schliessen

Dance Mission mit Jesus

Christen haben am Samstag auf dem Bundesplatz für den lieben Gott getanzt. «Haupstädter»-Blogger Erdmann hat zugeschaut.

Um Himmels Willen, was war denn da auf dem Bundesplatz los? Zu lauter Musik wurde da allerhand religiöser Rabatz betrieben. Bei der christlichen Tanzveranstaltung «Up to Faith» trafen sich rund 300 Menschen, die wirklich sehr auf Gott und Jesus stehen, um für ihre Helden zu tanzen. Wer nun an ein paar anmutige Schritte zu bedächtigen Chorälen denkt, könnte falscher nicht liegen. Hier versammelte sich eine neue Generation von Gottesanhängern. Etwas weniger Hexenjagd, etwas mehr Grossraumdisko.

Jesus, was war denn das für Musik? Aus den gigantischen Boxen dröhnte eine Art akustische Selbstkasteiung auf Eurodance-Basis. Den Christen schien das nichts auszumachen, die waren alle verdammt glücklich, schon fast unheimlich glücklich. Mit dickem Dauergrinsen im Gesicht wurde also mehrmals zum immer selben Song eine Choreographie aufgeführt, die gleichermassen an 90er-Boygroup-Videoclips und Militärparaden erinnerte.

Mein Gott, was hatten die den für Sachen an? Da hatte es schon ein paar Kuriositäten darunter. Da gab es T-Shirts mit Aufdrucken wie «blessed», «worshipaholic» oder, bestimmt ein Kassenschlager des christlichen T-Shirt-Gewerbes, «Chill Mom, I don’t drink tonight». Mehrere Gottestänzer warben mit ihrer Kleidung für eine Art Facebook für Gläubige. Der Name der Plattform, Achtung, jetzt wirds originell: Faithbook. Dann gab es noch die schon etwas älteren Frauen mit wildem Haar und knöchellangen Röcken, die beinahe noch mehr damit beschäftigt waren, ihre Batiktücher durch die Luft zu wirbeln, als Jesus zu lieben.

Jesses Maria, wo schauten die bloss immer alle hin? In christlichen Tanzchoreographien ist es anscheinend von grosser Bedeutsamkeit so oft wie es nur geht gen Himmel zu glotzen und dabei sehr dankbar aus der Wäsche («blessed»-T-Shirt) zu schauen. Den neutralen Zuschauer mag dieses Verhalten an ein Kind erinnern, das ständig zu seinen Eltern schaut, um sicher zu gehen, dass diese es auch sehen, wenn es vom 1-Meter-Brett springt.

Herr im Himmel, was wurden da für Reden geschwungen! Wenn das Kasteiungs-Lied gerade Pause hatte, um danach nochmals und nochmals und sicher noch einmal mehr gespielt zu werden, wurde gepredigt. Das war ganz schön heftig. Dem neutralen Zuschauer dürfte es völlig neu gewesen sein, dass Jesus die Schweizer als auserwähltes Volk sieht, das die Welt retten wird. Jesus muss sowieso ein Mordskerl sein. Laut verschiedenen Redner kämpft er an vorderster Front gegen den Welthunger und wird bald die von Boko Haram entführten Mädchen befreien. Deshalb sei es eben sehr wichtig, dass man in einer Beziehung mit Jesus lebt. Falls Sie sich nun darauf einlassen wollen, vergessen Sie nicht Ihren Faithbook-Beziehungsstatus zu ändern.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 19. Mai 2014

37 Kommentare

  1. Gregor Schaller says:

    ….zum Glück nur eine Minderheit! Alle haben ein Recht auf ihre ganz persönlichen Illusionen.

  2. Léa says:

    Super all diese Menschen die Gott ehren und anbeten und loben und preisen. Ich wünsche dass Herr Erdmann Jesus auch kennenlernt, nur so kann er verstehen was in diesen Leuten vorgeht.

