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Mamablog-Redaktion am Freitag den 21. September 2012

Prostitution sollte verboten werden

Eine Carte Blanche von Bettina Weber.

Prostituierte am Sihlquai in Zürich, April 2010. (Foto: Keystone)

Bei der Prostitution handelt es sich um den Kauf eines Körpers und damit um Leibeigenschaft auf Zeit. Man hat sich irgendwann darauf geeinigt, dass Leibeigenschaft mit der Menschenwürde unvereinbar sei. Bezüglich Frauen gilt das nicht. Weil hey, Prostitution gabs schon immer, Männer haben halt Bedürfnisse und überhaupt, was tut ihr so verklemmt, ist doch einfach ein Deal, Sex gegen Geld.

Tatsächlich? Die Vorstellung, die eigene Gattin, Schwester, Mutter hätte ein Dutzend Mal am Tag Sex mit wildfremden, keuchenden Männern, wäre für all jene, die sich gerne so wahnsinnig aufgeschlossen geben, unerträglich. Und doch finden dieselben Kreise, dass es den anderen, den Frauen ohne Namen und Geschichte, zumutbar ist, wenn die ausschliesslich «dazu» da sind. Wobei «dazu» – und man muss gar nicht erst ein politisch korrektes Wort bemühen – heisst: zum Ficken. Sie sind eine Ware, und auf dem Markt, auf dem sie sich präsentieren, ist die Welt noch in Ordnung, das Machtgefüge noch intakt: Die Frau bietet sich an und ist willig, der Mann zahlt und befiehlt.

Der Umgang mit der Prostitution widerspiegelt die Stellung der Geschlechter in einer Gesellschaft fadengerade. Deshalb werden Frauen als «Nutte» beschimpft, Männer aber nicht als «Freier». Deshalb finanziert die Stadt Zürich die Rahmenbedingungen für die Freunde des anonymen Sex. Deshalb wird in Kauf genommen, dass es ganze Quartiere gibt, die für die weibliche Hälfte der Steuerzahler nachts zum Sperrgebiet werden.

Solange das so ist, kann man sich das Gerede von Gleichberechtigung sparen. Es kann sie nicht geben in einem Staat, der die Prostitution erlaubt, ja gar offiziell sanktioniert. Weil sie herzige Theorie bleibt, wenn Männer in der Realität ganz selbstverständlich Frauen kaufen können.

Was meinen Sie?

weber150x150Bettina Weber ist Gesellschaftsredaktorin des «Tages-Anzeigers». Dieser Text erschien erstmals am 17. September im «Tages-Anzeiger».

1,392 Kommentare zu „Prostitution sollte verboten werden“

  1. Karl sagt:

    Wir müssen soziale Bedingungen schaffen, in denen keine Frau zur Prostitution gezwungen werden kann. Und das mit Nachdruck! Prostitution zu verbieten ist aber der völlig falsche Weg: 1) Prostitution wird es immer geben 2) Sie wird durch Prohibition in die Illegalität gedrängt 3)Das führt zu viel gefährlicheren Bedingungen für die Frauen 4)Eine ohnehin bedenkliche Entwicklung zu immer mehr Kontrolle, Überwachung und Verbot wird verstärkt.

    • Karl sagt:

      Sie haben Recht. Eine interessante Überlegung. Der Staat knickt ein vor den Verbrechern (Dealern, Menschenhändlern, Zuhältern) und kriminalisiert dafür die BürgerInnen.

  2. Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

    Eine Freundin von mir hat sich während Ihrer Ausbildung auch Prostituirt. Als sie die Ausbildung beendet hatte, ist sie weit weg gezogen, aber leider nicht weit genug. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut und war glücklich bis ein Exkunde sie verraten und alles zerstört hat. Nun, sie hat ihrem Leben das keines mehr war ein Ende gesetzt. Keine Ahnung warum ich das schreibe; wer interessiert sich schon für das Leben einer Hure? Was ist das Leben einer Hure wert? NICHTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Gabi sagt:

      Beim Lesen überkommt mich sehr wohl eine Ahnung.

      Aber eher ne Ahnung, dass hier – wieder mal – jemand unter anderem Nick schreibt, die sonst unter anderem Namen mit tut.

      Was für ein Klischee:

      “Was ist das Leben einer Hure wert? NICHTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”

      Blödsinn.

      Kommt ja wohl auf die Hure an; auf den individuellen Menschen HINTER dem Klischee; Auf die Frage nach Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte.

      Ohne all das und ohne ein Einbringen in die Gesellschaft, kann das Leben eines Pöstlers, einer Näherin oder eines CEO ebensowenig “NICHTS!!!!!!!!!” wert sein.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Sie war 31

      • Gabi sagt:

        Ah.

        Ja.

        Das sagt natürlich alles.

        Jetzt ist alles klar.

        – Schlechte Welt!

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        DAS sagt natürlich alles.

        Sich darüber noch lustig zu machen, hätte ich nicht von Ihnen gedacht…………………..

      • alien sagt:

        Gabi, ich lese etwas ganz anderes aus diesem Statement: Schmerz. Jemand, der so etwas erlebt hat, ist wohl noch für einige Zeit nicht zu einer differenzierten Betrachtung fähig.

        Dass Du aber Dich über jemanden lächerlich machen musst, der einen Verlust zu verkraften hat, ist sogar für einen wie Dich absolut unter jeder Sau. Wenn Du es nicht glaubst, was sie schrieb, so BEHALTE ES FÜR DICH!!!

        Mann, ist das ein Idiot. Sagenhaft untauglich als Mensch. Dass es solche Pflöcke noch gibt. Unglaublich.

      • Gabi sagt:

        Das irgendwie nichts Konkreteres mehr von Ihnen kommt, habe ich dagegen sehr wohl erwartet.

        Nachdem Sie sich offenbar irgendwie, alleine auf Basis des Hinweises “bis ein Exkunde sie verraten und alles zerstört hat” (womit sich der Exkunde also selber – an wen? – verraten musste???) allgemeinen Mitleids Gewiss schienen, doichte mich das sehr, sehr naheliegend.

      • Gabi sagt:

        alien: Wenn Sie jeweils dasselbe aus Statements lesen würden wie ich, dann hätten Sie ja auch nicht so einen krummen Gang.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Kann nicht mehr darüber schreiben, weil man mich an meiner Schreibweise sehr wohl erkennen könnte.

        Ja, der Schmerz ist tief. Ich versuchte sie zu halten, aber ich habe es nicht geschafft.

      • Gabi sagt:

        … Aber wir diskutieren über Stigmatisierung, die offenbar von der – bösen männlichen – Gesellschaft ausgeht, die am schlechten Ruf schuld sei.

        Und Sie DESHALB in der Anonymität des Internet bereits dafür einen anderen Nick wählen? Weil man Sie sonst erkennen würde?

        Was soll ich sagen?

        - Und sorry, zur Story selber: In dieser Kürze finde ich das sehr, sehr seltsam:

        An wen verraten? Für wen daraufhin ne Katastrophe? Von wem wie verraten ohne selber auf zu fliegen?

      • alien sagt:

        Ist das irgendwie wichtig? Du kannst Dir hier problemlos unschöne Szenarien ausmalen. Irgendeins davon könnte stimmen, aber es kommt jetzt nicht drauf an, welches.

      • alien sagt:

        Abgesehen davon könnte man schon jetzt auf die Idee kommen wer diese “Freundin einer toten Ex-Prostituirten” sein könnte. Werft mal die intelligente Mustererkennung an. Aber lasst uns bitte NICHT teilhaben an Euren Resultaten.

      • Gabi sagt:

        Jesses Gott, alien.

        Gibt es eigentlich irgend etwas Offensichtliches, das Sie nicht einfach nur rausposaunen können?

        Sie verwechseln das glaub jeweils wirklich mit dem, was Sie sich an Intellekt zu schreiben.

        Es wär schön, wenn Sie nach ein paar Monaten hier drin mal etwas Substanzielles, was Neues, was Bedenkenswertes, das noch nicht in Neon allen in die Augen blendet, einbringen könnten.

      • alien sagt:

        Tu ich. Achtung: Gabi ist ein 1A-Arschloch.

        Sorry, nicht mal so einen Satz kriege ich original hin, dieser Ansicht sind ausser Gabi so ungefähr alle hier. Ich bin ein Nachahmer, ein eeelendiglicher.

      • Gabi sagt:

        Na? Alienklein?

        Wieder mal den Schublädler rausbrüllen müssen?

        Aber nein… Sind ja eigentlich ganz anders.

        Wie kommt man nur drauf? Warum bloss?

        Wo doch eigentlich “ungefähr alle hier…”

        Ich weiss wirklich nicht, ob ich an Ihrer Stelle diese drei Worte auch nur laut anzudenken wagen würde, wenn man sich in einem Blog schon bis zum Verkehrswert einer Briefmarke herunter gedient hat.

      • mila sagt:

        So, und jetzt reicht es wirklich, weil ab hier sind die Positionen unvereinbar.

      • alien sagt:

        Verkehrswert einer Briefmarke? Puahaha, lustiges Bild, wahrhaftig.

        Nee, gewisse Leute öh mögen mich und gewisse andere Leute hassen mich nicht. Hier. Schetaun schetaun.

      • alien sagt:

        Eine Flatrate ist ja genau ein Mindestpreis. Allerdings auch gleich ein Höchstpreis. Ob das schlecht ist oder nicht, das entscheidet die Höhe des Preises, denke ich. Wenn es heisst “all you can fuck” kostet CHF 1000, dann ist eine Flatrate nicht so schlecht, oder?

        Wie so oft im Leben lautet die Antwort “it depends”.

      • pixel sagt:

        alien: “Wenn es heisst “all you can fuck” kostet CHF 1000, dann ist eine Flatrate nicht so schlecht, oder?”
        Jetzt haben Sie einen Gedanken angetriggert, den man lieber nicht fertig denken möchte. Dennoch, denke ich ihn fertig bedeutet es mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit: Noch mehr P.

        - jetzt mal schnell weg -

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Stigma und blosstellen: genou wäge so Lüüt wie em Ruedi und em Theo hätt sii ’s nöd gschafft u so Lüüt wie ehr sid no Stouz drüüf. O eehr siit sicher so heilig u heit im ganze Lääbe nor met einere Frou Sex ghaa, gäu? Iihre Maa isch ou so eine gsii wien Eehr. Need Prostituirti sött mer stigmatisiere sondern söttigs Pack wie Öi.

      • alien sagt:

        “nicht so schlecht” heisst “nicht ausnützerisch”. Bei einem typischen Mann heisst “all you can fuck” eine Stunde, dann ist erstmal Schluss. Und ein Stundenlohn von 1000 Franken halte ich für nicht so grundübel.

      • Pixel sagt:

        Jaja, Alien ich habe Sie schon verstanden. Was ich sagen wollte: bei diesem Stundensatz könnte noch der einen oder anderen Dame mehr einfallen, dass es ein lukratives Geschäft ist. Da ist in ungefähr dieselbe Psychologie dahinter wie in “ein unmoralisches Angebot”. Irgendwann ist eine moralische Schmerzgrenze zugunsten des materiellen Gegenwertes gebrochen.

    • Ruedi sagt:

      Was kümmert die Emanzen die vielen Männer die sich Täglich bei Gefährlichen Arbeiten Verletzen und um’s Leben kommen.
      Viele Männer setzen Täglich ihr Leben und Körperliche Unversehrtheit auf’s spiel, 40 Jahre lang bis zur Rente für denn Broterwerb, von Frau und Kinder, müssen viele schmerzen ertragen und erreichen das Rentenalter oft nicht oder sind im Alter Körperliche Wracks.
      Frauen erwarten wie selbstverständlich von den Männern das sie sich für sie Beruflich Prostituieren, damit sie ein sorgenfreies und leichtes Leben führen können. Haben Frauen Mitleid mit denn Männern?
      Frauen möchten Quoten haben aber nur da wo sie Profitieren können, die Gefährliche und schweißtreibende Drecksarbeit überlassen die Emanzen gerne den Männern. Emanzen sind jammernde Rosinenpicker!

      Was ist das Leben eines Arbeiter’s für eine Emanze wert? – nicht’s?

      • alien sagt:

        Ach Ruedi, obwohl der Inhalt Deines Textes sicher bedenkenswert ist, bist Du gesellschaftspolitisch in den 1960er-Jahren stehen geblieben. Heute arbeiten auch Frauen in körperlich aufreibenden Tätigkeiten, ausserdem haben wir die SUVA, welche sehr erfolgreich die grössere Sicherheit der hiesigen Arbeitsplätze gefördert hat. Es gibt heute viel weniger Arbeitskrüppel als früher.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        - sie kannten ihre Namen nicht
        - Treffen fanden immer in Hotels statt
        - Freundin nach Abschluss der Ausbildung nach ZH gezogen
        - Freundin geheiratet und Kinder bekommen
        - Freier gesch in ZH
        - Freier läuft Freundin mit Ehemann über den Weg
        - Freier steckt Ehemann
        - Ehemann verlässt Freundin
        - Ehemann steckt Freunden
        - Freundin bricht zusammen
        - Freundin geht auf der Eisenbahnspur spazieren
        - sie ruft mich an
        - ich sage, sie soll weg von da
        - sie geht nicht weg

        Sind das genug Einzelheiten für Sie Herr Gabriel?

