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  • /wp-content/uploads/sites/5/2013/01/ki4.jpgDer Sonnenbergrain von oben.

  • /wp-content/uploads/sites/5/2013/01/ki3.jpgDer geheime Zugang.

  • /wp-content/uploads/sites/5/2013/01/ki2.jpgIn direkter Nachbarschaft zum Weg: Das Haus der Kirche.

  • /wp-content/uploads/sites/5/2013/01/ki6.jpg

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Entzauberter Weg


Ein steiler Weg, ein scheinbar geheimer Weg findet sich am Altenberg. Die Sicht auf die Berner Pfnüselküste ist von dort zwar grenzenlos, doch unterwältigt ist unser Autor dennoch.

Wer vom Aargauerstalden Richtung Altenberg blickt, kann einen markanten Weg entdecken. Einer, der Steilheit verspricht. Einer, der immerzu unbesucht erscheint. Ich habe mich immer wieder gefragt, was das für ein Weg ist und machte mich im Herbst bereits einmal auf, diesen zu begehen. Gefunden habe ich den Zugang seinerzeit nicht, und so fand ich mich wenig später in der Zone Berns wieder, in der alle Grundstücke mit Privatschildern geschmückt sind, und die wirkt, wie der Goldküstenabschnitt in Zürich. Kurz, ein Dahergelaufener macht hier besser wieder kehrt.

Zum Jahresanfang wollte ich es doch nochmal wissen. Der Weg ohne Namen wurde vom Aargauerstalden und vom Landhaus aus noch einmal fotografiert, so dass ich nicht wieder traumähnlich auf der Altenbergstrasse am geheimen Zugang vorbeiwandeln konnte. Und ja, ich fand diesen: Gleich bei der Grossbaustelle des Krankenheims Altenberg muss man abzweigen, duckt sich ein wenig durch unter den Baugerüsten, ehe der Weg erreicht ist. Winterdienst wird hier keiner durchgeführt, wie Schilder informieren, dafür ist die Aussicht auf die Wahrzeichen der Berner Pfnüselküste (Schüttestrasse, Rathaus, Stadttheater) ganz wunderbar.

Unterwältigt ist man dennoch: Denn was aus der Ferne wie die grösstmögliche Herausforderung für einen höhenprozentmässigen Steigerungslauf aussieht, wirkt dann vor Ort doch eher flach. Und Bern ist um einen persönlichen Mythos ärmer, der nun, nach einem Besuch beim Kartengiganten Google auch einen Namen hat. Sonnenbergrain heisst er, der entzauberte, weil vermessene Weg. Schade eigentlich.

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 3. Januar 2013

3 Kommentare

    • Benedikt Sartorius says:

      Oh, ein noch nicht getilgtes Überbleibsel. Ich lasse das süsse Nichts nun aber drin, wegen Ihrem schönen Kommentar, Herr Nik.

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    • Benedikt Sartorius says:

      Oh, ein noch nicht getilgtes Überbleibsel. Ich lasse das süsse Nichts nun aber drin, wegen Ihrem schönen Kommentar, Herr Nik.

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