    • Marie says:

      Lieber Herr Erdmann

      Ich mag Ihren Schreibstil, inhaltlich finde ich den Beitrag einfach nur peinlich, fast ein bisschen beschämend, nicht? Weshalb es nötig ist, diese Aktion dermassen vernichtend und abschätzend darzustellen, ist mir ein grosses Rätsel, nicht zuletzt weil ich von einem Beitrag im „Der Hauptstädter“ einiges mehr an Niveau, Respekt sowie Toleranz gegenüber solchen Gruppierungen erwartet hätte. Und verstehen Sie mich nicht falsch, ich kann mit dem Anlass auch nicht wirklich etwas anfangen, aber wieso gleich so vernichtend? Absurd, sowas im aufgeklärten 2014….

    • h.-p. scheidegger says:

      Nein, DIESEN GOTT sollten Sie, Herr Erdmann, dem ich hier für seinen Artikel gratuliere, bitte nicht kennenlernen, denn DIESER nervt nur, und zwar gewaltig, weil er so arrogant penetrant daherkommt. Man stelle sich doch nur die Katastrophe vor: Sie kommen in den HIMMEL und werden dann mit solcher Musik für alle Zeiten zugedrönnt. Und dann noch solche Leute, wie hier beschrieben. Das ist die HÖLLE!

  3. peter bichsel says:

    Das die Aktion an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist & diese Art der Frömmigkeit durchaus angezweifelt werden darf/sollte/kann, liegt auf der Hand. Jedoch stört mich als frommer Mensch eher die Botschaft, resp. die undifferenzierte Denkweise dieser Kreise – darüber könnte man schreiben. Ob der Autor aber die Eier hätte, so einen Bericht über Homosexuelle, Moslems oder eine andere Randgruppe zu schreiben, darf doch schwer bezweifelt werden. Daher: reiner Hipster-journalismus…

    • Beno Meier says:

      Angenommen die Eier wären vorhanden und eine EMRK gäbe es nicht :
      Wie und wo, werter Herr Bichsel würden sie einen solchen Artikel über Homos / Moslems platzieren, ausser in einem Neonaziblog?

    • Roland Keller says:

      Lieber Herr Bichsel, danke vielmals für Ihren Kommentar. Besonders der Ausdruck Hipster-Journalismus ist treffend. Hipster-Journalismus – wunderbarer Begriff…

    • Martin Suter says:

      Ah, weil der Autor in ihrem fiktiven Szenario (in dem sie auch seine Handlungen vorwegnehmen) ihrer Meinung nach versagt ist sein realer Artikel nichts wert? Abgesehen davon, dass man so für und gegen alles argumentieren kann und das Argument somit wertlos wird, ist es auch ein bisschen Kindergarten, finden sie nicht?
      Nebenbei, die Veranstaltung war wirklich sehr peinlich.

  4. Irene feldmann says:

    Das Anderstsein, denken sollte toleriert werden solange es nicht dominierend überhand nimmt . In der Regel stören uns Dinge sehr welche, indirekt DOCH etwas mit uns zu tun haben….

  5. U. Abegglen says:

    Martin Erdmann fühlt sich offensichtlich irgendwo doch persönlich betroffen. Hat es mit seiner Vergangenheit zu tun? Schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht? Vom Leben enttäuscht worden? Ich frage nur, weil Ihr Beitrag so abwertend geschrieben ist, ja regelrecht ins Lächerliche ziehen Sie diese Gläubigen und dies in einem christlich geprägten Land. Schreiben Sie doch einmal in diesem Stil einen Beitrag über Ihren Besuch in einer Moschee…. überlegen Sie mal, was für Sätze dabei rauskommen würden… das würde an keiner Redaktionsprüfung vorbei gehen…

  6. henriette says:

    Herr Erdmann, könnte es sein, dass es wirklich wichtig ist in einer Beziehung zu Jesus, Gott, zu leben? Martin Erdmann blickt mich auf einem schwarz umrandeten und in rot gehaltenen Konterfei finster an. Täuscht mein Eindruck?

    • Urs says:

      Wieso? Als Erwachsene(r) sollte man ohne imaginären Freund ein sinn- und freudvolles Leben leben können. Ich tu’s und vermisse nichts, nicht im Geringsten. Ich brauche weder die Androhung von Höllenqualen, um Empathie und Toleranz leben zu können oder meiner Partnerin treu zu sein, noch das Versprechen einer jenseitigen, besseren Welt, um mich von den Mühen und Strapazen des diesseitigen Lebens abzulenken. Ich kann mich frei von Angst meinen Träumen und Zielen widmen und koste jeden Moment dieses einen Lebens, das ich habe, bis zur Neige aus; ich fühle mich kein bisschen schlecht dabei.

