Das Aniston-Syndrom

MAMABLOG-JENNIFER-ANISTON

Babyglück für Jennifer Aniston – leider erst am TV: Szene aus «Friends».

Jede Frau meiner Generation hat mindestens eine Freundin oder Bekannte, die unter dem Aniston-Syndrom leidet.  Natürlich teilen diese nicht den schillernden Lebensweg des Hollywood-Stars, aber ihr sehr viel weniger glamouröses Liebesleben, wenn man vom Starstatus der Protagonisten absieht: Aniston hat zwar Brat Pitt geheiratet, aber ihn nie davon überzeugen können, mit ihr eine Familie zu gründen. Angelina Jolie, Anistons Nachfolgerin,  ist das im Nu geglückt.  Natürlich war die attraktive und nicht ganz dumme Aniston nie lange allein, aber bis heute auch nie zu dritt. Obwohl sie sich genau das sehnlichst wünscht. Irgendwie hat es nie geklappt: Entweder hatten die Männer zwar Sexappeal, aber waren kein «Vatermaterial» oder aber sie wären gute Väter geworden, aber das Kribbeln im Bauch hat gefehlt. Wie bei unseren Bekannten.

Wenn ich die 41-jährige Aniston in der «To Night Show» davon reden höre, dass sie nicht wie die Frau, die sie in ihrem neusten Film «The Swich» gespielt  habe, auf eine Samenbank zurückgreifen wolle, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, weil sie den Papa ihrer Kinder doch kennen wolle, und es vorziehe auf natürlichem Wege schwanger zu werden, dann frage ich mich manchmal, ob Aniston irgendwann in ihrem Leben Biologie-Unterricht genossen hat. Oder ob sie einfach so blauäugig ist, wie sie ausschaut.

Doch nun behauptet die Autorin Rachel Lehmann-Haupt, dass eine ganze Generation von Frauen unter dem Aniston-Syndrom leide: «Über die dunkeln Seiten der Tatsache, dass Frauen heute viel mehr Wahlmöglichkeiten haben als vor fünfzig Jahren», sagt sie, «darüber redet man wenig. Schliesslich wollen wir nicht anti-feministisch klingen, oder unselbständig oder wie Frauen, die alles  haben ausser Mann und Kinder. Schliesslich wurde uns doch ein Leben lang eingetrichtert, dass wir letztere nicht brauchen zum Glück, oder? Stattdessen sagen wir: «Ach, mach dir keine Sorgen, ich hab eine Freundin, die mit 43 noch schwanger geworden ist»,  sagt Rachel Lehmann-Haupt, «Und wir umfahren erfolglose IVF-Zyklen, Aborte und den hohen Preis, den wir für die hinausgeschobene Fortpflanzung partnerschaftlich und ökonomisch bezahlen, grossräumig.»

Rachel Lehmann-Haupt, selber Opfer des Aniston-Syndroms, hat beschlossen, mit der Beschönigung des Liebeslebens der Generation 35+ Schluss zu machen und Klartext zu reden: «Wenn ich zehn Jahre zurück könnte», schreibt sie in ihrem Buch In Her Own Sweet Time: Unexpected Adventures in Finding Love, Committment and Motherhood , «würde ich meinem jüngeren Ich einschärfen, sich ernsthafte Gedanken über eine zukünftige Familie zu machen. Ich würde ihm von meinen Zeitgenossinnen erzählen und ihren Problemen, schwanger zu werden, und ich würde mein 30-jähriges Ich ernsthaft fragen, ob es tatsächlich klug ist, auf den Rat unserer Mütter zu hören, und zuerst an die Karriere zu denken und erst dann an mögliche Kinder.»

Wenn die Autorin feststellt, dass heute eine natürliche Empfängnis beinahe als so altmodisch gelte, wie die Frage, ob die Frau dabei einen Orgasmus haben könne, dann spricht aus ihr nicht nur die notorische New Yorkerin. Sondern auch eine Tochter der Emanzipation. Es sind nicht nur die Fortschritte der Fortpflanzungsmedizin, die Frauen die Familienplanung hinausschieben lassen, es ist die Kombination von Unabhängigkeit, ökonomischer Macht und der modernen Hochstilisierung des Individualismus. Wir Frauen haben die Wahl. Und wir wählen zunächst den Beruf und erst viel später, manchmal zu spät, das Baby. Die Familie, so haben wir gelernt, die kann warten. Und dabei verdrängen wir, dass sie nicht ewig warten kann.

Die Fortpflanzungsmedizin schenkt uns Frauen zwar etwas Zeit. Aber macht uns die Möglichkeit, die Eier einfrieren zu lassen, tatsächlich frei? Oder fördert die Fortpflanzungsmedizin bloss den Glauben, dass sich Schwangerschaft und Mutterschaft planen, timen und beliebig hinausschieben lassen, wie ein berufliches Weiterbildungsprojekt?  Ist die Fortpflanzungsmedizin gar Feindin des Feminismus, wie es Dr. Eleanora Procu, die italienische Pionierin der Gefriermethode, behauptet? Weil wir damit Schwangerschaft zum Effizienzproblem degradieren und Mutterschaft marginalisieren? Und wo eigentlich bleiben in dieser ganzen Debatte die Männer und potenziellen Väter? Haben sie nicht auch ihren Teil zur Konjunktur der Last-Minute-Babys beigetragen?

254 Kommentare zu «Das Aniston-Syndrom»

  • Schlaan sagt:

    Warum muss mann Kinder undebingt haben?
    Sie sind keine Haustiere, keine teuere Klamotten. Mann kann sie nicht wegschmeissen oder ins Tierheim bringen, wenn mann von ihnen genug hat. Sie sind kein Liebesbeweiss an den Partner. Sie bleiben lebenslang in unserem Leben.
    Mann sollte Kinder endlich mal ernst nehmen. Sie geben uns viel mehr, als wir ihnen. z.B. eine Möglichkeit eine zweite Kindheit zu erleben, über lustige und weise Denkweise zu staunen, eine unbegrenzte und bedienungslose Liebe zu erleben, uns fit und jung zu fühlen. Dazu sind nicht alle Erwachsene bereit, sie müssen sich für Kinder erst dann entscheiden, wenn sie bereit sind, ein Kind zu erleben und es zu lieben. Ich würde gern sagen, dass das Alter hier keine Rolle spielt. Das wäre aber gelogen. Eine Mutter, die mit 40 ihr erstes Kind gekriegt hat, geht Risiko ein, dass ihr Kind ein hartes Schicksal treffen wird. (meine Kollegin hat mit 41 einen Bub gekriegt, um ihr Partner zu binden, mit 46 ist sie an Krebs gestorben. Der Partner wollte vom Kind nichts wissen. Der Bub wurde von seiner Tante, die um 57 ist, adoptiert.) Cinderella effect ist doch beänstigend, oder?

  • Bruno Biondi sagt:

    Ist Jennifer schuld, dass ihr Mann jahrelang keine Kinder wollte? Oder ist die Ursache nicht eher die: Männer wollen keine Kinder bis 40 oder 45????

  • berit legner sagt:

    , Ihre Lösung ist Bevölkerungswachstum (oder einfach weiterhin 7 Kinder durchschnittlich pro Frau) oder oder oder

    Man kann es also gar nicht oft genug sagen, auch wenn man meinen müsste dass das Problem der Überbevölkerung Allgemeinbildung sein müsste.

    Lebten 1950 noch 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt, sind es heute etwa 6,8 Milliarden und die Prognosen des Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA) reichen von 8,0 bis 10,5 Milliarden Menschen für das Jahr 2050. Nach mittleren Entwicklungsprognosen wird die Bevölkerungszahl im Jahr 2050 bei 9,15 Milliarden liegen.

    Vor allem in Hinblick auf die globalen Ressourcen ist die Bevölkerungsentwicklung von großem Interesse, da Wachstum gekoppelt mit ökonomischer Marktintegration eine beschleunigte Reduzierung der natürlichen Vorkommen bedeutet.
    Entsprechend hat sich der ökologische Zustand der Erde verschlechtert.
    (http://www.bpb.de/wissen/I6T8RL,0,0,Bev%F6lkerungswachstum.html)

    Überbevölkert ist ein Land, wenn es seine natürliche Lebensgrundlage zerstört.
    Schon lange vorher wird es in einem solchen Land, auf unserer gesamten Erde nicht mehr genug Raum und andere Ressourcen für ein gutes Leben geben.

    In diesem Sinne können wir glücklich sein über Familienplanung, sie ist im Sinne der Natur. Denn…
    Ich muss es jetzt etwas platt sagen: Wir können unser Gehirn benutzen um solche Prozesse zu begreifen und positv zu beinflussen. Dieses Gehirn wurde uns von der Natur „gegeben“.

  • Kinder kriegen wir. Wir können Kinder nicht bestellen. Es ist wider die Natur, irgendwelche Vorkehrungen – mechanische, hormonelle oder medizinische – zu treffen, um Kinder zu verhindern, die Natur zu behindern, Kinder irgendwann später mit Hilfe irgendwelcher Quaks herzustellen.

    Kinder können wir nicht planen; nie und nimmer. Wir nehmen diese dankbar an, wann immer sie kommen….. Uebrigens, sie kommen, wir lassen sie nicht kommen. Wir können sie nicht kommen lassen. Bei jeder Spezies geht es um das Ueberleben, das Weitertragen der Gene. Gestorben wird, wenn die Natur keine Nachkommen mehr zulässt. Die Kultur auf der nördlichen Hälfte des Erdballs hat ihren Weg gewählt. Der Paradigmawechsel von Fruchtbarkeit zu Wohlstand ist mit dem Beginnn der Industrialisierung schon im neunzehnten Jahrhundert eingeläutet worden. [die Fertilitätsrate pendelte um durchschnittlich 7 (sieben) Kinder pro Mutter um das Jahr 1900; nur hundert Jahre später ist diese Rate je nach Land auf 1 – 1.3 KInder gesunken; im Land der Päpste ist sie am tiefsten]

    Dies bedeutet, dass im Verlauf der Zeit zwei sterben nachdem sie lediglich 1 1/3 (einskommadreidrei) gezeugt haben. Völker mit dieser Politik überaltern, verzehren ihre Ersparnisse, überbürden die himmelhoch aufgetürmten Schuldenberge den kontinuierlich zahlenmässig schrumpfenden Nachkommen.

    Sämtliche Generation seit Beginn der Industrialisierung handelten zum Schaden ihrer Kinder und Kindes Kinder, letztlich sich selber, verantwortungslos, gedankenlos, verführt von dem geschickt propagierten in Aussicht gestellten neuen Lebensstil. Die Gier nach mehr und noch mehr ward‘ geweckt. Grassierender Egoismus kaschiert mit Selbstverwirklichung geschürt von jenen, welche sich dem exzessivem Wachstum der Volkswirtschaft verschreiben, bringt die Bevölkerung zum Verschwinden.

    Der vermeintliche Wohlstand ist nur auf Zeit geborgt. Die Regel, dass nur eine wachsende Bevölkerung Volkswirtschaften wachsen lassen, wird von der Politik geschickt ausgedribbelt. Je weniger Kinder geboren werden, desto mehr Frauen werden von deren zunehmend kleineren Familien weggeholt, um sie dem System der modernen Sklaverei zu Gunsten anonymisierten Kapitals zuzuführen. Für die wenigen übrigbleibenden Kinder werden Krippen gebaut, Tagesschulen eingeführt, Mittagstische ins Leben gerufen. Die Mütter lassen ihre Kinder fremdbetreuen; die Mütter lassen es zu, ihren Kindern entfremdet zu werden.

    Die Kinder werden zurechtgeschliffen, indoktriniert durch von staatllichen Institutionen – diese legen letztlich die Bildungsprogramme fest – fabrizierten ebenfalls indoktrinierten Betreuern, um aus diesen Infanten infantil zu haltende produktive Konsumfaktoren herzustellen. Selbiges wird angestrengt von Politikern von weit links bis Mitte rechts. Das Volk wird dem Kapital geopfert. Die dummen Linken – sie beweisen es mit ihrem grotesk-lächerlichen Program – lassen sich vor den Karren der Verführer spannen. Sie gehören zu den Verführten, geblendet nehmen auch sie am ihnen zugedachten Wohlstand teil.

    Die durch geschicktes Marketing zu vermeintlicher Selbstbestimmung, Selbständigkeit, Selbsverwirklichung verführte Frau lässt sich für dumm verkaufen. Sie glaubt, mit der Hilfe arroganter Mediziner – besser wohl Medikametriker – der gottgegebenen Natur ins Handwerk pfuschen zu können; weit gefehlt. Karriere mit Kinderkriegen zu vereinen, gelingt nur jenen, welche an der Pfründe teilhaben und eh schon alles haben. Der grosse Rest sind halt eben nur sogenannte irregeleitete METOOFrauen. Sie bezahlen die Zeche durch mit zunehmendem Wohlstand einhergehendem Verlust der Lebensqualität; sie werden krank. Zufriedenheit weicht Stress.

  • machos u.feministen das sind die seiten einer medaille.beides sind kompromislose fundamentalisten,die nur in den kategorien :maennlich oder weiblich denken koennen.man kann im leben nicht den“ batzen und das weggli“haben. man muss sich entscheiden..aber gerade das wird den menschen eingeredet.die maenner u.frauen glauben dies nur zu gerne und jammern dann ,wenn sie merken ,dass sie ueberfordert sind.

  • Chris sagt:

    „Haben sie nicht auch ihren Teil zur Konjunktur der Last-Minute-Babys beigetragen?“? Wie bitte? Nachdem den Damen kein Mann fein genug ist? Diese Frauen sind zu recht kinderlos und sollten es bleiben. Sanfte Evolution, die Darwin noch nicht kannte.

  • Til sagt:

    Irgendwie macht es doch mehr Sinn, erst die Kinder zu kriegen und dann Karriere zu machen.
    Mit 20 Kinder, mit 30 an die Uni und ab 40 Karriere würde in groben Zügen hinhauen und wäre biologisch viel sinnvoller.
    Schon nur weil man mit 20+ die durchwachten Nächte viel besser verkraftet als mit 40+.

    • StefanB sagt:

      Durchaus denkbar, aber wie soll das Studium mit 30 finanziert werden? Stipendien und Darlehen gibts momentan nur, wenn man die ganze Ausbildung in einem Rutsch macht.

  • Betty sagt:

    Mittlerweile ist eine Frau die studiert und an ihrer Karriere arbeitet ja nichts Ungewöhnliches mehr. Studium: kein Problem, Karriere: warum nicht?, Kind: schwierig. Müssen wir uns zwischen Beruf und Familie entscheiden oder sollte es nicht möglich sein beides in einem gesunden Gleichgewicht zu vereinen? Beispiel Finnland: Krippenplätze in den Firmen der arbeitenden Mütter: Das ist Entwicklung.

  • lilly sagt:

    Ich bin selber 23ig und Studentin. Oft bin ich damit konfrontiert, dass Leute (alt und jung, Männer und Frauen) mich extrem schräg ansehen wenn ich sage, dass ich lieber vor oder knapp nach 30ig Kinder haben möchte. „Aber jetzt bist du doch an der Uni!“ „Die Zeiten sind doch vorbei, weisst du wie jung 30 ist? Du solltest schon noch 10 Jahre arbeiten und etwas aufbauen bevor du dann langsam an Kinder denkst“ und mein Liebling von den Damen so zwischen 50 und 80: „Weisst du, wir haben eben noch kämpfen müssen, damit wir auch eine Ausbildung haben konnten, und solche Frauen die dann heutzutage trotzdem Kinder haben bevor sie Karriere gemacht haben, die sind jetzt kontraproduktiv.“

    Persönlich sehe ich nicht ein, was daran falsch ist lieber Mutter zu sein als krankhaft zu arbeiten. Wenn jemand keine Kinder möchte, dann ist das natürlich etwas anderes. Aber die Frauen die einfach noch warten wollen, damit sie dann das Geld und die Wohnung und den Job und den Mann haben den sie sich immer erträumt haben und dann realisieren müssen, dass sie rückblickend vielleicht doch etwas früher hätten beginnen müssen mit der Familienplanung. Das finde ich einfach dumm und traurig.

    Emanzipation bedeutet meiner Meinung nach, dass man als Frau heute frei entscheiden kann was man mit seinem Leben anfangen möchte. Und nicht, dass man jetzt gezwungenermassen 100% auf „Die Karriere“ setzen muss. Arbeiten müssen wahrscheinlich die meisten, die Zeiten in denen man zuhause bleiben konnte bis die Kinder in die Schule oder Kindergarten kamen sind wohl auch für die meisten vorbei. Aber eben. Ich finde es ist in einem gewissen Ausmass in der Natur der Frau, dass sie darüber nachdenkt Kinder zu kriegen. Wenn man das, meiner Meinung nach meistens nur auf Druck von aussen hin, verdrängt, dann schadet man nur sich selber. Die anderen mit ihren gescheiten Vorschlägen, wie die moderne Frau von heute ihr Leben zu leben habe, müssen das Leben schlussendlich dann ja nur von aussen beobachten und stecken nicht selber in der Situation.

    Aber bald haben wir sicher eine ganze Generation von frustrierten, älteren Frauen in der Menopause, mit ganz vielen Katzen. Damit sie nicht alleine sind. Und die in der teuren Eigentumswohnung sitzen und irgendwie nicht wissen was ihnen eigentlich genau fehlt im Leben.

    • Regula sagt:

      Ich stimme mit dir überein, was die freie Entscheidung betrifft. Mir gefällt nur der letzte Abschnitt nicht, denn ich sehe in meiner Familie und Bekanntschaft viele Frauen in der Menopause ohne Kinder, die weder frustriert sind noch viele Katzen haben.

      Eines meiner Ziele im Leben war und ist, zufrieden zu bleiben, was immer das Leben mir bringen wird. Auch Kinder sind kein Garant für diese Zufriedenheit.

    • Anita sagt:

      @ Lilly: wenn Emanzipation den Frauen die Möglichkeit gibt, zu arbeiten oder Kinder zu bekommen oder mit Ach und Krach beides zu schultern, also zu wählen, was bitte bedeutet Emanzipation dann für die Männer?
      Was wäre, wenn der Mann eines Tages heimkommt und zu seiner Partnerin sagt: „Schatz, das Kind muss ja nicht mehr gestillt werden und ich kann mich genauso gut darum kümmern. Ich habe übrigens heute gekündigt. Ab sofort will ich mich nur noch ums Kind kümmern und du verdienst bitte unser aller Lebensunterhalt.“ – Das wäre dann Wahlfreiheit auch für den Mann (welche die emanzipierte Frau ganz normal für sich in Anspruch nimmt). Ist die emanzipierte Frau bereit, ihm diese Wahlfreiheit zuzugestehen?
      Bitte beachten: mit Emanzipation gibt es nicht nur mehr Rechte, sondern auch mehr Pflichten.

      • ali ferkous sagt:

        anita, wenige deutschschweizer frauen möchten die versorgerinnerolle übernehmen – ich habe bisher nur eine kennengelernt, die das mal versucht hat und meint, diese verantwortung möchte sie nie mehr übernehmen. wenn dies bei dir anders ist: hut ab, du scheinst eine der wenigen frauen in der deutschschweiz zu sein, die nicht glauben, emanzipation sei eine einbahnstrasse.

  • EinVatervonVieren sagt:

    Zuerst einmal Danke für den guten Artikel, der sehr viele Aspekte beleuchtet, aber etwas Wichtiges weglässt: Die Kinder.

    Unsere Welt ist Ich zentriert, passt das Kind zu meinem Leben, zu meiner Karriere….
    Aber wie oft fragen wir uns: Passen wir zu diesem Kind? Kinder kriegen heisst die Werttabelle auf den Kopf zu stellen, nicht mehr für das ich zu schauen, sondern für die Kinder (jeweils bei mir der Fall).
    In diesem fall heisst dies: Passen alte Eltern zu einem Kind? Bin ich noch in der Lage mit meinem Kind rumzutrollen, wie es sich gehört?
    Besteht unter vernünftigen annahmen eine Chance, dass die Nachkommen meines Kindes noch Grosseltern haben, oder werde ich für meinen Nachwuchs schon zur verknöcherten Altlast, bevor dieser Nachwuchs selbst erwachsen ist?
    Auch diese Fragen, wie es für ein Kind ist, alte Eltern zu haben, sollten bedacht werden

  • Edoardo sagt:

    Jennifer Anistons Problem, angeblich keinen passenden Partner bzw. „Erzeuger“ ihrer Kinder finden zu können, ist für mich kaum nachvollziehbar. Mein Mitleid mit ihr und ähnlichen Frauen (prominenten und nichtprominenten) hält sich allerdings in sehr engen Grenzen, denn Aniston muss ihre Ansprüche bezüglich Prominenz, Reichtum, Intelligenz, Originalität, Talent und gutes Aussehen in derartig utopische Höhen getrieben haben, dass da kein realer Mann mehr mithalten kann, und sollte es doch einen derartigen Idealmenschen geben sollte, ist er schon längst vergeben. Man kann es noch mit Unreife und Naivität entschuldigen, wenn schöne junge Frauen mit dem typischen abweisenden „Unter-Brad-Pitt-und-Co.-läuft-bei-mir-absolut-nichts-Blick“ durch die Welt stolzieren, aber nicht bei einer Frau über 40.

