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  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/09/bern6.jpgDie «Diorama Map» in Vevey. (Bild: Keystone)

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/09/maga.jpgDie «Diorama Map» von Sohei Nishino gedruckt im «Magazin. (Bild: Screenshot «Magazin»).

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/09/bern4.jpgDie «Diorama Map» Berns ist derzeit in Vevey zu bewundern. (Bild: Keystone)

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/09/bern2.jpgAlles da! Die Bären, die Aare, die Lauben... (Bild: Keystone)

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/09/bern8.jpg...und als einzige Farbtupfer die Fasnächtler. (Bild: Keystone)

/wp-content/uploads/sites/5/2012/09/diorama.jpg


Unsere grosse Stadt


«Der Hauptstädter» ist da. Das neue Blog von derbund.ch wird probieren, Bern als grosse Stadt zu inszenieren. Und natürlich werden die Autorinnen und Autoren bei diesem Vorhaben zeitweise auch auf die Schnauze fallen.

Die Stadt Bern wird neu ausgelegt, neu zusammengesetzt, mit abertausenden Fotoschnipseln, die der japanische Künstler Sohei Nishino angefertigt hat. Dies war kürzlich im «Magazin» zu sehen. Nishinos abstrakte Blicke auf die Hauptstadt bzw. die Bundesstadt der Schweiz sind faszinierend, zumal jeder Ort und Blickwinkel, den der Japaner während seinem Aufenthalt eingefangen hat, verortet werden kann: Die Bären! Die Aare! Bausünden wie die Schanzenpost! Die Lauben! Das Münster! Der Bahnhof! Das Tramhäuschen am Breitenrainplatz! Alles da.

Natürlich gibts aber rasch Grund, sich in der Lieblingsdisziplin der Bernerin und des Berners zu üben: dem Jammern. Grund sind die einzigen Farbtupfer in dieser sogenannten «Diorama Map». Diese farbigen Punkte zeigen verkleidete Geschöpfe, Narren, kurz: Fasnächtler, die jeweils im Februar in der Stadt auftauchen und nun das behäbige Image Berns prächtig ergänzen und weiter verankern.

Hier, bei diesem Image eines provinziellen Berns, greift das neue Blog von derbund.ch ein. Es heisst «Der Hauptstädter», und behauptet, dass die Bundesstadt Bern eine Hauptstadt sei. Eine, die bei aller Gemütlichkeit auch urban ist. Eine, in der kaum alles so behäbig ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Eine, die eine lebendige Gastroszene pflegt, eine, in der es viel zu entdecken gibt – im Zentrum, in der Peripherie, in den Seiten- und vielleicht auch in den Hauptgassen. Unsere Herdkolumnistin Nicolette Kretz wird Berner Rezepte kochen, wir werden essen gehen, Stadttouren unternehmen, einkaufen, unsinnige Randnotizen sammeln – und in dieser Woche an den Bahnhof ziehen.

Kurz: Der «Hauptstädter» wird probieren, Bern als grosse Stadt zu inszenieren. Und natürlich werden die Autorinnen und Autoren bei diesem Vorhaben zeitweise auch auf die Schnauze fallen – und ins Jammern abdriften. Denn dies klappt ja bereits vorzüglich.

Viel Vergnügen bei der Lektüre – und vor allem: Schalten Sie sich ein im «Hauptstädter», mit Kommentaren, Tipps und anderen Abseitigkeiten. Wir freuen uns auf Sie.

Ihre HauptstädterInnen

Bild: Ausschnitt aus der «Diorama Map» von Sohei Nishino, Screenshot aus dem «Magazin» vom 1. September 2012.

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 10. September 2012

17 Kommentare

    • michael says:

      nur ein oberlehrerliches definitorisches Detail für die Power-Blog-Abteilung des Bundes:

      Unter Blogroll platziert man eigentlich Links zu _anderen_ Blogs und nicht die Feeds zum eigenen.