  7. Sonusfaber says:

    Ein Gott, der eine derart grausame Welt wie die unsere erschaffen hat, obwohl er, da allmächtig und allwissend, eine tausend- und abertausendmal glücklichere hätte erschaffen können, ein solcher Gott muss logischerweise der grausamste, mitleidloseste und psychopathischste Tyrann sein, den es je gegeben hat. Und was machen seine Handlanger? Sie verehren ihn – nun auch auf dem Bundesplatz! Ja, tagaus, tagein erweisen sie ihrem unermüdlichen und einfallsreichen Peiniger die höchste Ehre, obwohl er uns alle seit Menschengedenken auf dieser Erde schmoren lässt ….

  8. Daniels Baumgartner says:

    man kann den Anlass peinlich finden, aber Ihre respektlose Art, darüber zu schreiben, finde ich genau so peinlich. ein kirchenverwandtes Vokabular zu gebrauchen, macht sich sicher gut in einem Artikel über Kirchen, aber dass Sie es auf das Fluchen beschränken, entlarvt den Schreiber als eng oder unvermögend. der Artikel hätte durchaus interessant werden können, wenn Sie diese Veranstaltung journalistisch aufgearbeitet hätten statt einfach platt zu beschreiben. dieser Artikel ist sein “Papier“ nicht wert!

  9. Iméon says:

    Beeindruckend, wie differenziert, informativ und tolerant dieser Beitrag verfasst wurde. Das muss wohl ein Genie gewesen sein. “Hipster-Journalismus” scheint mir ein adäquate Erklärung…

    • Urs says:

      Naja, was da unter dem Deckmantel der eindeutig evangelikal geprägten “persönlichen Beziehung mit Jesus” noch alles an Intoleranz (z. B. gegenüber Homosexualität), Undifferenziertheit (z. B. gegenüber anderen Kulturen) und Desinformation (z. B. bezüglich Wissenschaft etc.) auf uns zu kommen wird, ist auch nicht ohne…

  10. Pee-us (der Regenmacher) says:

    Viele junge Leute verschreiben sich einem mittelalterlichen Lebensstil, welcher etwas aufgefrischt durch die Evangelikaner (zB. ICF) und andere christliche Sekten in modernem Gewand daher kommt. Während meiner Schulzeit kamen öfters Sektenmitglieder um gezielt Schüler anzuwerben. Jene welche in Biologie, Geschichte und Religionsunterricht aufgepasst hatten, fanden es amüsant mit den Gehirngewaschenen zu diskutieren, andere gingen an deren Events und tanzen heute für Jesus. Ich finde man sollte wenigstens Minderjährige vor solchen Methoden schützen und Organisationen welche so vorgehen büssen.

  11. Roli Müller says:

    Martin Erdmann scheint der Prototyp eines säkularisierten und entsprechend verblödet/verblendeten Jünglings zu sein. Keine Ahnung von nichts, davon aber viel und überheblich dazu.

    • Urs says:

      Herr Müller, sie wollen also lieber zurück zur vorsäkularen, theokratischen Schweiz? In welcher die ach so unverblödete und unverblendete christliche Ordnung und Moral zu so hübschen Veranstaltungen wie Hexenverbrennungen und Ketzerfolter geführt hat? Ich denke, Sie würden sich die Errungenschaften der Säkularisierung schneller zurückwünschen, als Sie es sich vorstellen können…

    • Martin Suter says:

      Sie bezeichnen ihn als verblödet und verblendet und, wie es scheint, sehen sich dazu berechtigt, weil sie älter sind als er.
      Kann es sein, dass sie der Prototyp des verbitterten alten Mannes sind, der die Welt nicht mehr versteht?

