Archiv für die Kategorie „Folklore & Unterhaltung“

Too Late zum Ersten

Gisela Feuz am Samstag den 31. Januar 2015

Gestern Abend ging in der Progr-Turnhalle die erste Ausgabe der Too Late Show über die Bühne. Da Frau Feuz selber Teil des Too-Late-Ensembles ist, kann sie hier einen Einblick hinter die Kulissen gewähren und ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

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Höchste Anspannung unmittelbar vor der Show. BIld: Rob Lewis

Um es gleich vorne weg zu nehmen: Der Star des Abends war nicht etwa Showmaster Dominik Gysin («ich sehe aus wie ein dicker Windhund»), der seine Aufgabe mit Bravour meisterte, sondern ein Mann in einem Kostüm. Genauer: Matto Kämpf in einem sehr eng sitzenden Eidechsen-Kostüm. Er möchte zukünftig gerne als «Sexy Lizard» angesprochen werden, verkündetet ein äusserst gut gelaunter Kämpf im Vorfeld der Show, und liess dazu lasziv seinen Echsenschwanz rotieren. Talkmaster Gysin saugte derweilen nervös an seiner Pfeife und Too-Late-Papa Till Könneker wurde angesichts des Echsen-Schabernacks noch ein bisschen bleicher, als er es aufgrund der intensiven Vorbereitungszeit eh schon war.

Er sei tatsächlich kurz aus dem Takt gefallen, als plötzlich ein Echsen-Schwanz auf seine Trommel gehauen worden sei, erklärte Schlagzeuger Gere Stäuble (Züri West), der zusammen mit Tevfik Kuyas (Tequila Boys), Maze Küenzler (Tomazobi) und Andreas Michel (Grand Mother's Funck) die Showband «The Retards» stellte. Im Takt geblieben waren derweilen die sechs sexy Ladies, die eine Tanzeinlage zu Gysins Rap lieferten und auch Kaspar Weiss zeigt sich taktsicher, der als Indianer verkleidet die Werbung für Kitchener tanzte und dabei die Turnhalle mit Salbei-Schwaden einräucherte. «Eidechse, Indianer, getanzte Werbung, Tänzerinnen, was zur Hölle ...?!», werden Sie vielleicht nun denken, werte Leserschaft. Zu Recht. Der Tollheit war damit aber noch nicht genug, denn ein Medium nahm auf der Bühne live Kontakt auf mit Julius Cäsar, wobei sich aber offenbar Kurt Felix in die Leitung drängte. Und dann war da ja auch noch Wrestler Diablo vom Swiss Wrestling Entertainment, der sich von Schriftsteller Raphael Urweider keinesfalls aus dem Konzept bringen liess, sondern diesen kurz mal in den Senkel stellte und ihm eine Synopsis von Kafkas Verwandlung um die Ohren haute.

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Sexy Lizard Kämpf

Vor der Show war die Luft im Backstage zum Schneiden dick gewesen, und zwar nicht nur wegen den Haarspray- und Puder-Wolken, welche die charmanten Damen von der Maske verbreiteten, sondern vor allem wegen der Anspannung. Nach der Show lag man sich dann gegenseitig in den Armen und war erleichtert darüber, dass die Angelegenheit einigermassen über die Bühnen gebracht worden war, ärgerte sich über verpasste Witze und vergessen gegangene Requisiten und fachsimpelte bereits eifrig darüber, was für die nächste Show verbessert werden könnte. Show-Papa Könneker hatte wieder ein bisschen Farbe im Gesicht, dafür keine Stimme mehr. Und alle wollten sie Fotos schiessen. Nein, nicht mit dem Showmaster. Nein, nicht mit dem Stargast des Abends Reverend Beat-Man. Nein, auch nicht mit den gut gebauten halbnackten Wrestlern. Sondern mit der Eidechse.

Die nächsten Ausgaben der Too Late Show in der Turnhalle des Progr finden statt an den Freitagen 20.2., 27.3. und 24.4.

