Archiv für die Kategorie ‘Wüsten & Oasen’

Räume sind Schäume

Roland Fischer am Samstag den 28. Januar 2017

Ist doch kein schlechtes Bild, so an einem Samstag Mittag: Zwischennutzungen sind der Cappucinoschaum auf dem ewig gleichen Milchkaffee. Manchmal hält er etwas länger, manchmal ist er viel zu schnell wieder weg.

Bern ist ja nicht gerade gesegnet mit solchen städtebaulichen Köstlichkeiten – aber für ein kurzes Wochenende gibt es wieder mal so einen Raum-Schaum, in der Nähe der Vidmar. Für drei Wochen konnten sich da in einem ehemaligen Fitnesscenter eine Schar Künstler um Annalena Fröhlich, Merz und Fhun Gao einnisten und an einem gemeinsamen Projekt werken. Was dabei herausgekommen ist kann man sich noch heute abend anschauen – und ein Besuch bei Dreams of Sleep and Wakes of Sound sei hiermit unbedingt empfohlen.

Ein kahler Industrieraum und darin ein paar wenige Möbel, einiges musikalisches Instrumentarium und jede Menge von Yannick Mosimann bespielte Bildschirme, Projektoren und andere leuchtende Gerätschaften – mehr braucht es ja gar nicht für eine tolle Bühne. Während Merz also immer neue Klangschichten in den Raum legt, erproben die beiden Tänzerinnen Werden und Vergehen in mal skurrilen, mal abgründigen Szenen, während da und dort ein zusätzliches Narrativ über die Wände flimmert. Traumversponnen ist das, verdüstert und verloren. Und dann wieder von einer fragilen, bangen Schönheit. Am Schluss brennen sogar die Kleider am Leib – aber auch das irgendwie zaghaft, mit kleinen kalten blauen Flammen, die rasch wieder weggewischt sind. Nichts bleibt. Ausser ein paar wunderbare Eindrücke.

Stadt- und Landbrachen

Roland Fischer am Donnerstag den 19. Januar 2017

Auch schon über zehn Jahre her: 2005 sorgte das ETH Studio Basel (unter anderem Jacques Herzog und Pierre de Meuron) für einige Aufregung mit ihrem grossangelegten «städtebaulichen Portrait» der Schweiz. Vor allem mit der unverhohlenen Bezeichnung von «alpinen Brachen» machten sich die Stararchitekten keine Freunde und zementierten das Bild des hochnäsigen, auf urbane Räume gebuchten Architekten.

Und heute? Sind wir offenbar im postalpinen Zeitalter angekommen. Das suggeriert jedenfalls eine Ausstellung, die von der Berner Designerin Valerie Notter de Rabanal mitgestaltet worden ist. Derzeit in Samedan zu Gast, portraitiert PostAlpin Handwerksbetriebe, die in wirtschaftlichen Randregionen – vor allem in Graubünden, aber auch Bern ist vertreten – dem Abschwung trotzen.

Brachen? Potential! scheinen sich diese Betriebe zu sagen. Die raumplanerische Diskussion um Stadt und Land ist jedenfalls noch lange nicht vorbei.

Heating up Lory

Roland Fischer am Samstag den 17. Dezember 2016

Man kann es ja mal versuchen: einen Platz ein wenig aufzuheizen mit ein paar Heizlüftern und -pilzen. Hatte zwar nur symbolische Wirkung gestern auf dem Loryplatz, aber das ist nicht unbedingt nichts, vor allem wenn man es mit Transform-Versuchsanordnungen zu tun hat. Das Kunstprojekt hatte ja von Anfang an die allegorische Transformation immer ebenso im Sinn wie die konkrete. Oder anders gesagt: Man weiss nie so ganz genau, was die Macher als nächstes vorhaben – und diese wissen mitunter auch nicht so genau, worauf ihre Versuchsanordnungen herauslaufen. Und das ist keineswegs als Kritik gemeint, Transform ist eines der wenigen echten Kulturexperimente, die man sich in Bern traut.