      • Ruedi sagt:

        Oje Alien, mach mal die Augen auf. Im Bauhauptgewerbe oder Schwerindustrie findest du keine Frauen bevor die da arbeiten würden, Prostituieren die sie sich lieber freiwillig. Gehe mal bsw. einen Monat als Akkord -Maurer, -Schaler, -Eisenleger oder -Gerüstbauer arbeiten dann weißt Du was ich meine! Jeden Tag sein Leben riskieren und Tonnenweise Material bewegen für Broterwerb und die Gesellschaft. Die Monopol-Versicherung SUVA kannst Du vergessen die schauen in erster Linie nur dafür dass ihre Kasse stimmt, und suchen nach Ausreden wenn sie Leistungen bezahlen müssen. Bei Arbeitssicherheit drückt die SUVA bei Risikoberufen beide Augen zu, weil es ohne Risiko gar nicht geht. Laut SUVA darf ein Arbeiter nicht mehr als 30kg heben, sag das mal einem Gerüstbauer der lacht dich aus! Der steht bei Regen, Schnee, Wind, Kälte, Hitze auf einer 60cm breiten Lauffläche in schwankender Höhe ohne Sicherung! Der ganze Renovationsstaub der auf den Laufbelägen liegt atmet er bei der Demontage ein, folgen Staublunge und vieles andere mehr durch die harte Arbeit – wie wär’s da mit einer Frauenquote? – Denkste Pustekuchen! Da gibt es sicher einige die sich auch lieber auf einer Matratze bedienen lassen würden für Geld.

      • alien sagt:

        Das war genau eines meiner Szenarien. Ich musste es nicht wissen.

      • Pixel sagt:

        An die Freundin: das ist alles wirklich schlimm was da und in welcher Abfolge passiert ist. Und Sie dürfen im Moment werten und verachten. Vielleicht verstehen Sie aber irgendwann einmal auch – und das will ich mir in erster Linie für Sie selbst wünschen – dass bei solchen traurigen Vorfällen ganz oft der Typ Mensch, die Lebenssituation und die dadurch entstehende Eigendynamik massgebend (um nicht zu sagen ausschließlich) dafür verantwortlich zu machen ist.

      • Sportpapi sagt:

        Bei dieser schlimmen Geschichte geht es aber eher weniger um die Prostitution an sich. Sondern um einen Deppen von Ex-Kunden, einen verachtenswerten Ehemann, Freunde, die keine sind. Und eine Frau, die nicht die Kraft hat, das durchzustehen.

      • alien sagt:

        Richtig, Sportpapi.

      • Pixel sagt:

        Perfekt Sp! Danke! Dass was ich in Watte gepackt habe, haben Sie sehr treffend auf den Punkt gebracht.

      • Ruedi sagt:

        Ach Alien, meine Antwort hat sich an der netten Freischaltung die Buchstaben eingeklemmt, vielleicht waren es zu viele, oder wurden von mir falsch zusammen gesetzt.

      • Katharina sagt:

        “Und eine Frau, die nicht die Kraft hat, das durchzustehen.” – ist genau die Tragik. Stigmatisierung kann soweit gehen, dass das Opfer wegen des emotionalen Sturmes nur diesen Weg sieht. Und wegen der Stigmatisierung und der damit verbundenen Ausgrenzung fehlen die Ansprechpartner, um einen Ausweg aus der Verzweiflung zu finden. Es ist also nicht so, dass sie einfach nicht die innere Kraft besass, sondern die innere Kraft keinen Widerhall mehr fand.

      • Ruedi sagt:

        1/2) Oje Alien, mach mal die Augen auf. Im Bauhauptgewerbe oder Schwerindustrie findest du keine Frauen bevor die da arbeiten würden, Prostituieren die sie sich lieber freiwillig. Gehe mal bsw. einen Monat als Akkord -Maurer, -Schaler, -Eisenleger oder -Gerüstbauer arbeiten dann weißt Du was ich meine! Jeden Tag sein Leben riskieren und Tonnenweise Material bewegen für Broterwerb und die Gesellschaft. Die Monopol-Versicherung SUVA kannst Du vergessen die schauen in erster Linie nur dafür dass ihre Kasse stimmt, und suchen nach Ausreden wenn sie Leistungen bezahlen müssen.

      • Ruedi sagt:

        2/2) Bei Arbeitssicherheit drückt die SUVA bei Risikoberufen beide Augen zu, weil es ohne Risiko gar nicht geht. Laut SUVA darf ein Arbeiter nicht mehr als 30kg heben, sag das mal einem Gerüstbauer der lacht dich aus! Der steht bei Regen, Schnee, Wind, Kälte, Hitze auf einer 60cm breiten Lauffläche in schwankender Höhe ohne Sicherung! Der ganze Renovationsstaub der auf den Laufbelägen liegt atmet er bei der Demontage ein, folgen Staublunge und vieles andere mehr durch die harte Arbeit – wie wär’s da mit einer Frauenquote? – Denkste Pustekuchen!

      • alien sagt:

        Bauhauptgewerbe? Was ist denn das? Sorry… Aber wenn Du einfach Maurer meinst, ich kenne eine ziemlich sexy Maurerin.

      • Gabi sagt:

        Tragisch.

        Aber wie Vorbloger schon erwähnt haben: Geht´s hier in erster Linie um Prostitution?

        Ich persönlich glaube, trotz allem Eni, nicht daran, dass in der heutigen Zeit jemand keinen Partner mehr finden sollte, wenn man sich mal das Studium so mitfinanziert hat.

        War das die richtige Wahl?
        Hätte man dem Ehemann ev. vorher schon mal ein paar Andeutungen machen sollen?
        Beweist es, dass eine Stigmatisierung (welche der Vater und Ehemann offenbar fürchtete… Oder ev. kam er bloss nicht mit dem Verheimlichen klar?) bloss von Männern ausgeht?
        Vielleicht stand´s auch aus andren Gründen

      • Gabi sagt:

        nicht zum Besten um die Beziehung?

        Und zu dem Vollidioten von Freier:

        Der steht nun für alle Freier, oder was?

        Vollidioten, die in ihrer Unbedachtheit Schlimmes anrichten können, gibt´s wie Sand am Meer (ich fürchte, da müssen Sie
        nicht mal aus dem MB raus).

        Ja. Ich weiss das alles nicht genau – wie denn, aus den hingeworfenen Schlagworten?!)

        Aber als kurzes Schlaglicht zum Thema Legalisieren oder nicht, scheint mir die Geschichte, so schlimm sie für Angehörige und Familie auch sein mag, schlicht und einfach ungeeignet.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Häb eifach emau di Schnorre Ruedi. Mini Fründin hät i de obere Priisklass agschafft u ihre Schiissmaa hät ou än handwärkliche Bruef. O wänn er ihre hät geseit, wien är sie tüet verachte, so verachtet die Dräcksou nöd ds Gäud wo sie hät verdient dremit und wonnt i de 300 m2 Hütte wo sie hät verdient mit däm, wo sie zwüsche dr Bei hät gha.

      • Gabi sagt:

        Womit wir auf Pippi zurückgreifend einfach rundweg bestreiten könnten, dass so eine Geschichte überhaupt möglich ist… Verdienen ja alle nix und sind alles nur Opfer; freiwillig macht das ja sowieso niemand.

        Nicht böse werden: Ich bin geneigt, das zu glauben.

        Ich kann dennoch nicht nach vollziehen, wieso – wenn man auch noch ein Kind hat (und das würde auch bei einer Ex-Prosituierten, Emmanzen sei dank, nicht leichtfertig dem Mann zugeschlagen – Suizid eine Lösung nach schlechter Partnerwahl sein muss.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Härr Gabriel s isch nöd freiwüig gsii, wäänt sie vo dr Äutere wäret de Leer isch uff d ‘Schtross gschtäut worde u kei angere Wäg het gwüsst. Nu will sie en uu schööni Frou isch gsii, isch sii nöd ihr Gosse glandet bi de Billigwar. Ihr aui heit kee Ahnig vo was d ehr rede tüet.

      • Katharina sagt:

        Freundin, I know exactly what you mean.

      • Gabi sagt:

        Wie könnten wir auch?
        Kenn ja die Geschichte nur in diesen wenigen Satzfetzen von Ihnen! (find das CH-Deutsch übr. sehr mühsam zu lesen)

        Genau so, wie Sie, aufgrund dieser Geschichte nicht die Natur der gesamten Prostitution durchschauen.

        Sie scheinen aber aufgrund dieser Erfahrung zu einer Meinung gekommen zu sein.

        Ich aufgrund von eigenen Erfahrungen zu einer anderen.

      • Gabi sagt:

        Na… Was für ein Betthupferl.

        Gute Nacht.

      • Fistik sagt:

        Freundin einer toten Ex-Prostituirten…warum hat deine Freundin keine Soz.hilfe angefragt ?

      • Fistik sagt:

        …aber das ist nicht etwa aus …Der Besenbinder von Rychiswyl, …von Jeremias Gotthelf ?

      • Katharina sagt:

        Ich bitte, dass hier die Würde von Freundin nicht angetastet wird. Was sie schreibt, soll uns immerhin daran erinnern wie weit das ganze gehen kann. Ich kann ihr gut nachempfinden.

      • Fistik sagt:

        Katharina

        Ok…aber die “Freundin einer toten Ex.Pr. ) verschweigt meiner Meinung nach auch ein Haufen Information, wo Betreffende auch andere Wege hätte wählen können. Sie war ein Sozialfall und dies würde ich jetzt mal nicht generell mit der Prostiution als konsequenz sehen.

      • Katharina sagt:

        siehst Du denn nicht dass eine Liebesbeziehung bestand? Es ist manchmal nicht so einfach. Und coming out kann sehr schwer sein. wie gesagt, ich kann es sehr gut nachempfinden. dieses ganze entwürdigende mobbing und lächerlich machen, das so einschüchternd sein kann, dass sie keinen anderen weg mehr sieht, die innere Kraft die keinen Widerhall fand.

        warum denkst du rief sie in ihren letzten Momenten diejenige an sie die liebte? Und jene wusste wahrscheinlich erst dann, dass sie sie liebte.

      • Pixel sagt:

        Kath: wenn das alles so ist, dann sind da aber noch einige Themen mehr da drin verborgen und mit massgebend grössererem Fokus, als dasjenige der Prostitution….

      • Fistik sagt:

        …der Fall ist sicher tragisch; nur, aus dem Unterbauch begreifen und gleichzeitig die Fakten nicht sehen wollen, wie es soweit kam..ist Gluggeren-Mentalität

      • Ruedi sagt:

        Wenn die Geschichte wahr wäre was ich wie Gabi bezweifle, (Silbermond) dann tut mir der Mann leid. Denn die Frau hat ihn von Anfang an angelogen. Auf Lügen lässt sich aber keine seriöse Beziehung aufbauen, das ist der Fehler der Frau und nicht vom Mann. Das die Freundin als Dirne gearbeitet hat, war Ihre Entscheidung, sowie der Suizid auch Ihre Entscheidung war. Einige Blog-Schreiberinnen verhalten sich wie Frauen in einer Beziehung. Wenn sie mit Argumenten nicht mehr weiterkommen, versuchen sie die Mitleidsnummer und werden Emotional, versuchen auf die Tränendrüsen zu drücken. Wenn das auch nicht weiterhilft in der Beziehung, ist die nächste Reaktion Trotzen und Schmollen.

      • Katharina sagt:

        Es besagt nur wohin das Elend in der Prostitution führen kann. besagt auch das viele Prostituierte nur in einer Frauenbeziehung so etwas wie Nähe erfahren können, ohne dass sie wirklich so sind. und ja, es hat genau mit Prostitution als Ursache für diese Entgleisung zu tun. So sehr ich gegen ein absolutes Verbot bin, so sehr sehe ich aber auch die elend traurigen Aspekte der erzwungenen Prostitution. sei diese strukturell erzwungen oder aus Armut und direkter Zuhälterei. Es hat insbesondere mit Doppelmoral zu tun. in dem eine, die einen neuen Weg suchte, auf dem Bahngleis endet.

      • Katharina sagt:

        Stigma und Ächtung.

      • Gabi sagt:

        Jetzt geht´s aber ab mit dem Interpretieren:

        Nein, ich habe nicht Silbermond gemeint (sonst käm in der Story bestimmt auch ein böser Zuhälter oder Schlepper vor, ganz abgesehen davon, dass Pippi komplette Falschidentitäten vorgibt, was etwas kompett Anderes ist, als klar zu sagen, nicht am Schreibstil erkannt werden zu wollen) und will sie auch prinzipiell nicht als unmöglich abtun, NACHDEM ich etwas mehr als die schlagzeilenmässige Verkürzung von ihr gelesen habe.

        Die Interpretation, die sie aus dem tragischen Ereignis gelesen haben will, ist für mich schräg (jep; zB. Sozialhilfefrage)

      • Gabi sagt:

        Und die nächste Interpretation, die ich sehr bezweifle, ist diejenige Katharinas:

        Wo gibt es hier den geringsten Hinweis, dass es eine LIebensbeziehung zw. den beiden Frauen gab?

