Eine Carte Blanche von Mamablog-User Marcel Zufferey

So diskriminierend, wie gern behauptet wird, sind Frauenlöhne bei näherem Betrachten nicht: Ärztin.
Die Behauptung ist so zäh wie Kaugummi und sie wird in jeder Gender-Diskussion mit ausdauerndem Appetit wiedergekäut: Frauen werden via Zahltag diskriminiert. Am Ende des Monats kriegen sie für die gleiche Arbeit und Leistung deutlich weniger ausbezahlt, sagen Gleichstellungsbeauftragte, behaupten diverse Erhebungen. Doch stimmt das auch? «Was für eine Frage?», werden die meisten von Ihnen jetzt antworten, «Ja, natürlich stimmt das. Frauen verdienen weniger als Männer – und zwar mindestens 20 Prozent!» Da täuschen Sie sich! Wie neuere Studien und Erhebungen zeigen, ist die Lohndiskriminierung weitaus geringer, als bislang angenommen wurde.
Was genau verstehen man unter gleicher Arbeit? Ist genau gleich immer genau gleich, oder gibt es da Unterschiede? Bis vor wenigen Jahren wurden Frauen und Männer, die einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen, einfach in ein und denselben statistischen Topf geschmissen – mit absehbarem Ergebnis: Die Verkäuferin bei der Migros verdient natürlich viel weniger als der Investmentbanker bei UBS! Wie eine Studie vom statistischen Amt des Kantons Zürich aus dem Jahr 2007 zeigt, sind aber mittlerweile 62 Prozent der bislang angenommenen Lohnungleichheit auf erklärbare Faktoren zurückzuführen. Der Schwachpunkt dabei: Ein nicht geringer Teil entfällt auf die Kinderpause. Und eine Kinderpause machen vor allem Frauen. Auf dieselben Resultate kommt auch eine Studie aus Deutschland:
«Die multivariate Analyse prüft den Einfluss folgender Faktoren: personenbezogene (Geschlecht, Alter, Ausbildung, Berufserfahrung, Kinder), betriebsbezogene (Wirtschaftszweig, Betriebsgröße, Frauenanteil, Tarifbindung), funktionale Faktoren (Vorgesetztenposition, Voll-/Teilzeit), regionale Faktoren (Ost/West). (…) Im Gesamtsample erklären diese Faktoren rund 60 % der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern, das heisst, 40 % bleiben unerklärt.»
Beim Aufzeigen der Lohnungleichheit müsste heute also zwischen dem bereinigten und dem unbereinigten Gender Pay Gap unterschieden werden. Häufig wird das nicht gemacht. Die Rede ist dann meist von der unbereinigten Lohnlücke. Kommt noch dazu, dass in all diesen Studien – übrigens auch in denen zum Kinderwunderland Frankreich– nicht alle lohnbildenden Faktoren miteingerechnet sind. Darunter fallen vorab die Anzahl Überstunden und die jährliche Normalarbeitszeit. Unterschlagen wird zudem, dass es auch unter «absolut gleichen» Männern zum Teil erhebliche Lohnunterschiede gibt: Beim Einstellungsgespräch und den Lohnverhandlungen verkaufen sich die einen einfach besser!
Rechnet man all die erwähnten Faktoren mit ein, kommen wir auf einen bereinigten Gender Pay Gap, der zwischen 3 und 5 Prozent liegen dürfte. Tatsächlich beträgt im Osten Deutschlands die unbereinigte (!) Lohndifferenz nur noch 6 Prozent!
So diskriminierend, wie gern behauptet wird, sind Frauenlöhne also bei näherem Betrachten gar nicht mehr. Doch, wie bereits erwähnt, weisen diese neueren Berechnungen auf eine elementare Fehlentwicklung unserer Zeit hin: Kinder sind im heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell offenbar nicht mehr vorgesehen. Es sind weniger die Frauen, die diskriminiert werden, als vielmehr die Mütter! Und das muss sich ändern.
Ein herzliches Dankeschön vom Mamablog für diesen Beitrag! Lesen Sie von Mamablog-User Marcel Zufferey auch: Die Legende vom Rollenwandel.
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Nicole Althaus ist Autorin und freie Journalistin in Zürich. Seit beinahe zehn Jahren betreibt Nicole Althaus Feldforschung in der eigenen Familie: Die Autorin ist verheiratet und Mutter zweier Mädchen im Alter von 10 und 6 Jahren.
Michèle Binswanger hat Philosophie und Germanistik studiert, war als Künstlerin und Kletterin tätig und ist heute Redakteurin bei Tagesanzeiger/Newsnetz. Sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter (8) und ihrem Sohn (5) in Basel. 































































