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Der finale Quarkkuchen

Die vorläufig letzte Ausgabe von «Kretz am Herd», in der die Suche nach DEM Quarkkuchenrezept beendet wird.

Es gibt so gewisse Geschmäcker, die man zwar jahrelang nicht gekostet hat, aber die einen so sehr beeindruckt haben, dass sie auf der Zunge noch voll präsent sind. Man versucht, den Geschmack irgendwo wieder zu finden, aber immer ists gerade ein bisschen daneben. So geht es mir mit den eingelegten Gurken, die es in Katz’s Delicatessen in New York zum legendären Pastrami Sandwich gibt. Ich hab mich schon durch sehr viele Gurken auf dieser Welt geknackt, aber nichts kommt an sie ran.

Ein weiterer solcher Geschmack ist die Quarktorte meiner Grossmutter. Um ehrlich zu sein, habe ich diese Serie über die Rezepte in ihren Notizheften nur gemacht, in der Hoffnung, DAS Quarkkuchenrezept zu finden. Dies wird vorläufig der letzte «Kretz am Herd» sein, jedenfalls der letzte über die Rezepte von Grossmami.

Das Vorhaben war deshalb nicht ganz einfach, weil es ganze fünf Quarktortenrezepte gibt in den beiden Heften. Die ungebackenen, also die, die mit Gelatine arbeiten und dem amerikanischen Cheese Cake ähneln, konnte ich ausschliessen, denn ich erinnere mich ganz genau daran, dass die Quarkmasse gebacken war. Oben gab es keine fast etwas gummige, braune Oberfläche. Doch da gibt es noch einen «Englischen Quarkkuchen» aus der «Elle» Nr. 15/75, der eigentlich ziemlich richtig klingt. Allerdings besteht sein Boden aus zerbröselten «Cracker-Biskuits», und Grossmamis Quarktorte hatte nicht nur einen Boden, sondern auch einen Rand aus richtigem Teig. Telefonjoker Mama half: Es scheint sich beim erwähnten Kuchen tatsächlich grösstenteils um den besagten Kuchen zu handeln, meinte sie, bloss legte Grossmami darunter und darum einen Mürbteig. Ist das die Lösung?

Für den Mürbteig mischt man ganz kommun 200 Mehl, 80 g Zucker und eine Prise Salz und zerreibt diese mit 100 g kalter Butter, bis man eine Streusel-Konsistenz hat. Dann gibt man ein Ei dazu und knetet die Masse leicht zusammen. Das lässt man während 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Derweil macht man sich an die Quarkmasse: 750 g Quark, die Schale und der Saft einer halben Zitrone, 1 Prise Salz, 1 TL Vanillezucker, 100 g Zucker, 2 EL Kartoffelmehl oder halt Maizena und 3 Eigelb «schaumig schlagen». Schaumig wird das jetzt nicht gerade, aber doch luftig – und schon mal sehr fein! Dann schlägt man noch die 3 Eiweiss steif und 2 dl Rahm (separat natürlich!) und zieht sie unter die Quarkmasse.

Jetzt drückt man den ausgewallten Teig in eine ausgebutterte und bemehlte Springform, inkl. Rand. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn der krümelige Teig beim rüber hieven zerfetzt. Sie können ihn problemlos in der Form mit den Fingern wieder zusammenmodellieren. Dann löchern Sie den Boden ein bisschen mit der Gabel und giessen die Quarkmasse darauf. Das kommt dann 45 Minuten bei 200° in den Ofen. Danach schaltet man den Ofen aus, öffnet die Ofentür und lässt den Kuchen nochmals eine halbe Stunde drin.

Das ergibt einen wirklich sehr feinen Kuchen. Er ist nicht zu süss und sehr luftig, fast ein bisschen mousse-artig. Ein leckerer Sonntagnachmittagskuchen zu einer Tasse Tee. Aber es ist nicht DER Kuchen. DER Kuchen hatte eine kompaktere Konsistenz. Er war trockener. Er knirschte so ganz leicht zwischen den Zähnen, wie das Quarkspeisen manchmal tun. Er war gelber. Er war ganz einfach feiner. Er war von Grossmami. Ich gebe auf.

