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Keinzigartiges Lexikon: Folge 16

Gisela Feuz am Dienstag den 18. April 2017

Der Berner Schriftsteller Giuliano Musio spürt für KSB jede Woche einen heimlichen Verwandten eines vermeintlich einzigartigen Begriffs auf. Manuel Kämpfer illustriert ihn.

Heute: Der Trikini
Der Trikini ist ein Damenbadeanzug, der aus Oberteil, Unterteil und einer linken Socke besteht. Heute kann man sich kaum mehr vorstellen, warum man den modischen Dreiteiler nicht früher erfunden hat. Er sieht nicht nur sexy aus, sondern ist auch überaus praktisch: Wer einen Trikini trägt, kann problemlos auf einem Bein über den heißen Sand hüpfen, und Trikini-Fans klagen nie über Sonnenbrand am linken Fuß. Gelegentlich wird die Bezeichnung „Trikini“ kritisiert: Sie suggeriere, dass „Bikini“ die lateinische Vorsilbe „bi“ für „zwei“ enthalte, obwohl der Name auf ein Südsee-Atoll zurückgehe. Mit dem Trikini verhält es sich allerdings ähnlich: Er wurde auf dem südjapanischen Hügel Trikini-Oka erfunden; der Gleichklang mit „Bikini“ ist rein zufällig.


Trikini-Trägerinnen müssen nie fürchten, von einem Einsiedlerkrebs in den linken großen Zeh gezwackt zu werden.

Nächste Woche: Das Dünnicht

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