40% von 20% sind 8%. Und dabei fällt diejenige Ungleichheit raus, die bestimmend ist: Die Kinderpause. Die Theorie geht also so: Bereinigt man um die Kinderpause, so ist die beträgt die Ungleichheit nur noch 8%. Und man dachte sich, die Ungleichheit punkto Kinderaustragen sei schon die ganze Differenz, aber nein, das heisst nämlich folgendes: Angenommen die Frauen wären Männer und würden keine Kinder kriegen, dem Betrieb zu 100% zur Verfügung sein wie die Männer, dann wären IMMERNOCH 8% des Lohnunterschieds (den es da auch gäbe) NICHT zu erklären! Das ist kein Argument gegen die Gleichstellung wie es Marcel gerne hätte, sondern eins dafür! 8% Lohnunterschied sind also auf den unternehmerischen Verdacht zurückzuführen, dass Frauen Kinder bekommen KÖNNTEN und Kosten verursachen könnten und damit schon mal 8% weniger zu verdienen berechtigt sind. Und das ist noch die nette materialistische Leseweise, von sexistischen VORurteilen, von denen auch Personalmanager nicht ausgenommen sind, ist da abgesehen!
Dann werden sie doch Montageleiter, alle Frauen bei uns sitzen in der Planug wo sie genausoviel bekommen wie die Männer. Die Montageleiter verdienen 20% mehr (für mehr Stress, längere Arbeit, getrennt von zu Hause). So haben wir bei den Maschinenbauingenieuren 5% Lohnunterschied, aber keine will das ändern
Ein Beitrag in diesem Thread verdient Beachtung, denn es hat jemand mal ein Argument durch nachdenken geprüft und ist auf einen Widerspruch gestossen: Wäre es so wie argumentiert wird, dass sich Frauen schlechter verkaufen, dann wäre jeder Personalmanager ein Depp, der nicht die sich schlecht verkaufende Frau nähme und den teureren Herrn links liegen lässt. Das Argument löst sich also bei genauerer Betrachtung mit Berücksichtigung der wirklichen Interessen in Luft auf. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr, dem Autor sei aber ein Kompliment ausgesprochen!
fühle mich ein wenig ertappt… das hat schon was.
nur finde ich, dass man das ganze von beiden seiten her angehen muss:
d.h. die 8 % müssen weg, die diskriminierung von müttern sowieso, der umstand das ‘frauenberufe’ mit vergleichbarer ausblidungslänge, verantwortung, leistung usw. immer noch schlechter bezahlt werden auch, tagesschulen und kinderkrippen sind ein muss
aber
frauen müssen auch endlich mehr verantwortung tragen indem sie sich in die jobs wagen, welche anstrengend, mühsam und mit viel risiko verbunden sind (und dann auch mit viel höheren löhnen). zuviele ‘gute’ frauen trauen sich nicht aus den aufstiegsarmen (aber sicheren und harmonie geprägten) jobs raus.
Wieso “müssen” Frauen in irgendwelche Jobs?
Wenn sie eher risiko- und stress-arme, dafür weniger gut bezahlte Jobs vorziehen, ist das doch ihr gutes Recht.
Ich sehe da ein emanzipatorisches Dogma, welches wieder mal auf Gleichmachung der Geschlechter zielt.
nur diejenigen frauen ‘müssen’, die auch mehr lohn wollen. mich stört einfach die forderung von mehr lohn von vielen frauen ohne mehr pflichten und leisten zu wollen.
ich will nur sagen, dass man nicht beides haben kann. gilt für männer wie frauen.
@Monato: Das bedeuted also, dass es nur zwischen “gleichen” Männern und Frauen Lohndifferenzen gibt- ja sogar “Diskriminierung”- aber keinenfalls unter “gleichen” Männern, die verdienen alle tupfgenau gleich viel..! Dito unter genau “gleichen” Frauen, die verdienen auch alle ganz genau gleich viel.
Was wäre eigentlich die Vergleichsgrösse zum Gender pay gap? An irgendeiner Form von Gerechtigkeit muss sich dieser ja orientieren, oder nicht? Irgendwo in den unendlichen Weiten des Arbeitsmarktes muss es also eine Form von absoluter Gerechtigkeit geben. Anders ist der Gender pay gap nicht zu erklären.