Nicolette Kretz

Nicolette Kretz ist in Bern geboren, kehrte nach einigen Abstechern immer wieder hierhin zurück, arbeitet als Festivalleiterin und Autorin und kocht für den «Hauptstädter» Rezepte aus den Notizheften ihrer Grossmutter nach.


Publiziert am 26. Februar 2014

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35 Kommentare

  1. marie says:

    ou ja, quarkkuchen! das ist etwas vom vielfältigsten überhaupt, lecker. ich kenne diese geschmäcker aus der vergangenheit sehr gut – heute zubereitet kommen sie niiiiiiieeeee, niiiiiiiiieeeeemals ans original. ich schätze das hat mit der erinnerung zu tun. beim lesen ihres blogs ist mir proust und seine madeleine in à la recherche du temps perdu in den sinn gekommen… 😉
    frau kretz bei gewissen backwaren habe ich auch irgendwie aufgegeben – aber ich bleibe am ball, tun sie’s auch. irgendwann, wird ihr quarkkuchen an den ihres grosis nahekommen. meine herausforderung: die pizza meiner oma. 🙂

  2. Res Zinniker says:

    DER Quarkkuchen ist und bleibt auch mein absoluter Favorit. Ich habe da noch eine Variation anzufügen, die dem Original ihrer Grossmutter vielleicht noch näher kommt – dranbleiben lohnt sich!

    Die Füllung in meiner Version:
    -250g Magerquark
    -450g Rahmquark
    -200g Zucker (2/3 in Quark, 1/3 in Eiweissschnee)
    -1/2 TL Zitronenbacköl
    -1 kl. Pack Vanille Dessertpulver
    -60g Maizena
    -1 TL Backpulver
    -3 Eier
    -70g Sultaninen (selbstverständlich fakultativ)

    Zuerst bei Unterhitze im 180 Grad vorgeheizten Ofen 15 min backen
    Dann auf Unter- und Oberhitze umschalten.
    Gesamtbackzeit: 50-60 min

    Viel Erfolg!

    • Luisa says:

      Geht mir mit Quarkkuchen gleich. Beim Lesen der Zutaten finde ich “Magerquark” und “Rahmquark”. Das gab es früher gar nicht. Quark gab es, wenn die Milch im Sommer sauer wurde und die Grosi die Dickmilch in ein feines Tüechli schlug und aufgehängt austropfen liess.

      Ich vermute ganz stark, dass es genau das ist, was uns dieses Geschmackserlebnis verweigert : Der kommerziell hergestellte Massen-Quark, der schon nicht mehr von wirklicher Milch, sondern von einem neuzusammengesetzten Etwas stammt, das einmal zu Milch gehörte…

  3. Philipp Rittermann says:

    es kann nur einen geben. hier das rezept:
    200 gr weissmehl, 100 gr zucker, 200 gr butter, 1 el salz, 4 el vanillezucker, 3 dl rahm, 4 eischaum, 100 gr mascarpone, 2 el honig, 2 el nutella, 2 scheiben vacherin, 2 dl guten rum. -> teig machen. wenn konsistent, 500 gr. quark beigeben mit 30 gr backpulver, in eine hohe form füllen, 50 minuten bei 180 grad backen. oberfläche mit schoggipulver grosszügig bedecken – 12h stehen lassen. geniessen.

    • Samuel says:

      Dieses Rezept interessiert mich genauer! Aber es macht für mich keinen Sinn. Welche Zutaten genau sind für den Teig, welche für die Füllung? Vielen Dank!

    • KMS a PR says:

      simon. volfett. samuel. das kommt ganz auf die tagesform an – experimentieren sie!

  4. Alexander Eckert says:

    Juppie! Da werden Erinnerungen wach.
    Einfach mal nach schwäbischem Käskuchen suchen.

  5. Elisabeth Vogel says:

    Bei der Quarktorte aus Nordwestdeutschland, die eine kompaktere Quarkmasse hat und übrigens “Käsekuchen” heisst, rührt man einen Brandteig unter die Quarkmasse.

    Die Zutaten:

    Mürbeteig für Boden und Rand:
    200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 Ei, 100 g Butter

    Brandteig:
    1/4 l Wasser, 75 g Butter, 125 g Mehl, Salz, 1 Ei – auf dem Herd Wasser und Butter zum Kochen bringen, Mehl und Salz unterrühren, ganz zuletzt, wenn Masse abgekühlt ist das Ei unterrühren.