        Da scheint mir etwas sehr persönliche Färbung und Vorstellung rein zu spielen: Eine – platonische – Freundschaft kann auch unter Gleichgeschlechtlichen sehr tief gehen und muss nicht nur als “Wahre Liebe gibt es nur unter…” und quasi gegen das andere (böse!) Geschlecht gerichtet sein.

        Wissend, dass auch ich interpretiere (logo: bei den Mini-Infos) riecht mir das dennoch nach Interpretitis.

      • pixel sagt:

        Ich selbst wäre nun jetzt auch nie drauf gekommen, dass es sich letztlich um die Liebe von zwei Frauen untereinander handelt….Aber egal. Angenommen, Katharinas Annahme wäre richtig. Es werden hier eh Themen angesprochen, die NICHTS mit P zu tun haben. Richtig ist, dass P zuvorderst ein GESELLSCHAFTLICHES Thema ist (”Stigma und Ächtung”). Genau das ist aber letzlich für mich der Beweis und Grund, dass ein Verbot Gegenteiliges bewirken würde, anstelle davon, es – wie damals mit der Homosexualität – in die Gesellschaft aufzunehmen und alte Denkstrukturen aufzubrechen um Akzeptanz zu schaffen.

      • pixel sagt:

        Zudem zeigt dieser Fall deutlich auf, dass es sich eben ganz oft und entgegen den Darlegungen einiger Damen hier nicht um Menschenhandel und unfreiwillige Tätigkeit handelt. Diese Frau hat sich bewusst und zeitbegrenzt dafür entschieden. Leider ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein oder die Stärke zu haben, in solchen Fällen dagegenzuhalten. Alles weitere ist eigentlich eine unglückliche Abfolge von Gegebenheiten und deren Verstrickungen die alle aber komplett irrelevant und somit bestandslos sind.

      • Sportpapi sagt:

        Katharina hat da schon eine sehr eigenartige Sichtweise. Wäre es so, hätte die Geschichte wohl anders geendet. Mich erinnert das ganze an “Geschichten aus dem Wienerwald”. Möchte hier nicht urteilen. Aber es gibt einige Punkte, in denen es ganz anders hätte laufen können. Müssen.

      • mila sagt:

        “Leider ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein oder die Stärke zu haben, in solchen Fällen dagegenzuhalten.” – Ach Pixel, als ob man das im Vorfeld jeweils so genau weiss… Ihr technokratischer Blick vernebelt mehr, als er klarstellt. Konkret: Prostitution und insbesondere die Konsequenzen sind keine ‘Kopfsache’, deswegen ist es müssig, sie rational ananlysieren zu wollen.

        Ihre Fragen habe ich meines Wissens über den Threadverlauf hinweg beantwortet, ausser derjenigen nach dem persönlichen Kontakt, diesen gab es nicht. Dafür unzählige Reportagen pro/contra Prostitution – über die Jahre.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Keine Kopfsache? Sie meinen Stigma und Ächtung seien naturgegeben. Weil die Menschen halt das so empfinden und gar nicht anders können, als sich so zu äussern, so zu reagieren?

      • mila sagt:

        Aber Sie bilden sich Ihre Meinungen zu derartigen Sachverhalten sicher jeweils vor Ort, und zwar in allen heranzuziehenden Segmenten…

        Wie auch immer: ich denke die Fronten sind klar (und hinsichtlich der Verbotsfrage unversöhnlich), damit kann ich es von meiner Seite aus belassen – zumal ich heute genug anderes um die Ohren habe. Vielleicht nur noch eins: ich gehe an die Thematik mittlerweile nicht mehr mit dem Verstand ran, sondern mit dem (uj, wie rückständig!) Herzen.

      • mila sagt:

        @Sportpapi: ?

        Ich habe mich sehr deutlich gegen die Stigmatisierung/Ächtung von Prostituierten gestellt, gerade weil ich Prostitution nicht mehr ausschliesslich durch eine akademisch überformte Brille sehe…

        Wer davon ausgeht, dass diese Frauen/Männer im Vorfeld mehrheitlich wissen, worauf sie sich da genau einlassen, blendet die gesamte emotionale Komponente aus – die man in ihrer ganzen Dimension wohl erst in der ‘Praxis’ (d.h. am eigenen Leib) erfährt. Und überhaupt: dieses Dogma des ach-so-selbstbestimmten Individuums – I don’t buy it.

      • Sportpapi sagt:

        “Dieses Dogma des ach-so-selbstbestimmten Individuums – I don’t buy it.” Was ist denn die Alternative? Wem geben Sie die Schuld für alle wichtigen Entscheidungen in Ihrem Leben? Haben Sie denn immer alle Konsequenzen durchdacht, oder gehen Sie davon aus, dass man vor Fehlentscheiden immer bewahrt werden sollte, notfalls mit der Macht des Gesetzes? Welche weisen Menschen sollen denn aus dem Bauch heraus – oder mit dem Herzen – für alle anderen entscheiden dürfen? Nein, Freiheit heist auch, Fehler begehen zu dürfen. Und wir sollten helfen, die Folgen etwas abzufedern (”Stigma udn Ächtung”…).

      • mila sagt:

        Bei Phänomenen mit massiv zerstörerischem Potential wie Drogenhandel und Prostitution bin ich deshalb für gesellschaftliche Regulierung. Wie die Regulierung aussehen soll, ist – hier wiederhole ich mich gerne – eine Frage des demokratischen Mehrheitsentscheids. Und ja, ich halte unsere Nachbarn im Norden in dieser Frage für weitaus fortschrittlicher als uns, die wir uns, liberal wie wir sind, mit Verrichtungsboxen Sand in die Augen streuen.

      • Sportpapi sagt:

        Mit Verrichtungsboxen Sand in die Augen streuen? Was war das Motiv, Verrichtungsboxen zu bauen? Sicher nicht Förderung der Prostitution, oder? Und: das ist der von Ihnen gewünschte demokratische Entscheid.

      • mila sagt:

        Sportpapi, natürlich hat ein jeder Recht auf seine ‘freie’ Entscheidung – weshalb also nicht die Drogen (und zwar nicht nur Cannabis) legalisieren? Mir ist es lieber, die Hemmschwellen/Einstiegsmöglichkeiten für solche Verhaltensweisen sind derart hoch gesetzt, dass sie für den einen oder die andere eine Schutzfunktion ausüben. Aber auch dann wird man niemanden von seinem ‘Glück’ abhalten können, nur muss ich mir nicht vorwerfen, dass ich mit meiner demokratischen Stimme ein zutiefst menschenverachtendes Geschäft unterstütze. Alles klar nun? ;)

      • Gabi sagt:

        Na, zumindest in Bezug darauf, dass uns Sand in die Augen gestreut wird, sind wir uns einig.

        Bloss nicht, welches Vorgehen in diesem Bild für den Sand steht.

        Und gegen Regulierung ist hier wohl niemand.

        Allerdings weiss ich nicht, ob das Wort “Regulierung” für ein simples Verbot überhaupt angebracht ist.

        Ich wünsche es all den Selbstbestimmten jedenfalls, dass sie es in Würde bleiben können und nicht in der Illgegalität unter die Fuchtel von Kriminellen kommen müssen, um sich das heuchlersiche Schulterklopfen der Moralisten ansehen zu müssnen, die ihren Zuhältern zu arbeiten.

      • mila sagt:

        Die Verrichtungsboxen sind die scheinheilige Verlagerung des Problems aus dem bürgerlichen Blickfeld, nicht mehr und nicht weniger. Den Mut, zumindest (!) den Strassenstrich zu verbieten, hat man nicht, aber man will – bitte schön – nicht mit den negativen Begleiterscheinungen behelligt werden. Also sperrt man die Betroffenen wie Vieh in einen Container. Unheimlich progressiv, das.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Bei den Drogen haben wir einen vernünftigen, pragmatischen Weg gefunden. Der repressive Weg war ja genauso wenig zielführend wie das Laissez-faire. Bei der Prostitution scheint mir das ähnlich. Wobei ich da bezüglich gesundheitlicher Gefährdung schon noch ein paar Unterschiede sehe. Und, nebenbei, niemandem käme es in den Sinn, den Konsumenten zu verhaften, den Dealer aber straffrei ausgehen zu lassen. Da müssten wir auch noch über unser Opferbild einmal nachdenken. Aber bitte, wenn es ihr Gewissen erleichtert, “richtig” abzustimmen, auch wenn es zu mehr Schaden führt. Bitte.

      • mila sagt:

        Gabi, genau das wollte man für die Prostituierten in Deutschland auch, indem man einen legalen (’humanen’) Rahmen für Prostitution schuf – und was ist geschehen?

        Ich bleibe dabei: wie auch immer man dieses ‘Geschäft’ abzufedern versucht, es wird immer zu viele geben, die dabei seelisch/körperlich auf der Strecke bleiben. Deswegen von meiner Seite ein klares Nein nach schw.edischer Vorgabe, die das Freiertum kriminalisiert, und nicht die Prostitution. Und so sehr Sie auch ob dieser Absurdität staunen mögen, Sportpapi: die Regelung hat sich in der Praxis nachhaltig bewährt.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Und ob ein Verbot Mut erfordert, weiss ich nicht. Das geht ja eigentlich ruckzuck. Vielleicht ist man da einfach etwas realistischer und hängt nicht Wunschträumen nach. Und eben – es geht um den “Schutz” der Bevölkerung, nicht um die Förderung der Prositution. Wenn schon, um ihre Kanalisierung. Mit einem Ja haben Sie keineswegs für Prostitution gestimmt, sondern nur dafür, dieses Problem nicht zu verleugnen.

      • Gabi sagt:

        …sofern man gewillt ist, nur der einen Seite Glauben zu schenken und alle anderen Aussagen geflissentlich ignoriert.

        - Auch eine Lösung.

        Hoffentlich nicht meine.

      • mila sagt:

        Mit bewährt meine ich nicht zuletzt : heute stehen 80% der Schw.eden hinter ‘ihrem’ Gesetz.

      • Sportpapi sagt:

        “Die Regelung hat sich in der Praxis nachhaltig bewährt.” Wie kommen Sie darauf? Und: Unrecht bleibt es trotzdem. Und eröffnet Tür und Tor für neue Missbräuche.

      • mila sagt:

        Sportpapi und Gabi: sie dürfen Ihre Meinungen gerne behalten, aber ich sehe (und fühle mich dadurch bestätigt), dass andernorts (bestens) funktioniert, was Sie beide hier als eine Unmöglichkeit darstellen. Aber dafür ist wohl ein vorgängiger, tiefgreifender Bewusstseinswandel nötig, von dem wir hier offenbar noch meilenweit entfernt sind…

        He nu. Jedoch muss man deswegen noch lange nicht mit der Mehrheit der Schäfchen mitblöken. ;)

      • Sportpapi sagt:

        80%? Wie erfasst man wohl so etwas? 50% zumindest waren es hoffentlich schon bei Einführung des Gesetzes, wie es sich für eine Demokratie gehört. In meinen Links hiess es, dass die Zustimmung am Abnehmen ist. Aber wie auch immer – offensichtlich klappt es in Schweden, was in vielen anderen Ländern nicht funktioniert hat.

      • mila sagt:

        Sie haben doch den Artikel gelesen, und die statistischen Befunde zur Entwicklung der Prostitution in Schw.eden nach der Einführung des Gesetzes? Wenn das mal keine hoffnungsstimmende Erfolgsgeschichte ist: Menschenhändler machen zunehmend einen Bogen um Schweden, das Milieu hat sich keineswegs in noch dunklere Ecken zurückgezogen, die Internet-Prostitution hat (wider Erwarten) nicht zugenommen etc. pp.

        Dagegen fällt die Bilanz der gutgemeinten deutschen Regulierung geradezu vernichtend aus. Aber gell, man müsste die links schon lesen, um informiert zu sein.

      • Sportpapi sagt:

        Und nein, ich glaube nicht, dass es unmöglich ist. Wie früher schon gesagt: Es bestimmt dann einfach die Mehrheit über den Lebensstil einer Minderheit. Früher hat das der Papst gemacht, heute sind es einfach demokratische Entscheide. In Bereichen, wo ich selber finde, hat der Staat nichts zu melden.

      • mila sagt:

        Jetzt fängt die Freischaltungsproblematik wieder an… Bin damit wieder weg. Und den Statistiken dürfen Sie gerne selbst nachjagen, Sportpapi! Ich lege Ihnen dazu vergleichsweise dringend die deutschen links ans Herz: nur, damit Sie sich ein abgerundetes Bild machen können. Verbot schlägt in diesem Fall Liberalisierung, und zwar um Längen.

      • Gabi sagt:

        Wahrscheinlich checken die dummen Huren einfach nicht, was gut für sie ist.

        http://wien.gruene.at/2012/05/30/hurentag

        - Wahrscheinlich gibt es einfach einen direkten Zusammenhang à la: Moralisch sauber = inteligenter.

        Die checken es halt einfach nicht. Lesen die falschen Links, sind viel zu nahe dran um die hochstehenden Theorien derjenigen zu verstehen, die das einfach besser wissen, als sie (diese Dummerchen: man geht auch nicht aufn Strich!)

      • Gabi sagt:

        Die Mehrheit, mit der man mitblökt, sucht man sich selbst.