    Vermutlich ist Anistons Vorstellung eines perfekten Partners eng verknüpft mit ihrem Wunsch nach vollkommen gesunden, wunderschönen, intelligenten und liebenswürdigen, also wiederum perfekten Kindern. Leider kollidiert diese Hollywood-Mentalität („warum soll ich mich mit dem garstigen Unvollkommen begnügen, wenn ich doch das Vollkommene haben könnte?“) mit der Realität, in der leider vorwiegend die Wahl zwischen dem Unvollkommenen und dem Garnichts besteht. Und wer dann zu lange wartet, den bestraft die unerbittliche Zeit.

    • ali ferkous sagt:

      klingt etwas verbittert, edoardo. ich vermute, kein mann traute sich, Aniston in der nachfolge von brad pitt anzubaggern

  • *sigh* sagt:

    ..es ist die Kombination von Unabhängigkeit, ökonomischer Macht und der modernen Hochstilisierung des Individualismus. Wir Frauen haben die Wahl. Und wir wählen zunächst den Beruf und erst viel später, manchmal zu spät, das Baby. Die Familie, so haben wir gelernt, die kann warten. Und dabei verdrängen wir, dass sie nicht ewig warten kann.

    Genau so siehts aus. Wieder mal die Qual der Wahl..
    Das betrifft aber alle Menschen die in der „westlichen“ Konsumwelt leben, nicht nur Frauen. Die Frauen stehen allerdings in der un/glücklichen Lage darüber zu bestimmen (bis) wann sie Kinder bekommen.

    Es gab wohl kaum eine Zeit, in der ein einzelnes Individuum in seinem Leben so viele komplexe Entscheidungen treffen konnte wie heute, um sein Leben selbst zu bestimmen. In Anbetracht all der Konsum/Erlebens-Möglichkeiten die das Leben hier so bietet, müssten wir etwa 3x so alt werden wie heute um all das was wir wollen (sollen), auch zu erleben und nicht ob der verpassten Gelegenheiten frustriert zu werden.

    DAMIT umzugehen ist eine echte Kunst und sollte den Kindern vorgelebt/mitgegeben werden.

  • Karrierefrau = Mann sagt:

    Sorry für den provokativen Titel, aber lasst ihn mich etwas erörtern:
    Welcher gut aussehende, intelligente und ordentlich verdienende Mann will eine Karrierefrau?

    Um als Frau einigermassen Karriere zu machen, muss Frau gewaltig egoistisch sein können, knallhart agieren und unnachgiebig ihre Ziele verfolgen. Dann stellt sich der Erfolg im Berufsleben sicherlich ein, aber will MANN sowas zuhause?

    Ich für meinen Teil habe dann lieber die liebevolle, verständnisvolle Frau, die sich Kinder schon immer gewünscht hat, mich unterstützt und nicht neidisch auf meine Lohnzahlungen guckt und sich ständig mit mir vergleicht und irgendwann nach der Schwangerschaft ihr „altes Leben“ zurück haben will.
    Eine Karrierefrau kann ihr jahrelanges „Mannsein“ doch nicht mit einer Schwangerschaft ablegen und plötzlich zur zufriedenen Mama werden. Lächerlich.
    Und genau DESHALB sind Karrierefrauen oft einsam. Weil MANN sich nicht etwas Mühsames/Schwieriges nach Hause holen will.
    „Normale“ Frauen sind komplex genug ^^

  • Giftpilzli sagt:

    Naja bei Madame Aniston mag das ja wohl nicht der Fall sein.
    Die 08/15. Oder sagen wir, Frauen wie (ich, du, sie, wir) die sich
    total in der Durchschnittszone bewegen wollen eine gute Bildung
    damit man dem Nachwuchs auch etwas bieten kann.

    Was bringt eine Familie Mitte 20? Mache Menschen haben andere Träume!
    Frau Aniston möchte Nachwuchs, andere Frauen möglicherweise NICHT.

    In der heutigen Zeit, wird man komisch angeschaut und eingeteilt, sprich schubladisiert:

    1) zu spät Kinder hat (Erfolgssüchtig & Karrieregeil)
    2) zu früh Kinder hat (Verantwortungslose Working Poor die sich nur über die Kinder definieren)
    3) Gar keine Kinder hat (Egomanen & Hartherzige)

    Toll, es lebe das Klischee

    • Regula sagt:

      Genau meine Meinung. Oft kommt es sowieso anders, als wir es geplant haben. Das Leben macht uns sozusagen einen Strich durch die Rechnung. Was natürlich nicht heisst, es nützt nichts, sich zu überlegen, was wir im Leben erreichen, wie und mit wem wir unser Leben leben wollen.

    • *sigh* sagt:

      ++

  • Pjotr Petrovic sagt:

    Das Problem der Frau Aniston ist doch reichlich eigenartig: Da gibt es hunderttausend Männer, die wohl kaum zögern würden, die Dame ohne Umschweife zu, äh, begatten. Und sie hat Probleme, „den Richtigen“ zu finden? Drehen wir die Sache doch mal um. Stellen wir uns vor, Frau Aniston würde einen netten, leider vorübergehend arbeitslosen Klempner ehelichen und mit ihm ein Kind zeugen. Ich bin überzeugt, es gibt genügend nette, arbeitslose Klempner da draussen, die nichts dagegen einzuwenden hätten. Würde Frau Aniston das wollen? Sicher nicht. Die Kategorie Männer, welche für sie überhaupt in Frage kommt, ist ungefähr so rar gesät wie weisse Elefanten. Er muss aussehen wie Brad Pitt – und wenn er nicht mindestens über, sagen wir mal, einige Millionen USD verfügt und Zugang zur High Society hat, dann wird’s wohl auch nix werden. Frau Carla Bruni verzichtet immerhin auch gerne auf ein ansprechendes Äusseres bei ihrem Ehegatten, sofern dieser dann wenigstens Staatspräsident ist.

    Was lernen wir daraus? Frauen suchen auch nach 40 Jahren Feminismus noch immer nach dem Ehegatten, der ihnen zu Status und Geld verhilft. (Ausnahmebeispiele bestätigen die Regel.) Hat Mann das nicht, dann ist er eben kein potentieller Gatte. Zumindest nicht für Frau Aniston. Je attraktiver die Frau selbst ist, desto höher die Ansprüche an Status und Geld, die bitteschön der Gatte mitbringen soll. Als Cinderella-Komplex würde ich das bezeichnen. Noch immer, auch mit 40 Jahren noch, wartet Cinderella darauf, von einem Ritter auf weissem Pferd entführt, zur Gattin genommen und dann be-, äh, gattet zu werden.

    Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass Frauen ihre eigenen Fantasien kritisch hinterfragen.

    Alles bloss meine eigene Einbildung? Mitnichten. Schauen wir uns zwei Dinge an:

    1. Rechts neben diesem Kommentar gibt es auf der Webseite, die mir gerade angezeigt wird, einen kleinen Kasten. Darin ist eine attraktive, jüngere Frau abgebildet. Der Bildtext lautet: „Einsame Spitze – Wer will mich? Sie ist schön, sie ist klug – aber sie findet keinen Mann fürs Leben und für ihre Kinder. Das Drama der Alpha-Frau. Einsam an der Spitze.“
    Oh wie bedauernswert. Man sollte sich den Text zu Gemüte führen. Der Grundton lautet: „Die Frauen sind zwar spitze in Beruf und Forschung, aber irgendwie klappt’s einfach nicht im Liebesleben.“ Die armen Frauen sind Opfer ihres eigenen Erfolgs!
    Jetzt drehen wir das mal geschlechtsspezifisch um. Angenommen ein Mann hat unglaublich Erfolg bei den Frauen, jede Woche legt er eine neue flach. Nur klappt’s leider nicht im Beruf. Ist ein solcher Mann Opfer der Umstände? Ist ein solcher Mann bedauernswert?

    Weiter behauptet der Artikel: „Das Gros der Männer zieht volle Lippen und Jugendlichkeit den neuen weiblichen Tugenden Bildung, Durchsetzungskraft und Ehrgeiz vor. Umgekehrt folgt das Gros der gebildeten, erfolgreichen Frauen vielleicht dem Klempner bis ins Schlafzimmer aber selten vor den Traualter.“ Da haben wir’s also. Die Spitzenfrau mag zwar vielleicht noch gerade Sex mit dem zitierten Klempner (ich habe nix gegen Klempner, ehrlich!) haben, aber ihn heiraten – also das dann doch nicht. Dass Männer mit Frauen, welche einen geringeren IQ haben als sie selbst, kein Problem haben, das zeugt doch eigentlich von einer grosszügigeren Haltung der Männer den Frauen gegenüber als umgekehrt, oder nicht? Der entscheidende Punkt ist eben: Der Klempner ist ein gesellschaftlicher Loser. Und sowas will Akademikerfrau partout nicht heiraten.

    Noch weiter: „Die Folge: Je mehr die Frau den Mann bildungsmässig hinter sich lässt, desto kleiner wird der Pool der passenden Partner.“ Klar. Die Fantasie ALLER Frauen ist ein Mann, der MEHR Status, Geld und Macht hat als die Frau selbst. Aussehen zweitrangig. Und eine Akademikerfrau hat bereits viel davon. Woher bitteschön soll da noch ein Mann kommen, der noch mehr hat als sie?

    Die Fantasie von Männern ist eine komplett andere: Sex mit möglichst vielen attraktiven Frauen. Dazu braucht er weder zu heiraten, noch muss die Frau Status, Geld und Macht haben. Sondern die Frau muss einfach nur attraktiv sein. Heirat ist üblicherweise der Moment, in welchem ein Mann seine Fantasie zugunsten einer einzigen Frau aufgibt, während die Frau ihre Fantasie durch die Heirat realisiert. Dieses Ungleichgewicht ist bezeichnend.

    2. Schauen wir uns mal kurz den zitierten Buchtitel an: „In Her Own Sweet Time: Unexpected Adventures in Finding Love, Committment and Motherhood“. Auch hier ist die Frau das passive Opfer äusserer Umstände. „Unexpected“ sind also ihre Abenteuer. Als wäre es völlig unmöglich vorherzusehen, was mit einer Frau passiert, die nach einem Mann Ausschau hält.

    Es ist wirklich Zeit für eine Änderung.

    • StefanB sagt:

      Nun, Lieber Pjotr, zu Deinen Punkten:

      zu 1: Das Problem ist, dass eine Frau, die einen Mann mit einem höheren Status heiratet, als Aufsteigerin betrachtet wird, ihren höheren Status aber zumeist nur solange behält, wie sie mit dem Statusträger verheiratet ist. Umgekehrt aber erhöt sich nicht der Status des Mannes, der „nach oben“ heiratet, nein, sie verliert einige Statuspunkte.
      Mit anderen Worten: eine Frau wird immer noch – egal, was sie leistet – nach dem Status ihres Mannes bewertet. Was bei einem Mann selten der Fall ist. Sollte es ihm aber dennoch gelingen, so kann er durchaus seinen neu erworbenen Status behalten, wenn es ihm denn gelingt, im neuen Status Leistung zu erbringen. Der Klempner, der seinerzeit Liz Taylor geheiratet hat, hat das leider nicht begriffen.

      Zu 2. Sapperlott, ein unerwartetes Abenteuer. Aber, mein lieber 0rlando, jedes Abenteuer ist unerwartet; wer auf ein Abenteuer (im Wortsinn) aus ist, muss ja Masochist sein. Abenteuer bestehen aus Schweiss, Blut und Tränen, und welcher vernünftige Mensch tut sich das freiwillig an?
      Eine in Zürich tätige Psychologin hat geschrieben, eine Frau könne, egal wie alt sie ist, egal wie sie aussieht, jederzeit eine Affäre haben – da sieht man(n) mal wieder, wie nötig wir Männer doch den Sex haben! Deshalb denken wir wohl auch so oft daran.

      • ali ferkous sagt:

        2 fragen zur prüfung obenstehender hypothesen:

        ist senatorin clinton weniger bedeutsam, weil sie einen abgehalfterten präsidenten zum gemahl hat, bzw.
        war rita fuhrer weniger wert, weil ihr mann weder regierungsrat noch sonst ein notabler war?

        hat die psychologin auch den tatbeweis angetreten – oder bloss das angeber-verhalten von männern kopiert?

        ‚eine Frau wird immer noch – egal, was sie leistet – nach dem Status ihres Mannes bewertet‘ das ist doch bloss noch wunschdenken von einigen waidwunden männern und verkennung der realität von möchte-gern-feministinnen.

        margreth thatchers & angela merkels ehegatten und selbst ruth metzlers partner sind und waren doch nicht einmal ziergemüse wie carla bruni sondern blosses beikraut.

      • StefanB sagt:

        ali ferkous:
        Das stimmt alles, und Hut ab vor der Leistung all dieser Frauen. Der Unterschied zu dem, was ich meinte, liegt im a) Zeitpunkt:

        a1. Wenn Frau X einen Herrn Regierungsrat heiratet, dann ist sie „Frau Regierungsrätin“. Was immer sie nun leistet, es wird nicht wahrgenommen werden, da sie (und das schwebt im Hinterkopf) das als die Frau des Regierungsrats getan hat.
        a2. Wenn Herr Y eine Frau Regierungsrat heirater, dann ist er „das Beigemüse der Frau Regierungsrätin“. Da kann er etwas tolles vollbringen, und es wird ihm angerechnet.
        a3. Hilary Clinton, Rita Fuhrer, Ruth Metzler, Margareth Thatcher und Angela Merkel waren auch schon aktiv, bevor sie heirateten, oder wurden aktiv, ohne dass sie eine herausragende Stellung ihrer Männer als Starthilfe benützten oder benützen konnten.

        Carla Bruni ist doch das perfekte Beispiel: wer würde sich denn noch für dieses zweitklassige Ex-Model interessieren oder ihre Platten kaufen, wenn sie eben nicht die Frau von Monsieur Sarkozy wäre? und wo ist die vorherige Mme Sarkozy, die Monsieur le Président für eben diese Carla Bruni verlassen hätte?

      • StefanB sagt:

        Übrigens bringt die Psychologin das Beispiel einer 87jährigen, die ein Sexinserat laufen liess, um einen Partner zu finden. Obwohl sie offen ihr Alter angab, konnte sie sich nicht vor Angeboten retten…

      • ali ferkous sagt:

        da ich carla bruni nicht persönlich kenne, kann ich ihre qualitäten nicht beurteilen. ihre gesanglichen ausdruck würde mir zumindest für den hausgebrauch genügen 😉 möglich, dass sie optisch nicht mit naomi campbell mithalten kann, aber die model-klassen-zugehörigkeit sagt wohl nichts über ihre beziehungstauglichkeit aus.

        ehrlich gesagt, bin ich etwas erstaunt über den ausdruck ‚zweitklassiges Ex-Model‘. ich dachte, StefanB ist ein frauenversteher, aber unter dem schafpelz guckt ein ‚male chauvinist‘ hervor – oder täusche ich mich?

      • StefanB sagt:

        Ali Ferkous: Nun, zweitklassig ist immer noch besser, als dritt- oder viertklassig. 🙂 ich wollte nur sagen, dass sie den eigentlich grossen Durchbruch als Model nicht geschafft hat.
        Nicht, dass sie keine attraktive Frau ist, und auch wenns nicht ganz an die Spitze gereicht hat, möchte ich die Leistung als Model oder auch als Sängerin von Frau Bruni nicht schmälern. Aber: wir würden hier nicht über Mme Bruni Sarkozy reden, wenn sie denn nicht den Präsidenten der Französischen Republik geheiratet hätte. Sie wäre einfach in der Fülle von trällernden Ex-Models, Schauspielerinnen, ex-Teenie-Stars, Ex-DSDS-Teilnehmern usw. untergegangen.
        und übrigens: Sie haben Carla Bruni als Ziergemüse bezeichnet.

      • ali ferkous sagt:

        StefanB, ich glaube die zeitliche abfolge war etwas anders rum: Carla Bruni wurde von Sarkozy erkannt und geehelicht, weil sie bereits model und sängerin war. soviel ich weiss, darf sie seit der eheschliessung nur noch ausnahmsweise auf benefizveranstaltungen singen – aber da wissen gala-leserinnen besser bescheid.

        Bruni habe ich als ziergemüse bezeichnet, weil sie immerhin noch eine funktion als zierde von Sarkozy hat, von den von mir als beikraut bezeichneten ehemännern von Thatcher, Furrer, Metzler und Merkel kennen wir in der regel nur den familiennamen – falls er gleichlautet wie derjenige der amtsinhaberin. oder kennen sie etwa den vornamen des gatten der expo.02-direktorin nelly wenger? die meisten dieser männer stehen wie ‚bestellt und nicht abgeholt‘ da – nun auch wir machos müssen uns etwas umgewöhnen 😉

      • ali ferkous sagt:

        lara, die stereotype vorstellung der frauen – auch der grossen – ist, dass der mann grösser sein muss als sie, und nicht wie ‚Little Big Man‘ erst auf einen kübel stehen muss, um sie stehend zu küssen 😉

        wenn mann etwas in den singlebörsen rumguckt, findet er dieses stereotyp bestätigt. wenn eine frau über 1.80 ist, können halt auch die meisten männer den anspruch nicht erfüllen, dass die frau im stehen den kopf an seine brust anlehnen kann.

        meines erachtens finden frauen eher kleinere männer als ‚unmöglich‘ als die kleineren männer selbst. aber auch hier gilt natürlich: wenn man die traditionellen schemen kehren will, steht man im fokus der blicke.

      • ali ferkous sagt:

        dieser beitrag sollte natürlich weiter unten stehen bei
        lara sagt:
        17. August 2010 um 19:41

      • StefanB sagt:

        @Ali
        Carla Bruni wurde von Sarkozy erkannt und geehelicht, weil sie bereits model und sängerin war.
        stimmt schon, aber er war schon Präsident, als sie zusammengekommen sind, er stand also an der Spitze seiner Karriere, als er sich diese Trophy-Wife schnappte. Und was mit der anderen, vorherigen Mme Sarkozy passierte, interessiert heute keine(n) mehr. Übrigens passierte Hildegard Schröder das selbe, als ihr Mann Gerhard Bundeskanzler wurde und seine Affäre mit Fräulein Köpf „legalisierte“. Damals war ja noch wichtig, dass sie den Namen richtig rum schrieb, nicht ihren Namen zuerst 🙂

    • lara sagt:

      als mann kann man wenigstens etwas an seinem status machen. sprich mehr erfolg & geld = höheren status
      als frau bist du entweder attraktiv oder nicht. kannst du nix daran machen. je älter desto weniger attraktiv

      es gibt also umgekehrt… wahnsinnig viele liebenswerte, schlaue, fleissige & intelligente frauen die auch keinen partner bekommen weil sie einfach nicht attraktiv sind. mit denen hat gar niemand mitleid im gegensatz zu den sanitärn…

      • ali ferkous sagt:

        vielleicht sollten diese frauen einfach versuchen etwas witziger, spontaner und extrovertierter – kurz auffälliger – aufzutreten.

        wir männer gucken zwar den schönen frauen hinterher, aber in einer beziehung ist es vielen von uns wichtiger, dass wir den draht zu einander finden. nicht umsonst steht die frage im raum, weshalb sich die frau eines blinden hübsch macht. wohl kaum, um ihrem gatten zu gefallen … hübsch aber doof käme bei mir nicht für mehr als eine nacht in frage 😉

      • ali ferkeous: „wir männer gucken zwar den schönen frauen hinterher, aber in einer beziehung ist es vielen von uns wichtiger, dass wir den draht zu einander finden. nicht umsonst steht die frage im raum, weshalb sich die frau eines blinden hübsch macht. wohl kaum, um ihrem gatten zu gefallen“

        Ich kenne keinen einzige Mann, der das nicht genauso sieht. Und der Vergleich mit der Frau eines Blinden ist sehr speziell- so kann man es auch ausdrücken.