@lara: Wenn man “Frauenberufe” besser bezahlen würde… das läuft auf eine tiefgreifende Wertfrage hinaus, dies sich eine Gesellscgaft stellen muss. Warum sollte die Tätigkeit eines Investmentbanker mehr wert sein, als diejenige einer Altenpflegerin? Dazu gäbe es ebenfalls eine interessante Studie aus England- allerdings mit anfechtbarer Methodik.
nein… kleines missverständnis
ich möchte auf keinen fall, dass die lohngleichung krankenschwester = Investmentbanker gemacht wird.
nur wurmt es mich schon zu sehen, dass in berufen wie z.b. lehrer sobald der frauenanteil steigt gleichzeitig die anerkennung und der lohn sinkt
@lara: “nur wurmt es mich schon zu sehen, dass in berufen wie z.b. lehrer sobald der frauenanteil steigt gleichzeitig die anerkennung und der lohn sinkt”
Das Argument höre ich häufig. Lässt sich das irgendwie belegen- natürlich in Form von Studien o. ä.? Ich weiss, ich bin ein ohnmächtiger Kerl in dieser Beziehung- aber solche Aussagen müssen schon mit Fakten unterlegt werden.
@lara
Sorry, aber ich muss da heftig widersprechen: es gibt keinen einzigen plausiblen Grund, wieso eine Krankenschwester oder Lehrerin weniger als ein Investmentbanker verdienen sollte! Im Gegenteil, wer sich für das Wohlbefinden, mehr Lebensqualität und Bildung eines Menschen einsetzt, darf ruhig gleichviel oder mehr verdienen als ein Investmentbanker. DAS ist der wunde Punkt in unserem kapitalistischen System, welcher gründlich überdacht und untersucht werden muss!
das ist ja das a und o im kapitalistischem system (ob es einem gefällt oder nicht). die finanzielle wertschöpfung ist bei pflegeberufen enorm kleiner als bei den investement bankern.
wie willst du den nicht finanziellen wert für die gesellschaft messen?
wieso soll das nicht möglich sein, nicht monetäre werte finanziell zu bemessen? dies wurde lange zeit auch von ökologischen werten behauptet, heute ist die bezifferung von finanziellen werden dort gang und gäbe.
ich habe nicht gesagt, dass es nicht möglich ist. der teufel steckt im detail…
ich fürchte die folgen einer solchen riesigen umverteilung. die schweiz würde massiv an attraktivität als standort verlieren und somit auch steuereinnahmen (mit welchen man ja so was finanzieren würde). wieviele arbeitnehmer würden sich dann noch finden die die mühsame – aber mit hoher wertschöpfung – arbeit zu machen? das geld für eine solche umverteilung muss ja auch zuerst erwirtschaftet werden. die motivation in solche berufsfelder zu gehen ist ja hauptsächlich der lohn.
@Wiederspengstige: eigentlich haben Sie recht. Es gibt keine Grund dass ein Investbanker mehr verdienst, als eine Altenpflegerin, aber: Wir alle snd bereit für Bankgeschäfte mehr zu bazahlen, als eben für die Pflege von uns. Oder sind Sie bereit, dass drei bis vierfache für die Kranken-/und allenfalls für eine Pflegeversicherung zu bezahlen? Aber viele von uns bezahlen einfach die Kreditkarten-/die Bankgebühren, die Handyrechnungen und und und…. Der grosse Teil der Gesellschaft gibt ihr Geld lieber für unnützes aus, als eben für da was eigentlich wirklich einen Wert im Leben darstellt.
@Widerspenstige:
>> Der grosse Teil der Gesellschaft gibt ihr Geld lieber für unnützes aus, als eben für da was eigentlich wirklich einen Wert im Leben darstellt.
Naja, wer über kurze Zeit viel Geld (=Sicherheit, Lebensqualität, Luxusgüter, …) machen kann, räumt dem logischerweise mehr “Sinn” ein, als der nicht wertschöpfenden Tätigkeit “Pflegen” zugestanden wird.
Ich empfinde das schon auch als problematisch, sehe das Problem aber eher in der irgendwo irgendwann verlorengegangen Fähigkeit unserer Wirtschaftsbosse und Führungspersönlichkeiten langfristig zu denken bzw. dem Druck dem diese Leute ausgesetzt sind, mindestens “so erfolgreich” wie die “schnellen Geldmacher” zu sein und daher Abstriche bei der eigenen Wirschafts-Philosophie/Ethik in Kauf nehmen (müssen).
Ausserdem kann ich die in Ihrem Post durchschimmernde Idee des Kommunismus nicht gutheissen. Die Geschichte zeigt, dass es nicht funktioniert. Am besten wäre doch, wir hätten einen (demokratisch gewählten) “guten Diktator”…
Das sollte natürlich “@maia” heissen….
