Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Achtung – Raumstation auf Autobahn A1 Richtung Schönbühl!

Urs Rihs am Mittwoch den 26. Juli 2017

Plötzlich herausgerissen aus der fliessenden Selbstvergessenheit – nicht auf der Suche nach sich selbst beim Glasbrunnen, sondern auf dem Hund im Grauholz. Unverhofft, ein Örtchen Stadtkultur am Rande der Autobahn.

Auf der Heimreise vom Jura – dehydriert, übernächtigt und brutal hungrig. Ein Notstopp auf der Raststätte – Grauholz – mit sturmer Birne und zittrigen Händen. Kaffee plus Zopfsandwich, sitzen im Schatten der Tankstelle.

Da, mitten im Lärm der Blechlawine, plötzlich dieses Gefühl, im Würgegriff des bewussten Augenblicks. Eine Mischung aus Fernweh und Heimatgefühl, schauderhaft. Zu nah am Wasser gebaut für sowas – Scheisse!

Vielleicht weil der Kuno hier in seinem Chare einem Hit entgegenrauschte, auf dem Weg zu seinen Liebsten am Züri Flughafen.

Vielleicht weil das Grauholz früher immer erster oder letzter Halt ausserhalb der vertrauten Atmosphäre war. Vor einem Ausflug in die weite Welt oder nach der Rückkehr aus den Ferien. Wie eine Raumstation, schimmernd im gleissenden Sonnenlicht – weiss es nicht, nur dass es hart ans Eingemachte geht.

Zurück im Wagen geht dafür das Radio nicht. Ein Gedanke blitzt auf – am klarsten scheinen Dinge bisweilen an ihren Rändern, an der scharfen Trennlinie zum Anderen. So auch dieses Kultörtchen, unerwartet an dieser Stelle, einbetoniert zwischen Tankstutzen und Autobahn, an der Grenze unserer Stadt.

Im Schatten der Station – auf dem Orbit A1 – Richtung Mikrokosmos Bern

«Window Shopper» VI

Urs Rihs am Mittwoch den 19. Juli 2017

…oder die schönsten Schaufenster der Stadt, eingerichtet durch König Zufall, mit Eigenwille dekoriert, angenagt durch den Zahn der Zeit.
Hier gibts weder fabrikneue Ware noch die hipsten Ernährungstrends. Das ist die Fotoserie abseits der hegemonial marktlogisch gestalteten Vitrinen unserer Einkaufsmeilen. Und dazu ein Versuch, ihnen Graustufen des Zeitgeistes abzugewinnen.

– Eigentlich hatte ich an eine Ecke im Monbijou gedacht. Doch dann liess mich unterwegs in stadtnahen Ländereien, kurz nach einer Linkskurve, dieses heimatlich-barocke Schauerstück erstarren.

Wie hypnotisiert stieg ich aus, um mich in dieser reflektierenden Scheibe einer Angst gegenüber zu sehen, diese zu verheimlichen ich nun unmöglich in der Lage bin.
Die Ware im Schaufenster und dem dahinter liegenden Raum löste in mir eine solch grässlich-behagliche Traulichkeit aus, dass mein Gefühlszustand sich irgendwo zwischen einer Kindheitserinnerung in Zermatt und einem Rebus mit Losung: «Ursuppe reaktionärer Borniertheit» festsetzte. Eisig lief es mir den Rücken hinab und der Schauer packte mich im Nacken.

Ein Backflash ins Spiegelstadium, dass es dem Lacan eine Freud gewesen wär…

Zurückgeworfen wie der Schwab auf seine Bruchstücke – wie so oft der Mensch, übermannt von einer simplen, sich spiegelnden Fläche und ein paar billigen Produkten.
Plötzlich, Auge in Auge mit dem Fürchterlichsten, konfrontiert mit sich selbst und seinen tiefsten Abgründen –

Ich suchte augenblicklich das Weite und probierte mich kalt schwitzend auf den Fahrersitz meines alten Schwedens zu retten.
Jetzt zehnmal tief durchatmen und meine Mitte finden, wie ich es im Power-Yoga gelernt habe – dachte ich mir und versuchte ein komplettes Wegtreten zu verhindern.

