Gewinnen mit KSB: Traktorkestar

Christian Zellweger am Mittwoch, den 10. Dezember 2014 um 5:00 Uhr

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Die Berner Post-Balkan-Beat-Band Traktorkestar trainiert wohl bereits eifrig für ihr Heimspiel: Am 19. Dezember spielen die Herren im Dachstock. Wir vom Blog Ihres Vertrauens hätten da was für Sie: 2x2 Eintritte oder 2x1 das aktuelle Album «Les Mémoires d’un Trottoir».

Gewinnen geht einfach: Die ersten vier Kommentator/innen, welche alle Namen der vier oben abgebildeten Personen unten eintragen, haben die Wahl: CD oder Eintritt. Viel Spass.

Das düstere Universum des HR Giger

Gisela Feuz am Dienstag, den 9. Dezember 2014 um 5:05 Uhr

Mitten im pulsierenden Zürich-Oerlikon steht es, dieses Haus von Hansruedi «HR» Giger, dem Schöpfer zahlreicher düsterer Bilder, Visionen, Zeichnungen und Skulpturen. Auf seine ganz eigentümliche Weise ist Gigers Wohnsitz eine Art Oase, wenn auch eine Oase der etwas andern Art. Vom Keller bis unters Dach vollgestopft mit Büchern, Möbeln, Skulpturen, Kunstwerken, Arbeitsmaterialen, Schädeln und sonst allerlei düsterem Krimskrams, vom Sonnenlicht abgeschirmt und ausgestattet mit einer hauseigenen Mini-Geisterbahn bleibt kaum ein Zentimeter frei in diesem dämmrigen und gespenstischen Wohnuniversum. Gigers Haus ist denn auch zentral in Belinda Sallins Dokumentarfilm «Dark Star - HR Gigers Welt», in welchem die Zürcherin ein sensibles Portrait über das Leben und Wirken von HR Giger entwirft. Kurz nach den Dreharbeiten verunglückte dieser in seinem eigenen Haus und schied im April diesen Jahres im Alter von 74 Jahren aus dem Leben.

Schon als kleiner Bub hob sich Hansruedi offenbar von anderen ab bezüglich seinem Umgang mit den eigenen Ängste. Mit sechs Jahren bekam er von seinem Papa, einem Apotheker, einen Totenschädel geschenkt und um zu beweisen, dass er keine Angst vor dem Tod habe, zog er diesen fortan wie einen Spielzeughund an einer Leine auf der Strasse hinter sich her. Giger erklärt in «Dark Star», dass es seine ureigenen Ängste seien, die er in seinen Kunstwerken verarbeite und dass er ihnen damit die Macht nehme. Die Motive, welche sein ganzes Schaffen durchziehen, sind denn auch stets die gleichen: Geburt, Sexualität und Tod. Sein bio-mechanischen Wesen sind unheimlich und doch anziehend, sie symbolisieren das Zusammenspiel von Eros und Thantanos und bewegen sich dabei auf Messers Schneide zwischen surrealem Traum und Traumata.

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Faultier-Modus

Gisela Feuz am Montag, den 8. Dezember 2014 um 11:33 Uhr

Werte Video-Gemeinde, wer wieder einmal gerade am Däumchendrehen ist im Büro und nicht weiss, wie die restlichen Stunden bis 17 Uhr über die Runden gebracht werden sollen, der möge doch einfach in den Faultier-Modus schalten, dann vergeht die Zeit schneller. Play Patrik alias Mundart-Popper Patrick Zeller machts in seinem neuen Low-Budget-Video (Steven Götz) vor. Zeller segelt darin zu seinem Kerzenschmelzer, Samenlöser, Stehtanz-Blues (oder wie auch immer Sie Balladen normalerweise bezeichnen) «I chume immer z'spät» in Ultra-Slow-Motion mehr oder weniger graziös quer durch die Küche. Es fehle ihm an Vitalität, erklärt er dabei, an blauen Flecken dürfte es dem flugtüchtigen Musikanten nach dem Videodreh allerdings nicht gemangelt haben. Adilettenshow und Nasenlochintrospektive ab:

Kulturbeutel 50/14

Milena Krstic am Montag, den 8. Dezember 2014 um 5:05 Uhr

Die Krstic empfiehlt:
Jazz, Chanson oder Blues? Alles da right before you: Am Dienstag im Mokka das Colin Vallon Trio Cocoon oder ebenfalls am Dienstag les chansons trés jolies von Gina Été an der Klangkartoffel. Am Mittwoch spielt Evelinn Trouble ihre Carte Blanche aus: gemeinsam mit Fai Baba und seinen Great Black Waters veranstaltet sie in der Turnhalle des Progr eine Blues-Explosion psychedelischer Natur. Am Freitag taufen dann die Berner Dancehaller Open Season ihre neue Platte «Boombay» im Dachstock.

Frau Feuz empfiehlt:
Am Mittwoch gibts im ISC, Sie entschuldigen die Ausdrucksweise, musikalisch eins mitten in die Fresse. Die amerikanischen Metal-Hardcore-Pionier PRO-PAIN kommen nämlich auf Besuch. Nebenan verwandelt sich das Rössli derweilen in Cape Canaveral, denn Mercury 7 lassen die Nasa-Moon-Rock-Rakete steigen.

Herr Zellweger empfiehlt:
Entspanntes Geschenke-Shoppen, zum Beispiel am Dienstag am Nachtbazar im Kairo oder am Sonntag am Zentralmarkt, unten in der Dampfere. Und wenn wir grad schon da sind: Am Sonntag startet Julian Sartorius seine Serie von sieben Konzerten zur Taufe seiner Platte. Warum so viele? In die Künstlerwohnung in der Dampfzentrale werden jeweils nur 15 Leute eingelassen.

Miko Hucko empfiehlt:
Happening, das ist doch dieses Überbleibsel aus der Performanceart der frühen Siebzigern? Nun, da scheinen sich jedenfalls einige etwas anderes überlegt zu haben. An der Güterstrasse (ja, die Nummer 8...) gibt's also am Donnerstag ein Happening, betitelt It White. Der Text dazu meint: "An diesem Abend suchen wir so viele Beiträge wie möglich aller Art, die uns das Weiss erleben lassen, um sie in die ganzheitliche Performance des Happenings "It-White" mit einzubeziehen." Also hü, Frau Holle!

Schnee! Und andere Überraschungen

Roland Fischer am Samstag, den 6. Dezember 2014 um 11:54 Uhr

Gestern vor dem Schlachthaus:

bone

Inzwischen sind die Haufen wohl ziemlich zusammengeschmolzen, aber keine Sorge, bis heute abend kommt wieder eine neue Ladung (mit freundlicher Unterstützung der Eisbahn Ka-We-De) - damit es wieder zu spontanen Schneeballschlachten vor dem New York Alpine Club kommen kann. New York Club? Nun ja, eher Neujoch-Hütte. Aber immerhin wird englisch gesprochen, im Schlachthaus-Keller, wo Schauplatz International dem Festivalthema des Bone - New York - ihre ganz eigene Referenz erweisen. Und aber vor allem dafür sorgen, dass man sich nicht hungrig auf den Performancemarathon machen muss.

bone

Denn daran hat man sich als regelmässiger Bone-Gänger gewöhnt: Man muss sich immer wieder durchbeissen durch dieses Bühnenprogramm - und dann wieder wird man plötzlich ein wenig wie von Adrenalin getragen. Gestern abend stürzte sich eine von Marcela San Pedro angeleitete Schar zum Teil sehr junger Performer furchtlos in den Abend und vor allem immer wieder zu Boden - ein Balanceakt, bei dem für einmal die Schwerkraft die Oberhand gewann. Dann zeigte der Altmeister John Giorno (so etwas wie der Stargast der diesjährigen Ausgabe), mit welch bescheidenen Mitteln man auf einer Bühne Präsenz markieren kann. Und zum Schluss des Programms dann noch eine sehr persönlich geprägte und (Achtung, bei einem Performancefestival ist das wörtlich zu verstehen) unter die Haut gehende Tour durch das Beuyssche Kunstuniversum - Keith Hennessey gab den wunderbar agil-fragilen Reiseleiter. Es ging dann gleich noch weiter, mit zwei unverschämten Frauen namens Ponydressing («eine Meta-Pferdewurst aus Musik, Tanz und Theater») im Latenight-Programm. Aber dazu dann gern mal mehr, wenn man die beiden an einem passenderen, das heisst unverschämteren Ort gesehen hat.