      • StefanB sagt:

        Iara: es gibt durchaus auch Männer, die eine liebenswerte, schlaue, fleissige und intelligente Frau attraktiver finden als ein Möchtegern-Model. Doch manchmal habe ich den Eindruck, weil die meisten Männer schönen Frauen hinterherrennen, haben diese Frauen das Gefühl, dass das, was ihnen „übrigbleibt“, sei nur von minderer Qualität, eben zu wenig männlich, genau weil sie sich nicht die meisten auf diese Top-Starlets stürzen.

      • lara sagt:

        sorry aber das ist wie wenn frauen behaupten der status des mannes ist ihnen egal. ich kenne kein einziges paar, in welchem er sehr viel besser aussieht und sie eine ganz tolle, lustige und intelligente ist.

        es ist zwar lobenswert was sie sagen, aber nicht was ich täglich sehe.

      • lara sagt:

        vielleicht besser gesagt: ich denke viele männer finden lustige, belesene usw. attraktiver als die ’nur‘ attraktiven. die frauen, welche über 1.80, harte gesichtszüge haben, grossen knochenbau haben und mit wenig kurven gesegnet sind, können noch so nett, lieb und lustig sein sie werden von den männern gar nicht wahrgenommen.

      • StefanB sagt:

        Iara, das mag schon sein, aber ich hab auch nicht behauptet, diese Männer sehen aus wie Brad Pitt oder Johnny Depp…

      • StefanB sagt:

        sie werden von den männern gar nicht wahrgenommen.
        von den Männern nicht wahrgenommen, oder: nicht von den Männern wahrgenommen, die sie gerne hätten?

      • ali ferkous sagt:

        lara, die stereotype vorstellung der frauen – auch der grossen – ist, dass der mann grösser sein muss als sie, und nicht wie ‘Little Big Man’ erst auf einen kübel stehen muss, um sie stehend zu küssen 😉

        wenn mann etwas in den singlebörsen rumguckt, findet er dieses stereotyp bestätigt. wenn eine frau über 1.80 ist, können halt die meisten männer den anspruch nicht erfüllen, dass die frau im stehen den kopf an seine brust anlehnen kann.

        meines erachtens finden frauen eher kleinere männer als ‘unmöglich’ als die kleineren männer selbst. aber auch hier gilt: wenn man die traditionellen schemen umkehren will, steht man im fokus der blicke.

        von wegen kurven: ja, wir männer blicken auf grosse busen, kurven etc. das heisst noch lange nicht, dass wir diese frauen auch wirklich wollen, bloss wegen dem busen, den kurven. die frauen, so scheint mir, scheitern eher an ihren eigenen kriterien als an denjenigen der männer.

      • Gretchenfrage: Warum gehen die berühmt-berüchtigten Klempner eben in den meisten Fällen doch nicht leer aus? Weil sie nur noch bei Aldi an der Kasse fündig werden? Haha! Dieses Status-Heiraten ist halb Phantom, halb Wirklichkeit, die Grenzen dürften wohl fliessend sein. Man kann zwar nicht ganz ausschliessen, dass Frauen nach oben heiraten, aber so richtig wahr ist es in vielen Fällen eben doch nicht. Geld spielt bei den meisten Frauen eine Rolle, zweifellos, aber es gibt auch genügend Frauen, die auf eigenen Beinen stehen. Ich könnte jetzt mit dem Finger auf Frauen in einem ganz bestimmten Teil in Europa zeigen, denen fehlt dieser ganze, bequeme Versorgeranspruch- und Statusblock sozusagen vollkommen: Die stehen auf eigenen Beinen- und zwar deshalb, weil sie nichts anderes gelernt haben (Stichwort Sozialisiation). Wie weit die von uns entfernt sind? Luftlinie ca. 1000 Kilometer. Und es gibt hunderttausende von ihnen… mittlerweile auch hierzulande. Also, schaut Euch mal um, Männer: Meistens erkennt man sie an ihrem Dialekt.

    • Insel sagt:

      haha, herrlicher beitrag!

      zum inhalt: genau, raus aus der opferrolle!
      und so geht’s: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/8618/die-5-dating-fehler-von-frauen/

    • Tobe or not Tobe sagt:

      Da sind wir wieder beim CINDERELLA COMPLEX!!! Dies beschreibt für mich ganz genau das Problem für Madame Aniston. Ihr wollte einen Prinzen, wir aber keine Prinzessinnen und wann dann mit Hof und Gut.

    • Eremit sagt:

      Eine witzige „analyse“ von Pjotr Petrovic, auch wenn sie etwas wenig in die Tiefe geht.

      Interessant ist da auch die Rolle des Ansprechens und Umwerbens: Bis anhin war dies die Pflicht der Männer. Nun mit dem angeblich durchschnittlich höheren Bildungsniveau der Frau ist es mehr und mehr die Pflicht der Frau. Mag sein, dass es täuscht, dass Frauen dabei zu sehr gruppendynamisch sind wie bei der Mode: Alle Frauen wollen (als erste) das selbe paar Schuhe, bzw. in unserem Fall Brad Pitt. Nur dabei läuft die Zeit davon und am Ende gehen viele leer aus.

  • Severin Brunner sagt:

    das kommt doch wohl auf’s gleiche heraus, oder etwa nicht ?

  • Also alle, die sich über die Prominentenreferenz Aniston aufregen: Hätte Margrit Allenspach-Syndrom besser geklungen? Oder Emma Hauri-Syndrom? Klar, hätten alle sofort gewusst, um was es geht!

    • Severin Brunner sagt:

      es geht wohl eher darum, dass Aniston eine ganz bestimmte Vorbildfunktion übernimmt, oder etwa nicht ?

      • ali ferkous sagt:

        vorbildfunktion? ich hoffe nicht!
        aniston ist wohl eher eine symptom-symbolfigur

      • Tobe or not Tobe sagt:

        Aniston ein Vorbild? Leider ja für viele Gala/Klatschblattleser die ihr leben auch gerne so leben möchten. Doch ist das realistisch? Nie und nimmer, hier wird euch und den jungen Mädchen etwas vorgemacht.

        Ja Tante Emma hätte niemand interessiert, doch die Plagen andere Probleme. Sind wir uns da einig?

    • Severin Brunner sagt:

      es geht darum, dass Anistion ein ganz bestimmtes Rollen-Vorbild verkörpert. Dieser Satz wird wahrscheinlich nicht bei allen gut ankommen. Aber jemand muss ja mal auf die ganze Hollywood-Problematik aufmerksam machen.

      • Tobe or not Tobe sagt:

        @Severin: Ja das ist sehr unbeliebt.

        Mal ganz ehrlich die Damen in dem Blog: Wer von euch liest nicht ab und zu ein Klatschheftchen? Stars sind Vorbilder wie auch abschreckende Beispiele für was man werden oder nicht werden sollte. Doch klangheimlich wünscht sich jede von euch, einmal die Auswahl zu haben wie eine Multimillionärin?!

      • lara sagt:

        „Doch klangheimlich wünscht sich jede von euch, einmal die Auswahl zu haben wie eine Multimillionärin?!“

        Nein, die meisten wünschen sich so auszusehen wie Jennifer Aniston nicht so viel Geld zu haben wie sie (= die Auswahl an Männern zu haben wie eine Frau die so aussieht)

      • Severin Brunner sagt:

        was sie ist und wie sie aussieht, das kann man doch schlecht trennen. Man sieht schliesslich so aus, wie man ist, d.h. wieviel Geld man hat, welche Kleider man kauft, welche Frisur man hat, welches Make-Up man benutzt usw. und dies ist u.a. abhängig von den finanziellen MItteln, oder nicht ?

      • lara sagt:

        hmm reiche leute sehen nicht per se besser aus. klar man kann sich den personal trainer leisten usw. den körperbau und das gesicht hat man. egal wieviel kohle auf dem konto ist.

      • Severin Brunner sagt:

        aha, und Jennifer Aniston sieht demnach so super aus ? Finde ich nicht !

      • lara sagt:

        sind wir doch realistisch. jennifer aniston sieht besser aus als 95% der frauen. sie ist schlank, proportional und hübsch. klar gibt es je nach geschmack andere frauen, die für sie vielleicht besser aussehen. objektiv gesehen gehört sie aber sicher zu den attraktiven.

        aber warum diskutieren wir überhaupt darüber?

        tragisch ist, dass frauen immer noch lieber schlänker und hübscher wären als sie sind. gut gilt auch für männer, die wollen einfach mehr geld und mehr macht.

        daran wird sich wahrscheinlich nie was ändern. die wenigsten sind zufrieden mit dem was sie haben.

  • Tobe or not Tobe sagt:

    Der Fluch des Geldes. Hätte sie nicht soviel Möglichkeiten die liebe Aniston, wär sie glücklicher. Aber wir schauen ja alle auf solche Leute hinauf, wo keiner und wirklich keiner das Leben das wir zu99.9% führen, nur für eine Sekunden kennengelernt haben.

    Der Teufel steckt im Detail und in jeder neuen Möglichkeite die einem besser erscheint. Ich bewundere solche Leute keine Sekunde und es interessiert mich noch weniger was mit denen passiert, den mein und deren Leben ist nicht zu vergleichen.

    Deshalb hoffe ich, das auch die Frauen hierzulande ein solches Bewustsein haben um zwischen Märchenprinzessin Anistion und ihrer eigenen Realität zu unterscheiden.

    Hauptsache nie alleine sein. Das ist genau was die meisten nicht können. Den erst wenn du alleine bist, wirst Du dich mit Dir selber auseinandersetzen, vorher ist die Macht der Möglichkeiten zu gross.

    Babylonische verwirrung in den Köpfen der heutigen Frauen?

    • ali ferkous sagt:

      … offensichtlich nicht nur in den köpfen der heutigen frauen!

    • Widerspenstige sagt:

      @Tobe or not Tobe…
      Ja, der Fluch des Geldes…und die damit zusammen hängenden Kurzschlüsse wie z.B. das Aniston-Syndrom. Das interessiert mich persönlich eigentlich auch herzlich wenig. Da gebe ich Dir zu 100% Recht!
      Ähm…wieso denn babylonische Verwirrung? Und das mit dem Alleinsein besprichst Du am besten mit einem absoluten Kenner: dem Eremit, welcher hier regelmässig nachts vorbeischaut, ok? ;-

      • Tobe or not Tobe sagt:

        hmm alleine sein ist nicht das Thema, aber nur durch das Gefühl ganz alleine dazustehen ist Mann wie auch Frau gezwungen nur mit sich selber klar zu kommen. Und genau das können viele nicht. Sie brauchen ständig jemand um ihre eigenen Schwächen zu übertönen. Das widerspiegelt sich natürlich im ganzen Leben.

        „BABY“-lonische Verwirrung könnten auch die verwaschenen Wahrnehmungen unser heutigen Frauen sein,denen allen eingebläut wurden, das sie als Prinzessinen geboren wurden. Damit meine ich natürlich nicht Alle, den Gott sei dank gibt es noch Frauen mit durckblick und Sinn für Realität.

    • StefanB sagt:

      wo keiner und wirklich keiner das Leben das wir zu99.9% führen
      Andererseits haben viele SchauspielerInnen vor ihrem Erfolg sehr tief „unten durch“ müssen.

      Allerdings ist vielen der Erfolg zu Kopf gestiegen – oder sind dies die fast unvermeidlichen Pülverchen, Pillchen etc.?

      Zum Alleinsein: viele können sich nicht mit sich allein sein, oder gar mit sich auseinandersetzen – das haben sie nie gelernt, und viele haben wohl auch Angst zu erkennen, wie trivial ihr Leben ist.

  • Teetrinker sagt:

    Weil Frau Aniston den Vater ihrer Kinder kennen will, fragen sie sich ob sie schon mal Biologieunterricht hatte?!

    • Severin Brunner sagt:

      verstehe ich auch nicht, diesen Satz.

      • Severin Brunner sagt:

        hilft uns jemand ?

      • Melanie Meier sagt:

        Ja, weil man im Biologieunterricht lernen sollte dass Frauen nicht ewigs Kinder kriegen können. Und die Autorin meint damit dass bis Frau Aniston den passenden Mann kennen lernt, es zu spät sein kann.

        Den Blog zusammengefasst in einer Frage 🙂

      • ali ferkous sagt:

        teetrinker ist ein hoffnungsloses und auf das stadtgebiet beschränktes city kid – hat noch nie etwas vom „göfferli-muni“ gelesen

      • Eremit sagt:

        In dem betreffenden Abschnitt wo dieser Satz vorkommt, steht nirgends, dass sie sich ggf. auch mit der Tatsache abfindet nie Kinder zuhaben, oder auch nicht. Dem entsprechend kann sie m.E. trotz gutem Biologieunterricht sich äussern mit „Kinder natürlich zu zeugen“.
        Die Frage vom Teetrinken ist m.E. logisch, nachvollziehbar.

        Wenn man davon ausgehen würde, dass jede Frau unbedingt Kinder will, dann hätte der betreffende Satz sinn. Nur dabei tut man leider eines: Alle Frauen in den selben Topf werfen.

    • Severin Brunner sagt:

      ali ferkous, wieso musst du hier einen auf Konfrontation geben ? @ Melanie Meier. Süss, ihre Erklärung. Es wirklich ergreifend, wie man sich hier mit Jennifer Aniston identifiziert. Man könnte meinen, die arme Aniston hätte die Mama-Blog-Spin-Doctor’s nötig …

      • ali ferkous sagt:

        hm, wollte nur darstellen, dass aniston vielleicht doch etwas mehr von biologie versteht als teetrinker annimmt 😉
        gebe zu, war nicht politically correct, hätte wohl besser einen wissenschaftlichen artikel über KB, in downtown switzerland besser als AI bekannt, geschrieben

      • Severin Brunner sagt:

        ganz schön gerissen, deine Rhetorik 😉 downtown Switzerland ? Down Town Zurich heisst das doch, oder etwa nicht ? Und bei KB und AI, da dröhnt mir ganz schön der Schädel … 😉

  • lara sagt:

    vielleicht ein wenig off-topic aber…

    ich hatte gestern abend mein mann gefragt ob er denn mit mir tauschen würde, wenn das ohne probleme (d.h. alles identisch. keine lohndifferenzen, keine rollenvorgaben der gesellschaft. einfach so tauschen.) gehen würde. d.h. ich würde 80% arbeiten (wie mein mann jetzt) und mein mann würde 40% und sich drei tage die woche alleine um die kleinen kümmern.

    zu meiner grossen überraschung sagte er nein. auf keinen fall (obwohl er und viele andere männer immer wieder betonen wie gerne sie mehr zeit mit den kindern verbringen würden) meinte er. ich hingegen würde sofort mit meinem mann tauschen wollen. zu wissen, dass die kinder beim vater gutaufgehoben sind, würde mir das schlechte gewissen nehmen.

    jetzt würde mich es wunder nehmen wieviele herren hier würden denn mit ihren ehefrauen 1:1 tauschen wollen? und wieviele frauen würden mit ihren männern tauschen?

    • macho sagt:

      Ich denke das ist gar nicht mal so off-topic!

      Gute Frage! Ich selber bin zu jung um zu antworten. Aber ich kanns mir gut vorstellen, den Kinder- und Haushaltpart hauptsächlich zu übernehmen, und nebenbei noch ein wenig abreiten. Oder stell ich mir das zu einfach vor?

      • Severin Brunner sagt:

        abreiten oder arbeiten ? 🙂

      • Walter sagt:

        Abreiten? Die anderen Hausfrauen in der Nachbarschaft? 🙂

      • macho sagt:

        Ok, das kann man jetzt auch völlig falscher verstehen! 😀

        Mit nebenbei ein wenig arbeiten, meine ich Berufsarbeit in der Bank in der ich angestellt bin. Der Kinder- und Haushaltpart ist genau so arbeiten.

      • Aussteigen, aufsteigen, absteigen… und dann nach erwähntem Schema arbeiten natürlich, was denn sonst 😉

    • Würde ich sofort machen!

    • ali ferkous sagt:

      lara, das ist wohl die falsche frage – die frage müsste wohl eher lauten, weshalb sich die paare nicht vor der familiengründung über ihre zielrollen klar werden.

      lara + marcel wären offensichtlich das ideale paar, aber leider haben sie es zu spät rausgefunden.

      • Severin Brunner sagt:

        darf ich fragen, ob du Muslim bist ? Mir scheint, du bringst hier eine muslimische Note in die Diskussion …

      • ali ferkous sagt:

        severin, in traditionellen familienverhältnissen bleibt die frau zuhause und der mann geht anschaffen.

        lara möchte anschaffen gehen und marcel zuhause bleiben. offensichtlich wollen die jeweiligen aktuellen partner jedoch diesen rollentausch nicht vornehmen. bleibt als lösung für lara + marcel nur der partnertausch 🙂 dies wäre bestimmt weder gut christlich, noch muslimisch, dafür echt rational!

    • Eremit sagt:

      „auf keinen fall meinte er.“
      Begründung?
      Wenn ich betrachte wieviele Frauen ihre Männer betreffend Haushalt und Kinder „dominieren“, dann ist m.E. in den jeweiligen Fällen ein Nein verständlich.

  • Severin Brunner sagt:

    Was ich an diesem Blog irgendwie nicht kapiere, ist die Tatsache, dass hier Frauen andauernd über ihre Mutterprobleme reden. Ich dachte mal, dass Emanzipation darin besteht, dieses Problem zu lösen, ohne sich dauernd über dieses oder jenes am Mutter-Sein aufhalten zu müssen. Je länger mehr kapiere ich, dass die Emanzipation nie stattgefunden hat und wahrscheinlich auch nie stattfinden wird. Denn bei der Emanzipation geht es doch letztendlich nur um Macht, dass die Frauen genügend Macht erhalten, um ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Um eine Verbesserung des Zusammenlebens zwischen Männern und Frauen zu erreichen, bewirkt dieser Diskurs sicher nicht viel, womöglich sogar das Gegenteil. Denn mehr denn je haben Männer das Gefühl, von der Frauenwelt ausgeschlossen zu bleiben, während die Frauen in immer mehr ihrer Lebensbereiche eindringen. Eine assymmetrische Entwicklung. Dass sich Frauen anfangen, mit Schauspielerinnen zu vergleichen („Jennifer-Aniston-Syndrom“) ist daher verständlich, denn Schauspielerinnen wollen die Frauen gerne sein, nämlich je nach Situation in einer anderen Rolle, die immer nur die Vorteile einer Situation einbringen. Dass das Vorbild Aniston dabei in ihrem Privatleben nicht schwanger wird, ist dabei eine willkommene Anekdote des gängigen weiblichen Opfer-Komplexes.

    • lara sagt:

      und warum dringen die männer nicht mehr in die frauenwelt ein? weil sie nicht wollen. ganz einfach.

      • Severin Brunner sagt:

        ich will. ganz einfach.

      • Eremit sagt:

        … was die Frage auf wirft: Warum wollen sie nicht?
        Oder können sie nicht?
        Ich bezweifle, dass es für Frauen völlig ok ist, wenn ab morgen alle Männer beginnen die Damentoilette auf zu suchen.

    • Severin Brunner sagt:

      aber Frauenwelt muss ja nicht heissen, dass es immer nur um Kinder geht. Frauen sollten doch einen eigenen Entwurf der Welt haben, der nicht von den Männern bestimmt ist, was aber nicht heisst, dass er dem der Männer zu 100 % widersprechen muss, oder irre ich mich ?

      • Tanja sagt:

        „Denn mehr denn je haben Männer das Gefühl, von der Frauenwelt ausgeschlossen zu bleiben, während die Frauen in immer mehr ihrer Lebensbereiche eindringen.“

        Die Frauen haben ja auch nicht auf eine Einladung warten können, als es darum gegangen ist, in die Berufswelt einzusteigen. Es gäbe wohl mehr als genug Frauen, die noch so glücklich wären, wenn Männer im Haushalt und in der Familie (ich gehe davon aus, dass sie das mit „Frauenwelt“ meinen?) von sich aus mehr Verantwortung übernehmen würden……..

    • StefanB sagt:

      Was ich an diesem Blog irgendwie nicht kapiere, ist die Tatsache, dass hier Frauen andauernd über ihre Mutterprobleme reden.
      Mütterprobleme – Elternprobleme – Wie heisst dieser Blog nochmal?

