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Momente im Kulturjahr 2012: Meine Favoriten (3)

Roland Fischer am Freitag den 28. Dezember 2012

Es gab ihn nicht, den Moment im Berner Kulturjahr, aber es gab einige dieser Momente, wo man wusste, was man an dieser Stadt hat und warum das Berner Kulturleben ein durchaus gesundes ist, dem allgegenwärtigen Lamento zum Trotz.

Wo sonst auf der Welt wird eine Plattentaufe zunächst einmal in einem eher unpraktischen und viel zu engen Hinterhof gefeiert, bevor es offiziell in die grossen Säle geht? Lunik zauberten einen dieser Bern-Momente hinter das Parterre, ohne Exklusivitäts-Brimborium, einfach weil es schön ist, an einem Sommerabend mit ein paar Freunden zu musizieren. Das Bone-Festival zauberte einige weitere solche Momente ins und rund ums Schlachthaus - schöne und schräge, rätselhafte und herzerwärmende.

Apropos schön und schräg: Da hat ein Berner Regisseur für zwei ganz verschiedene bleibende Momente gesorgt. Till Wyler von Ballmoos hat zunächst an der Biennale ein wildwucherndes, 169stündiges Musiktheaterirgendwas in den Progr-Dachstock gebaut, um ein paar Monate später den Lenzschen Goalie mit sicherer Hand (und dieses Mal weitgehend auf Experimente verzichtend) auf die Vidmar-Bühne zu bringen. Beide Male ist man sehr gern eingetaucht in diese Lichtjahre entfernten Theaterkosmen.

Am nachhaltigsten gewirkt hat aber bestimmt ein Abend im April, als ich das erste Mal unter das Dach des neuen Filmhauses an der Sandrainstrasse gestiegen bin. Dieser Raum, diese Atmosphäre - das Lichtspiel lebt!

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