellschaft. Weiche Schale aber harter Kern gehört heute zum anerzogenen Standardprogramm. Wer nicht so ist, ist nicht angepasst und wir wissen ja vom Darwinismus her: Nur wer sich anpasst (also prinzipien- und rückgratlos ist) überlebt…
    Von daher Herr Réda, gute Analyse, falsche Schlussfolgerung.

    • marie sagt:

      sozialdarwinismus mal anders… 😀

      • Reto Stadelman sagt:

        So ist es. Sich der Situation anpassen, mal einfühlsam, mal sexistisch, was gerade nötig ist um das Ziel zu erreichen. Sozialdarwinismus. Glauben Sie nicht? Tja, Sie erleben es aber Tag für Tag…

      • marie sagt:

        …ich hab mich da vor langer zeit ausgeklinkt und es funktioniert auch ohne, aber den ferrari und dazu reicher mann waren ja ohnehin nie mein ziel. 😉

  • Francesca sagt:

    Och, das ist doch kalter Kaffee. Diese Typen hatten wir schon zur Hippie-Zeit. Wussten genau, was die Frauen fühlten wenn sie ihre Tagen hatten, wie’s beim Gebären ist und hatten selber das prämenstruelle Symptom. Und wehe, eine Frau fühlte anders, wollte nicht, was Frauen eben so zu wollen haben und das beste für sie ist.

  • bardo jaeger sagt:

    …machos in der kritik seit dem aufkeimen des feminismus, jetzt da der feminismus sich etabliert hat verschwindet diese kritik nicht etwa, nein, sie verstärkt sich noch unter ausweitung auf alle männlichen erscheinungsformen – LASST UNS DOCH ENDLICH MAL MÄNNER SEIN WIE WIR SIND – AUCH WIR WOLLEN UNS EMANZIPIEREN ! wie bitteschön heisst das weibliche gegenstück zum macho ? die weiblich-dominierte welt will uns klarmachen, dass es die nicht gibt – weit gefehlt. und wenn ich der einzige bleibe, der das ausspricht – die welt verweiblicht sich in erschreckendem masse !!!

    • Dieter Neth sagt:

      Das heisst HEMBRA (Weibchen) wird in Lateinamerika durchaus gebraucht. Sie stammen aus der Zoologie. Beide Bezeichnungen gelten für Menschen welche ihre biologischen Instinkte punkto Sexualleben schlecht unter Kontrolle haben. Beide Begriffe sind nicht unbedingt negativ besetzt, ausser bei Personen welche mit solchem Verhalten nichts anfangen können.

  • Hermann sagt:

    Diese Typen gab es schon in den 68er Jahren. Coolen Quatsch herauslassen und sich selbst bewundern mit einem Joint zwischen den Lippen. Während wir Normalos Glück hatten, mit einer Angebetenen ins Kino gehen zu können, bumsten diese Typen wie die Karnickel…

  • Dave Hill sagt:

    Uaahh GÄÄÄÄHHHHHN

  • Christoph Bögli sagt:

    Solche Leute gibt es effektiv, wohl mehr als einem lieb ist. Aber: Hat das wirklich etwas mit „Chauvisnismus“ und „Machotum“ zu tun? Muss man solch ein Verhalten effektiv wieder auf einen Geschlechterstreit herunter brechen? Im Kern ist die Sache doch weit simpler: Solche Leute nennt man schlicht Egozentriker. Halt immer ich, ich, ich, mein Vorteil, alles andere egal. Was halt auch heisst: Solche Leute gibt es in allen Bereichen und Beziehungen. Und Geschlechtern. Egomanen von diesem Format findet man leider unter Männern wie Frauen, Heteros wie Homos, usw. Darum: No need for sexism!

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Das ist mal eine vernünftige Aussage.

    • Nina sagt:

      Ich auch voll einverstanden. Gibt’s auf weiblicher Seite ebenso. Man sucht den berühmten Mr. Right, um ihn dann wieder aus dem späteren Ehebett zu kicken, weil der den eigenen hohen Erwartungen doch nicht ganz gerecht werden konnte.

  • Blitz Blank sagt:

    Mir scheint, der Autor nervt sich über den Erfolg solcher 2.0 Chauvies bei „guten“ und „intelligenten“ Frauen bzw. über die „klugen“ und „selbständigen“ Frauen, die sich einen solchen Typen angeln bzw. sich angeln lassen…

    Stellt sich die Frage, wieso hat dieser Typus Erfolg?

    • Nina sagt:

      Weil Top-Manager privat auch auf Dominas stehen. Mal die Zügel abgeben lautet die Devise. Wieso soll das bei Top-Managerinnen anders sein?

      • Blitz Blank sagt:

        Aber warum Tarnkappen-Chauvies?
        Sind die Original-Chauvies ausgestorben?

    • Reda El Arbi sagt:

      Nein, ich nerve mich nicht über den Erfolg dieser Typen. Ich nerve mich über die hilflose Selbsttäuschung bei Frauen, die es eigentlich besser wissen sollten und dann, einige Jahre später ihrem umfeld in die Tasche heulen, weil sie ihren Typen als das erkennen, was er ist: Ein Heuchler.

  • Jacques Tati sagt:

    Aber ab jetzt bin ich beschäftigt; Das Fertigmenü „kochen“, d.h. ein bisschen aufpeppen. Danach kommt die Wäsche und nachher der grosse frühlingsPutz. Denn nachmittags kommt die freundliche Bügelfrau, und dann soll es doch nett aussehen …

    • marie sagt:

      ich kann heute leider nicht bügeln kommen, muss arbeiten 😉 ihre claudia cardinale
      ps: das letzte mal war ihre küche aber chaos – die raviolibüchse ungeöffnet in der pfanne im kochendem wasser führt immer zur explosion, also vorher öffnen, das erspart frühlingsputz.

    • Jacques Tati sagt:

      Liebe Marie,
      An der „Rue de Rivoli“ gibt es keine Büchsenravioli mehr – nur man kann sie jetzt auch (eben die Ravoli) im kleinen ital. Laden, schon vorpräpariert kaufen. Und das peppe ich dann noch auf – wenn nötig – mit Worcester oder Tabasco …
      Garniert für C.C natürlich mit „Tricolore“ – und jetzt kommt der Stilbruch – mit franz. und ital. Sauce 😉
      Aber C.C. kennt ja Paris gut.