Museum halt.

Roland Fischer am Freitag, den 5. Dezember 2014 um 5:19 Uhr

Niemand entkommt der Geschichte – so steht es im Beiblatt zur momentan im Kunstmuseum stattfindenden Ausstellung «Im Hier und Jetzt!». Das gilt natürlich auch und vor allem für etwas, das sich schon in der Selbstzuschreibung «zeitgenössisch» nennt: wie die Kunst, wenn sie nicht von gestern sein will. Die Stiftung des Kunstmuseums, die sich um diese Kunst kümmert, heisst noch etwas kürzer «Kunst heute». Und sie sammelt seit über dreissig Jahren, in kulturhistorischen Massstäben also tatsächlich erst seit gestern. Der Blog Ihres Vertrauens hat eine Zweigenerationendelegation ins Kunstmuseum geschickt, um sich (wieder Zitat Beiblatt) zu «fragen, was das, womit wir konfrontiert sind, mit uns zu tun hat». Frau Krstic?

esibäroheisbär

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Bizarre Musikgenres Teil 17: Japanoise

Gisela Feuz am Donnerstag, den 4. Dezember 2014 um 5:48 Uhr

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Japanoise

Japanoise ist ein sogenanntes Kofferwort, auch Portmanteau-Wort genannt, also ein Kunstwort, das aus mindestens zwei überlappenden Wörtern besteht, die so zu einem inhaltlich neuen Begriff verschmolzen werden; in diesem Fall Japanese und Noise. Japanoise steht für Bands der japanischen Noise-Szene, die Klänge produzieren, welche für ungeübte Ohren nach hausgemachtem Durcheinander ohne logische Struktur und Zweck klingen. Liebhaber sperriger Materie allerdings dürfte an dem abenteuerlichen Mix aus Psychedelic-Rock, surrealistisch anmutenden Einschüben und Avantgarde-Jazz ihre wahre Freude haben.

Japanoise war vor allem in den 80er- und 90er-Jahren populär, aber auch noch heute steigt immer wieder ein Rauchzeichen aus dieser Szene auf, die sich durch ihre aussergewöhnliche musikalische Freiheit auszeichnet. So finden sich im Sammelbecken «Japanoise» Bands die hi-speed Improvisation betreiben, andere wiederum bevorzugen die Zerstörungswut des Punk, manche mögens eher psychedelisch und wieder andere reizen gerne elektronische Stör-Gefilde aus.

Einige der japanischen Noise-Künstler fühlen sich nicht unbedingt glücklich dabei, wenn sie einfach in die Schublade «Japanoise» gesteckt werden, weil dadurch der Tatsache nicht Rechnung getragen werde, dass es durchaus verschiedenste Arbeits- und Herangehensweisen gebe beim Produzieren von Lärm. Stimmt. Weil sonst könnte man ja eigentlich auch einen Laubbläser mit einem Kindergarten gleichsetzen.

Berner? Club? Kultur?

Christian Zellweger am Dienstag, den 2. Dezember 2014 um 13:10 Uhr

bonsi

Die Webseite des Bonsoir hat ein naja, Redesign erfahren. Infos gibt es hier keine mehr. Der übriggebliebene Text wirkt wie eine sehr freundliche Publikumsbeschimpfung. Es geht aber doch etwas weiter. Was es damit auf sich hat, erklärt Bonsi-Mann Arci Friede an dieser Stelle.

Kurz: Friede beklagt sich über die massive Kommerzialisierung der Clubkultur, die immer teureren Acts auf dem Markt. Ein Entwicklung, bei der das Bonsi nicht mehr mitziehen kann und mag. Interessant auch:

Und die wirklich interessanten Acts ziehen tatsächlich zu wenig Publikum an, wenn man sie nicht in einem etablierten Format bringt – Bern ist dafür einfach zu klein.