@sigh; Ich weiss zwar nicht, wo in meinem Post Kommunismus durchscheint – aber ich weiss, dass es viele Menschen gibt, die hinter mehr Menschlichkeit und Ethik gleich Kommunismus wittern…. Aber versteh ich das richtig, der Kapitalismus funktioniert schon????
Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass einfach die Wirtschaftsbosse versagen. Wenn ich mich hier so umsehe, dann regiert schlicht und einfach Geld die Welt, es gilt nur das etwas, das mit möglichst viel Geld abgegolten wird. Sonst gäbe es diese Diskussion hier nämlich gar nicht. Menschliche Werte, Ethik bleiben da völlig auf der Strecke. Und das beginnt schon beim kleinen Mann der möglichst vieles möglichst billig haben möchte..
@Marcel: In den unendlichen Weiten des Marktes sicher nicht, wenn schon dann in den unendlichen Weiten des idealistischen Geistes, der eine staatliche Gleichheitskategorie an die ökonomische Sache der Lohnarbeit heranträgt. Mit Gerechtigkeit ist in diesem Fall (wie auch in den allermeisten anderen) einfach Gleichheit gemeint, also vernachlässigung der natürlichen Unterschiede zugunsten der politischen Urteils Person.
Allgemeine Anmerkung: Wer die Bezahlung eines Berufes nach der Nützlichekeit dieses Berufes für die Gesellschaft beurteilen will, dem können ein paar Sachen nicht verborgen bleiben: 1. Nützlichkeit an sich lässt sich nicht in Zahlen fassen. 2. Es läuft ganz und gar nicht so, dass je nützlicher/anstrengender die Arbeit, desto besser der Lohn. So etwas zu verfechten getraut sich schon gar kein Apologet der Marktwirtschaft mehr, er würde von anderen Intellektuellen gesteinigt, nur im Volk ist der Aberglaube nicht auszurotten.
Dem ist nichts hinzuzufügen, richtig!
another sunny day on the studienblog…
Frau Sonne fühlt sich im Deutschen missverstanden. Denn anderswo ist sie männlich.
Umgekehrt fühlt sich Herr Mond in deutschen Gefilden ganz wohl, wenn er als Nachtgestirn den hübschen Maiden nachstellen darf ohne dass ihr alle 28 Tage die Binden nachgeschmissen werden.
Dumm ist nur, dass sich das statistisch nicht bereinigen lässt, weil in allen anderen Sprachen Herr Sonne den Tag beherrscht während Frau Mond ein kümmerliches Nachtleben führen muss. Als Trost darf sie alle 28 Tage die intellektuelle Pause unserem Nachtgestirn anheulen.
Lea, Deine Antwort auf Freitag war aber wesentlich gehaltvoller
Lea! Bist du immer noch nicht in einer Therapie?
buzz off
Dear Lea, that’s just a mystical thing for women who don’t care any more what people think of them. They just act and live in their own world – mystical women world. I like the moon more than the sun – that’s for sure! Or do we loose time to study ‘börsenkurse’ daily and don’t realise the magic of a full moon?! ;-
Dafür ist die hier witziger. Hätte allerdings auch zum Thema Gender-Pädagogik gepasst.
Warum Frau Mond ein kümmerliches Dasein führt, ist mir schleierhaft. Etwas mehr dunkle Klarheit wäre manchmal auch mir lieber- und damit meine ich nicht Umnachtung…
??????
Andernorten von bestechender Klarheit…
Ich dachte es mir schon, dass du es nötig hast! Wie war das gestern; konntest du nicht oder musstest du?
you are a clueless fucking asshole, rolf.
Auch wenn es den Moderatorinnen nicht passt, dass ich sie ersuche, diesen Blog zu moderieren, d.h. (wie es in den AUP dargestellt ist) ehrverletzende Beiträge zu löschen – ich glaube dass es eher angebracht ist, Lea’s (und folglich auch Rolf’s) letzten Beitrag zu löschen.
Dass finde ich auch. Entweder beide oder keinen! Aber im Mamablog scheint Frau Sonderrechte zu haben, auch wenn Sätze unter der Gürtellinie mit Fäkalausdrücke geschrieben werden. Da scheint die Moderation sich auf dem gleichen Niveau zu bewegen und dies sagt doch so einiges über den gesamten Blog aus.
wieso müssen hier eigentlich immer irgendwelche user berichte verfassen..
nur so als hinweis: ich arbeite als investmentbankerin, wir kommunizieren unsere löhne offen, und ja, die frauen verdienen bei gleichwertiger arbeit, gleichwertiger firmenzugehörigkeit und gleichwertiger ausbildung einiges weniger.