      • Severin Brunner sagt:

        Der Blog heisst „Mama Blog – Kinder, Knatsch & Prosecco“. So hätte Aniston ihre Mutterrolle wahrscheinlich auch beschrieben. Der Prosecco scheint mir dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle einzunehmen 😉

  • Eremit sagt:

    Endlich wieder mal konstruktive, besinnliche Worte von Frau Althaus.

    „Und wo eigentlich bleiben in dieser ganzen Debatte die Männer und potenziellen Väter? Haben sie nicht auch ihren Teil zur Konjunktur der Last-Minute-Babys beigetragen?“
    Darf Mann überhaupt, wenn es um Schwangerschaften und Geburten geht mit reden ohne von Frauen gleich „geächtet“ zu werden mit „dich betriffts nicht als schweig besser“?
    Weswegen gibt es relativ viele Männer, die keine Kinder wünschen, oder bei der Entscheidung Kinder ja/nein die Frau „im Stich“ lassen?
    „Besser in einer Ecke des Daches wohnen als eine zänkische Frau im gemeinsamen Haus.“ Sprüche Salomons 21/9
    Man kann sich da nun fragen, ob Frauen die für Emanzipation sind zänkisch wirken.

    „Oder fördert die Fortpflanzungsmedizin bloss den Glauben, dass sich Schwangerschaft und Mutterschaft planen, timen und beliebig hinausschieben lassen, wie ein berufliches Weiterbildungsprojekt?“
    Ich würde es mal umgekehrt betrachten: Die künstliche Fortpflanzungsindustrie ist theoretsich auch dem Gesetz des Angebotes und der Nachfrage unterworfen. Nur, jedes Kind weis, dass man die Nachfrage steuern kann, in dem man z.B. auf verschiedene Arten in die Gesellschaft ein Gedankengut streut mit „mach dir mit 25 noch keine Gedanken über Kinder und Familie, geniess dein Leben“. Das führt dazu, dass mit 35 bis 40 vermehrt Frauen bei der künstlichen Fortpflanzungsindustrie anklopfen und dort Geld abliefern, was den Gewinn und die Löhne steigen lässt.
    Wie hoch sind die Gewinne der künstlichen Fortpflanzungsindustrie?
    Und hoch sind dort die Löhne von „Experten“?

    „Ist die Fortpflanzungsmedizin gar Feindin des Feminismus, wie es Dr. Eleanora Procu, die italienische Pionierin der Gefriermethode, behauptet? Weil wir damit Schwangerschaft zum Effizienzproblem degradieren und Mutterschaft marginalisieren?“
    M.E. ja, weil dadurch auf eine Art Frauen zu Männer werden, bzw. es herrscht dann extrem betrachtet kein Feminismus, sondern ein Maskulinismus mit femininen Methoden.

    „… dass sie nicht … auf eine Samenbank zurückgreifen wolle, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, weil sie den Papa ihrer Kinder doch kennen wolle, und es vorziehe auf natürlichem Wege schwanger zu werden …“
    Das ist m.E. eine edle Einstellung.

    „… dann frage ich mich manchmal, ob Aniston irgendwann in ihrem Leben Biologie-Unterricht genossen hat.“
    Warum dies? Warum gelten Menschen mit edlen Einstellungen als blauäugig?

    „Doch nun behauptet die Autorin Rachel Lehmann-Haupt, dass eine ganze Generation von Frauen unter dem Aniston-Syndrom leide…. alles haben ausser Mann und Kinder. Schliesslich wurde uns doch ein Leben lang eingetrichtert, dass wir letztere nicht brauchen zum Glück?“
    Wenn man keinen Mann benötigt zum Glück, dann beinhaltet logischer weise das Glück auch keine Kinder und Mann. ManFrau kann sich fragen, ob dieses Gedankengut eine Saat ist für eine Gesellschaft in der Egoismus in der Nächstenliebe vorherrscht.

    Vierzig Jahre Emanzipation und man hat eine Generation mit Aniston-Syndrom, Zufall?

    • Henri sagt:

      Nein, kein Zufall.

    • ali ferkous sagt:

      lieber eremit, du machst einen denkfehler – aniston will keinen mann, sie will nur den co-erzeuger kennen, was bei amerikanischen samenbanken eher unwahrscheinlich ist – im gegensatz zu schweizerischen, die den spender den gezeugten kindern bekanntgeben müssen (und deshalb nur noch wenig spender haben).

      ferner müssen emanzipierten frauen nicht per se zänkisch sein – und vice-versa – vielleicht haben viele männer einfach kein interesse am kindermachen, weil „ihr bauch ihr gehört“, m.a.W. weil sie keine grosse lust verspüren, bei einem spiel mitzumachen, bei dem die andere partei alleine und jederzeit mitten im spiel die regeln ändern darf.

      zudem ist es nicht sehr rational, sich auf ein joint-venture einzulassen, bei welchem die verpflichtungen mindestens 20 jahre andauern oder merklich darüber hinaus bei mehreren kindern – das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist.

      • Eremit sagt:

        lieber ali ferkous
        Bevor du jemandem einen Denkfehler unterstellt, musst du erläutern, wo im Text geschrieben steht, dass sie keinen Mann, sondern einen Co-Erzeuger sucht? Kann es sein, dass dies irgend wo in „verzweifelte Emanzen“ zum Ausdruck kommt?
        „…die den spender den gezeugten kindern bekanntgeben müssen (und deshalb nur noch wenig spender haben)“
        Kinder können ihre Väter und Mütter nicht aussuchen. Gibt es wenig Spender, weil vielleicht somancher Mann denkt „ich will nicht, dass die lieblosen Kinder einer lieblosen Mutter“, oder kranker weise „die hässlichen Kinder einer hässlichen Mutter mich eines Tages kontaktieren“, oder „eines Tages muss ich Alimente zahlen, für Kinder, die ich nie kannte“?

        Ja „emanzipierten frauen [müssen] nicht per se zänkisch sein“, nur es wirkt zänkisch, wenn Frau ihre Rechte kennt und immer wieder darauf pocht, aber nicht die Rechte des Mannes kennt und somit nie auf seine Rechte „pocht“.

        „vielleicht haben viele männer einfach kein interesse am kindermachen, … weil sie keine grosse lust verspüren, bei einem spiel mitzumachen, bei dem die andere partei alleine und jederzeit mitten im spiel die regeln ändern darf.“
        Das bezeichne ich mal als Willkürgesellschaft und solch eine Gesellschaft richtet sich schleichend selbst zu Grunde. Warum geht dabei ein Staat nicht hin, erstellt eine Basis auf der beide Geschlechter sich konstruktiv auf gleicher Augenhöhe begegnen und unterbindet jegliches Ändern der Speilregeln. Wenn dann jemand z.B. einem Vater die Kinder weg nimmt, so behalten die Söhne den Familiennamen des Vaters?

        „… das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist.“
        Bitte nicht von abenteuersüchtigen Menschen auf die Allgemeinheit schliessen.

      • ali ferkous sagt:

        hallo Eremit, kannst deinen Samen gerne bei der schweizer Samenbank abgeben, brauchst dich einfach nicht zu wundern, wenn im Tram plötzlich ganz viel Kinder zu dir „Hallo Papa!“ sagen 😉

        Tja, wir leben in einer Demokratie und da bestimmt das von der wählenden Bevölkerung bestimmte Parlament die Gesetze. Mir scheint, dir schwebt eine Lösung wie im Gottesstaat Iran vor – leider sind dort die Evangelikalen überhaupt nicht beliebt. Bleibt wohl nur der Vatikan, aber dort sind sie katholisch.

        Zu “… das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist.”: bitte beim Bundesamt für Statistik reklamieren. Es handelt sich hier nicht um Abenteurerinnen und Abenteurer, sondern um die aktuelle Ehestatistik.

        Irgendwie lebst du im falschen Staat, mein Lieber. An deiner Stelle würde ich zum Islam übertreten und mein Leben als Koran-Schüler (Taliban) in Afghanistan weiterführen. Deren Ansichten scheinen sich ideal mit deinen zu decken.

      • Isobel sagt:

        @Eremit
        …Ja “emanzipierten frauen [müssen] nicht per se zänkisch sein”, nur es wirkt zänkisch, wenn Frau ihre Rechte kennt und immer wieder darauf pocht, aber nicht die Rechte des Mannes kennt und somit nie auf seine Rechte “pocht”…
        Das meinst du doch jetzt nicht im ernst, oder? Bisher haben männer auch nicht gross daran gedacht, eine frau zu bevorteilen zb am arbeitsplatz. Die frauen kennen ihre rechte erst seit beginn der emanzipation – wenigstens ein teil davon kennt sie inszwischen und setzt diese auch um. Sogar das frauenstimmrecht musste sie sich erkämpfen – ja das wirkt nicht sehr weiblich, da gebe ich dir recht. Aber hätten wir frauen nicht bis zum sankt nimmerleinstag warten können, bis die männer uns einfach so eines schönen tages dies als geschenk zugestanden hätten? Kein mann hat sich da gross darum gekümmert, bis eben das zänkische weib heftigst darauf gepocht hat. Anders geht es ja nicht.

      • Eremit sagt:

        hallo ali ferkous, soll daran etwas schlecht sein, wenn im Tram plötzlich ganz viele Kinder zu einem „Hallo Papa!“ sagen? Ist doch prima. Bedenklich wird es dann, wenn alle Mütter Alimenteforderungen stellen die man nicht erfüllen kann und man dann von der Gesellschaft als assozial verschrien wird.

        Sorry, wir leben nicht in ein Demokratie, sondern in einer Scheindemokratie. Würden wir in einer Demokratie leben, so könnte man viel öfters mitbestimmen und abstimmen gehen, z.B. jeden Sonntag. Des weiteren müsste man auf alle Bundesentscheide und auch auf einzelne Gesetzesartikel bei Gesamtpaketen ein Referendum ergreifen können, welches der Bund von sich aus finanziell unterstützt, so dass man nur noch mit den Unterschriftsbögen von Haus zu Haus gehen muss. Das selbe bei Initiativen. Dabei müssten Werbekampagnen verboten sein, auch die des Bundes, da dadurch die finanziell besser betuchten bessere Chancen haben. Und wenn die Bevölkerung einmal Nein gesagt hat, dann sollte der Bund dies respektieren und nicht wie bei einer Manipulationsmasse es alle zehn Jahre immer wieder versuchen. Im Falle eines Ignorierens des Volkswillens wie bei Sommerzeit und der Alpenschutzinitiative sollte der Bundesrat und Vereinigte Bundesversammlung zurück treten. Das selbe sollte für den Bundesrat gelten, wenn er etwas empfiehlt, das dann vom Volk aber ausgeschlagen wird wie die Minarettinitiative.
        Gut, man kann sich wie ein neuzeitlicher Philosoph auf den Standpunkt stellen, dass die Mehrheit, der Souverän, oftmals falsch liegt, was von Richtern theoretisch korrigiert werden sollte. Nur, wer wählt nach welchen Kriterien die Richter? Gewaltentrennung?

        Mit den Katholiken habe ich noch kein Problem, solange sie sich bemühen das Gesetz der Nächstenliebe zu befolgen, was die Liebe zu Wahrheit und die Liebe zur Gerechtigkeit beinhaltet.
        Hingegen Hand-abhacken, Steinigungen und der Todesstrafe wie in der USA und Afghanistan entsprechen nicht meinem „bevorzugtem“ Umfeld. Nächstenliebe? Daher ist der Koran m.E. ein no-go. Wenn, dann eher der Talmud.

        „.. das vergnügen des gemeinsamen lebens im durchschnitt aber bereits nach 15 jahren beendet ist: bitte beim Bundesamt für Statistik reklamieren.“
        Die schreiben aber was anderes: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/06/06.html

        Seit ca. 1970 gibt es die Emanzipation. Fast eine Generation später 1995 steigt die Scheidungsquote. Zufall?
        Kindeswohl?

        @Isobel
        „Bisher haben männer auch nicht gross daran gedacht, eine frau zu bevorteilen zb am arbeitsplatz.“
        Deswegen sind Männer viel eher als Modell oder als Wetterfee beliebt als Frauen …
        Und wie wäre es mit lesen anstellen Rufmord zu begehen? (Google: Argovia : Jahresschrift der Historischen
        Gesellschaft des Kantons Aargau; Guggisberg, Ernst)
        Das Nacht- und Sonntagsarbeitsverbot für Frauen war in dem Fall aus reiner Frauenfeindlichkeit entstanden? Ebenso die (Militär-) Dienstpflicht exklusiv für Männer?
        Gerade letzteres ist Rechtlich interessant: Wenn man schon politisch mitbestimmen will, welchen Allianzen man unterstützt und dadurch ggf. in einen Konflikt hinein rutscht, dann sollte man wie Israelitinnen als Strafe dafür auch den Kopf hinhalten. Ebenso war es bei der Rüstung; wenn man der Beschaffung von minderwertiger Ausrüstung zustimmte, dann bestraft man sich selbst.
        Heute ist es so dass Prinzessinnen und Dronen, männliche Bienen die nur rum sitzen und ausser Sex nichts im Kopf haben, via Mehrheitsentscheid darüber bestimmen wie und mit welchen Mitteln der Ritter den Drachen besiegt. Im Falle einer falschen (gesamt-) Strategie wird nur der Ritter grilliert, der dann durch einen anderen ersetzt werden kann. Selbst bleibt man unbeschadet. Nächstenliebe?
        Man betrachte nur mal die USA wie dort die Kriegsgeschädigten ausgegrenzt werden anstellen sie als Held in dem Mittelpunkt zu stellen und in Top-Managementstellen zu integrieren.

      • ali ferkous sagt:

        @ eremit
        ehe dauert durchschnittlich 15 jahre, guck unter
        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/06.html
        oder rechne den *gewichteten‘ durchschnitt aufgrund deines links selber aus – ich vertraue dem bundesamt für statistik, die machen den ganzen tag nichts anderes.

        was deine argumentation bezüglich der demokratie betrifft: sicher gibt es zu verbessernde punkte, aber wenn wir in solch einer diktatur leben würden, wie du behauptest, hätte dich die polizei schon x-mal eingelocht wegen beschimpfung der bundespräsidentin oder sonst unter einem fadenscheinigen vorwand.

    • Definitiv kein Zufall, nein.

  • Insel sagt:

    Vor allem für Frauen, die ihr Studium erst Ende zwanzig abschliessen (in Mitteleuropa häufig der Fall), ist die Zeit knapp, vor allem wenn es mit dem Berufseinstieg nicht reibungslos klappt (und wann ist das schon der Fall?). Studierten Frauen stehen genau so viele Möglichkeiten offen wie Männern, aber während sie sich zwingend im besten Alter des Berufsein- und -aufstiegs für oder gegen eine Familie entscheiden müssen, können sich Männer gut und gerne ein Jahrzehnt länger Zeit nehmen. Diese Zeit kann genutzt werden für Karriere, Reisen, sich Ausleben,…

    • Widerspenstige sagt:

      …oder für die Betreuung des Kindes, das die Partnerin während ihres Studiums mit eben diesem Geniesser-Mann bekommen hat. Wäre doch eine faire Variante und eine Abkürzung und Erleicherung für alle Beteiligte oder?!

      • Hans Mustermann sagt:

        Frauen stehen nun mal nicht so auf „losertypen“ daher: Karierefrau hat keinen Mann der Zeit hätte sondern ein Alphatier. Hatten wir doch bei einer anderen Statistik schon gesehen das die Auswahlmechanismen der Frau auch nur mit steinzeitlichem Input laufen, genauso wie beim Mann.

      • Widerspenstige sagt:

        Falsch, genau umgekehrt ist gewonnen! Du hast die Zeichen der Zeit noch nicht ganz intus, Mustermann. Eine Karrierefrau kümmert sich einen feuchten um ein sogenanntes Alphatiert – sie hat es schlicht nicht mehr nötig, alles klar? Sie vergnügt sich mit dem Mann, der sie am besten versteht und zu verwöhnen weiss. Der edle Ritter mit Piratenmanieren ab und an – ein einziges Vergnügen!!

      • Henri sagt:

        Widerspenstige 16. August 2010 um 18:46

        Dummer Beitrag …. dümmerer Beitrag … dümmster Beitrag

      • Widerspenstige sagt:

        Ach Henri, das mit den Piratenmanieren musst Du doch nicht so wörtlich nehmen – der taugt doch nichts. Aber was kann ich von einem Zündholzschachteldenker schon erwarten.

      • Hans Mustermann sagt:

        @Widerspenstige 16. August 2010 um 18:46
        Ach ja? Oder ist das nur das von den Männern übernommene „Konsumverhalten“ das aber mitnichten in Partnerschaft und Kinder mündet?
        Und wenn ja warum dann Jammern? Siehe
        http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/2445/einsam-an-der-spitze/
        Scheinbar haben noch nicht alle „Karrierefrauen“ deine Lebensweisheit. Also los, es gibt veil zu tun. Für Dich 😉

    • Katharina sagt:

      Ein Studium ist keine Garantie fuer ein hohes Einkommen. In der Tat ist es so, dass Spiztenverdiener ueberdurchschnittlich Studienabbrecher sind. Die sind wohl zu intelligent.

      Eben auch so ein Trugschluss.

      • „In der Tat ist es so, dass Spiztenverdiener ueberdurchschnittlich Studienabbrecher sind. Die sind wohl zu intelligent.“ Häufig sind auch Autodidakten darunter, der Joschka Fischer beispielsweise (hat heute einen Lehrstuhl in Princeton), Hemingway, Steinbeck (beide Nobelpreis) u.v.a.m.

      • Katharina sagt:

        heisst das, dass die wirklich talnetierten leute im modernen Studienbetrieb am faschen Ort sind? manchmal kommt es mir so vor. Die biografien wirklich talenterter menschen, die wesentliches und neues erreichten, sehen frappant aehnlich aus.

      • StefanB sagt:

        Oh, durchaus, Katharina. Wobei ich manchmal denke, sind die jetzt berühmt, weil sie gut sind, oder weil sie Aussenseiter sind, und Aussenseiter nun mal das Interesse der Medien eher wecken, als Leute auf dem „normalen“ Weg?

      • StefanB sagt:

        (Fortsetzung)
        Oder ist es so, dass die Menschen auf Akademikerkarrieren eigentlich lebensuntüchtig sind und in ihren Elfenbeintürmen auf Wolke 7 die Bodenhaftung verloren haben?

      • Saorsa sagt:

        Vielleicht gehen zu viele Studien auch einfach an der Praxis vorbei. Es zeigt sich doch auch in der Wirtschaft immer wieder, dass Leute mit tollen Diplomen den Job kriegen, aber in der Praxis meist von ihren Untergebenen aufgefangen werden müssen. Nicht mehr der beste macht Karriere.

      • Über die wahren Ursachen von Erfolg und Erfolglosigkeit liesse sich trefflich sinnieren. Und ja: Aussenseiter, welcher Couleur auch immer, sind häufig motivierter, Erfolge zu erzielen, als jene, die sich Erfolg und Anerkennung schon von Kindsbeinen an gewohnt sind, Männer, wie auch Frauen. Man schaue sich nur einmal den ganzen Kunstbetrieb an. Aussenseiter, oder solche, die einst erfahren mussten, was es heisst, aus-geschlossen zu sein, treibt meistens eine innere Energie an: Denen zahle ich’s heim! Mir fallen da nicht gerade die richtigen Zitate ein, doch im Film Being John Malkovich kam eine Sequenz vor, die in dieser Beziehung ganz prägnant war.

  • Katharina sagt:

    Die Show heisst „The Tonight Show“, nicht «To Night Show». Läuft auf NBC.

    „Schliesslich wurde uns doch ein Leben lang eingetrichtert“.
    Erstens stimmt das nicht, und zweitens ist es ein Fehler, sich indoktrinieren zu lassen. Insbesondere in einer freien Presselandschaft. Den Unterschied zu Ihrem Land unterschlagen Sie.

    Es leiden nur diejenigen Frauen unter dem „dem Aniston-Syndrom“, die meinen, Sex and The City“ hätte irgendwas mit der Stadt New York zu tun, und dem Trugschluss unterliegen, dass ihre eigenen Wunschprojektionen auf New York Vorbildcharakter hätten und gefälligst ihr Partner/in sich solcher Projektionen zu unterwerfen habe. Sie haben dafür das Wort ‚Lebensentwurf‘ erfunden.