      • Monsieur Hulot sagt:

        Cher Monsieur, je vous l’ai deja dit: Ab an die Cote und zwar Supito….. Zimelich genervt, dennoch HERZLICH Lea… 🙂

  • Jacques Tati sagt:

    Ich muss zugeben – ich verstehe die Frauen nicht, jedenfalls nicht immer. Nicht mal immer andere Männer – oder selbst mich selbst.
    Aber es wäre auch langweilig, wenn eines der grössten Welträtsel gelöst wäre.

    • Philipp Rittermann sagt:

      man(n) hat 2 möglichkeiten, werter jacques. falls sie vermessenerweise versuchen, die frauen zu verstehen, werden sie an selbstzweifeln zu grunde gehen. es ist klüger, die frauen nicht zu hinterfragen, dafür zu führen. eine gut geführte frau, ist eine zufriedene frau.

      • Nina sagt:

        Und in einer wirklich glücklichen Partnerschaft macht man Job-Sharing und teilt sich den Lead. Mal der eine, dann der andere, drum lohnt sich so eine Partnerschaft ja erst richtig – haben ja meistens nicht immer beide gleichzeitig gleich viel Power drauf! Ich bin in der Tat zeitenweise froh, wenn man mein die Zügel in die Hand nimmt – aber er ist zeitenweise genau so froh darum und ich geniesse es, den Karren wieder ein Stück weiter zu ziehen. Zu zweit kommt man weiter!

      • Philipp Rittermann sagt:

        sehe ich auch so und ist bei uns auch so, wir ergänzen uns dort blendend wenn wir gemäss unseren individuellen stärken agieren. und sonst sag‘ ich ja immer – kommandieren, kontrollieren, korrigieren! 😉

      • Ali Ferkous sagt:

        Hm, wenn das so ist Nina, dann ist er wirklich zu beneiden. Meist beschränkt sich der weibliche Lead darauf, die Richtung vorzugeben.

    • Anh Toan sagt:

      Ach M. Tati, Als Franzose müssen Sie doch wissen, die Frauen wollen nicht verstanden werden, sondern geliebt.

      • Jacques Tati sagt:

        @Anh Toan:
        Lieben tue ich sie sowieso –
        ich hoffe aber nicht das gleiche Schicksal zu haben, wie der Menn, der die Frauen liebte, bei Francois Truffaut.

    • gabi sagt:

      Keine Sorge, Jacques Tati

      Frauen verstehen Frauen genauso wenig. Sind dann nur etwas radikaler in der Ablehnung. (Grad wenn´s dann auch noch ideologieverdächtige Themen betrifft)

      😉

  • Theophil der Aeltere sagt:

    Als Verfasser pocht Herr El Arbi bei seinem Essay hier – auf die Definitionshoheit.
    Andere (Frauen oder Mânner) sehen das möglicherweise anders, oder nehmen das Ganze einfach gelassener.

    • Reda El Arbi sagt:

      Nein, Deutungshoheit hab ich nur für meine persönliche Ansicht. Jeder soll das sehen wie er will. Wenn er oder sie mich jedoch von einer anderen Sicht überzeugen will, sollten vielleicht Beispiele oder Argumente kommen.

      • Theophil der Aeltere sagt:

        Als eben „der Aeltere“ brauchte ich dafür etwas Zeit, nichts ist mehr – wie es einmal war.
        Und die Leitung zur Emotion (Althirn) ist kürzer, als die zum Verstand (Neuhirn).
        Was ich meinte, ist – dass es wenig Sinn macht, die „Mödelis“ von Frauen oder Männern verstehen zu wollen.
        Erstens sind alles Individuen – und zweitens handeln viele „unbewusst“ archetypisch.
        Sich dagegen aufzulehnen, ist wie ein Kampf gegen Windmühlen (Quichotterien auf dem Don).

      • Theophil der Aeltere sagt:

        Trotzdem will ich Ihnen das Geheimnis langer Haare verraten, wie sie schon die Indianer oder die Musketiere trugen. Ich trage sie schon seit einem halben Jahrhundert so, inzwischen schlohweiss wallend. Sie kennen sicher die Geschichte von Samson und Dalila…
        Bei mir wirkte dieser Effekt auch ein bisschen, jedenfalls in meiner Jugend; da hatte ich immer sehr hübsche Mädchen auf dem Soziussitz – mit noch längeren Haaren…
        Meine Söhne tragen die Haare aber rel. kurz, und das ist auch gut so.

  • Modern Gypsy sagt:

    Endlich kann ich Dir ‚mal von ganzem Herzen zustimmen, lieber Reda!

    Mein Lieblingsspruch dieser Möchtegern-Emanzipierter ist dann jeweils, wenn sie kurz vor der Heirat stehen: „Ich bin ja gar nicht altmodisch, aber ich finde, in der Familie sollten alle den gleichen Familiennamen haben…“. Fairerweise muss ich auch sagen, dass, wenn wir Frauen uns mit solchen (Tarnkappen-)Chauvis einlassen, uns auch nicht zu helfen ist… 😉

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Ich finde ja auch, in der Familie sollten alle den gleichen Familiennamen haben. Da bin ich genauso altmodisch – vernünftig – wie meine Frau. Vielleicht hätte ich mich nicht mit ihr einlassen sollen…

      • Modern Gypsy sagt:

        Sportpapi, es geht mir ja um den „Ich bin ja nicht altmodisch, aber…“-Aspekt. Vorzugeben, ein moderner und aufgeschlossener Mann zu sein, aber dies dies nicht wirklich sein und leben. Eben wie Reda geschrieben hat. Einem modernen und aufgeschlossenen Mann ist es piepegal, was für einen Nachnamen seine Ehefrau hat, weil er ihr nämlich zusteht, diese Entscheidung als erwachsene Frau und gleichberechtigte Partnerin selber treffen zu können… (Dass ich nicht Deiner Meinung bin, tut jetzt nichts zur Sache.)