Bestätigt meine Erfahrungen, nicht im Bankenbereich, aber in einigen andern. Dass es sogar bei den Bankern nicht anders ist, obschon hier Geld kein Mangel ist, zeigt ganz klar, worum es geht: Wertigkeit eines Menschen wird gemessen an seinem Einkommen, solange die Männer das Sagen haben, ist es ihnen wichtig, die Frauen immer wieder auf ihre Plätze zu verweisen, mit dem tieferen Lohn geht das ganz einfach. Der Feminismus hat sich noch nicht selber überlebt, er bleibt wichtig.
Frauen verdienen weniger? In Spitzenpositionen trifft das häufiger zu. Die Rede ist hier aber vom Durchschnitt. Und InvestmentbankerInnen machen in etwa 0,0000002 Prozent aller Erwerbstätigen aus.
Warum verkaufen Sie sich nicht besser? Oder wechseln die Stelle?
Gut, ich war etwas zu knauserig: Vieleicht machen InvestmentbankerInnen 0,02 Prozent an der Gesamtheit aller Beschäftigten in diesem Lande aus. Evtl. 0,03 Prozent, je nach dem. Oder 0,037 Prozent, so genau weiss man das nicht
Wenn dem tatsaechlich so ist, dann geh zu deinem Chef und verlange entsprechend mehr und drohst ihm mit einer Kuendigung im anderen Fall. Wenn er dich dann ziehen laesst, dann bekommst du ganz offensichtlich genau das Gehalt, welches deiner Leistung entspricht! Waere dem anders wuerde er schliesslich mehr bezahlen, damit du bleibst.
(Meist liegen eben Welten zwischen der Eigenwahrnehmung und der Fremdbeurteilung durch objektive Dritte.)
Dies ist auch nicht ironisch gemeint, sondern genau die Erklaerung, welche die verbliebenen 3-5% Gehaltsdifferenz erklaeren. Frauen sind einfach risikoaermer. Sie suchen sich Jobs nur in der unmittelbaren Umgebung, verhandeln den fixen statt den variablen Gehaltsbestandteil, sie wechseln praktisch niemals fuer ein besseres Gehalt zu einer anderen Firma, sie uebernehmen faktisch niemals besonders unangenehme Jobs, z.B. mit viel Reisetaetigkeit, sie druecken sich ueberall vor der Uebernahme von Verantwortung, …
Und zu der Babypause: Warum ueberlassen sie diese eigentlich nicht den Maennern???
Koennte es vielleicht daran liegen, dass sie
1. nur einen Vorwand suchen, um eine berufliche Auszeit zu nehmen,
2. sie das Elternglueck einfach egoistisch alleine fuer sich haben wollen,
3. sie nicht die geringsten Anstrengungen zeigen, um ein Gehalt zu erzielen, mit dem sie eine Familie ernaehren koennten,
4. sie immer Maenner mit mehr Geld und Status heiraten?
In Deutschland koennen die Frauen waehlen wie lange sie pausieren, aber faktisch alle nehmen immer die volle Zeit. Dies auch insbesondere bei Unternehmen, welche sich ganz besonders Familienfreundlich geben und auch entsprechende Angebote fuer eine moeglichst fruehe berufsrueckkehr machen.
@ Bitta: also ich finde das skandalös, dass Sie als Frau bei gleicher Tätigkeit weniger verdienen – ich denke das sollte publik gemacht werden. Bei welcher Bank arbeiten Sie denn ?
Kommt allerdings häufiger vor, als einem lieb sein kann:
http://www.catalyst.org/publication/372/pipelines-broken-promise
Ja, s’ist wieder eine Studie, ich weiss, ich bin ein mühsamer Kerl. Doch die hier gewonnenen Erkenntnisse decken sich weitgehend mit denjenigen anderer Studien zu diesem Berufsfeld. Allerdings arbeiten nur gerade ein einziges, vieleicht ein bisschen mehr (CEO, CEF etc. und darüber / darunter), in diesen Chargen.
Ganz, ganz oben, diesen Verdacht habe auch ich, geht’s anders zu und her, als hier bei unten, bei den restlichen 99 Prozent aller ArbeitnehmerInnen.
Warum?
Ist halt ein wenig komplex das Ganze. Ich war vor langer Zeit mal 9 Jahre bei einer Privatbank angestellt, inkl. meiner Lehrzeit dort. Als ich mit 25 die ‘Unterschrift’ bekommen hatte, verdiente ich immer noch deutlich weniger als meine Kollegin, welche sich als Verkäuferin (also ohne Bankausbildung) aufs Bankfach umschulen liess (sie war 10 Jahre älter). Es gibt also auch die Ebene Junge – Alte, wo die Ungerechtigkeit wohl noch bedeutsamer ist wie von Mann zu Frau. Seltsam, dass dies nie thematisiert wird. Ich vermute deswegen, weil sowohl Mann wie Frau der (falschen) Ansicht sind, dass das Alter zu mehr Lohn berechtige, Leistung hin oder her. Für mich wars der Hauptgrund, die Stelle zu kündigen und Selbständig zu werden.
