Archiv für die Kategorie ‘Spielen & Gewinnen’

Gewinnen mit KSB: An die Museumsnacht

Christian Zellweger am Freitag den 10. März 2017

Nachts im Museum muss nicht creepy sein – vor allem, wenn ein Haufen Gleichgesinnter durch die Räume strömt. Die Berner Museumsnacht ist dieses Jahr am Freitag, 17. März, also in einer Woche.

Wir haben 2 x 2 dieser blauen Bändeli. Schreiben Sie uns einfach bis Montag eine Mail an christian punkt zellweger ät derbund.ch mit ihrer Adresse drin.

Ein Programm gibts auch noch dazu (oder halt hier). Zum Beispiel: Pepe im Alpinen Museum, Gere Meister, Ariane von Graffenried und Co im Bundeshaus, die Gebirgspoeten Kämpf, Hermann und Parterre in ihrem eigenen Radiostudio im Museum für Kommunikation, Madam (Mariana) Da Cruz im Naturhistorischen, mit Michael Fehr über Walser diskutieren im Robert-Walser-Zentrum, Müslüm in der Nationalbibliothek, Mario Batkovic im Bundesarchiv oder eben Songs vom sagenumwobenen Chlöisu Friedli in der Waldau. Und das ist noch lange nicht alles. Sie sehen: Ganz Bern ist auf den Beinen.

Gewinnen mit KSB: Niklaus Manuels Totentanz

Christian Zellweger am Donnerstag den 16. Februar 2017

Es ist ja auch ein wenig gefährlich mit diesen Ausstellungen, die über Monate laufen. «Da kann ich dann ja immer noch hin», denkt man sich und schwupps, ist die Sause auch schon wieder vorbei. Frau Krstic war fasziniert, Frau Feuz hat über die Aktivitäten von Balts Nill und Jared Muralt geschrieben und Martin Bieri hat für den «Bund» die Seiten in der Zeitung damit gefüllt. Da muss doch etwas dran sein an dieser Ausstellung im Historischen Museum zum Totentanz von Niklaus Manuel (noch bis 3. September!)

Damit Sie diesen Besuch nicht herauszögern, bis es zu spät ist, geben wir Ihnen hier einen kleinen Ruck. Wir haben 5 x 2 Gratis-Eintritte zu vergeben. Mit einem kurzen Kommentar unter diesem Beitrag (mit Vorteil unter einer E-Mail-Adresse auf der Sie auch erreichbar wären…) können Sie an diesem Wettbewerb teilnehmen. Sagen Sie uns nur: Was kommt jetzt eigentlich nach dem Tod?

Brother Grimm mit Bart

Gisela Feuz am Mittwoch den 18. Januar 2017

Die Märchensammlung der Gebrüder Grimm dürfte ja so manche Kinderseele bereichert oder geschwärzt haben – je nach Stand der psychischen Disposition. Frau Feuz in klein war ja stets fasziniert von der Simplizität und Brutalität, mit der da die Welt in Gut und Böse eingeteilt wurde. Eine gemeine Hexe gehört verbrannt und ein räuberischer Wolf aufgeschlitzt und ersäuft, keine Frage. Dass man sich Zehen abschneiden muss, wenn man zu grosse Füsse hat, leuchtet ebenso ein, wie dass man mit Vertragsbruch davonkommt, wenn man selber eine Prinzessin und der Vertragspartner ein Rumpelstilzchen ist. Alles im grünen Bereich also. Grün war allerdings auch die Reader’s Digest Sammlung im Hause Feuz, in welcher sich nicht nur die grimmschen Märchen, sondern auch weitere Geschichten und Sagen aus aller Welt versammelt fanden, unter anderem auch eine aus Frankreich namens «Blaubart». Holy Shit. Beziehungsweise: Sacre Merde.

Blaubart, ein Mann mit hässlichem und blauen Vollbart, musste ein paar Tage auf Reisen und überliess seiner Frau einen Schlüssel mit dem Hinweis, die zugehörige Kammer dürfe unter keinen Umständen geöffnet werden. Die Frau tut, was in dieser Situation jede/r getan hätte: Natürlich öffnet sie die Tür und findet darin Leichen von Frauen, fein säuberlich an die Wand gehängt. Vor Schreck lässt sie den Schlüssel fallen, worauf Blut an diesem kleben bleibt, das nicht wieder weggehen will. So findet Blaubart heraus, dass seine Frau nicht gehorcht hat, will nun natürlich auch sie ins Jenseits befördern und wird erst in letzter Minute von herbeieilenden Edelleuten von seiner Tat abgehalten und selber erstochen.

