Archiv für die Kategorie ‘#BernNotBrooklyn’

#BernNotBrooklyn

Milena Krstic am Sonntag den 14. Mai 2017

Bern Düdingen ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der HauptstadtPampa ist mächtig was los.

Zuerst war da dieses Interview, das ich führen sollte mit dem Alexander Frei, der momentan als Crimer die Radiostationen um den Finger wickelt mit seinem 80ies-Depeche-Mode-Verschnitt-Sound. Natürlich ging ich da mit Vorurteilen ran, ein bisschen hässig war ich, wie das möglich ist, dass sich einer nichts Neues überlegt und dann allen den Kopf verdreht.

Ja, dann hats mich selbst gepackt und ich konnte nicht anders, als mir am Freitagabend im Bad Bonn sein Konzert ichezzieh. Ich stand ganz vorne am Bühnenrand und hab per Instagram die Welt meine Follower wissen lassen, dass der Crimer hot ist.

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#BernNotBrooklyn

Gisela Feuz am Sonntag den 7. Mai 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Zum Beispiel wenn an einem Montagabend im ISC gleich drei stramme Kerle den Merch-Stand bedienen, welcher auf das Fünffache seiner normalen Grösse erweitert wurde, derweilen oben auf der Bühne Deathrite und Deserted Fear die Frage aufkommen lassen, warum Shampoo-Firmen nicht ausschliesslich mit Death Metallern Werbungen machen. Und wenn einem die beiden Herren Mantar mit ihren apokalyptischen doomigen Gewaltsriffs dann auch noch eine veritable Organ- und Weichteilmassage verpassen, dann ist die Welt im beschaulichen Bern extrem in Ordnung. Selbst an einem Montagabend.
 

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#BernNotBrooklyn Safariversion

Gisela Feuz am Sonntag den 30. April 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Zum Beispiel wenn das Dead End zur Safari Night lädt und dazu den ganzen Laden in einen vertiablen Dschungel verwandelt. Zebra, Nashorn, Flusspferd, Affen alles da, an der Tränke tummeln sich Discotiger und Partylöwen, auf der Bühne wildert Frankie Safari und auf dem Dancefloor steppt der Bär.

Nicht gewildert, sondern liebevoll von Hand gefertigt: Zebra by Miroslawa Mäder

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es pünktlich zum Katerfrühstück. Ausser Sie heissen Konfuzius Rhis, spielen bis morgens 6:42 Räuber und Puppen im Hexenhaus und posten dann vorbildhaft grad direkt.

#BernNotBrooklyn

Urs Rihs am Sonntag den 30. April 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Zum Beispiel in den verbleibenden Räuberhöhlen, wo Hexen und Halunken hausen, die bis in die Puppen Karten spielen und bis zur Morgenröte zu konspirieren wissen.
Dort wird der Kitt verstrichen, welcher unser Pflaster so schön zusammenhält…

Hierbei handelt es sich gewiss um ein Symbolbild –

#BernNotBrooklyn in #FullSizeRender

Milena Krstic am Sonntag den 23. April 2017

Bernümpliz ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Agglo ist mächtig was los.

Mein Telefon hat dieses Foto gleich selbst mit FullSizeRender.jpg benannt. Geknipst habe ich es. Und zwar kurz vor dem Auftritt der jungen Boy$ aus ‘Pimpliz’.

Dieser Keller mitsamt dazugehörigem Haus wird bald der Gentrifizierung zum Opfer fallen. Deshalb: Hier eine letzte Hommage an diesen günstigen Wohnraum. In so würdevoll hoher Auflösung wie nur möglich.

 

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#BernNotBrooklyn

Mirko Schwab am Montag den 3. April 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

«Klassik im Dachstock.
Der Fokus mäandriert vom Funkeln der Diskokugel zu Mahler zu Rauchschwaden im Gegenlicht. Das leise Klimpern sorgfältig entsorgten Leerguts. Zwischenrufe aus dem Treppenhaus. Meiner sonntaglichen Stimmung bleibt der Rote und nichts mehr zu wünschen übrig.»

Eine Einsendung von Kea aka Anna-Pierina Godenzi. KSB dankt herzlich; wir wären wohl zu vercrackt gewesen heute. Und ein Sonntag ohne #BnB ist wie ein Montag ohne Beutel: say whaaat?!

Posten Sie Ihr Foto/Video auf irgendeiner digitalen sozialen Plattform mit dem Zusatz #BernNotBrooklyn. KSB wählt unter den Fotos das leckerste aus und veröffentlicht es manchmal sogar pünktlich zum Katerfrühstück erst nach Mitternacht.

#BernNotBrooklyn

Urs Rihs am Sonntag den 26. März 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.
Zum Beispiel gestern im Garten der Spezies mit den montrealer Ornithologen HELIODROME und ihrem psych-spattered neo-dreamy avant-rap-rock. Der Raum zersetzte sich mal wieder, zerrieben zwischen Klängen einer bazookaähnlichen E-Posaune, polytheistischen Sprechgesang-Halluzinationen und analogen Effektschaltkreisen. Glücklich, wer sich dort selbst verfeinstofflichte – who needs Bushwick if we got Terrassenweg – one love!

we got weird wired

#BernNotBrooklyn

Roland Fischer am Sonntag den 19. März 2017

Freitag nacht im Lichtspiel. Farbe auf und in den Film zu bekommen war ja nicht ganz einfach, dazu gab’s so einiges zu sehen und zu hören an der Museumsnacht. Dasselbe gilt übrigens auch für Cocktails, wenn man nicht gleich mit der chemischen Keule nachhelfen will. Wer den notorischen Blue Curaçao also ohne Patentblau V mixen will, der versucht es am besten mit Rotkohl. Dumm nur, dass das schöne Blau ins Rote kippt, wenn ein wenig Säure dazukommt.