    „Die notorische New Yorkerin“
    ja ja ja, notorische Schweizerin. Sie wissen, dass mit The City eigentlich nur der Stadtteil Manhattan gemeint ist, dass die Manhattanianer die Stadtteile ausserhalb Manhattans schon als die Hölle namens Suburbia sehen, die den Rest des Planeten ausmacht.
    Familie in diesem Stadtteil ist ein Privileg der Begüterten. Die anderen können es sich ganz einfach nicht leisten. diese Mittelständler sind, wenn sie denn eine Familie wollen, in die Suburbia verbannt.
    Exile from Prison sozusagen…
    oder sie sind arm und leben in den Projekten und stellen Kinder im Fliessbandverfahren auf die Welt, um mehr Sozialhilfe zu erhalten.

    „Ist die Fortpflanzungsmedizin gar Feindin des Feminismus“
    Das ist interessant. Die Fortpflanzungsmedizin ist wesentlicher Faktor für die Befreiung und Gleichberechtigung der Frau gewesen, weil damit die Sexualität nicht mehr zwingend an Schwangerschaft gebunden war. Sie wurde also in den Kanon des orthodoxen Feminismus als Segnung aufgenommen.
    Ditto die Technologien, die die Sündenprojektion der biologischen Uhr zumindest langsamer ticken lässt.
    Orthodoxer Feminismus hat sich wie alle Orthodoxien überlebt und ist als Methode der Machtausübung entlarvt. Ergo werden die Technologien, die genau genommen beide in einer Hetero-Paarbeziehung dank Wahlmöglichkeit dem Machtkreis dieser Ideologie entziehen, verteufelt, damit die Wahlmöglichkeit verschwindet und somit die Machtsphäre dieser Ideologie wieder ausweitet.
    Ein altbekanntes Muster, das immer am Ende der Wirkungszeit von Ideologien zu erkenn ist. Es ist aber auch so, dass die Mehrheit der Menschen dieses ganze Gespiel und die Wahrheit hinter den immer neuen Etiketten längst kennt. Ausserhalb sozialer Reservate in diversen Ausprägungen des sich Abgrenzens und Einigelns sind diese Muster wirkungslos geworden.

    Aber die Sündenprojektion wird als Induktor der Angst weiter aufrecht erhalten: nämlich die Angst, eine vermeintliche Pflicht zu haben, nur weil ein Uterus vorhanden sei, sei dieser gefälligst auch zu benutzen, den sonst sei das Glück auf Erden verwehrt. Sprich eine nie Kinder gehabt habende Frau sei eine minderwertige Frau und müsse unglücklich sein. Ist sie das nicht, erfindet man so was wie ein Aniston-Syndrom.

    Sie stigmatisieren durch ihre Wortwahl „Last-Minute-Babys“ persönliche biografische Entscheidungen und sie halten das Gespenst der tickenden biologischen Uhr hoch, obwohl Sie wissen, dass durch zeitgenössische medizinische Versorgung die Lebenserwartung wesentlich höher ist, die Überlebenschancen von Föten generell höher ist und Komplikationen dank dieser Technologien keine sind.

    Es ist auch so, dass Leute die sich Zeit lassen, eher in einer Beziehung sind, die genug lange trägt dass ein Kind in eben dieser Beziehung aufwächst.
    Es ist auch so, dass Leute die sich Zeit lassen, finanziell oft besser gestellt sind und somit die materiellen Rahmenbedingungen für ein Kind verbessern.

    • Ein ausserordentlich guter Beutrag, Katharina. Mit ihm wird mir auch bewusst, dass die schärfsten Richter der Frauen die RichterInnen sind, die Frauen selbst also- und nicht etwa die Männer. Mir als Mann käme es zum Beispiel nie in den Sinn, eine Frau nicht als richtige Frau zu betrachten, nur weil sie keine Kinder hat: Frau mit Kind ist gut, aber eine Frau ohne Kinder genauso, mit oder ohne Kinder ist doch völlig egal, zumindest in einer Kultur wie der Unsrigen, in der die Arterhaltung nicht gerade eine Kerndoktrin darstellt- wie zum Beispiel im Dritten Reich.

      „Es ist auch so, dass Leute die sich Zeit lassen, eher in einer Beziehung sind, die genug lange trägt dass ein Kind in eben dieser Beziehung aufwächst.“

      In diese Richtung entwickelt sich die ganze Gesellschaft- aber nicht etwa aus freien Stücken, sondern u. a. auch weil die heutigen Schulen und Ausbildungswege immer länger dauern, die Praktika bis hoch in die späten Zwanziger gehen, Meisterprüfungen und Zusatzausbildungen hinzukommen und der finanzielle Hintergrund eben auch erst dann stmmt, wenn beide, im optimalen Falle, eine einigermassen sattelfeste Position auf dem Arbeitsmarkt erreicht haben. Das Alter, in dem Frauen Kinder gebären, steigt beständig und liegt in der Schweiz und in Deutschland mittlerweile bei knapp über Dreissig. Vor vierzig Jahren bekamen die Frauen viel früher Kinder als heute. Doch das war noch im guten (?) alten analogen Zeitalter. Insofern stimmt Deine obige Aussage vollkommen. Und ich glaube sogar, dass die Kinder davon profitieren- ich meine, die letzten Ausläufer jugendlicher Hormonstürme, die Menschen zwischen 20 und 30 noch machen, dürften für jede Beziehung eine Belastung sein- erst recht für Kinder. Also bei mir hätte keine Beziehung diese wichtige Entwicklungsphase im Leben eines jeden Menschen überlebt. Ich habe dmals allerdings auch ganz bewusst keine Familie gewollt.

      • Saorsa sagt:

        Nun ist es aber leider so, dass sich die biologische Uhr nicht am Zeitalter orientiert.

        Frauen sind in etwa 30 – 35 Jahre fruchtbar. Davon „verschwenden“ (ich bitte darum, unbedingt die Gänsefüsschen zu beachten) sie ca. 15 Jahre damit, sich zu bilden, um finanziell und geistig bereit für die Mutterschaft zu sein.

        Dann geht die krampfhafte Suche nach Mr. Right los, die oftmals auch einige Fehlgriffe enthält. Schnell kommt Panik auf, dass man das Mutterdasein doch noch schafft. Männer und Beziehungen werden im Eiltempo ausgetestet, damit es auf Teufel komm raus doch noch irgendwie klappt.

        Da fühle ich mich als kinderloser Single, der das Verfallsdatum bereits überschritten hat, gerade wieder glücklich. Keinen Stress mehr, was dieses Thema angeht.

        Die „moderne“ Frau steckt in einem ziemlichen Dilemma, wenn sie beides will. Beruflichen Erfolg und Kinder.

  • abramovic sagt:

    An Charley:

    Danke, dass hat mich gefreut, dass Sie das revidiert haben.
    Natürlich bin ich mit Ihnen einverstanden, dass jede Meinung subjektiv ist.
    Ich möchte nur anmerken, mit dem Alter der Spätgebärenden, manchmal klappt es auch aus verschiedenen Gründen in
    früheren Jahren nicht, dann gibt es Frauen, die auch aufgeben ev. auch mit der Verhütung.
    Und dann kommt die Natur ins Spiel und man ist schwanger,, unverhofft, was meinen Sie wie denkt dann eine solche Frau,
    soll Sie nun in diesem Augenblick denken, oh, soll ich nun wirklich oder bin ich zu alt?
    Ich vermute, dass für viele Frauen dies ein Glücksmoment ist und Sie sich in diesem Moment einfach nur freuen und
    dieses „Wunschkind“ nun annehmen.
    Vielleicht kommen später diese Gedanken, wie wird mein Kind darauf reagieren, die Umwelt ect.
    Wird mein Kind dann ausgelacht, da müsste oder sollte auch die Gesellschaft die Aufgabe übernehmen und
    auch „ältere“ Eltern integrieren und akzeptieren und die „Jüngeren“ könnten Ihren Kindern die Augen öffnen und Sie darauf
    aufmerksam machen, dass diese Kinder nicht auszugrenzen sind oder gar zum Gespött gemacht werden.
    einen schönen Abend

  • Daniela sagt:

    Ich habe es so satt, als 40ig Jährige ohne Kind, mir unterstellen zu lassen, dass ich

    1. nicht fähig bin einen Mann zu finden
    2. etwas schlimmes vorgefallen sein muss in meinem Leben, dass ich immer noch keinen Mann habe
    3. keinen Beitrag zur Gesellschaft leiste und mir darum im Alter niemand den Hintern putzen sollte
    4. Kinderfeindlich bin

    Es gibt auch einfach Menschen die keine Kinder wollen. Aus fertig. Kann man das nicht einfach akzeptieren? Ein paar der Kommentare sind ja schon ganz schön heftig hier.

    • Widerspenstige sagt:

      Daniela, nimm das mit Gelassenheit, denn Dein Leben kann niemand für Dich leben und wenn Du damit zufrieden bist – let’s fetz! Hier ist halt ein Mamabl0g und da dreht sich rundum fast alles um dieses eine Ding, das sich Mutterschaft nennt. Wo gibt es eigentlich einen ähnlichen Blog, der von Kinderfreien moderiert und unterhalten wird? Dort würde ich mal gerne reinschauen, nur so eine Idee an einem regnersichen Augustmontag. 😉

      • Saorsa sagt:

        „Wo gibt es eigentlich einen ähnlichen Blog, der von Kinderfreien moderiert und unterhalten wird? Dort würde ich mal gerne reinschauen, nur so eine Idee an einem regnersichen Augustmontag. “

        Das würde mich auch interessieren. Obwohl ich hier vieles mit Spannung und auch einem gewissen Amüsement gelesen habe, gehöre ich auch zu der Spezies, dieser unfähigen Frauen, die kein Kind auf die Beine stellen konnte. Manche Diskussionen hier haben eine hervorragende Qualität, die man sich auch gerne bei anderen Themen wünschen würde.

  • macho sagt:

    Kekeee, da musste ich gleich schmunzeln, Kommentar eines Lesers auf taz.de:

    „Jetzt wird tatsächlich schon darüber gejammert, dass es im Leben darum geht Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Das sind wirklich dramatische Frauschiksale. Ich brauche jetzt erstmal einen Bachblütentee um das wieder zu verkraften“

  • el chevere sagt:

    Also wenn ich als Mann nur noch als Samenspender herhalten muss, kann ich darauf verzichten;
    und wenn ich mir die steigende Verwahrlosung zahlreicher Kinder wegen mangelnder Zeit der Eltern (Karriere)
    so anschaue, kann ich auch darauf verzichten.

    Es grüsst
    el chevere

  • simone sagt:

    Mir gefaellt die Fragestellung nicht: immer wird von „Kinder“ oder „Karriere“ gesprochen. Als ob alle arbeitenden Menschen Karriere machen wuerden.

    Jeder ist frei, sich zu entscheiden. Aber er/sie soll nicht immer fordern. Meine persoenliche Loesung? Natuerlich nicht allgemeingueltig… Frueh Kinder, zuerst Mann voll an der Arbeit, ich Kinder und Ausbildung, danach Mann weniger gearbeitet, ich dafuer viel mehr. Immer in Entwicklung, immer beider Beduerfnisse aufeinander abgestimmt.

    Das Wichtigste fuer mich? Eltern muessen zusammen einen Weg finden, dass beide sich gut entwickeln koennen und weder ueberarbeitet noch frustriert sind. Das aendert im Laufe eines Lebens und muss immer wieder aufeinander abgestimmt werden.
    Nur mit ausgeglichenen Eltern koennen Kinder zufrieden und gut aufwachsen.

    Was mir immer wieder auffaellt: viele in der Schweiz lebende Eltern denken, ihre Kinder koennen nur gluecklich aufwachsen, wenn sie ein Minimum an „Service“ haben. Dazu gehoerten etwa regelmaessig Ferien weg von Zuhause, ein eigenes Zimmer, verschiedene elektronische Geraete, …vielleicht waere auch das mal zu ueberdenken.

  • Auguste sagt:

    hmm…, cara mia, abgesehen davon, dass in dieser kleinen weisheit viel wahres drinsteckt, trifft sie genau des pudels kern. was hier als aniston-syndrom ein prägnantes label verpasst bekam, ist in wahrheit nichts weiter als die tatsache, dass die zwei lebensläufe, die es braucht, um auf die „kinderkriegen-brücke“ los zu steuern, dort halt nicht immer gleichzeitig und in trauter übereinstimmung ankommen. oft verläuft sich schon der eine oder die andere auf dem weg dorthin und landet an einem ganz anderen übergang. womit wir wieder bei den täglichen unwägbarkeiten des lebens wären…

    übrigens, irgendwie verstehe ich brad pitt ein wenig. ich konnte mich zwischen rachel, monica und phoebe auch nie nur für eine entscheiden – einen unterhaltsameren weiblichen cast als diese drei gab es für eine tv-serie noch nie. ok, wenn phoebe „smelly cat“ sang, war sie unschlagbar.

    • Eremit sagt:

      Hatte Brad Pitt nicht Aniston vor einem Traualtar das Ja-Wort gegeben?

      • ali ferkous sagt:

        hey eremit
        schon möglich, die mehrheit der leute sieht es aber nicht so eng fundamentalistisch, auch im land, wo selbst auf den banknoten steht ‚in god we trust‘
        🙂

      • Eremit sagt:

        Naja, biblisch gesehen ist das Risiko sehr gross, dass seine Beziehung mit Jolie in die Brüche geht. Hies es nicht „lieben und ehren in guten wie in schlechten Zeiten“?
        Was wird in der Beziehung passieren, wenn Jolie das 08:15 Spiel spielt und ihn für ein Jahr auf Sex-Entzug setzt?

        Und warum heiratet man, wenn man eh nicht vor hat mit der anderen Person (10?) Kinder zu haben?
        Da kann man anstellen von Heiraten eine spezielle Party geben.

  • Cara Mia sagt:

    Man kann sich auch Fragen, wie dem Kind mehr gedient ist: mit Eltern, die älter sind, als der Durchschnitt, aber dafür wissen, was sie wollen und auch eher zusammenbleiben, oder mit jungen Eltern, die noch sehr mit sich selber beschäftigt und am Suchen sind. Ich denke halt, jeder geht seinen Weg, und wenn er den mit der notwendigen ehrlichen Bemühung geht, kann er nicht falsch sein.

    • StefanB sagt:

      Cara Mia,

      Den jungen Eltern wird wohl sehr schnell die Sucherei (wonach eigentlich?) vergehen, denn da ist ein kleiner Schreihals, der ihrem Leben Sinn und Inhalt schenken sollte – und die Nächte schlaflos macht, wenn es nun auch nicht mehr um wilde Parties geht.

      Zum letzten Satz: Ist nicht genau das Problem unserer Gesellschaft? jeder glaubt, wenn er sich auf seinem Weg genügend Mühe gibt, kann der Weg nicht falsch sein. Vergessen wird, dass man sich in einer Partnerschaft entscheidet, einen Weg gemeinsam zu gehen, und wenn man sich für Kinder entschliesst, dass man – idealerweise zu zweit – jemand neues auf den Weg bringt.

      Und wer auf dem Weg geht, mal links abbiegt, mal rechts, mal geradeaus, wie er/sie gerade Lust hat, muss sich nicht wundern, wenn er/sie nirgendwohin kommt. und wer (zumindest in den USA) viermal rechts abbiegt, landet wieder dort, wo er schon mal war.

      • Cara Mia sagt:

        @STefan B das ist dann aber Slalom, nicht Bemühung!

      • StefanB sagt:

        Cara Mia,

        Ach, komm, ein Slalom kann ganz schön anstrengend sein!

        Im Ernst: genau darum gehts mir: im Bemühen, uns möglichst immer alle Optionen offen zu halten, lavieren wir so lange im Slalom hin und her, dass wir die Chance verpassen, eine dieser Optionen zu nutzen!

      • Cara Mia sagt:

        Es geht nicht um diese Bemühung, sondern um die Bemühung sich im sozialen Umfeld integrativ und anständig zu bewegen. Es geht um die soziale Bemühung und nicht diejenige, überall immer den maximalen Profit für sich selber herauszuholen.

      • StefanB sagt:

        Doch, Cara mia, genau darum gehts: ich bin der Überzeugung, dass sich heute jede und jeder einfach zu wichtig nimmt und vor allem auf seinen ganz persönlichen Vorteil achtet. Sobald man/frau nciht mehr profitieren kann, muss etwas neues her, da „ich mich in meiner aktuellen Situation nicht mehr wohlfühle“. Vergessen geht, dass eine echte Partnerschaft sich nicht im Optimieren der persönlichen Vorteile erschöpft, eine Partnerschaft muss notwendigerweise Kompromisse schliessen mit dem/der Partner/in, dem Kind, der Umwelt. Das kann auch heissen, dass man etwas von seinen eigenen Ansprüchen, Träumen etc. opfert, um dieser Partnerschaft zu dienen.

        Wohlgemerkt: das gilt für alle beteiligten Partner, Mann ebenso wie Frau.

  • Thomas sagt:

    Wir alle studieren zuviel darüber nach, bauen Glücksketten auf an deren Ende dann das sogenannte Wunschkind entstehen soll. Glücklich befreundet, glücklich zusammen gezogen, glücklich ein paar Jahre zusammengelebt, glücklich geheiratet, wieder ein paar glückliche Ehejahre geführt und dann kommt das Kind. Ha, viel zu spät, denn die besten Jahre einer Beziehung sind dann ja eh wieder vorbei (Scheidungsziffer). Man sollte vielleicht Kinder haben am Anfang einer Glückskette bekommen.

    So blöd es ist, Kinder kann man nicht planen, und schon gar nicht über 10-15 Jahre. Nur wenn Mr. Perfekt erscheint, die Traumfrau (zwischen 176 und 183, blond) über den Weg läuft, scheint es heute richtig zu sein, Kinder zu haben. Wie oft habe ich schon gehört, das sie noch nicht an Kinder denke, das hat noch Zeit. Meistens sind dann diese Frauen um die 30, die eine solche Antwort geben.

    Auf was warten diese Frauen?

    Vielleicht auf Männer, die wirklich Kinder wollen! Aber die warten ja auf ein 176 grosse Blondine…

  • mira sagt:

    Wenn ich früher gewusst hätte, wie das ist mit Kindern, dann hätte ich schon früher angefangen: Nicht erst mit 31, sondern schon mit 25. Klar, man könnte sagen, dass ich da keinen passenden Mann gehabt habe. Aber hätte ich damals schon Kinder gewollt, dann hätte ich nach ganz anderen Kriterien einen Mann gesucht. So wie ich das 5 Jahre später dann gemacht habe.

    Ich respektiere den Wunsch von Frauen, erst spät Kinder zu haben, rate es allerdings niemandem an.

    • lara sagt:

      ist bei mir umgekehrt. hätte ich gewusst, wie es mit den kids ist, hätte ich noch ein paar jahre gewartet

      • Auguste sagt:

        hmm…, different opinions make a market…

      • Cara Mia sagt:

        You cross the bridge when you get to it – oder: man tut’s, wenn man reif dazu ist.

      • mira sagt:

        Wie alt warst Du denn?

      • lara sagt:

        29 und 31

      • lara sagt:

        zwei jungs kurz aufeinander. dein leben ist definitiv vorbei… in jeder hinsicht. ich hoffe nur, dass das mal wieder besser wird. die zwei racker saugen jegliche energie aus mir.

        ich war bereit finanzielle abstriche zu machen (war das ja schon gewöhnt. als studi hat man nie geld), schlaf ade, sport ade, job auf eis. das ich aber als person nicht mehr existiere und nur noch mutter (=prügelknabe der nation, egal wie man es macht) bin, das war so nicht vorgesehen.

      • mira sagt:

        @lara
        tut mir leid für dich, ehrlich.

        mir (habe eine liebe tochter) ergeht es anders: job behalten (as it was), hobby ausgebaut (lohnt sich jetzt auch finanziell), schlafzeiten verlängert (kein witz), neues hobby angefangen. auf was ich verzichte sind: nächtelanges durchfeiern, sauf-eskapaden, spontan-urlaube, hänge-weekends. also eigentlich nicht viel, was ich vermisse…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lara: „das ich aber als person nicht mehr existiere und nur noch mutter (=prügelknabe der nation, egal wie man es macht) bin, das war so nicht vorgesehen.“
        Es ist schon so dass kurze Geschwisterabstände den Arbeitsaufwand erhöhen, dafür ist dieses hochintensive Zeitfenster aber weniger lang. Als Person existieren Sie jedoch nach wie vor, wichtig sind da einfach freie Zeiten um sich als Individuum zu erleben.
        Das Leben ist noch lange nicht vorbei, sondern hat erst so richtig begonnen, bloss den Mut nicht verlieren!

