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Psychedelische Peyote-Pailletten

Gisela Feuz am Donnerstag den 10. Oktober 2013

Wofür das E im Bandnamen von The E’s steht, darüber kann hier nur spekuliert werden. Ausschliessen kann man wohl die Partydroge Ecstasy als Namensgeberin, denn wenn sich die beiden Herren von The E’s nach einer Droge benannt hätten, würden sie wohl eher The LSDs heissen. Oder The Peyotes. Tatsächlich wurden da beim gestrigen Konzert von The E’s im Rössli Assoziationen mit Hunter S. Thompsons «Fear and Loathing in Las Vegas» heraufbeschworen. Wie wenn man auf irgendwelchen psychedelischen Drogen stundenlang staunend und seligst die Struktur einer Tapete studieren würde, etwas so klingen the E’s.

Die beiden Herren nahmen sich gestern Zeit, ihren (ja, Einzahl) Song aufzubauen, begannen mit fragilem Gitarrengefrickel, bauten dann mit Loop-Gerät, Drum, Keyboard und Gesang repetitiv Schicht um Schicht dazu, wobei den einzelnen Elementen ausreichend Zeit gelassen wurde, sich zu entfalten. Sehr schön war das. Man hätte sich durchaus gerne noch ein bisschen länger in diese Klangtapete versenkt.

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«Lut chöi si», war dann die Erkenntnis beim Konzert des Spacerock-Trios White Hills. Selbst der hauseigene Tontechniker schüttelte den Kopf ob der mörderischen Lautstärke der New Yorker. Diese konnten allerdings nicht nur laut, sondern ebenfalls bestens psychedelisch. Markige Stonerrock-Gitarrenriffs, hypnotische, mehr gesprochene als gesungene Vocals und ausufernde Experimentierfreude machen die typische Vielschichtigen von White Hills aus. Und gestern natürlich das Outfit von Madame Ego Sensation am Bass. Fazit: Mehr Ladies, Glamour und Pailletten für die psychedelische Gemeinde!

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