Archiv für die Kategorie ‘Elektronisches’

#BernNotBrooklyn

Mirko Schwab am Sonntag den 19. Februar 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Photokredit: Rôgn H.

Es lag in der Luft und dann ist es explodiert.
Leute flogen durch den Raum, Bier, ein Stuhl. Einer hing am Lichtgebälk.
Scheinwerfer ein für den Bassderwisch Bit, Scheinwerfer ein für den göldenen Chronisten.
Liebe in Zeiten vom kommenden Alltag.

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es manchmal sogar pünktlich zum Katerfrühstück. Kommt halt auch drauf an, wann man wieder essen kann.

Tonspur zum Aufstand

Milena Krstic am Freitag den 17. Februar 2017

Erst wenige Stunden sind seit dem Konzert von Göldin und Bit-Tuner im Rössli vergangen. Die besagte Nacht ist jetzt schon eine Legende.

Rap is the new Punk: Stagediven am Göldin & Bit-Tuner Konzert im Rössli.

Mein Lieblingsjourni ist ein Rapper? Das habe ich erst kürzlich aus der Presse erfahren. Göldin, Göldin … Sein Name fiel immer wieder, wenn mir jemand erklären wollte, dass es kaum gute Mundart-Musik gebe, und die, die da herumgeistere, meistens etwas peinlich sei. Aber einen gäbe es, der sei unschlagbar: der in Chur geborene Göldin nämlich. Natürlich stand der dann auf meiner To-Listen-To-Liste, aber ich habs dann immer irgendwie versäumt (WIE BLOSS?!, werden sich eingefleischte Fans jetzt fragen und ja, das frag ich mich jetzt auch).

Und nun also kam er gestern für ein Konzert nach Bern ins Rössli – nach sechs Jahren wieder – und schmiss zusammen mit Bit-Tuner ein Fest, dass es einem auch in der Retrospektive die Herzchen in die Augen treibt.

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#BernNotBrooklyn

Roland Fischer am Sonntag den 29. Januar 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Gestern im Orbital Garden, Kramgasse. Julian Sartorius spielte eine Stunde lang irgend so Techno. «Failing Trance Meditation» – no fail, muss man sagen.

Heute um 17 Uhr übrigens im Keller der Kramgasse 10: Artists Favorites Special with Raphaël Delan, laut Veranstalter «eine menschliche Enzyklopädie für Musik, Design und Architektur… was letztlich alles irgendwie “Sex” ist».

 

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es manchmal sogar pünktlich zum Katerfrühstück.

Zrüggcho #likeaPro

Milena Krstic am Freitag den 27. Januar 2017

Kulturstattbern wäre nicht Kulturstattbern, würden wir nicht über die Rückkehr von Jeans for Jesus berichten.

Der Trailer zum neuen Album «Pro» verspricht jedenfalls hochgepitscht synthetische Sexyness. Mir si gschpannt.

https://www.instagram.com/p/BPxDWEtBzB0/?taken-by=jeans4jesus

Hier schon mal die erste Single kaufen und in Schlaufe hören und wer will, kann sich den 14. April vormerken: Dann ist nämlich Plattentaufe im Dachstock. 

Endlich zu hause

Roland Fischer am Mittwoch den 25. Januar 2017

Nach Zwischenstationen im ZKM Karlsruhe, am CTM Festival Berlin, im Castelgrande Bellinzona und im BASE Mailand ist die Ausstellung Seismographic Sounds des Norient-Kollektivs nun endlich in Bern angekommen, gewissermassen im Schoss der Kuratoren. Wir hatten von der Premiere in Aarau berichtet, und wer es dahin nicht geschafft hat, der hat nun keine Ausrede mehr – bequemer als im Kornhausforum bekommt man die spannendsten aktuellen Tendenzen aus der ganzen weiten Musikwelt nie mehr serviert. 30’000 Besucherinnen und Besuchern hat die Ausstellungs-Tournee angezogen – in Bern dürfen es gern noch ein paar Ungrade mehr werden. Und dann ist Schluss, weitere Stationen sind nicht geplant. Also letzte Chance, sich diese auch vom Ausstellungskonzept her sehr weltläufige (will heissen unschweizerisch-mutige) Schau anzusehen.