      • Sportpapi sagt:

        @Gypsy: Eine andere Meinung als altmodisch abzutun, hilft da nicht weiter. Wir haben uns so entschieden, nicht weil die Tradition es so verlangt, sondern als Committement zur Familie. Und es wäre auch Name der Frau als Familienname zur Verfügung gestanden. Und nein, der Mann im Beispiel hat ja nur klar seine Wünsche geäussert. Darf er doch, oder? Wäre ja komisch, wenn ihm das egal wäre. Und die erwachsene und gleichberechtigte Partnerin wird dann, hoffentlich, ebenso ihre Wünsche äussern, und man einigt sich. Irgendwie. Oder trauen Sie ihr das nicht zu?

    • Modern Gypsy sagt:

      Meine Gleichung geht so:
      – Ein Mann erwartet und bedrängt seine Partnerin bei der Heirat seinen Familiennamen anzunehmen => Altmodisch
      – Ein Mann möchte, dass sie entscheidet, was für sie stimmt => Partnerschaftlich

      Für mich hat ein Commitment mit mehr als einer Heirat und dem gleichen Nachnamen zu tun, es ist eine innere Haltung und nicht äussere Umstände. Aber wenn’s für Euch so stimmt, dann ist dies super für Euch (und das meine ich nicht sarkastisch).

      • Modern Gypsy sagt:

        Ich sollte das das Wort ‚altmodisch‘ bei der ersten Gleichung mit ‚chauvinistisch‘ ersetzen, dann passt’s.

      • Sportpapi sagt:

        Ich verstehe das jetzt nicht. Der Mann möchte, dass die Familie einen gemeinsamen Namen trägt. Oder die Frau möchte das, wäre ja auch möglich. Weshalb sollte er/sie diesen Wunsch nicht äussern, sondern abwarten, was der Partner/die Partnerin entscheidet? Oder konkret, um bei Ihrer Situation zu bleiben: Partnerschaftlich heisst doch miteinander entscheiden, oder? Die Alternative wäre also, den Namen der Frau anzunehmen.

      • Sportpapi sagt:

        Nebenbei: Der Mann bedrängt die Frau in einer gemeinsamen Angelegenheit = chauvinistisch. Die Frau sagt nein. Wie sagt man denn diesem Verhalten?

      • Ali Ferkous sagt:

        😀 Ein Mann der heiratet, ist amtlich bestätigt altmodisch und chauvinistisch oder was dem Modern Gypsy sonst noch einfällt: Die Ehe ist ein Institut des Patriarchats,

        … von welchem einzig die Vaterschaftsvermutung und die damit einhergehende Zahlungsverpflichtung des Gatten für Kind und Kegel (Kuckuckskinder) übrig geblieben sind – der Gatte schreibt eine Option, ohne eine Prämie dafür zu erhalten. Da kann man nur den Kopf schütteln und denkt sich: „Schön blöd!“ Aber es gibt sie noch, diese Winkelriede: „Sorget für mein Weib und Kinder!“, „Kegel“ konnte er nicht mehr sagen 😉

    • Modern Gypsy sagt:

      Ach Sportpapi, ich habe doch nicht geschrieben, dass er seinen Wunsch nicht äussern kann, und beide dies konstruktiv miteinander diskutieren sollen. Und wenn die Frau das Gleiche will, ist doch super. Aber wenn er diesen Wunsch hat, und sie nicht, warum ist sein Namenswunsch dann wichtiger als ihrer? Unser Name ist doch Teil unserer Identität, und wenn sie ihren Namen deswegen behalten möchte, was ist so falsch daran? Das heisst doch nicht, dass sie deswegen weniger an diese Partnerschaft glaubt und von ganzem Herzen committed ist. (Dies ist übrigens mein letzter Senf dazu…)

      • Sportpapi sagt:

        Ach Gypsy: Ich habe doch nie geschrieben, dass sein Namenswunsch wichtiger ist als ihrer. Das war doch deine Idee, wenn auch mit umgekehrtem Vorzeichen. Ich habe geschrieben, er könnte auch ihren Namen annehmen, wenn ihm ein gemeinsamer Name so wichtig ist. Aber das hast du wohl überlesen. Dies ist mein letzter Wunsch in der Angelegenheit: dass man doch bitte liest, was ich schreibe, und darauf eingeht, wenn man schon darauf antworten möchte.

      • echteGeschlechter sagt:

        Amüsant Euch beim Streiten zu beobachten. Da hab ich noch eine Frage: Welchen Namen tragen dann die Kinder? Familienname hat für mich nichts mit Chauvinismus oder altmodisch zu tun, sondern mit Familie, Zusammengehörigkeit und Einheit. Meine Kinder sollen spüren, dass wir alle zusammen gehören und eine Familie sind. Ich finde diesen Namensstreit bereits schon wieder altmodisch. Wenn die Frau, wie auch der Mann nicht verstanden haben, dass es bei der Ehe nicht mehr nur um sie selber geht, sondern darum gemeinsam etwas auf zu bauen, müsste der Namen nebensächlich werden. Echt!

      • Sportpapi sagt:

        Die Kinder haben den Familiennamen. Eben, wie von mir ausgeführt.

    • Natty Kirch sagt:

      mangelnde valable alternativen, leider…

      • Reda El Arbi sagt:

        He, ich bin auch v erheiratet. Für mich war das ein Statement mir selbst gegenüber. Sollte mich daran erinnern, dass ich jetztnur noch begrenzt ein Araschloch sein sollte, weil mir in Liebe Vernundene darunter leiden könnten. Und ich schau mindestens 50 % zu unsren Haustieren.

  • akade sagt:

    ‚Es sind die Typen, die weinen, wenn sie beim Fremdgehen erwischt werden.‘

    Bravo. Diese Art Etikettenschwindel, oft auch unter ‚Charisma‘ und ‚Persönlichkeit‘ auftretend, ist ein sich ständig wiederholendes Problem im Leben gebildeter und selbständiger Frauen…

    • Res Raschle sagt:

      Wie machen’s eigentlich die erwischten Frauen? Weinen die nicht? Und was würde man heute (im Gegensatz zu gestern und morgen) von einer solchen Frau erwarten? Kurz, wie würde sich heute eine so richtig emanzipierte Frau normgemäss beim Erwischtwerden verhalten? (Oder gehen Frauen amänd gar nicht fremd? Wäre natürlich eine tolle Unterstellung für einen Auftritt im Geschlechterdiskurs – nur stimmt sie bekanntlich nicht: Frauen geben, weil die Wahrheit als „für eine Frau unpassend erscheinen würde“, gemäss Befragungen deutlich weniger „Fremdgänge“ an, als tatsächlich auf ihr Konto gehen.)

