Erwartetes und Unerwartetes

Roland Fischer am Samstag, den 17. Januar 2015 um 11:59 Uhr

Was ist das eigentlich, ein Musikfilm? Das Norient-Festival stellt diese Grundsatzfrage in Sachen eigenes Profil immer wieder neu, und dieses Jahr auf besonders anregende Weise. Man bringt es wohl am besten auf den sehr simplen Nenner: Filme, die irgendwie mit Musik zu tun haben - Dokumentarfilme, vorzugsweise.

Der Eröffnungsfilm gestern, Broken Song, brachte das schön auf den Punkt. Klarer Norient-Fall zunächst einmal, es ging um Rapper in Dublin, um eine Musikkulturszene, von der man sonst nicht unbedingt hört. Aber die Musik war dann nur noch insofern zentrales Element des Films, als sie Dreh- und Angelpunkt dieser zuweilen ziemlich ruppigen Schicksale ist. Die schönste dramaturgische Idee (die übrigens den Sample-Lizenzgebühren und dem schmalen Filmbudget geschuldet ist), auf pumpende Beats fast durchwegs zu verzichten und die Texte fast immer allein wirken zu lassen, in ihrer Fragilität oder auch nackten Ehrlichkeit, dreht den Film ja eher weg vom musikalischen Dokumentieren. Es ging da um Menschen, und ob sie nun zu einer Sprayerszene oder zu einer Hooligan-Gang gehörten, spielte am Ende gar nicht so eine Rolle.

Das ist nun nicht als Kritik gemeint, im Gegenteil, es macht den Reiz dieses Festivals aus. Es ist einfach aufgefallen, zumal beim Schauen des zweiten Films des Abends, der sich dann weniger für die Menschen als für ihre schrägen Gerätschaften und die ebenso seltsamen Sounds interessierte, die sie aus alten Computern, Gameboys und Ähnlichem herauslocken. Europe in 8bits - sowas würde man klassischerweise erwarten, an einem Musikfilmfestival, pädagogisch wertvolle und im besten Fall auch noch unterhaltsame Ausflüge in fremde Musikwelten. Zum Glück fänden das die Macher selber auch langweilig, immer bloss diese Erwartungen zu erfüllen.

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Das Norient-Musikfilmfestival dauert noch bis morgen abend. Sehr zu empfehlen heute abend spät das Live-Special in der Turnhalle mit Islam Chipsy aus Kairo und dem News-Rapper Xuman aus dem Senegal.

Die Raum-Transformer 2015 (2)

Christian Zellweger am Freitag, den 16. Januar 2015 um 15:43 Uhr

Das «interdisziplinäre, konsequent experimentelle Kunstprojekt» Transform geht in die vierte Runde, diesmal hat es sich am Bollwerk eingenistet, mitten in der Stadt also. Auch während der Versuchsandordnung 4 werden uns die Initiant_innen Woche für Woche berichten, wie es um ihr Projekt steht. Heute ein Ausblick von Sibylle Heiniger:

transform

Die Räume am Bollwerk 12 blieben nach er der Eröffnung nicht lange leer: Till Wyler von Ballmoos füllte und füllt den Raum bis morgens Samstag 17 Uhr mit Ballons – danach folgt der Anfang vom Ende und ab 20 Uhr werden die gut 30‘000 weissen Luftträume zum Platzen gebracht.

Am Sonntag zeigen Sans Cible um 14 Uhr nochmals ihre 30-minütige Performance voller Übergänge.

Ein Grund, beim Sonntagsspaziergang vorbei zu schlendern und vor den Fenstern stehen zu bleiben: Ab kommender Woche sind GENERAL PERFORMANCES (Martin Schick & Mirko Winkel) und Michael Meier und Christoph Franz vor Ort. GENERAL PERFORMANCES koordiniert und initiiert ein Kunstunternehmen, in der das Kunstschaffen zur Arbeitsbeschaffungsmassnahme wird.

MeierFranz beschäftigen sich bei Transform mit der Grundstück- und Immobilienwirtschaft der SBB. Dabei soll anhand von recherchierten Fakten gezeigt werden, welchen Einfluss die SBB auf die Stadtentwicklung ausübt.

Kommt vorbei!
Transform, Versuchsanordnung 4, Bollwerk 12.
Montags und donnerstags von 18-21 Uhr, Teebar draussen.