Der Laden des Schreckens – ohne Bedienung, dafür mit Incarom, Suchard, Maggi und Knorr. Den teuflischen Ingredienzen des Identitären…

Auf der Rückfahrt verdrehte ich meine Seitenspiegel so, dass sie mir keinen Rückblick erlaubten und dankte Gott für das erstbeste Denner Schaufenster, das ich in der Agglomeration schon von weitem erblickte.

«SunSet»

Urs Rihs am Freitag den 7. Juli 2017

 – Der sonore Sonnenuntergang – war gestern an der Freiburgstrasse, auf einer Dachterrasse, irgendwo zwischen Tramspur und Bahngeleise. Und einem schöneren Abendlicht war im Dorf wohl kaum beizuwohnen…

Dazu trugen an erster Stelle die guten Menschen bei, welche ihre Wohnung mal kurzum zur Feierabend-Chill-Out-Zone für marodierendes Slacker-Pack umfunktionierten und zusammen mit den «SunSet» OrganisatorInnen  – einer sporadisch auf ausgewählten Balkonen  stattfindende Serie – zu einem höchst friedlichen Zusammenfinden luden. An zweiter Stelle natürlich alle die gekommen sind.

Fürs leibliche Wohl wurde an Bar und Grill gesorgt, während ein gewisser LCP am Dj-Setup für klingende Seligkeit garantierte. Dabei wurde natürlich nicht gekleckert, sondern nur vom Feinsten serviert – kühles Blondes, Caipi, Tabouleh Salat und Perlen aus dem Plattenregal – dass es eine Freude war. Mehr Eiferer für alle, sei an dieser Stelle solidarisch gefordert, das macht urbane Lebensqualität aus!

Gefachsimpelt wurde zur untergehenden Sonne über so manches – städtische Brachen, neue Offspaces oder Politik waren aber kaum Thema. Zum Glück, denn so kam tatsächlich sowas wie eine «KulturStattBern» Stimmung auf. Einfach mal machen – gute Leute einladen, Musik hören und kochen lassen, dasitzen und runterfahren. In solchen Momenten, wenn Schnöden und Theoretisieren mal aussen vor bleiben, vibriert doch unser Pflaster am sattesten, nicht?
Auch bei nur knapp 85 Db den Nachbarn zuliebe das darf Urs ja kaum äussern.

Haltet also die Ohren steif und lasst euch einladen, fürs nächste «SunSet» über den Dächern der Stadt, tut nämlich gut – sehr sehr gut.

Ein irritierender Zimmerbrunnen aus den späten 90ern war auch dabei, aber dies nur am Rande.

Vergnüglicher Musical-Schabernack

Gisela Feuz am Samstag den 24. Juni 2017

Genosse Erdmann vom Mutterschiff hat mit seiner Kritik nicht gänzlich unrecht, wenn er festhält, dass im Musical «Sit so guet, s.v.p» etwas gar offensichtlich mit Klischees operiert werde. Ist aber wurscht (wahlweise auch schüblig, landjäger, cervelat oder merguez) denn beste Unterhaltung bietet «Sit so guet, s.v.p» alleweil, zumal das Musical aus der Feder von Dennis Schwabenland, Raphael Urweider und Matto Kämpf vor absurden Einfällen, Wortwitz und Anspielungen strotzt. Hier 14 Gründe, warum man sich den manchmal bitterbösen, manchmal vergnüglich kindischen Musical-Schabernack in der Dampfzentrale anschauen sollte:

  1. Weil Penis-Witze gemacht werden.
  2.  Weil das neue Maskottchen der S.V.P. Ein Walfisch ist, der bei der Huldigung von St. Christopher stets auf die Nase fällt.
  3. Weil die neue Hauptstadt «Downtown Ballenberg» heisst.
  4. Weil Matto Kämpf die ganze Pause über ein Tannenkostüm tragen muss.
  5. Weil keiner so schön zeitlupe-werbe-kitschig über die Bühne hüpft, wie Cecilia de Buurenworst (Ntando Cele) und Heidi de Cervelat von Schüblin (Anna-Katharina Müller).
  6. Weil Roger de Cervelat (Diego Valsecchi) und Ibrahim al Merguezi (Wael Sami Elkholy) nicht nur richtig gut singen, sondern auch ein unsäglich komisches schwules Diktatoren-Paar abgeben.