      • Auguste sagt:

        hmm…, offenbar sind frauen schlau genug den grundsatz zu befolgen: ausser man wird in flagranti erwischt, wird der vorwurf des fremdgehens als unerhörte ungeheuerlichkeit vehement bestritten. in fällen, wo man in flagranti erwischt wird, gilt: kein wort, anziehen und gehen – das bild sagte wahrscheinlich eh schon alles.

        youtube: randy travis – reasons i cheat

      • Beno sagt:

        …wenn man auf SM steht, ist es …ausziehen und gehen,… Guschteli 😀

  • Genderbender sagt:

    Kommt radikales Frauenverstehertum à la R.E.A. (ob’s nun echt oder gespielt ist) bei den Damen eigentlich gut an? Die meisten meiner Bekannten finden’s todlangweilig.

  • Markus sagt:

    nicht deklariertes Kolumnen-Recycling?

    Diesen Text habe ich jedenfalls schon vor ein paar Wochen gelesen?!

  • Daniel C. Spark sagt:

    Wie wahr! Nur stellt sich mir eine Frage: Warum fielen die Frauen auf den traditionellen Macho herein und warum fallen sie auf den neuen Macho herein? Es sollte doch nicht so schwer sein, die eigene Handlungsweise mit den eigenen Ansprüchen in Übereinstimmung zu bringen.
    Ich bin ein glücklicher Familienvater, seit fast 20 Jahren verheiratet. Ein Mann, der es ernst meint mit Gleichberechtigung, der Windeln wechselt und des Nachts am Bett des fiebernden Kindes wacht, ist eben nicht so sexy.
    Dann müsste man sich halt weiblicherseits entscheiden, was man will und dann auch entsprechend handeln

    • Carolina sagt:

      Unsinn, es gibt nicht sexyeres (?) als ein Mann, der es ernst meint mit Gleichberechtigung, so wie von Ihnen beschrieben. Das heisst doch noch lange nicht, dass er seine Männlichkeit und das Anders-als-eine-Frau-sein vor der Tür abgeben muss. Nur weil man seinen Partner als absolut gleichwertig ansieht, heisst das doch nicht, dass man seine Identität aufgeben muss. Beide Partner gehen aber, je nach Lebensumständen, Aenderungen durch, die Beziehung verändert sich – jemand, der auf den Erwartungen beharrt, die er sich vielleicht mal am Anfang der Beziehung gemacht hat, wird immer enttäuscht

      • Carolina sagt:

        /2 werden. Der Macho oder Chauvi, wie ich ihn verstehe, hat nicht die Ausrüstung, es mit einem gleichwertigen Partner und dem, was das Leben so alles mit sich bringt, aufzunehmen – genauso wie eine Frau, die nur den Prinzen sieht und sich einen Mann rosarot zeichnet.

      • Sportpapi sagt:

        „Der Macho oder Chauvi, wie ich ihn verstehe, hat nicht die Ausrüstung, es mit einem gleichwertigen Partner und dem, was das Leben so alles mit sich bringt, aufzunehmen.“ Richtig. Aber diesen Typen gibt es doch auch eher selten, in der Realität. Die meisten Männer die ich kenne meinen es nicht ernst mit der Gleichberechtigung. Sie machen sich gar keine Gedanken darüber. Aber sie packen an, selbstverständlich. Ist Windeln wechseln wirklich noch ein Thema? Und wer aufsteht in der Nacht nicht in erster Linie abhängig von Schlafbedürfnis und Job am Morgen?

      • Carolina sagt:

        Meine Antwort ist ans Ende gerutscht, sorry!

  • Dilek Demirel sagt:

    Hihi, wie wahr, Herr El Arbi. Auch der klassische Frauenversteher gehört in dieselbe Kaste. Am Ende des Tages kommts wirklich nur darauf an, ob jemand sein Herz am rechten Fleck hat und wahrhaftig ist.

  • Viviane sagt:

    Auf den Punkt gebracht! Da schwirren vor meinem geistigen Auge ein paar solcher Tarnkappen-Chauvinisten…
    Schade, dass es nur ein Blog-Eintrag ist – ein Buch zu diesem Thema würde mehr Wellen werfen…

    • Sportpapi sagt:

      Und ich stelle mir gerade vor, wer wohl ein solches Buch lesen würde. Über die könnte man dann wohl ein ebenso lustiges Buch verfassen 🙂

      • Zoe sagt:

        echt sportpapi wieso können sie eine Idee nicht einfach laufen lassen, sich hineinfühlen, mitspinntisieren.

      • Sportpapi sagt:

        Mache ich doch. Ich spinntisiere mit…

  • Ruth sagt:

    Wow. Grossartig auf den Punkt gebracht. Dass dieser Text von einem Mann stammt haut mich um – und gibt mir Hoffnung. Danke Reda.

  • blackball sagt:

    Meine Güte, was für ein seichtes Geschwurbel.

    Lustigerweise lassen sich gleich zwei Vermutungen anstellen:
    1. Hat ein Exemplar dieser Prachtsgattung dem Herrn El Arbi die Frau/Freundin/Lebenspartnerin (oder das männliche Äquivalent dazu)ausgespannt?
    2. Treffen die von Herrn El Arbi aufgeführten Attribute auf ihn selbst zu …?

    Feuer frei …

    • houdini sagt:

      …oder, 3. bläckball fühlt sich erkannt und ertappt und kanzelt deshalb das ganze als „seichtes geschwurbel“ ab…

      könnt ja auch sein, nö?

      • blackball sagt:

        Hui, jetzt haben Sie mich aber ertappt, ne. Keine Angst, so einfach ist es dann doch nicht …

      • houdini sagt:

        tja, leider ist’s das eben meist: so einfach.

