Mamablog-Redaktion am Montag den 19. Juli 2010

«Best of Mamablog»: Was man am Mann lieben sollte, um eine Familie zu gründen

Den zweiten Beitrag unserer Best-of-Sammlung, die von Michèle Binswanger verfasste Checkliste «Was man am Mann lieben sollte, um eine Familie zu gründen», haben wir ausgewählt, weil sie ungleich nützlicher ist als alle Dating-Fibeln.

Vergessen Sie das Sixpack, der Schweiss zählt.

Vergessen Sie das Sixpack, der Schweiss zählt.

Es ist zu heiss, um schwere Themen auszupacken. Deshalb hier eine kleine, schlanke Checkliste für Frauen, die einen Mann zur Familiengründung suchen oder solche, die schon einen haben, aber nicht wissen, ob er der Richtige ist. Liebend gerne würde ich ja auch eine Liste für die Männer verfassen, aber ich muss gestehen, dazu fühle ich mich nicht kompetent genug. Und wenn wir schon von Kompetenz sprechen, eine kleine Warnung voraus: Diese Liste ist subjektiv und in keiner Weise wissenschaftlich abgesichert. Nur, falls jemand davon ausgegangen sein sollte.

1. Schweiss. Vergessen sie seinen gestählten Sixpack-Body, sein elegantes Auftreten, selbst die Aufmerksamkeit, die er Ihnen schenkt. In langjährigen Beziehungen gibt es Dinge, bei denen man plötzlich am Bahnsteig steht und mit einer Träne in den Augen Abschied winkt – sie werden nie aus dem Krieg zurückkehren. Und es gibt Dinge, die bleiben unverändert. Die sollten Sie sammeln, in den Setzkasten stellen, ganz genau betrachten und sich fragen, ob Sie sie wirklich, wirklich mögen. Wenn Sie sich beispielsweise an Tagen wie diesen dabei ertappen, wie Sie seiner leichten Schweissnote hinterherschnuppern, kann wenig schiefgehen.

2. Stärke. Wenn Frauen schwanger werden, sind sie von ihren Kindern besessen – und zwar wörtlich. Das legt sich meist, wenn das Kind mal da ist. Aber nicht immer. Wenn das Mutterding mit einem durchgeht, man plötzlich darauf fixiert ist, als müsse man die russische Revolution im Alleingang stemmen, ist man auf einen starken Mann angewiesen. Der muss Nerven zeigen, einem geduldig beibringen, dass Revolutionen den Aufwand nicht lohnen. Auch in seinem Interesse – sonst liegt er plötzlich mit Stalin im Bett. Nun höre ich die Frauen da draussen aufschreien: Frechheit, wenn ich das will, soll er mich auch lassen. Aber glauben sie mir, ein Mann, der sie davor bewahrt mit einem Schnurrbart herumzulaufen, der liebt sie wahrhaftig.

3. Belastbarkeit. Wenn man monatelang eine täglich wachsende Trommel vor sich her schiebt, danach monatelang kaum mehr ein Auge zukriegt, vielleicht auch noch arbeiten muss, dann schlaucht das nicht nur sie, sondern auch ihn. Fragen Sie sich, ob Sie mit dem Mann ihrer Wahl eine grosse, weite Wüste mit minimalen Wasservorräten durchqueren könnten, ob sie gemeinsam das grosse Ganze im Auge behalten, sich nicht um das Wasser streiten, sondern notfalls zusammen zugrunde gehen würden. Wenn ja, ist es der Richtige.

4. Humor. Kleine Kinder sind nicht immer lustig. Wenn man nach so einer Wüstendurchquerung im Restaurant sitzt, um doch noch etwas für die Beziehung zu tun, sich dabei aber eher wie ein Komparse vorkommt, weil alles Interesse vor lauter Arbeitsbelastung kläglich verdorrt ist, dann werden sie froh sein, wenn sie wenigstens noch über dasselbe lachen können. Und Humor ist, siehe Punkt eins, auch so etwas, das man im Setzkasten stehen haben sollte.