Diese Studie kommt mir ziemllich empirizistisch und nicht empirisch vor.
Natürlich hängt es immer vom Faktoren wie Region, Ausbildung usw ab. Aber genau darum existieren Studien die aufzeigen was bzw. zwei Ökonomen (Frau /Mann)nach dem Abschluss in der gleichen Region verdienen . Die Statistik dafür zeigt immer noch , dass Männer besser als Frauen verdienen. Die einzige Ausnahme besteht bei den Ärtztinen,…Also wenn man sich mit Statistik nicht gut auskennt, lieber kein Artikel darüber zu schreiben, als nur halbe Wahrheiten zu difundieren. Zur Empfehlung erkundigen Sie sich beim Amt für Statistik`!
ich weiss eine lösung. lachen Sie mit über die jammerer von manndat.de. die lügen nämlich sicher auch aus ideologischen gründen mit folgendem:
“Das Ministerium räumte ein, dass die von Ursula von der Leyen anlässlich des Frauentags 2007 genannten 23 Prozent Minderverdienst von Frauen für gleiche Arbeit in jedem Fall nicht zuträfen. Wörtlich heißt es in der Antwort:
„Die in der von Ihnen zitierten Rede vom 8. März 2007 enthaltene Aussage von Frau Ministerin von der Leyen, dass ‚Frauen noch immer nur 77 % des männlichen Einkommens verdienen, wohlbemerkt für gleiche Arbeit’ ist daher in dieser Form nicht richtig und missverständlich, auch wenn er sich in den Medien oft so oder ähnlich findet. Wir haben die Rede daher aus dem Netz genommen und danken Ihnen für diesen Hinweis.“ ”
( http://www.manndat.de/index.php?id=532 )
Diese Links widersprüchen Ihren Ansatz ganz deutlich!
http://www.lohnrechner.bfs.admin.ch/Pages/SalariumWizard.aspx?lang=de
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/22/lexi.Document.112211.pdf
deutlicher widerspruch?
“Frauen verdienten 1998 bei sonst gleichen Voraussetzungen 10.6 Prozent weniger als die Männer
(Lohndifferenz 25.9%, diskriminierender Anteil 41%). Im Jahr 2000 waren die diskriminierenden
Lohnunterschiede mit 11.2 Prozent (bzw. 44.4% des Lohnunterschieds) grösser. Seither ist die Lohndiskriminierung
im Sinken begriffen. Im Jahr 2002 wurde mit 10.5 Prozent (42% des Lohnunterschieds) wieder
das Niveau von 1998 erreicht. Die Lohndiskriminierung hat seither weiter abgenommen und erreicht
im Jahr 2006 mit 9.1 Prozent (38.7% des Lohnunterschieds) sowohl absolut wie auch anteilsmässig einen
neuen Tiefstwert.” (s. 83, Ihr zweites zitat, das erste sagt gar nichts aus)
Wie eine Leserin hier richtig festegestellt hat, werden sowohl in der Studie vom Büro Bass (die wohlbekannt ist) als auch in allen anderen gängigen Studien, Erhebungen und Statistiken bzgl. Löhnen zahlreiche Faktoren, die ich in meinem Artikel nenne, nicht miteinbezogen, was ich als Fehler erachte. Darunter fallen eben die jährliche Normalarbeitszeit und die Überstunden- und da bestehen eklatante Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Zudem- und das ist auch eminent wichtig- wird die Kinderzulage, immerhin 300.– pro Kind und Haushalt, erstaunlicherweise ebenfalls nicht in die Berechnungen miteinbezogen. Wenn wir mit einem durchschnittlichen Monatslohn von 6′000.– (brutto) rechnen (BfS), dann macht das bei einem Kind immerhin fünf, bei zwei Kindern aber bereits schon 10 Prozent Differenz aus! Und angesichts der derzeitigen Rollenaufteilung in gemeinsamen Haushalten ist klar, welcher Elternteil die Kinderzulage(n) erhält: Der Haupt- oder Alleinernährer, Doppelbezüger ausgeschlossen.
Lieber Herr Zufferey, jetzt haben Sie sich aber ins eigene Knie geschossen. Ganz genau WEIL die Kinderzulagen häufiger an die Väter als an die Mütter gehen, sind die den Berechnungungen zum Lohnunterschied nicht mitberücksichtigt. Würden Sie in den Monatslohn miteingerechnet, kämen die Männer ja auf einen noch höheren Betrag.