Auch wenn es Friede hier nicht direkt anspricht, wirft das doch wieder die uralte und ständig unbeantwortete Frage danach auf, was denn fördernswerte Kultur sei. In der von öffentlichen Geldern unterstützen Dampfzentrale kommt es durchaus vor, dass «wirklich interessante Acts» – im Sinne von «künstlerisch wertvoll» – aus dem elektronischen Bereich vor «zu wenig Publikum» spielen. Solche Abende kann sich eine Dampfzentrale leisten, für ein Bonsoir sind sie aber ein finanzielles Abenteuer. Nur: Ob einer an der Aare oder an der Aarbergergasse auftritt, macht für das interessierte Publikum und den Künstler eigentlich keinen Unterschied.

Hätte also ein Club, der ein Programm auch mal abseits vom Mainstream wagt, nicht genauso öffentliche Gelder zu Gute?

Ein transformativer Blick ins neue Jahr

Roland Fischer am Dienstag, den 2. Dezember 2014 um 1:01 Uhr

Schon geht das Jahr wieder in den grossen Schlussverkauf - Grund genug, mal rasch ins 2015 rüberzulinsen. Gerade sind nämlich zwei Vorankündigungen für den Januar hereingetrudelt, die beide viel Freude machen.

Zunächst einmal ist endlich die nächste Transform-Katze aus dem Sack - und wow, so zentral war Zwischennutzung noch nie. Diesmal wird der frühere SBB Historic-Sitz am Bollwerk 12 bespielt - die Eisenbahnarchivare müssen (ein gewisser ferrophiler Liebesentzug ist das schon) raus aus dem Zentrum und ziehen nach Windisch um. Die Transformer freut's - und uns auch. Die Versuchsanordnung 4 öffnet am 9. Januar die Pforten und dauert bis am 15. Februar. Was da genau passieren wird, ist uns zwar auch nach den Erläuterungen der Macher nicht ganz klar:

Musiker sowie bildende und darstellende Künstlerinnen entwickeln in einer experimentellen Vorgehensweise 10 Positionen zum soziogeografischen Raum rings um die Lokalität.

Aber es wird mit Sicherheit auch wieder eine nette Bar geben.

Soziogeografie und Experimente musikalischer Art bietet das Norient Festival, das vom 15. bis zum 18. Januar schon in die sechste Ausgabe geht - und erstmals auch über Bern hinaus expandiert, ins ja als Konzertlokal auch hie im Westen schon lang heissgeliebte Palace St.Gallen (shnit lässt grüssen?). Das Programm ist wieder mal eine grosse Wundertüte, eine musikalische Weltenreise. Und natürlich ist es kein Zufall, dass die Organisatoren für den Schlussabend extra das deutsch-französische Kollektiv Transforma eingeladen haben. Die könnten doch eigentlich gleich drüben im Bollwerk performen?

Kulturbeutel 49/14

Gisela Feuz am Montag, den 1. Dezember 2014 um 5:02 Uhr

Frau Feuz empfiehlt:
Von Dienstag bis Sonntag geht die 17. Ausgabe des Performance-Art-Festivals Bone über die Bühne. Der heurige Schwerpunkt ist New York und als Spielstätte dienen das Schlachthaustheater, die Stadtgalerie, das Kunstmuseum Bern, das Fenster zur Gegenwart im Progr, die Galerie DuflonRacz und viel öffentlicher Raum. Im Rössli machen diese Woche gleich zwei Legenden Halt: Die New York Ska-Truppe The Toasters und die am Mittwoch die Punk-Urgesteine Sham 69.

Fischer empfiehlt:
Bee-Flat mal anders. Am Sonntag feiert die Freitagsakademie, das Berner Ensemble für Barockmusik, ihr 20jähriges Bestehen in der Turnhalle und  probiert mit einer illustren Gästeschar aus, was sich mit den Werken Bachs, Händels, Vivaldis aus heutiger Sicht anfangen lässt.

Die Krstic empfiehlt:
Am Sonntag eröffnet der Kunstkiosk in der Sattelkammer. Ab 16 Uhr gibts ein Konzert bei Feuer und Suppe. Bis am 23. Dezember haben Sie dann donnerstags und samstags die Gelegenheit, ein Weihnachtsgeschenk zu poschten; an den Sonntagen findet ein Adventsanlass statt. Hier gehts übrigens zum Videoflyer. Küres Kommentar dazu: Funny. And so fuckin' weird.

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