Da sind die Geschichten der Gebrüder Grimm ja wohl noch heilig, oder?! Entsprechend darf Ihnen, werte KSB-Leserschaft auch mit ruhigem Gewissen ein Konzert ans Herz gelegt werden eines direkten Nachkommens der Gebrüder Grimm. Zuminest dem Namen nach. Brother Grimm aus Berlin beschert Ihnen am Samstag im Sous Le Pont der Reitschule nach eigenen Aussagen zwar auch Albträume  und zwar in «Fuckmoll», umbringen wird er sie mit seinem psychedelischen, reptitiven Bluesrock aber bestimmt nicht. Auch wenn er Bart trägt.

Sie möchten gerne mal wieder an ein richtig gutes Konzert und zwar gratis? Brother Grimm tritt an der Tour de Lorraine zusammen mit Max Raptor und Finger Finger im Sous Le Pont der Reitschule auf. KSB verlost 2×2 Tickets für diesen Anlass (NICHT Tour de Lorraine Tickets, sondern nur für die Konzerte im Sous Le Pont), zur Teilnahme hier eine Mail hinschicken. Teilnahmeschluss ist Freitag 20. Januar 12 Uhr mittags, yo!

Nicht verzagen, Pepe fragen

Gisela Feuz am Freitag den 6. Januar 2017

Er hoffe auf die Zukunft des Radios, sagte Ruedi Häusermann kürzlich im Interview, weil es dasjenige Medium sei, welches die Vorstellungskraft am meisten schärfe. Vielleicht dreht sich ja deswegen im neuen Stück der Kapelle Eidg. Moos alles ums Radio, beziehungsweise um den fiktiven Sender RadioMoos, wobei die drei Angestellten Ruedi Häusermann, Herwig Ursin und Jan Ratschko vom Jinge über die musikalischen Inhalte, bis hin zum Hörspiel gestern Abend im Schlachthaustheater alles selber vor Ort produziert hätten. Ja, hätten. Konjunktiv. Wegen Krankheit fiel die Vorstellung von Kapelle Eidg. Moos kurzfristig aus.

Einer der drei Radioangestellten sass dann aber trotzdem auf der Bühne, denn: Ausfall? Nicht verzagen, King Pepe fragen. Berns Kreuzung aus Buster Keaton und Rocko Schamoni sprang kurzerhand mit seiner Gitarre ein, um den Sendeausfall von RadioMoos zu überbrücken, und zwar mit Herwig The Engine alias Herwig Ursin an seiner Seite, der Mini-Schlagzeug, Trompete und Keyboard alles gleichzeitig bediente. Die beiden Herren sind bereits seit vier Jahren ab und an gemeinsam unterwegs und entsprechend gut klappte gestern denn auch der Vortrag. Dass trotzdem der eine oder andere Schluss vergeigt wurde oder es zwischenzeitlich auch mal ordentlich windschief klang, gehört zum Programm. Schliesslich ist der Trash-Faktor ein wesentlicher Aspekt von Pepes skurrilen Pop-Miniaturen, die er in einer Mischung aus Naivität und Dandy-Schalk gerne auch mal in einen Telefonhörer säuselt.

Was King Pepe & Herwig The Engine im Schlachthaus zeigen ist zwar nicht Radio. Aber vergnüglich ist es alleweil und wenn dieser Pepe davon singt, wie er gerne als Goldfisch im Dekolleté der Angebeteten schwimmen würde, oder wie er beim afrikanischen Tanz mit dem Stock im Allerwertesten hadert, wird denn auch die Vorstellungskraft ordentlich angekurbelt. Das kann schliesslich nicht nur das Radio.

King Pepe & Herwig the Engine spielen heute und morgen Abend im Schlachthaustheater Songs vom Album «70% Wasser», «Peppejazz» und auch ein paar «Weltneuheiten». Sie möchten gratis zum Konzert? Nichts einfach als das, denn KSB verlost Tickets, teilnehmen können Sie via E-Mail. (Bitte angeben, ob Sie die Vorstellung von heute oder morgen Abend besuchen möchten.)

