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Jeanette Kuster am Sonntag den 18. November 2012

Toben bis zum Umfallen

Mamablog

Hat sich ein Kleinkind erst mal in einen Tobsuchtsanfall hineingesteigert, ist es kaum mehr zu beruhigen: Ein Mädchen wälzt sich am Boden. (Foto: Flickr/ Daniel Hughes)

Die Krise begann vor dem Nuggi-Regal: Meine Tochter verliebte sich Hals über Kopf in ein pinkes Exemplar. Und brach kurz darauf in einen Tobsuchtsanfall aus, weil Mama ihr das Ding nicht kaufen wollte.

Ich versuchte es anfangs noch mit Logik und erklärte meiner Kleinen, dass sie Nuggis bekanntlich nicht mag, noch nie gemocht hat, und wir deshalb keinen für sie kaufen, sie sich aber stattdessen eine Trinkflasche aussuchen dürfe – schliesslich sollte sie nicht leer ausgehen, wenn der kleine Bruder gleichzeitig einen neuen Trinkbecher bekam. Doch sie liess nicht mehr mit sich diskutieren, ja meine Argumente schienen sie eher noch wütender zu machen, anstatt sie zu besänftigen. Also beschloss ich, das Reden sein zu lassen und stattdessen zu handeln: Ich schob den Einkaufswagen, in dem sie an dem Tag ausnahms- und glücklicherweise sass, vom Nuggi-Regal weg zur Kasse. Doch mit jedem Meter Entfernung wurde ihr Geschrei noch lauter, sie fing an, um sich zu schlagen und sich immer heftiger in ihre Wut und Enttäuschung hineinzusteigern.

Natürlich mussten wir an der Kasse auch noch anstehen, so dass der Laden gefühlte drei Stunden lang mit dem Gekreische meines Mädchens beschallt wurde und sich immer mehr Augen auf uns richteten. Und nach dem Bezahlen schnell davonschleichen ging an diesem Tag auch nicht: Der Veloanhänger stand draussen vor der Türe, ich war mit Einkaufstasche und Baby beladen und darauf angewiesen, dass die Grosse selber hinausmarschiert. Doch die hatte ganz Anderes im Sinn. Sie klammerte sich an meine Beine wie ein junges Äffchen und warf den Rest ihres Körpers schreiend zu Boden, so dass ich mich nicht mehr von der Stelle rühren konnte.

Und da wars soweit, die erste Kundin kam auf mich zu und – nein, hielt mir nicht etwa einen Vortrag über richtige Erziehung, sondern bot an, mir zu helfen, indem sie das tobende Mädchen hinausträgt. Ich lehnte dankbar ab, aus Angst, meine Tochter könnte der älteren Dame am Ende noch weh tun mit ihrem Gekicke. Kaum war die erste weg, steuerte die zweite Frau auf mich zu: Um mir zu gratulieren. Und sie meinte es nicht etwa ironisch, sondern sagte ganz ernsthaft, dass sie das richtig gut finde, dass ich trotz anhaltendem «täubele» so ruhig bliebe. Tatsächlich war ich zu meiner eigenen Überraschung während des ganzen Anfalls die Ruhe selbst – bis zu dem Augenblick, als ein älterer Mann sich bemüssigt fühlte, mir Erziehungstipps zu geben und mir vorzuwerfen, ich würde mein armes Kind nicht ernst nehmen. Da bin ich für einen kurzen Moment aus dem Tritt geraten, weil ich mich angegriffen gefühlt habe, und habe als Folge prompt meine Tochter angefahren, es jetzt endlich gut sein zu lassen – was natürlich überhaupt nichts gebracht hat, im Gegenteil. Glücklicherweise kam direkt danach eine dritte Dame an, die meine Tochter mit Weintrauben abzulenken versuchte und zu mir verständnisvoll sagte, es würden doch alle Mütter mal in eine solche Situation geraten.