Dasselbe passiert übrigens gern auch mit den 16mm-Scopitones aus den 1960ern, die über die Bar-Leinwand flimmerten, manche arg rotstichig, aber deshalb nicht weniger charmant. Ah, Nathalie!

Plus question de phrases sobres
Ni de révolution d’octobre
On n’en était plus là
Fini le tombeau de Lénine
Le chocolat de chez Pouchkine
C’est, c’était loin déjà

Und erst diese schwülfrivole französische Version von «Teach me Tiger» – gibt’s die wirklich nirgends sonst auf Video?

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#BernNotBrooklyn bzw. MelkerNotPorno

Gisela Feuz am Sonntag den 12. März 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Die Ausgangslage ist eine heikle: da ist dieser subversive Tunichtgut mit Jahrgang 1898, der mit seiner Trash-Combo Mani Porno für erinnerungswürdige bierselige Auftritte bestschlechtmöglichster Natur sorgte. Oder besagte Auftritte gar nicht erst antrat, weil ein Bandmitglied sich vor dem Konzert dermassen intensiv mit Rauch-Paraphernalia vergnügt hatte, dass es schlichtweg vergass, dass es noch ein Konzert zu spielen gäbe und nach Hause ging. So zumindest die Urban Legend. Jedenfalls hat sich dieser Tunichtgut nun also mit richtig guten Musikern zum Quartett Melker zusammengetan und frönt nicht mehr dem Lo-Fi-Gitarren-Trash, sondern dem Synthie-Pop und New Wave der 80er-Jahre. Herr Porno, pardon, Gaviões so richtig seriös? Kann das gut gehen?

Anfänglich bangte man ja bei der Plattenaufe von Melker am Freitag im ISC. Nicht wegen der Musiker, die verrichteten vom ersten Ton an einen einwandfreien Job. Fred Bürki amtete als Metronom am Schlagzeug, Marco Loso bediente Gitarre und Bass, derweilen Oli Kuster mit seinem Synthesizer musikalische Nebelschwaden fabrizierte. Und der Herr Gaviões? Der schludderte in Sonnenbrille, USA-Hockeyshirt und Steppjacke über die Bühne und schien irgendwie ein Cornerfähnli im Allerwertesten zu haben. Es half dann auch nicht, dass seine Stimme anfänglich komplett in den Synthiewänden absoff und die Texte so nur Genuschel blieben.

Die Angelegenheit begann dann aber bald einmal Fahrt aufzunehmen, Herr Gaviões schien sich in seiner Rolle von Song zu Song wohler zu fühlen und auch der Herr Mischer drehte an den richtigen Knöpfen, so dass die Inhalte des subversiven Liedguts durchdrangen. Und siehe da: Die Geschichten rund um Damen in Mehrzweckhallen und Sennas aus dem Seeland, alles vorgetragen in gespielt gelangweilter, näselnder Nonchalance, funktionierten einwandfrei – tatsächlich im Melker-Gewand noch besser als im Mani-Porno-Getöse. Gut so, denn zu verstecken braucht sich der Herr Gaviões mit seinen wunderbar skurrilen, absurden und zeitweilig poetischen Alltagsbeobachtungen ja keinesfalls.

Melker ist, wenn auch das Publikum  auf der Bühne wild tun darf.

Darüber hinaus spielte diese Melker-Combo halt einfach auch so richtig schön tight, verleitete mit Depeche-Mode- oder Cure-Anleihen schon fast zum Schattentanzen oder sorgte mit treibenden Grooves für kollektives Abnicken im vollen ISC, wobei selbst ein Stephan Eicher im Publikum munter mittat. Eine richtig schön ausgelassene Sause wurde das schlussendlich, an deren Ende man erleichtert festhalten konnte: Jawohl, Gaviões angeseriöst funkioniert. Und voll wie der Mond kann man ja dann im Anschluss schliesslich trotzdem immer noch sein.

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#BernmobilNotBrooklyn

Mirko Schwab am Sonntag den 5. März 2017

Bern ist zwar nicht Brooklyn, aber hey, auch in der Hauptstadt ist mächtig was los.

Warten auf die Niederflur-Disko: Downtown Rüfenacht. (Photo: Son Strauss)

Halbzehn Freitagnacht. An der Tramhalte beim Hirschengraben versammelt sich eine Hundertschaft wohlstandsverwahrloster Raverkids. Die blaue Sechs Richtung Worb hält, das bernmobile Soundsystem wird angeworfen – heiteres Viervierteln bis Rüfenacht. Grosse Pause, ein herzliches Wiedersehen mit dem Chauffeur. Und Ehrenrunde ins Fischi ist Ehrensache.

Das Verhalten nennt sich Tram-Sauvage und birgt nebst kribbeligem Entgleisungsrisiko auch unschlagbare Preisvorteile: Ausgang zum Preis eines Langstreckenbillets, das niemand zu lösen hat. Ich hätte mich übrigens auch ganz gern swaggy rebellisch gegeben und auf einen gültigen Fahrschein **schissen, habe aber ein GA.

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