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Frisch gepresst #6 «Miszellen»

Gisela Feuz am Mittwoch den 10. Mai 2017

Die KSB-Serie «Frisch gepresst» Bringt zum Vorschein, was in feuchten Kellerstudios und synthesizerbestückten Dachböden unserer Stadt an Mukke produziert wird – vornehmlich Elektronisches, aber grundsätzlich alles, was direkt ab Presswerk bei Konfuzius Rihs im MK landet. Oder ausnahmsweise auch mal im Briefkasten der Frau Feuz.

Der Berner Noise-Pionier Strotter Inst. alias Christoph Hess betätigt sich nicht nur als Musiker, sondern bastelt auch leidenschaftlich gerne Klangobjekte und Installationen. Entsprechend steht die Abkürzung «Inst.» sowohl für «Instrument» als auch für «Installation», wobei im Fall von Strotter Inst. nicht von gängigen Instrumenten wie Waldhorn, Gitarre oder Synthesizer die Rede sein kann. Es sind Plattenspieler, die bei Strotter Inst. dran glauben müssen, beziehungsweise mit normalen Nähnadeln und Gummibändern zu abenteuerlichen Klanggebilden gepimpt werden. Dabei entsteht denn auch der für Strotter typisch «unsaubere» Klang.

Für sein neustes Werk «Miszellen», eine 180 Gramm schwere Doppel LP aus weissem Vinly, hat sich der Herr Strotter nun auch als Regisseur betätigt, und zu fast jedem der Miszellen-Stücke einen passenden Video-Clip zusammengeschnitten, wobei aber auch hier nicht von Musik-Videos im gängigne Sinn die Rede sein kann. Alles eben ein bisschen anders im Hause Strotter Inst. Zum Glück auch.

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