Gestern also stattete eine Schar Guteingepackter dem ewigen städtebaulichen Sorgenkind einen Besuch ab und wunderte sich, wie wenig man wieder mal vom Klimawandel merkt. Dazu trank man was heisses, hörte ein blogbekanntes und -verwandtes Konzert und liess sich statistich verorten. Und man horchte bei der kurzen Eröffnungsrede auf: Der Event (der heute abend noch weitergeht, mit einem tollen Programm) ist bloss der Auftakt für eine Art Castingshow in Sachen Kunst im öffentlichen Raum. Den Abschluss dieser Versuchsanordung wird Transform dann nächsten SOMMER feiern, wenn dieser öffentliche Raum nicht geheizt zu werden braucht.

Alte versus neue Stadt

Roland Fischer am Donnerstag den 1. Dezember 2016

Mal wieder nach Biel fahren! Des späten Herbsts (oder frühen Winters) im Jura wegen – am einfachsten mit dem Bus 70 ins erste und beste verlorene Tal nach Prés-d’Orvin, kaum mehr als eine Viertelstunde vom Bahnhof Biel.

Und dann auf dem Rückweg noch ein wenig in der Stadt bleiben, die gerade «reloaded» wird, wie der Bund heute schreibt.

Jeweils am ersten Freitag im Monat verwandelt sich die Bieler Altstadt in ein fröhlich-farbig-kreativ-lebendiges Universum, das von Massen von Besucherinnen und Besuchern heimgesucht wird. Was man vor ein paar Monaten noch für unmöglich gehalten hat, ist heute Realität: Während des «First Friday» pulsiert das Leben in den ansonsten verschlafenen Gassen, und die Altstadt wird zum Treffpunkt für ganz Biel.

Max Schlup mit dem Arbeitsmodell des Farelhauses © Christian Staub / Sammlung Fotostiftung Schweiz

Max Schlup mit dem Arbeitsmodell des Farelhauses © Christian Staub / Sammlung Fotostiftung Schweiz

Aber Biel ist eben auch eine dezidierte Neu-Stadt, und die feiert derzeit ein besonderes Jubiläum: Vor fünzig Jahren wurde das Kongresshaus gebaut, eines der kühnsten Häuser weit und breit. Dazu läuft im Neuen Museum eine kleine feine Ausstellung, die

dem zwiespältigen Verhältnis der Hassliebe nach[geht], mit dem die Bielerinnen und Bieler ihrem Wahrzeichen begegnen.

Der Bieler Max Schlup hat auch noch andernorts in der Stadt gewirkt, auf weniger spektakuläre aber deswegen nicht weniger nachhaltige Art. Vor gut einem Monat ist das Farelhaus neueröffnet worden, mit einem Bistro und einem architektonisch wie akustisch sehr schönen Saal, in dem es auch regelmässig kulturelle Veranstaltungen gibt.

Die bessere Stube

Roland Fischer am Montag den 31. Oktober 2016

In einer Stube hängt man gern einfach ein bisschen rum, Sessel und Wohnwand und Fernseher und so: gute Stube. Oder aber man versammelt sich mit einer netten Gesellschaft und erörtert die Welt, im Kleinen wie im Grossen: bessere Stube. Eben so eine hat unlängst im Progr aufgemacht.

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Hier soll es um Kultur sowie das grössere Ganze gehen. Wis­sen und Res­sour­cen sollen geteilt werden, es soll ge­mein­sam geler­nt und ge­stal­tet werden – und zwar ausdrücklich auch auf gesellschaftlicher Ebene. Also sind Künstler aus dem Progr, die von ihrer Arbeit erzählen, in der Stube als Gast ebenso willkommen wie Non­pro­fit-Organisationen.

Heute abend zum Beispiel schaut der palästinensische Musiker Tamer Abu Gahzaleh nach seinem Konzert gestern in der Turnhalle auch noch in der Stube vorbei (ist ja auch nicht weit). Es wird nicht einfach ein weiteres Konzert geben, sondern ein Gespräch zur Entstehung sowie den Hintergründen seiner Musik. Und dazu passendes Essen.