Teetratsch@TRANSFORM jeweils montags 19h

Detailprogramm auf http://transform.bz/

Nicht zu spät für wenig Tabus

Christian Zellweger am Freitag, den 16. Januar 2015 um 13:44 Uhr

2lateshow

Unsere Sonderkorrespondentin Alexandra Graber war an der Pressekonferenz der Too Late Show heute in der Turnhalle. (O-Ton: Warum machen wir eine Pressekonferenz? Weil's Spass macht!)

Medienkonferenzen sind selten lustig - oder aus lustigem Anlass. Aber die heute wars.
Die Crème de la Crème der Berner Satireszene fand sich, anlässlich der «Too Late Show» in der Turnhalle ein. Und da sassen sie am Rednerpult, mit Bärner Müntschi: Matto Kämpf, King Pepe, Raphael Urweider, Dominik Gysin (mit Tabakpfeife) und Tevfik Kuyas (der «aus Gründen ethnischer Diversität» dabei war).

Und die Handvoll anwesender Journalisten, abgesehen von denen, die Schauspieler (Dennis Schwabenland zum Beispiel) waren, genoss die Freitagmorgen-untypische Konferenz-Show. Nachlässigkeit zeigten die Veranstalter bei der Frauenquote. Denn Akteurin Gisela Feuz (a.k.a. «unsere Frau Feuz», d. Red.) weilt in Patagonien und die einzig Frau auf der Bühne war in einem Pudel-Kostüm versteckt.

Auf Fragen von Gentrifizierung, Nacktschnecken bis Dschungelprüfungen antwortete die Truppe unverfroren und schlagfertig. Einig war sie sich vor allem bei einer Sache: Leute die sich heute noch satirisch äussern haben Mitleid verdient. Je suis autor satirique also. Freuen wir uns auf viel Unerwartetes und wenig Tabus (tout est pardonné) bei der Too Late Show.

Merci für den Bericht, Frau Graber!

TooLateShow, 30. Januar mit Reverent Beat-Man, Turnhalle (ausverkauft), weitere Shows 20. Februar mit Bubi Rufener, 27. März mit Adolf Ogi, 24. April mit Pablo Nouvelle

Ich war noch niemals …

Milena Krstic am Freitag, den 16. Januar 2015 um 5:56 Uhr

... in den Vidmarhallen an einem Konzert. Also bin ich gestern mal hingegangen. Dort eröffnete nämlich das viertägige BeJazz Winterfestival, das finanziell grosszügig von Stadt und Kanton unterstützt wird, wie in der einleitenden Rede erläutert wurde. Und das hat sich dann auch so angefühlt: luxuriös, warm, rauchfrei, parfümierte Sitznachbaren, graue, sehr gepflegte Haarmähnen, perfekte Toneinstellung und Belichtung. Es war ein bisschen so, als hätte ich eine Nacht im Fünfsternehotel gewonnen. Wie ich am BeJazz gelandet bin? Nach einer Teetrinksession mit der Wahlbernerin und Tausendsassa Claire Huguenin. Sie hat im übrigen nicht nur 1001 Projekte am Start (sie tut unter anderem bei Kamikaze, Grimsvötn und Aeiou mit), sondern auch eine unglaublich wohlplatzierte, überraschende und zu Tränen rührende Stimme. Jedenfalls hat sie gestern mit ihrem Jibcae Quartet das Winterfestival eröffnet und das Publikum mindestens eine Stunde lang in Atem gehalten. Begleitet von Julie Campiche (Harfe), Malcolm Braff (Piano) und Jeremias Keller (Bass) langte sie manchmal selbst zur Gitarre, spielte ein trunkenes Bluesriff, besang Missverständnisse und «böse Geschichten» und am Ende auch noch ihr Patchwork-Herz. Natürlich war das alles sehr präzise, musikalische Milimeterarbeit, kein Ton daneben, obwohl mit umständlichen Harmonien versetzt, halt richtig Jazz, und auch richtig schön.

Später dann habe ich noch dem Stimmwunder-Menschen Andreas Schaerer gelauscht, wie er mit einer Tuba ein Duell austrug. Das war hinreissend, aber die Beweisfotos, die sind eingesperrt auf meinem defekten Smartphone. Es ist, kurz nachdem ich den Konzertsaal verlassen hatte, am Boden aufgeprallt. Der sowieso schon zersplitterte Bildschirm lässt mich nun endgültig nicht mehr ran, da nützt alles Streicheln nicht mehr. Und wer weckt mich jetzt am Morgen?

