Archiv für die Kategorie ‘KSB Sommerserie’

KSB out of Komfortzone

Milena Krstic am Mittwoch den 28. Juni 2017

Du findest es unfair/ärgerlich/langweilig/diskriminierend/hochnäsig/engstirnig/respektlos, dass KSB immer von den gleichen Orten in und um Bern herum berichtet? Du fragst dich, weshalb deine liebste Band noch nie bei uns im Blog gelandet ist? Du wohnst in der Agglo und dort gibt es einen kulturellen (Un)ort, den du gerne prominent bei uns vertreten haben möchtest?

Na dann. Lad uns ein auf eine Gurkenschorle und zeig uns den Ort, oder schreib gleich selbst einen Bericht. Wenn dir das zu viel unentlöhnter Aufwand ist, dann kannst du auch einfach ein Foto schicken plus ein, zwei erklärende oder auch (zusätzlich) verwirrende Sätze.

Was diese Aktion soll? KSB will aus der Komfortzone treten, den Horizont erweitern – und das Sommerloch stopfen.

«Mal was anderes» Artwork by KR$-T1C inspiriert von The G.

Die Sommerhits der KSB-Gang

Milena Krstic am Freitag den 2. September 2016

Bis Ende August hat Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz präsentiert. Heute beenden wir unsere Sommerserie, bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben und zeigen Ihnen, welches unsere Tonspuren für die heissen Tage waren.

Sarah E.:
Der Sommer wurde der Arbeit zum Frass vorgeworfen, Zug- und Autofahrten versüssten mir Julian Casablancas+The Voidz mit ihrem düster-asymmetrischen Track Take me in your Army. Mit diesem söldnerischen Gegrummel auf den Ohren in der Pendlerarmee Zürich-Bern-Basel-Zürich-Bern-St.Gallen, mal sengend in der Blechwelle, mal eingepfercht im Intercity. Der Sommer fand statt und ich fand, ich hätte doch immerhin den richtigen Soundtrack dazu gewählt. Ihrem ersten Studioalbum Tyranny entnommen, etwas leiernd, Distortion, Heiserkeit, digitales Rauschen, der übliche Ärger gegen Markt, System und sonstige Machtpositionen. An der Grenze zum Kitsch schrammeln sich Julian Casablancas+The Voidz durch ihre als «seriously sad» beschriebene Scheibe, die zwar 2014 aktuell war, mir aber immernoch in den Ohren knackt.

Frau Feuz:
Für die musikalischen Gebilde, welche Godspeed You! Black Emperor kreieren, gibt es nur eine Beschreibung: majestätisch. Dieses Jahr waren die Kanadier in Le Loce am schmucken Rock Altitute Festival auf Besuch, es war der 12. August, bloody acht Grad(!) kalt und trotzdem war mir warm ums Herz. Mehr noch: Wie das vielköpfige GY!BE-Ensemble in einem Lärmteppich ein Motiv anklingen lässt, adaptiert, zerfallen lässt, wieder aufnimmt und zu epischer Breite aufbläst … mit offenem Mund stand sie 60 Minuten da, die Feuz, wie ein Kaninchen vor der Schlange komplett hypnotisiert, in Ehrfurcht erstarrt und bis ins Innerste berührt.

Mirko Schwab:
Liegestuhl, Swimmingpool, Mittelmeer. Die Zutaten eines Sommerhits, in den Alltag verkehrt und ihrer eigenen Abgründe überführt vom Zürcher Faber. Der Alltag dieser und der Alltag jener und dazwischen hocken wir. Vorgetragen von einem, der sich den ganzen Sommer über den Arsch abgetourt hat, weils ja sonst hier niemand macht.

Die Krstic:
Küre dreht die schönsten Zigaretten: schmal, satt und lang. Zusammen haben wir die in den Hitzenächten auf meinem Balkon geraucht. Aus den billigen Boxen im Schlafzimmer perlte J&L Defers «Hard Fiction Road», dieser unaufdringliche Hit, der mit perfekt platzierten Bässen das Herz springen lässt. Sowieso: Freuen Sie sich auf das Album, «No Map» heisst das. Es ist ein musikalischer Segen, den die zwei Köpfe von Disco Doom da hingezaubert haben.

Kathy Flücks Sommerhit

Milena Krstic am Dienstag den 30. August 2016

Bis Ende August hat Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz präsentiert. Jetzt winken wir dem Sommer langsam aber sicher adieu – mit einem Gastbeitrag von Kathy Flück. Sie ist die gute Seele des Reitschule Dachstocks, ist dort verantwortlich für das Konzertprogramm und schmeisst gemeinsam mit Jony Fernandez die Agentur get loud. 