Und morgen ist dann wie immer zum Monatsstart Stuben-Session, zu der das Hauptstadtkulturfonds-Projekt Time for Change eingeladen ist, das ganz im Sinne dieses Melting Pots Leute zusammenbringen und zum Nachdenken (und womöglich Dinge-Ändern) anmieren will:

Triff Dich über 10 Wochen mit anderen Menschen aus der Stadt Bern, egal ob Du alteingesessen, neu zugezogen oder gerade aus Deiner Heimat geflohen bist. Entwickle ein Hörspiel, ein Lied zu Deiner Geschichte oder schicke Deine Bekannten auf eine künstlerische Schnitzeljagd durch unentdeckte Orte in Bern.

Erzähl uns Deine Sichtweise. Was findest Du gerecht, was ungerecht in der Stadt Bern? Und auf was für grössere Zusammenhänge können wir daraus schliessen? Was lässt sich konkret ändern?

«Window Shopper» II

Urs Rihs am Samstag den 29. Oktober 2016

…oder die schönsten Schaufenster der Stadt, eingerichtet durch König Zufall, mit Eigenwille dekoriert, angenagt durch den Zahn der Zeit.
Hier gibts weder fabrikneue Ware noch die hipsten Ernährungstrends. Das ist die Fotoserie abseits der hegemonial marktlogisch gestalteten Vitrinen unserer Einkaufsmeilen. Und dazu ein Versuch, ihnen Graustufen des Zeitgeistes abzugewinnen.

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Der FUNK-SHOP befindet sich an der Murtenstrasse, vis-à-vis vom Bremgartenfriedhof. Keine Ahnung wann da zum letzten Mal die Kasse klingelte, aber Leerstand ist kein Zustand!

Ausgefunkt an der Murtenstrasse. Die Store, vom Efeu eingewachsen, zeugt von sonnigeren Tagen dieser Stube. Schwer schade, mit einer Kiste gut sortierter P-Funk Platten liesse sich der Schuppen eigentlich im Nu in Betrieb nehmen. George Clinton und Tower of Power Nerds beim Güterbahnhof, warum nicht?
Der schlicht zeitlose Ultra-Bold Schrifttzug «FUNK SHOP» auf der Scheibe würde sich alternativ auch für Normcorer empfehlen, welche sich einer Renaissance des Amateurfunkens annehmen möchten.
Führt diesen Laden an seine Ursprünge zurück! Schliesslich ist Funken ein sehr bodenständiges und der humanistischen Tradition zuzumessendes Hobby: «Ham Spirit» Kodex und so: Funkamateure verschreiben sich der Weltoffenheit, Technikbegeisterung, Toleranz, Menschlichkeit und selbstlosen Hilfsbereitschaft.
An dieser Ecke liesse sich also was machen: Mit Parabolantennen und Teltow 215B Funktransceiver gegen den immer mehr von Werbung und Boulevard zersetzten Gemeinsinn zum Beispiel!
Da werden Agitationsgelüste wach; wahrlich ein Schaufenster zum Sinnieren.
Nachtrag zum kleinen ICOM Kleber auf der Vitrine noch, der Vorbesitzer war wohl Postironiker. ICOM ist der Verband Schweizer Museumsfachleute, nice…

Mindestens einmal im Monat gibts an dieser Stelle Ideologiekritik vom «Window Shopper»

 

«Window Shopper»

Urs Rihs am Mittwoch den 19. Oktober 2016

…oder die schönsten Schaufenster der Stadt, eingerichtet durch König Zufall, mit Eigenwille dekoriert oder angenagt durch den Zahn der Zeit.
Hier gibts weder fabrikneue Ware noch die hipsten Ernährungstrends. Das ist die Fotoserie abseits der hegemonial marktlogisch gestalteten Vitrinen unserer Einkaufsmeilen. Und dazu ein Versuch, ihnen Graustufen des Zeitgeistes abzugewinnen.