    • Thomas M. says:

      Bern wird dann ein bisschen urbaner, wenn es ohne die reflexartigen Bezüge auf Zürich auskommt. Aber diesen Komplex werdet Ihr wohl nie los. Schade.

  1. Heinrich Abderhalden says:

    “… zeitweise auch auf die Schnauze fallen.” – Schon geschehen – wie bereits angemerkt. Es ist nicht Besserwisserei oder Haarspalterei wenn man festhält, dass Bern nicht die Hauptstadt, sondern “nur” die Bundesstadt der Schweiz ist. Als nach 1848 die neue Eidgenossenschaft entstand, verzichtete man bewusst auf eine Hauptstadt. So soll es auch bleiben. Auch in der Bundesverfassung steht nichts von Hauptstadt. Dass der Bundesrat immer wieder versucht, durch die Hintertür Bern zur Hauptstadt zu erklären, ändert daran nichts. Auch der “Bund”, die Zeitung diesmal, kann es nicht ändern. Also: “Bundes-” statt Hauptstädter.

  2. diva says:

    warum tut ihr das? wollt ihr aus bern wirklich eine «zürich-kopie» machen? bern war bis jetzt ein geheimtipp und weil es eben als stadt nicht grossmännisch (um nicht zu sagen: grossgekotzt) wie zürich daher kommt, war es mir besonders als fluchtpunkt (von zürich aus gesehen) so symphatisch. zuviel propaganda, wie toll es an einem ort ist, mag vielleicht für die wirtschaft und geschäfte toll sein, aber mit der zeit zieht es einfach menschen, auf die man lieber verzichtet würde. menschen, die keinen bezug zur stadt und den menschen haben, sondern sich nur dort rumtreiben, weil es «cool» ist. tut euch das nicht an. die folgen sieht man in zürich…

    • Benedikt Sartorius says:

      Keine Sorge. Aber ein bitzeli weniger Kleingeist würde Bern auch nicht schlecht anstehen, oder?

    • Thomas M. says:

      Ich habe es schon unten geschrieben: Ohne Bezug zu Zürich scheint man in Bern nicht auszukommen. Bern soll toll sein, weil es nicht so schlimm ist wie Zürich? Das ist doch ein bisschen armselig. Vielleicht ist das ein bisschen kleingekotzt, aber doch gekotzt. Ein bisschen Offenheit könnte vielleicht nicht schaden. Bern hatte in den letzten über 100 Jahren nie einen Stadtpräsidenten (Stadtpräsidentin gab es noch keine), der nicht aus dem Kanton Bern stammte. In Zürich waren in den letzten 22 Jahren ein Luzerner, ein Obwaldner und jetzt eine Aargauerin, die Frauen liebt (ich hasse das Wort Lesbe) am Stadtruder. Aber was ich eigentlich sagen will, Bern verdient, dass man es gut macht, ohne dass man Zürich schlecht machen muss. Amen.

  3. Adriano Granello says:

    Bauern, Betonbahnhof, Bio-Grüne, Belpmoos, Beamte, Bsetzisteine, Baustellen, Ballenbergfiliale, Burger, Bollwerk, Bären, Busse, Botschaften, Bettler, Bundeshaus, Behäbigkeit, Baldachin, Bananen in der Migros.
    .
    B wie Bern.

  4. Jean Gerber says:

    Bern ist nicht die Hauptstadt – wann begreift Herr Tschäppät das endlich? Bern war noch in der letzten Bundesverfassung als “Bundesstadt” aufgeführt; in der heute geltenden Bundesverfassung ist Bern nur noch als “Sitz der Bundesbehörden” genannt. Als Hauptstadt wurde Bern nie bezeichnet. Es ist und bleibt ein Provinznest, passend zu diesem Schlusslicht-Kanton.