Müslüm gibts jetzt auch in Böse

Milena Krstic am Donnerstag den 22. Januar 2015
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Müslüms Klon aka Apochalüpt.

Gestern plauderte Semih Yavsaner, Gründer der Kunstfigur Müslüm, im Studio von Ben Mühlethaler (ja, der Berner Produzent, der das neue Album von Prince abgemischt hat) aus dem Nähkästchen. KSB gibt Ihnen einen Vorgeschmack auf Müslüms nächsten Streich.

Bald erscheint nämlich sein zweites Album, drei Jahre nach dem Erfolgswerk «Süpervitamin». Am musikalischen Rezept wurde wenig geändert, aber: Müslüm hat jetzt einen Klon, und der heisst Apochalüpt.

Was soll das, Müslüm? Bist du jetzt grössenwahnsinnig?

Geantwortet hat dann nicht Müslüm, sondern Semih Yavsaner:

«Bei alledem, was in dieser Welt vor sich geht, hat jeder Künstler eine gesellschaftliche Verantwortung. Müslüm und der Apochalüpt sind meine Art, diese Verantwortung wahrzunehmen.»

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Das Album «Apochalüpt» erscheint am 6. Februar. Die Plattentaufe findet am 31. Januar in der Mühle Hunziken statt. Die erste Single «La Bambele» ist Anfang Jahr erschienen.

Bücherkiste: «All diese Narben, da und da»

Oliver Roth am Mittwoch den 14. Januar 2015

838d6f9fe1Silvan Niedermeier hat eine zugängliche und gut ausgearbeitete Studie zur Polizeifolter im Süden der USA geschrieben. Er geht von der These aus, dass die Lynchgewalt in den Südstaaten der 1930er Jahren durch die institutionalisierte Polizeifolter abgelöst wurde. Die Lynchpraxis lief ungefähr nach folgendem Schema ab: Ein wütender Mob holte sich die eines Verbrechens beschuldigten African Americans aus dem Gefängnis und richtete sie in einem öffentlichen Spektakel hin. Dieses zivile Vorgehen wurde durch die staatliche und mehrheitlich verborgene Praxis der Folter abgelöst: Die afroamerikanischen Beschuldigten (ja, mehrheitlich Männer) wurden nun von Polizisten verhaftet und dadurch vor der wütenden Menge geschützt. Allerdings folterte die Polizei die Beschuldigten so lange, bis sie ihre Tat, die sie offensichtlich meistens nicht verübt hatten, gestanden und sie schliesslich – ganz gleich ob geständig oder nicht – vom Gericht zum Tode verurteilt wurden.

Anhand von vielen Zeitungsberichten und Gerichtsprotokollen zeichnet Niedermeier eine süffig geschriebene Geschichte der Gewalt, des Rassismus und der Bürgerrechte, die besonders die Aspekte der Sichtbarmachung sowie der Inszenierung und Performanz der Folter betont.

Beispielsweise wird deutlich wie der 1938 wegen eines Raubüberfalls auf zwei Krankenschwestern mutmasslich beschuldigte Dave Canty vor Gericht mit verschiedenen kommunikativen Strategien versuchte, sich zu verteidigen. Er zeigte vor Gericht seine Folterwunden, führte mit Gesten vor, wie er misshandelt wurde und beschrieb detailreich die Vorgänge seiner Folter. Das Gerichtsverfahren wurde somit zu einem kommunikativ umkämpften Gebiet, indem Canty eine „Form des subalternen Gegen-Sprechens“ ausübte. In diesem widerständigen Verhalten vor Gericht lassen sich historische Wurzeln für die Inszenierung der schwarzen Widerstandsbewegung in den USA finden.