Die drei Frauen haben es tatsächlich geschafft, dass ich trotz Riesentheater mit einem Lächeln im Gesicht nachhause geradelt bin, nachdem sich meine Tochter irgendwann doch noch beruhigt hatte – oder zu erschöpft war, um weiterzutoben. Natürlich sollte man sein Glück nicht von Mitmenschen abhängig machen und selbstbewusst genug sein, sich nicht von Vorwürfen und Erziehungsratschlägen Fremder aus dem Konzept bringen zu lassen. Befindet man sich aber in einer Extremsituation – und als solche würde ich einen nicht mehr enden wollenden Tobsuchtsanfall in der Öffentlichkeit durchaus bezeichnen –, sind es eben genau diese kleinen Sticheleien, die dazu führen, dass man die Kontrolle verliert über sich selber, über das Kind und somit über die ganze Situation. Womit niemandem gedient ist. Der Verhaltenstipp fürs Publikum ist folglich klar: Unterstützung anbieten oder Klappe halten.

Doch was soll man als Mutter oder Vater tun, damit der Trotzanfall gar nicht erst so ausartet? Oder sich sogar ganz vermeiden lässt? Ich habe mich nach dem Aussetzer meiner Tochter etwas schlau gemacht und folgende Tipps gefunden:

  • Das Kind nicht für seinen Wutanfall belohnen.
    Will heissen: Nie, nie, nie nachgeben, auch wenn die Situation noch so unangenehm ist. Hat das Kind nämlich erst einmal erkannt, dass es sich zum Ziel schreien kann, wird es das immer wieder tun.
  • Das Kind nicht bestrafen.
    Auch eine Strafe ist eine (negative) Form der Aufmerksamkeit. Will das Kind diese erlangen und wird prompt bestraft, tobt es also beim nächsten Anlass wieder genau so.
  • Sich in das Kindes einfühlen.
    Zeigen Sie dem Kind, dass Sie seine Gefühle verstehen. Tun Sie ein Problem nicht als unwichtig ab, denn für das Kind hat es in dem Moment eine grosse Bedeutung.
  • Positives Verhalten loben.
    Indem Sie Ihr Kind für positive Verhaltensweisen loben, verstärken sie diese. Kinder wollen Ihre Eltern nicht etwa bewusst ärgern, sondern ihnen gefallen.
  • Das Kind selber machen lassen.
    Lassen Sie Ihr Kind so viel wie nur möglich selber machen (Jacke anziehen, Türe öffnen etc) und loben Sie es dafür. Das gibt ihm Selbstvertrauen. Oft sind Kleinkinder nämlich genau deswegen frustriert: Weil sie noch nicht so selbständig agieren können, wie sie gerne möchten.
  • Das Kind in eine Pause schicken.
    Dreht das Kind völlig durch, schicken Sie es mit ruhigen Worten für eine kurze Pause in sein Zimmer. Die Auszeit sollte nicht mehr Minuten dauern, als das Kind Jahre alt ist; ein Dreijähriges sollte also maximal drei Minuten pausieren. Für unterwegs kann man ein Codewort abmachen, das dem Kind symbolisiert, dass nun der Moment gekommen wäre, sich wieder zu beruhigen.
  • Über den Vorfall reden.
    Ist wieder Ruhe eingekehrt, können Sie mit dem Kind über den Tobsuchtsanfall reden. Machen Sie ihm aber keine Vorwürfe für sein Verhalten, sondern fragen Sie es vielmehr nach den Gründen.
  • Ein Vorbild sein.
    Achten Sie darauf, selber auch nicht herumzuschreien, wenn sie verärgert sind. Kinder spiegeln das Verhalten Ihrer Eltern.
  • Die Wut kanalisieren.
    Zeigen Sie dem Kind, dass man seine Wut auch gezielt rauslassen kann. Zum Beispiel, indem man einige Male in die Matratze boxt. Das tut niemandem weh, dem Wütenden aber gut.
  • Ruhig bleiben.
    «Ruhe bewahren» lautet die Grundregel, wenn das Kind ausrastet. Atmen Sie ruhig durch und sprechen Sie Ihre ersten Gedanken nicht aus, sondern denken Sie sie nur. Denn meist kommt als Erstreaktion ein Vorwurf über Ihre Lippen, den Sie später vermutlich bereuen.
  • Die Ausbrüche nicht nur negativ bewerten.
    Fällt das ruhig bleiben schwer, denken Sie an Folgendes: Laut Autorin Naomi Aldort («Von der Erziehung zur Einfühlung») ist ein Wutanfall «eine wirksame Methode, um angestaute heftige Gefühle auszudrücken, insofern ist er also ein Heilungsprozess».

