
Homöopathie kann eine weitere Möglichkeit sein, dem eigenen Kind zu helfen: Mutter mit Neugeborenem und homöopathische «Chügeli». (Bilder: Keystone).
Kaum ist das erste Kind auf der Welt, beginnen sich viele Eltern für Homöopathie zu interessieren. Es ist häufig ihre erste Begegnung mit den «Chügeli». Das bestätigen Homöopathen und die Regale von Buchläden: Dutzende Ratgeber und Nachschlagewerke versuchen dem Laien diese Alternativmedizin näherzubringen. Viele Buchtitel richten sich dabei explizit an Familien.
Die meisten dieser Bücher behandeln die Selbstmedikation: Eltern erfahren, wie sie selber bei ihren Kindern mit homöopathischen Mitteln körperliche und psychische Beschwerden lindern können. Mit einer homöopathischen Apotheke von dreissig verschiedenen Globuli und der Hilfe eines Taschenbuchs soll man die meisten kleineren Notfälle und Verletzungen, Beschwerden und Krankheiten behandeln können.
Doch so einfach ist das nicht: Klagt das Kind über Schmerzen, können gemäss den Ratgebern 13 verschiedene Mittel passend sein – je nachdem ob die Schmerzen brennend, stechend oder wellenförmig sind. Und ob das Kind dabei Durst empfindet oder unruhig ist und vor Schmerz schreit. Die Eltern müssen also die Art des Schmerzes bestimmen sowie den allgemeinen Zustand des Kindes erfassen können.
Das ist anspruchsvoll. Und alles für eine Behandlung, deren Wirkung umstritten ist.
Weshalb also ist die homöopathische Behandlung für Eltern derart attraktiv? Vor allem wohl, weil sich viele Eltern gegenüber der Schulmedizin eine Alternative wünschen. Sie sind irritiert, wenn ihnen der Arzt bei einem normalen grippalen Infekt eine Handvoll chemischer Medikamente in die Hand drückt, damit sie diese dem Kleinkind verabreichen. Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.
Hinzu kommt, dass man damit nichts falsch machen kann – vorausgesetzt natürlich, man versucht sich nicht an schweren oder chronischen Krankheiten. Dies erlaubt es den Eltern auszuprobieren: Hilft ein Mittel nicht relativ bald, war es wohl einfach das falsche. Es gilt ein neues zu wählen, ganz nach dem Prinzip «nützt’s nicht, so schadet es auch nicht». Wird der Schmerz, der Husten, oder der grippale Infekt danach nicht rasch besser, kann man ja noch immer zum Arzt, so die Überlegung.
Auf diese Weise handle auch ich manchmal. Ich sehe die Methode rein pragmatisch: Homöopathie kann eine weitere Möglichkeit sein, dem eigenen Kind (oder auch sich selbst) zu helfen. Weshalb also nicht einfach ausprobieren? Doch ich muss zugeben: Ich pröble nicht lange, denn allzu viel traue ich mir auf diesem Gebiet nicht zu. Wird der Zustand des Kindes mit den Kügelchen nicht schnell besser, wähle ich wenn nötig relativ rasch die Nummer der Homöopathin oder des Arztes.
Zwei Mal erlebten wir bislang mit den von der Homöopathin verschriebenen Kügelchen Erfolge: Eine langwierige Bronchitis des Sohnes verschwand nach der Behandlung innert Tagen. Die zahlreichen vom Arzt verschriebenen Medikamente hatten dies nicht geschafft. Ein anderes Mal waren es hartnäckige Warzen an den Füssen, die nach den Globuli innerhalb von 24 Stunden verschwunden waren. Ein Vereisen beim Arzt wurde hinfällig.
Ob diese Erfolge nun das Ergebnis der homöopathischen Mittel oder einer eingebildeten Wirkung waren ist unwichtig. Hauptsache es hat geholfen.
Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.



Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 


































































Häbuli ? …oder Schnäbuli ?
Für mein Kind möchte ich nur das Beste, und da ich mit der regulären Schulmedizin nicht nur gute Erfahrungen gemacht habe ist es nur recht, wenn man sich alternative Heilmöglichkeiten anschaut. Zugegebenermaßen war ich anfangs auch ein wenig skeptisch, aber da man sich so umfassend informieren kann (wie zb. auf http://homoeopathiehilft.at/ ) kennt man sich echt schnell aus. Mittlerweile bin ich wirklich begeistert. Bei uns wird sogar die Katze homöopathisch behandelt, die kriegt beispielsweise Notfalltropfen wenn wir auf Urlaub fahren
Yohanna
Sorry aber wenn du dich so echt schnell auskennst solltest du wissen: Notfalltropfen sind nicht homöopathisch….
Homöopathie ist für mich das Schlucken von Plazebos.Die enthaltenen Medikamente sind nahezu null. Ich bin überzeugt, dass das trotzdem den Leuten helfen kann, die daran glauben. Buschis können aber natürlich noch nicht daran glauben. Dann war die Heilung Zufall und nicht homöopathiebedingt.
Homöopathie hat mich gut begleitet bei Themen mit den Kindern, bei Heuschnupfen, während der Geburt… ein empfehlenswerter link hier, der mich auf mehreren Ebenen inspiriert hat: http://www.hof-hutmacher.de.
“Hauptsache es hat geholfen”, ist doch ziemlich dumm. Da könnte man das Kind ja auch erstmal 2 Wochen lang leiden lassen, das wird sicher auch das eine oder andere mal dazu führen, dass die Krankheit von selbst heilt. In den meisten Fällen jedoch wird dem Kind einfach die notwendige (echte) Medikation vorenthalten. Das ist unverantwortlich und dumm und geht zu Lasten des Kindes, das sich nicht wehren kann und dem Glauben an den Hokuspokus der Muitter wehrlos ausgeliefert ist. Unfassbar, dass sowas im 21. Jahrhundert noch ungestraft möglich ist.