5. Liebe. Das scheint etwas offensichtlich. Bedenken Sie aber, dass Sie seine Liebe in toto schätzen sollten, also nicht nur der auf Sie gerichtete Bannstrahl. Die Welt ist gross und reich. Nachdem Sie über dem Setzkasten philosophiert, die Wüste durchquert und die russische Revolution abgebrochen haben, fragen Sie sich noch dies: Lieben Sie seine Liebe, im Kopf, im Bett, für Sie, aber auch für anderes als Sie? Virginia Woolf forderte einst das eigene Zimmer. Ich finde, das sollte auch jedem Mann zugestanden werden. Wenn Sie das können, dann bleibt nur noch eins zu sagen: Ja, ja, ja.

(Erstpublikation am Donnerstag, 20. August, 2009)

MAMABLOG-TEASER-FRAUENLISTEVor allem die Männer werden sich nun fragen, ob es eine vergleichbare Liste nicht auch für die Suche nach der idealen Mutter und Frau gibt. Und ob es sie gibt! Lesen Sie hier: Was macht aus Frauen tolle  Mamas?

35 Kommentare zu „«Best of Mamablog»: Was man am Mann lieben sollte, um eine Familie zu gründen“

  1. Thomas Meyer sagt:

    Der Text ist voller Metaphern und lässt sich damit leider auf die fünf Stichwörter reduzieren.

    • Alex Kramer sagt:

      Es geht auch mit weniger als den 5 Stickwörtern: die schlussendlich angeführten 3 Ja’s. Was die bedeuten, wenn sie von einer Frau geäussert werden, ist weiterhin (un)klar. Dabei handelt es sich nicht um eine Metapher!

  2. Jean Lenaux sagt:

    wenn männer frauen erklären müssen, wie ein mann sein sollte, ist dann nicht irgend etwas schief gelaufen? sagen wir männer damit den frauen, was gut für sie ist? frauen sollen das selbst herausfinden / entscheiden – jede für sich. und wir männer, was sollen wir hier im kommentar schreiben? “HALLO, ja ich bin genau so ein typ, wie marti hier beschrieben hat!!!” oder sollen wir die liste der dinge ergänzen, welche wir meinen, das frauen diese berüksichtigen sollten? “ich kann ausserdem noch alles reparieren, auto, töff, velo, computer”…. oder wollte marti hier den frauen einfach sagen, was für ein toller und solider kerl er ist? jeder verkäufer preist uns seine produukte an und jeder pfarrer seine religion. aber interessiert uns diese werbung in eigener sache?

    • knaebe sagt:

      Hallo Jean!…. Genau Lesen! der Bericht ist von “die von Michèle Binswanger verfasste Checkliste” also ne Frau, wäre sonst schon sehr abwegig.

  3. v for vietcong sagt:

    der traummann ist also ein schwitzender stalin mit humor der in seinem eigenen zimmer in der wüste lebt.
    :)

    ps: es heisst ‘traktorstrahl’ nicht ‘bannstrahl’!

    • Nacktmull sagt:

      Was sagt uns der Blick in den Duden >>>

      Bann|strahl, der (geh.): Bannfluch;

      • v for vietcong sagt:

        was sagt uns der blick auf star wars >>> traktorstrahl.

        magie und flüche gibts nicht, aber star wars ist real.

      • Obi wan sagt:

        es war Star Trek, nicht Star Wars… Gene R. würde sich im Grab umdrehen, tsts… :D

      • Katharina sagt:

        star wars ist real??? Sowas wuerde nict mal ich sagen.

        Galaktisches Imperium? Nein.

        Intelligente humaniforme roboter? Nein.

        ueberlichtgeschwindigkeit? Nein.

        von homo sapiens sapiens besiedelte terraforme planeten? Nein.

        the Force? Ja.

        Tractor beam: Star Wars IV, empire strikes back. die mondgrosse kampfstation benuzte traktorstrahlen um scouts und dann das raumschiff der hauptprotagonisten reinzuziehen.

        erste erwaehnung von traktor beams: The Skylark of Space books by E. E. Smith (possibly the original appearance: 1929). The protagonist invents “attractor beams” and “repellor beams”. Repellors can also be emitted isotropically as a sort of defensive force field against material projectiles. quelle wikipedia.

  4. Eine tolle Frau ist jene, die einen Mann, Mann sein lässt.

  5. Cara Mia sagt:

    Hm, liebe Redation, ich glaube der mit dem Warm-Up haut nicht. Bei der HItze mag keiner aufgewärmte Suppen…

    • Eremit sagt:

      Zugegeben, ein Warm-Up zur falschen Jahreszeit. Wobei dieser Beitrag von Michèle Binswanger gehört m.E. zu den “Best of Mamablog”.