Haben Sie noch andere Tipps? Dann tragen Sie sie bitte unten ein – alle Kleinkindeltern werden Ihnen dafür dankbar sein.

202 Kommentare zu „Toben bis zum Umfallen“

  1. Sina Meier sagt:

    Im September hat mich meine Hostmum auf die Isle of Wight in ihren Urlaub eingelanden, mit dabei, ihr Mann und ihre 3 jährige Enkeltochter. Es hat 4 Stunden gedauert bis ich nahe an einer Krise war. Die Kleine ist zwar gerne Pommes Chips aber Früchte, Fehlanzeige, die Kleine trinkt kein Wasser denn es gibt ja Fruit Shoots, unggefähr so “fruchtig” sind wie Fanta. Wenn sie was will, bekommt sie es sofort und wenn nicht, dann spätestens nach einem “Yes, but…”, die Kleine kennt keine Grenzen und das ist wirklich schlimm, denn dann wird sie diese später auch nicht kennen.

  2. Sina Meier sagt:

    Sie hat bei mir in der Ferienwohnung auf dem Bett rumgehüpft, wenn das zusammenkracht, wo schlafe ich? Mehrmals habe ich gesagt, dass gehe nicht und sie kam mit ihrem “Yes, but I want to show you something (ja aber ich möchte dir was zeigen), habe ihr gesagt, es gibt kein Yes but und habe sie kurzerhand aus dem Zimmer spediert, da hat sie gemerkt, das funktioniert bei mir nicht. Den Satz bedeutet übersetzt eigentlich: ich weiss, dass ich was nicht darf aber mit einem yes but wische ich das vom Tisch, dass ich das nicht darf, zumindest bei ihren Grosseltern die sie aufziehen.

  3. Sina Meier sagt:

    Täubelen kann die auch ganz gut aber darum gehts nicht. Vor nem Jahr war die Kleine noch so lieb. Jetzt fängt sie an n kleines Göhr zu sein, nicht schlimm, jedes Kind testet seine (Gross)eltern aber ich befürchte, dass wenn sie keine Grenzen kennenlernt, mit 16 genug von den kleinsten Vorschriften hat, denkt wie viele GB Teenager, da lass ich mich lieber von nem Typen schwängern, so zahlt mir das Council Wohnung+Lebensunterhalt, um nach der Geburt zu merken, jetzt kann ich auch nicht Party machen, sondern muss auf mein Kind aufpassen und ohne Ausbildung ist man nur Unterschicht…

    • Fiona sagt:

      Das ist eine Äusserst oberflächliche beschreibung von GB Teenagern und finde ich sogar leicht anstössig! Täubelen kann jedes Kind unabhänging von Nationalität! Und ich glaube das ein schlecht erzogenes Schweizer kind genau so denken kann wie eines aus GB, Das Sozialamt oder das Council ist am ende das selbe nur das bei uns die schwangeren Teenager nach der Geburt eine Ausbildung bezahlt kriegen und die in England nicht.

  4. myra sagt:

    Ich kann mich an einen Tobsuchtsanfall erinnern, den ich als Kind mal hatte. Ich muss etwa 3 oder 4 Jahre alt gewesen sein. Meine Eltern und ich wurden zu meiner Tante und meinem Onkel über die Weihnachtstage eingeladen. Während die “Erwachsenen” für sich etwas unternahmen, nahm mich meine Tante mit meinen zwei Cousins und meiner Cousine mit zum Weihnachtseinkauf. Das lief dann wie folgt: meine Cousins und Cousine durften sich im Laden irgendein (!) Spielzeug aussuchen, Preis spielt keine Rolle und so, während ich leer ausging. Da bin ich im Laden völlig durchgetickt.

  5. myra sagt:

    ich denke ich hab mich da einfach total benachteiligt gefühlt (war dann auch toll, unterm Weihnachtsbaum.. hab nen Lexikon von meinem Onkel bekommen, während mein Cousin sein neues ferngesteuertes Auto durch die Wohnung sausen liess.) Das ist ein extremes Beispiel, aber manchmal haben Kinder eine recht ausgeprägte Vorstellung von “Gerechtigkeit”. Was bei der kleinen Tochter einer Freundin fast immer hilft, ist zu erklären, dass man ja selber auch kein extra kriegt. Oder einfach mit ihr reden und sie dabei an den auffälligen Regalen vorbeischleusen.