Ich weiss nicht, ob Sie da richtig liegen: Schliesslich wird in all den von mir aufgefuehrten Studien und Erhebungen von 40 unerklaerlichen Prozent gesprochen (d. h. offenbar diskriminierenden Prozenten, was so auch falsch ist, denn diese 40 Prozent sind v. a. eines, naemlich unerklaerbar). Von was ich spreche, ist die Tatsache, dass Transferleistungen in der Studie vom stat. Amt vom Kanton Zuerich eben nicht beruecksichtigt werden: Man hat da einfach den vom BfS ermittelten Bruttolohn uebernommen und den kantonalen Verhaeltnissen angepasst. Da ich nicht gerade zuhause bin und die Studie hier im Ausland nicht laden kann, ist es mir auch nicht moeglich, naeher auf Ihren Einwurf zu reagieren. Im vom Bundesamt fuer Statistik jaehrlich ermittelten Bruttolohn sind Transferleistungen allesamt enthalten.
Eine Gruppe von Männern und eine Frau sitzen zusammen im Stadion an einem Fussballmatch.
Während des Spiels bemerken die Typen, dass die Frau genauso viel über das Spiel weiß, wie sie es tun, und sie sind wirklich beeindruckt.
Nach dem Spiel fragen sie die Frau: “Wie kommt es, dass Sie so viel über Fussball wissen?”
Sie sagt: “Nun, ich war ein Mann und habe mein Geschlecht ändern lassen.”
Die Typen sind überrascht, aber sehr neugierig auf den Vorgang.
“Was war der schmerzhafteste Teil? War es, als sie Ihren Penis abschnitten?”
“Das war sehr schmerzhaft, aber nicht die schmerzhafteste Teil.”
“War es, als die Hoden abgeschnitten wurden?”
“Das war sehr schmerzhaft, aber nicht die schmerzhafteste Teil.”
“Was war der dann der schmerzhafteste Teil?”
“Der schmerzhafteste Teil war, als mein Gehalt um die Hälfte beschnitten wurde!”
Wenn man zwei Vollzeitstellen mit derselben Stellenbezeichnung, gleiche Verantwortung, Tätigkeit, Ausbildung, ähnliche Erfahrung (niemand kann die gleiche Erfahrung haben) in einer Firma vergleicht, dann sind diese Gehaltsunterschiede Wirklichkeit zwischen Männern und Frauen, ausser in Bundesunternehmen. Oft wird die Person bewertet und nicht die Stelle.
Mir fällt immer mehr auf, dass Teilzeitmitarbeitende umgerechnet auf das Vollzeitpensum ein höheres Gehalt bekommen als Vollzeitmitarbeitende, die jeden Tag vorort sind und noch Überzeit machen, wenn es nötig ist. Teilzeitmitarbeitende machen keine Überzeit und werden auch für Zusatzaufgaben nicht in Anspruch genommen. Auch die Gehaltssteigerungen sind bei Teilzeitangestellten prozentual höher als bei Vollzeitangestellten. Niemand will doch ernsthaft behaupten, mit einem Teilzeitgehalt eine Familie ernähren zu wollen wie dies manche Gleichstellungsbeuaftragte anstreben. Die Gleichstellungsbeauftragten sollten sich besser für die Vereinbarkeit von Vollzeitpensen der Mütter mit der Familienarbeit einsetzen als mit der Forderung nach mehr Teilzeitstellen. Kein Wunder – sind die Teilzeitstellen so rar und beliebt. Vielleicht liegt es auch daran, dass Familie und Beruf mit einer normalanspruchsvollen Vollzeitstelle schwerer zu organisieren ist, weil jeder argwöhnisch angeschaut wird, der früher als die Bürokollegen heimgeht. Oft bedeutet Vollzeitpensum 42+… h/ Woche und das zumeist an 5 Tagen, mit Sitzungen am Nachmittag.
Ich gebe zu nur wenige Kommentare gelesen zuhaben. So vielleicht hat das ja schon jemand gesagt.
Aber ich bin immer wieder überrascht bei der Logik die hier gezeigt wird. Warum stellen nicht mehr Firmen diese gleichqualifizierten Frauen ein, dennen man ja offensichtlich so viel weniger Lohn zahlen muss?
Könnte es sein, dass es einem Arbeitgeber völlig egal ist was jemand verdient, sondern nur was jemand KOSTET?
“Es sind weniger die Frauen, die diskriminiert werden, als vielmehr die Mütter! ”
Korrektur: Es sind ganz allgemein ELTERN, die diskriminiert werden. Denn ein Vater, der sich um den Nachwuchs kümmern möchte, erleidet dieselben Nachteile wie eine Mutter, wenn nicht gar mehr, da das Rollenmodell “Hausmann” in vielen – auch weiblichen – Köpfen noch nicht angekommen ist. Darum sind es eben auch noch mehrheitlich Mütter, die die Erziehungsarbeit übernehmen.