    Quarkmasse:
    1 kg Quark, 175 g Zucker, 1 Vanille-Zucker, 3 Eier, evtl. Rosinen. Alles mischen, dann den Brandteig esslöffelweise unterrühren.

    • Elisabeth Vogel says:

      … und dann das Ganze natürlich noch backen, 50-70 Minuten bei 180 Grad. Den fertigen Kuchen stürzt man auf ein rundes Gitter, dessen Spuren beim kalten Kuchen dann noch schön sichtbar sind.

  6. Steve says:

    Das Volumen in Ihrer Fuellung ist knapp ein Liter, weshalb ich glaube, dass 3 Eigelb nicht genug sind, es sollten mehr sein, so 5-6. Das wuerde die Fuellung dann auch etwas fester machen und die Farbe waere gelber, so wie bei Ihrer Grossmutter.
    Sie sollten versuchen, auf einem Troedelmarkt oder bei einem Spezialbuchaendler ein altes Kochbuch aus dieser Zeitperiode aufzutreiben. Ich habe ein Kochbuch von meiner Grossmutter, welches 1893 gedruckt wurde. Dort ist alles drin … (habe es z.Z. leider nicht bei mir).

  7. Rosel aus Berlin says:

    Nun gut, da werde ich auch noch meinen “Quark” dazu geben.
    Habe viele Rezepte ausprobiert, komme aber immer zurück auf:
    1000 g Quark, 6 Eier, 350 g Zucker, 250 g Butter (weich), 2 Päckchen Vanillepuddin- oder Sahnepuddingpulver, 1 Zitrone, 1/2 Päckchen Backpulver, eine Priese Salz
    Alle Zutaten gut verrühren, die Eiweis zu Schnee schlagen und zuletzt hinzu fügen. In gut nur eingefette Form (26 cm) geben und bei “Intensiv-Backen” 1 Stunde auf mittlerer Schiene bei 170 Grad backen. Zum Ende der Backzeit kann mit Alu-Folie abgedeckt werden. Bei kleiner Kuchenform die Zutaten halbieren.

  8. Arnold Huber says:

    Ein Käsekuchen gelingt nie so richtig mit dem Schweizer Quark nach meiner Erfahrung. Die österreichische Version des Quarks genannt Topfen ,ist die bessere Variante. Ich weiss nicht weshalb, aber der Herstellungsprozess scheint anders zu sein. Der Topfen gibt dem Kuchen eine andere Konsistenz und schmeckt einfach “richtig”.

  9. M. Schönberg says:

    hmmm lecker Quarktorte oder wie es auf Deutsch so schön heisst Käsekuchen hat mein Grois auch immer gemacht… und es war die Beste der Welt (natürlich nur meine unobjektive Meinung)…
    In ihrem Rezept wird die hälfte der Füllung auf den Mürberteig verteillt, und dann kommen noch Sauerkirschen/Schattenmorellen wie Ihr sie auch nennen wollt drauf und werden mit dem restlichen Teig zugedeckt. Das verleiht dem Kuchen das gewisse etwas und die Masse ist gleich etwas weniger mastig beim essen.

  10. Thomas Bauer says:

    …vielleicht hat Ihre Grossmutter ja damals anstatt einen (in Ihrem Rezept nicht näher beschriebenen) Quark “Ziger” genommen, also den aus der Molke nach dem Käsen durch Wiederaufkochen (ricotta) gewonnenen “molkerei-quark”. Der wäre eben eher trockener und “knirschiger”…
    Ziger bekommt man manchmal “auf dem Land”. vor kurzem bekam ich in einer Metzgerei (!) in Andermatt einen ganz wunderbaren Ziger!

  11. Irène Bock says:

    Wer Interesse am Rezept zur allerbesten Quarktorte hat, sende mir ein Mail und ich gebe mein langjährig erprobtes und von allen heissgeliebten Rezept für die Quarktorte gerne weiter. Leider stehen mir in Ihrem Blog zu wenig Zeichen zur Verfügung.

    Gutes Gelingen!

  12. Irène Bock says:

    Leider habe ich vergessen, meine E-mail Adresse zu hinterlegen:
    irenepunktbockätbluewin.ch

    • P.Suter says:

      Sehr geehrte Frau Bock,

      Ihr Kommentar zur Quarktorte vom 1. März hat mich sehr neugierig auf ihr langjährig erprobtes Rezept der von allen geliebten Quarktorte gemacht,
      und ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie mir dieses an folgende Mail-Adresse

      Suter.romandic@bluewin.ch

      schicken könnten.