Foto 2 KopieMit weiteren anschaulichen Beispielen beschreibt Niedermeier die fundamentale und strukturelle Benachteiligung der African Americans , die sich bisweilen (leider?!) wie ein Krimi liest. Er leistet einen mit vielen Quellen ausgearbeiteten Beitrag zur amerikanischen Geschichte der Südstaaten, sowie zur Geschichte der Gewalt und deren Inszenierung und Sichtbarmachung. Der Autor betont in seinem Resümee der Studie wie diese Geschichte bis in die unmittelbare Gegenwart unserer Zeit führt: „Die Praxis der Folter in den USA des späten 20. Jahrhunderts knüpft an andere Formen illegaler Polizeigewalt – wie unrechtmäßige Festnahmen, willkürliche Misshandlungen und rechtswidrige Erschießungen – an, die im amerikanischen Polizeiwesen bis heute weit verbreitet sind.“

Silvan Niedermeier: Rassismus und Bürgerrechte. Polizeifolter im Süden der USA. 1930-1955. (Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts) Hamburg 2014.

KSB-Heimatkunst, 3009 Bern

Christian Zellweger am Freitag den 9. Januar 2015

Die Stadt streicht also den Beitrag an die Biennale, ohne genau sagen zu können, was mit dem freigewordenen Geld passieren soll. Es fehlt an Visionen, heisst es allenthalben. Doch keine Angst, KSB weiss: Alles wird gut. Wir konnten an einer geheimen Hauptprobe für eine baldige Pressekonferenz von Alexander Tschäppät und Veronika Schaller folgenden Schnappschuss machen:

visionen

Herein in die gute Stube!

Milena Krstic am Montag den 15. Dezember 2014

Impressionen von Julian Sartorius' Solo-Stubenkonzert gestern Abend in der Künstlerwohnung der Dampfzentrale.

Zatter Stubete_Julian Sartorius

Vor dem Konzert.
«Scho easy, we Dir vor mir hocket, de dämpfts viellech chly di lute Schläg.»
«Uh, i nime vorher gärn no es Bier.» Griff ins Körbchen mit den Ohrstöpseln.

Nach dem Konzert versammelt sich das Publikum um Sartorius' Arrangement aus Klangwerkzeugen. Grosses Werweisen.

«Das si dänk elektronischi Lippestifte. Hihi.»
«Nei, das isch kes Hackbrätt. Das isch e Zither.»
«Ds chönnt no es Harmonium si, woner het ine Goffere inegmechet.»
J. S. klärt auf: «Nei, das isch e Shrutibox. Die hani vo Berlin. I cha dir znächscht Mau eini mitbringe.»
«Julian, si bi dir au Schläg planet?»
J. S.: «Nei, vou nid. I mache scho säuber mit mir öppis ab. Aber i entscheide när spontan, ob und was ig genau spiele.»

«Wie bisch uf die Usdrück cho?» (Julian Sartorius hat sämtliche der 14 Stücke auf dem neuen Album «Zatter» mit vergessenen Wörtern aus dem Berndeutschen benannt).
«Usemne tolle Lexikon. Weisch eigentlech, was es 'Maali' isch?»
«Nei.»
«Es chunnt vo 'Male' u steit für 'Gemälde'.»

Und wofür steht eigentlich «Zatter»? Die Antwort gibts in der morgigen Ausgabe des Bund, inklusive der vollständigen Rezension, versteht sich.

PS. Die Ohrstöpsel blieben übrigens unangetastet. Es war gar nicht so laut.

Für Plattentaufe Nummer 6 und 7 von 7 gibt es noch Tickets. Freitag und Samstag ab 22 Uhr. 

Gewinnen mit KSB: Traktorkestar

Christian Zellweger am Mittwoch den 10. Dezember 2014

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Die Berner Post-Balkan-Beat-Band Traktorkestar trainiert wohl bereits eifrig für ihr Heimspiel: Am 19. Dezember spielen die Herren im Dachstock. Wir vom Blog Ihres Vertrauens hätten da was für Sie: 2x2 Eintritte oder 2x1 das aktuelle Album «Les Mémoires d’un Trottoir».

Gewinnen geht einfach: Die ersten vier Kommentator/innen, welche alle Namen der vier oben abgebildeten Personen unten eintragen, haben die Wahl: CD oder Eintritt. Viel Spass.