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Schaufenster vis-à-vis vom Lorraine-Migros, gehört – glaube ich – irgendwie zur Druckbude «Basisdruck» aber wer weiss das schon so genau…

Ein Prachtsexemplar zum Start dieser Bildfolge. Zusammengetragener Nippes im XXL Format oder besser gesagt; zusammen getragen, der Kessel wiegt sicherlich 100Kilo! Folklore und Schweizer Tugendhaftigkeit scheinen hier im Vordergrund zu stehen, sehr bodenständig das Ganze. Hinten Käsereiutensilien und an der Scheibe Werbung für ein Treuhand Büro, beziehungsweise Steuerberatungen. Zudem – gerahmt vom wuchernden 70er Style Contoneaster – ein Sticker von BUS-DRIVER und zwar nicht dem Rapper, sondern dem schweizerischen Busfahrerverband.
Hier sind entweder Oldschooler am Drücker, die das Erbe der Büezer im Quartier hochhalten wollen oder aber Konzept-Hipster, welche – gemäss dialogischem Prinzip – der durch siebgedruckte Konzertplakate, Graffiti und Vintage-Möbel-Läden marginalisierten bürgerlichen Ästhetik in der Lorraine eine Plattform bieten wollen. Ersteres wäre irgendwie puritanisch, letzteres eigentlich progresiv…

Mindestens einmal im Monat gibts an dieser Stelle Ideologiekritik vom «Window Shopper»

Die Stadt lebt, wo sie ächzt

Mirko Schwab am Freitag den 30. September 2016

Dass die letzten Tage des Treppendachs am Bahnhof Ausserholligen GBS angebrochen sind, ist schnell gesehen: Der neue Stationsname ist mit Folie notdürftig über das alte Leuchtschild gepappt, Löcher im Plastik gähnen seit Monaten – in einer Stadt, in der kaum eine Kritzelei die Nacht ihrer Entstehung überlebt.

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«Ausserholligen GBS» Verschiedene Materialien auf Plastik, Stahl und Beton, Gemeinschaftsarbeit. Verschiedene Autoren, Bern, 2016.

Am Europaplatz wird eifrig an jener mutlosen Idee peripherer Stadt gewerkelt, wie sie auch im Wankdorf Niederschlag findet in gläsernen und doch feisten Büroklötzen und auf weitläufigen Betonplätzen, die sogar den Vögeln zu tot sind, um darauf zu rasten. «Entwicklungsschwerpunkte» nennen die Behörden diese städtebaulichen Versäumnisse der Spätmoderne. Und putzen weg, was noch da ist aus der Zeit der Vernachlässigung. Nur weil sich aber jahrzehntelang kein Schwein vermarktbare Namen ausgedacht hat für solche Orte, bedeutet das nicht, dass dort nicht auch gelebt worden wäre.

Zum Beispiel unser Treppendach. Eine in ungünstigster Weise modische Tat aus der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts, heruntergehundet, und vergilbt, von kunstvollen Graffiti und hingekotzten, von sinnigen und juvenilen Kritzeleien übersät, Kleber, Kleister, Kaugummi, schlängelt es sich wie ein armer Wurm zu den Gleisen der Gürbentallinie herab. Es ist ein grossartiger, grossstädischer Ort, dem eine Geschichte ins Gesicht geschrieben steht. Die Geschichte der Wütenden, Verliebten und Gelangweilten, die sich am Europaplatz schon herumtrieben, als der Ort noch nach dem Karrosseriebauunternehmen Gangloff hiess und kein eigenes Einkaufszentrum hatte. Wer denkt sich eigentlich immer so innovative Konzepte aus?

Es ist also ein symbolischer Ort amtsgrauer Ideenlosigkeit und unliebsamer urbaner Sprenkel. Das autonome «Café Toujours» ist Anrainer des Platzes, sie werden es räumen. Und sie werden das Treppendach wegputzen, weil es den «Kundenanforderungen» nicht mehr genüge und verschandelt sei. Das Hässliche aber gehört zur Stadt und die Verschandelung hat Urheber. Sie lassen sich nicht folgenlos weggentrifizieren. Und auch: Wollen wir Kunden sein?