Aber so ganz ohne Foto lasse ich Sie nicht gehen. Die BeJazzer selbst haben nämlich gefötelet:

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Andreas Schaerer mit Biondini - Godard -Niggli am BeJazz Winterfestival. Foto geklaut von https://www.facebook.com/BeJazz.BE

Claire Huguenin bringt mit Jibcae Quartet im Frühling ihr erstes eigenes Album namens «Soul Farewell» heraus. Und das BeJazz Winterfestival dauert noch bis am Sonntag.

Musik mit Links

Christian Zellweger am Donnerstag, den 15. Januar 2015 um 12:00 Uhr

caribou

Zum Start in den Nachmittag zwei Links in Sachen Musik. Wobei eigentlich schon der erste für viel länger reichen sollte: The Longest Mixtape - 1000 Songs For You nennt Daniel Victor Snaith, der wahlweise als Daphni, Manitoba aber wohl am besten als Caribou bekannt ist, sein Youtube-Grossprojekt.

As you can imagine, music has been a central love of my life since I was a teenager and over the years I've been introduced to a lot that has stayed with me. I've collected the majority of that music here – and I thought sharing it with you seemed like one way I could say thanks.

I'm sure some things are under-represented or over-represented, but roughly speaking this is a musical history of my life.

Und was der Titel verspricht, das gibt es auch, 1000 ausgewählte Songs und zwar hier.

Darin, an 171. Stelle (hören Sie sich die Liste im Shuffle-Modus an, bittet Caribou), zum Beispiel auch der unverkennbare William Onyeabor:

Der zweite Link ist etwas leichter verdaulich. Erstaunlich ist nur, wo er hinführt. Musik auf MTV? Ja, das gibts doch noch - und zwar mit der Video-Premiere zum Song Pendulum von FKA Twigs.
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Und wenn wir grad bei Playlisten und Videos sind: Auf Pitchfork stellt Panda Bear seine Lieblingssongs in einem Video vor.

Schwimmen um Lampedusa

Miko Hucko am Donnerstag, den 15. Januar 2015 um 5:19 Uhr

Nach Lampedusa -  der Titel der jüngsten Matterhorn-Produktion kann als Aufruf oder als Moment der nüchternen Nachbesprechung verstanden werden.

Wir haben es zu tun mit musikalischem Dokumentartheater zum Thema Asylsuche in der Schweiz. Ein politisch brandaktuelles Thema, zu dem Ursina Greuel einen Text aus verschiedenen Quellen geschrieben hat, der "die Struktur der Interviews nachzeichnet, in denen Asylsuchende die Legitimität ihres Flüchtlingsstatus' (...) belegen müssen". Der Programmzettel hat recht, denn genau das passiert auch: Eine Schauspielerin und ein Sänger spielen diese Dialoge. Aber warum das auf einer Bühne passieren muss, verstehe ich nicht - ich könnte, wenn mir die Schicksale der Asylsuchenden am Herzen liegen, auch dazu recherchieren. Oder einen Dokfilm schauen. Oder ans Asyltreff gehen, das jeden Montag ab 14:00 im Café Paulus stattfindet.

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Politisches Theater, ja, unbedingt!! Wo aber das politische Moment am Theater liegt, darüber scheinen sich die Geister zwischen mir und Matterhorn-Produktionen zu scheiden. Wenn einfach nur aufgezeigt wird, wie es ist, dann können das doch andere Medien besser. Der Schritt darüber hinweg, der Kniff, der mich dazu bringt, dazu zwingt, nachzudenken, weil die Situation, die auf der Bühne entsteht, von mir eine Haltung verlangt - das hat mir gefehlt. Das ist für mich das politische Moment, das nur Theater in dieser Intensität erreichen kann: Die Reibung oder der Schwung übers Erwartbare hinaus ins Absurde oder eine absolute Verwischung von Positionen. So blieb ein kurzweiliger Abend mit ausgezeichnet interpretierten Schubert-Sonaten und romantischen Liedern.

Denn wer sich im Tojo Theater ein Stück zu Lampedusa anschauen geht, die oder der weiss es ja eigentlich schon. Eigentlich wissen es alle. Fehlen tut vor allem das Engagement, und das lässt sich nicht einmal mit romantischer Musik herbeizaubern.