  12. Max says:

    Was hier geschah, verstehen Sie leider offensichtlich nicht. Da geht es um mehr, als Sie mit ihren Augen und Ohren wahrnehmen können. Und Sie werden es auch nicht verstehen, weil Sie so von Vorurteilen und negativen Gedanken eingenommen sind, dass Sie kaum merken können, was hier abgeht. Was hat ein gescheiter Mensch schon vor 2000 Jahren gesagt? ” Menschen, die sich auf ihre natürlichen Fähigkeiten verlassen, lehnen ab, was der Geist Gottes enthüllt. Es kommt ihnen unsinnig vor. Sie können nichts damit anfangen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann.” Bibel, 1. Kor 2.14

    • Martin Suter says:

      So gescheit kann der Mensch von vor 2000 Jahren nicht gewesen sein, wenn ihm nicht bewusst war, dass der Geist auch zu den natürlichen Fähigkeiten der Menschen gehört.
      Ich denke, ein Atheist kann durchaus nachvollziehen, worum es geht, besser als die Betroffenen selbst, da im allgemeinen Psychotiker sich ihrer Psychose nicht bewusst sind.

    • Fabian says:

      Mir kommt nicht der Glaube unsinnig vor, sondern Eurodance.
      Diese Choreos, verbunden mit Bekehrungspredigten sind mit einem Paulusvers relativ schwer zu rechtfertigen…

  13. fufi says:

    Tja, bloss weil Jesus als “Lamm Gottes” bezeichnet wird,
    agnus dei, heisst’s so schön,
    aber jedenfalls:
    Ich verstehe noch immer nicht, weshalb sie denn selbst sich
    wie Schafsgrinde gebärden.

    Bin übrigens Theologe und
    “gläubiger” Christ!

  14. Catherine says:

    Was hätte Herr Erdmann geschrieben, wenn die Christen mit Bomben gekommen wären? Herr Erdmann ist ihnen klar der Unterschied zwischen Christen die tanzen und singen während Religionen töten und verfolgen? das allein hätte könne dazu führen ein gutes Wort zu schreiben. Aber nein! ihr wollt das Christentum nicht, ihr werdet Mohammed bekommen ob ihr wollt oder nicht, niemand wird euch fragen und dann viel Spass!

    • Urs says:

      Angesichts der fatalen Folgen von Kampagnen amerikanischer Evangelikaler und des katholischen Klerus in Afrika gegen Homosexualität (Verfolgung und drastische Bestrafung Homosexueller), gegen Verhütung (HIV-Epidemien) und gegen “Witchcraft” (Verstümmelung und Tötung von Menschen, oft Kinder, die für Hexen gehalten werden), wirkt ihr Kommentar schon fast zynisch. Und da sie andere Religionen für deren Extremisten zur Verantwortung ziehen, können sie sich hier nicht die bequeme “no-true-scotsman”-Ausrede bringen.

    • Martin Suter says:

      Und wenn ein bekloppter Taliban in Afghanistan eine Bombe wirft, macht das diese Veranstaltung nicht weniger peinlich.

    • Martin Suter says:

      Nebenbei: ist das ihre Weltsicht? Jesus oder Mohammed und man muss sich entscheiden?
      Sie wissen, dass es noch andere Religionen gibt? Oder man auch einfach darauf verzichten kann?
      Probieren sie’s mal, es lebt sich viel befreiter und angenehmer…

  15. Manfred Münger says:

    finfach nur peinlich, wie der Autor sich arrogant über eine minderheit lustig macht. wäre der text über eine andere gruppe, wären alle am schreien. dass der bund solch braunes gedankengut verlinkt, spricht nicht gerade für das traditionsblatt.

    • Urs says:

      Solche leichtfertigen und unangemessenen Nazi-Vergleiche sind ebenfalls einfach nur peinlich und bagatellisieren die wahren Gräuel der Nazizeit. Sie haben mit ihrem Kommentar “Godwin’s Law” wieder einmal anschaulich bestätigt…

    • Manfred Münger says:

      wo lesen sie was von den nazis?? intoleranter müll zu verbreiten hat meiner meinung nach sehr wohl was mit “braunem gedankengut” zu tun..

    • Urs says:

      @ Münger: Googeln sie doch einfach mal den Begriff “braunes Gedankengut”, Herr Münger. Das “braun” bezieht sich nicht etwa auf Exkremente, sondern auf eine faschistische Gesinnung. Das ist ein fester umgangssprachlicher Begriff, den sie offenbar bisher komplett missverstanden haben.

    • Manfred Münger says:

      lieber urs, schreiben sie doch noch was über hexenverbrennung und homophobie und machen sie dann anderen einen vorwurf, sie machen nazi vergleiche obwohl diese gar nie einen vergleich gemacht haben.