    Und beide sind sie scharf auf die Wurst: Ibrahim al Merguezi (Wael Sami Elkholy) und Cecilia de Buurenworst (Ntando Cele) buhlen um Roger de Cevelat (mitte, Diego Valsecchi)

  7. Weil die Anführerin der Linken, die sich im Jura verschanzen («ein von unbeugsamen Linken bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten»), Grünemine heisst. (Malika Kathir) 
  8. Weil Domink Gysin den gruusigen, misogynen Säufer Fritz Ländjäger dermassen überzeugend spielt, dass einem angst und bange wird.
  9. Weil das Sozialamt mit «Charity Events» verwechselt wird.
  10. Weil keiner so schön hechelt, wie der Bernhardiner-Hümpu im Edewelss-Gewand (Simone Gfeller).
  11. Weil die Schweizer-Hymne in Techno-Version und mit völlig überpitchter Schlumpf-Stimme gesungen wird.
  12. Weil Songkomponist und Musiker Simon Hari am Bühnenrand bei jeder Nummer vollen Körpereinsatz zeigt.
  13. Weil man nicht drauskommt, warum am Schluss dann trotzdem geheiratet wird.
  14. Weil man auf dem Heimweg den gnadenlosen Ohrwurm «from the outside we are brown» summt.

Das Musical «Sit so guet, s.v.p.» Wird noch bis und mit Freitag 30. Juni in der Dampfzentrale aufgeführt.

Jung und stolz

Mirko Schwab am Donnerstag den 15. Juni 2017

Wir trinken, tanzen, taumeln an den urbanen Sehnsuchtsorten einer Jugend im Herbst. Er schaut zu und drückt ab. Nicola Schmid ist der Chronist unserer Jahre in Schwarz und Weiss.

Ich schicke voraus, auch dieses kleine Portrait entlang dem Gefühl einer gewissen Verliebtheit aufschreiben zu müssen. Sehen andere Schriebsteller ihre Ehrlichkeit darin vergütet, die Dinge aus sicherer Distanz beobachten und bezweifeln zu können, schreibe ich lieber Liebesbriefe, wo ich es ehrlich kann. So this song is another love song.

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So darf Kilbi! あふりらんぽ

Urs Rihs am Samstag den 3. Juni 2017

Kurze Statusmeldung von der Kilbi in diesem Uechtland, es fühlt sich gut an hier. Gestern war ein Einstand nach Mass. Es folgt ein Abriss.

Flamingods – eklektische Truppe, was Goat an Afro hat, haben sie an orientalischem Fusel, kommt schön, vor allem voll aufgedreht von der Hauptbühne. Dann das japanische Konzept-Punk-Duo Afrirampo in der Kantine. Diese Girls zerreiben Rock auf Asiatisch – harter Spassfaktor paart sich mit Ernsthaftem. Stage-Habitus im Vollvisier – abgründige Damen lassen Vorurteile an ihrer Kampfschminke abprallen – coole Sache.

Dann Angie Olsen als Americana  Kontrastprogramm – vor zwei Jahren waren wir noch verliebt, jetzt hats sichs auseinandergelebt, aber die Erinnerungen hallen immer noch schön…

Sleep ist dann zu arriviert für unsere Dünkelhaftigkeit, zu viel Amp-Pomp, zu schwer ohne dabei traurig zu sein, wir wechseln ins Haus. Zu H E X – killer Zeugs, hin und weg. Diese Kick-Drum auf den zwei Dritteln fährt brutal ein, zwanzig Minuten Tunnelfahrt, abheben, hört euch das an!

