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Kulturbeutel 29/17

Milena Krstic am Montag den 17. Juli 2017

Die Krstic empfiehlt:
Waren Sie schon bei der magischen Mandel aka magnetischen Allmend? Falls nicht, könnte sich diese Woche für einen Besuch anbieten. Dort gibt es ab Mittwoch nämlich einen Videospaziergang zu erleben, geleitet vom Multimedia affinen Philip Ortelli, der uns die Skulptur von Serge Brignoni näherbringen will. Sie wissen nicht, von welcher Skulptur die Rede ist? I dänk o nid und gerade drum geh ich hin.

Der Urs empfiehlt:
Raus an die frische Waldluft mit Sack, Pack und Radio. Letzteres braucht ihr Tagediebe nämlich, wenn ihr euch ab Mittwoch nach Schniggene bei Brenzikofen begebt, ans «Boui-Boui» nämlich, dem legendären Musik- und Kleinkunstfestival. Dort braucht man nebst  tragbarem Rundfunkempfänger nichts mehr, als einen freien Geist, um unaufgeregt Momente des Staunens, Lachens und guten Lebens zu geniessen. Klingt fair, nicht? Aber bitte mit ÖV anreisen!
Und heute Montagabend geht doch in die Cinématte und gönnt euch SON OF A FOOL – ein Streifen über eine Zirkus-Theater-Compagnie im Ausnahmezustand und die Odyssee eines Sohnes auf der Suche nach seinem Vater. Hab letzte Woche mit dem Regietypen gequatscht und der wirkte schön rastlos. Gute Voraussetzung für tollen Film – dacht ich mir – drum der Tipp, geht schauen und sagt Bescheid.

Fischer empfiehlt:
Die Radio Bollwerk Sommertour ist am Mittwoch zu Besuch im Lorrainebad. Lokalmatador Mastra verspricht einen Mix von Improvisationsdrang und Perfektionsstreben, leider nur bis kurz vor acht. Ach ja, die Nachbarn.

Mirko Schwab empfiehlt:
Ebenfalls «Boui-Boui». Doppelt gehypet hält halt besser. Und weil der Urs die Rahmenbedingungen schon so farbig ausgemalt hat, hier ein paar musikalische Empfehlungen darüberhinein: Am Mittwoch lofi und legit eingrooven mit Bloglady Milena Patagônia, den Zivilisationsfrust kathartisch wegfegen mit Liedreiterpunk Roger F. und schliesslich einmal schnausen in der Synth-Pop-Confiserie von Sophie Adams Namaka. Der Donnerstag hält nebst den enfants terribles des Quartierraps FHG auch die Blues-Checker The Konincks bereit, die alltbewährtes bis angegoren-abgehangenes so spielen, dass es einen frisch dünkt. Am Freitag dann bei den betörenden Naked In English Class vorbei, weil düster-lüsternste Farbgebung des Festivals und auch die Nkonsonkonson Star Band würd ich nicht missen – Highlife und Afrobeat ergreifen den kleinen weissen boi-boi auch fast genau 20 Jahre nach Fela Kutis Tod noch immer mit den dringlichsten Tanzrhythmen. Und zum samstäglichen Abschluss gilts die mit Stimmgewalt und Humor auftrumpfende Sarah Reid anzuhören, Indie-informierte Seelenmusik ist ihr Terrain und Nobody Reads heisst das entsprechende Dreigespann.

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