  6. Kevin Meyer sagt:

    Das sind doch alles nur Alibi-Argumente. Für die Schweizer Frau zählt nur ein Punkt: Geld.

    • lara sagt:

      selbst schuld wer sich mit solchen frauen abgibt!

    • gugus sagt:

      genau. im gegensatz zu den russinnen und südamerikaerinnen, welche in chatrooms gutverdienende schweizer männer anquatschen. denen geht es nämlich um was ganz anderes… um – äh – … worum nochmals genau?

      (sorry, liebe russinnen und südamerikanerinnen, ihr seid nicht alle gemeint.)

      • Reto K. sagt:

        diese bösen, bösen russinnen auch…

        frage: die derart abartig geldgeilen russinnen und südamerikanerinnen… wie wissen die denn, dass es sich beim gegenpart um einen gutverdienenden schweizer mann handelt?

        antwort: sollte sich diese information a) an der entsprechend deklarierten motivation des chatraums oder b) am wie üblich geistreichen nickname des besagten herrn ablesen lassen, so seien sie bitte nicht verwundert, wenn allfällige protagonistinnen nicht unbedingt an kunst & kultur (es sei denn, in form teurer gemälde oder skulpturen in ihrem wohnzimmer) interessiert sind… ;)

        fazit: das statement von Kevin Meyer ist dermassen verallgemeinernd, platt und pessimistisch, dass man beinahe davon ausgehen muss, dass er selber nicht das zeug dazu hat, einer frau AUSSER geld etwas zu bieten…

    • Eremit sagt:

      @Kevin Meyer
      Zählt für viele Frauen wirklich nur das Geld? Wie würde sich solch eine Frau bei einer Wahl zwischen einem Mann der 10′000.- im Monat verdient und einen extrem einflussreichen Mann, der aber nur 3′000.- im Monat verdient, aber dafür alles was er und seine Freundin wünscht geschenkt bekommt und sich alles erlauben darf?
      Geld ist nur ein Instrument, ein Stellvertreter für Macht. Welches Geschlecht ist heute Machthungriger?

      • Mark sagt:

        Hallo nicht-Denker(in)

        1. es gibt niemenden der extrem einflussreich ist und nur 3000.- Fr verdient (ausser für die Steuererklärung)

        2. zu “und alles was sie wünschen geschenkt kriegen” …. also doch alles nur eine Frage der materiellen Güter …. ob der Term bezahlt oder geschenkt dazu arrangiert wird ist absolut irrelevant …..

        ergo: ….. alles eine Frage der Finanzen ….. und somit eine Bestätigung der Anfanagsthese!!!

    • Edoardo sagt:

      Wie es mal ein kluger Kopf so wunderschön formuliert hat: Bis 30 wollen die meisten Frauen unbedingt einen Künstler (Musiker, Maler, Schauspieler oder ganz einfach Lebenskünstler), aber ab 30 muss es dann genauso unbedingt ein “Geldmann” sein, und da ist es eigentlich egal geworden, ob er noch nett ist oder gut aussieht. Eine kurze Umschau im weiblichen Bekanntenkreis ergibt: Stimmt genau (leider!). Nun gut, ab 40 bekommt eine Frau dann weder Künstler noch Geldmann, und bei Männern ist es nach einer ein klein wenig verlängerten Gnadenfrist mit 45, 50 auch meist gelaufen, es sei denn, Vermögen, Prominenz und Macht nehmen zum Ausgleich entsprechend zu. Dann kommen auch noch ältere, alte und ganz alte Herren wie Brad Pitt, George Clooney, Joschka Fischer, Franz Müntefering oder, momentan ganz aktuell, Walter Roderer zum Zuge. So ist das nun mal.

  7. Tomas sagt:

    interessant :-)
    Ich habe es gelesen und mich gefragt, welche der Autorinnen es wohl geschrieben hat, weil es aus meiner Sicht diesmal völlig überraschend an dem Text nicht auszusetzen gab…

    Aber sonst hat Kevin Meyer Recht :-)

  8. Daniel Zimmerli sagt:

    Ein gelungener Beitrag!