        Ich find´s nicht okay, wenn Sie einerseits so tun, als ob Sie selbstredend auch andere Meinungen gelten lassen, diese aber im nächsten Augenblick verunglimpfen müssen.

        Ja, was denn nun?

        Es gibt ein paar gute Gründe, die auch das Gegenteil dessen nahe legen könnten, was man selber für richtig hält oder halten will.

        Das gilt dann für Sie nicht minder als für mich.

        Okay?!

      • mila sagt:

        Gabi, wie ich andernorts schon sagte: ich kenne alle (wirklich: alle) Argumente für eine Liberalisierung der Prostitution, ich habe sie selbst zigtausendfach vorgebetet. Heute denke ich anders darüber, und wenn ich hier etwas erreichen möchte, dann vielleicht das, dass man es sich in dieser (aus meiner Sicht: Schein-)Liberalität nicht zu bequem einrichtet. Deswegen (und weil mir das Thema wirklich am Herzen liegt) mein provokanterer Tonfall als sonst.

      • Gabi sagt:

        Dann würd mich zumindest noch die eine Frage interessieren:

        Was mögen die Beweggründe der organisierten Sexdienstleisterinnen – also selbstbestimmter Frauen, die sich ganz offensichtlich über die Problem ihre Berufsstandes bewussst sind und sich aus ebendiesem Grund zusammen tun – sein, für das Gegenteil Ihrer Vorstellungen ein zu stehen?

      • mila sagt:

        Auch auf die Gefahr hin, mich abermals zu wiederholen (und damit möchte ich nun wirklich einen Schlusspunkt setzen, wenigstens für mich): wenn ich annehmen würde, dass in diesem Geschäft absolute, von strukturellen Zwängen losgelöste Selbstbestimmung die Regel sein könnte, und nicht die Ausnahme – das Thema würde mir weit weniger Magengrummeln verursachen. Allerdings würde auch dies nichts daran ändern, dass ich sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung nicht mit meiner Vorstellung von Ethik und Menschenwürde vereinbaren kann.

      • Gabi sagt:

        … Was im Endeffekt aber drauf raus läuft, dass sie den Selbstbestimmten (mich wundert schon, wie sich diese absoluten Aussahmen, wie Sie annehmen, dann so stimmengewaltig und von politischen Parteien wie den Grünen akzeptiert, organisieren können!) IHRE Vorstellung von Ethik und Menschenwüde aufzwingen.

        Für mich sehr bedenklich.

      • Sportpapi sagt:

        Um eine kluge, aber nicht immer konsequente Frau zu zitieren: “Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten!”

      • pixel sagt:

        mila, Sie sind mir – neben SP – als diejenige in Erinnerung geblieben, die quasi bei jedem Thema (besonders wenn es um berufliche Belange ging) die EIGENVERANTWORTUNG so ganz gross geschrieben hat. Noch grösser, als ich es hier tun kann. Sie haben es für sich wahrscheinlich auch noch fett hervorgehoben und mit drei Ausrufezeichen versehen. Und jetzt stehen Sie da und erklären mir, dass Sie nicht mehr nach Verstand sondern (mit Ihrem eigenen Zusatz “wie rückständig”) mit dem Herzen urteilen?? Wobei ich mich gerade frage, wofür denn eigentlich in diesem Zusammenhang das Herz schlägt.

      • pixel sagt:

        Etwa für diejenigen Frauen, die EIGENVERANTWORTLICH (aber natürlich berücksichtigend, dass nicht immer alles via Ratio passiert..?) sich für diesen Weg entscheiden? Also ehrlich. Jetzt sind Sie aber extrem unglaubwürdig geworden in meinen Augen.

      • pixel sagt:

        in einem mila sind wir uns jedoch schon mal einig (und in Gesellschaft mit vielen anderen): Ein ganz grosses – wenn nicht das grösste – Problem stellt die gesellschaftliche Akzeptanz dar. Wo wir uns nicht einig werden ist die Tatsache, dass ich es nicht für einen sinnvollen Weg halte, eine Gruppe noch weiter aus der Gesellschaft zu entfernen (Verbot). Das nämlich, da bin ich mir ziemlich sicher, wird dieser Gruppe erst recht den stigmatisierenden Stempel aufdrücken.

      • Theo sagt:

        1) Mundart schreiben geht gar nicht. Und erst recht nicht, wenn es Inerschweizerisch ist…

        2) Wenn sich wer als Prostituierte ein neues Leben aufbauen will, sollte sie evtl. etwas weiter reisen als von LU nach ZH…

        3) Glaubt irgendwer diese abstruse Geschichte?

        4) @alien: Ich weiss auch wer’s ist…

        5) Das Tüpfli auf dem i ist Katharina: “Was sie schreibt, soll uns immerhin daran erinnern wie weit das ganze gehen kann. Ich kann ihr gut nachempfinden” – ja, hast ja selber solche Stunts hingelegt, gell. “Würde”, pah!

        6) ceterum censeo: Ein Verbot ist neoviktorianische Scheinmoral.

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, da sehe ich die grössten Probleme – in der Akzeptanz innerhalb unserer gesellschaftlichen Denkmuster. Wie es im Bericht über Schweden und Norwegen steht, ziehen ultrakonservative Kreise mit ultrafeministischen Kreisen am selben Strick was die Ächtung von SexworkerInnen anbelangt. Die gesamte Branche wird in die Schmudelecke verdrängt und von hoch oben auf dem eigenen Ross runter auf die ‘Kakerlaken’ verbal losgeprügelt. Es liegt an der Akzeptanz, wie weit lässt man die SELBSTBESTIMMUNG

      • Widerspenstige sagt:

        … Es liegt an der Akzeptanz, wie weit lässt man die SELBSTBESTIMMUNG DER FRAU eigentlich zu? Nur bis zur eigenen Befindlichkeit geht ja wohl gar nicht. Ich kenne Frauen aus dem Milieu persönlich und deren Familie mit Mann und Kinder. Sie ist fast immer Ausländerin, er ist Schweizer und hat akzeptiert, von wo er sie kennen gelernt hat. Diese Frauen leben ihr Familienleben tatsächlich losgelöst von solchen Zwängen und haben sich arrangiert. Sie gärtnern, gehen an Elternabende und schnitzen Räbenliechtli für den Umzug etc. Sie gehen sogar mit ihrer Familie in den Tempel und bringen Gaben!

      • Widerspenstige sagt:

        Es gibt soviele Geschichten in diesem Milieu, dass es für mich hier vorkommt, als gäbe es nur den Strassenstrich und seine Auswüchse! Es gibt immer und überall zwei Seiten einer Medaille – auch im Rotlicht-Milieu. Dass natürlich die schlimmsten Auswüchse in den Medien breit geschlagen werden, ist wohl auch allen klar. Ich habe die Story einer Domenica auch verfolgt und was diese Edelprostituierte ausgesagt hat, als sie nicht mehr dabei war. Auch das soll natürlich nicht unter dem Deckel gehalten werden. Das sind unbequeme Wahrheiten, wie es auch zu und her gehen kann! Es gibt Facetten!!

      • pixel sagt:

        Ja sicher, WS. Das ist das grösste Problem. Zuerst aber verliefen die Diskussionen in die Richtung, dass ganz viele Damen hier der Meinung waren, es handle sich um Menschenhandel, und unfreiwillige (also Zwangs-) Prostitution. Obschon das Thema unglaublich vielschichtig ist und weder im Geschlecht, noch in Herkunft oder Art auf über den Kamm geschärt werden kann. Mittlerweile kristallisiert sich aber heraus, aufgrund einiger geschilderter Beispiele, dass es eben ganz oft tatsächlich eine freiwillige Entscheidung ist. Und da sind wir beim Thema Eigenverantwortung anbelangt.

      • Theo sagt:

        Ja, natürlich, WS, alles ganz normal, ein Beruf wie jeder andere, nicht wahr. Der Ehemann muss es nur akzeptieren, dass seine Frau mit anderen für Geld schläft…

        sagen sie mal, wo leben sie eigentlich? Was für Bekannte haben sie?
        Ist ja wohl ein Witz, oder?

        So jemand würde ich am Eltenabend öffentlich blossstellen. Ich bin da für die gezielte Stigmatisierung. Rotlichtdamen mit Familie, ja geht’s eigentlich noch?

        Wie degeneriert ist denn das?!?!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Sehr einverstanden. Allerdings ULTRA-Feministische Kreise, meinst du? Auf das Ultra kannst du wohl eher verzichten, oder?

      • Sportpapi sagt:

        Soso, Theo. Blosstellen? Sind Sie sicher, dass das nicht direkt auf Sie zurückfällt?

      • mila sagt:

        @Pixel: Ich betrachte die Prostitution nicht als rein mechanische Gelegenheit, und Prostituierte nicht als Maschinen. Selbst wenn eine Frau sich freiwillig/ohne äussere Not/Zwänge dazu entscheidet, dem Freier ihren Körper zur Benutzung zur Verfügung zu stellen, heisst das noch lange nicht, dass sie die langfristigen seelischen Folgen zu diesem Zeitpunkt realistisch abschätzen kann. Wenn es ihr also später aufgrund dieser Erfahrung dreckig geht (was gemäss Berichten von Prostituierten und Sozialarbeiterinnen oft genug der Fall ist), ist sie gemäss ihrer Sichtweise selber schuld.

      • mila sagt:

        Ich halte eine solche Perspektive für zynisch bis herzlos, zumal der einzige ‘Mehrwert’ ihrer Tätigkeit im sexuellen Abreagieren eines anderen besteht. Die besten, sichersten, saubersten Rahmenbedingungen können allfällige psychische Folgen nicht verhindern, und deshalb gilt für mich das einfache Prinzip: was Du nicht willst, das man Dir tu.

        Wäre ich ein Freier, würden wenigstens mir solche Überlegungen den Spass an der Sache gründlichen vermiesen. deswegen denken auch Freier über solche Zusammenhänge nicht weiter nach – sonst gäbe es zumindest so etwas wie den miesen Strassenstrich nicht.

      • Gabi sagt:

        Hihi… Theo und Pippi: Das Traumpaar!

      • mila sagt:

        Das war jetzt auf die Schnelle und entsprechend mit vielen Tippfehlern. Aber um zum wesentlichen Punkt zu kommen: ich setze in meinen Überlegungen keineswegs bei der Eigenverantwortung der Prostitutierten an, sondern in erster Linie bei derjenigen der Freier – das meine ich, wenn ich von gelebter Ethik spreche. Gäbe es keine Nachfrage nach Sex als (billigem) Konsummittel, gäbe es auch kein Angebot.

      • mila sagt:

        …und es sollte natürlich mechanische Angelegenheit heissen.

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, ich habe ein paar wenige Statements zum Thema geschrieben und den Strassenstrich und seine Auswüchse zum Verbot freigegeben. Aber unsere Gesetze sind nur so gut, wie sie auch umgesetzt werden können. Das ein weiteres Problem, das vernachlässigt wird.

        Theo, denken Sie was Ihnen beliebt. Ich bin ua im Eventbereich tätig und hier treffen sich die ‘Nachtvögel’ aus allen Branchen, gellen Sie. Im Übrigen genauer lesen, was ich geschrieben habe. Das frühere Leben ist den Ehemännern bekannt u ihre Ehefrauen arbeiten NICHT mehr im Milieu. Diese Männer sind in der IT-Branche, Unternehmensberatu

      • Theo sagt:

        @Sportpapi: Nein, ich denke die andere Eltern wären für diese Information sehr dankbar. Dass Prostitution legal ist, hat noch lange nicht zur Folge, dass wir Prostituierte als einen ehrenhaften, bürgerlichen Lebenssstil gutheissen müssen. Wieso auch?
        Also wirklich!

        @mila: sie haben eine seltsame Vorstellung davon, was zwischen einem Freier und einer Prostituierten passieren mag, “den Körper zur verfügung stellen” – und den Nachweis, dass es in unserer Gesellschaft viel persönliches Elend als direkte Folge der Tätigkeit als Prostituierte gibt, bleiben sie ebenfalls schuldig.

      • mila sagt:

        PS@Pixel, nur das Sie mich richtig verstehen:

        Eigenverantwortung ist für mich kein rationales, sondern ein ganzheitliches Konzept. Auch keine abstrakte Theorie, sondern gelebte Praxis, d.h. ein stetiges Prüfen, inwiefern sich mein Tun auf das (Wohl-)Befinden anderer auswirkt. Insofern unterscheide ich zwischen liberalem und libertinärem Denken, denn die Freiheit(en), die ich mir nehme, soll(en) sich idealiter nicht einschränkend oder gar schädigend auf die Freiheit(en) anderer ausnehmen.

        Ein sehr persönlicher Massstab, den andere nicht teilen müssen. Aber ich für meinen Teil spreche schlicht nur unter solchen Prämissen von eigenverantwortlichem Handeln.