  16. Martin Fischer says:

    Dass da ein Journalist mit Einwilligung der Chefredaktion eine solche Tirade gegen den Mordskerl Jesus fahren kann, ist unglaublich! Wo denn wären etwa die Erklärung der Menschenrechte, der Kampf gegen die Sklaverei, die erkämpften Frauenrechte, unsere moderne Krankenpflege, der weltweite Einsatz des Roten Kreuzes ohne den Kampf dieses Jesus mit dem eigenen Leben um Gerechtigkeit, Liebe, Wahrheit. Sie alle fussen geschichtlich nachgewiesen im Leben dieses Jesus. Dass sein Bodenpersonal bis heute sich damit schwer tut, Schrecklichstes im Namen der Religion verbrochen hat … Ihm sei’s geklagt

    • Martin Suter says:

      “Sie alle fussen geschichtlich nachgewiesen…” – Äh… nein. Einfach… nein.
      Freundliche Grüsse

      Ein Historiker

  17. Philipp says:

    Vielleicht hilft die Bibel zum Verständnis:
    Als die Menge in der “Stadt Davids” ankam, schaute Davids Frau Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster. Sie sah, wie der König hüpfte und tanzte, und verachtete ihn dafür … als ihm Michal schon entgegenkam. “Ach, wie würdevoll ist heute der Herr König vor seinem Volk aufgetreten!”, spottete sie. “Bei deiner halb nackten Tanzerei hast du dich vor den Sklavinnen deiner Hofbeamten schamlos entblößt. So etwas tut sonst nur das Gesindel!” David erwiderte: “Ich habe dem Herrn zu Ehren getanzt.
    … und ihm zu Ehren will ich auch künftig tanzen.

Alle Kommentare zeigen
  1. Gregor Schaller says:

    ….zum Glück nur eine Minderheit! Alle haben ein Recht auf ihre ganz persönlichen Illusionen.

  2. Léa says:

    Super all diese Menschen die Gott ehren und anbeten und loben und preisen. Ich wünsche dass Herr Erdmann Jesus auch kennenlernt, nur so kann er verstehen was in diesen Leuten vorgeht.

    • Marie says:

      Lieber Herr Erdmann

      Ich mag Ihren Schreibstil, inhaltlich finde ich den Beitrag einfach nur peinlich, fast ein bisschen beschämend, nicht? Weshalb es nötig ist, diese Aktion dermassen vernichtend und abschätzend darzustellen, ist mir ein grosses Rätsel, nicht zuletzt weil ich von einem Beitrag im „Der Hauptstädter“ einiges mehr an Niveau, Respekt sowie Toleranz gegenüber solchen Gruppierungen erwartet hätte. Und verstehen Sie mich nicht falsch, ich kann mit dem Anlass auch nicht wirklich etwas anfangen, aber wieso gleich so vernichtend? Absurd, sowas im aufgeklärten 2014….

    • h.-p. scheidegger says:

      Nein, DIESEN GOTT sollten Sie, Herr Erdmann, dem ich hier für seinen Artikel gratuliere, bitte nicht kennenlernen, denn DIESER nervt nur, und zwar gewaltig, weil er so arrogant penetrant daherkommt. Man stelle sich doch nur die Katastrophe vor: Sie kommen in den HIMMEL und werden dann mit solcher Musik für alle Zeiten zugedrönnt. Und dann noch solche Leute, wie hier beschrieben. Das ist die HÖLLE!

  3. peter bichsel says:

    Das die Aktion an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist & diese Art der Frömmigkeit durchaus angezweifelt werden darf/sollte/kann, liegt auf der Hand. Jedoch stört mich als frommer Mensch eher die Botschaft, resp. die undifferenzierte Denkweise dieser Kreise – darüber könnte man schreiben. Ob der Autor aber die Eier hätte, so einen Bericht über Homosexuelle, Moslems oder eine andere Randgruppe zu schreiben, darf doch schwer bezweifelt werden. Daher: reiner Hipster-journalismus…

    • Beno Meier says:

      Angenommen die Eier wären vorhanden und eine EMRK gäbe es nicht :
      Wie und wo, werter Herr Bichsel würden sie einen solchen Artikel über Homos / Moslems platzieren, ausser in einem Neonaziblog?