      • blackball sagt:

        Vermutlich haben Sie sich doch nur selbst erkannt und schmollen jetzt ein bisserl. Tunse das. Ich wünsche Ihnen viel Spass dabei und einen schönen Tag noch.

        🙂

      • houdini sagt:

        „Sie wissen nicht mal, dass sie die gleichen alten Machos sind, einfach in Hipsterklamotten und mit viel mehr Tränen.“

      • blackball sagt:

        *klick ignore*

  • Dave McWide sagt:

    Die Frauen bekommen die Männer die sie wollen. (es hat Euch niemanden verboten, die Inhaltsangaben zu lesen.)

  • Sutti00 sagt:

    Hab‘ mich köstlich amüsiert, danke! Schön, dass es jemand ausspricht: Coelho IST ein todsicheres Finger-weg-Argument! Hahaaa

  • Natalie Kuster sagt:

    Zur Abwechslung mal ein guter Artikel von R.E.A., Daumen hoch! Da gibt es wenig anzufügen, bis auf eine Sache:
    Dieselben Typen schieben die Schuld für ihre Erektionsprobleme auf uns Frauen! Einfach nur jämmerlich…..

    • Anne sagt:

      …oder kennen ausschliesslich die vaginale Penetration (gerne auch vor dem Spiegel), sind dann 1. erstaunt über unsere Unzufriedenheit und finden 2. wir hätten ein unlösbares Orgasmusproblem (wenn nicht sogar beginnende Frigidität) mit dessen Lösbarkeit sie sich 3. unmöglich auseinandersetzen können… Kläglich…

      • Sportpapi sagt:

        @Anne: Also sind die Männer schuld an Ihrem Orgasmusproblem? Einfach das gleiche mit ungekehrtem Vorzeichen, aber das ist natürlich ganz etwas anderes, oder?

      • Anne sagt:

        ui Sportpapi, Sie fühlen sich aber nicht etwa ertappt????
        aber ich darf Sie beruhigen, das „Problem“ tritt sehr isoliert und immer in direktem Zusammenhang mit Typ „Tarnkappenchauvinist“ auf – Sie verstehen?

      • Anne sagt:

        des Weiteren ist interessant, das das „Problem“ dann auch bei andern Frauen auftritt. Hmmmm…..

      • Sportpapi sagt:

        @Anne: „das “Problem” tritt sehr isoliert und immer in direktem Zusammenhang mit Typ “Tarnkappenchauvinist” auf “ Sie geben sich mit solchen Typen ab?
        Und nein, ich fühle mich eigentlich nicht besonders betroffen. Ich wundere mich nur.

  • Noch eine Perle von Reda!! (Ich fand früher Coelho auch mal super, ich war so einer, ich kreuzige mich. Aber jetzt habe ich mich gefunden. Meine Zukunft lag unter meinem Küchentisch.) Wer es sehr strukturiert liebt, dem empfehle ich das neue Buch von Markus Theunert mit dem Titel «Co-Feminismus». Der Titel schreckt vielleicht etwas zurück, wenn man kein Coelho liest, aber das Buch ist trotzdem oder wegen seiner Abenteuerlichkeit lesenswert.

  • Roshan sagt:

    Schublade auf.
    Stempel drauf und rein damit.
    Schublade zu und weg damit.

    • Roshan sagt:

      Ach ja, und wer es nicht lustig fand, habe wohl den Text nicht verstanden oder zu Ende gelesen.

  • Jacques Tati sagt:

    @Zoe: Eine kleine Teilschuld hat vielleicht auch die Josephine …

    • Zoe sagt:

      jaja das ewige lied des lockendes weibes…

      • Jacques Tati sagt:

        Es wäre immerhin eine Frage wert, ob Napoléon ohne dem lockenden Weib imponieren zu wollen, seine Taten vollbracht hätte. Er hätte es ja auch ruhiger haben können – mit Kumpels herumziehen oder so – und wäre nie auf der tristen Insel Elba gelandet …

      • Genderbender sagt:

        Ich dachte immer, der hätte all das gemacht, weil bei ihm vieles etwas klein geraten war.

      • Jacques Tati sagt:

        @Genderbender :
        Ob wirklich alles zu klein geraten war – weiss wohl Josephine besser – als wir 😉

    • Zoe sagt:

      ja er hätte es gemacht auch ohne josefine, ganz sicher

  • Jacques Tati sagt:

    @Zoe: Weder Mütter noch Frauen allgemein sind daran schuld; dann noch eher Napoléon Bonaparte…

  • Pascal Sutter sagt:

    …visuell auch erkennbar: oben Bart, unten alles rasiert : )

  • Zoe sagt:

    hmm da komme ich doch zu einer meiner lieblingsfragen, sind wir mütter und Frauen daran schuld?

    • Sportpapi sagt:

      Woran?

      • Roshan sagt:

        an besagter Krise, die Du angesprochen hast.

      • Zoe sagt:

        am ausgeprägten Chauvinismus, und rein prophylaktisch mal an allem
        weil, wir Mütter und Frauen erziehen unsere Kinder…

      • Roshan sagt:

        prophylaktische Schuldzuweisung ist gut….hat was.

      • Sportpapi sagt:

        Also, in der Konsequenz: Entweder hat halt all diese (Um-) Erziehung nichts gebracht – die Natur ist stärker. Oder die Mütter sind wirklich selber schuld und erziehen ihre Söhne so. Oder die Väter sind halt an der Erziehung doch auch noch prägend mitbeteiligt. Oder, am wahrscheinlichsten: diese „Chauvis“, die hier beschrieben werden, die gibt es gar nicht so oft. Sondern es handelt sich viel mehr um Klischees und Schublädchen, die klug tönen, aber mit der Realität wenig zu tun haben.

      • gabi sagt:

        Wenn´s nur schon mehr als zwei Schublädchen sind, wird´s ja schon etwas anspruchsvoller.

        … Als mit diesem endlos öden „Frauen“ vs. „Männer“

        Wie banal. Wie anspruchslos. Wie denkfaul.