      • mila sagt:

        @Theo, wenn Sie die links, die ich poste, nicht lesen, ist das Ihr Problem. Ich sehe jedenfalls nicht, wo ich (statistisch unterfütterte) Nachweise schuldig geblieben bin. Damit wieder tschüss unterdessen.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, danke Dir, aber mit Ultrafeministin identifiere ich mich keineswegs. Ich bin eine emanzipierte selbstbestimmte Frau – höchstens gemässigte Feministin, gell ;-)

        Theo, kommen Sie, wer sagt denn, dass Sie den Beruf einer Prostituierten als ehrenhaft und gutbürgerlich akzeptieren müssen? Das obliegt ganz Ihnen und ist Ihre ganz persönliche Ansicht über diesen BERUF zu urteilen. Ja, diese Frauen verdienen Geld damit und bezahlen ihre Miete, KK-Prämie, Lebensmittel, Auto….und sogar Steuern auch für Sie, Theo.

        Gerade hat sich eine Gewerkschaft für P in Genf formiert!

        Also wirklich!

      • Widerspenstige sagt:

        Das ist ein Prachtsbeispiel von Doppelmoral was gerade Theo hier von sich gibt..wow:

        ‘..So jemand würde ich am Eltenabend öffentlich blossstellen. Ich bin da für die gezielte Stigmatisierung. Rotlichtdamen mit Familie, ja geht’s eigentlich noch? Wie degeneriert ist denn das?!?!

        @mila: sie haben eine seltsame Vorstellung davon, was zwischen einem Freier und einer Prostituierten passieren mag, “den Körper zur verfügung stellen” – und den Nachweis, dass es in unserer Gesellschaft viel persönliches Elend als direkte Folge der Tätigkeit als Prostituierte gibt, bleiben sie ebenfalls schuldig..’

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du kannst aber auch nicht den Fem-Mainstream einfach als “Ultra” bezeichnen, nur weil du einmal anderer Meinung bist. Es ist eine feministische Grundhaltung. Die du nicht teilst.

      • Widerspenstige sagt:

        Auf der einen Seite stigmatisieren und blossstellen wollen eine Frau/Mutter und auf der anderen Seite Mitbloggenden ankreiden, dass sie sich zuwenig in ihrem post kümmern ‘…den Nachweis, dass es in unserer Gesellschaft viel persönliches Elend als direkte Folge der Tätigkeit als Prostituierte gibt, bleiben sie ebenfalls schuldig..’

        Wissen Sie überhaupt von was Sie hier palavern, Theo?! Genau weil diese Frauen aus einem persönlichen Elend entronnen sind in ihrem Heimatland und hier ein neues Leben aufbauen wollen sollen sie nicht zusätzlich noch stigmatisiert werden! Gehts eigentlich noch!!

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi @WS: Du kannst aber auch nicht den Fem-Mainstream einfach als “Ultra” bezeichnen, nur weil du einmal anderer Meinung bist. Es ist eine feministische Grundhaltung. Die du nicht teilst.

        Lies genauer, was ich dazu geschrieben habe. Es steht so im Bericht über Schweden und Norwegen und es fallen genau diese Begriffe. Sie stammen nicht mal von mir und Du weisst, wie vorsichtig ich mit Pauschalisierungen bin.

        @WS: Du kannst aber auch nicht den Fem-Mainstream einfach als “Ultra” bezeichnen, nur weil du einmal anderer Meinung bist. Es ist eine feministische Grundhaltung. Die du nicht teil

      • Gabi sagt:

        Also da bin ich nur noch platt, mila:

        “ich setze in meinen Überlegungen keineswegs bei der Eigenverantwortung der Prostitutierten an, sondern in erster Linie bei derjenigen der Freier – das meine ich, wenn ich von gelebter Ethik spreche. Gäbe es keine Nachfrage nach Sex als (billigem) Konsummittel, gäbe es auch kein Angebot.”

        Wäre, gäbe, könnte, täte…

        Wenn´s nicht so realitätsfern, bzw. eher schon realitätsverleugnend wäre, so wäre der Kapitalismus längst zusammengebrochen und der Kommunismus würde uns alle beglücken können.

        Ich war jetzt ehrlich überrascht, mila: So abgehoben?!

      • mila sagt:

        So abgehoben ist das nicht, Gabi. In besagtem nordischen Land sehen 80% es ebenso wie ich. Und weder hat die Kriminalisierung des Freiertums zu einem Rückzug des Milieus in noch finsterere (Internet-)Ecken geführt, noch ist der Menschenhandel explodiert (selbige machen zunehmend einen Bogen um das Gebiet). Während im deutschen Gegenbeispiel die Legalisierung der Prostitution zu einer Billigflatrate für sexuelle Dienstleistungen (aufgrund des entstandenen Überangebots aus dem Osten) geführt hat. Von gesundheitsschädlichen Praktiken (Druck nach Verzicht aufs Kondom) ganz zu schweigen.

      • Sportpapi sagt:

        Abgehoben trifft es wohl nicht ganz. Es ist einfach ein Herumeiern um den heissen Brei. Nur um nicht sagen zu müssen, dass es halt doch einfach mit der eigenen Moral zu tun hat. Wäre ja nicht so schlimm.
        Dass jedes Gesetz in Widerspruch zu Eigenverantwortung steht, ist ja klar – für wen auch immer. Man macht das, wenn man der Eigenverantwortung nicht traut. Eigenverantwortung ist wiederum nicht das gleiche wie Verantwortung für andere übernehmen. Und da wiederum darf es die Freiheit des nächsten nicht beschränken, auch wenn es noch so gut gemeint ist.

      • Sportpapi sagt:

        @mila. Der Druck ensteht also wegen des Überangebotes, nicht in erster Linie wegen der Nachfrage. Da hilft es wenig, die Nachfrage zu stoppen, bzw sie zu kriminalisieren. Ich finde es persönlich auch nicht so als Erfolg, wenn die Strassenprostitution nach Verbot um 40 Prozent zurückgeht. Wo sind die 40 Prozent hin? Arbeiten die jetzt im Ausland oder im Verborgenen? Weshalb gibt es noch die 60 Prozent, die ja gar keine Kunden haben dürfen? Wäre es nicht wenn schon konsequent, beide Seiten unter Strafe zu stellen? Und wenn nur schon als Beihilfe zu einer Straftat?

      • Sportpapi sagt:

        Zuletzt: Wie kann es sein, dass ein so einseitiger Artikel wie der im Magi ihre Meinung kehrt? Wie kann es sein, dass Sie blindlings glauben, was Sie da lesen? Sie sind doch sonst ein kritischer Geist, wo ist das geblieben?

      • mila sagt:

        Sportpapi, ich habe hier sehr klar definiert, wie ich Eigenverantwortung sehe. Sie dagegen setzen Ihre Sicht offenbar absolut. Zudem bin ich es wirklich so langsam überdrüssig, tausendfach dieselbe Fakten-Leier runterzubeten.

        Ergo: wer an mechanischen/technokratischen Sichtweisen heikler gesellschaftlicher Themen hängen bleiben will, soll das tun. In einer Zeit, wo die Menschen zunehmend merken, dass wir letztlich alle miteinander verbandelt sind, werden sich – und davon bin ich überzeugt – langfristig ganzheitliche Perspektiven durchsetzen. Man kann/soll/muss sie jedoch nicht erzwingen.

      • mila sagt:

        Einseitig statistisch untermauert ist der Artikel – tut mir Leid, dass die Befunde nicht Ihrem Gusto entsprechen wollen. Bedenken Sie jedoch: wäre die suedische Vorgehensweise nicht ein Erfolgsmodell, es würden nicht andere Länder anklopfen, um es nach Möglichkeit zu kopieren.

        Zu Germania: lesen Sie doch einfach die Artikel, ja? Bevor Sie noch behaupten, die Prostituierten würden die Freier zum Kondomverzicht nötigen…

      • Sportpapi sagt:

        “Die Freiheit(en), die ich mir nehme, soll(en) sich idealiter nicht einschränkend oder gar schädigend auf die Freiheit(en) anderer ausnehmen.” Und dann plädieren Sie für einen Verbot (=Einschränkung der Freiheit) der Prostitution auf dieser Basis?

      • Carolina sagt:

        Sorry, mila, aber für mich sind Deine Aussagen mehr als widersprüchlich: Du wirst SP technokratisches Argumentieren vor, während Du immer wieder auf Deine Statistiken verweist, die wir einfach hinzunehmen haben, obwohl es berechtigte Zweifel gibt? Und Du betonst mehrmals, dass es Dir um Eigenverantwortlichkeit in dem Sinne geht, dass Du selbst entscheiden musst, mit welchem Verhalten Du leben kannst, reagierst aber immer gereizter, wenn Teilnehmer hier genau dasselbe für sich in Anspruch nehmen?

      • Sportpapi sagt:

        Dass der Artikel einseitig ist, nicht in Bezug auf Statistik, aber auf die Wahl der Gesprächspartner, habe ich hier längst gezeigt und mit Links belegt. Da würden Sie aber auch selber darauf kommen, wenn Sie möchten.
        Die Links zu D würde ich gerne lesen und kommentieren. Aber es stinkt mir, sie hier in diesem Wirwarr zu suchen. Wo? Was halten Sie denn von amerikanischen (Miss-) Erfolgsmodellen mit dem Verbot?

      • mila sagt:

        Und ehrlich: wie soll Eigenverantwortung ohne Verantwortung für andere funktionieren? Das richtige Wort dafür wäre dann ja Egoismus…

        Zum x-ten: wenn dereinst die Schweizer Bevölkerung beschliesst, dass es sinnvoll sein könnte, über ein sverige-analoges Verbot abzustimmen, werde ich ein sehr überzeugtes Ja einwerfen. Weil ich davon überzeugt bin, dass die Prostitution mehr individuelle wie gesellschaftliche Probleme schafft als löst. So einfach ist die Rechnung unterm Strich – für mich.

      • mila sagt:

        Carolina, Gereiztheit kommt bei mir eigentlich nur deswegen auf, weil Informationen, die auf dem Tisch liegen, nicht gelesen werden – aber man es dennoch besser wissen will. Hingegen sehe ich bei anderen Beteiligten durchaus so etwas wie persönliche Gereiztheit aufkommen – gut so! Jeder sollte sich ab und ab mal einen Tritt in den bequem gewordenen Hintern geben.

        Auf die Statistiken verweise ich übrigens nur deshalb, weil das anscheinend das einzige Argument ist, das hier zählt. Für mich ist jedoch unabhängig davon die ethische Grundfrage ausschlaggebend.

      • Carolina sagt:

        Das finde ich auch völlig legitim und selbstverständlich kannst Du dereinst wählen, wie Du willst (wer weiss, vielleicht habe ich bis dahin meine Meinung auch geändert). Ich sehe allerdings wenig Eingehen auf durchaus gültige Argumente anderer, nur ein Beharren auf eine ethische Haltung, die die Deine ist, deshalb aber noch lange nicht höherwertig oder allgemeingültiger als die anderer ist. Und Gereiztheit führt, haben wir auch schon tausendmal gehabt, nicht etwa zu mehr Einsicht, sondern zu Polarisierungen – mit Diskussion hat das alles nichts mehr zu tun.

      • mila sagt:

        Eins möchte ich noch gesagt haben: es erstaunt mich ungemein, dass Sie, Carolina, als die Königin der Hintertritt-Philosophie, so vieles unter dem Begriff Eigenverantwortung verhandeln, was ich nicht anders als egoistische Bequemlichkeit bezeichnen kann. Ich weiss, dass die meisten Menschen nach bestem Wissen (und Gewissen) handeln, auf Basis der Fertigkeiten und Kenntnisse, über die sie zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügen. Aber das ist doch noch lange kein Grund, nicht immer wieder über den eigenen Horizont hinaus zu blicken.

      • Pixel sagt:

        Bin ganz bei Sp und Carolina. Insofern gibt es nicht mehr viel beizufügen. Ausser viell @mila, dass Sie in damaligen Zusammenhängen von Eigenverantwortung im wahrsten Sinne des Wortes (nämlich für sich selbst und nicht für andere) sprachen. Dieses Konzept was Sie leben ist auch meines, beeinflusst aber auch die Komponente, dass ich einem erwachs Menschen die eigene Verantwortung für sich selbst überlassen muss. Gemäß Ihrer Logik muss man also auch den Umkehrschluss ziehen können indem man sagt: wären alle so eigenverantwortlich gäbe es keine Freier mehr. Es ist das simple Marktreglement von //

      • Gabi sagt:

        Im Gegensatz zur schwedischen Regierung muss Ann Jordan, Director, Program on Human Trafficking and Forced Labor, nicht auf Wahlstimmen spekulieren. Dafür beschäftigt Sie sich aber mit nichts Anderem.

        Aber es passt Ihnen nicht in die Tüte, mila. Und das scheint – je länger je mehr – darauf hin zu weisen, dass Sie Anderen Ihre Moral aufzwingen wollen und – für mich noch schlimmer – alle (!) Prostituierten zu Unmündigen erklären, für die Sie besser wissen, was gut ist.

        Am Verstörendsten aber ist für mich: Ich hab diese ernst zu nehmenden Gegenstimmen (oder zählt z.B. dieses Institut nun

      • Carolina sagt:

        ‘Sie, Carolina, als die Königin der Hintertritt-Philosophie’. Wow, mila, wie darf ich das verstehen?