      Besten Dank und liebe Grüsse

      Peter Suter

    • Maurice Hartmann says:

      guten Abend,

      liebe Fr. Bock,

      als Rentner tauche ich allmählich in die Welt der Kuchen, Flammkuchen, Wähen…Es macht Spass.
      So würde mich das Rezept interessieren.

      Herzlichen Dank Maurice Hartmann

      Ich wollte direkt an die angegebene E-Mail Adresse schreiben. Irgendetwas klemmt.

  13. linot says:

    meine oma machte einen optisch und inhaltlich ähnlichen, mit einem unterschied: gries kommt mit in die quarkmasse.. das knirscht und macht kompakt.

  14. silarasa says:

    wie lange ist er haltbar? wegen der eier im Quark…er ist bereits im ofen 😉 freue mich!

  15. Käsekuchenliebhaber says:

    Damit der Quarkkuchen “brösmeliger” wird,lasse ich 1kg Magerquark vermischt mit 250gr Rahmquark über Nacht abtropfen.(mehrere Kaffeefilter mit dem Quark füllen,diese in ein Sieb legen, Molke mit einer Schüssel auffangen)
    Am nächsten Tag die Quarkmasse mit Eiern, Zucker, Mehl, Zironenschale mischen. Mürbeteig in eine Springform legen,die Ränder hochziehen, die Quarkmasse einfüllen. Das Ganze backen und nach dem Backen den Kuchen 30 Min im geöffneten Backofen stehen lassen.

  16. Enrique says:

    Hallo Nicolette !

    Genau deine letzten wörten habe mich nachdenklich gemacht .

    Er war trockener. Er knirschte so ganz leicht zwischen den Zähnen, wie das Quarkspeisen manchmal tun. Er war gelber. Er war ganz einfach feiner. Er war von Grossmami. Ich gebe auf.

    Ich kann mich nicht erinnern wie die Konsistenz des Quarkes früher war .
    Aber um eine Masse trockener zu kriegen, würde ich den Quark auf ein Passiertuch ( Etaminn) 12 std pressen . (Google kann dir das genauer erklären!)
    Somit würdest du einen trockenen frei von Flüssigkeit Quark erhalten !

    Auf diese Weise muss der Quark weniger Flüssigkeit beim backen binden. D.h er wird trockener und körniger.
    Ich hoffe, dass du es nochmals versucht

    Viel glückt

    Liebe grüsse

    Enrique

  17. mara.be says:

    Käsekuchen mit Griess

    Für den Teig:

    125 g Butter
    125 g Zucker
    1 Pck. Vanillezucker
    1 Ei
    1 Pck. Backpulver
    200 g Mehl

    Für den Belag:

    200 g Zucker
    125 g Butter
    5 Eier
    1 Zitrone, den Saft davon
    2 EL Griess
    1 Pck. Vanillezucker
    750 g Quark

    Aus den Zutaten für den Boden einen Mürbeteig herstellen, zu einer Kugel formen und etwa 1 Stunde oder länger im Kühlschrank kaltstellen. Dann die springform damit auslegen.

    das weitere folgt im nächsten kommentar…

  18. mara.be says:

    und hier gehts weiter…

    Für den Belag den Zucker, die Butter, den Vanillezucker und 5 Eigelbe schlagen. Dann den Saft der Zitrone sowie den Griess und Quark unterheben. Das Eiweiss separat steif schlagen und unterziehen. Den Belag auf den Boden in die Springform geben. Ca 1 Stunde bei 180°C backen.

    wer mag kann auch noch Rosinen, Apfelstückchen oder Mandarinchen aus der Dose (nur die!!) mit in den Belag tun.

    Das ist mein absolutes Vaforitenrezept, nach dem schon meine Oma den Käsekuchen gebacken hat.