  9. Andrea Stein sagt:

    musste mehrmals Ihren Text durchgehen.. bis ich verstanden habe, was da gemeint wird.. kompliziert wie eine Frau..

  10. James Lehm sagt:

    Sehr öde – nichtsagend und diletantisch geschrieben.

  11. Maja Brunner sagt:

    Es gibt doch momentan viele arbeitslose Journalisten. Stattdessen beschäftigt der Tagi ganz offensichtlich Amateure mit Anti-Talent.

  12. Mark sagt:

    zu Punkt 3: Belastbarkeit

    …. wird das in CHF auf dem Konto oder in Keditlimite auf der Karte gemessen?

    (der ganze Beitrag …… im grossen und ganzen doch einfach schönschreiberisches blah, blah , blah)

  13. Barbara Stucki sagt:

    Eigentlich furchtbar, der pubertäre Blödsinn, den man hier liest. Bastelt euch doch gleich die perfekte Frau/Mann die/der sich 100 Jahre nie verändern wird und ewig “perfekt” bleibt. Ersatzteile bitte bei Novartis oder so anfordern…Vielleicht gibts bald im Warenhaus perfekte Körper zu kaufen und wir natürlichen Geschöpfe werden überflüssig.

  14. Peter sagt:

    Habe mich schon besser amüsiert. Mit ein Grund froh ein Mann zu sein. Passt aber irgendwie in ein Land wechselnder Frauenideale.

  15. Hanspeter sagt:

    Einfach genial wie Michèle hier das wirkliche Leben beschrieben hat!!

    Perfekt formuliert, Details die tief gehen und mir gezeigt haben, dass hier eine Frau am „Werk“ ist der ich sofort mehr als mein Portemonnaie anvertrauen würde. Keine Scheinwelt, keine Show alles so festgehalten, dass wir „Homo-Sapiens“ als gleichberechtigte Partner mehr als ein paar Abende und Monate funktionieren können. Diese Frau denkt weiter und wird es auch als Frau; Mutter und im Beruflich weit bringen. Bravo

  16. Yves sagt:

    Bravo?

    Naja…

    Fassen wir diesen Text doch mal zusammen: Der Mann muss also stark, lieb, humorvoll und belastbar sein.

    Sprich: Schwächen darf er keine haben.

    Das Geschwafel der heutigen Frauen von gleichberechtigten Partnern etc. enttarnt sich an diesem Text sehr schön. Denn in letzter Konsequenz suchen sich die Frauen einen starken Ernährer und Beschützer der Familie, der keine Schwächen zeigt und an dessen starker Schulter man sich ausweinen kann.Liebe Frauen, ich habe einen Tipp an Euch: Anstatt Euch selber vorzumachen, ihr würdet einen gleichberechtigten Partner suchen, der Euch in Eurer Individualität unterstützt und Euch ernstnimmt, seid doch einfach ehrlich und gebt zu, dass ihr am Ende ein testosterongetränktes Alphatier mit dickem Portemonnaie wollt.

    Das war früher so und das hat sich auch heute trotz Emanzipation und Gleichberechtigung nicht geändert!

  17. ILYASSE sagt:

    Ich bin der Meinung, dass Frauen interessieren sich in erster Linie für das Geld BZW. Sicherheit dann kommen die anderen Bedürfnisse im Spiel: Humor, Stäeke, Beslatbarkeit und und nun für solche Ansprüche ist die Frau auch in der Plicht gegenleistung zu bringen. Das Können natürlich nicht alle Frauen mitbringen. Denn nicht alle Männer sind gleichzeitig reich, stark und hast du nicht gesehen.
    Gleichberechtigung und Emanzipation dienen eher die Witschaft als das Glück des Frauen.
    Dank der Erziehung durch die Medien und der Wirtschaft wollen Frauen bestimmte Männer mit bestimmen kritrien. Sie sind aber nicht zufrieden mit dem selben mann. Denn der kann auch nicht gleichzeitig der Mann sein, der die Natur hevorgerufen hat. Dann sind sie wieder unzufrieden.

    na soll man auf so eine Pfeife tanzen und selber drunter leiden

    Ich rasiere mich lieber nicht die Brust und diejenige die drauf steht, kann sie ruhig dran streicheln:)

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