    • Roland Keller says:

      Lieber Herr Bichsel, danke vielmals für Ihren Kommentar. Besonders der Ausdruck Hipster-Journalismus ist treffend. Hipster-Journalismus – wunderbarer Begriff…

    • Martin Suter says:

      Ah, weil der Autor in ihrem fiktiven Szenario (in dem sie auch seine Handlungen vorwegnehmen) ihrer Meinung nach versagt ist sein realer Artikel nichts wert? Abgesehen davon, dass man so für und gegen alles argumentieren kann und das Argument somit wertlos wird, ist es auch ein bisschen Kindergarten, finden sie nicht?
      Nebenbei, die Veranstaltung war wirklich sehr peinlich.

  4. Irene feldmann says:

    Das Anderstsein, denken sollte toleriert werden solange es nicht dominierend überhand nimmt . In der Regel stören uns Dinge sehr welche, indirekt DOCH etwas mit uns zu tun haben….

  5. U. Abegglen says:

    Martin Erdmann fühlt sich offensichtlich irgendwo doch persönlich betroffen. Hat es mit seiner Vergangenheit zu tun? Schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht? Vom Leben enttäuscht worden? Ich frage nur, weil Ihr Beitrag so abwertend geschrieben ist, ja regelrecht ins Lächerliche ziehen Sie diese Gläubigen und dies in einem christlich geprägten Land. Schreiben Sie doch einmal in diesem Stil einen Beitrag über Ihren Besuch in einer Moschee…. überlegen Sie mal, was für Sätze dabei rauskommen würden… das würde an keiner Redaktionsprüfung vorbei gehen…

  6. henriette says:

    Herr Erdmann, könnte es sein, dass es wirklich wichtig ist in einer Beziehung zu Jesus, Gott, zu leben? Martin Erdmann blickt mich auf einem schwarz umrandeten und in rot gehaltenen Konterfei finster an. Täuscht mein Eindruck?

    • Urs says:

      Wieso? Als Erwachsene(r) sollte man ohne imaginären Freund ein sinn- und freudvolles Leben leben können. Ich tu’s und vermisse nichts, nicht im Geringsten. Ich brauche weder die Androhung von Höllenqualen, um Empathie und Toleranz leben zu können oder meiner Partnerin treu zu sein, noch das Versprechen einer jenseitigen, besseren Welt, um mich von den Mühen und Strapazen des diesseitigen Lebens abzulenken. Ich kann mich frei von Angst meinen Träumen und Zielen widmen und koste jeden Moment dieses einen Lebens, das ich habe, bis zur Neige aus; ich fühle mich kein bisschen schlecht dabei.

  7. Sonusfaber says:

    Ein Gott, der eine derart grausame Welt wie die unsere erschaffen hat, obwohl er, da allmächtig und allwissend, eine tausend- und abertausendmal glücklichere hätte erschaffen können, ein solcher Gott muss logischerweise der grausamste, mitleidloseste und psychopathischste Tyrann sein, den es je gegeben hat. Und was machen seine Handlanger? Sie verehren ihn – nun auch auf dem Bundesplatz! Ja, tagaus, tagein erweisen sie ihrem unermüdlichen und einfallsreichen Peiniger die höchste Ehre, obwohl er uns alle seit Menschengedenken auf dieser Erde schmoren lässt ….

  8. Daniels Baumgartner says:

    man kann den Anlass peinlich finden, aber Ihre respektlose Art, darüber zu schreiben, finde ich genau so peinlich. ein kirchenverwandtes Vokabular zu gebrauchen, macht sich sicher gut in einem Artikel über Kirchen, aber dass Sie es auf das Fluchen beschränken, entlarvt den Schreiber als eng oder unvermögend. der Artikel hätte durchaus interessant werden können, wenn Sie diese Veranstaltung journalistisch aufgearbeitet hätten statt einfach platt zu beschreiben. dieser Artikel ist sein “Papier“ nicht wert!