  19. Kretz says:

    Besten Dank für die vielen Tipps! Dann hab ich jetzt ja ein bisschen was zu tun…

    • Monica Geering says:

      DANKE für das Rezept!
      Zur Erinnerung an Grosis Kuchen:
      vor 40 Jahren schwärmte mein Mann von “Tante Hélène’s” Zitronenkuchen.
      20 Jahre probierte ich JEDES Zitronenkuchen Rezept aus.
      Standard Kommentar: “sehr gut, aber nicht ganz, wie der von Tante Hélène.”
      Dann endlich sahen wir die welsche Tante persönlich, bei einem feinen englischen Cake.
      Schüchtern fragte ich nach dem Zitronenkuchen.
      Tante Hélène: “???? Ich habe nie ein Zitronenkuchenrezept gehabt!”
      Aber die Erinnerung daran ist wunderbar!

  20. margrit klaus says:

    Ich glaub der Kuchen hat damals deshalb geknirscht weil Ihr Grossmami einen Quark benutzte, den es westlich von Wien bis heute nicht mehr zu geben scheint. Den Krümelquark, der einiges fester daherkommt und von weitem etwa (!!) aussieht wie Hüttenkäse. Den streicht man immer erst durch ein feinmaschiges Sieb und mischt ihn dann mit den restlichen Zutaten. Zermürben Sie sich also nicht den Kopf….was Sie suchen gibt es wahrscheinlich nicht in Ihrer Nähe, es sei denn es gäbe ein ungarisches Lädeli in Bern?

  21. Markus F. Rothbauer says:

    Sie brauchen nicht aufzugeben. Ich glaube, die Lösung ist einfach. Wahrscheinlich verwenden Sie mit dem Quark, der typisch in der Schweiz erhältlich ist, die falsche Zutat. Sie brauchen wahrscheinlich das, was man in Österreich “Bröseltopfen” nennt. Das ist gepresster (und damit entwässerter) Quark. Und in Österreich (aber auch in Ungarn und Tschechien) meist problemlos in Supermärkten erhältlich. Wenn Sie nicht gerade in den Osten kommen, um eine Packung mitzunehmen, können Sie auch versuchen, Quark durch ein Tuch ausdrücken/abtropfen zu lassen – dauert aber mehrere Stunden.

  22. Verena says:

    Und was nehm ich wenn quark nicht erhaeltlich ist? Hier in Neuseeland gibt’s was, dass ich einfach nicht als Quark akzeptieren kann. Cream Cheese kann ich nicht leiden und der ist ja sowieso was ganz anderes.

Alle Kommentare zeigen
  1. marie says:

    ou ja, quarkkuchen! das ist etwas vom vielfältigsten überhaupt, lecker. ich kenne diese geschmäcker aus der vergangenheit sehr gut – heute zubereitet kommen sie niiiiiiieeeee, niiiiiiiiieeeeemals ans original. ich schätze das hat mit der erinnerung zu tun. beim lesen ihres blogs ist mir proust und seine madeleine in à la recherche du temps perdu in den sinn gekommen… 😉
    frau kretz bei gewissen backwaren habe ich auch irgendwie aufgegeben – aber ich bleibe am ball, tun sie’s auch. irgendwann, wird ihr quarkkuchen an den ihres grosis nahekommen. meine herausforderung: die pizza meiner oma. 🙂

  2. Res Zinniker says:

    DER Quarkkuchen ist und bleibt auch mein absoluter Favorit. Ich habe da noch eine Variation anzufügen, die dem Original ihrer Grossmutter vielleicht noch näher kommt – dranbleiben lohnt sich!

    Die Füllung in meiner Version:
    -250g Magerquark
    -450g Rahmquark
    -200g Zucker (2/3 in Quark, 1/3 in Eiweissschnee)
    -1/2 TL Zitronenbacköl
    -1 kl. Pack Vanille Dessertpulver
    -60g Maizena
    -1 TL Backpulver
    -3 Eier
    -70g Sultaninen (selbstverständlich fakultativ)

    Zuerst bei Unterhitze im 180 Grad vorgeheizten Ofen 15 min backen
    Dann auf Unter- und Oberhitze umschalten.
    Gesamtbackzeit: 50-60 min

    Viel Erfolg!

    • Luisa says:

      Geht mir mit Quarkkuchen gleich. Beim Lesen der Zutaten finde ich “Magerquark” und “Rahmquark”. Das gab es früher gar nicht. Quark gab es, wenn die Milch im Sommer sauer wurde und die Grosi die Dickmilch in ein feines Tüechli schlug und aufgehängt austropfen liess.