Sommerhit, haben sie gesagt, und Text. Schwierig, hab ich gedacht… I got so much funky shit inside my brain playlist, i couldn’t explain, couldn’t expain. Was tut die Musikliebhaberin in Nöten? Sie schüttelt die Jukebox und spienzelt, was rauspurzelt.

Mit «Wow», ein fluffiger Popsong, der fast alles erfüllt, was vom Sommer so erwartet werden will. Entspannt federnd, eine verquirlt zuckrige Flut aus dicken Bässen, Synthie- und Clubbeats, ein Hauch Trap, Slap-Rap, Gesang. Passt!

Auch, weil 2016 die allgemeine Sommerleichtigkeit so gar nicht leichtfüssig daherkommen will; eher irrlichtern, trunken torkelnd, mit leichter Schieflage nach rechts – alles andere, nur nicht flauschig. Es würde ein laut trotziger, vor Wut strotzender Track der Sache gerechter werden. Aber immer nur schreien? Hilft auch nicht. Da kommt ein Mitwipp-Song gerade gelegen zum kurz Ausblenden, Ablenken, Kopfnicken und anschliessend einem abkühlenden Sprung in Stadt Berns grössten Sommerhit: die Aare. Wow!

Angewandte Mühelosigkeit per Knopfdruck, mit Musik? Darf Mensch sich auch mal gönnen. Ungeachtet Religionszugehörigkeit oder sonst vernachlässigbarer, privater Nebensächlichkeiten des Urhebers. Wen interessiert, ob Beck an Hubbards transzendente Theorien glauben mag, Jehova, Jesus, Allah, Krishna, Baal oder an einen anderen bärtigen Mann, den er als seinen persönlichen Heilsbringer sieht? Oder ob er einen Gold-Buddha auf dem Nachttischchen stehen hat oder schlicht Agnostiker ist? Soll er doch, solange er das für sich tut, still und leise. Als musikalisches Chamäleon bleibt er überraschend und spannend; ich mochte seinen Sound schon immer gern.

unnamed-26Kathy Flück freut sich sehr auf die gut gebuchte, kommende Dachstock Reitschule Saison: live Auftakt am 2.9. mit Extrawelt, 7.9. The Warlocks, Forks und Dead Rabbits oder 14.9. Jochen Distelmeyer, der einen Hauch Hamburger Schule ins Haus bringt. Auf den Altweibersommer, die letzten Festivaltourdaten mit Pablo Nouvelle, Mario Batkovic am 28.9. im Kubus KTB sowie die kommenden Jeans for Jesus und Skor Alben, generell auf viel Kommendes.

Till Hillbrechts Sommerhit

Gisela Feuz am Freitag den 26. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit einem Gastbeitrag von Till Hillbrecht, der in der Dampfzentrale für die Club-Anlässe zuständig ist, als  DJ Till/Tape elektronische Musik auflegt,  gerne auch solche produziert und ausserdem Klanginstallationen fabriziert.

Mein Sommer war unaufgeregt und gut. Und so verhält es sich auch mit meinem Sommerhit. Er ist von The Lines und heisst «The Landing». Er ist schon ein bisschen älter, zufälligerweise gleich alt wie ich. Das Internet meint, es sei New Wave, keine Ahnung, für mich klingt’s vor allem wie eine Schmusenummer für wenn niemand da ist zum Schmusen (und dann ist New Wave ja öfters mal das Richtige). Irgendwie klingt der Song aber auch so, wie er heisst: Angekommen halt, also nicht im Sinne von arriviert, sondern «bödelet» eben. Hat aber auch was balearisches: Sonnenbrille und Kater, eine kleine, grüne Plastikpalme und in der Hand einen Drink (Bloody Mary?) zur Überbrückung des Katers. Nur sonnengebräunte Haut passte nicht unbedingt dazu (und das ist bei New Wave ja prinzipiell so).

Ich hab’s übrigens ernst genommen: «The Landing» ist mein meistgespielter Song in diesem Sommer. Ich habe ihn letzthin an einer Party sogar zweimal aufgelegt. Über ihn gestolpert bin ich im Oldies Shop, da war noch saukalter Frühling und noch so gar nicht Zeit fürs Landen. Deswegen jetzt.

th In Action als DJ Till/Tape gibt’s Till Hillbrecht am 24. September im neu gewandeten Kapitel zu sehen und zu hören. Die nächste  Ausstellung läuft ab 30. September im Kulturesk, wo Till Hillbrecht als Teil von Greveniti Residency «etwas ausstellen wird, was man Installation nennen könnte», wie er es selber formuliert.

Juri Mischlers Sommerhit

Mirko Schwab am Dienstag den 23. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit einem Gastbeitrag von Juri Mischler, dem Grossen von Iwan Petrowitsch, der wie kaum ein anderer Berner Texter den Spagat beherrscht zwischen angriffslustigem Trashtalk und abgründiger Poesie.