      • lara sagt:

        @ mira & brunhild, merci!

        arbeiten ist momentan erholung (hoffentlich in ein paar jahren wieder mehr)! kaffee trinken mit kollegen, über mittag sport machen oder mit der freundin mittagessen sind der luxus.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lara: dann lassen Sie sich diesen Luxus keinesfall von irgendjemandem klauen…;-)

      • Widerspenstige sagt:

        @lara

        arbeiten ist momentan erholung (hoffentlich in ein paar jahren wieder mehr)! kaffee trinken mit kollegen, über mittag sport machen oder mit der freundin mittagessen sind der luxus.

        Ja, ich kann Dir so richtig nachfühlen und man kommt knapp an den Anschlag bei so kurz nacheinander Geborenen und diese Auszeiten sind wirklich ein einziger Genuss. Und arbeiten ist momentan erholung ist glaube ich genau der Punkt, wo noch sehr viele Väter um den Vaterschaftsurlaub oder Teilzeitstelle mit Kinderbetreuung einen weiten Bogen machen. Freiwillig natürlich, denn Zuhause herrscht das Chaos, Dauereinsatz etc. und im Büro kann man wenigstens regelmässig in die Kaffeepause und mal die Beine hochlegen (wenn die Andern nicht anwesend sind und das Büro eine Insel darstellt und kein Telefongeklingel weit und breit)…

      • Cara Mia sagt:

        @lara: mit Kids gibt’s wirklich harte Zeiten. Aber die gehen vorüber. Sieht man allerdings erst hinterher ;). Also, Augen zu und durch. Man schafft es. Wichtig ist, dass Du irgendwo den kleinen Zeh drinnen hast, wenn der Fuss in der Türe schon nicht geht, damit Du, wenn Du wieder mehr Luft hast, nicht mehr mit Adam und Eva anfangen musst.

        Hatte auch Zeiten, da lag ich um 20 Uhr im Bett, da ich um 5 aufstand und arbeiten ging, um nachmittags bei den Kids zu sein und dennoch genug Geld zu haben. Da habe ich mich zeitweise auch nicht mehr gespürt. Nachträglich gesehen war ich wohl einfach zu bemüht, allen alles perfekt richtig zu machen. Nach und nach habe ich aber gelernt, auch mal nachlässig zu sein und die entsprechenden Kommentare wegzustecken und meine Kinder so mehr genossen. Also, lass mal Fünfe grad sein!

  • Hansdampf sagt:

    Die Qual der Wahl zu haben, scheint mir etwas kurz zu greifen, um das Phänomen später Schwangerschaften zu erklären. Ich persönlich bin mittlerweile 34 und weiss seit Kind, dass zu meinem Lebensglück eine Familie gehört. Doch meine Beziehungen sind jeweils in dem Moment zerbrochen, als dieser Wunsch irgendwann zur Sprache kam – nach vier, beziehungsweise 7 Jahren Partnerschaft. Mein Fazit: Oft sind es die Männer, die es sich herausnehmen, mit der Familienplanung zuzuwarten. Und wir lassen mit uns warten. Denn wir wollen keine hormongesteuerten Nervsägen sein, wir wollen keinen Druck ausüben… wir gedulden uns und warten bis auch er, der sich ja prinzipiell Kinder wünscht, bloss noch nicht gleich, auch bereit ist. Und wir warten so lange, bis es eines Tages zu spät ist. Und das Ganze von vorn beginnt.

    • StefanB sagt:

      OH, Hansdampfine,

      Wenn Ihr Frauen wartet, und wartet, und wartet … bis es dem angeblichen Mr. Right genehm ist, dann solltet ihr vorher überlegen, ob er nicht doch Mr Megawrong ist, wenn euer beiden Lebensplanung so stark divergiert!

      Abgesehen davon, kann ein männliches „Ja, aber nicht im Moment“ ja vieles heissen. Schlimmstenfalls: „Ich möchte Vater werden, sobald ich die richtige Mutter für meine Kinder gefunden habe.“ Was offensichtlich heisst, dass die aktuelle Partnerin nicht als die Mutter seiner Kinder vorgesehen, eben nur eine gerade kommode Lebensabschnittspartnerin ist.

    • Auguste sagt:

      hmm…, in der geschäftswelt gilt häufig, dass ein laden, der im dritten jahr nicht läuft, meist keine zukunft hat. das scheint mir auch für beziehungen nicht der unbrauchbarste beurteilungsansatz zu sein. „die hoffnung stirbt zuletzt“ hat sich im rennen gegen die biologische uhr oft schon als riskant oder gar als der grosse verlierer herausgestellt.

      • StefanB sagt:

        Toll, wenn sich der Laden wenigstens drei Jahre halten kann. bei uns sehe ich immer wieder Läden, da hängt alle halbe Jahre ein neues Firmenschild über der Türe…

      • Auguste sagt:

        hmm…, die zeiten sind sehr kurzlebig geworden. wenn man heute ein handtuch auf dem badezimmerboden findet, dann taucht bei einigen schon die frage auf: „hat er/sie es geworfen oder nur nicht aufgehoben?“

      • Katharina sagt:

        Sie vergessen da das verflixte siebte jahr, Auguste.

      • StefanB sagt:

        Auguste, das ist einfach: wenn *er* es zu oft liegen lässt, muss er sich nicht wundern, wenn *sie* das Handtuch schmeisst.

    • Tomas sagt:

      Man muss sich mal die Frage stellen, warum die Männer so wenig Lust haben Familie zu gründen. Warum die Beziehungen gerade dann scheitern, wenn die Familienplanung zur Sprache kommt.

      Die Männer denken zwar manchmal in einfachen Mustern, aber was das heute bedeutet, Kind(er) in die Welt zu setzen haben schon nicht wenige kapiert. Wenn dann irgendwann die Frau das Gefühl hat, das war es jetzt mit der grossen Liebe, dann bekommt man(n) die Rechnung – so wie die Männer heute dastehen ist alles andere als gerecht. Das ganze „sowohl Füffi wie auch Weggli“ System, von den Emanzen so erfolgreich ins Leben gerufen, trägt halt seine Früchte.

      Es gibt da ein Buch, von Ulla Rhan geschrieben. Wahrscheinlich wird es von denen, denen es nicht ins Konzept passt, als „schundliteratur“ bezeichnet. Nun ja, selber Schuld 🙂

      http://www.amazon.de/Fuck-Go-Ulla-Rhan/dp/3821856033

      • Adi sagt:

        In der Tat ist es wohl so, dass oft die Männer daran Schuld sind dass zugewartet wird. Aber Tomas hat recht – als Mann muss man sich bei der heutigen Situation auch besser dreimal als zweimal überlegen ob und wann man Vater werden will.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schon recht, wenn sich nicht jeder Hasenfuss fortpflanzt……

      • Ich würde es mal so ausdrücken: sowohl das Arbeits- als auch das Liebesverhältnis kann einem Mann jederzeit- und schlimmstenfalls ohne Nennung konkreter Gründe- aufgekündigt werden. Unter diesen Umständen muss man sich als Mann tatsächlich nicht nur zwei mal überlegen, ob man überhaupt noch eine Familie gründen will. Die Flexibiliserung der Arbeitswelt ist schon ein Hindernis, die Flexibilisierung webilicher Ansprüche aber auch. Wäre ich heute 30, ich würde auf gar keinen Fall eine Familie gründen- aus erw. zwei Gründen. Der moderne Mann ist an allen Fronten disponibel und beliebig ersetzbar geworden. Unter diesen Umständen gilt es, analog zu einem kürzlich publizierten Text des hier auch schon zitierten, deutschen Soziologen Gerhard Amendt, sich als Mann primär von der Selbstintrumentalisierung für die Frauen (d. h. Gründung und Unterhalt einer Familie) zu befreien und eigene, neue Wege zu gehen. Erst wenn Männer lernen, eine Identität unabhängig vom weiblichen Anspruchsdenken zu definieren, kann die Emanzipation der Geschlechter weitergehen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist Schund!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ….die obige Antwort bezieht sich auf das empfohlene Buch von Ulla Rahn.

  • René sagt:

    Pläne sind gut und recht, doch das Leben hält sich selten daran.

  • abramovic sagt:

    Bemerkung zu Charley:

    Es ist sehr traurig, wie Sie diesen Satz formulieren: …… über 40 und NICHT mal einen Freund.
    Wie meinen Sie sollen sich diese Frauen fühlen, als Versager, was suggerieren Sie eigentlich damit?
    Ist diese Situation an und für sich nicht schon fürchterlich, dass Sie es noch so unglücklich formulieren.
    Kommt es Ihnen in den Sinn, dass es bei vielen Frauen in dieser Situation auch Gründe für dieses Alleinsein gibt;
    Schicksalschläge, Missbrauch…

    Als Mann haben Sie gut reden, Sie können auch in hohem Alter eine Partnerin finden und ev. noch ein Kind
    zeugen. Die Natur hat es nicht gut gemeint mit den Frauen, dass ist nun nicht als Jammern zu deuten, sondern
    einfach eine unumstössliche Tatsache.
    Bitte bedenken Sie, dass Sie auch Menschen mit solchen Aussagen verletzen können.
    Schlussendlich ist das Leben nicht ein Süsswarenladen.

    Warum eigentlich lässt man die Frauen, die sich für Karriere entscheiden und nicht für Kinder endlich in Ruhe?
    Auch für Hausfrauen, die einen Knochenjob machen, sollen von der Gesellschaft eine Wertschätzung bekommen.
    Gilt auch für Hausmänner.
    Warum muss alles in Frage gestellt, wo bleibt unser freier Willer und unsere Entscheidung, wenn eine Frau
    mit 43 Jahren noch ein Kind kriegt, wird Sie sich das hoffentlich vorher gut überlegt haben und wenn Sie
    dann 60 Jahre alt ist, ist dass so schlimm, wenn Sie dann ein wenig älter aussieht, es sind schliesslich generationenübergreifend Menschen die Kindern diese Scham einbleuen.
    Welches Recht nehmen wir uns heraus, alles und jeden zu kritisieren? Jede Lebensweise die nicht der „Norm“entspricht
    einfach mal als negativ hinzustellen.
    Es stünde uns besser an, sich auf unsere Leben zu konzentrieren und diese in guter und ev. vorbildlicher Art
    zu führen.!

    • Cara Mia sagt:

      Lassen Sie sich nicht fertigmachen. Wir Menschen – Frauen, Männer – müssen einfach zu uns stehen, mit Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen. Und das kann jeder lernen.

      Meistens ist es nur Angst und Unsicherheit: man greift den andern an, weil man Angst davor hat, es selber nicht richtig zu machen. Also verteidigt sich wie blöd und greift dabei die andern an, was man gar nicht merkt.

      Sagen Sie sich folgendes: zu jedem, der kritisiert wird, gehört einer, der sich kritisieren lässt. Fehlt der zweite Teil, verpufft der erste wirkungslos.

      • Cara Mia sagt:

        Sorry, da hat es Fehler drin. Muss heissen:

        Also verteidigt man sich wie blöd und greift dabei die andern an, was man gar nicht merkt.

        Sagen Sie sich folgendes: zu jedem, der kritisiert, gehört einer, der sich kritisieren lässt. Fehlt der zweite Teil, verpufft der erste wirkungslos.

    • Charley sagt:

      OK, die Formulierung ist unglücklich gewählt, mea culpa. Verallgemeinernd ist das nicht gemeint. Habe Bekannte, die darunter leiden, Bekannte, die froh darüber sind (man beachte: Bekannte gilt auch für Männer im Umfeld 😉

      Ferner ist, wie schon erwähnt, eine Lebensphilosophie nötig, meiner Meinung nach. Wenn die Lebensphilosophie auch mit 43 existiert und nicht aufgrund von „Zeitmangel“ reagiert wird, ist es OK. Jegliche Beiträge sind subjektiver Art, auch der Ihre, das bitte nicht vergessen 😉
      Fragwürdig halte ich nur den Egoismus: Wenn Sie 60 Jahre alt sind….: Alles aus der Sicht der Eltern zu sehen, ist meiner Meinung nach falsch, man sollte an die Kinder denken, DAS ist auch ein bedeutsamer Aspekt, welcher hier vernachlässigt wird. Man denkt über das Elternwerden in bestimmten Altersperioden nach, vergisst aber, dass es die Kinder sind, um die es geht (man wird ja Kind von 45-jährigen). Das ist meine subjektive Meinung, die Ihre sei Ihnen selbstverständlich gegönnt und absolut freigestellt.

      • StefanB sagt:

        Genau meine Meinung!

        Wer schon Elternteil sein will, soll ja vielleicht schon vor der Zeugung mal ans Kind denken, nicht erst nach der Geburt…

  • StefanB sagt:

    Cara Mia, und alle anderen:

    nicht die Qual der Wahl ist das Problem, sondern dass erstens mit der Wahl auch eine Wertung der Wählenden vorgenommen wird: Frauen, die sich für eine „klassische“ Versorgerehe entscheiden, also klar für das Kind oder die Kinder da sein wollen, gelten als unemanzipiert, hinterwäldlerisch, und diese Entscheidung haben sie ja sowieso nicht freiwillig, sondern unter dem Druck des Mannes und/oder der Familie getroffen. Nur wer sich für Beruf und Familie entscheidet, handelt „richtig“.

    Zweitens wird uns laufend suggeriert, jede Entscheidung sei letztendlich nicht endgültig, man könne jeden Entschluss jederzeit wieder rückgängig machen, jeder Fehler lasse sich korrigieren, jederzeit. Dies ist selbstverständlich nicht nur nicht wahr, es ist die grösste Lüge, die unsere Gesellschaft zur Zeit umtreibt. Langsam merken wir, dass wir hier uns selbst einen Riesenbären aufgebunden haben: Kinder können nicht unendlich lange gezeugt werden, unsere Umweltsünden fallen immer mehr auf uns zurück, sogar die Wirtschaftsführer merken, dass ein absolut freier Markt ein Markt der Gesetzlosen ist.

    Was zudem vergessen geht: Wenn das Kind erst mit 40+ kommt, was ist dann, wenn das Kind älter wird? Tut man dem Kind wirklich einen Gefallen, wenn die Mutter so alt ist, wie das Grosi der „Gspänli“? Ich erinnere mich, dass letzthin im deutschen Fernsehmagazin vivo ein Bericht ausgestrahlt wurde über ein zehnjähriges Kind, dessen Vater über 70 ist, und die Mutter über 50. Momentan scheint da alles gut zu laufen, aber was, wenn der Vater plötzlich stirbt, oder die Mutter krank wird?

    • Cara Mia sagt:

      Ach wegen den Vorwürfen, die muss man einfach an sich abperlen lassen. Die hat man auch als berufstätige Mutter. Als Mutter bist Du eh der Prügelknabe (in weiblich) der Nation und an allem Schuld. Das kann man mal beiseite lassen.

      Verrückt finde ich halt, dass da Ärzte mitmachen, wenn sich eine Uroma in sehr später Reife noch ein Kind wünscht. Ist ja wirklich pervers.

      Ich bin selber eine alte Mutter, hatte meine Kinder zwischen 35 und 40, später hätte ich aber klar nicht mehr gewollt. Ich hatte dem zukünfigen Vater ein Ultimatum gesetzt: entweder ich werde bis 35 schwanger, oder ich verzichte (er hat Probleme, sich zu entscheiden…). Es klappte dann auf Anhieb. Es hat sich so ergeben, und heute finde ich es optimal, und auch meine ganze Familie. Jünger wäre ich wohl sehr viel weniger selbstbewusst und gelassen gewesen. Aber das bin ich, für andere Frauen muss das nicht gelten.

      Man kann nicht alle Optionen bis zum Sanktnimmerleinstag aufschieben. Deshalb: die Qual der Wahl…. Ich wusste allerdings, was ich wollte, nämlich Kinder! Zum Glück.

      • Jürg. sagt:

        bei mir wars umgekehrt, ich habe das Gefühl zu alt zu sein. Trotzdem gibts nächstes Jahr Zwillinge und bin dann 45. Hoffentlich können diese Zwillinge noch ihre Grosseltern kennenlernen und ich hoffentlich mal meine Enkelkinder.
        Ich rate allen die es sich leisten können nicht zu lange zu warten mit den Kindern, was ist schon eine Karriere verglichen mit einer Familie?

      • StefanB sagt:

        Cara Mia,

        Sicher ist: einer berufstätigen Mutter hängt immer noch oft der Ruf der „Rabenmutter“ an, und die „Nur-Mutter“ gilt als faules Luder..

        In meiner Familie hatte ich den umgekehrten Fall: Meine Schwester wurde sehr, sehr jung Mutter – was heisst, dass sie in dem Alter, in dem andere Frauen die Panik überkommt, gelassen und ihr Leben geniessen konnte, da die Kinder schon gross waren. Ja, sie war zum Zeitpunkt der Geburt ihres ersten Kindes noch wenig selbstbewusst – das hat sich aber schnell geändert, sie ist an der Verantwortung enorm gewachsen!

      • Cara Mia sagt:

        @Jürg: aber Du bist der Vater? Das ist wahrscheinlich weniger kritisch. Der Vater meiner Kinder war auch in dem Alter, und das geht bestens. Aber auch als Mutter, es kommt halt, wie es kommt.

    • Pegasus sagt:

      Hallo Stefan,

      im Fall, wenn der Vater mit 70 stirbt und die Mutter mit 50, dann ist das Kind in vielen Fällen zumindest finanziell besser abgesichert, als wenn die Eltern jünger sind. Ausserdem gibt es heute gar nicht mehr so viele Frauen und Männer, die mit 50 schon Grosis sind, bzw. Menschen dieses Alterns sind oft aktiver und deutlich fitter als frühere Generationen – habe sehr positive Beispiele in meinen Bekannten- und Familienumfeld.

      Frauen, die sich für die klassische Versorgerehe entscheiden sind nicht unemanzipiert oder hinterwälderisch. Sie laufen einfach Gefahr, in Zeiten von Scheidungsquoten bis zu 50% im worst case zum Sozialfall zu mutieren. Auch hier habe ich einige negative Beispiele bei Bekannten und Verwandten.

      Last but not least, natürlich können Kinder nicht endlos lang gezeugt werden. Es wird einem als Frau ja schon mit Ende 20 gesagt, dass die biologische Uhr tickt, spätestens ab Mitte 30 wird es penetrant angesprochen. Ab 40 wird das Thema dann glücklicherweise peinlich totgeschwiegen.
      Ich finde, dass man es seinen Kindern schuldig ist, dass sie wirklich gewollt in die Welt gesetzt werden und nicht, weil biologische Uhren ticken. Die meisten Frauen wissen doch recht genau, dass mit zunehmenden Alter die Risiken steigen – auch das, gar keine Kinder mehr zu bekommen. Wenn sie sich bis dahin Zeit gelassen haben, dann haben sie die Prioritäten eben einfach anders gesetzt und wissen, dass sie die Risiken tragen. Fair enough.
      Aber auch hier habe ich positive Beispiele: In unserer Firma sind gerade 4 Frauen (davon 3 über 40, eine 35 ) schwanger. Eine (43) hat am Samstag ihr erstes Kind geboren und ich (41J) bin nächste Woche dran.

      • StefanB sagt:

        Liebe Pegasus,

        Da gratuliere ich zunächst mal allen werdenden Müttern, und hoffe, nächste Woche verläuft alles Bestens!

        Es stimmt durchaus, wir sind alle länger fit und aktiver, bis ins hohe Alter, und dass mensch heute eher später Grosseltern wird, liegt darin begründet, dass die Diskussion um Kind oder Karriere nun eben schon eine Generation dauert.

        Allerdings gibts wohl zahlreiche Fälle, wo geschiedene Frauen trotz Jobs während der Heirat ebenso nach der Scheidung zum Sozialfall wurden, wie bei den „Nur-Müttern“.

        Und ja, den Frauen wird gesagt, dass ihre biologische Uhr tickt – allerdings habe ich den Eindruck, das wird von den meisten erfolgreich verdrängt. Denn es ist wie bei den Rauchern: die negativen Seiten der eigenen Taten will man eigentlich nicht wissen, und blendet sie darum erfolgreich aus. Nur im Unbewussten schlummert die Erkenntnis, und bricht eines Tages dann durch. Und dann muss auf Teufel komm raus noch ein Kind her….

        Fair Enough? hm, wenn die Frauen das Risiko alleine tragen würden, wärs fair. Was ist mit dem betroffenen Kind?

      • Auguste sagt:

        hmm…, alles gute und hoffentlich vergeht die zeit im kreissaal wie im fluge. nennt man ein pegasus-baby eigentlich „pegasüschen“?