      Ich vermute ganz stark, dass es genau das ist, was uns dieses Geschmackserlebnis verweigert : Der kommerziell hergestellte Massen-Quark, der schon nicht mehr von wirklicher Milch, sondern von einem neuzusammengesetzten Etwas stammt, das einmal zu Milch gehörte…

  3. Philipp Rittermann says:

    es kann nur einen geben. hier das rezept:
    200 gr weissmehl, 100 gr zucker, 200 gr butter, 1 el salz, 4 el vanillezucker, 3 dl rahm, 4 eischaum, 100 gr mascarpone, 2 el honig, 2 el nutella, 2 scheiben vacherin, 2 dl guten rum. -> teig machen. wenn konsistent, 500 gr. quark beigeben mit 30 gr backpulver, in eine hohe form füllen, 50 minuten bei 180 grad backen. oberfläche mit schoggipulver grosszügig bedecken – 12h stehen lassen. geniessen.

    • Samuel says:

      Dieses Rezept interessiert mich genauer! Aber es macht für mich keinen Sinn. Welche Zutaten genau sind für den Teig, welche für die Füllung? Vielen Dank!

    • KMS a PR says:

      simon. volfett. samuel. das kommt ganz auf die tagesform an – experimentieren sie!

  4. Alexander Eckert says:

    Juppie! Da werden Erinnerungen wach.
    Einfach mal nach schwäbischem Käskuchen suchen.

  5. Elisabeth Vogel says:

    Bei der Quarktorte aus Nordwestdeutschland, die eine kompaktere Quarkmasse hat und übrigens “Käsekuchen” heisst, rührt man einen Brandteig unter die Quarkmasse.

    Die Zutaten:

    Mürbeteig für Boden und Rand:
    200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 Ei, 100 g Butter

    Brandteig:
    1/4 l Wasser, 75 g Butter, 125 g Mehl, Salz, 1 Ei – auf dem Herd Wasser und Butter zum Kochen bringen, Mehl und Salz unterrühren, ganz zuletzt, wenn Masse abgekühlt ist das Ei unterrühren.

    Quarkmasse:
    1 kg Quark, 175 g Zucker, 1 Vanille-Zucker, 3 Eier, evtl. Rosinen. Alles mischen, dann den Brandteig esslöffelweise unterrühren.

    • Elisabeth Vogel says:

      … und dann das Ganze natürlich noch backen, 50-70 Minuten bei 180 Grad. Den fertigen Kuchen stürzt man auf ein rundes Gitter, dessen Spuren beim kalten Kuchen dann noch schön sichtbar sind.

  6. Steve says:

    Das Volumen in Ihrer Fuellung ist knapp ein Liter, weshalb ich glaube, dass 3 Eigelb nicht genug sind, es sollten mehr sein, so 5-6. Das wuerde die Fuellung dann auch etwas fester machen und die Farbe waere gelber, so wie bei Ihrer Grossmutter.
    Sie sollten versuchen, auf einem Troedelmarkt oder bei einem Spezialbuchaendler ein altes Kochbuch aus dieser Zeitperiode aufzutreiben. Ich habe ein Kochbuch von meiner Grossmutter, welches 1893 gedruckt wurde. Dort ist alles drin … (habe es z.Z. leider nicht bei mir).

  7. Rosel aus Berlin says:

    Nun gut, da werde ich auch noch meinen “Quark” dazu geben.
    Habe viele Rezepte ausprobiert, komme aber immer zurück auf:
    1000 g Quark, 6 Eier, 350 g Zucker, 250 g Butter (weich), 2 Päckchen Vanillepuddin- oder Sahnepuddingpulver, 1 Zitrone, 1/2 Päckchen Backpulver, eine Priese Salz
    Alle Zutaten gut verrühren, die Eiweis zu Schnee schlagen und zuletzt hinzu fügen. In gut nur eingefette Form (26 cm) geben und bei “Intensiv-Backen” 1 Stunde auf mittlerer Schiene bei 170 Grad backen. Zum Ende der Backzeit kann mit Alu-Folie abgedeckt werden. Bei kleiner Kuchenform die Zutaten halbieren.