  • Zoe sagt:

    und

    Von der Frauenbewegung wurde in den 1970er Jahren der Begriff male chauvinism (englisch für „männlicher Chauvinismus“) geprägt. Er bezeichnet patriarchalisch geprägte bzw. sich so verhaltende Männer, die glauben, allein aufgrund ihres Geschlechts einen Überlegenheitsanspruch über Frauen herleiten zu können (siehe auch Machismus). Reiner Frauenhass wird als Misogynie bezeichnet. Androzentrismus dagegen bezeichnet eine gesellschaftlich/überindividuell praktizierte Denk-, Sicht- und Orientierungsweise (z. B. von Institutionen), nach der eine Überlegenheit von Männlichkeit nicht direkt behauptet, sondern eine männlichkeitsorientierte Perspektive unhinterfragt in den Mittelpunkt gestellt wird. Das gesellschaftlich dem „Weiblichen“ Zugeschriebene wird hingegen als Abweichung vom vermeintlich Normalen aufgefasst, bis dieses somit – ähnlich wie bei anderen Zentrismen – erst indirekt, verdeckt und schließlich auch praktisch zu etwas Unterlegenem wird.[2]

  • Zoe sagt:

    aus wiki , was bedeutet Chauvinismus :

    Das Wort leitet sich vom Namen des legendären, übertrieben patriotischen Rekruten Nicolas Chauvin her, der in der Armee von Napoléon Bonaparte gedient haben soll[1] und 17-mal verwundet worden sei. Sein übersteigerter Idealismus wurde in der Figur Nicolas Chauvin im französischen Lustspiel La Cocarde tricolore (1831, Paris) der Brüder Cogniard verewigt und in zahlreichen Vaudevilles karikiert, wodurch der Begriff des Chauvinismus geboren wurde.

  • Irgendeine sagt:

    All das Beschriebene ist immer mal wieder diffus in meinem Kopf herumgeschwirrt, ohne dass ich es für mich selbst hätte auf den Punkt bringen können. Super beobachtet und genial geschrieben.

  • Jacques Tati sagt:

    Für alle lässt sich immer so gut eine Schublade finden 😉 (wie in der Werbung).
    Aber, für was denn das alles ?
    Zum Glück bin ich schon zu alt – für solche Zeitgeistereien …

  • Sonja sagt:

    Haha! So ist es, super beschrieben. Und witzig 🙂 Da ich ja eine kluge Frau bin, erkenne ich die Typen daran, wie auch oben steht: wenn sie einer klugen Frau so witzig ironisch vor anderen über den Mund fahren und sie nicht mit ihrer Intelligenz „strahlen“ lassen, dann, Mädels, haut ab! 🙂

  • juhee sagt:

    griiiiinnnns. wie wahr!!!

  • PlainCitizen sagt:

    Ich möchte den Mann sehen, der Probleme hat, weil seine Frau mehr verdient. Er hat doch höchstens das Problem, dass seine Frau damit ein Problem hat, dass er weniger verdient, und ihm das Problem unterschiebt.

    • Philipp Rittermann sagt:

      hier! es ist wichtig, dass der mann mehr verdient um sich seinen (angestammten) platz in der hierarchie zu sichern.

      • irene feldmann sagt:

        OMG….instinkt sollte sich mit verstand planen, führt zur verbesserung der zukunft………..

  • Auguste sagt:

    hmm…, schön gezeichnetes bild. das grösste problem mit diesen typen ist, dass sie nicht mehr organisch gewachse machos sind, sondern die summe dubioser äusserer einflüsse geworden sind – zeitgeistopfer, die auch noch zu nahe am wasser gebaut haben.

    à popo, wenn ihnen eine frau einen coelho reicht mit den worten „…musst du unbedingt lesen!“ reicht – was gar nicht so selten vorkommt – denken sie sich schon mal einen plan aus, wie sie im morgengrauen dort unbemerkt wegkommen könnten.

    youtube: dwight yoakam – i’ll be gone

    • Philipp Rittermann sagt:

      *wieher* „à popo“ ist wohl ein für sie symptomatischer freudscher!“ 🙂 und bezüglich „i’ll be gone“ würde ich sie nur zugern beim wort nehmen.

    • Rahel sagt:

      Kein Coelho-Fan? 🙂

    • Carolina sagt:

      ‚organisch gewachsener Macho‘ – hmmm, Auguste, interessantes Bild! Unter so einem stelle ich mir so einen Manta-Typen mit Goldkettchen auf haariger Brust vor (wenn wir schon beim Klischee sind) – und die galten schon in meiner Jugend als Lachnummer, egal, wie gewachsen. Da bin ich doch froh, dass die Mehrheit der Männer eher Ecken und Kanten haben, zu ihrer Männlichkeit stehen können und nicht entweder herumgrunzen (Macho alter Schule) oder nur herumheulen, um dann bei Bedarf doch wieder den alten M herauszuholen…..

  • Dave sagt:

    Nun, ich habe genug Kolleginnen um zu wissen, dass „wirklich kluge, selbstständige Frauen solche Idioten“ einfach vergöttern.
    Frauen wollen das Dominante, nicht Gleichberechtigung bis zum exzess. Die meisten Frauen (und auch Männer) verwechseln eben auch Egoismuss mit Dominanz und Führungsqualtät. Die meisten Menschen lächzen nach Führung in der Beziehung und im Leben allgemein. Wenn dann so ein Ego/Macho kommt und sagt wo es lang geht finden sie das toll. Das er die Führung nur übernimmt weil er seine, und nur seine Ziele erreichen will bleibt verborgen bis es zu spät ist….

    • Widerspenstige sagt:

      Interessante Überlegungen, Dave….ob Du Dich da nicht irrst in diesen ‚wirklich klugen, selbständigen Frauen‘ aus Deinem Umfeld? Sind diese das wirklich oder kriechst Du ihnen auf den Leim? Und dann noch diesen haarsträubenden Pluralismus ‚Frauen wollen das Dominante, nicht Gleichberechtigung bis zum Exzess…‘ Ach ja? Doch dann kommt etwas mit Substanz in Deinen Sätzen – zu guter letzt…

      Merke Dave: es gibt einfach keine ‚Frauen wollen das….‘ ok?! Es sollte heissen: ‚Es gibt Frauen welche….‘ Alles klar? Gut.