Ich sitz irgendwo in Züri in einer Zwischennutzung. Um mich gut angezogene, hübsche Menschen. Wir trinken Prosecco und Vodka, sprechen über Tinder, Gucci Mane oder den ICF. Eine einsame, verstrahlte Seele annektiert das Aux-Kabel, es tönen Hits aus den Lautsprechern. Man diskutiert über Major Lazers Synths; Popkultur ist eine ernste Sache. Dann Sia «Cheap Thrills». Ich liebe es. Multimillionäre singen vom Wochenende, vom Spass ohne Geld, von Dekadenz und Make-Up. Besonders freut mich, dass man Sean Paul, den Hitgaranten der Nullerjahre wieder ausgegraben hat. «Bada bang bang, U worth more dan diamonds, more dan gold». Was für ein wunderbar blödes Leben.

JMJuri Mischlers Stammband liegt zurzeit auf Eis. Im Hintergrund werkelt er aber bereits an neuen Projekten, liest nebenbei chinesische Literatur und haut auch bald mal für ein paar Monate ab ins Reich der Mitte.

Robert Butlers Sommerhit

Gisela Feuz am Freitag den 19. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit Robert Butler aka. dem König der Unterhosen Pantichrist, seines Zeichens DJ, Frontmann der Garagen-Rock-Combo The Shit, Künstler, Siebdrucker und Grafiker bei «Mister Butler». Der gebürtige Kalifornier lebt seit Jahrzehnten in Bern, sein Deutsch ist aber alles andere als the shit, drum wollte er seinen Text lieber in Englisch verfassen. Eine Übersetzung finden Sie bei am Ende des Artikels.

Summers… they come and go, and so do the soundtracks that attach themselves to those sunny memories. I do love it when a summer hit can transcend time, stretch into another dimension and warm you up even on the coldest of winter nights. Picking a summer hit for this year wasn’t easy. Mostly because I couldn’t help but think of all the amazing summer hits of recent years. So my choice isn’t because of the lyrical content, or the rhythm and melody. In fact, if one would take the lyrics seriously as a recipe of destruction they would probably end up in the hospital or psychiatric clinic. No, I picked this because every time I hear this song it warms me up, it even makes my soul sweat. Plus there is no video to distract your listening experience. So if you’ll have a listen, I highly recommend turning the volume up as loud as possible and enjoy my FEEL GOOD HIT OF THE SUMMER.

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Robert Butler und seine The Shit sind live zu sehen am 27. August am  Open Air Schwanden und zwar zusammen mit Chelsea Deadbeat Combo, Uristier und Captain Control.

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Michael «Maisch» Gostelis Sommerhit

Mirko Schwab am Dienstag den 16. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit einem Gastbeitrag von Michael «Maisch» Gosteli, Sänger, Diskothekar und Programmingenieur.

Klaus Johann Grobes melanchloisch-schöner Song hat mich durch den Sommer begleitet und ist eine treffende Zusammenfassung dessen, was man im Sommer halt so macht: Nach draussen gehen, den Vögeln zuschauen, an einer Ecke stehen, ein Fleisch Halloumi drauftun und durch die Strassen ziehen. Im Ohr den krautigen Retro-Pop der Zürcher, die bestätigen, dass man als Schweizer auch auf Hochdeutsch singen kann. Durch die mitschwingende Melancholie ist man dann auch schonmal auf den Herbst eingestellt. Und sowieso sollte man das ganze Album hören mit Namen «Spagat der Liebe».
P.S. Merci Oli für die Empfehlung!

maischIm ISC erkundet Maisch Gosteli mit Diskos die Dekaden. Auch am – zurecht hart gehypten – UNA-Festival ist er mit von der Partie. Sonst schreit er sich mit der Berner Hardcore-Horde The Strapones vom Kofmehl bis nach Kuba durch die Klubs. Oder nach Langnau: Am 17. September während des Fire In Our Hearts-Festival zum Beispiel.

Christian Paulis Sommerhit

Gisela Feuz am Freitag den 12. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit einem Gastbeitrag von Christian Pauli, Musikwanderer, Kulturaktivist und Kommunikationschef der HKB.

Eine Schnapsidee, mich nach meinem Sommerhit zu fragen. Weil Sommer nicht so mein Ding, zumindest kulturell gesehen und Hits sind es schon gar nicht. Der Zufall aber will es, dass ich vor einigen Wochen über ein Lied gestolpert und es seither immer wieder tue. Es war also in Kopenhagen, wo ich ideenlos die Kunsthalle besuchte und daselbst in einer Klanginstallation von Brian Eno geriet. Die lounchige Audio-Landhschaft aus verschiedensten Lautsprechern hatte es mir so angetan, dass ich das gleichnamige Album «The Ship» postete – und darauf dieses letzte Stück entdeckte:

Enos «Fickle Sun (iii) I’m Set Free» ist ein Cover des gleichnamigen Songs von Velvet Underground, gesungen von Lou Reed selig. Überhaupt, nach den Abgängen, die wir in der letzten Zeit zu verkraften hatten, erscheint Eno als einer der wenig Überlebenden der kreativen 70er Jahre. Kein Wunder ist dieses neue Album «The Ship» denn auch eine düstere, melancholische Sache, die nun aber eben mit Lou Reeds wunderbarer Zeile endet: «I’m set free to find a new illusion». Eno hat Reed ein Vermächtnis gesetzt, und mir einen – wenn auch eher – Anti-Sommerhit beschert.