Ein Duft von Sandelholz zieht übers Kilbi Gelände – Lord Kesseli and the Drums ziehen ihre Schamanennummer durch, uns stinkts aber bald zu sehr – lassen uns lieber von Jacques in den Schlaf wiegen.

Im Wagen zu sich kommen am Morgen – alles noch da – gute Menschen, gleichermassen die Stimmung, formidable Musik und das Line-Up ruft schon wieder. Es ist eine Freude in diesem Düdingen, so darf Kilbi, definitiv.

Symbolbild Kilbi 2017 – ist das Angie Olsen?

 

Was uns bleibt o. how cares

Mirko Schwab am Mittwoch den 31. Mai 2017

Sonnenbrand ist Seelenbrand. Stille ist Lärm. Und am Rand noch ein Konzert.

Fuck me up, it’s okay. (Fotojob: Ilona Steiger x Eva Wolf.)

Von der Pigmentpanne neulich im Weyerli hat Ihnen ja die Feuz bereits berichtet. Allein, dem ersten Sonnenbrand im Jahr wohnt doch ein ritueller Charakter inne. Als hiesse man den Sommer mit nackten Armen willkommen und stöhnte: «Fuck me up, it’s okay.» Mütter fürchten den Sonnenbrand. Sie fürchten ihn mehr als den Jugendrichter oder diesen ominösen Typen, mit dem man nie! nie! nie! mitgehen solle, auch wenn er einem Schokolade anbietet. Sie fürchten ihn mehr als den Tod, den krebsenden Tod, mit dem sie vor dem Sonnenbrand warnen. Und so ist also aus der ganzen gutgemeinten Mutterhysterie heraus, die einen den Nachmittag im schattigen Verliess zubringen liess, während alle draussen einen Geilen haben durften mit stolzer roter Birne, so ist also daraus seit frühester Kindheit eines klar: Sonnenbrand und Rebellion, das gehört irgendwie zusammen.

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Ach, Bundi

Mirko Schwab am Donnerstag den 18. Mai 2017

Er hat keine Website, dafür eine grosse Klappe. Und wir können ihm beim Klettern zuschauen, dem Emanuel Bundi: Autor, Performer, Unikat.

Der Berner Schriftensteller Emanuel Bundi und ein etwas wüster Hund. (Photo ©: ale, www.alexanderegger.ch)

Dieser Text hat folgendes Vorwort: Bundi ist ein guter Freund und wir küssen uns oft auf den Mund. Ob man denn Kritik betreiben könne an einem, den man auf den Mund küsst. Ob das nicht eben genau diese inzestuöse Kulturfuzi-Kuschelei sei, dieses freischaffende «einander am Anus chräbele», wie der Porträtierte selbst es formulieren würde. Dazu muss ich die Begriffe der Freundschaft und der Kritik etwas von ihrer mitgemeinten Unbedingtheit befreien. Zum einen ist es durchaus möglich, manchmal nötig, streng zu sein mit guten Freunden. Im Gegensatz zu flüchtigen Bekannten besteht bei ihnen wenigstens die Gewissheit, dass, sollte einer beleidigt sein, man sich einmal gepflegt auf die Haube geben könnte und gut ist. Zum anderen wird auch der Begriff der Kritik oft als unbedingt, als unbedingt negativ nun, verstanden. Wobei einander 1 runterzuholen natürlich keine wohlgesinnte Kritik sein kann, die sorgfältig begründete Bewunderung aber mit Sicherheit schon.

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Sohn des Zweifels

Mirko Schwab am Donnerstag den 11. Mai 2017

Es ist ein Geschenk unserer Zeit, dass wir über DJ-Sets schreiben dürfen in der Erscheinung als kleine Kunstwerke. Zum Beispiel letzthin dank Sképson.