  8. Arnold Huber says:

    Ein Käsekuchen gelingt nie so richtig mit dem Schweizer Quark nach meiner Erfahrung. Die österreichische Version des Quarks genannt Topfen ,ist die bessere Variante. Ich weiss nicht weshalb, aber der Herstellungsprozess scheint anders zu sein. Der Topfen gibt dem Kuchen eine andere Konsistenz und schmeckt einfach “richtig”.

  9. M. Schönberg says:

    hmmm lecker Quarktorte oder wie es auf Deutsch so schön heisst Käsekuchen hat mein Grois auch immer gemacht… und es war die Beste der Welt (natürlich nur meine unobjektive Meinung)…
    In ihrem Rezept wird die hälfte der Füllung auf den Mürberteig verteillt, und dann kommen noch Sauerkirschen/Schattenmorellen wie Ihr sie auch nennen wollt drauf und werden mit dem restlichen Teig zugedeckt. Das verleiht dem Kuchen das gewisse etwas und die Masse ist gleich etwas weniger mastig beim essen.

  10. Thomas Bauer says:

    …vielleicht hat Ihre Grossmutter ja damals anstatt einen (in Ihrem Rezept nicht näher beschriebenen) Quark “Ziger” genommen, also den aus der Molke nach dem Käsen durch Wiederaufkochen (ricotta) gewonnenen “molkerei-quark”. Der wäre eben eher trockener und “knirschiger”…
    Ziger bekommt man manchmal “auf dem Land”. vor kurzem bekam ich in einer Metzgerei (!) in Andermatt einen ganz wunderbaren Ziger!

  11. Irène Bock says:

    Wer Interesse am Rezept zur allerbesten Quarktorte hat, sende mir ein Mail und ich gebe mein langjährig erprobtes und von allen heissgeliebten Rezept für die Quarktorte gerne weiter. Leider stehen mir in Ihrem Blog zu wenig Zeichen zur Verfügung.

    Gutes Gelingen!

  12. Irène Bock says:

    Leider habe ich vergessen, meine E-mail Adresse zu hinterlegen:
    irenepunktbockätbluewin.ch

    • P.Suter says:

      Sehr geehrte Frau Bock,

      Ihr Kommentar zur Quarktorte vom 1. März hat mich sehr neugierig auf ihr langjährig erprobtes Rezept der von allen geliebten Quarktorte gemacht,
      und ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie mir dieses an folgende Mail-Adresse

      Suter.romandic@bluewin.ch

      schicken könnten.

      Besten Dank und liebe Grüsse

      Peter Suter

    • Maurice Hartmann says:

      guten Abend,

      liebe Fr. Bock,

      als Rentner tauche ich allmählich in die Welt der Kuchen, Flammkuchen, Wähen…Es macht Spass.
      So würde mich das Rezept interessieren.

      Herzlichen Dank Maurice Hartmann

      Ich wollte direkt an die angegebene E-Mail Adresse schreiben. Irgendetwas klemmt.

  13. linot says:

    meine oma machte einen optisch und inhaltlich ähnlichen, mit einem unterschied: gries kommt mit in die quarkmasse.. das knirscht und macht kompakt.

  14. silarasa says:

    wie lange ist er haltbar? wegen der eier im Quark…er ist bereits im ofen 😉 freue mich!

  15. Käsekuchenliebhaber says:

    Damit der Quarkkuchen “brösmeliger” wird,lasse ich 1kg Magerquark vermischt mit 250gr Rahmquark über Nacht abtropfen.(mehrere Kaffeefilter mit dem Quark füllen,diese in ein Sieb legen, Molke mit einer Schüssel auffangen)
    Am nächsten Tag die Quarkmasse mit Eiern, Zucker, Mehl, Zironenschale mischen. Mürbeteig in eine Springform legen,die Ränder hochziehen, die Quarkmasse einfüllen. Das Ganze backen und nach dem Backen den Kuchen 30 Min im geöffneten Backofen stehen lassen.

  16. Enrique says:

    Hallo Nicolette !

    Genau deine letzten wörten habe mich nachdenklich gemacht .

    Er war trockener. Er knirschte so ganz leicht zwischen den Zähnen, wie das Quarkspeisen manchmal tun. Er war gelber. Er war ganz einfach feiner. Er war von Grossmami. Ich gebe auf.

    Ich kann mich nicht erinnern wie die Konsistenz des Quarkes früher war .
    Aber um eine Masse trockener zu kriegen, würde ich den Quark auf ein Passiertuch ( Etaminn) 12 std pressen . (Google kann dir das genauer erklären!)
    Somit würdest du einen trockenen frei von Flüssigkeit Quark erhalten !