Lasst den armen Wurm stehen und lasst ihn verenden. Solange ein Dach verhindert, dass alte Leute die nasse Treppe heruntergereicht werden, solange der Lift jene befördern kann, die ihn benötigen. Als Denkmal für den Wandel eines Orts, für Gleichzeitigkeit und Imperfektion. Als Oppenheimbrunnen und zufälliges Kunstwerk. Die anmutigsten urbanen Orte sind Schichtwerk – ironischerweise kann genau dieser aus der Zeit gefallene Ort jene Ahnung von Grossstadt einlösen, der die gutgemeinte Aufwertungsarchitektur provinziell hinterherhechelt.

Wo man noch nie war: Theater National

Roland Fischer am Dienstag den 13. September 2016

Das ist ja eigentlich ein toller Saal, den Bildern nach zu urteilen. Ein Jammer, dass da nicht eben viel erwähnenswertes Programm stattfindet.

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Als nächstes steht ein gewisser Pascal Voggenhuber im Veranstaltungskalender («Zünde dein inneres Licht an – Enjoy this Life»), gefolgt von einem Filmfestival zum Thema Schöpfung, das «spannende Filmtage» verspricht und mit einer offensichtlich kreationistisch grundierten «Schöpfungs-Expo» aufwartet.

Aber: dranbleiben! Via Emil (allerdings ausverkauft) hangelt man sich weiter über Schwanensee aus Kiew (nicht uninteressant, Kultur- trifft auf Weltpolitik) und ABBA GOLD – The Concert Show (was genau ist eine Konzertshow?) zu mantastischen Strippern:

Ein ganzer Saal voller Frauen kreischt, pfeift und johlt – gerät in Ektase, Grund dafür sind die hinreissenden Männer von SIXXPAXX. Acht Tänzer, die Frauenherzen höher schlagen lassen, Sixpacks wohin das Auge sieht, Muskeln, die rhythmisch zur Musik zucken und viel nackte Haut.

Um dann doch noch bei einem echten Leckerbissen zu landen: Mummenschanz sind wieder auf Tour und gastieren im Februar für ganze zwei Wochen in Bern. Man würde ihnen einen Ort in passender Grösse mit ein wenig interessanterer programmlicher Gesellschaft wünschen. Aber den gibt’s in dieser Stadt leider nicht. Vielleicht sollte man den Kubus stehenlassen? Oder auf die Schütz zügeln?

Wo man noch nie war: Kino Capitol

Roland Fischer am Mittwoch den 6. Juli 2016

Man sollte die Chance wohl noch ergreifen, auch wenn das Programm, nun ja, wenig herzerwärmend ist: Ice Age und Central Intelligence laufen derzeit im Kino Capitol, wobei sich gleich mal fragt: wo ist denn der zweite Saal? Und damit zugegeben: Man war noch nie im wohl grandiosesten Kino Berns, im Jugendstilpalast Capitol, eröffnet 1928 und geschlossen: wohl sehr bald. Einen interessanten Vorschlag zur bevorstehenden Schliessung gab es unlängst übrigens im Bund zu lesen, das Capitol nämlich zu einem zweiten Stadttheatersaal umzunutzen statt zu irgendeinem teuren Ladenlokal. Aber das KTB hat ja eigentlich genug Räume, also vielleicht eher eine grosse Bühne für Schlachthaus/Dampfzentrale?

Denn allerdings, früher hat man Kinos noch als Spektakelorte gebaut und nicht als etwas grösser proportionierte und verplüschte Ersatzstuben. Aber früher, das darf man ja eigentlich gar nicht laut sagen, im Zusammenhang mit Kinos (oder mit dem Journalismus, oder mit dem Gurtenprogramm). Also schweigen wir und bringen stattdessen ein paar Bilder aus dem Fundus des Staatsarchivs, als der Fotograf Carl Jost bei der Premiere des Füsilier Wipf draufgehalten hat. 1938 war das, als noch niemandem in den Sinn gekommen wäre, mit einem guten Film lieber ganz allein zu sein.

Cinema Capitol: Premiere vom Film "F?silier Wipf", Besucher auf dem Balkon

Cinema Capitol: Premiere vom Film "F?silier Wipf", Blaskapelle auf der B?hne

Cinema Capitol: Premiere vom Film "F?silier Wipf", Besucher vor der Kasse

Cinema Capitol: Premiere vom Film "F?silier Wipf", Besucher im Foyer

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