  6. PlainCitizen sagt:

    Ich muss immer schmunzeln, so ein Kind Terror macht. Und ich hoffe immer, dass die Mutter durchhält. Das Kind muss halt lernen, dass Tobsucht und Geschrei einfach verpuffen. Das einzige, was ich so einem Kind gerne sagen würde: “Lauter! Lauter! Das ist doch viel zu leise, kannst du nicht mehr?” ;-)

    • gabi sagt:

      tue ich (wir sind drüben ja mit Ohrfeigen und Fuditätsch beschäftigt) übrigens genau so. Bzw. tat ich.

      Müssen Sie nicht oft. Am Anfang der Entwicklung aber sehr gut. Verbunden mit dem Klarmachen, dass es nix bringen wird, dass ich mich für oder gegen etwas entschieden habe, dass ihm nicht passt und dass es dennoch dabei bleibt.

      (könnte man übrigens ebenfalls als “erniedrigend” werten, Mila!)

  7. Rolf sagt:

    Ich habe meinem 14 Monatigen Sohn eigentlich schon recht gut vermitteln können, dass wenn ich etwas von ihm erwarte, dass ich es auch ruhig, aber bestimmt durchsetze. Damit hat er sich arrangiert, das kann aber jederzeit wieder ändern, es bleibt spannend :-) Andererseits erhält er auch dickes und klares Lob, wenn etwas gut und lieb gemacht wurde.

  8. AyLo sagt:

    Bei einem Vortrag an der Schule meiner Tochter hat der zuständige Sozialarbeiter folgende Geschichte erzählt: Er ist mal mit seiner jüngsten Tochter- damals ca. 4 Jahre alt – einkaufen gegangen. Bei der Kasse – am “kinderfreundlichen” Regal – hat die Tochter Schokolade entdeckt und wollte diese auch sofort haben. Auf sein NEIN hin fing’ der Tobsuchtsanfall inkl. auf den Boden schmeissen an. Er ist ganz ruhig geblieben und hat sich neben seine Tochter auf den Boden gelegt und auch geschrien…:) Die Tochter fand das so was von peinlich, dass ihr Anfall umgehend vorbei war..

  9. Fachpersonen können helfen

    In der ersten Zeit mit einem Kind kommen viele Eltern immer wieder an ihre Grenzen. Das liegt häufig auch daran, dass man viel zu wenig schläft und sich in den ersten Lebensmonaten des Kindes nicht ausreichend erholen kann. Wenn Sie sich erschöpft und verzweifelt fühlen, suchen Sie rechtzeitig das Gespräch mit einer Fachperson, zum Beispiel mit der Mütterberaterin, dem Kinderarzt, der Kinderärztin, oder wenden Sie sich an die Beratung des Eltern Club Schweiz.

  10. Paparadies sagt:

    Ich konnte “Kindergequengel” schon immer schlecht ertragen. Bin bei meinem Sohn deshalb schon von klein auf eine klare “Strategie” gefahren: Bei Trauer oder Schmerzen war (und ist) Weinen jederzeit erlaubt. Falls er jedoch etwas von mir wollte, war die Antwort bei dem ersten Ansatz von Geschrei IMMER Nein. Er hat sehr früh gelernt, dass er mich von seinem Anliegen überzeugen muss. Manchmal gelang ihm dies / manchmal nicht. Habe deshalb die klassische “Migrosnummer” nie erlebt.

  11. Paparadies sagt:

    Andererseits habe ich jetzt einen 11jährigen mit ausgezeichneter Verhandlungskompetenz zuhause für den ein Nein grundsätzlich eine Verhandlungsbasis darstellt – was auch ziemlich mühsam sein kann :-)

  12. Die Zeiten haben sich geändert und Jugendliche werden häufig immer brutaler. Ob in einer Beziehung oder nicht. Falls man betroffen ist, ist die Angst sich zu melden aber oft zu gross. Aber es ist unabdingbar Hilfe zu suchen. Hilfe kriegt man anonym bei Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 (http://www.147.ch/Telefon-147.37.0.html). Aber auch andere Täter müssen sich bewusst werden, was sie mit ihrer Gewalt anrichten. Auch sie brauchen Hilfe!