Hier noch die Links zum Engagement, die lobenswerterweise im Programmheft zu finden waren:

Ich lade Flüchtlinge zum Essen ein

Augenauf

 

Nach Lampedusa. Wandererfantasien läuft noch Freitag und Samstag um 20:30 im Tojo.

Bücherkiste: «All diese Narben, da und da»

Oliver Roth am Mittwoch, den 14. Januar 2015 um 5:00 Uhr

838d6f9fe1Silvan Niedermeier hat eine zugängliche und gut ausgearbeitete Studie zur Polizeifolter im Süden der USA geschrieben. Er geht von der These aus, dass die Lynchgewalt in den Südstaaten der 1930er Jahren durch die institutionalisierte Polizeifolter abgelöst wurde. Die Lynchpraxis lief ungefähr nach folgendem Schema ab: Ein wütender Mob holte sich die eines Verbrechens beschuldigten African Americans aus dem Gefängnis und richtete sie in einem öffentlichen Spektakel hin. Dieses zivile Vorgehen wurde durch die staatliche und mehrheitlich verborgene Praxis der Folter abgelöst: Die afroamerikanischen Beschuldigten (ja, mehrheitlich Männer) wurden nun von Polizisten verhaftet und dadurch vor der wütenden Menge geschützt. Allerdings folterte die Polizei die Beschuldigten so lange, bis sie ihre Tat, die sie offensichtlich meistens nicht verübt hatten, gestanden und sie schliesslich – ganz gleich ob geständig oder nicht – vom Gericht zum Tode verurteilt wurden.

Anhand von vielen Zeitungsberichten und Gerichtsprotokollen zeichnet Niedermeier eine süffig geschriebene Geschichte der Gewalt, des Rassismus und der Bürgerrechte, die besonders die Aspekte der Sichtbarmachung sowie der Inszenierung und Performanz der Folter betont.

Beispielsweise wird deutlich wie der 1938 wegen eines Raubüberfalls auf zwei Krankenschwestern mutmasslich beschuldigte Dave Canty vor Gericht mit verschiedenen kommunikativen Strategien versuchte, sich zu verteidigen. Er zeigte vor Gericht seine Folterwunden, führte mit Gesten vor, wie er misshandelt wurde und beschrieb detailreich die Vorgänge seiner Folter. Das Gerichtsverfahren wurde somit zu einem kommunikativ umkämpften Gebiet, indem Canty eine „Form des subalternen Gegen-Sprechens“ ausübte. In diesem widerständigen Verhalten vor Gericht lassen sich historische Wurzeln für die Inszenierung der schwarzen Widerstandsbewegung in den USA finden.

Foto 2 KopieMit weiteren anschaulichen Beispielen beschreibt Niedermeier die fundamentale und strukturelle Benachteiligung der African Americans , die sich bisweilen (leider?!) wie ein Krimi liest. Er leistet einen mit vielen Quellen ausgearbeiteten Beitrag zur amerikanischen Geschichte der Südstaaten, sowie zur Geschichte der Gewalt und deren Inszenierung und Sichtbarmachung. Der Autor betont in seinem Resümee der Studie wie diese Geschichte bis in die unmittelbare Gegenwart unserer Zeit führt: „Die Praxis der Folter in den USA des späten 20. Jahrhunderts knüpft an andere Formen illegaler Polizeigewalt – wie unrechtmäßige Festnahmen, willkürliche Misshandlungen und rechtswidrige Erschießungen – an, die im amerikanischen Polizeiwesen bis heute weit verbreitet sind.“

Silvan Niedermeier: Rassismus und Bürgerrechte. Polizeifolter im Süden der USA. 1930-1955. (Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts) Hamburg 2014.