  9. Iméon says:

    Beeindruckend, wie differenziert, informativ und tolerant dieser Beitrag verfasst wurde. Das muss wohl ein Genie gewesen sein. “Hipster-Journalismus” scheint mir ein adäquate Erklärung…

    • Urs says:

      Naja, was da unter dem Deckmantel der eindeutig evangelikal geprägten “persönlichen Beziehung mit Jesus” noch alles an Intoleranz (z. B. gegenüber Homosexualität), Undifferenziertheit (z. B. gegenüber anderen Kulturen) und Desinformation (z. B. bezüglich Wissenschaft etc.) auf uns zu kommen wird, ist auch nicht ohne…

  10. Pee-us (der Regenmacher) says:

    Viele junge Leute verschreiben sich einem mittelalterlichen Lebensstil, welcher etwas aufgefrischt durch die Evangelikaner (zB. ICF) und andere christliche Sekten in modernem Gewand daher kommt. Während meiner Schulzeit kamen öfters Sektenmitglieder um gezielt Schüler anzuwerben. Jene welche in Biologie, Geschichte und Religionsunterricht aufgepasst hatten, fanden es amüsant mit den Gehirngewaschenen zu diskutieren, andere gingen an deren Events und tanzen heute für Jesus. Ich finde man sollte wenigstens Minderjährige vor solchen Methoden schützen und Organisationen welche so vorgehen büssen.

  11. Roli Müller says:

    Martin Erdmann scheint der Prototyp eines säkularisierten und entsprechend verblödet/verblendeten Jünglings zu sein. Keine Ahnung von nichts, davon aber viel und überheblich dazu.

    • Urs says:

      Herr Müller, sie wollen also lieber zurück zur vorsäkularen, theokratischen Schweiz? In welcher die ach so unverblödete und unverblendete christliche Ordnung und Moral zu so hübschen Veranstaltungen wie Hexenverbrennungen und Ketzerfolter geführt hat? Ich denke, Sie würden sich die Errungenschaften der Säkularisierung schneller zurückwünschen, als Sie es sich vorstellen können…

    • Martin Suter says:

      Sie bezeichnen ihn als verblödet und verblendet und, wie es scheint, sehen sich dazu berechtigt, weil sie älter sind als er.
      Kann es sein, dass sie der Prototyp des verbitterten alten Mannes sind, der die Welt nicht mehr versteht?

  12. Max says:

    Was hier geschah, verstehen Sie leider offensichtlich nicht. Da geht es um mehr, als Sie mit ihren Augen und Ohren wahrnehmen können. Und Sie werden es auch nicht verstehen, weil Sie so von Vorurteilen und negativen Gedanken eingenommen sind, dass Sie kaum merken können, was hier abgeht. Was hat ein gescheiter Mensch schon vor 2000 Jahren gesagt? ” Menschen, die sich auf ihre natürlichen Fähigkeiten verlassen, lehnen ab, was der Geist Gottes enthüllt. Es kommt ihnen unsinnig vor. Sie können nichts damit anfangen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann.” Bibel, 1. Kor 2.14

    • Martin Suter says:

      So gescheit kann der Mensch von vor 2000 Jahren nicht gewesen sein, wenn ihm nicht bewusst war, dass der Geist auch zu den natürlichen Fähigkeiten der Menschen gehört.
      Ich denke, ein Atheist kann durchaus nachvollziehen, worum es geht, besser als die Betroffenen selbst, da im allgemeinen Psychotiker sich ihrer Psychose nicht bewusst sind.

    • Fabian says:

      Mir kommt nicht der Glaube unsinnig vor, sondern Eurodance.
      Diese Choreos, verbunden mit Bekehrungspredigten sind mit einem Paulusvers relativ schwer zu rechtfertigen…

  13. fufi says:

    Tja, bloss weil Jesus als “Lamm Gottes” bezeichnet wird,
    agnus dei, heisst’s so schön,
    aber jedenfalls:
    Ich verstehe noch immer nicht, weshalb sie denn selbst sich
    wie Schafsgrinde gebärden.

    Bin übrigens Theologe und
    “gläubiger” Christ!

  14. Catherine says:

    Was hätte Herr Erdmann geschrieben, wenn die Christen mit Bomben gekommen wären? Herr Erdmann ist ihnen klar der Unterschied zwischen Christen die tanzen und singen während Religionen töten und verfolgen? das allein hätte könne dazu führen ein gutes Wort zu schreiben. Aber nein! ihr wollt das Christentum nicht, ihr werdet Mohammed bekommen ob ihr wollt oder nicht, niemand wird euch fragen und dann viel Spass!