Tickets für Swatka Ghetto

Gisela Feuz am Mittwoch den 16. November 2016

Sie haben einen Vogel, die Herren von Swatka City. Beziehungsweise mehrere. Ihr Debut «Nighthawks» benannten die Berner Indie-Popper nach Nachtschwärmern, während der Zweitling den klingenden Namen «Marabu» bekam. Sie wissen nicht, was ein Marabu ist? Ein gefiedertes Teil aus dem Königreich der wilden Tiere, welches deutlich macht, dass der liebe Gott bei der Produktion von gewissen Lebewesen psychedelischen Drogen offenbar nicht abgeneigt war. Mit der Namensgebung ihrer Platte befinden sich die Herren Swatka City übrigens in bester Gesellschaft. Vögeln ist sind beliebt in MusikerInnenkreisen. Hier Frau Feuz’ Top-Drei-Vogelnamen-Bands:

1. Eagles of Death Metal
2. Herbie Hancock
3. The Flamingos

Swatka City spielen am Freitag 18. November ihr voraussichtlich letztes Konzert im 2017 und zwar im Punto, die Vermutung liegt nahe, dass die Herren dann gen Süden ziehn. Sie möchten gerne gratis ans Konzert von Swatka City? Dann schicken Sie HIER eine Mail bis Freitagmittag 12Uhr.

Lustige Vögel und – Obacht, Gender-Polizei! – Vögelinnen werden am Wochenende auch die Dampfzentrale bespielen. Dort geht nämlich die 9. Ausgabe von Saint Ghetto über die Bühne, demjenigen Festival, welches der weniger gefälligen Sorte Musik zugetan ist. Dieses Jahr mit von der Partie sind am Freitag Dillon & Choir, Raime, Mykki Blanco, die japanische Rausschmeisser-Ladies group A und Trillion Tapeman. Am Samstag eröffnet dann Baby Dee und Richard Dawson den Saint-Ghetto-Reigen in der Französischen Kirche, weiter gehts im Anschluss in der Dampfzentrale mit Marie Davidson und Daniele Cosmo.

Sie möchten gerne zu Saint Ghetto, ohne Ihr Portemonnaie zu strapazieren? Dann sind sie ein geiziger Saftsack bzw. eine geizige Saftsäckin hier an der richtigen Stelle, denn KSB verlost Tickets. Schreiben Sie in die Kommentarspalte, welches ihr Lieblingsvogel ist und warum. Teilnahmeschluss Freitag 12Uhr.

Mykki Blanco featuring Woodkid ‘High School never Ends’ from matt lambert on Vimeo.

 

Ticketverlosung und Newcomer-Bühne

Gisela Feuz am Donnerstag den 27. Oktober 2016

Lustig liegt heute nicht drin. Dafür blutet der mokka-sozialisierten Frau Feuz das Herz zu fest. Und doch muss es weitergehen, soll es weitergehen. Die Fahne der Musik soll hoch getragen werden, es wäre in MCs Sinn. Drum:

Hast du eine Band und willst endlich mal auf eine Bühne? Die Möglichkeit bietet sich am 26. November im Musigbistro. Unter dem Label «Us Bern» wird dort ab sofort 2x jährlich Berner Newcomer-Bands eine erste Auftrittsmöglichkeit geboten. Im November sind die junge Singer- Songwriterin Bennie und die Thuner Indie-Poper Infinite Hills am Start, eine dritte Band kann sich noch bis 31.10. bewerben. Wie? Ganz einfach: Einen Link zur Musik deiner Kombo (Youtube, Soundcloud, MX3, whatever) ans Musigbistro schicken.

ksb

Die Damen von Bluecrime

Falls Sie jetzt nicht mehr in die Kategorie Newcomer fallen und finden, «sowieso Hopfen und Malz verloren mit eigener Band, ich will nur gucken», dann hat KSB gleich mehrere Tickets für Sie in der Verlosungs-Schlaufe. So würde sich am Samstag ein Ausflug ins Fri-Son anbieten, wo mit dem Rösti-Fest ein Beitrag zur Überbrückung des Kartoffelgrabens geleistet werden soll und zwar mit Truppen aus aller Herren Kantonen – Baumon Favre Jukebox und Jessiquoi (beide BE), Batman (SG), MoreEats (ZH) und Le Roi Angus (GE). Sie möchten gratis hin? Dann schicken Sie eine Mail and die Röstiraffelabteilung.