Ganz schön aufgeblasen

Roland Fischer am Dienstag, den 13. Januar 2015 um 5:15 Uhr

transformUnterdessen verzichtet er aufs Signieren der Ballone, nun muss man das also ganz sinnbildlich verstehen: Till Wyler von Ballmoos möchte die Transform-Räumlichkeiten ganz ausfüllen, er möchte sein Künstlerego dreissigtausendfach aufblasen - und am Schluss in einem lustigen Massaker innert Kürze wieder aufs rechte Mass bringen. Am Samstag hat er angefangen, mit vier Ballonaufblasmaschinen und einem Haufen grosser Kisten voller leerer Ballone. Inzwischen, schätzt er, dürften schon rund 10'000 Ballone gefüllt sein, man muss sich schon ein wenig durchkämpfen bis zum Tisch, an dem fast rund um die Uhr gearbeitet wird. Bis Ende der Woche sollen sich dreimal mehr weisse Ballone im Raum stapeln, bis unter die Decke. Von aussen kann man den Pegelstand immer schön mitverfolgen, vor allem wenn es am Bollwerk sonst dunkel ist.

transform

Übrigens: nicht nur Pianisten bekommen Sehnenscheidenentzündungen, das kann auch Performern passieren. Man darf dem Künstler deshalb gern helfen beim Aufblasen (einfach klingeln bei der roten Türe), mit den Maschinen macht das auch einigen Spass. Kaffee und Getränke werden offeriert. Und am nächsten Samstag darf eine ausgesuchte Gästeschar den grossen Künstlertraum dann auf effektvolle Weise zum Platzen bringen, um 17 Uhr.

Es hört doch uf

Roland Fischer am Montag, den 12. Januar 2015 um 13:55 Uhr

Vor einer Woche hat Kutti MC das hier auf Facebook gepostet, mit dem Video dazu:

Damals wie heute ... es hört nicht auf ... oder führe ich am Ende bloss ein Selbstgespräch?

Heute nun hat er die rätselhafte Ankündigung aufgelöst: Es war nicht bloss ein Selbstgespräch, es war die Chronik eines angekündigten Todes - von Kutti MC.

Fünfzehn Jahre nachdem ich zum ersten mal als Kutti MC aufgetreten bin, zehn Jahre nachdem ich das erste von fünf Alben veröffentlicht habe, höre ich als Kutti MC auf.

[...]

Es wird noch eine allerletzte Performance mit anschließendem Abschiedsfest geben und zwar am 1. Februar in Zürich. Und einen Kurzfilm. Mehr dazu in den kommenden Tagen. – Wie weiter danach? Das kann ich noch nicht sagen. Zuerst werde ich alle Fenster öffnen und in die Welt hinausgehen. – Jedenfalls: Ich lebe für die Kunst und werde dies weiter tun.

Und gar keinen Schlusspunkt in Bern? Das wäre allerdings schade. Kutti MC hat das Kulturleben dieser Stadt doch über einige Jahre mitgeprägt.

Kulturbeutel 3/15

Milena Krstic am Montag, den 12. Januar 2015 um 5:01 Uhr

Die Krstic empfiehlt:
Sie ist eine Hansdampf in allen Gassen, singt (unter anderem) bei Kamikaze, Grimsvötn, AEIOU und hat vor Jahren einen Track von Rapper Stress veredelt: Die in Bern lebende Welsche Claire Huguenin. Mit ihrem Jibcae Quartet eröffnet sie am Donnerstag das viertägige BeJazz Winterfestival. Und jetzt sag ich es noch voll marketingmässig: Eine Stimme, die man nicht verpassen sollte!

Roth empfiehlt:
Wie alle Menschen muss ich mich aktiv darüber informieren, was eigentlich diese Woche läuft. Dabei möchte ich die Leserschaft des KSB auch auf die Nebenschauplätze des Kulturlebens aufmerksam machen und darauf verweisen, dass am Montag im Ciné 6 2 Filme mit klingenden Namen für 1 Eintritt gezeigt werden: «Spontan gefickt. Dauergeil & hemmungslos!» / «Aber Schwester. Vernasch die scharfe Schwester!» Andere Filme laufen am 6. Norient Musikfilm Festival ab Donnerstag in der Reitschule.

Fischer empfiehlt:
Hochtourige Literatur. Die Gebirgspoeten (Achim Parterre, Rolf Hermann und Matto Kämpf) erklimmen am Freitag im Kairo ungeahnte Höhen des Helvetischen. Absturzgefahr sehr inbegriffen.

Miko Hucko empfiehlt:
Am Sonntag Spätnachmittag tritt im Sonarraum U64 eine echte Slovenska auf (also nicht ich): Helenka Romantickova. und wer jetzt immer noch nicht in der Bar der toten Tiere war, sollte das spätestens am Freitag tun, denn dann sind deRothfils am Zuge.

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