Bizarre Musikgenres Teil 17: Japanoise

Gisela Feuz am Donnerstag den 4. Dezember 2014

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Japanoise

Japanoise ist ein sogenanntes Kofferwort, auch Portmanteau-Wort genannt, also ein Kunstwort, das aus mindestens zwei überlappenden Wörtern besteht, die so zu einem inhaltlich neuen Begriff verschmolzen werden; in diesem Fall Japanese und Noise. Japanoise steht für Bands der japanischen Noise-Szene, die Klänge produzieren, welche für ungeübte Ohren nach hausgemachtem Durcheinander ohne logische Struktur und Zweck klingen. Liebhaber sperriger Materie allerdings dürfte an dem abenteuerlichen Mix aus Psychedelic-Rock, surrealistisch anmutenden Einschüben und Avantgarde-Jazz ihre wahre Freude haben.

Japanoise war vor allem in den 80er- und 90er-Jahren populär, aber auch noch heute steigt immer wieder ein Rauchzeichen aus dieser Szene auf, die sich durch ihre aussergewöhnliche musikalische Freiheit auszeichnet. So finden sich im Sammelbecken «Japanoise» Bands die hi-speed Improvisation betreiben, andere wiederum bevorzugen die Zerstörungswut des Punk, manche mögens eher psychedelisch und wieder andere reizen gerne elektronische Stör-Gefilde aus.

Einige der japanischen Noise-Künstler fühlen sich nicht unbedingt glücklich dabei, wenn sie einfach in die Schublade «Japanoise» gesteckt werden, weil dadurch der Tatsache nicht Rechnung getragen werde, dass es durchaus verschiedenste Arbeits- und Herangehensweisen gebe beim Produzieren von Lärm. Stimmt. Weil sonst könnte man ja eigentlich auch einen Laubbläser mit einem Kindergarten gleichsetzen.

Bizarre Musikgenres Teil 16: Crunkcore

Gisela Feuz am Mittwoch den 29. Oktober 2014

Die Welt der Musikgenres ist eine vielfältige, bunte und manchmal unfreiwillig komische. In dieser Serie sollen Genres zum Zuge kommen, von denen Sie bis anhin vielleicht (zu recht) noch nie gehört haben. Heute: Crunkcore

Crunkcore hat seinen Ursprung eigentlich in der EMO-Szene und bedeutet nichts anderes, als dass Sprechgesang mit elektronischen Beats und Schreien kombiniert wird. Von der traditionellen Rock-Instrumentierung hat man sich im Crunkcore verabschiedet, dafür darf Kollege Computer ran, von Emo sind die schmachtenden Stimmen geblieben, besungen wird aber nicht die Verzweiflung des empfindsamen Subjektes in der grausamen Welt, sondern vielmehr wird darüber sinniert, ob einem Alkohol bei einem nächtlichen Besäufnis allenfalls ein bisschen Spass bereiten könnte. Die Stimmen sind zum Teil so arg verfremdet, dass ein Gastauftritt in «Die Schlümpfe» eigentlich kein Problem darstellen dürfte, Haarschnitte und -farben schreien nach Frisurenpolizei und die Hüftverrenkungen der tanzenden Teenie-Mädels sind mal mehr, meistens aber weniger lasziv.

Weswegen werden die armen Mädels denn überhaupt so zusammengebrüllt? Was ist die Aufgabe des rosa Nilpferdes? Ist das überhaupt ein rosa Nilpferd? Wieso wird der wertvolle Schnaps verschüttet und nicht getrunken? Und wer sind diese 9,5 Millionen Menschen, welche sich dieses Video angeschaut haben??? Fragen über Fragen. Es ist zum Schreien, jäuuuuurrrr!

«Brace Yourself»

Milena Krstic am Dienstag den 21. Oktober 2014

«Winter is coming.»
Zitat GRR Martin (Stichwort: HBO-Serie «Game of Thrones»)
Schliesslich sollen heute die Temperaturen so dermassen in den Keller wandern, dass dieser Abend gestern der letzte der Sorte eigentlich-zu-warm-für-diese-Jahreszeit gewesen sein soll. Und wer den Herbst in Berns berühmtester Wohnstube verabschiedet hat, der konnte auch gleich mit dem amerikanischen Singer/Songwriter Andy Bilinski Geburtstag feiern und sich dazu in einem der Sofas verkuscheln. Weil, na ja, hören und sehen Sie selbst (hier ein Cover vom Haus der aufgehenden Sonne):

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Andy Bilinski (mitte) mit Berner Verstärkung von Andreas Lammer (links) und Yannik Schuler.