Falls Sie weniger an Erdknollen, sondern mehr an Psychedelic interessiert sind, dann wäre ja allenfalls das Doppelkonzert von Spill Gold und Blue Crime heute Abend im Punto was für Sie. Tickets gewinnen können Sie, wenn Sie sich per Mail ans Amt für psychedelische Angelegenheiten wenden und zwar heute bis 16 Uhr.

DJ-Namen gesucht!

Gisela Feuz am Donnerstag den 29. September 2016

Am Samstag startet die Dampfzentrale mit dem «Klinker Klub» in die neue Club-Saison, wobei gemäss eigenen Aussagen ordentlich geklotzt wird, was das Line-Up anbelangt. Da wäre zum einen Hauptprotagonist ASOK, der Brücken zwischen House, Techno und Rave schlägt und dabei mit einem Fuss tief in den britischen 90ern verankert ist. (Agenda-Notiz: «Human Traffic» mal wieder schauen). Des Weitern wird ein Herr aus der Romandie namens TISSU mittun, dessen musikalische Erzeugnisse mittlerweile beim einschlägig bekannten englischen Label Lobster Theremin herauskommen.

ASOK, TISSU …. warum klingen die Namen elektronischer Soundbastler heute eigentlich alle wie Abkürzungen von Sparkassen oder Versicherungen?! Wo und wann genau sind Kreativität und Fantasie auf der Strecke geblieben? Nun, die unprofessionell kurze Netz-Recherche ergibt: DJs scheinen bei der Namenswahl oft nicht gerade von geistreicher Kreativität erschlagen worden zu sein. Immerhin hat «DJ Spinladen» dann doch für einen Lacher gesorgt, ansonsten lassen sich viele «lustige» DJ-Namen finden, welche sich auf primäre Geschlechtsteile *gähn* oder die Aktivitäten, welche damit vollzogen werden *gääääähn*, beziehen. Abhilfe verspricht hier ein DJ-Namen-Generator. Wobei: «Whining Neptune»?! Echt jetzt? Sie können das besser, werte Leserschaft, nicht?!

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KSB verlost Tickets für den Klinker Klub #18 am Samstag 1. Oktober in der Dampfzentrale mit den Herren ASOK, TISSU und Till/Tape. Welche lustigen oder abstrusen DJ-Namen bringen sie zustande oder sind Ihnen schon untergekommen, werte Damen und Herren? Für die Wettbewerbsteilnahme diese einfach in die Kommentare eintragen. Teilnahmeschluss ist Samstag 12 Uhr.

MY YOU MUSIC

Gisela Feuz am Donnerstag den 25. August 2016

Es sei unglaublich, was dieser Dimitri de Perrot für eine Sample-Sammlung habe. Riiiesig sei sie, Festplatten voll mit Alltagsgeschräuschen habe de Perrot in den letzten 20 Jahren angesammelt. Er muss es wissen, der Berner Schlagzeuger Julian Sartorius, der voller Ehrfurcht und Enthusiasmus die Sample-Bibliothek des Dimitri de Perrot beschreibt, denn schliesslich hat sich Sartorius für das Stück Myousic in dessen Klang-Fundus bedient.

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Zwei Klang-Nerds vor dem Herrn: Dimitri de Perrot und Julian Sartorius

In Myousic stecken die drei Worte «My» «You» und «Music» drin, womit denn auch das Grundthema für de Perrots Stück veranschaulicht wird. «Mich interessiert die Frage, wo und wie Wahrnehmung stattfindet», sagt der Autodidakt. «Ist das Realität, was draussen passiert? Oder das, was in unserem Inneren abläuft? In diesem Sinne braucht es ja immer zwei, damit etwas Drittes passieren kann und genau das ist die Idee des Titels Myousic», sagt de Perrot.