    Auf diese Weise muss der Quark weniger Flüssigkeit beim backen binden. D.h er wird trockener und körniger.
    Ich hoffe, dass du es nochmals versucht

    Viel glückt

    Liebe grüsse

    Enrique

  17. mara.be says:

    Käsekuchen mit Griess

    Für den Teig:

    125 g Butter
    125 g Zucker
    1 Pck. Vanillezucker
    1 Ei
    1 Pck. Backpulver
    200 g Mehl

    Für den Belag:

    200 g Zucker
    125 g Butter
    5 Eier
    1 Zitrone, den Saft davon
    2 EL Griess
    1 Pck. Vanillezucker
    750 g Quark

    Aus den Zutaten für den Boden einen Mürbeteig herstellen, zu einer Kugel formen und etwa 1 Stunde oder länger im Kühlschrank kaltstellen. Dann die springform damit auslegen.

    das weitere folgt im nächsten kommentar…

  18. mara.be says:

    und hier gehts weiter…

    Für den Belag den Zucker, die Butter, den Vanillezucker und 5 Eigelbe schlagen. Dann den Saft der Zitrone sowie den Griess und Quark unterheben. Das Eiweiss separat steif schlagen und unterziehen. Den Belag auf den Boden in die Springform geben. Ca 1 Stunde bei 180°C backen.

    wer mag kann auch noch Rosinen, Apfelstückchen oder Mandarinchen aus der Dose (nur die!!) mit in den Belag tun.

    Das ist mein absolutes Vaforitenrezept, nach dem schon meine Oma den Käsekuchen gebacken hat.

  19. Kretz says:

    Besten Dank für die vielen Tipps! Dann hab ich jetzt ja ein bisschen was zu tun…

    • Monica Geering says:

      DANKE für das Rezept!
      Zur Erinnerung an Grosis Kuchen:
      vor 40 Jahren schwärmte mein Mann von “Tante Hélène’s” Zitronenkuchen.
      20 Jahre probierte ich JEDES Zitronenkuchen Rezept aus.
      Standard Kommentar: “sehr gut, aber nicht ganz, wie der von Tante Hélène.”
      Dann endlich sahen wir die welsche Tante persönlich, bei einem feinen englischen Cake.
      Schüchtern fragte ich nach dem Zitronenkuchen.
      Tante Hélène: “???? Ich habe nie ein Zitronenkuchenrezept gehabt!”
      Aber die Erinnerung daran ist wunderbar!

  20. margrit klaus says:

    Ich glaub der Kuchen hat damals deshalb geknirscht weil Ihr Grossmami einen Quark benutzte, den es westlich von Wien bis heute nicht mehr zu geben scheint. Den Krümelquark, der einiges fester daherkommt und von weitem etwa (!!) aussieht wie Hüttenkäse. Den streicht man immer erst durch ein feinmaschiges Sieb und mischt ihn dann mit den restlichen Zutaten. Zermürben Sie sich also nicht den Kopf….was Sie suchen gibt es wahrscheinlich nicht in Ihrer Nähe, es sei denn es gäbe ein ungarisches Lädeli in Bern?

  21. Markus F. Rothbauer says:

    Sie brauchen nicht aufzugeben. Ich glaube, die Lösung ist einfach. Wahrscheinlich verwenden Sie mit dem Quark, der typisch in der Schweiz erhältlich ist, die falsche Zutat. Sie brauchen wahrscheinlich das, was man in Österreich “Bröseltopfen” nennt. Das ist gepresster (und damit entwässerter) Quark. Und in Österreich (aber auch in Ungarn und Tschechien) meist problemlos in Supermärkten erhältlich. Wenn Sie nicht gerade in den Osten kommen, um eine Packung mitzunehmen, können Sie auch versuchen, Quark durch ein Tuch ausdrücken/abtropfen zu lassen – dauert aber mehrere Stunden.

  22. Verena says:

    Und was nehm ich wenn quark nicht erhaeltlich ist? Hier in Neuseeland gibt’s was, dass ich einfach nicht als Quark akzeptieren kann. Cream Cheese kann ich nicht leiden und der ist ja sowieso was ganz anderes.

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