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Kulturbeutel 12/17

Milena Krstic am Montag den 20. März 2017

Die Krstic empfiehlt:
Unplush,
Berns internationale zusammengepuzzelte Tanzkompanie, zeigt am Samstag in der Turnhalle das Stück «Fried Air». Das wird so, wie Sie sich ein Tanzstück eigentlich nicht vorstellen würden. Was tatsächlich dahintersteckt, steht am Donnerstag in der Berner Woche. 

Mirko Domingo empfiehlt:
Sie sind auch wütend? Heraus zum «Headbangersball» an der Scheibenstrasse 64. Dort wird gemurrt, gegurgelt und gebrüllt und mit beiden Doppelbass-Füssen das letzte Restchen Selbstmitleid aus Ihnen herausgeknüppelt. Klingt sympathisch? Oral Fistfuck, Cremation, Carnal Decay und natürlich meine liebsten Brutalo-Mathematiker von Sulphur Sun sorgen am Samstag für … nun ja, «Aural Fistfuck» triffts wohl recht gut. Einstimmen sollte man sich indes schon morgen im Ross: Brutus aus dem rauen Belgien nisten sich ein zwischen Indie-informiertem Selbstmitleid und besagtem Fistfuck. Ein schönes Wort: Fistfuck Fistfuck Fistfuck.

Frau Feuz empfiehlt:
……………………. Sie verzeihen, Grossmutter Feuz musste erst mal «Fistfuck» googeln. Die heutige Jugend. Ich bin erschüttert. Herr Domingo, Sie schreiben jetzt auf der Stelle 100x «ich soll nicht so wüste Wörter wie ‘Fistfuck’ gebrauchen» in Ihr Aufgabenbüchlen. Sie, werte Leserschaft, dürften was anderes schreiben: Angenda aufmachen und am Mittwoch die 80. Ausgabe von Pixmix in der Dampfzentrale eintragen. Dann blättern Sie ein paar Seiten vor und schreiben am Samstag Kino Reitschule rein, dort wird nämlich Girl Power gezeigt, ein Dokumentarfilm, welcher Ladies porträtiert, die sich in der nomaleweise männlich dominierten Grafittiszene tummeln.

Der Urs empfiehlt:
Lago mio – pornism Slang in der Gang! Dagegen hilft nur die volle Kelle Kontrastprogramm, etwas Abgehobenes am besten, hmm – schon mal was vom «Spatial turn» gehört vielleicht? Von der topologischen Wende? Nein? Raumtheorie und so, gibts spannende Bücher zu, war ein wichtiger  sozialwissenschaftlicher Paradigmenwechsel. Weniger Raum der Zeit, dafür mehr Zeit dem Raum, vereinfacht. Zu abstrakt? Nun denn, ab zum Praxisunterricht im Raum am Terrassenweg – eine der besten Lehrstuben für Abstraktes sowieso – diesen Samstag, ab zweiundzwanzighundert , mit Héliodrome. Experimenteller Rap mit psychoaktiven Beats, aus Kanada, Geheimtipp, mit besten Grüssen.

Prof.«Brötlifresser» der Urs

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