Sképson, Produzent und DJ. Photo: Nicu Strobo (www.nschmid.ch)

Tobias Jakob ist ein stiller Mann und Schaffer. Keiner, der aus unsauberen Motiven hinter dem Pult stehen würde. Wegen den Girls oder den Gratisgetränken. Oder den geckenhaften Moves, mit denen Einfallslosigkeit an den Reglern gerne kompensiert wird: Kopfhörer lässig eingeklemmt zwischen Schulter und Ohr, der tätowierte Arm nach dem einen Potie ausgestreckt, als gälte es, eine Heldenstatue der eigenen Männlichkeit zu werden, bevor mit gymnastischer Verve der Bass gedroppt, gedienstleistet wird, an jener Stelle, da der Saal ihn nach sechzehn Takten verlangt hat, das Controlpad am Glühen, der Scheiss ist lit, schnell wieder hochziehen und sich dann laben in der Dusche verzückten Gekreisches aus der ersten Reihe. Nein, so einer ist er nicht.

Die Rechnung ist eine umgekehrte: Jakobs Bühnen-Ich Sképson steht da in recht unspektakulärer Konzentration. Wenn es einen gäbe, der seine Steuererklärung im Stehen ausfüllte, sähe das vielleicht ganz ähnlich aus. Der Witz kommt aus den Boxen. Verträumte Synthesizergewebe im Donnergrollen. Grollen, das über einen hereinbricht, wenn man sich gerade die Zigarette anzuzünden im Begriff ist. Das Unerwartete und Schelmische reitet immer mit auf Sképsons dringlichem Ritt durch wohlkuratierten Techno und Eigenkompositionen hie und da. Und der Zweifel: Jeder draufgängerischen Wendung scheint auch ein Rest Unsicherheit anzuhaften, die eben dort entsteht, wo die gängigen Regeln der eigenen intuitiven Kraft entgegenlaufen. Kunst halt.

Zuerst war das DJ-Set nicht mehr als die Summe seiner Bestandteile. Im besten Fall gut erlesene Stücke, so aneinandergereiht, dass niemand am Schwofen gehindert ward. Das Set aber als eigene Grösse, in der das Ausgelesene aufgeht in einer selbständigen Geschichte, es ist ein Geschenk unserer Zeit. Und Sképson, der ewige Zweifler, stille Draufgänger; ein wahrer Held derjenigen, die zum Tanzen auch die Ohren spitzen.

Aus dem Rössli, 27. April:

Sképson ist nur einer vom Label «Tiefgang Recordings», das die lebendige Berner Technoszene seit Jahren um eine bittersüsse Note bereichert.

Kulturbeutel 19/17

Milena Krstic am Montag den 8. Mai 2017

Die Krstic empfiehlt:
Auawirleben
#forreal: Am Donnerstag ist in der Dampfere der Auftakt zum Theaterfestival der freien Szene. Musikalische Rosine: Julian Sartorius spielt am Samstag um 22 Uhr im Festivalzentrum sein meditatives Techno-Set.

Frau Feuz empfiehlt:
Heute Abend zeigt die Musikfilm-Reihe «Song and Dance Men» in der Cinématte «Bunch of Kunst», eine Dokumentation über das grantige Rap-Duo Sleafort Mods aus Nottingham. Am Mittwoch liefern in der Turnhalle Esmerine dramatischen Soundtrack, wobei sich im instrumentalen Kammerrock-Quintett Mitglieder von Godspeed You! Black Emperor und Thee Silver Mt. Zion finden lassen.

Schwab empfiehlt:
Xiu Xiu

(dreizeilige Lobeshymne, die den Youtubelink ja doch unterläuft)
am Dienstag im Dachstock.

Der Urs empfiehlt:
Das kleine Festival der grossen Bands
(oder umgekehrt), erst die zweite Austragung und schon ein Klassiker! Im Dachstock, am Samstag. Wo sich die Grenze zwischen Bühne und Publikum auflöst und sich das Gemenge zu einem üblen Cocktail mischt – wird archaisch! Und wenn wir schon im R’N’R Verve sind – Gimme Danger – der Jarmusch-Dok über Jim Osterberg alias Iggy Pop aka the oldest sixpack alive und The Stooges, hell yea – im Kino Rex Bern natürlich.