      • Pixel sagt:

        // Angebot und Nachfrage. Aber in diesem Kontext ist das alles ohnehin grosser Quatsch weil komplett an der Realität vorbei. Mir persönlich wird hier, um Sp zu zitieren, tatsächlich zuviel herumgeeiert und philosophiert wo es eigentlich unschwer zu erkennen ist, dass die P nicht plötzlich weggezaubert werden kann bloß weil es womöglich ein Verbot gerne so vorgeben möchte. Das was die meisten Befürworter von den meisten Gegnern hier trennt hat nichts mit Ethik zu tun sondern damit, dass die Gegner sich lediglich von realitätsfremden Modellen verabschiedet haben.

      • Gabi sagt:

        einfach nicht?) nicht lange suchen müssen. Ich hab´s – tatsächlich! – noch nicht mal ordentlich durchgelesen, mila. Ich hab mich überhaupt erst wegen Ihnen um wissenschaftlichen Flankenschutz bemüht. Dass der mit Links zu finden sein würde, war mir allerdings klar und das verstört mich so:

        Es ist doch gopferdelli logisch, dass alleine durch den Wunsch die Realität möge gefälligst eine Andere sein, nichts gewonnen ist!

        Der Rest ist Wunschdenken und MUSS zur nackten Leugnung, zum Abstreiten des daraus ergebenden Problems führen. Wo das endet (grad für die Betroffenen) ist SONNENKLAR!

      • mila sagt:

        Schauen Sie, Gabi, Sie können jetzt gerne der Frage nachrennen, welche Statistik Recht hat – diejenigen die im Magazin-Artikel erwähnt werden, oder die von Ihnen zitierten. Für mich spielt es, wie gesagt, grundsätzlich keine Rolle, weil ich von anderen Prämissen ausgehe – und meine Meinung(en) und Handlungen nicht davon abhängig mache, was eine Mehrheit denkt, oder wie eine Mehrheit handelt. Sie dürfen mich gerne idealistisch nennen, für mich ist das kein Schimpfwort. Ich kann einfach nicht gutdemokratisch für einen Erwerbszweig einstehen, der soviel Leid als Nebenerscheinung produziert.

      • Carolina sagt:

        Es geht mir da wie Ihnen, mila: ich habe in den letzten Tagen sooft versucht zu erklären, woher ich komme, dass ich keine Lust mehr darauf habe. Und es geht mir exakt wie Gabi: es drängt sich mir einfach der Eindruck auf, dass Sie es für in Ordnung halten, Ihre ethische Haltung sozusagen zwangsweise den armen Opfern (die für immer zu Opfer erklärt worden sind, von welcher Instanz auch immer) zuzuweisen. Mal ganz abgesehen davon, dass das völlig weltfremd ist, verstehe ich einfach nicht, woher irgendjemand das Recht dazu haben sollte….

      • Gabi sagt:

        …Und mila: Die plötzliche Beschimpfung von Caro ist daneben.

        Lassen Sie Ihre serbischen Wurzeln mal weiter im Erdreich schlummern und diskutieren Sie doch bitte wieder so, wie Sie es jetzt ein paar Wochen / Monate durchgehalten haben.

        Es gibt wirklich nichts zu gewinnen, durch persönliche Beschimpfungen und ums Verrecken Recht haben müssen.

        Grüsse von weiter östlich

        Gabi

      • mila sagt:

        Pixel, ein Verbot ist erst dann sinnvoll, wenn es demokratisch mehrheitsfähig ist. Weil dies bedeuten würde, dass sich eine Einstellungsänderung in einem grossen Bevölkerungsteil vollzogen hat. Zuvor brauchen wir nicht darüber zu sprechen, da gebe ich Ihnen Recht.

        Und was meine ethischen Vorstellungen angeht: die sind selbstverständlich nicht in Marmor gemeisselt, sondern verändern sich stetig. Zur Eigenverantwortung ist im Laufe der vergangenen Monate das Element der Verantwortung für andere getreten, weil ich nicht (mehr) sehe, wie das eine ohne das andere funktionieren soll. Insofern würde ich meine Ethik als sich entwickelnde, praktische Lebenskunst verstanden haben wollen.

      • Carolina sagt:

        Ich verstehe zwar nicht ganz, was das mit serbischen Wurzeln zu tun hat, aber ja, ich würde es auch schätzen, mila, wenn Sie, die vor noch nicht all zu langer Zeit darum gebeten hat, einen Neuanfang zu machen, sich daran hielten. Vor allem, da ich, glaube ich (oder?), nicht persönlich geworden bin.

      • Pixel sagt:

        und mila, es ist ja auch grundsätzlich ok und wir können das so stehen lassen, dass Sie Ihre Meinung fest gebildet haben und dabei auch bleiben. Ich glaube, niemand hier möchte was anderes. Die einzig interessante Frage wäre für mich diejenige der Umsetzbarkeit. Solange ich keinen wirklich umsetzungsstarken Lösungsansatz sehe, werde ich meine Meinung nicht ändern können. Und dieser Lösungsansatz ist leider von noch keinem der Befürworter gefallen.

      • Pixel sagt:

        Mila nur kurz: unsere Beiträge haben sich überschnitten. Sie haben mir die Antwort soeben gegeben während ich am texten war. Also danke!

      • Gabi sagt:

        Genau. Das Gefühl hatte ich eben auch nicht, Caro.

        Dass mila nun so tut als ob, hat für mich – u.A. auch mit serbischen Wurzeln – diesen unangenehmen Gout von serbischen Wurzeln.

        Bitte alle anständig und gesittet diskuttieren…. Aber nur wenn Ihr mir alle Recht gebt!

      • mila sagt:

        Gabi: Das war keineswegs eine Beschimpfung, sondern ein Kompliment – ich bin mir sicher, Carolina weiss das.

        Carolina: Ich verbiete, soweit ich das überschaue, derzeit niemandem, sich in sein (Un)Glück zu stürzen. Ich mache mir lediglich Gedanken über ein schwieriges Thema, und lege dar, weshalb Prostitution für mich unter dem Aspekt von Menschenwürde ein absolutes No Go ist. Ich nenne das unbescheiden à la Gabi Bewusstseinsbildung. Und wenn es im Zweifelsfall nur meine eigene ist, die ich damit bilde. ;)

      • Gabi sagt:

        “Schauen Sie, Gabi, Sie können jetzt gerne der Frage nachrennen, welche Statistik Recht hat – diejenigen die im Magazin-Artikel erwähnt werden, oder die von Ihnen zitierten. Für mich spielt es, wie gesagt, grundsätzlich keine Rolle”

        vs.

        “Carolina, Gereiztheit kommt bei mir eigentlich nur deswegen auf, weil Informationen, die auf dem Tisch liegen, nicht gelesen werden – aber man es dennoch besser wissen will.”

        Stammt lustigerweise von derselben Person.

        Akzeptiere ich so nicht, mila.

        Entweder – oder!

        Aber nicht bloss dann, wenn´s für Sie selber passt; ja?!

        Bitte!

      • Carolina sagt:

        Nein, Carolina weiss das keinesfalls. Siehe meinen vorigen Post.

      • Gabi sagt:

        Also wenn Caro das als Kompliment verstanden hat, fresse ich nen Besen.

        Versuche aber wieder ein Bisschen von meinem Ärger runter zu dimmen.

        So… Muss jetzt eh los. Ciao allerseits.

      • mila sagt:

        Carolina, also wirklich: Du warst immer diejenige, die offen dazu gestanden ist, dass man Menschen ab und an einen Tritt in den Hintern verpassen sollte. Und ich finde, damit hast Du recht! No pun intended also.

        Gabi: ich bin sicherlich provokativ in dieser Diskussion aufgetreten, und ja, das Blödsinn von gestern hätte ich mir durchaus sparen können. Aber persönlich beleidigt habe ich hier meines Wissens niemanden. Sollte sich jemand persönlich angegriffen fühlen, entschuldige ich mich jedoch gerne.

      • Carolina sagt:

        HinterNtritt also? Ok. Bin dann auch mal weg.

      • Sportpapi sagt:

        Es geht ja eigentlich nicht darum, welche Statistik recht hat. Mir geht es auch nicht in erster Linie darum zu schauen, ob ein Gesetz umgesetzt werden kann oder nicht, wenn ich es für richtig halte. Hier halte ich ein Gesetz nicht für richtig, sondern für eine Bevormundung. Weil es automatisch mündige Frauen als entscheidungsunfähig abstempelt, weil es Kunden kriminalisiert, obwohl sie einen Handel zwischen Erwachsenen eingehen, wie viele andere auch. Und, wie schon einmal gesagt, weil eine moralisierende Mehrheit über eine Minderheit (hoffentlich) und ihre Praktiken bestimmt.

      • mila sagt:

        Gabi, ich hab echt die Zeit nicht, Statistiken im Detail zu wälzen (bin hier wieder mal schon länger verweilt, als ich wollte). Da gibt es also zwei Studien, die das Gegenteil voneinander behaupten – können wir von hier aus tatsächlich beurteilen, welche denn nun wirklich, wirklich Recht hat? Irgendetwas muss gut sein am Ganzen, wenn ein zunehmender Prozentsatz der Bevölkerung dahinter steht. Zum anderen bleibt immer noch die Tatsache, dass es den deutschen Prostituierten seit der Legalisierung ihres Gewerbes tendenziell schlechter geht als zuvor.

        Kurzum: Mir klebt zuviel ‘Blut’ am Ganzen. Das reicht mir im Zweifelsfall auch schon als Begründung meiner Ablehnung (die, wie gesagt, keine Verurteilung der Betroffenen ist).

      • Sportpapi sagt:

        Und danke für die verschiedenen Links. Gabis, der das gleiche aussagt, was ich gestern schon verlinkt habe. Kritisches Hinterfragen ist angesagt. Milas, die ich mittlerweile gefunden, gelesen und geschaut habe. Denn da werden schon Probleme aufgezeigt. Nicht der Legalisierung. Sondern vor allem der Zuwanderung, des Überangebotes, der Billiganbieter. Hier braucht es “flankierende Massnahmen” nicht nur in der P. Und zuletzt der Schwierigkeit, wenn nur ein Land legalisiert – dann wird es zum “Puff Europas”. Würde es alle tun, sähe das wieder anders aus.

      • mila sagt:

        Sportpapi (und damit schliesst sich der Kreis nun endgültig): moralische und ethische Bedenken sind zwei paar Schuhe. Ich bitte Sie, diese Unterscheidung zu respektieren. Ich bin nämlich nicht empört darüber, dass Sex gegen Bezahlung angeboten und konsumiert wird, sondern beelendet von den Rahmenumständen, die zu solchen ‘Verabredungen’ zwischen Erwachsenen führen. Und nicht zu vergessen: den Begleiterscheinungen.

      • mila sagt:

        Sportpapi, mir fehlt einfach Ihr Optimismus, dass Prostitution, befreit von der Armutskomponente, dereinst ein ‘Job wie jeder andere’ sein könnte. Aber hauptsächlich gilt es in meinen Augen, besagten Armutsfaktor, d.h. strukturelle Zwänge, auszuschalten. Niemand sollte sich prostituieren müssen, um menschenwürdig zu leben.

      • mila sagt:

        Hierher:

        So, und jetzt reicht es wirklich, weil ab hier sind die Positionen unvereinbar. Weil die Prämissen der Betrachtung konträr gelagert sind.

      • Sportpapi sagt:

        “Aber hauptsächlich gilt es in meinen Augen, besagten Armutsfaktor, d.h. strukturelle Zwänge, auszuschalten.” Das ist ein schöner Gedanke. Wie schalten wir aber die Armut in Osteuropa ab? Indem wir bei uns die Prostitution verbieten?
        Ich würde mich ja grundsätzlich eher gegen diese “Flatrats”, für fixe Mindestpreise einsetzen. Aber das erhöhrt die Attraktivität des Gewerbes natürlich nur noch mehr.

    • Marcos sagt:

      Eine sehr tragische Geschichte, bei der Mann sieht wie sich Leute selber an und in den Abgrund bringen, mit ihren eigenen, selbstbestimmten Entscheiden. Gemäss deinen Posts hatte sie damit viel Geld gemacht (Haus für Ehemann) aber ihm nie die Wahrheit gesagt. Sie wollte das schnelle und viele Geld, hatte aber zu viele Fehler gemacht und sah am Schluss keinen Ausweg mehr. Irgendwie errinnert mich die Geschichte an das Verhalten von Drogensüchtigen, die man vor sich selbst schützen muss. Eine tragische Geschichte.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Wer frei von Sünde ist, der werfe den 1. Stein…………………………

        Iihri Fähler si nöd schlimmer gsii, als die vo Angere, u trotzdem hätt sie so en hööche Priis zaut derfür. Me hätt sii wien en Häx verbrönnt un niemmert hät sich kümmeret, dass sii gschtorbe isch im Füür wo ds Pack hät azünt.

      • Fistik sagt:

        “dass sii gschtorbe isch im Füür wo ds Pack hät azünt”….langsam, laaangsam, im Moment werfen sie gerade mit Steinen

      • Katharina sagt:

        Angesichts der ganzen Stigmatisierung ist es doch klar, dass sie nicht damit hausieren geht was sie in ihrer Ausbildung tat. vor allem, wenn sie dann ja ausgestiegen war und ein neues leben sich aufbaute. und das ganze ja hinter ihr war. dass ihr ex so drastisch reagierte und nicht einmal nachfragte was denn die Umstände ihre damaligen Situation war, sagt ja nur das er sie nicht liebte und stattdessen sie aus einer überheblichen Moralität heraus zurückwies. nur aufgrund einer Vergangenheit die er nicht im geringsten nachvollziehen WOLLTE.