IMG_9316An der HKB herrscht zur Zeit Sommerflaute; Ende Monat müssen die Studis dann wieder an die Kunstsäcke. Falls Sie mal bei der HKB reinschauen möchten: Am 1. September gibt’s dort einen öffentlichen Vortrag von Henriette Engbersen (SRF) zum Thema Datenvisualisierung

Herr Pauli beabsichtigt im Übrigen, als parteiloser Kandidat für den Stadtrat anzutreten, und zwar mit einem kulturpolitischen Programm. (*Flüstermodus* Herr Pauli, wir bräuchten da in etwa 25 Mio für unsere KSB-Weihnachtsorgie. Wohin dürfen wir allenfalls den Früchtekorb schicken?)

Des Yeahmans Sommerhit

Mirko Schwab am Donnerstag den 11. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit einem Gastbeitrag vom Yeahman, Berns erste Adresse für Vintage-Gitarren, Verstärker und Tretminen.

Mein Sommerhit? «Can’t Lie To My Heart» von REO Speedwagon. Das hat einen einfachen Grund: der Song ist auf meinem allersten Hitparaden-Mixtape aus meiner Kindheit. Als man am Sonntag mit dem Ghettoblaster einen Nachmittag lang die interessantesten Lieder mitschnitt – und eben wirklich noch Musik entdecken konnte! Ich glaube, bei der Ausstrahlung war es nicht mal Sommer. Und ich wusste auch jahrelang nicht, was ich da aufgenommen hatte, aber die Kassette ist sicher ein ganzes Jahrzehnt jeden Sommer mal wieder zum Einsatz gekommen. Irgendwie war das auch der Anfang vom selbstständigen Musikhören. Seither hat man von der Band selbst nichts mehr gehört, aber bei dem dämlichen Albumtitel «The Earth, A Small Man, His Dog And A Chicken» ist das ja auch nicht weiter verwunderlich …

yeahmanAus seinem sorgfältig versteckten Schauraum in der Lorraine heraus versorgt Michu Marti unter dem Namen Yeahman’s Vintage & Used Guitars die Bands dieser Stadt mit Sound und Stil. Und darüberhinaus: Gerüchten zufolge machen illustre Tourmusiker immer mal wieder einen Zwischenstopp im Nordquartier.

Am 18. September wird in der Markthalle in Burgdorf das erste Yeahman’s Guitar Fest gefeiert, wo Musiker, Kleinhändler und Liebhaber ihre feinsten Stücke feilbieten.

Dave Eleanors Sommerhit

Mirko Schwab am Dienstag den 9. August 2016

Bis Ende August präsentiert Ihnen KSB persönliche Sommerhits der Kultur-Prominenz. Heute mit einem Gastbeitrag von Dave Eleanor, Komponist, Popmusiksammler ohne Berührungsängste und Fernwehberliner.

Schon länger rumort es an den Rändern des HipHop-Undergrounds, wo auf einmal junge Nicht-Szenis die Über-Realness des Raps mit Wortwitz und Dirty-South-Flow beschneiden und Humor, Lockerheit sowie ein zeitgenössisches Lebensgefühl dagegensetzten. Dies wiederspiegelt sich in Wort und Bild und findet neben Hit-Maschinen wie Yung Hurn auch bei diesen beiden, vom Kollektiv KitschKrieg produzierten Rap-Highlights einen Höhepunkt. Der aus Ragga/Dancehall-Produktionen bekannte Leipziger Ronny Trettmann und die Hamburger Rapperin Haiyti liefern mit «120 Jahre» Melodie und Flow für die perfekten Nächte ewiger Rumstreicherei.

credit_coalraw_inetDave Eleanor lebt zwar alternierend in Zürich und Berlin, findet Bern aber «die zweite brauchbare Stadt» der Schweiz. Er heisst gelegentlich auch [LNR] – immer dann, wenn ein düsterer Drehknopf-Dramaturg gefragt und ein Rave am Platz ist. So am 19. Oktober in der Grossen Halle bei BlauBlau Records x UNA. Seine Avancen im Avantgarde-Pop präsentiert er uns dann am 17. November im ISC und zum neuen Jahr im Rössli.