Wem klassisches Singer/Songwritertum mit musikalisch überraschenden Wendungen gefällt, der/die wird sich dick mit Andy befreunden.

Andy Bilinski spielt seinen Heimweh-Folk heute Abend noch einmal in Bern, nämlich in der Heitere Fahne.

«I maches eifach wie dr Hitler»

Gisela Feuz am Freitag den 17. Oktober 2014

Die Schreiberin solle doch den Hari verreissen und ihn in den höchsten Tönen loben, riet gestern ein gut gelaunter Matto Kämpf in der Pause der eigenen Darbietung vor dem Kairo. Schliesslich sei er schon in der letzten Besprechung schlecht weggekommen wegen seinem eigenwilligen Rhythmusgefühl. Und übrigens habe er jetzt eine Lösung gefunden, wie besagte Rhythmusproblematik gelöst werden könne: «I maches eifach wie dr Hitler, huere viu Lärm u Krach u de merkt me d'Störig gar nümm.» Nun ja.

Lärm und Krach gab es denn tatsächlich zum Auftakt des Auftrittes von Trampeltier of Love, dem Trio, welches sich aus Schriftsteller Matto Hitler Kämpf, Musiker Simon Hari alias King Pepe und dem Luzerner Tubisten Marc Unternährer zusammensetzt. Kämpf und Hari sind ja schon seit einer Weile gemeinsam unterwegs, wenn auch die Aussage, man sei bereits in Jugendjahren an der Thuner Regionaltonwoche im Mokka als Duo Schüfeli & Bäseli zusammen aufgetreten, im Reich der Legenden zu verorten ist. Der Unternährer habe sich ihnen spontan angeschlossen, erklärt Kämpf. Das sei super, so ein Bläser. Der übertöne die Fehler.

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Tatsächlich liefert Unternährers Tuba einen beachtlichen Mehrwert bei den Darbietungen von Kämpf und King Pepe, aber nicht weil sie allfällige Fehler übertönen würde (zum Glück nicht!), sondern weil der Tuba-Klang dem ganzen Vortrag einen Boden und eine Gravität verleiht, die in vergnüglichem Kontrast steht zu dem, was die Herren Kämpf und Pepe besprechen bzw. besingen. Ersterem ist bekanntlich keine Sinnlosigkeit zu albern und kein Kalauer zu billig: Da spielt ein Larifari gerne mal Stradivari und der Koch ist ein Furz mit Schurz. Das kämpfsche Universum ist wunderbar skurril und abstrus, wobei der gebürtige Steffisburger ein genaues Auge für die Absurditäten und Abgründe des Alltags beweist und dabei mit einem pubertären Bubenhumor gesegnet ist, der einfach ansteckend wirkt.

Simon Hari steht in Punkto Unterhaltungswert dem Kämpf in nichts nach, sondern zeigt sich in seinen Liedern ebenfalls als Meister darin, die Langweile des Alltags humoristisch zu überspitzen und wünscht sich entsprechend schon mal einen Kühlschrank voller Kokain anstelle eines 9-5 Bürojobs. Hari kann aber auch anders und schlägt mit «Gebei» auch mal ruhige und nachdenkliche Töne an. Diese komplementieren einen Abend voller wunderbarem Unfug, in dem ein Holzross Lippgloss trägt, Kämpf sich als Vater von Hari outet, Kirchenglocken mit Pfannendeckel imitiert werden und sich im Sandkasten zwei dicke Kinder darum streiten, wer denn nun der Messi sei, wobei auf der Plache mit Kreide geschrieben steht: «Z'Läbe isch ä Pingu.»

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