    • Urs says:

      Angesichts der fatalen Folgen von Kampagnen amerikanischer Evangelikaler und des katholischen Klerus in Afrika gegen Homosexualität (Verfolgung und drastische Bestrafung Homosexueller), gegen Verhütung (HIV-Epidemien) und gegen “Witchcraft” (Verstümmelung und Tötung von Menschen, oft Kinder, die für Hexen gehalten werden), wirkt ihr Kommentar schon fast zynisch. Und da sie andere Religionen für deren Extremisten zur Verantwortung ziehen, können sie sich hier nicht die bequeme “no-true-scotsman”-Ausrede bringen.

    • Martin Suter says:

      Und wenn ein bekloppter Taliban in Afghanistan eine Bombe wirft, macht das diese Veranstaltung nicht weniger peinlich.

    • Martin Suter says:

      Nebenbei: ist das ihre Weltsicht? Jesus oder Mohammed und man muss sich entscheiden?
      Sie wissen, dass es noch andere Religionen gibt? Oder man auch einfach darauf verzichten kann?
      Probieren sie’s mal, es lebt sich viel befreiter und angenehmer…

  15. Manfred Münger says:

    finfach nur peinlich, wie der Autor sich arrogant über eine minderheit lustig macht. wäre der text über eine andere gruppe, wären alle am schreien. dass der bund solch braunes gedankengut verlinkt, spricht nicht gerade für das traditionsblatt.

    • Urs says:

      Solche leichtfertigen und unangemessenen Nazi-Vergleiche sind ebenfalls einfach nur peinlich und bagatellisieren die wahren Gräuel der Nazizeit. Sie haben mit ihrem Kommentar “Godwin’s Law” wieder einmal anschaulich bestätigt…

    • Manfred Münger says:

      wo lesen sie was von den nazis?? intoleranter müll zu verbreiten hat meiner meinung nach sehr wohl was mit “braunem gedankengut” zu tun..

    • Urs says:

      @ Münger: Googeln sie doch einfach mal den Begriff “braunes Gedankengut”, Herr Münger. Das “braun” bezieht sich nicht etwa auf Exkremente, sondern auf eine faschistische Gesinnung. Das ist ein fester umgangssprachlicher Begriff, den sie offenbar bisher komplett missverstanden haben.

    • Manfred Münger says:

      lieber urs, schreiben sie doch noch was über hexenverbrennung und homophobie und machen sie dann anderen einen vorwurf, sie machen nazi vergleiche obwohl diese gar nie einen vergleich gemacht haben.

  16. Martin Fischer says:

    Dass da ein Journalist mit Einwilligung der Chefredaktion eine solche Tirade gegen den Mordskerl Jesus fahren kann, ist unglaublich! Wo denn wären etwa die Erklärung der Menschenrechte, der Kampf gegen die Sklaverei, die erkämpften Frauenrechte, unsere moderne Krankenpflege, der weltweite Einsatz des Roten Kreuzes ohne den Kampf dieses Jesus mit dem eigenen Leben um Gerechtigkeit, Liebe, Wahrheit. Sie alle fussen geschichtlich nachgewiesen im Leben dieses Jesus. Dass sein Bodenpersonal bis heute sich damit schwer tut, Schrecklichstes im Namen der Religion verbrochen hat … Ihm sei’s geklagt

    • Martin Suter says:

      “Sie alle fussen geschichtlich nachgewiesen…” – Äh… nein. Einfach… nein.
      Freundliche Grüsse

      Ein Historiker

  17. Philipp says:

    Vielleicht hilft die Bibel zum Verständnis:
    Als die Menge in der “Stadt Davids” ankam, schaute Davids Frau Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster. Sie sah, wie der König hüpfte und tanzte, und verachtete ihn dafür … als ihm Michal schon entgegenkam. “Ach, wie würdevoll ist heute der Herr König vor seinem Volk aufgetreten!”, spottete sie. “Bei deiner halb nackten Tanzerei hast du dich vor den Sklavinnen deiner Hofbeamten schamlos entblößt. So etwas tut sonst nur das Gesindel!” David erwiderte: “Ich habe dem Herrn zu Ehren getanzt.
    … und ihm zu Ehren will ich auch künftig tanzen.

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.