        Tut mir Leid, aber die Hexenverbennung ist treffend.

      • Fistik sagt:

        ….tut mir leid Katharina..das ist banale Stimmungsmache, es sind noch andere Wege zu begehen als der, zwischen den Gleisen

      • Theo sagt:

        Hexen hatten immer schon den Nachteil, dass sie im Zweifelsfall auch mal verbrannt wurden. Das hat eine hygienische Wirkung auf die Gemeinschaft der Verbrenner.

        Eine Gesellschaft, welche die Hexen integriert und ihren plötzlich als ehrenhaft umgewerteten Beruf mit einem Mindestlohnsatz versieht, die hat etwas ganz wichtiges verloren: Ihre Hexen.

    • korushe sagt:

      naja ich kenne einige prostituierte, auch welche die ausgestiegen sind. umgebracht hat sich keine davon. und jedes menschenleben ist das gleich wert, das nur als grundlage. aber auch finanzleute bringen sich um, banker, manager etc.

      erst einmal wie kann ein exkunde ihr leben zerstoehren? wenn ihr partne etwas von der vergangenheit gewusst hat ist das auch kein problem. wenn ein mann eine frau liebt ist es ihm egal ob sie den job gemacht hat, (oder macht). so lange es ihre entscheidung ist. und job geht keinen was an. allerdings steht mobbing unter strafe. sollte auch vollzogen werden

  3. Fistik sagt:

    Immer wenn ich zu meiner Oma nach Köniz fuhr , sah ich manchmal eine Prostituierte in einem Corvette Stingray rumfahren; sie sah immer top aus; liess sich die Haare machen und kaufte beim teuren Detailhändler ihr Essen ein. Wenn ich jeweil mit halb-offenen Mund stehen blieb, sagte meine Oma “muesch nid so luegä…das isch ä chli äs gruusigs Wyb ..!” Dies war auch die allg. Meinung dort…wobei ich schon damals den Eindruck hatte, diese “Hure” ist wohl so die coolste und befreiteste Frau hier in der Gemeinde. Heute denke ich differentierter darüber,… aber die Eifersucht der Frauen bleibt

  4. Ruedi sagt:

    Auf dem Rücken liegend schnell (15Min.) und leicht viel Geld verdienen!
    Eine fleißige Dirne kann nach 10 Jahren in Rente gehen. Für das was eine Edel-Dirne in einem Tag verdient geht der einfache Arbeiter einen ganzen Monat Malochen. Oder Sie macht den Tagesumsatz eines kleinen Handwerker-Betriebes. Nicht Umsonst ergreifen sehr viele Damen freiwillig diesen lukrativen Beruf.

    Könnte es sein das einige Emanzen einfach nur Eifersüchtig sind auf die Damen des Horizontalen Gewerbes, da sie es gleich ganz abschaffen wollen. Oder möchten sie mehr Sexuelle Macht auf die Männer haben, indem sie den Mann dann leichter mit Sex-Entzug erpressen können? Es ist eine Tatsache das Frauen das starke Sexuelle verlangen der Männer zu ihren Gunsten ausnutzen, um zu bekommen was sie wollen. Wenn das nicht so wäre, würden die Frauen noch lauter jammern. Der Testosteron-Mann bringt der Frau vor allem Vorteile.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Scheisse dass du keine Frau bist Rüedu, nicht wahr? Dann wärst du schon lange Millionärin, könntest dir erst noch täglich locker den Service machen lassen und kriegtest Geld dafür, ach wie haben’s die Weiber doch gut! *Ironie off*
      Du hast keine Ahnung von gar nichts, aber das dafür ausgiebig, ein richtiger Superhirsch.

  5. Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich hatte übrigens auch eine Freundin, welche an der Prostitution zugrunde ging: Sie war eine intelligente, hübsche und lebensfrohe junge Frau, selbstbewusst und unerschrocken. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie im Tessin, hatte eine sehr gute Stelle, da sie viersprachig war und lernte Männer aus der ‘besseren Gesellschaft’, auch aus Norditalien kennen. Sie heiratete und landete irgendwann als Escort, ich kenne die näheren Umstände nicht, wir hatten uns mittlerweile aus den Augen verloren. Dann erfuhr ich, dass sie tot ist. Man fand sie vor einem hohen Parkhaus. Sie wurde nur 36 J. alt.

    • Sportpapi sagt:

      Ach so. Ich hatten übrigens einen Freund, der niemals als P gearbeitet hat. Irgendwann hat er sich umgebracht. Leider weiss ich auch nichts Näheres darüber.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich kann bis heute kaum glauben, dass sie Suizid begangen hat und dann auf diese Weise, wer weiss schon, was genau geschah……. Sie war einfach nicht der Typ, der sich selbst umbringt, entweder wurde nachgeholfen oder dann war sie grenzenlos verzweifelt, für beides mache ich ihr Umfeld verantwortlich. Dieses Milieu kennt nichts, die gehen über Leichen, laut Schätzungen weden mit der P. in der CH jährlich 3,2 Mia. umgesetzt, die Frauen selbst bekommen nur einen kleinen Teil davon.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sportler, immer einen dummen Spruch auf Lager. Hauptsache, Typen wie du können ihren ach so ungebändigten Trieben frönen, der Rest ist scheissegal.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Wenn etwas, dann war dies, einmal mehr, ein dummer Spruch deinerseits. Meine Bemerkung musst du dir gefallen lassen, wenn du ein Beispiel bringst, von dem du selber sagst, dass du eigentlich gar nichts darüber weisst.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Falsch, ich weiss einiges, nur die näheren Umstände nicht, ausserdem hab ich meine Informationen direkt von ihrer Familie. Ich wusste nicht, dass sie ein Escort ist, sonst hätte ich Kontakt zu ihr aufgenommen, ich wusste nicht, dass es ihr schlecht geht. Sie hatte sich irgendwann von allen distanziert, unsere Lebenswege trennten sich. Aber sie war über Jahre eine sehr enge Freundin, mit der ich fast meine gesamte Freizeit verbrachte, ich kannte sie sehr gut. Ihr Tod hat mich sehr mitgenommen, ich verbrachte viele Stunden in Trauer in der Erinnerung an sie, an ihre Fröhlichkeit.

      • Gabi sagt:

        Ach Pippi: Gestern trieb sich hier übrigens so eine Witzfigur rum (hat mich echt zum Lachen gebracht).

        Stellen Sie sich bloss vor, die hat unter ihrem Namen derart lustige Sätze raus gelassen wie: “Bleib doch bitte sachlich!”

        Sachlich!… Unter dem Namen Pippi!

        Raaahahahaha….

        “Typen wie du können ihren ach so ungebändigten Trieben frönen”

        Diese Pippi aber auch. Weiss ja soo viel!

        :-)
        :D

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Ganz simpel: Weshalb hat die kluge Frau mit gutem Job als Escort gearbeitet? Was hat das ausgelöst? Und weshalb hat sie sich umgebracht? Wenn du dazu nichts weisst, solltest du das Beispiel auch nicht bringen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler, das würde ich auch alles gerne wissen, aber es konnte mir niemand eine Antwort darauf geben. Tatsache ist, dass sie mit ihrem Leben bezahlt hat und das finde ich extrem bitter. Hast Du eigentich das Interview mit ‘Domenica’, das ich am Samstag postete, gelesen? Wenn nicht, solltest du has tun, es ist sehr aufschlussreich, die Frau kannte das Milieu wie kaum eine zweite, leider ist sie schon lange gestorben.

    • Martin sagt:

      Tja, irgendwie auch ein gewisses Berufsrisiko. Wenn man meint und versucht durch einen Escortdienst in die “bessere Gesellschaft” gelangen zu müssen und dort an Partys teilnimmt und zudem noch zu viel Alkohol und Drogen konsumiert, ist das bestimmt nicht für die Gesundheit förderlich.
      (Unter Vorbehalt, ohne die genauen Umstände Deiner Freundin zu kennen….)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist kein Berufsrisiko, weil P., auch Escort, kein Beruf ist. Es ist ein Zustand des ‘Ausgebeutet werdens’, am Ende steht ein verpfuschtes Leben, das oft im Suizid endet.

      • Gabi sagt:

        Ich find´s ja auch immer komisch, wenn über die Legalisierung weicher Drogen (also jetzt nicht Alk! Ich meine Canabis!) gesprochen wird… Wo die doch einfach verbotene Substanzen sind!

        :-)

        Diese Pippi… Und diese Argumente mal wieder… Da weiss man gar nicht mehr, was sagen (also die Anderen jetzt! – natürlich nicht Sie, Pippi!)

        Ev. sollte man die Prostituierten, die das nicht so sehen wie Sie in eine Art Landverschickung zwingen?
        Was meinen Sie?
        Vielleicht als Selbstversorger (z.Bsp.).

        … Mir fiele da spontan eine Küstengegend südlich des Himalaya ein…

        :D
        :D
        :D

        Diese Pippi!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Hast du die Tastatur heute schon geputzt, Schwachkopf? Nimm die Medis, sonst läufst du noch in einen FFE, so wie du wieder drauf bist.

      • Gabi sagt:

        Aber, aber…. (Zeigefingerschwenk)

        Sachlich bleiben, Pippilein…

        Sachlich bleiben!

        :-)
        :D
        :D
        ;-)

      • Marcos sagt:

        Weisst du warum deine Freundin als Escort gearbeitet hat? Eigentlich müsste in der Schweiz ja niemand als Escort arbeitet, wir haben Sozialhilfe. Es ist immer ein Stück weit auch die eigene Wahl und Selbstbestimmung was man macht.

        Ich kann mir aber vorstellen, dass viele Frauen das schnelle Geld sehen, danach aber daran zu Grunde gehen (oder auch an der Verachtung der Gesellschaft und der Geheimnisskrämerei und dass es auffliegt)
        Für mich stellt sich hier die Frage, wie weit darf der Staat in die Selbstbestimmung eingreifen: Verbot wie bei harten Drogen oder Laissez-faire wie bei Alkohol

  6. Fistik sagt:

    Man könnte persönliche Schwäche beliebig auch in andere Berufe projezieren z. Bsp.: Harry hat in seiner Jugend keine Lust auf Schule > macht ein paar Diebstähle,> seine Eltern werden fest böse > die schicken ihn in ein Internat mit Sonderschule > Harry merkt, dass die Mädchen erschrecken bei der Tatsache, dass er ein Dumboschüler ist und nimmt erst Kanabis und später schiebt er xtc-Pillen. Die Geschichte plätschert dann ein bisschen zwischen Sucht und gestrandeten Liebesbeziehungen, man könnte Homosex. noch einbauen > schliesslich wird er Gussputzer und stirbt sehr früh an Lungenemphysem.

    • Fistik sagt:

      Sollen wir jetzt WAS genau verbieten ?…Gussputzer ? XTC …? Sonderschulen…?

      • Martin sagt:

        oder Prostitution ?
        um auf das Thema wieder zurückzukommen…

        Ich frag mich wie das in Schweden abläuft, wo P verboten ist.

      • Fistik sagt:

        ehh Martin…mein post nimmt übrigens Bezug auf die Prostitution…aber anyway, in Schweden geht’s einfach via Handy u. Internet weiter…und wird fröhlich von Studentinnen praktiziert ;-)

  7. Martin sagt:

    wollte ich immer schon mal, eine (blonde) schwedische Studentin….
    :-)

  8. Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

    Nei, mier händ ke lesbischi Beziehig gha o ihre Suizid isch scho es es paar Johr här. S’isch jetzt aues wider höch cho, us däm Thema u will ich jitzt wider en Fründin ha, wo ich mier Sorge mache.

    Wirde jiitzt derzüe nüt meh säge.

    @ Katharina

    Nei, sii hät e kei Sozialhöuf chönne beaträge, wiu mer of dr Behörde dr Meinig gsii isch, dass sie wieder soll zur Müeter u ihrem Stiefvater zrügg. Me hät sie eifach elei glaa. S’ isch mängs Johr här.

    • Fistik sagt:

      “Müeter”…aus dem Wallis also ? …dort ging die Sozialhilfe ja sowieso nur in die Bauunternehmungen

    • Gabi sagt:

      Eben! (das mit der lesbischen Beziehung)

      Ich stell mir das echt schwer vor, sich den Problemen der Welt zu stellen, wenn jede Begebenheit bloss in die offenbar tief verinnerlichte Schablone gepresst wird, Katharina.

      … Und nein: Bitte nicht ausflippen – scheint mir ernsthaft knifflig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand ausser Ihnen das irgendwie in den Aussagen von Prostifreundin gelesen haben könnte.

      • Katharina sagt:

        natürlich war es eine Interpretation. sie beruht auf Kenntnis von Einzelschicksalen. übrigens habe ich nirgends explizit von lesbischer Beziehung geredet. sondern von einer Form der Liebe und Frauenbeziehung und dem Bedürfnis nach Nähe. das bedeutet nicht direkt Erotik. Aber in der tat las ich heraus, dass sie jene Frau liebte. denn ohne das würde das Thema nicht ihre Emotionalität auslösen. lieben heisst nicht automatisch lesbisch lieben.