Okay, ich bin keine Schweizerin, aber ich geb jetzt auch mal meinen Senf ab!
>>Die Rede ist hier aber vom Durchschnitt.<>Wenn sie eher risiko- und stress-arme, dafür weniger gut bezahlte Jobs vorziehen, ist das doch ihr gutes Recht.<>Sie suchen sich Jobs nur in der unmittelbaren Umgebung, verhandeln den fixen statt den variablen Gehaltsbestandteil, sie wechseln praktisch niemals fuer ein besseres Gehalt zu einer anderen Firma, sie uebernehmen faktisch niemals besonders unangenehme Jobs, z.B. mit viel Reisetaetigkeit,sie druecken sich ueberall vor der Uebernahme von Verantwortung, …<>Und zu der Babypause: Warum ueberlassen sie diese eigentlich nicht den Maennern???<>1. nur einen Vorwand suchen, um eine berufliche Auszeit zu nehmen<>4. sie immer Maenner mit mehr Geld und Status heiraten?<<
Das ist vielmehr eine Behauptung als ein Faktum. Und außerdem ein ziemlich einfältiges Klischee.
Überhaupt, was sollen diese sinnentleerten Kommentare von einigen selbsterklärten Experten?
Ich selber merke als Frau immer sehr häufig, dass man weder beruflich noch gesellschaftlich in einigen Punkten ernstgemeint wird. Und ich bin erst 20 Jahre alt.
Frei nach dem Motto: Frau = Harmlos, Nett anzusehen, Sympathisch, Dumm
Meiner Meinung nach fehlt noch ziemlich viel um den geschlechtlichen Gleichstand zu erzielen. Und außerdem werden diese geschlechterbestimmten Unausgeglichenheiten auch dadurch begünstigt, dass einige Männer sich anscheinend von den Frauen bedroht fühlen und sich aufs Äußerste gegen die Emanzipation wehren müssen.
Männlichkeit kann man auch mit Respekt den Frauen gegenüber unter Beweis stellen. Eman(n)zipiert ihr Männer euch doch mal in dem Punkt.
Man merkt schon Anhand dieser Diskussion, dass wir nicht wirklich viele Fortschritte gemacht haben.
Eine merkwürdige Einstellung, die manche Schreiber hier haben. Also- eine Krankenschwester- welche sich um euer Kind kümmert, Früh- Mittag- und Nachtschichten schiebt und dafür sorgt, dass euer Kind überlebt- ist weniger an Geld wert, als es ein Bankmanager ist, welcher Aktien tagsüber handelt?
Dann wird es vielleicht Zeit darüber nachzudenken- ob das Leben eures Kindes erkauft werden kann. Als Organspender sollte doch einiges dabei heraus springen- oder? Wenn Geld wichtiger geworden ist als das Leben eines Menschen, dann seid ihr naive Touristen auf dieser Erde, deren Visum längst abgelaufen ist.
Eine gerechte Welt wird es nie geben. Nur kann man sich bemühen, dass es ein ganz klein wenig gerechter zugeht. Und was heisst jetzt gerecht. Auch da sind die Meinungen gespalten, so wie vieles andere auch im Leben gespalten ist. Was man jedoch sagen kann, dass Menschen gerecht entlohnt werden müssen, egal, ob Frau oder Mann. Und richtig ist auch, dass ein Manager oder ein Fussballer, ja sogar ein Tennisspieler nicht mit Hunderten von Millionen nach Hause gehen darf. Leistung ja, jedoch nicht so, dass es am Schluss zur Mord und Totschlag führen kann. So war es ja einige Zeit auf dieser Welt. Und was enstand daraus: die Revolution. Und dies möchte heute niemand mehr. Und als einzelner Bürger und Bürgerin stehen wir da machtlos betreffend ein ganz klein wenig mit Gerechitgkeit da. Also haben wir ja die Politik und auch die Persönlichkeiten im Sport und der Wirtschaft. Und wie wäre es, wenn diese Leute einmal über die Bücher gingen. Wie gesagt, eine Leistung darf gut belohnt sein. Nur für einen Manager pro Jahr so Fr. 50 Mio. oder noch mehr zu bezahlen, das kann doch nicht dem Gedanken einer Gesellschaft mit ein ganz wenig Gerechtigkeit entsprechen. Vielleicht täusche ich mich da auch. Es hat ja viele Meinungen darüber. Und meine Meinung habe ich hoffentlich klar formuliert. Sehe es einfach nicht so. Das wäre es schon.