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    • michael says:

      nur ein oberlehrerliches definitorisches Detail für die Power-Blog-Abteilung des Bundes:

      Unter Blogroll platziert man eigentlich Links zu _anderen_ Blogs und nicht die Feeds zum eigenen.

    • Thomas M. says:

      Bern wird dann ein bisschen urbaner, wenn es ohne die reflexartigen Bezüge auf Zürich auskommt. Aber diesen Komplex werdet Ihr wohl nie los. Schade.

  1. Heinrich Abderhalden says:

    “… zeitweise auch auf die Schnauze fallen.” – Schon geschehen – wie bereits angemerkt. Es ist nicht Besserwisserei oder Haarspalterei wenn man festhält, dass Bern nicht die Hauptstadt, sondern “nur” die Bundesstadt der Schweiz ist. Als nach 1848 die neue Eidgenossenschaft entstand, verzichtete man bewusst auf eine Hauptstadt. So soll es auch bleiben. Auch in der Bundesverfassung steht nichts von Hauptstadt. Dass der Bundesrat immer wieder versucht, durch die Hintertür Bern zur Hauptstadt zu erklären, ändert daran nichts. Auch der “Bund”, die Zeitung diesmal, kann es nicht ändern. Also: “Bundes-” statt Hauptstädter.

  2. diva says:

    warum tut ihr das? wollt ihr aus bern wirklich eine «zürich-kopie» machen? bern war bis jetzt ein geheimtipp und weil es eben als stadt nicht grossmännisch (um nicht zu sagen: grossgekotzt) wie zürich daher kommt, war es mir besonders als fluchtpunkt (von zürich aus gesehen) so symphatisch. zuviel propaganda, wie toll es an einem ort ist, mag vielleicht für die wirtschaft und geschäfte toll sein, aber mit der zeit zieht es einfach menschen, auf die man lieber verzichtet würde. menschen, die keinen bezug zur stadt und den menschen haben, sondern sich nur dort rumtreiben, weil es «cool» ist. tut euch das nicht an. die folgen sieht man in zürich…

    • Benedikt Sartorius says:

      Keine Sorge. Aber ein bitzeli weniger Kleingeist würde Bern auch nicht schlecht anstehen, oder?

    • Thomas M. says:

      Ich habe es schon unten geschrieben: Ohne Bezug zu Zürich scheint man in Bern nicht auszukommen. Bern soll toll sein, weil es nicht so schlimm ist wie Zürich? Das ist doch ein bisschen armselig. Vielleicht ist das ein bisschen kleingekotzt, aber doch gekotzt. Ein bisschen Offenheit könnte vielleicht nicht schaden. Bern hatte in den letzten über 100 Jahren nie einen Stadtpräsidenten (Stadtpräsidentin gab es noch keine), der nicht aus dem Kanton Bern stammte. In Zürich waren in den letzten 22 Jahren ein Luzerner, ein Obwaldner und jetzt eine Aargauerin, die Frauen liebt (ich hasse das Wort Lesbe) am Stadtruder. Aber was ich eigentlich sagen will, Bern verdient, dass man es gut macht, ohne dass man Zürich schlecht machen muss. Amen.

  3. Adriano Granello says:

    Bauern, Betonbahnhof, Bio-Grüne, Belpmoos, Beamte, Bsetzisteine, Baustellen, Ballenbergfiliale, Burger, Bollwerk, Bären, Busse, Botschaften, Bettler, Bundeshaus, Behäbigkeit, Baldachin, Bananen in der Migros.
    .
    B wie Bern.

  4. Jean Gerber says:

    Bern ist nicht die Hauptstadt – wann begreift Herr Tschäppät das endlich? Bern war noch in der letzten Bundesverfassung als “Bundesstadt” aufgeführt; in der heute geltenden Bundesverfassung ist Bern nur noch als “Sitz der Bundesbehörden” genannt. Als Hauptstadt wurde Bern nie bezeichnet. Es ist und bleibt ein Provinznest, passend zu diesem Schlusslicht-Kanton.

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