      • Gabi sagt:

        Nun, dann finde ich den Hinweis auf “LIebesbeziehung” müssig.

        Meinen Sie, ich liebe meine guten Freunde nicht?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Deine guten Freunde? Mr. Walker & Co? Klar liebst du die, das beweist du jeden Tag auf’s Neue mit deinem wirren Geschreibsel. Alk und Medis sollte man nicht mischen, wie man an deinem Beispiel eindrücklich feststellen kann.

      • Gabi sagt:

        Oh… Pippi:

        Also was Neues finalmente?

        Darf ich annehmen – ich geb zu, da hab ich etwas grübeln müssen: Aber eben; derart plumpe Versuche sind halt einfach nicht so mein Ding – bei Mr. Walker sollte es sich um eine bekannte Whiskeymarke handeln?

        Na geht doch!

        ;-)

        Endlich mal wieder was Neues an mir.

        Jetzt also auch Alki!

        (sorry… Ich hab den Überblick verloren: Bei Nummer wieviel ihrer Erkenntnisse darüber, was ich aber ganz, ganz sicher sein müsse, sind wir inzwischen eigentlich?)

        Diese Pippi! Weiss ja soo viel!

        PS: Und sorry nochmal wegen dem Ignoriergebot; gäll?!

        :D
        :-)

      • Katharina sagt:

        “Meinen Sie, ich liebe meine guten Freunde nicht?” daran habe ich manchmal echt zweifel.

      • Gabi sagt:

        ???

        Jetzt fallen Sie wieder in alte Muster Katharina:

        Ich wüsste nicht mal annähernd, woraus Sie im Entferntesten darauf schliessen könnten.

        War übrigens oft genug auch der Grund, weshalb man mich (bzw. uns) für schwul hielt.

  9. Widerspenstige sagt:

    Was sich in Schweden so tut nach der Einführung des Verbots 1999 in S und worüber debattiert wird jetzt in Irland und Frankreich:
    ‘..Die Abgeordnete Lindberg schüttelt sich, wenn sie solche Zeilen liest. “Der Feminismus ist in Schweden Staatsreligion”, sagt sie. Er sei völlig aus dem Ruder gelaufen und habe in den vergangenen zehn Jahren eine konstruktive Debatte verhindert. “Wenn man einmal differenziert auf die Problematik schauen würde, dann würde jeder sehen, dass das Gesetz den Prostituierten kaum hilft, sie in die Illegalität zwingt und die Gefahr für die Frauen somit nur erhöht.”..’

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Auch das habe ich glaub gestern schon verlinkt. Aber man verliert hier ja auch schnell die Übersicht.

      • Widerspenstige sagt:

        Der Einfachheit halber plaziere ich nochmals hier das Wesentliche über die Diskussion heute nachmittag hier an anderer Stelle zwischen Dir, mila, pixel, Carolina, Gabi und auch Theo und mir. Der Überblick geht total verloren bei über 1′300 Kommentaren! Aber das Thema bewegt die Gemüter und das ist gut so! Es soll aufwühlen, beschäftigen, zum Diskutieren und vorallem Umdenken in gewissen Köpfen (ich meine da ultra-extreme Kreise beider Geschlechter!) anregen wie dies in besagten Ländern Schweden, Norwegen, Kanada, Irland, Frankreich und bald Schweiz geschehen ist und jetzt hier geschieht :D

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, es stammt aus Deinem Link, den ich hier nochmals reinstelle (hoffe, Du hast nichts dagegen, gäll): http://www.welt.de/politik/ausland/article8781528/Schwedische-Frauen-wehren-sich-gegen-das-Sexverbot.html

        Mein post wartet im off ….tja

    • Widerspenstige sagt:

      /2 ‘…Ähnlich sieht das Susanne Dodillet, die sich an der Universität in Göteborg seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. Ihre Kritik zielt vor allem auf den Bericht der schwedischen Regierung. Dodillet spricht von einem “wissenschaftlichen Skandal”, da Teilaspekte völlig ausgeblendet und die Betroffenen selbst nicht zu Wort kommen würden. “Die ganze Debatte ist geprägt von einem großen Unwissen über die Materie”, sagt sie. Für Lindberg ist die Studie nichts weiter als “Auftragsarbeit”, bei der das Ergebnis schon festgestanden habe, ehe man überhaupt begonnen habe…’ (aus menschenhandelheute)

  10. plop sagt:

    Da haben einige ziemliche Arbeit geleistet (und andere liegengelassen?) Was bleibt einem nach 3 Tage bloggen?

    • Pixel sagt:

      Plop, das ist doch bei jedem anders gelagert. Die, die sich hier so rege austauschen werden vermutlich einen gemeinsamen Nenner haben: man diskutiert, teilt sich mit, bekommt neue Aspekte aufgezeigt, revidiert oder festigt je nachdem seine Meinung, etc. Es hat wenig mit diesem Blogverhalten zu tun: ich kuck mal schnell rein, lass meinen Senf liegen und lustig wars. Das Interesse am Austausch geht tiefer. Und da lässt man viell auch mal die eine oder andere Mittagspause liegen.

      • plop sagt:

        Dennoch, was bleibt? Sicher, diese art der intensiven Auseinadersetzung, die ist sehr berechtigt, auch begrüsse ich sehr, dass dieses Medium auch gut zur Meinungsbildung dient. Aber wenn man bedenkt, was man mit dieser Energie, die hier im Blog über diese Tage freigesetzt wurde, hätte tun können? Ich finde die Frage schon berechtigt, wieviel solche diskussionen dem “echten” Leben schlussendlich hinterlassen. Das ist aber eigentlich ja auch bei “analogen” disskussionen fraglich… Egal. Mir selbst bleibt häufig eine wirre Leere im Kopf.

      • Widerspenstige sagt:

        Gebe da Pixel völlig recht und ich habe es weiter oben erwähnt, wieso ich es wichtig finde. Das ist nur etwas für gaaanz Eingefleischte, plop, denen es Wurscht ist, wegen der dafür liegen gebliebenen Arbeit. Denn über so komplexe Themen mit so interessanten gebildeten Menschen wie hier im MB manchmal gleichzeitig sich austauschen, mitzuwirken, ist einfach ein Leckerbissen.

        Achtung: es kann ansteckend sein ;-)

      • plop sagt:

        Es geht mir nicht um die liegengebliebene Arbeit. Was entsteht konkret aus solch einer grossen Diskussion?
        Und ich hoffe jeweils, dass diese paar intelligenten Personen da in “echt” auch so engagiert sind.

        Meinerseits mag ich mich nicht (noch mehr) anstecken, verträgt sich schlecht mit den Kindern.

      • gabi sagt:

        Mmmmh… Weiss nicht so recht.

        Ich meine über weite Strecken ist es bei diesem Thema schon nur aufs Hochhalten der Ideologie oder Moral rausgelaufen, die nur sehr dürftig mit echtem Interesse an Argumenten (Geschweige denn am Schicksal der Betroffenen) kaschiert werden konnte.

        Da muss ich auch sagen, bin ich nicht sicher, ob es dann nicht bloss Zeitverschwendung ist, mit zu tun.

      • Pixel sagt:

        Schauen Sie plop, das ist wie wenn man sich fragt, wie manche Menschen gerne Sport im TV kucken können. Ich treibe lieber welchen. Sport kucken langweilt mich total (ausser ev manche Spiele zu EM/WM). Andere hängen an der playstation und wieder andere gehen cafe trinken und tratschen. Es ist einfach: man mag es oder kann nichts damit anfangen. Und doch, meistens bringt mich der Austausch weiter, aber man muss sich die Zeit dafür nehmen.

      • plop sagt:

        Pixel, Sie müssen von mir aus gesehen nun nicht auf Ihrem Standpunkt rumreiten…
        Grüsse aus dem Westen nach Zee.

    • mila sagt:

      Ich ergänze: bei mir war es das genuine Interesse am Thema. Kommt in letzter Zeit nicht so oft vor.

  11. Marcos sagt:

    Ich selbst war mal für eine Zeit Dominikannerin liiert und wie ich später vernahm, hatte sie sich danach einige wenige Male prostituiert und sie leidet immer noch daran. Bei ihr war es wirklich tragisch, denn so wie ich sie einschätzte war sie intelligent, freundlich und hätte nicht diesen Weg gehen müssen.

    • Marcos sagt:

      Hingegen muss ich sagen, dass ich über sie von vielen Kolleginnen aus der Karibik gehört habe, für die Prostitution kein Problem darstellt. Mir schien es sogar, dass es der Karabik fast schon ein Teil der Kultur ist. Die Männer sind dort so unzuverlässig, dass man wenigstens noch ein wenig Geld einnimmt, wenn man sich mit einem Mann einlässt. Mit all den Zwischenstufen, die es in der Prostitution gibt.

      Wenn ich ehrlich bin, bin ich mittlerweile von der Kultur bzw. dem Verhalten der Leute recht angewiedert (Männer: totale Katastrophen, Frauen: mittlere Katastrophen). Sicher gibts auch schönes

    • Marcos sagt:

      Schlussendlich bin ich gegen ein Verbot, denn ich würde die Selbstbestimmung höher gewichten, aber ich denke dass viele Frauen, die sich des schnellen Geldes wegen auf Prostitution darauf einlassen, einen hohen Preis zahlen. Nicht alle können das so einfach wegstecken (die Frage ist natürlich auch ein bisschen wie sehr das Umfeld die Tätigkeit ächtet bzw. toleriert).

      Zudem möchte ich anmerken, dass es viele Graustufen gibt (z.B. Geschenke, Labelsex etc.)

      PS: alles mit Zwang, Menschenhandel, unter Druck setzen, Nötigung etc. gehört natürlich verboten

      • Martin sagt:

        Letzhin stand in der CH-Presse dass sich Genfer Prostituirte gewerkschaftlich organisieren um bessere Arbeitsbedingungen zu erzielen. Auch aus anderen Ländern (z..B. DE) habe ich Aehnliches schon gehört.
        Ob das allerdings dann auch tatsächlich den gewünschten Erfolg verspricht und wieviele so einer Organisation überhaupt anschliessen und angesprochen fühlen kann ich nicht beurteilen.
        Ein Versuch ist’s aber sicher mal wert.

      • gabi sagt:

        Zu den versch. Lösungsansätzen meine ich abschliessend (und auch im Hinblick auf Genf oder das Flatrate-Rammeln):

        Ein Überangebot bekämpft man – gerade, wenn´s auch noch mit einem evolutionsbedingten Trieb verbunden ist – schlecht mit einem simplen Verbot der Nachfrage. Insbesondere, wenn es nicht wirklich umsetzbar ist.

  12. Frank Maezenas sagt:

    Frau Weber, sie betrachten Prostitution als menschenverachtende Arbeit! Aber genau diese Sichtweise trägt dazu bei, dass Prostituierte (und übrigens auch Stricher!) bis heute vergeblich um gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen.
    Dabei hat Prostitution hat nichts mit Leibeigenschaft zu tun, sondern ist eine ganz normale und legitime personenbezogene Dienstleistung; eine Übereinkunft zwischen mündigen Menschen. Sie kämpfen für die Gleichberechtigung und tragen ironischerweise selbst zur Diskriminierung von Menschen bei, die ihren Lebensunterhalt als Sexarbeiter verdienen.

  13. Antonia aus DE Hannover sagt:

    hallo an alle ,
    Ich lebe mein doppelleben in deutschland— dank finamzamt.bin selbständige kosmetikerin und weil mch hier der steuer langsam auffrisst musste ich mich und zusatz job bemühen und wenn ich hier lese über lebens moral dann bin ich recht entteuscht was alle denken( negativ) über diesen job aber innerlich werden das sofoert tun
    .

  14. Antonia aus DE Hannover sagt:

    da zu muss ich sagen hier in DE läuft anders als in CH.Dazu kann ich ein lange Lied singen.

  15. Amy Moore sagt:

    Entschuldigen Sie bitte? Von seriösen Zeitungen sollte man sich andere Artikel gewohnt sein. Dem Tages Anzeiger hätte ich nicht für den klassischen Boulevard Stil gehalten. Ich erwarte Respekt und keine wertend geschriebene Texte. Das klassische Klischee der Prostituierten ist hier der einzige Blickwinkel. Dank meiner Masterarbeit über Prostitution hatte ich eine Menge Interviews mit diesen Frauen.
    Nicht alle entsprechenen dem klassischen Bild; drogenabhängig, jeden Freier nehmend, brutal vom zuhälter geschlagen, ungepflegt, billig. Das ist unakzeptabel.

  16. kate sagt:

    Die Prostitution ist ein Zeichen für eine falsch funktionierende Menschheit. Wäre die Welt, der Körperlichen Liebe offener und wäre der Sex nicht von Kindesbeinen an ein Tabu, was extra besonderes,was ganz seltenes in den Augen der Menschen , sondern effektiv etwas natürliches, wäre es auch nicht so ein komerzielles Thema. Man macht aus sex ein Druckmittel, eine Unterwerfung und verliert sogar die eigene Würde mit Sex. Eigenverschuldet oder nicht, Sex kann das Schlimmste sein obwohl es was Schönes sein sollte. Aber zum Thema. Prost. sind Schuld an der Beschmutzung von Frauen. Lieber gratissex

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