      • Sportpapi sagt:

        Verstanden. Und es gibt auch keine „Tarnkappen-Chauvinisten“. Sondern nur Männer, die… Alles klar?

      • Widerspenstige sagt:

        Bist Du Dave, Sportpaps? Dann sag das doch gleich…

      • Sportpapi sagt:

        Ah, du bist in einem intimen Dialog in einem separaten Raum? Dann mach doch die Türen zu!

      • irene feldmann sagt:

        sportpapi, warum den so gereizt heute????

      • Sportpapi sagt:

        Ich, Irene?

      • Dave sagt:

        Wenn man über ein allgemeines Thema schreibt, hält man seine Wortwahl auch allgemein. Ohne immer für alle Eventualitäten, mögliche und unmöglichen Ausnahmen und Spezialfälle ein Nebensatzt zu machen. Ich vertraue immer darauf das ein Leser fähig ist sich seinen Teil zu denken. Ich erwarte auch von einem durschnittlich intelligenten Leser das er versteht das eine Veralgemeinerung in Bezug auf Menschen auf keinen Fall auf alle Menschen zutreffen kann. Sportpapi bin ich übrigens nicht…

    • irene feldmann sagt:

      SP so kommst jedenfalls rüber……….

    • irene feldmann sagt:

      dave, SIE haben so recht………….

  • Frank Baum sagt:

    Männer sind von Natur aus Machos. Die meisten fahren am besten, wenn sie sich offen so geben wie sie sind. Das falsche Getue, das hier angeklagt wird, stammt doch nur daher, dass sich die Feministinnen ausdenken, wie Männlein und Weiblein sein sollen auch wenn sie nicht so sind. Einige finden das modern, versuchen es und finden dann heraus, dass es ihnen halt schlicht nicht entspricht. Anstatt sich über die falschen Machos zu ärgern oder über die Frauen, die eben auch Frau sein wollen, sollte man sich fragen, warum man sich von den Feministinnen die Verhaltensweise diktieren lassen soll.

    • Auguste sagt:

      hmm…, come on frank, das fazit ist doch lahm. einer meiner hillbilly-lieblinge hat das schon mal viel amüsanter und treffender populär-philosophisch ausgedrückt: „…es geht auf der welt nicht darum, wer die hosen anhat, sondern wer den rock trägt…“. von feministinnen hat er aber nichts gesungen – vielleicht weil das eine unsinnige einschränkung und verkennung der realitäten wäre?

      youtube: brad paisley – the pants

    • Blitz Blank sagt:

      @Frank Baum
      „Männer sind von Natur aus Machos.“

      Was meinen Sie mit „von Natur aus“?

    • Philipp Rittermann sagt:

      herr baum – meine rede, bravo!

    • Frank Baum sagt:

      @Blitz Blank: „Von Natur aus“ bedeutet als Veralnlagung. Die Leute ticken so. Die meisten Verhaltensweisen sind letztlich genetisch bedingt. Da gibt es dann eben auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

      • Anh Toan sagt:

        @Frank Baum: Das wir nicht einfach unseren natürlichen Trieben folgen, nennen wir Erziehung, Zivilisation oder Kultur.

        Mani Matter nennts Hemmungen:

        was unterscheidet d’mönsche vom schimpans
        s’isch nid die glatti hut, dr fählend schwanz*
        nid dass mir schlächter d’böim ufchöme, nei
        dass mir hemmige hei
        me stell sech d’manne vor, wenns anders wär
        und s’chäm es hübsches meiteli derhär
        jitz luege mir doch höchstens chly uf d’bei
        wil mir hemmige hei
        Was unterscheidet d’Mänsche vom Schimpans

  • Ralf Müller sagt:

    Den Aufruf zu einer Straftat kann ich gar nicht goutieren. Mal abgesehen davon das es extrem sexistisch ist, oder würden sie einem Mann auch sagen er soll seine Frau verprügeln wenn sie sich nicht so benimmt wie es ihnen beliebt? Das ist einfach nur widerlich so etwas zu schreiben! Sie sollten sich schämen.

  • Genderbender sagt:

    ‚Haut zu‘!
    Wirklich?
    Man stelle sich vor, jemand würde dies den Männern raten….

    • Sportpapi sagt:

      Ach. War doch nur lustig gemeint… Recht haben Sie!

    • irene feldmann sagt:

      passiert des öftern, ….

      • Sportpapi sagt:

        ???

      • irene feldmann sagt:

        das männer frauen HAUEN oder frauen männer…….wo leben sie den??? der punkt ist einfach, sich das nicht gefallen zu lassen, weder er noch sie…….ich bin fürs überfahren…………ahahhahaaaaaaaaa, ist sauberer………..jooooooo sportpapi, ein bisschen humor wäre wirklich angebracht……please…..nothing is so terrible horrible, okay???

      • Roshan sagt:

        Sie haben Humor, irene? dass ich nicht lache.

      • irene feldmann sagt:

        roshan:: gesundheit geht über alles…….humor gehört dazu……….

      • Roshan sagt:

        dann gute Besserung. mir geht es blendend.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe durchaus Humor. Ich finde das einfach nicht lustig.

      • Frank Baum sagt:

        Es ist eine Selbstverständlichkeit der Feministinnen, Gewalt gegen Frauen zu verteufeln und zu Gewalt gegen Männer aufzurufen. Der Irrsinn wird dann als Humor verkauft. Das sagen die meisetn auch, die ihre Frauen schlagen: „es war ja nicht so gemeint…“

      • Genderbender sagt:

        Es hat schon Einzug in den Mainstream gehalten. In einer Migros-Werbung darf eine Frau ohne weiteres ihrem Mann eine schmieren. Das ist dann lustig (oder das, was Werbefritzen dafür halten). Wären die Rollen vertauscht, hätte eine Horde aufgebrachter Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter die Werbefritzen und die Leitung der Migros auf dem Marktplatz gepfählt und gevierteilt.

      • irene feldmann sagt:

        schlagen ist scheisse, das stimmt!!! nur das es immer noch passiert, das stimmt auch. prozentuall werden mehr frauen als männer geschlagen weil männer ANSCHEINEND körperlicher sind und frauen VERBALER……welches von beiden METHODEN brutaler ist, das lass ich EUCH ENTSCHEIDEN¨¨!!!!!