  13. Ursula Jungo sagt:

    Das Trotzen nach einem Nein beim Einkaufen,kam nur einmal vor.Ich habe meine Kinder nicht mehr mit in den Laden genommen,begannen sie herumzutrotzen.Diese Massnahme hal bestens!Die Diskussion kam zu Hause,da hatten wir Zeit und konnten uns sehr gut ausreden die Kinder und ich.

  14. alice-gurini sagt:

    Erziehung ist keine Kindesmisshandlung !das ist die LEHRE dess Lebens und wehr das begreift kann Kinder Ohne Schläge Erziehen denn Man sollte Erwachsen sein und nicht auf Kinder Niveu !ich kenne Junge Ehepaare die machen das Wunderbar und Zwei ältere 43 Jahre Alte Eltern die haben recht mühe die Nerven zu behalten ! also es kommt nicht nur aufs Alter an !aber mal Die Kinder Abgeben an die Freunde und das Wochenende ohne Kits Geniiiiiiiiiiissen das tut auch gut und einfach Dureschnufe ! das hilft Gewaltig ! !Alice

  15. Susanna Haller sagt:

    Die Ruhe behalten, ist manchmal gar nicht einfach – am meisten half bei uns, das Kind früh genug so in den Arm und nahe an mich zu nehmen, dass es mir und sich nicht weh tun konnte – die Wärme und Nähe und mein Herzschlag half –
    Unsere Söhne sind erwachsen – auch wir kannten solche Momente. Ausserhalb des Hauses, beim Einkaufen – und natürlich auch daheim. Meistens war der Urgrund, dass ich selber in irgend einer Weise unter Zeitdruck stand. Genug Zeit einplanen und gezielt einkaufen und nicht zuviel über Aussuchen sprechen – die Kinder sind meisten von den Reizen überfordert. Viel Glück!

  16. Elisabeth Brunner sagt:

    Liebe Eltern mit Kinder im Trotzalter

    habt gute Nerven, nehmt es gelassen und lasst euch immer wieder etwas Neues einfallen,um eure Tobenden abzulenken.Denkt daran, es kommt nur noch schlimmer,wenn sie in der Pubertät sind.Da verbarrikadieren sie sich unter Toben im Zimmer, schieben die Kommode vor die Türe und verunmöglichen, dass die ganze Familie die Grosseltern besucht, um einen Geburtstag zu feiern. Ein Elternteil muss dann zu Hause bleiben,damit das Haus nicht abgefackelt wird. Heraus kommen sie erst, wenn Hunger und Durst zu gross sind. Fürs nächste mal wird dann ein Vorrat angeleg….

  17. Maite Brem sagt:

    Meine Kinder sind Erwachsen und auch ich habe total schlimme Minuten erlebt bis mir meine Mutter einen sehr wirkunksvollen Tipp gab. Meine kleine Beatrice tobte und schreite wieder einmal ganz fürchterlich und lag am Boden und nichts, aber auch gar nichts konnte sie von Ihrem Benehmen abhalten. Ich nahm also ein kleines Glas kaltes Wasser und “schüttete” dies auf ihr Gesicht. Sie hörte sofort mit schreien auf, schaute um sich, stand auf und war wieder fröhlich wie vorher. Das Beste ist aber, ich musste diese Kaltdusche nur einmal anwenden, diese Trotz/Schreizustände erlebt ich nie wieder.

  18. Monika Zumbühl sagt:

    Es tut gut, von anderen Müttern zu lesen, die ebenfalls in der Öffentlichkeit trotzende Kinder haben. Eine Kleinkinderzieherin gab mir folgende Tipps:
    - Nicht zusätzlich Energie in die Situation hineinpumpen, das aussergewöhnliche Verhalten so gut wie möglich ignorieren,
    - klare Anweisungen geben, wenn etwas getan werden muss (z.B. Mütze anziehen)
    - Alternativen anbieten (kannst Du selber machen oder ich mache es)
    Die Situation ist unangenehm genug und alle Eltern sind den Aussenstehenden DANKBAR, wenn sie Hilfe und Verständnis anbieten oder ansonsten die Situation möglichst ignorieren.

  19. Sabine sagt:

    Ich sage nur. JESPER JUUL

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