Die Ausstellung läuft noch bis am 11. Februar. Am 4. Februar wird die Multimedia-DVD MATTER OF FACT getauft: Die serbische Soundkünstlerin Svetlana Maras hat das Sound- und Interview-Material von Seismographic Sounds zu einer Cut-Up-Komposition gesampelt, geremixt und weiterverarbeitet.

Die Welt zu Gast in Bern

Milena Krstic am Freitag den 13. Januar 2017

Das allumfassende Musikblog Norient betreibt dieser Tage wieder sein üppiges Musikfilm Festival. Und hat zu Ehren des Anlasses eine Liste mit Elektronika-Musik aus Bern zusammengestellt.

Norient, oh, Norient. Was trägst du nicht alles an uns heran: Musik aus den staubigsten Winkeln unseres Planeten, Geräusche von Orten, die wir nichtmal vom Hörensagen her kennen. Du gehst weit für uns, damit wir nur einen Klick davon entfernt sind, was in Favela, Wüste und Grossstadt musikalisch gerade so los ist.

Du hast uns eine Ausstellung beschert, die auf dem Erdboden bündelt, was du im Netz sonst streust. Du zeigst uns im achten Jahr in Folge Musikfilme aus aller Welt und organisierst dazu auch schon mal ein Konzert im Kinosaal.

Norient, du bist die Hauptstadt der Musik, weil alle bei dir vorbeikommen, auch die, welche sonst unbemerkt blieben. Du bist politisch engagiert, du bist offen für alle/s, du bringst zusammen und du inspirierst zu Neuem. Eigentlich bist du perfekt. Schön, dass es dich gibt.

Und bevor ichs vergess’:

Hier die Liste, welche ein paar Splitter des elektronische Musikschaffens Berns bündelt. Wer fehlt noch?

Das Norient Musikfilm Festival läuft noch bis am Samstag. Heute Abend: Ein Film über den jungen russischen Musiker Moa Pillar (Bonfires and Stars) und eine Dok über die Musikszene in Mittel- und Osteuropa. Danach live im Rössli: zwei Berner Elektronika-Männer, zuerst Jean-Claude und danach Elektrobopacek. 

Nahwest und (nicht ganz so) Nahost

Roland Fischer am Donnerstag den 5. Januar 2017

Videos! Aus dem nahen Westen kommt diese hübsche Elektronummer, von einem Duo mit auch sehr hübsch wortwitzigem Namen: Paradisco (auf die Idee kamen natürlich auch schon andere – Minute 5!). Ein schöner Haufen Adams und Even.

Die Choerographie kommt übrigens von der umtriebigen Annalena Fröhlich, die auch in diesem jüngst veröffentlichten Clip prominent auftaucht – hier geht der Link gegen Osten, in den Libanon.

Neue digitale Spielfelder

Roland Fischer am Freitag den 25. November 2016

Digitale Kunst? Dafür ist Bern nicht gerade berühmt – man könnte sogar sagen, das Digitale ist die meistvernachlässigte Domäne der Berner Kultur, von ein paar sehr löblichen Ausnahmen mal abgesehen. Also freut man sich umso mehr auf den digital playground – ein neues Festival für digitale Kultur in Kooperation von Dampfzentrale und Schlachthaus, das Ende März 2017 über beide Bühnen gehen wird.

Eben ist eine Ausschreibung raus, die wir hier natürlich gern teilen. Irgendwie noch ein wenig vage, der Rahmen, aber vielleicht muss sich so ein Festival zunächst ja mal noch finden. Gesucht sind also

partizipative Theaterprojekte von jungen Gruppen, die sich mit der Vermischung digitaler und physikalischer Welt befassen.