      • StefanB sagt:

        Nein, Auguste, Pegasus war ein Pferd, also müsste dass ein Pegafohlen sein.

      • Auguste sagt:

        hmm…, und wenn es dann den klaps hinten drauf kriegt, schreit oder wiehert ein pegafohlen, stefanb? in bio-myhtologie scheine ich, nicht richtig aufgepasst zu haben.

      • Adi sagt:

        Guter Beitrag. Ich teile diese Meinung.

        Klar kann man nicht ewig warten – aber ich selber habe auch eher ältere Elteren (Mutter war 35, Vater 40) und ich hatte nie das Gefühl, das sei ein Problem, im Gegenteil. Sie sind beide fit und kamen mir oft jünger vor als andere Eltern. In Zukunft können sie mich auch viel besser unterstützen wenn ich dereinst eine Familie gründen und Wohneigentum erwerben will.

        Heute dauert alles länger, das Leben an sich, die Ausbidlung, das Erwerbsalter… da ist es nur natürlich wenn Menschen auch später im Leben Nachwuchs haben. Die Zeiten als man mit 20 heiratete und eine Familie gründete sind vorbei – und das ist auch gut so. Jedenfalls denke ich, dass es Kinder von etwas älteren Eltern besser haben – wenn sie denn auch wirklich gewollt sind.

      • Katharina sagt:

        „Es wird einem als Frau ja schon mit Ende 20 gesagt, dass die biologische Uhr tickt, spätestens ab Mitte 30 wird es penetrant angesprochen. Ab 40 wird das Thema dann glücklicherweise peinlich totgeschwiegen.“

        das nennt sich Indoktrination.

      • StefanB sagt:

        Auguste: Wenn der Klaps kommt, pass auf, denn es schlägt aus.

      • Katharina sagt:

        Ich brauche keinen Klaps. nicht bei dem. da schlage ich automatisch aus.

        Huch das gespenst ist da!

  • Melanie Meier sagt:

    Zitat aus Desperate Houswives: „…not having it all, but doing it all.“ Fasst meiner Meinung nach vieles schön zusammen.

    Ich denke im Fall vom Jennifer Aniston – Syndrom stellt sich eher die Frage ob der Mann zum Vater taugt. Bevor man sich zwischen Kinder und Karriere entscheiden kann, muss man zuerst mal die Möglichkeit zu beidem haben.

    Und auch wenn man Kind und Karriere unter einen Hut bringen würde – heisst ja dann noch lange nicht dass man auch Kinder haben wird, aus welchen Gründen auch immer.

    Wenn man damit rechnet, kinderlos zu bleiben und das akzeptieren kann, dann soll man doch so lange warten bis man denkt den passenden zukünftigen Vater gefunden zu haben.

  • Charley sagt:

    Warten, warten, warten: Die Karriere (und ich habe „Karriere“ gemacht) erscheint als ein wünschenswerter Zustand, dabei ist sie nur Schall und Rauch, zumeist ein langweiliger Job, in welchem zu oft nichts bewegt wird und „Schnipp“ kann man heutzutage jede und jeden einfach ersetzen.. Also muss man sich in Schale schmeissen und durch teure Marken (die „Quittungen“ der Güter nach aussen präsentieren) den Frust wettmachen. Das beobachte ich sehr oft (Zuhälter-Verhalten,
    nur wurden die Goldkettchen durch teure Uhren und Autos ersetzt;-).

    Es geht meiner Meinung nach beim „Ich muss/kann nocht warten“-Syndrom wohl eher um GELD (wie so oft). Beide arbeiten, beide konsumieren (Ich konsumiere, also bin ich. Ich bin nicht konsumfeindlich, überhaupt nicht, aber als Lebensinhalt?), beide haben Angst vor der Zukunft mit dem Kind. Oder: Das „Kribbeln“ im Bauch der Frau verhält sich linear zum Einkommen des Mannes, man wartet auf jemanden, der das grössere „Kribbeln“ verursacht 😉 (Sehe ich leider auch so oft).

    Auch die Möglichkeiten des Netzes, welches vorgaukelt, durch „Profile“ den Traumpartner massgeschneidert zu erhalten, wiegen die Menschen (und da meine ich auch die Männer) in einer trügerischen Sicherheit (Mal ehrlich: Ich bin froh, dass ich nicht der 15-jährige Sohn eines 60-jährigen war).

    Mit der Allokation der Mittel hat die Pippi nicht so unrecht, leider werden diese „Anreize“ auch missbraucht werden (Ich wurde fremdbetreut aufgrund des Jobs der Mutter, ich habe keine gute Beziehung zu meinen Eltern, das so nebenbei, muss aber selbstverständlich nicht für alle gelten).

    Eltern sein bedeutet zu einem gewissen Grad sich selber in den Hintergrund zu stellen, Kompromisse (auch schmerzlicher, finanzieller Art) einzugehen und somit die Kinder zu den Hauptakteuren des Lebens zu machen (bis sie flügge sind, aber ja auch darüber hinaus). Einfach das Beste für sie zu wollen, nicht nur in finanzieller Hinsicht.
    Die Reife, die diese Gedanken bedingen, stelle ich nur bei wenigen Menschen fest.
    Man will alles und davon möglichst viel;-) Das ist die Losung einer Generation. Man will auch Kinder, aber ja nicht verzichten. Ich las schon „Das Luxusgut Kind“! Man hält inzwischen das Kind für einen Kostenfaktor!

    Was den fehlenden Sex-Appeal der guten Väter betrifft oder das Fehlen der Vaterqualitäten bei den Männern mit Sex-Appeal: Liebe Damen, vielleicht müssten Sie auch mal ehrlich sein! Der Porsche-Fahrer ist umringt mit anderen Schönheiten, der qualitativ mögliche Vater ist „nichts Besonderes“, man kann mit ihm bei den Freundinnen nicht angeben und verdient zu wenig 😉

    Ich kenne auch einige Frauen, die nun nach Sinnstiftung in ihrem Leben suchen, da sie über 40 sind und entweder keine Kids oder nicht mal einen Freund haben: Esoterik, Luxus, Katzen, Porzellanmalen, etc. sind dann die vermeintlich sinnstiftenden Familien-Ersatz-Auswege.

    Auf der anderen Seite: Vielleicht hat es ja auch was Gutes, wenn konsumgeile Hedonisten keine Kids bekommen, schon mal daran gedacht, wie sich deren Kinder fühlen würden mit ständig unzufriedenen Eltern, weil dies und das jetzt nicht mehr möglich ist?

    Ist ein heikles Thema, nicht beantwortbar, da den meisten Menschen die Lebensphilosophie abgeht.

    Charley

    • Melanie Meier sagt:

      Guter Beitrag! Fühle mich bei diesen Beschreibungen der Menschen an den Paradeplatz erinnert, wo jeden Morgen Frauen und Männer möglichst viel zur Schau stellen… 😉

      Angst zu haben vor einer Zukunft mit Kindern finde ich ist ganz normal, auch trotz aller Vorfreude. Man weiss ja nie was passiert. Diese Angst versucht man mit Geld abzuwiegen, und ja, Kinder sind ein Kostenfaktor geworden. Kann man leider nicht so einfach ändern. Ich weiss nicht ob ich ein Kind wollen würde wenn ich dadurch zum Sozialfall würde- vielleicht suchen viele Frauen auch daher noch nach einem Mann der einem Sicherheit bietet.

    • Katharina sagt:

      Hedonist ist das neue N-Wort.

  • Cara Mia sagt:

    Ist das nicht das Kernproblem der heutigen Frauen überhaupt: die Qual der Wahl? Kinder oder keine? wenn ja, wann Kinder? Taugt der Mann zum Vater, oder nicht? Wenn nein: Schlussmachen oder kinderlos bleiben? Kommt dann der Richtige auch, wenn man Schluss macht? Karriere, oder Schwangerschaft? Beruf oder Hausfrau?

    Ist ja fürchterlich, eigentlich.

    • Womit- einmal mehr- hinlänglich bewiesen wäre, dass Frauen auch heute noch nicht wissen, was sie eigentlich wollen 😉

    • Peter sagt:

      Womit auch bewiesen wäre, dass einige Frauen den Luxus haben vor der besagten Wahl zu stehen, während wohl 90% der weiblichen Weltbefölkerung diesen Luxus nicht haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Einige Männer haben den Luxus, zwischen BMW und Porsche wählen zu können, 99,99 % der restlichen Männer nicht…… Schlechtes Gewissen für die Porsche und BMW Fahrer obligatorisch?

    • sitkos sagt:

      Die Qual der Wahl ist nicht nur ein Problem der heutigen Frauen: Es ist ein Phänomen unserer Zeit / Wohlstand / westlichen Gesellschaft. Dass Wahlmöglichkeit zu Stillstand bzw zu „nicht-wählen-wollen-weil-man-ja-etwas-nichtoptimales-wählen-könnte“ ist in diesem Video (Englisch gesprochen, deutsche Untertitel) schön erläutert:
      http://www.ted.com/talks/lang/eng/barry_schwartz_on_the_paradox_of_choice.html

      • „Ich will damit sagen, dass es vielen Männern egal ist, ob sie eine Wahl haben. Sie leben ihr leben. Traurig aber wahr.“

        Genau, wir sind halt einfache Gesellen: Schnell zufrieden, keine Fragen stellen und durch, koste es, was es wolle, einfach durch, mit allem Willen, der einem zur Verfügung steht- etwas anderes gab es eigentlich nie. So lange Leistung, Leistung und nochmals Leistung zeigen, bis es zuviel wird- aber auch dann gilt: auf gar keinen Fall etwas zeigen oder sagen- und schon gar nicht zum Arzt oder Psychiater gehen. Einfach weiter chrampfä, denn etwas anderes hat es ja nie gegeben.

        Und dann *päng* Herzinfarkt.

        Hier sind uns Frauen zweifellos voraus: die gehen lieber zu früh als zu spät zum Arzt, Freund, Mann oder Psychiater.

      • Insel sagt:

        @ sitkos: sehr wahr!!!

    • Cara Mia sagt:

      @Marcel: Und Ihr Männer seid im Beweisnotstand, weil Ihr uns zwar vorwerfen könnt, wir wüssten nicht, was wir wollen, doch könnt Ihr nicht beweisen, dass Ihr es besser wüsstet – denn Ihr habt die Auswahlmöglichkeiten ja gar nicht. Ist vielleicht ein wenig Neid dabei?

      • macho sagt:

        Ne denk ich nicht, Männer wollen einfach in Ruhe gelassen werden, sie beschweren sich nicht über ihr „Los“. Wieso auch?

        Ich find aber, auch Männer haben die Wahl. Man bekommt las Hausmann zwar keine Adriana Lima, aber Karrierefrauen bekommen ja auch keinen Brad Pitt. Der Sex ist schuld 😀

      • Melanie Meier sagt:

        @ macho

        und was genau soll das jetzt aussagen?

      • StefanB sagt:

        Machp, Männer haben dann vielleicht Anna Lunas.

      • Cara Mia sagt:

        Na macho, Du willst mir doch nicht weismachen Angelina sei KEINE Karrierefrau!!! Also wenn nicht sie, wer dann!

      • Neid? Wart’s nur ab, Cara, cara mia… wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die Ihr Frauen bereits hinter Euch habt. Man munkelt von einem Phänomen, dass langsam die Runde macht: Immer mehr Männer wollen keine Karriere, keine Kinder und keine Familie, d. h. überhaupt keinen Leistungsdruck mehr- und entsagen zunehmend der Leistungsgesellschaft. Man nennt sie im Land der aufgehenden Sonne soushoku danshi (Grasfresser). Und die entwickeln sich langsam, glaubt man der Presse, zu einem ernstzunehmenden, soziologischen Phänomen in Japan…

      • Melanie Meier sagt:

        @ marcel

        klart ist das ein Problem in Japan, dann haben die Firmen dort nicht mehr so viel Leute die sie verheizen können…

        Und das „Problem“ der Frauen ist nicht, dass wir nichts tun wollen – sondern alles. Und das alles wollen wir möglichst gut machen. Das Männer dann eher faul werden wenn Leistungen verlangt werden… mich wunderts nicht 😀 (bitte nicht so ernst nehmen, gell…)

      • macho sagt:

        Angelina ist jetzt nicht die typische Karrierefrau.

        1. was ihren Lebenslauf angeht..
        2. was ihren Kinderreichtum angeht
        3. sehen 99% der Karrierefrauen nciht so gut aus

        also, Karrierefrauen bekommen nicht die besten Typen ab, punkt! ;P

        @ Melanie

        Ich will damit sagen, dass es vielen Männern egal ist, ob sie eine Wahl haben. Sie leben ihr leben. Traurig aber wahr.

    • Katharina sagt:

      „Ist ja fürchterlich, eigentlich.“ Nein oder Ja, es ist eben so dass wir nicht in die Zukunft sehen koennen. Was wird sein? wir wissen es nicht.

    • Hans Mustermann sagt:

      Na da Lob ich mir den Papst, keine Verhütung – keine Wahl- keine Qual *lach* Hat er doch schon wieder Recht und keiner hört auf Ihn. der Arme Amen

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, die Qual der Wahl war schon immer eine besondere Herausforderung des Lebens. Es ist ja schon fast eine philosophische Angelegenheit geworden, ob die Frau überhaupt Kinder will und wenn ja (nach ellenlangem Ringen mit sich selbst natürlich!), wo ist der passende Mann dazu. Es fehlt halt wieder mal das spontane, das emotionale, das überbordende sich ‚Hineinwerfen‘ in eine Beziehung, wenn es so richtig knistert. Ja, ich setze mich mit dieser Aussage in die Nesseln, na und? Das heisst aber nicht, dass ich mich nicht um Verhütung kümmern muss, nein, das ist damit nicht gemeint. Aber diese Wahlfreiheit mutiert mE immer mehr in eine Wahlunfreiheit und die Frau macht daraus fast ein Manifest mit sich selber. Wer zuviel überlegt und vorallem zu lange überlegt zieht am Ende leider fast immer den kürzeren – wie im Leitartikel ja schön anschaulich erklärt. Männer sind da viel pragmatischer und lassen sich nur zu gern überreden, wenn die Frau mit den Waffen einer Frau spielt und in der heissen Phase nicht zu oft von Kindern spricht. Auch wenn Angelina eine äusserst selbstbewusste Karrierefrau zu sein scheint, hat sie den Brad Pitt doch für ihren Kinderwunsch überreden können. Jennifer Aniston hatte da vielleicht zuwenig Überzeugunskraft oder einfach nicht die richtigen Waffen der Frau zur richtigen Zeit…

      • Katharina sagt:

        „Wahlfreiheit mutiert mE immer mehr in eine Wahlunfreiheit“ das geschieht, wenn sich leute indoktrinieren LASSEN und damit ihre eigene wahrnehmung verklaeren. Es wird also eine ideologische gedankliche Zwangsjacke diesen subjekten eingehaemmert.

        ein teil dieses korsetts ist die annahme, der uterus sei gefaelligst mindestens einmal im leben einer frau in betrieb zu nehem, ansonsten sei diese frau minderwertig.

        abgesehn davon dass es muessig ist, ueber das leben eines pitt, einer jolie usw zu reden. das sind leute, die im jahr so coole 50 mio einkommen machen.

        waffen der frau stimmt halt schon. we’ve got the assets and you want some.

      • Widerspenstige sagt:

        Katharina, you got it again, thanks so much! 🙂

    • E. Vogt-Steffen sagt:

      Care ich denke einige Frauen leben mit einem genetischen Defekt gelinde gesagt. Wenn ihre keine Probleme habt, dann sucht oder kreiert ihr welche. Die meisten Frauen wollen Kinder und viele davon setzen dann die Familie in den Sand auf Kosten der Kinder. Da solche Frauen als Parasiten vom Staat gedeckt werden, haben die ja noch immer ein sehr angenehmes Leben auf Kosten des Mannes oder dem Sozialamt. Lösung: Zwangs-Befruchtet alle diese unschlüssigen, unzufriedenen Weiber künstlich und schickt sie in die Wüste, dann sind wir alle auch das Aniston-Syndrom los.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auch gegen dein Leiden gibt’s sicher eine Pille, geh mal zum Arzt anstatt andern Leuten auf den Wecker, hier ist nicht der Frusthaufenblog.

      • E. Vogt-Steffen sagt:

        Pipi – Du bist eines der ganz wenigen permanent frustrierten Frauen in diesem Blog. Deine Antwort zeigt wie verloren Du selbst bist. Get real.

  • zysi sagt:

    die geister frau ich rief – man kann schon helfen als mann, wenn es denn gewollt ist?

    nur sind vermutlich die einschlägigen ratschläge gar nicht so willkommen – wenn wir jetzt noch versuchen, die „gescheiterten“ (auf den artikel bezogen) wieder auf die fruchtbare schiene zu hieven, dann können wir gleich ein staatliches „Lebensverwirklichungsprogramm“ entwerfen mit der Garantie, dass jedem seine privaten Entscheidungen durch die Allgemeinheit zu korrigieren und tragen sind, das ist schliesslich zeitgemässe solidarität und sozial dazu, oder nicht?

    kommt mir vor, wie wenn man einem kind einen ganzen spielwarenladen schenkte (nur damit es ja keinen schaden nimmt, sollten denn die natürlichen eltern einmal wagen was vorzuenthalten) und es am abend nicht ein einziges spiel richtig erlernte/spielte – ein riesen bärendienst hat man/frau da dem kind erwiesen; du kannst alles haben, nur übers wollen musst du dir keine gedanken machen.

    • Ach, Goethes Zauberlehrling… eine sehr schöne Referenz in diesem Zusammenhang! Nur: Wer ist der Zauberer? Und wann soll der wieder zurückkommen..? 😉

  • Erst gestern erschien ein thematisch sehr ähnlicher Artikel in der deutschen taz, ein paar Ausschnitte:

    Noch nie in der jüngeren deutschen Geschichte hat es einen solchen Erwerbsdruck auf die Frauen gegeben, von unmittelbaren Nachkriegszeiten und den Verhältnissen in der DDR mal abgesehen … Auch aus diesem ökonomischen Druck resultiert die Erschöpfung der Frauen, das Sich-Beäugen, der Neid zwischen Verheirateten, Geschiedenen, Alleinerziehenden, mit und ohne gut verdienenden Mann oder mit und ohne Job: Hat sie es sich nur bequem gemacht in der Ehe, oder fand sie tatsächlich keine Stelle? Macht sie ihre Arbeit wirklich gern, oder kompensiert sie mit ihrer Karriere nur ihr Singledasein? Mein Gott, die könnte doch arbeiten, aber sie will doch gar nicht runter von Hartz IV!

    Die Vielzahl an Lebensentwürfen schafft eine Vielfalt an gegenseitigen Verdächtigungen. Die Entwicklung ist dabei immer zweischneidig. Den Frauen mehr „Schuld“ an ihrer Biografie zuzuschreiben, bedeutet auch, ihnen nicht mehr die Opferrolle, sondern mehr Selbstverantwortung zuzugestehen. Das ist durchaus ein Fortschritt.“

    Ich denke, viele Frauen haben sich in Wirklichkeit in eine Falle hineinmanövriert, wie in der aktuellen Ausgabe von Emma erstaunlicherweise nachzulesen ist.

    Deshalb braucht es jetzt wieder die Männer- die sollen sich ruhig auch einmal diese Gedanken machen müssen- zusammen mit den / ihren Frauen notabene. Jedes Geschlecht für sich, das geht nicht. Ist von der Natur auch nicht so vorgesehen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Erstaunlich/erfreulich finde ich, dass du, Marcel, in letzter Zeit immer wieder die EMMA zitierst. Ich kann dir versichern, wenn du deine Berührungsängste früher abgebaut hättest, wärst du nun nicht so erstaunt. Die EMMA fuhr von Anfang an diesen Kurs, sie war nie ein Blatt gegen „die Männer“, sondern für „die Frauen“, das ist ein ganz entscheidender Unterschied. Ich wünsche solche Aha-Erlebnisse auch andern Männern, traut euch…… Gerade di aktuelle EMMA ist dazu hervorragend geeignet, da werden nämlich mehrere männliche Journalisten mit Preisen ausgezeichnet.