  • soswald sagt:

    musste ganz fest schmunzeln … Mein Mann wirft mir all ab und zu vor, das Leben mit einem „Huscheli“ für ihn viel einfacher wäre als mit einer selbstständigen Frau mit eigenen Ideen. Da hab ich einen ganzen Tag „Huscheli“ gespielt. Er kleppte bereits nach der ersten 1/2h an der Decke. Die Kinder haben sich kaputt gelacht und das Spiel mitgemacht (sie sind erst 7 & 9!).

  • Minet André sagt:

    Was soll diese Aufforderung zur Gewalt? Gleichzeitig ein Artikel über häusliche Gewalt… ist es herzig oder cool, wenn die Frauen zuschlagen? Und dann noch ein Mann (?) der dazu auffordert.
    Der Tagi enttäuscht immer mehr. Lest ihr das Zeug das eure SchreiberInnen da auf die Leser loslassen? Bitte jetzt nicht ; war doch nur lustig gemeint.

  • Sportpapi sagt:

    Weshalb muss eigentlich immer wieder, was an anderer Stelle kaum Reaktionen ausgelöst hat, hier noch einmal aufgewärmt werden? http://www.clack.ch/ressort/artikel/frau/5094/der_tarnkappen_macho
    Ausserdem: Irgendwann sollte doch dieser Reda auch wieder mal aus seiner Krise herauskommen…

    • Levin sagt:

      Danke Sportpapi für diesen Hinweis!
      Ich habe den Artikel eigentlich sehr gut gefunden, nun zu sehen, dass es einfach Copy/Paste in einen anderen Blog verschoben wurde, enttäuscht mich schon ein wenig.

    • Martin Frey sagt:

      Besten Dank Sportpapi für den Hinweis. Meine Güte ist das peinlich. Guttenberg und Schavan lassen grüssen, auch wenn El Arbi nur sich selbst abgeschrieben hat. Eine ganz schwache Nummer, Hr. El Arbi. Wollen Sie sich dazu äussern?

    • Widerspenstige sagt:

      Aus welcher Krise meinst Du, Sportpaps?

      btw. es bestimmt die Redaktion des jeweiligen Blogs, welcher Artikel wo u wann erscheinen soll und weniger die Bloggenden selber 😉

      • Sportpapi sagt:

        „Es bestimmt die Redaktion des jeweiligen Blogs, welcher Artikel wo u wann erscheinen soll und weniger die Bloggenden selber.“ Stimmt. Und die Bloggenden entscheiden, wie sie das bewerten und welchen Kommentar sie dazu schreiben. Zum anderen: Ich hoffe für Reda, dass diese Befindlichkeiten, die er hier äusserst, nur Ausdruck einer momentanen Krise sind, und nicht ein Dauerzustand. Irgendwie scheint es doch immer, er müsse mit Abwerten von anderen Typen sich selbst in etwas besserem Licht erstrahlen lassen. Schade, wenn er das nötig hat.

    • Reto B. sagt:

      Ich hab den Artikel schon bei Clack nicht gut gefunden, aber Reda oder der Mamablog Redaktion nun vorzuwerfen, Blogs zu recyclieren sei daneben, finde ich nun etwas gar hart. Das passiert ja nicht zum ersten mal, und ist auch ziemlich gang und gäbe.

      • Sportpapi sagt:

        Ich werfe ja nicht das recyclieren vor. Das kommt immer wieder vor. Aber diesen Text?

  • Philipp Rittermann sagt:

    ist leider so. den original macho von früher gibt es leider (fast) nicht mehr; wie auch – er wird heute nicht mehr estimiert. heute sind beschriebene spezies keine machos mehr, sondern windige und anpassungsfähige egomanen mit mehreren gesichtern. auch klar, dass da keine identität mehr besteht.
    ich betrachte mich als macho der alten schule – ist unpopulär, aber ehrlich.

  • Faserland sagt:

    Ausgezeichnet auf den Punkt gebracht!!

    Solche Typen nerven eben auch andere Typen, die sehen was abgeht. Vor allem nervt die (passende) Frau an seiner Seite, die stolz auf ihren Softie-Macho ist, weil ein bisschen „maskulin“ er ja schon sein sollte.. Pfff!

  • Valerie sagt:

    Lieber Réda
    Sie haben recht, irren sich aber im Zeitpunkt des Erscheinens. Schon in den Siebzigerjahren trat dieses nette männliche Exemplar vermehrt auf, es trug damals lila Latzhose; wir nannten es Softy. Der wahre Opportunist ist wandelbar und passt sich sehr gut dem herrschenden Zeitgeist an.

  • Carl sagt:

    Immer noch besser als die Baby-Boomer, denen in Gesellschaft dauernd von Ihrer Hausfrau über den Mund gefahren wird und die so Sätze sagen wie: „Zuhause hat meine Frau die Hosen an“. Und sich deswegen nicht mal schämen.
    Igittigitt. Dann doch lieber Chauvinist.

  • Rydigär sagt:

    Wirklich lustig und klug und zynisch! Und dieser Kutscher passt da doch voll rein. Ist er etwa besser als Sheen (und ich meine nicht als Onkel Charlie!)? Was allerdings auffällt: Männer kommen in diesen Blogs ausnahmslos als Deppen weg, Frauen als Heilige. Da kann durchaus noch etwas frauenkritischer geschrieben werden.

  • diva sagt:

    das absolute gegenstück zur vielzitierten karrierefrau, die job und familie «unter einen hut» bringt. sie trägt eine ebenso raffinierte tarnkappe und mancher merkt es erst, wenn er schon in der falle sitzt.

  • gabi sagt:

    Coelho. Hihi…. Genau.

  • mili sagt:

    Sehr gut recherchiert, danke!

  • Flöru Hofstetter sagt:

    Bravo – mein Tag hat gut begonnen!:-)

  • irene feldmann sagt:

    fantastischer morgen reda, danke!!!!!!!!!!!!!!!(das gelächter wird mich den ganzen tag begleiten)

  • Christian Roth sagt:

    Mitten ins Schwarze!

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