Gefördert werden neue Projektideen, die im Rahmen des Festivals in einem einwöchigen Labor zu einer ersten Aufführung gebracht werden. Insgesamt vier ausgewählte Gruppen bekommen je ein Materialbudget, Unterkunft für eine Woche für bis zu 4 Personen in Bern, Reisekosten, ein Tagegeld für Verpflegung und Proberäume zur Verfügung gestellt.

click

Bewerben! Und Welten aufmischen! Wie das zum Beispiel geht, kann man sich heute noch im Roxy in Basel ansehen, mit den Digitalhelden Machina eX – ah nein, ist ja alles ausverkauft. Also vielleicht ein Link auf ein mehr als unheimliches Online-Digitalkunstprojekt? Clickclickclick!

Frisch gepresst #2 ‘Grauzone Marzili’

Urs Rihs am Samstag den 22. Oktober 2016

«Frisch gepresst» die Serie auf KSB; bringt zum Vorschein, was in feuchten Kellerstudios und synthesizerbestückten Dachböden unserer Stadt an Mukke produziert wird – vornehmlich Elektronisches aber grundsätzlich alles was direkt ab Presswerk auf meinem MK landet.

Vor zwei Wochen noch mit HOT-JAM an der Sonne von Capri, heute mit re:st knöcheltief im Morast von Bristol und South London. Die Szenerie ist damit schon mal umrissen, es geht um Bassmusik, the UK Shit und zwar um die richtig dunklen Ecken davon.

footage by "der urs photography"

footage by “der urs photography”

Schauplatz nur einen Treppenstieg von der Bundesterrasse entfernt, im lauschigen Marzili, dort befindet sich nämlich, in einer unscheinbaren Altbauwohnung, ein archimedischer Punkt der Berner Electronica Szene. An alle Freaks «Electronica» ihr wisst es natürlich besser als ich, aber eine genaue Genre-Ausbeinelung wäre Nerdtalk und bleibt darum an dieser Stelle mal aussen vor. Dafür bleibt ein Freak im Fokus, LCP: Dj, Labelgründer, Veranstalter, leidenschaftlicher Frickler und, am wichtigsten hier, ein verdammt guter Typ. LCP ist ein Getriebener, mit einem stoisch anmutenden Schaffensdrang; kein Hektiker, kein Strohfeuerentfachter, vielmehr wirkt er wie ein Ingenieur. Einer der beobachtet, analysiert, um sein handwerkliches Können weiss und schlicht nichts anbrennen lässt. 2010 lancierte er sein erstes eigenes Label Luana Records mit Schwerpunkt instrumentalem Hip-Hop und konfus rhythmisierter elektronischer Musik. Darauf wurden Perlen von Spinnern wie Bit-Tuner oder Feldermelder veröffentlicht, um nur zwei beim Namen zu nennen. Mit sich schleichend, aber stetig wandelnden persönlichen Vorlieben, wurde Luana 2015 aber ad acta gelegt und re:st entstand. Die Brennweite wurde dabei etwas eingeschränkt. «re:st soll kompromissloser sein» erklärt mir LCP und spricht dabei nahezu zärtlich von seinen Labels.

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Afterhour mit Kuno L.

Mirko Schwab am Dienstag den 18. Oktober 2016

05:55. Und Sie liegen wach im Bett. Sie wälzen sich und es liegt niemand neben Ihnen, den Sie damit wecken würden. Sie wissen, dass irgendwo in dieser Stadt und im selben Moment …

… getanzt wird zum Beginn der Nachstunde, während langsam die ersten Sonnenstrahlen ins House fallen. Und vielleicht wippt auch Charlotte mit zur gefälligen Viermalvier-Tanzbodenversion einer perfekten Rhodes-Ballade von Züri West – für Zürich West! Der Zürcher Elektroniker Markus Kenel hat den halben Song «05:55» vor vier Jahren schon neugemischt und abgeschliffen zum glattgalanten Loungemöbel.

KulturStattBern kramt für Sie im Archiv, weil es sich auch dienstags zu tanzen lohnt oder wachzuliegen, etwas nachzuhängen in Gedanken, jemand, Charlotte, Kuno.

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