      • Marginaler Teil der Frauenbewegung? Ja soll ich denn mit Judith Butler fortfahren? Oder, etwas „popuärer“ und weniger wissenschaftlich: Kathy Lette’s „How To Kill Your Husband“. Oder „Suche impotenten Mann fürs Leben“ von Gaby Hauptmann, oder…

        Doch der Fortschritt naht, das stimmt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Marcel, was hat Schundliteratur wie die „Werke“ einer Gaby Hauptmann mit EMMA zu tun? Also wirklich, bring nicht alles durcheinander.

      • Man kann die Vergangenheit- so berechtigt sie zu dieser Zeit vieleicht war- nicht einfach mit ein paar Hauptsätzen ungeschehen machen, Pipi. Der Feminismus tritt heute- bei Lichte betrachtet- sein eigenes Erbe an. Und dabei spreche ich nicht von den berechtigten Forderungen, sondern von der ganzen Atmosphäre, die er in der Vergangenheit erschaffen hat. Und die war sehr wohl- und u. a. unter Führung von Alice Schwarzer- auch männerfeindlich. Das zu bestreiten grenzt ja schon fast Realitätsverlust!

        Doch eigentlich interessiert mich langsam mehr die Zukunft, diese Femi-wars, die sind langsam wirklich out of time, definitiv.

      • E. Vogt-Steffen sagt:

        „Schundliteratur wie die “Werke” einer Gaby Hauptmann“ – manchmal muss man(n) sich schon Fragen wer welchen Schund schreibt? Wir leben in einer Demokratie und da soll sich jeder äussern wie er will. Sind es nicht generell die Frauen die mehr Schund konsumieren und auch tagtäglich brauchen um schon den normalen Alltag zu bewältigen?

    • Als Kind der Achzigerjahre muss ich Dir da vehemnt wiedersprechen, Pipi. Im Übrigen war Valerie Solanas absolut krankes und männerfeindliches SCUM-Manifesto noch bis vor Kurzem auf der Online-Ausgabe der Emma in voller Länge zu lesen.

      Mag sein, dass die in die Jahre gekommene Alice Schwarzer allmählich von der sich rasch wandelnden Zeit- ihr schlägt gerade eine kühle Brise ins Gesicht– überrumpelt wird und nun die publizistischen Segel straffen muss, damit sie nicht gleich ganz aus der Debatte fällt, aber Sprüche wie „Wenn wir wollen, dass es unseren Mädchen besser geht, müssen wir dafür sorgen, dass es unseren Jungen schlechter geht“ halte ich bis heute für nicht besonders männerfreundlich.

      Bis heute nicht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du bringst immer wieder das SCUM Manifesto, denkst du wirklich, dass sich damit mehr als ein marginaler Teil der Frauenbewegung identifizieren konnte? Für eine feministische Zeitung gehörte es einfach dazu, auch das zu erwähnen, die EMMA fuhr nie auf dieser Schiene, ich muss es wissen, ich lese sie seit Beginn. Die Gesellschaft, die Männer haben sich geändert, nicht die Zeitung. Was vor nicht alllzu langer Zeit noch als völlig überrissen und jenseits eingestuft wurde, ist heute kein Problem mehr, z.B. Männer, die Kinder wickeln, oder Frauen in leitenden Stellungen, die Managergehälter verdienen. Zwar ist noch lange keine Parität erreicht, aber wir sind auf guten Wegen.

  • vera sagt:

    Ich glaube nicht, dass Frauen ihren Kinderwunsch hinausschieben, weil sie denken, dass die Fortpflanzungsmedizin ihnen helfen wird. Vielmehr sind diese Frauen und Maenner ueberzeugt, dass es auf natuerlichem Weg schon noch klappen wird. Sie sind sich nicht bewusst, wie rasant die Fruchtbarkeit ab einem gewissen Alter sinkt. Die moderne Fortpflanzungsmedizin ist eine hervorragende Sache um denjenigen Frauen zu helfen, die nun mal in diese Situation geraten sind, dass sich ihr Kinderwunsch nicht erfuellt. Man darf dabei nicht vergessen, was fuer eine enorme emotionale und physische Belastung eine kuenstliche Befruchtung fuer ein Paar mit Kinderwunsch darstellt. Das nimmt niemand leichtsinnig hin, vielmehr ist die Erfuellung des Kinderwunsches mit Hilfe der Fortpflanungsmedizin oft eine letzte Moeglichkeit. Sie ist jedoch kaum je ein Projekt, das sich eine Frau bewusst vornimmt: das kann ich mir nicht vorstellen. Man will ja zuerst auch lange nicht daran glauben, dass es auf natuerlichem Weg nicht klappen soll, und zoegert die Behandlung hinaus. Schliesslich ringt man sich dann doch noch dazu durch, unter grosser emotionaler, physischer und finanzieller Belastung.

  • lara sagt:

    Ich hatte nicht früher Kinder sondern später, weil die Mutterschaft eben überhaupt nicht marginalisiert wurde/wird. Wären Kinder eine ’natürliche‘ Sache und nicht so ein 200% Job, hätten viele Junge – wahrscheinlich vorallem auch mehr junge Männer – früher Kinder.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Genau wegen diesem Dilemma braucht es die Frauenbewegung nach wie vor. Die Frauen sind nämlich auch nicht bereit, einfach wieder zurückzugehen und auf eine erfüllende berufliche Tätigkeit zu verzichten, damit sie sich den Kinderwunsch erfüllen können. Was wir immer noch brauchen, genau wie vor dreissig Jahren, sind funktionierende Modelle, die Kinder und Erwerbsarbeit möglich machen für beide Geschlechter, also: Erschwingliche, ausserhäusliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, Teilzeitarbeit für beide Geschlechter, Lebensarbeitszeitmodelle, Stipendien für Weiterbildungen auch nach 40, steuerliche Erleichterungen für Familien (finanzierbar z.B. durch eine wieder eingeführte Erbschaftssteuer). Es ist das alte Lied, die Emanzipation ist nicht am Ende, sie ist erst ganz am Anfang.

    • Walter sagt:

      Komisch ist nur, dass du ein Modell für beide forderst aber trotzdem von Frauenbewegung/Emanzipation sprichst.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Frauenbewegung war bis jetzt der Motor, umso besser, wenn die Männer auch mitziehen wollen. Ich bin nicht der Meinung, dass es ein Frauenproblem ist, ganz und gar nicht, das war ich auch nie, leider hatten die Männer etwas Startschwierigkeiten, was sich nach und nach zu ändern scheint.

    • macho sagt:

      Einer Elternbewegung würden mehr Leute folgen. Ca. doppelt so viele….

      • macho sagt:

        Du hättest auch „Startschwierigkeiten“, wenn du generalverurteilt wirst von 80% der Protagonistinnen der Bewegung. Vorallem fand, find ichs immer wieder lustig, dass ich kein Individuum bin. söndern „die Männer“….

        Ich hab mich schon immer für solche fortschrittlichen Ideen starkgemacht und kann dir nur zustimmen was dein Punkteplan angeht.

    • Nemo sagt:

      Trotz aller Kritik an Pippi, hier hat sie 100% Recht. Wenn die gesamte Entwicklung nach sozialem Ausgleich, nach Familienförderung, nach ausserhäusliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und die Anerkennung anderer Lebensformen, als die klassische Ehe betrachtet wird, gebe es ohne die Frauenbewegung keine Fortschritte. Das Bewustsein der Männer, dass sich damit auch ihre Situation verbessert, kam deutlich später. Betrachten wir doch die Schweizer Parteien, die Gewerkschaften und auch die Wirtschaftsverbände. Bevor die Frauen sich diesen Themen nicht annahmen, interessierte sich niemand dafür.

    • bernd sagt:

      mutter, weiterbildung mit über 40, erfüllende berufliche tätigkeit, hobbies etc., das ist eine totale überforderung, das haben karriere-männer schon lange kapiert.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Alles gleichzeitig ist eine totale Überforderung, aber darum geht es nicht, sondern um die Möglichkeit, sein Leben individuell zu gestalten und als Familie Unterstützung zu bekommen. Was für die Einen richtig ist, muss es für die Andern nicht auch sein, deshalb die Aufzählung, nicht als neuer Zwang, alles zu bewältigen.

    • Hans Mustermann sagt:

      Komisch. Ich wurde dazu erzogen mir meine Sachen die ich will zu erarbeiten, wenn es sein muss dann halt auf etwas anderes verzichten. Heute scheint alles von der „Allgemeinheit“, was immer das auch ist, abhängig zu sein. Zum studiern braucht es Stipendien, zum Kinderkriegen Krippe Mutter-Vaterschaftsurlaub-Geld-Zeit und Unterstützung bei der Aufzucht- Schule-Nachhilfe etc. etc.
      Da versteh ich langsam eine Kollegin die kinderlos und das gewollt, fragt: Was gehen mich fremde Kinder an?
      Schliesslich finanziere ich ja schon durch Steuern etc einen Grossteil der Infrastrucktur (Schulen etc)
      Eigentlich sollte es doch in einer ach so demokratischen Schweiz keine Sonderrechte geben sondern alles für alle oder etwa doch nicht? Ehrlich gesagt sind Kinder doch heutzutage nicht kosten oder zeitintensiver wie vor 100 jahren oder etwa doch?
      Und wenn ja, wieso ist das eine Aufgabe der Allgemeinheit?

      • Melanie Meier sagt:

        Heute wird für vieles ein Studium gebraucht, das man früher auch sonst konnte. Leider verfügen nicht alle potentiellen Studenten übern Eltern die ihnen alles finanzieren können… Das würde man dann sozialen Aufstieg nennen und dies ist ein wichtiger Bestandteil in unserer demokratischen Gesellschaft.

        Nun, da sie mit fremden Kindern nichts zu tun haben wollen, könnten Sie ja dann den Vorschlag machen dass sie keine AHV beziehen die von fremden Kindern bezahlt wird?

      • StefanB sagt:

        Vielleicht einfach, weil die „Allgemeinheit“ ein Interesse an ihrem eigenen Fortbestand hat?
        Ansonsten könnte man ja auch zu Recht fragen: Was geht die uns folgende Generation eigentlich die Singles an, die nichts getan haben für die Erhaltung der Nation, Gesellschaft, Menschheit? Dann sollen doch die Kinderlosen sehen, wo sie bleiben, schaffen wir die Alterheime, Pflegestationen etc. einfach ab, die Menschen sollen eigenverantwortilch schauen, wo sie bleiben. Wer Kinder hat, soll sich von denen pflegen lassen, und das Taschengeld namens AHV ist eh nicht mehr finanzierbar, also abzuschaffen.

      • Hans Mustermann sagt:

        Nun so wie ich die AHV verstehe, ist das was ich jetzt Einzahle für Leute die bereits nicht mehr im Arbeitsaltag stehen und mit den meisten davon bin ich ja auch nicht verwandt oder so. Aber eigentlich bezahle ich ja für meine AHV mit meinen Abzügen und krieg sie auch gutegschrieben oder etwa nicht? . Das sie schon jetzt ausbezahlt werden ändert ja nichts an meinen Ansprüchen. Oder hab ich da was falsch verstanden?
        Und was Stipendien betrifft, damit wollte ich nur zum Ausdruck bringen das es heute schon beinahe so aussieht wie ein Studium plus Stipendien zum „normalen“ recht in unserer Gesellschaft geworden ist.

      • Nemo sagt:

        @Hans Mustermann
        Das mit der AHV: Mit Ihren Beitragszahlungen erwerben Sie das Recht eine AHV zu erhalten. Nur die Finanzierung dieser erfolgt immer von der berufstätigen Generation. Also wenn Sie mal Rentner sind und niemand mehr AHV-Beiträge zahlt, kriegen Sie keine AHV mehr. Stichwort Umlagefinanzierung.

        Und Stipendien und Studium ist alles andere als Normalität.

      • Hans Mustermann sagt:

        Ja da hab ich in einem Land das jedes Jahr um ein paar Prozent an Einwohnern zulegt und bei der Wachstumsrate der Weltbevölkerung nicht gerade Angst um meine AHV. Schliesslich wird die ja von der „arbeitenden“ Bevölkerung bezahlt und nicht etwa nur von Kindern die hier geboren wurden.
        Und zum Studium sage ich nur: Wieso sind dann jedes Jahr mehr Studierende an unseren Universitäten und Hochschulen?
        Heute gilt doch ein Beruf ohne Studium bereits als Karierefehlstart.

      • Gaëlle sagt:

        Och, kommen Sie, zeigen Sie sich doch ein wenig altruistisch….

        Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf….oder?

    • Tomas sagt:

      das tönt mit Verlaub reichlich naiv…

      aber es ist noch ein wenig zu früh, bis man irgendwann mal begreifen wird, dass es Prinzipien in unserem Dasein gibt, die sich nicht reglementieren lassen. Es gibt auch Bauchentscheide und Instinkte, die seit Jahrtausenden in uns programmiert sind… Die Anzahl Teilzeitjobs für Kerle und Tagesstätten zum entsorgen der Babies können daran nicht viel ändern, höchstens als Randerscheinung.

    • Elina sagt:

      So, so alles muss von Staat unterstützt werden, die Krippen ect… also nichts gegen die Working-poors, wo es nötig ist, dass beide arbeiten gehen, diesen Leuten muss geholfen werden. Aber die Leute, die genügend verdienen sollen die Krippenplätze gefälligst aus eigener Tasche zahlen und die Erzieherinnen in den Kinderhorten wollen schliesslich auch keinen Hungerlohn bekommen. Und was ist mit den Müttern, die sich SELBER um die Aufzucht ihrer Kinder kümmern??? Werden die auch untersützt vom Staat??? Schliesslich leisten sie grosse Arbeit, fördern ihr Kind, sind bei ihm, verzichten bewusst auf ein 2. Einkommen, um für ihr Kind da zu sein. Also wenn Kinderkrippen vom Staat subventioniert werden, damit beide Elternteile ihrem Job nachrennen können, dann müssen das auch die Mütter zu Hause bekommen, wenn nicht noch mehr.

      • Hans Mustermann sagt:

        Das errinnert mich an die Aufstellung der Leistungen einer Ehe-Hausfrau und Mutter die ich mal irgenwo gesehen habe. Irgend ein Split zwischen Manager, Lehrerin, Sekretärin, Putzfrau, Köchin, Sozialpädagogin und Sexworkerin etc.
        Hat eine ganz schöne Summe ergeben so auf 7 Tage X 16 Std. Da ist mein Lohn so richtig bescheiden.
        Aber seit einiger Zeit profitieren sei ja wenigstens bei einer Scheidung vom AHV Splitting *gg*

    • Katharina sagt:

      „z.B. durch eine wieder eingeführte Erbschaftssteuer“. Da bin ich absolut dagegen. Zu dem Thema bin ich huestel huestel….republikanisch.
      denn: ich bin grundsaeztlich dagegen, dass der staat als social engineering maschine zur verfuegung steht.

      social engineering through the tax code: das konstruieren einer einer ideologie konformen Gesellschat ueber das steuerrecht.

    • E. Vogt-Steffen sagt:

      „wieder eingeführte Erbschaftssteuer“ – bist Du ein weiterer Parasit? – Die Linken und Grünen wollen so was – diejenigen die was erwirtschaftet haben, haben kein Bedürfnis nochmals was zu versteuern. Die Frauenbewegung ist eine Pest zu Lasten der Männer. Schaut euch tagtäglich die Presse an, wo die Männer von Behörden/Justiz belogen, betrogen, übervorteilt werden; die gemeinsamen Kinder zur Sau gemacht werden. Alles fast ausschliesslich auf Kosten der Männer. Dieses Gejammer all dieser ‚armen‘ Weiber geht auf den Keks, da diese die Realität nicht mehr wahrnehmen wollen und durch unser pervertiertes System noch bevorteilt sind. Alles Feuchtgebietgejammer – so einfach.

      • Katharina sagt:

        Sie will ja die gesamte Welt veraendern oder neu erschaffen. Ein wesentliches element dieser schoenen neuen welt ist dann der ’neue Mann‘. Sie sagt sie sei auf einer mission und sie seien erst am anfang. Impliziert ja auch, dass die neue frau schon geschaffen sei.

        tia. wie war das denn damals im biergarten im film Cabaret? die sangen auch insbruenstig „tommorow belongs to us‘ (die zukunft gehoert uns).

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @Katharina, was faselst du da von Mission? Ich habe nie so etwas gesagt, das Missionarsgen fehlt mir definitiv. Warum bist du so gehässig?

        Dass du gegen eine Erbschaftssteuer bist, leuchtet ein…….

      • Katharina sagt:

        Ich bin schon seit tagen rumpelsurrig, Pippi. Du hast in den letzten tagen bei einem anderen Thema etwas gesagt ‚Wir sind erst am Anfang‘ und etwas wegen ‚der neue Mann‘. Als wort ist mir Mission in erinnerung gebliben, ich glaube ich habe dann geschrieben ‚people on a mission often fail‘. daruas habe ich obigen beitrag zusammengesponnen.

        ich will eigentlich nur sagen, dass viele solcher bewegungen gerne leute veraendern wollen. das geht eigentlich gar nicht. veraendern koennen leute nur sich selber. bewusstsein fuer bestimmte aspekte bilden, sprich auf maengel hinzuweisen, ja. aber veraendern muessen sich die leute selber. zwang von aussen bringt nichts und bewirkt nur troztig und bockig sein.
        da meine ich auch, der staat soll bitte aussen vor bleiben.

        Meine einstellung dazu, welche funktion ‚der staat‘ in einer gesellschaft hat, ist die: nur diejenigen funktionen einer gesellschaft, die anders nicht effizient geloest werden koennen, soll der statt uebernehmen. als freie buergerin gehe ich quasi einen vertrag mit den organen des stattes ein, fuer ich diese funktionen zu uebernehmen. staat ist eine dienstleistung am buerger, nicht umgekehrt. ich weiss es ist eine einstellung die sehr alt ist. oder vielleicht sogar radikal neu.

      • Nemo sagt:

        @Katharina
        Deine Staatsauffassung ist nicht neu, sie ist einfach sehr stark eingeschränkt und fertig gedacht, müsste der Staat aufgelöst werden, denn jede staatliche Dienstleistung, können Private effizient lösen. Bis anhin war ich der Meinung, dass selbst die Republikaner das Gewaltmonopol beim Staat belassen möchten und Dinge wie Sicherheit grundsätzliche als Staatsaufgabe betrachten. Und genau dies ist der springende Punkt, als Republikanerin wirst Du das Privateinkommen als Gut deklarieren, welches der Staat zu schützen hat, klassisch wäre hierfür die Polizei zuständig und dann eventuell noch die Armee, aber kann es nicht auch sein, dass aus Effizienz-Überlegung, die Gewährung minimaler sozialer Sicherheit günstiger kommt? Gehört also in die Effizienz-Überlegung auch die Folgekosten dazu und wie berechne ich die Folgekosten? Daher zählen die meisten entwickelten Staatem die Bildung auch zur Staatsaufgabe, obwohl diese genauso gut durch private erbracht werden könnte, dass Problem ist nur, dass dann gewisse Kreise keine Bildung geniessen würden und damit das Heer, welches die geltenden Eigentumsrechte in Frage stellen grösser wird. Wenn dieses Heer unaufhaltsam wächst, sind die Sicherheitskosten ein vielfaches höher, als wenn ich diese besänftige. Zudem wird die Versorgung der Wirtschaft mit frischen Arbeitskräften auch gut ausgebildeten sichergestellt. Selbst für die eingefleischten Klassiker, (respektive Neoklassiker) ist die Effizienz nicht der einzige Faktor der Staatsaufgabe. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass der Sozialstaat keine sozialistische sonderen eine bürgerliche Erfindung ist.

        Nun gut, wenn man sich auf eine Minimalaufgabe des Staates geeinigt hat, dann ist da die Finanzierung dieses Staates. Seit Adam Smith war die Taxierung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit unbestritten. Zur Erbschaftssteuer, diese kann man ablehnen oder befürworten ist aber an sich kein Social Engineering, sondern nur eine potentiell Quelle der Finanzierung der Staatsausgaben.

    • Eremit sagt:

      „Teilzeitarbeit für beide Geschlechter, … steuerliche Erleichterungen für Familien“
      Und wie ist es mit Förderung von Vereinbarkeit von Studium und Kinderbetreuung als AE?

      Hinter „Lebensarbeitszeitmodelle, Stipendien für Weiterbildungen auch nach 40“ stelle ich mal ein Fragezeichen.

      Dies alles benötigt wie schon erkannt: Geld.
      Nur zur Zeit findet m.E. bei und ein Finanzmittelabfluss statt. Ob gezielt, oder weil wir uns z.Z. selbst „zerhacken“ oder zu „faul“ geworden sind sei mal dahin gestellt.

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