Elementarer Bestandteil von Myousic ist denn auch das Publikum. Zu erwarten ist nicht ein Theaterstück im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr übernimmt der Klang das Erzählen. Dabei kommen einerseits 24 im Raum verteilte Lautsprecher zum Zuge, andererseits wird mittendrin Julian Sartorius am Schlagzeug sitzen und Akustisches und Samples aus de Perrots umfangreicher Klang-Bibliothek beisteuern. Weil das Ganze live passiert, kann Sartorius so auch auf das Publikum reagieren und dessen Verhalten spiegeln. Somit entsteht genau das, was de Perrot mit seiner Klanginstallation auch beabsichtigt: Aus zwei wird drei oder eben My You Music.

Unsere Frau Krstic hat sich Myousic bereits in Luzern angeschaut. Mehr dazu hier. Sie möchten es ihr gleichtun und am Freitag 2. September in der Dampfzentrale mit von der Partie sein? Nichts einfach als das: KSB verlost Tickets für Myousic. Schreiben Sie einfach unten in die Kommentare, welches Ihr Lieblingsgeräusch ist und warum. Teilnahmeschluss morgen Freitag 12 Uhr.

Katzenrennen

Sarah Elena Müller am Samstag den 2. Juli 2016

Man stelle sich vor, man wäre VelokurierIn. Den Stress implantiert und der Funk nimmerstill. Eines Tages würde man sich zur Ruhe setzen, das Trikot weglegen, in Kurierpension gehen. Was bekommt man dann von seinen ArbeitskollegInnen zum Abschied geschenkt? Ganz klar – ein Alleycat. P1010221Gestern fand ein solches inoffizielles Velorennen, genannt Alleycat, in und um Bern statt. Die FahrerInnen fahren in Zweiergruppen mit verschlüsselten Plänen, rätselhaften Angaben und mühsamen Aufgaben und Gegenständen beladen von Posten zu Posten, das alles gegen die Zeit. Mir wurde die edle Aufgabe zuteil, einen solchen Posten zu betreuen, sprich, das Rennen zu behindern. Und das obwohl mir der Ablauf des Events schon komplex genug vorkam.
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«Eis id Fritte tätsche»

Gisela Feuz am Freitag den 1. Juli 2016

Frelichttheater sind in der Regel nicht gerade für Abenteuerlust bekannt, wenn es um Wahl der Stücke geht. Ganz im Gegenteil sind es meist sehr traditionelle Jeremias-Gotthelf-Stoffe, die da einem Publikum zugemutet kredenzt werden. Das Gurten Theater weicht nun aber mit löblicher Experimentierfreude von Gängigem ab und führt ein Vorzeigestück des absurden Theaters auf: «Die Nashörner» des rumänisch-französischen Dramatikers Eugène Ionesco aus dem Jahre 1957.

Der Plot von Ionescos Nashörnern ist schnell erzählt: Die Bewohner eines Städtchen verwandeln sich nach und nach alle in Nashörner, alle ausser einem, dem alkoholaffinen und hochsensiblen Behringer, der damit zum Resistance-Kämpfer wider Willen wird. Ionescos Stück habe nichts von seiner Aktualität verloren, sagt Regisseurin Livia Anne Richard im Interview. Es gebe ihr zu denken, wie viele Menschen einfach dem nachgaloppiern würden, der am lautesten brülle und genau deswegen habe sie sich «Die Nashörner» vorgeknöpft: «Um de Lüt es id Fritte ds Tätsche».

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Behringer (Freddi Stettler), hochsensible Schnapsnase und als einziger resistent gegen Rhinozerositis

Körperlich versehrt oder gar komplett niedergeschlagen ist man dann aber nach einer Aufführung von «Die Nashörner» trotzdem nicht, keine Sorge. Ganz im Gegenteil fährt man in bester Stimmung im Gurten-Bähnli Richtung Talstation, denn einerseits ist Ionescos Stück über weite Strecken ja auch richtig lustig und andererseits hat man eine Aufführung gesehen, welche durch schauspielerische Einzelleistungen besticht und die dank der muskalischen Untermalung von Hank Shizzoe und Simon Baumann kurzweilig rhytmisiert ist. Nashorn will man ja dann trotzdem nicht werden. Also alles richtig gemacht.

Das Freilichttheater «Die Nashörner» wird noch bis am 18. August auf dem Güsche gezeigt. Sie möchten gerne gratis hin? Nichts einfach als das, KSB verlost Tickets! Schicken Sie uns einfach eine Mail, Teilnahmeschluss ist morgen Samstag  15 Uhr.